reten und hoben daS Land weithin überschwemmt.
t
In der Gegend von Gronau,
Kap. 4, 12—31.
Plärrer Dr. Naumann.
Telephonischer Kursbericht«
101.50
59.50
59.20
und
Bei
122.20
41.00
42 50
. 102.10
. 90.30
. 101.75
. 90.50
. 100.65
. 99 50
26 30 . 86.70 . 101.10 . 103 20 . 203.40
185.60 . 138.40 . 149.40 . 152 00 . 138.50 . 15 20 . 190.50 . 225 50 . 186.00
. 194.90
4% Ungar. Goldrente .
4°/o Italien. Rente , .
4i/,% Portugieser » .
30/ Portugiesen. ...
1% C. Türken . . .
Türkenlose ......
4% Grieoh. Monopol.-Anl.
4ll,% äussere Argentiner
Kur; kommnisse
Reichflanleibe do.
Konsole . do . .
Ressen Oberheseen
3% Mexikaner
4Vgn/n Chinesen . . Electric. Sohuckert .
Nordd Lloyd . . Kreditaktien .
Diflkonto-Kommandit. Darmatädter Bank . Dresdener Bank . . Ber'iner Handelegee. Oesterr. Staatabahn . Lombarden « • • Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum . . , » . Harpener ....
Tendenz: fest.
Ward die schöne Löwenqass'; In den Kellern inan erblicket Manches Bohnen-, Gurkenfaß. Ach der Inhalt, der war platte, Lag onf tiefem Kellersqrund, Und die Löwengäffer Lent- Sind ohn' Sauerkraut zur Stund'^, darauf wurde zur Vermeidung ähnlicher Borin der Stadt das Pumpwerk in der Westanlage
Rendeln, Klein
Evangelische Gemeinde.
91 m Sonntag Eslomihi, den 14. Februar. Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Vormittags 9'/, Uhr' Pfarrer v. Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthnusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe.
9lbends 8 Uhr im Konfirmandensaaal : Vereinigung bei konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.
In der IohanneSkirche.
Vormittags 9'/, Uhr: V'arrer T r. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesge- meinbe.
Pfarrer Tr. Naumann.
9lbends 6 Uhr: Siehe Stabtkirche.
Montag, ben 15. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konsirmandensaal ber Iohanneskirche. Text: Galaterbrief
Vilbel gleicht die Gegend einem großen See.
-o- Vilbel, 12. Febr. (Dra h t b e r i ch t.) Seit einigen Tagen wird hier die Iran Kreiling vermißt. Es wird angeno"'men, daß sie sich in der Nidda ertränkt bade.
3Vt% 3"'n 3</,o/o 30/,3 S1/,0/,,
Groß-Karben sind die Felder überflutet.
öcrmifcbtc».
• München, 11. Febr. Der Schriftsetzer Maas erschoß Frau und Kinder wegen ehelicher Differenzen.
• Budapest, 11. Febr. Bei O-Kanizsa wurde die Be- itzerin einer Csarda, Bilisi von ihrem Diener ermordet.
• Baltimore, 11. Febr. Obgleich 10000 Meuchen obdachslos sind, lehnte der Bürgermeister bisher eine auswärtige Unterstützung ab. Der Neuaufbau der Stadt wird unverzüglich in Angriff genommen. Der Stadtrat darf keine Neubauten höher als achtstöckig gestatten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, ben 13. Februar.
Nachmittags um 5 Uhr itnb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 14. Februar.
Q u i n q u a g e s i m a.
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
, ‘ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
r um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.
„ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5‘, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Am Aschermittwoch wird vor der hl. Messe um 7'/, Uhr die geweihte Asche ausgeteilt.
Mittwoch Abend nm 6 Uhr ist Fastenandacht.
Ucuclle Metöungcil.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
R.-B. Darmstadt, 12. Febr. (Eigener Drahtbericht.) In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer erfolgte die Annahme der Position „Reste aus früheren Jahren; Domänen des Großh. Ha uses", bie mit allen' gegen 2 sozialdemokratische Stimmen angenommen wurden. Beim Kap. „Weinbaudomäne n" entspann sich eine größere Debatte. Ebenso beim Kapitel 8 „Badeanstalten und Bad- Nauheim". Abg. Dr. Schmidt beklagte, daß die Regierung große Arbeiten bei der Umgestaltung in Nauheim anstatt einer leistungsfähigen Mainzer Firma einer auswärtigen Stuttgarter Firma übertragen hätte. Vom Regierungstisch wurde erwidert, daß man die heimische Arbeit so weit als möglich berücksichtige; in diesem Falle hätte aber eine Ausnahme gemacht werden muffen. Die weitere Debatte drehte sich um die geplanten Kolonadenanlagen und weiteren Neueinrichtungen in Ba d-Na u h e im, woraufsämtliche Positionen Bad-Nauheim betreffend, angenommen wurden. Die nächste Sitzung ist Dienstag, 16. d. M., vorm. 9 Uhr.
München, 12. Febr. Der in München heute früh 8 Uhr 4 Minuten von Frankfurt fällige Schnellzug Nr. 90 entgleiste heute früh auf der Strecke zwischen Eichstätt und Ingolstadt bei der Station Tauberfeld. Die Lokomotive und em Packwagen wurden den Bahndamm hinab geworfen. Mehrere Personen wurden verletzt. Getötet wurde niemand
Aus Stad! und £aub.
Gießen, den 12. Februar 1904.
•* B illigere Schweinefl eis chpreise. In Anbetracht der billigeren Einkaufspreise von Schlachtschweinen haben die hiesigen Metzger nach vorausgegangener freiwilliger Vereinbarung die Verkaufspreise des Schweinefleisches und einzelner Wurstwaren ermäßigt, was gewiß mit Freuden begrüßt wird.
*• Die Ueberschwemmung des Lahntales ist z. Zt. viel bedeutender als die vor einigen Wochen. Zwischen Wismar, Lollar, Gießen, Klein-Linden, Dutenhofen, Heuchelheim, Atzbach, Dorlar bis Wetzlar bildet das Lahntal einen großen See. In der Flur „Hesseler" zwischen Heuchelheim und Klein-Linden wurde vor einigen Tagen in ben dortigen Erlenbeständen viel Hol; gefällt, welches jetzt die Fluten wegschwemmen. Die Landwirte befürchten großen Schaden für Wiesen und Ackerland. — Das Busecker Tal ist ebenfalls überschwemmt.
•* Vor 25 Jahren hatten wir in Gießen eine große Ueberschwemmung. Alte Einwohner wissen sich zu erinnern, daß in dieser Februarwoche die tief gelegenen Teile der Stadt völlig unter Wasser waren. Besonders in der Löwengaffe war die Not groß. Tie Leute fuhren mit großen Waschbütten über die Straße und die Stadt baute mit großen Leitern Notstege. Einige Tage später, in den lustigen Faschingstagen, hieß es in einem ulkigen Gedichte u. a.:
„Und gesiegt und überbrücket,
geschaffen.
— Die dritte Getreide-Lagerhaus-Genossenschaft in der Provinz Oberhessen wurde am 9. d. M. in Wohnbach gegründet. Es bestehen jetzt eine in Grünberg, eine in Alsfeld und Berstadt-Wohnbach als die dritte. Der Direktor des Verbandes der Hessischen landwirtschaftlichen Genoffenschaften Geh. Regierungsrat Haas mit dem Verbandssekretär Dr. Neumann waren in der Versammlung anwesend. Ueber die Bedeutung der Kornhaus-Genoffen- schaften sprach zunächst Geh. Rat Haas, dem der Vorsitzende der Versammlung, Gutsbesitzer Julius Philippi-Wohnbach, nach einer 9lnsprache das Wort erteilte. In der Versammlung waren vertreten die Gemeinden Wohnbach, Berstadt, Wölfersheim, Bellersheim, Utphe, Obbornhofen. Ueberzeugen sich die Landwirte dieser Orte von der Nützlichkeit und der Notwendigkeit der Anlage eines Getreidelagerhauses an der Bahnstation Berstadt-Wohnbach und treten nur die Einsichtigeren der im Laufe des 9lbends gegründeten Lagerhaus- Genossenschaft bei, so reicht die Zahl der Orte vollständig auS, um ein mäßig großes Getreidelagerhaus mit Getreide für viele Monate hinaus zu füllen und es lohnend zu benutzen. Nach der Beratung der Statuten unterzeichnete eine genügende Anzahl von Landwirten das Statut, sodaß Vorstand und Aufsichtsrat gewählt werden konnten und dami die Kornlagerhausgenoffenschaft Berstadt-Wohnbach begründet war. Sobald der Genoffenschaft die genügende Anzahl von Mitgliedern aus den umliegenden Orten beigetreten ist, kann mit den Vorarbeiten zum Bau des Getreidelagerhauses begonnen werden. In den Vorstand wurden gewählt als Direktor Julius Philippi-Wohnbach, als Stellvertreter Fr. Rull- mann-Berstadt, als Geschäftsführer Wilhelm Acker-Berstadt, als Beisitzer Ferd. Philivpi-Obbornhofen, Otto Schneider- Utphe. Äufsichtsrat: Bürgermeister Fatum-Wohnbach als Vorsitzender, Beigeordneter Wolf-Wohnbach, 91. Wolf-Wohnbach, Otto Wolf-Wohnbach, Fr. Vogler-Berstadt, Gg. Rau- Berstadt. •
Mittwoch, den 17. Februar, abends 6 Uhr: 1. Passions» andacht in der Iohanneskirche.
Pfarrer Tr. Naumann.
gine Nnyeilskotschaft aus Kamerun.
Noch sind deutsche Truppen beschäftigt, den Aufstand, 6er in Deutschsüdwestafrika ausgebrochen ist, niederzu- kömpfen, und schon kommt die Kunde, daß auch in einer anderen unserer afrikanischen Kolon en, in Kamerun, Unruhen ausgebrochen sind, die zur Ermordung des Leiters einer der dortigen militärischen Stationen geführt hat.
Die „Nordd. 9lllg. Ztg." meldet: Nach telegraphischen Meldungen des kaiserlichen Gouverneurs von Kamerun ist der Leiter der Station Ossidinge, Graf Pückler, im Kampfe mit Eingeborenen bei Basso gefallen. Eine Strafexpedition befindet sich unterwegs. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Wahrscheinlich ist Graf Pückler gelegentlich einer Er- ckundigungsreise in einem noch w n g bekannten Teile seines Bezirks in Streitigkeiten mit dem der deutschen H rr- schaft noch nicht unterworfenen Stamme der B anfangs geraten, in deren Gebiet Basso gelegen ist. Immerhin ist es ausfällig, daß gerade jetzt, wo in Südafrika die Hereros sich in vollem Aufstande befinden, auch in Kamerun Kämpfe ausgebrochen sind. Tie Station Ossidinge liegt im Westen des englischen Gebiets, etwa 150 Kilometer von der Küste entfernt, und zählt zu den 5 Haiiptmil t irstationen auf b:e die Schutztruppe (38 Offiziere, C3 Unteroffiziere und 900 farbige Soldaten) und die Polizeitruppe in Stärke von 2')0 Mann verteilt sind. An Weißen befanden sch nach der Zählung von 1902 nur 581 Personen im ganzen Schutzgebiete, von denen etwa 470 deutscher Nation sind.
Leider muß wohl angenommen werden, daß Graf Pückler nicht das einzige Opfer war, da ja von einem Kampfe gesprochen wird, an dem also doch ein Teil der Schutztruppe beteiligt gewesen sein muß. Auch zeigt ja die Entsendung einer Strafexpedition, daß man sich in den Regierungskreisen des Schutzgebietes bewußt ist, daß sofort energische Maßregeln ergriffen werden müssen, um die Unruhen nicht einen weiteren Umranng annehmen zu lassen. Wir wollen hoffen, daß es gelingen wird, die Unruhen zu lokalisieren und schnell zu unterdrücken, und daß es nicht auch hier zu einem Aufstande kommt, wie ihn das südwestafrikanische Schutzgebiet zeigt. Vorläufig wird man nähere Nachrichten abwarten müssen, um ein genaueres Bild des ganzen Vorfalles zu gewinnen.
47.% Oesterr. Silberrente 100.50
~ -■ • 99.20
gegen die Rußland bei den Wirren des Jahres 1900 mit Grausamkeit vorging, dem gelben Rassengenosfen sich verbinden werden. Doch besonders viel wäre damit nicht gewonnen, denn es kann den ostsibirischen Regimentern, zu denen täglich Verstärkungen stoßen, keine großen Schwierigkeiten bereiten, die Chinesen in Schach zu halten. Selbst wenn die Japaner auch im Landkrieg anfangs Erfolge erzielen, so werden sie hier die Grundfesten der russischen Stellung niemals erschüttern können, auch nicht in ber Mandschurei, auf die e* vielleicht nach Eroberung der Häfen abgesehen ist.
Eine scharfe Auslassung der „Nowoje Wremja", worin 'England ein Bruch der Neutralität zum Vorwurf gemacht wird, wegen Ueberlassung von Weihaiwei an die japanische Flotte, die von dort aus gegen Port Arthur vorging, wird in hiesigen politischen Kreisen als unmittelbar von der russischen Regierung herrührend betrachtet. Es verlautet, daß unverzüglich eine entsprechende Note von Petersburg nach London abgegangen ,ift. Die Tonart, in der England den geharnischten Protest Rußlands beantwortet — Weihaiwei gilt nunmehr nach -russischer Auffassung als ein Teil des japanischen Gebietsund zu der Entschädigungsforderung sich äußert, kann von großem Einfluß auf die politische Konstella- *ti on werden. Aus Kreisen der russischen Kolonie hören wir, daß überhaupt England nicht über den Weg getraut wird, daß man nach anderen Beobachtungen gemacht haben will, die mit Argwohn ersülleu bezüglich einer korrekten Einhaltung der Neutralität. Nach Aeußer- ungen des norwegischen Krieg?mini'ters. die der „Naticnal- zta." soeben Übermittelt werden, sind Veranstaltungen zur Sicherung Norwegens geplant, falls eine andere eur päische Macht, z. B. England, in den Krieg verwickelt werde. In Christiania hat man auf dem Geb et der hohen Politik schon oft sich gut informiert gezeigt. Es ist sck)werlich ein Zufall, daß dem Kriegsminister die Möglichkeit einer ^Verwicklung Äiglands vorschwebt.
Volitische Tagesschau.
Die Beschlagnahme eines Buches,
Pa 8 noch nicht erschienen ist, hat das Militärgericht der 33. Tivision in Metz verfügt. Der Redakteur des ,F)schatzer Tageblatts" Arnold hat unter dem Titel: „Aus allerlei Garnisonen" Lehren und Forderungen des Falles Bilse geschildert, und die Herausgabe dieses Buches mit einem Leipziger Verleger vereinbart. Dieser ließ das Buch in Leipzig drucken. Als 8 Bogen des etwa 10 Bogen starken Werkes gedruckt waren, ging der Trucker, ein Reserveoffizier, zur Polizei und erklärte, er fürchte, sich einer Bestrafung auf Grund des § 28 des Preßgesetzes auszusehen, weil das Werk außer einer Wiedergabe des Inhalts verschiedene Zitate aus dem beschlagnahmten Roman Bilses enthalte. Auf eine Anfrage der Leipziger Polizei beim Militärgericht der 33. Tivision in Metz, ob sich die von ihm verfügte Beschlagnahme des Romans von Dilse auf die den Inhalt jenes beschlagnahmten Buches teilweise wiederholenden Worte des Redakteurs Arnold miterftreefe, erfolgte das telegraphische Ersuchen an das Leipziger Polizeiamt, die Schrift „Aus allerlei Garnisonen" zu beschlagnahmen. (Siner solchen Beschlagnahme bedurfte es indessen nicht, da der Truckereibesitzer alle Bogen freiwillig auslieserte. Gegen das Vorgehen des Metzer Militärgerichts wandte sich der Verfasser des beschlagnahmten Werkes in einer Beschwerde, in der er es als formell unzulässig bezeichnete, daß eine Beschlagnahme eines noch nicht erschienenen Buches erfolgt, und daß ein Militärgericht eine von einer Zivilperson verfaßte Schrift ohne Mitwirkung des Zivilgerichts oder der Staatsanwaltschaft beschlagnahmen läßt. Materien biete das neue Buck keine Handhabe zur Ausdehnung der Beschlagnahme des Bilseschen Romans auf dieses, da das Buch „Aus allerlei Garnisonen" nur eine in zahlreichen Zeitungen erschienene Inhaltsangabe des Buchs „Aus einer kleinen Garnison" nach den Nachschriften der G-erichtsberichterstatter enthalte und daneben nur einige im Urteil des Tivis.onsgerichts ausdrücklich als beachtenswert bezeichnete allgemeine Betrachtungen Bilses. Ter Leipziger Verleger und der Verfasser des beschlagnahmten Buches beabsichtigen, Schadenersatzansprüche an ben Trucker zu stellen.
— Bedauerliches Ende zweier Rehe. Gestern gerieten im Großen-Lindenerwalde zwei Rehe, eine trächtige Rieke und ein Bock in eine forstliche Gingitterung und nannten wieder da§ Drahtgeflecht, solange, bis beide Tiere tot nieder- ielen.
b. Leihgestern, 11. Febr. Gestern abend gegen 7 Uhr ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein Knecht bei einem Gutsbesitzer ging in die schon ziemlich dunkle Scheune und stieg die hohe Leiter, -die nach dem Heuboden ührte, hinauf. Dabei glitt er aus und stürzte von einer Höhe von etwa 4 Meter herab. Er zog sich dabei eine Gehirnerschütterung und einen Beinbruch zu.
§ Langsdorf, 11. Febr. Ein Baudenkmal nieder- ächsischen Stils ist das hiesige Wohnhaus des Landwirts Wenzel. Prof. Walbe aus Darmstadt unterzieht eS einer Untersuchung. Ein anderes Baudenkmal wird gegenwärtig renoviert, wozu der Staat einen Zuschuß gibt. Beide Gebäude stehen unter dem Denkmalschutz.
-0- Friedberg, 12. Febr. (Drahtbericht.) Ufa, Wetter, Nidda und Nied sind über die Ufer ge »
37,%
4% Oesterr. Goldrente . . 101.90
Deutsches Deich.
Berlin, 11. Febr. Ter Kaiser unternahm heute eine Promenade im Tiergarten und hörte im königlichen Schloß die Vorträge des Kriegsministers, des Chefs des Generalstabes ber Armee und des Chefs des Militärkabinetts. Heute abend nahm der Kaiser an einem Tiner bei dem amerikanischen Botschafter teil.
— Tem Landgrafen Alexis von Hessen- Philippsthal-Barchfeld, General der Kavallerie ä la suite der Armee, Senior des Gesamthauses Hessen, hat der Kaiser zu seinem 50jährigen Milt t ä r j u b i l ä u m das folgende Glückwunschtelegramm zugehen lassen:
„Euer Hoheit spreche ich zu dem Tag, an welchem Sie vor 50 Jahren in die preußische Armee eintraten, meine herzlichsten Glückwünsche aus. Möchten Euer Hoheit freundliche Gesinnung mir und meiner Armee noch lange erhalten bleiben. Wilhel m."
— Von der Kaiserin weiß das christlich-soziale Wochenblatt „Tie Arbeit" aus guter Quelle zu berichten, daß dieselbe an einer Venen-Entzündung leide.
— In der Reichstagskommission zur Vorberatung des Gesetzentwurfes über die Kaufmannsgerichte wurde heute nach längerer Beratung § 10 mit folgender Aender- ung genehmigt: „Als Vorsitzende und deren Stellvertreter müssen Personen gewählt werden, welche die Fähigkeit zum Richteramt erlangt haben. Ausnahmsweise können auch Personen gewählt werden, welche die Fähigkeit zum höheren Verwaltungsdienst besitzen." Nachdem auch, der folgende Paragraph von der Firma gutgeheißen worden war, vertagte sich die Kommission.
— Das Reichsamt deS Innern ist gegenwärtig mit der Nachprüfung sämtlicher Verordnungen über die Sonntagsruhe beschäftigt Es sollen Ungleichheiten be - eitigt und einheitliche Bestimmungen herge- tellt werden.
— Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat beschlössezum Militäretat eine Resolution einzubringen, wonach allmonatlich die wegen Soldatenmißhandlungen vom Kriegsgericht cmsge- prochene Bestrafungen den Offizieren i n Manu schufen zur Kenntnis gebracht werden. Fern r sollen bei dieser Gelegenheit die Mannschaften regelmäßig auf ihr Beschwerderecht hingewiesen werden. Endlich sollen die wegen Mißhandlung ihrer Unterec6 n n kriegsgerichtlich ve rur teilt en Offiziere aus der Armee bezw. Marine entlassen werden.


