'raftvollen, seiner Kraft hen, während in Frank
vertrauenden Individuum zu erziehen, wäh reich die literarhistorische Methode im Scy!
Und nur wer diese Wahrheit in sich realisiert hat, kann geistiger Lehrer und Führer werden. (Lebh. Beifall.)
In unseren Nachbarländern liegen oder lagen diese Dinge von jeher anders. In England begnügt man sich damit, den Menschen zu einem kraftvollen, seiner Kraft
tz-rster deutscher Höertehrertag.
(Schluß.)
Indem Prof. Paulsen in seinem Vortrage darlegte, daß die Jesuiten, die die wissenschaftliche Forschung als abgeschlossen hinstelten, heute nicht mehr als Wahrheits
sucher gelten können, fuhr er fort: Demgegenüber steht die besländlge, wirksame Fürsorge, die die deutschen Universitäten von jeher durch die F-ürsten und Staatsmänner erfahren haben. Vor allem hat sich aber das 17. und 18. Jahrhundert dadurch ausgezeichnet, daß vorwärts drängenden Geistern, denen die Kirche oder auch gewisse zunftbegeisterte Gelehrtenkreise Schranken zu ziehen drohten, durch weitblickende Fürsten und Staatsmänner Luft und Raum zur Betätigung verschafft wurde. Es seien da nur Friedrich der Große und Joseph II. genannt. Und bis auf diesen Tag ist das Verhältnis zwischen den führenden politischen Männern und den Männern der Wissenschaft ein ein.ges geblieben mit Ausnahme eines Rückfalles, der zurzeit der französischen Revolution sich ereignet hat, aber längst überwunden ist. Es muß anerkannt werden, daß die freie wissenschaftliche Forschung, das wissenschaftliche Denken rc. von den führenden Staatsmännern immer mehr jede Ermutigung findet, und ich kann getrost sagen: Es bat nie nr als eine Zeit gegeben, wo die Freiheit des Denkens weniger beschränkt war a l s heute. Auch den Un.versitäten war zu ungehinderter Betätigung niemals mehr Raum gegeben als in der Gegenwart. Tas haben wir aber nur dem Umstande zu verdanken, daß die Versassung unserer Gelehrtenschulen aufgcbaut ist auf jenen Anschauungen und Gesinnungen, die nach dem Zusammenbruch im Jahre 1808 mächtig waren, als die Professoren der verloren gegangenen Universität Halle sich an Friedrich W.lhelm III. wandten und die Anregung gaben, in Berlin eine neue zentrale Universität zu begründen, und dieser ihnen erwiderte: Das ist recht, meine Herren, und hinzufügte: Der Staat muß jetzt durch geistige Kräfte ersetzen und wiedergewinnen, was er an physischen verloren hat! (Lebh. Beifall.)
In diesem Sinne bat er denn einen Wilhelm v .Humboldt an die Spitze der neuen Universität gestellt, der selbst zugleich ein Gelehrter ersten Ranges und ein hervorragender Staatsmann war. Er hat die Grundzüge des gelehrten Unterrichtswesens, zunächst des preußischen, gelegt und damit die Grundlinien geschaffen, die heute für unser gesamtes 'Unterrichtswesen maßgebend sind. Es handelt jich darum, durch den wissenschaftlichen Unterricht alle geistigen, alle kulturschaffenden Kräfte von inmm heraus zu entwickeln und weiterzuführen. Das ist die Anschauung, die all unsere Universitäten heute beherrscht, alle Menschen sind durch diese eine Aufgabe zu erziehen.
jahr des deutschen Gymnasiallehrerstandes anzusehen, da er in diesem Jahre durch die Einführung des Examens vom geistlichen Stande losgelöst und ein selbständiges Ganzes wurde. Von dieser Zeit ab hat er unermüdlich selbständig gearbeitet und nach neuen Wahrheiten gerungen. Es war dies dieselbe Zeit, in der ein Pestalozzi die Volksschullehrer auf neue Bahnen wies. Die Folgezeit hat dann das Festhalten an diesen Grundsätzen, die das Jahr 1808 brachte, einigermaßen erschwert, vor allem trug das Eindringen ungeeigneter Elemente in die höheren Schulen daran Schuld, die dort eigentlich nichts anderes suchten, als gewisse Berechtigungen, so in Preußen zum geschätzten Einjährigen führen. (Heiterkeit.)
Auch durch das Eindringen neuer Lehrfächer hat die Gelehrten schule an innerer Kraft zur Vertiefung vielfach eingebüßt. (Sehr richtig.) Es hat das niemand öfter und kräftiger ausgesprochen, als der Vater des alten Gymnasial- Prinzips Professor Dr. Jäger. Er wird nicht müde, zu bekennen, daß das wissenschaftliche Denken zu schärfen die Hauptaufgabe sein und bleiben muß und daß die Erziehung zur selbständigen Tätigkeit auf irgend einem Gebiet viel wichtiger ist als das bloße Lernen und Gedächtnisnachprüfen. Nach einer eingehenden Erörterung der gegenwärtigen Resormbestrebungen, deren Hauptziel, die er ausführt, ebenfalls nicht anders sein dürfe, als die Erziehung zum selbständigen Denken, zitiert der Redner verschiedene französische und englische Stimmen- die die Ueberlegenheit des deutschen Unterrichtswesens auf diese spezifische Art des Spezialunterrichts zurückführen, und kommt dabei zu dem Schluß, daß es die oberste Pflicht aller Beteiligten sein müsse, an dieser Methode festzuhalten. Die Vorsehung habe die maßgebenden drei Staaten mit ihren grunoverfchiebenen Unterrichtsmethoden nebeneinanderge- üellt, damt sie die Kräfte, Schwächen und Einseitigkeiten derselben erkennen könnten .Wir Deutschen müssen dabei bleiben, daß die Kraft eines Volkes auf seiner mitbestimmten Begabuna beruht, und in dieser Beziehung unterliegt es keinem Zweifel, oaß die Kraft des Deutschen aus seiner besonderen Neigung zu selbstlosem Forschen bis zur Aufopferung, im einfachen Leben und Hochdenken, in der Achtung vor der Gelehrsamkeit und in der Freiheit derWissenschäft liegt. (Lebh. Beifall.)
Tie Frage ist sonach: Was ergibt sich aus alledem für die Stellung des deutschen Lehrerstandes'? Der höhere Lehrer in /Deutschland ist aus der einen Seite Beamter des Staates, direkt oder indirekt, auf der anderen Seite ist er Gelehrter- Träger ober Begleiter wissenschaftlicher Fortschritte. Drittens ist er Erzieher. Die beiden ersten Eigenschaften teilt der Gymnasial- mit dem Universitätslehrer. In dieser Doppelstellung unterscheidet er sich durchaus von dev Lehrern in anderen Ländern. In Frankreich z. B. ist der Lehrer weder Beamer noch Gelehrter, da die Schule nicht Staatsschule ist, in England ist er zumeist der Angestellte eines Privatunternehmens. Also ist die Stellung dex Lehrer in Deutschland von ganz besonderer Art. Redner verweist auf die fortgesetzte literarische Tätigkeit der Lehrer an den höheren Anstalten, die Unterstützung und Verarbei- ung der Fortschritte auf wissenschaftlichem Gebiete durch sie und kommt zu dem Schluß, daß die Stellung der höheren »15 Gelehrten st and aufzu«,
jtounge ist. Die deutsche Gelehrtenschule will vorbereiten zu wissenschaftlicher Arbeit. Das Jahr 1810 ist gewissermaßen als das Geburts-
Zur Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes
erhalten wir folgende Zuschrift:
Nachdern die erste Aufregung über die Aufhebung des § 2 sich etwas gelegt hat, sei es einem älteren evangel. Geistlichen gestattet, einige Bemerkungen zur Sache zu machen. Was hatderBundesrateigentlich verbrochen ? Antwort: Er hat einem vom Reichstag seinerzeit mit Majorität gefaßten Beschluß seine Zustimmung gegeben. War das etwas ungesetzliches'? Durchaus nicht, ganz im Rahmen dcr Gesetzgebung ist die Sache erfolgt. Alenn nun in früheren Fällen die sozialdemokratischen Blätter über das Zustandetommen oder über die Art des Zustandekommens eines ihnen nicht genehmen Gesetzes in allen Tonarten losschlugen, so wußte man sich nicht genug hierüber zu entrüsten. Und wenn nur § 2 ganz gesetzlich ausgehoben wird, verfällt man in denselben Fehler, packt den Kanzler und wer weiß wen an, als sei dem Gesetz ins Gesicht geschlagen worden, fordert die Evangelischen auf, gegen die Regierung „mobil" zu machen usw. Warum gedenkt man denn hier nicht des apostolischen Wortes: „Ein Jeder sei untertan seiner Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat; denn es ist keine Obrigkeit, denn von Gott." Jedenfalls nimmt sich die Sache sonderbar aus.
Und nun etwas naher zur Sache selbst. Es machte einen ganz eigenartigen Eindruck auf jeden ruhigen Leser, wenn er alle die Beiürchtungen aufgezahlt las, die an die Aushebung des § 2 geknüpft werden. Bei manchen Artikeln bekam man geradezu den Eindruck, jetzt sei es mit der evangelischen Kirche aus, die Jesuiten schassen sie in absehbarer Zeit aus der Welt. Da mußte ich mich fragen: Steht es wirklich um unsere Kirche so schlimm, daß sie vor den Jesuiten die Flagge streichen müßte, dieselbe Kirche, von der wir doch immer bekennen und mit Recht bekennen, die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden? Wahrlich, die Leute, die die Welt so gruselig machten, haben ihrer Kirche damit keinen besonderen Dienst geleistet. Und wenn man an die in früheren Jahrhunderten von den Jesuiten geleiteten Gegenreformation in manchen Ländern erinnert, so sei unjerieits daran erinnert, daß wir eben einen deutschen Kaiser deutscher Nation haben und dazu einen protestantischen Wenn er auch feinen katholischen Untertanen das größte Entgegenkommen zeigt, wie nicht mehr als billig, denn es sind doch auch Christen und seine Untertanen, so hat er sich doch schon oft als gut evangelisch bekannt. Möchten nur die Evangelischen gerade mit Bezug auf die Aufhebung des § 2 sich enger aneinander schließen nicht zum Kampf nach außen, sondern zu größerer Glaubensgemeinschaft nach innen; möchte nicht soviel niedergerissen, sondern mehr aufgeoaut werden; möchte mehr das „evangelisch" als das „protestantisch" betont werden! Jeder Evangelische auf seinem Poften, fest stehend auf seinem evangelischen Glauben, wie er ihn von «Jätern überkommen hat, geziert durch ein recht evangelisches Leben und dabei duldsam gegen seine Mitchristen der anderen Konfessionen — so braucht es uns um unsere Kirche nicht bange zu sein, auch wenn die Jesuiten kommen.
Valitische Tagesschau.
Wasserwirtschaftliche Reformen In Schlesien.
Der „Reichsanreiger" schreibt: Nachdem der Gesetzentwurf betreffend die Maßnahmen zur Regelung der Hochwasser-, Deich- und Vorflutverhältnisse an der oberen unb mittleren Ober am 2T März dem Provinziallaiidtag von Brandenburg und am 25. und 26. März dem Provinzial- lanbtage von Schlesien zur Aeußerung Vorgelegen hat, ist er zusammen mit ben übrigen wasserwirtschaftlichen Vorlagen dem Abgeordnetenhause zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung zugegangen. Tie Provinziallaiidtage der beteiligten beiden Provinzen haben ihre grundsätzliche Zustimmung zu dem Gesetzentwurf ausgesprochen, der Zustimmung zu den Beschlüssen jeboch noch einige Abänderungsvorschläge zugejügt. Wahrend die Vorschläge des Provinziallandtages von Brandenburg hauptsächlich auf eine stärkere Beteiligung der berufenen Organe dieser Provinz bei der Ausführung des Gesetzes hinzielen, wünscht der Provinziallandtag von Schlesien außer einigen Zusätzen zu ben) § U und 15 des Entwurfs wesentlich die öffentliche Auslegung des Gesamtplanes und der Sonderpläne, Veränderung in der Zusammensetzung des Oderstromausschusses unb Streichung ber besonderen Bestimmungen für die Finanzierung des Breslauer Projekts (§ l Abs. 3 des Entwurfs. 2. Zur Vermeidung einer Verzögerung unb um die zusammengehörigen loafserwirtschafttichen Vorlagen einheitlich einbringen zu können, war bie allerhöchste Ermächtigung zur Vorlegung des Entwurfs an ben Landtag bereits erwirkt, bevor ber Entwurf dem schlesischen Provmziallandtag zur Aeugerung zuging. Tie enbgillige Stellungnahme bei Staatsregierung zu ben Beschlüssen ber beiden Provinzial- lanbtage war vor ber Einbringung ber Vorlage an ben Landtag der Monarchie niuit mehr zu ermöglichen. Der Entwurf ist daher dem Landtage in derselben Fassung wie früher den Provinziallandtagen zugegangen. Tie Staatsregierung wird aber ben Wünschen der beteiligten Provinzen, soweit angängig, tuntich,i bei Gelegenheit ber Ver- hanbltingen im Landtage Rechnung tragen können. Namentlich ist zu erwarten, daß der Wunsch des schlesischen Provinziallandtags, die besondere Bestimmung über bie Kostenverteilung für bas Breslauer Projekt aus bem Entwürfe zu streichen, wirb Berücksichtigung finden können. Es würben alsbann die allgemeinen, für bie Aufbringung ber Kosten im Entwurf gegebenen Vorschriften auch für die Arbeiten bei Breslau in Anwendung kommen.
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fr «illnt tögsich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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fi'i „Gießener Zamilienblälter" werden dem „ jitgei viermal wöchentlich beigelegt. Der »[< siche Landwirt erscheint monatlich einmal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Dießen.
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Ausführlich meldet über den Angriff Gouverneur Leut- MBth öinn 11. b. M.r
tzch habe mit ber bereinigten Hauptabteilung (Dürr) urrnd der Mftabteilung (Estorfs) bie Hauptmacht bcs Fein- deN etwa 3000 Gewehre, bei Cnganpra angegriffen. Die X-.tto befanben sich in starker, kreisförmiger H i'ji'jtr ftellung, Front nach Nordwesten. Zuerst wurde >e'.ri s.üidliche linke Flügel umfaßt und zurückgeworfen, icitn c-folgte der Angriff gegen Mitte und rechten Flügel. ;i eitrgische Gegenstöße des letzteren gegen unseren Lii jilin Flügel wurden abgewiesen. Mit Einbruch der iiliir.H'it, nach achtstündigem Gefecht, wurde die , ei nitiliä:: Stellung durchbrochen. Der Gegner ist nach allen 'ei.iikn, ;nit den Hauptkrästen anscheinend in nordöstlicher •n Mil!Her Richtung, jurücf gegangen. Folgende diesseitige >e:c:ü|ie sind zu verzeichnen: Gefallen: Oberleutnant 3 Lao i.i Estorfs aus Veersen bei Uelzcn, Leutnant - nxöu c f a r b Frhr. v. Erfsa aus Werneburg (wie eine al,°qiilhü besagt, ein entfernter Verwandter des Reichskanz- erxä tenfen Bülow. T. Red.), Kreis Pößneck, Gefreiter KoM, 3 Batterie aus Jagenow, Kreis Kvlchcn, Gefreiter Hei?'.nh Schröll, 4. Feldkomp., aus Kaulbach bei Homburg >He8f EchwerverwunDet: Leutnant Richard b. Rosen- ■ü - ..r.' Kassel, 1. Feldkomp., früher Franz-Regiment, Scii)-. .m Oberkiefer, Sergeant Gustav Liedtke, 4. Feldkomp, aucr-äwizen (Kreis Bartenftein), Schuß im rechten Ellen- j )(Gefreiter Otto Lucas, 4. Feldkomp., aus Altlands- L.-t" giti Berlin, Schuß durch beide Beine, Reiter Heinrich u4. Feldkompagnie, aus Großburgwedel bei Hanno! an, Schuß im rechten Unterarm, Sergeant Wieland, 1. Fel tckift.'., aus Buchenbrenn, Kreis Pforzheim, Brustschuß luil ÄMcgsfreiwilliger b. Blano, 1. Feldkomp., aus Berlin, Sih kurch ben linken Unterschenkel. Leichtberwunbet: -Mittel Schlabitz, 1. Feldkomp., aus Guerznow, Kreis LissLäster Zeigeftnger abgeschossen, Reiter Kube, 1. Felb- koui'itz, aus Misloslawa, Kreis Birnbaum, Streifschuß am roch -aü Unterschenkel, Gefreiter Warnke, 1. Felbkomp., aus Tiscchili-n, Kreis Lubwigslust, Verlust zweier Finger an der :| Litern Hand durch einen Schuß, Gefreiter Georg Rüaer, 1. s Mvanp., aus Berlin, Streifschuß am rechten Ober- fdiet-Jl., 'befreiter Emil Effort, 1. Feldkomp, aus Schön- lank:ü, eis Czarnikau, Streifschuß am rechten Unterarm.
gittkr Tonnten.
Eber ft ße u t wein meldet aus Okahandja: Er ■ rit mn 9. April mit der bereinigten Abteilung (Dürr) u rr! Heslableilung .(Estorfs) die Hauptmacht der Hereros, et-il?’3)00 Gewehre, bei Onganjira angegriffen, ycach acht» ft M gxm Gefecht wurde die starke feindliche Stellung durch- bin.I r. Die Gegner sind nach allen Seiten zu- ' ! gangen. Tot: Oberleutnant E stör ff, Leut- r f f c r, zwei Reiter. Schwer verwundet: 3tilr.nn Rosenberg, fünf Reiter. Leicht verwundet fünf litt. Verluste des Feindes schwer. Von der Abteilung llliicii :ipb nichts neues.
fltio hat die Vermutung, die in kolonialen Kreisen zp worben unb in unserer gestrigen Nummer ausge- j oi. eri war, bock Recht behalten. Es hat noch einen Zu- soWinistoh ber deutschen Hauptabteilung, die von Ota- h.flidjL üftwärtd nach Otjosasu aufgebrochen war, mit bem w-iiji H Otjosasu ausgestellten Haupttrupp ber Herero ge- 0i «slen. Unb dieser Zusammenstoß ist von größerer Be- büsiiu.r: und für die Deutschen erfolgreicher als das Gefecht b' ei (li: (jami, wenn eS auch wiederum leider nicht ohne bi^M.'cib» Verluste für uns abgegangen ist. Oberst Dürr bi ml l i Okansira in achtstündigem Gefecht die Hauptmacht i>i??i ero geschlagen und nach Osten und 9iorboften aus- ei ni i t..getrieben. Der Angriff wurde durch Umfassung des seckiidlichen linken Flügels eingeleitet und zwei größere O -.r t >ioße des Feindes zurückgewiesen.
Erfolg dieses Gefechts ist, daß dre seither getrennten befrüi-f < i Abteilungen fortan gemeinsam operieren । ui} nvj bie Gesamtstreitkräsle ber Herero losgeyen können.
L-Ae kanntmachung ber Verlustliste des Ge- feiijiüS lei Okarharni hatte in der Presse zu Klagen ge- ,111)1 Z.ie „Nordb. Allg. Ztg." schreibt: In ber Taaes- brefitfii't darüber Klage geführt worden, daß die Verlust- lifle !:■ am 2. April gegen Herero stattgebabten Gefechts bei - Olatzarni niajt gleichzeitig mit bem Bericht u 5 e düiS Gefecht selbst unb erst 12 Stunden, nachdem i li-: durch ein hiesiges Lokalblatt gebracht war, ver- vffei-Mftl sei. Wir erfahren hierzu, baß es an amtlicher 2t l.x ii: angezeigt gehalten wirb, bie Verlustlisten nicht ehe veröffentlichen, al§ Vis bie Angehörig im aamtlich in angemessener Weise mit Na LijQiaü t versehen worden sind. Es Wirb davon aus- gegam-n,, daß auch die Angehörigen beanspruchen können, von n h sie angehenden Verlusten nicht zuerst durch eine Zeiti ebiiachricht zu erfahren. Daß im vorliegenden Fall eine i kllsitändige Verlustliste einer hiesigen Zeitung durch cinerc. u.egsberichterstatter zugehen würde, konnte nicht voraLU^jchtzt werben.
Zweites Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 12.Aprilk904
Gießener Anzeiger
En Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 11. April: ' St Nachricht von bem erfolgreichen Vorgehen gegen Die Siplrnacht ber Hereros würbe heute nachmittag in der itiirien Stunde in Berlin burch Extrablätter begannt.
starken Verlusten in bem Gefecht vom 2. April fast als ein Trost empsunben, baß biesmal, ob* schom:!:e Entscheibung eine schwerere und wichtiaere war, ber Gefallenen und Verwunbeten erheblich ge- ring-,!3 Lit. Von militärischer Seite wirb ber Sieg ber Unfrei als bewundernswert bezeichnet, als ein taktisches ■jjid1 l i.d. hoch zu veranschlagen sei auch ber Einbruck ber tL enlegenheit, ben ber Fernb zweifellos von diesem wuOtni Schlag empfangen habe.
9ie heutige Dummer umfaßt 8 Seiten.
Aeutschsüdwestafrlkanifchcs.
Oeiflenr, Montag, nachmittag erhielten wir folgendes tWr:mnn, das wir in ber Stadtauslage noch bekannt
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