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11.8.1904 Erstes Blatt
 
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II. Lchlnßbcstimmnngeu.

s 41 Soweit im vorstehenden Bestimmungen nicht getroffen sind oder sofern auffergl wohnliche Perhaltnisse besondere Mab- nahmen nötig machen, sind die besonderen in. jebem feinen Kalle vom Bürgermeister zu gebenden Anordnungen zu besolgev.

S 42 Verschlungen gegen diese Vorschriften unterliegen ben Rechtsfolgen der Artikel 79 und 80 der allgemeinen Bau­ordnung^ ^ieje Verordnung tritt mit dem Tage der Beröfsem lichung in Äraft

Giehen, den 1. August 1904.

Gr. Bürgermeisterei Gießen.

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Oberbürgermeister. _

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jur Nachschau und Reinigung sind iämtlLffc C4rrud)Dcrid)lufic stets zugänglich in halten und mit einer dicht,'chlleffenden Putz« ös'nung zu icnehen. Sämtlicl^.' Geruct^erichlusse muncn vor Trost gesichert sein. Zn die vauptableitung nach dem Ltratzeniiel dar, kein Dasserverschluff eingebaut werden, ixe Eftruchvcrschlusse )ollen im allgemeinen den aur der Bürgermeisterei vordinoencn Muttern entsprechen, icdoch känn n auch andere Arten mit besonderer Ge- nebmiaung zur Verwendung kommen. £ie Gciuchverscvlusse, Die nicht zu Aborten, Regenröhren, Hof- und Üeller-Einlausen ge­hören, müssen durch unabnehmbare ^eier oder Roste vor dem Einbringen fester Körper von mehr als 3 Millimeter Üorngröffe

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gesichen fein. ... ,

Zugänglichkeit der Anlage.

§ 34 Die gesamte Entwässerungsanlage must möglichst überall leicht zugänglich und mit den zur Prüfung, Unterhaltung und Reinigung erforderlichen (tinndHungen versehen fein. Bet unterirdischen Leitungen müssen diese Einrichtungen in gemauerten, leicht zugänglichen Schächten mücrgcbracbi loeroen. xieie schachte mühen Pidne .tddcllungen erhalten ,die voll'tandig ausgenommen werden können. Tie »roifdxn die Leitung eingebauten Puh-

SMcrbcih-n mit Gerudtt>erfchluü bestehen uihd durch emc Sturz- püliing nad) ledcSmaligem Gebrauch vollkommen rem Vfpüll ink-n Tav Becken soll mit Spülrand verfc^n scm, fodast das T nülivaffer gleidnnäßig bcrtnlt wird. Tic Wasscrticfe un Äuf- nabmebccfen soll mindestens 20 Millimeter betragen- mittelbare Anschluss 'M die Wasferleitung ist verböten. Tu Cpül- ung bat aus blonderen Spülbehältern zu eNolgcn, .die von der Wasserleitung gespeist nxtinn und für leben . minbeftenÄ 8, aber nidM mehr als 12 Liter schütten. 4.cr topuibebalhr foU mindcstt'nS 2 Meter über km e\k\ angebracht sein und durch cmen kurzen Zug oder Truck in Söirtnitf gelebt werden. DaS Spülrohr zwischen Spülbehälter und Bcueu mutz einen Turch- mcsser von 35- 10 Millimeter erhalten. Aborte, in denen bic Auswurfstoffe durch medwnisch bewegte V.eile gel)en (Ztlapp- klosetts, KolbeullofettS nfm.) ebenso wie felbsttatige epüluorridH tungen z. B. solche, die durch die Tür den Teckel oder den Sitz bewegt werden, sind verboten. Tic Weite der Lxffnuna in der Schunel darf be'chstcnS 90 Millimeter betragen. Zivischen die Schüssel und das Zallrohr ist ein 2LasIerverschluh von mindestens 8 i Millimeter lichter Weite und mindettenS oO MUlimeter Tauch-

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27 Denn voraussichtlich ben Regensallröhren viele feste Sinkitoffe zugesührt werden, z. B. bei gwl^n Ziegel- oder Ochern müssen vor der E.nmündung des Nvdres in dn Vaupt- ableüung gusterseme Jtäften mit ladjt herauszunehmendcn ^jUmmeimern eingebaut werden. .Turu) diese ^genrohrkästen darf icbodj bet Lusiumlauf von der jpaupüiblcitung nach dem isnlln?bi in keiner Leise gehemmt werden.

Regeneinläuse.

$ "28 Für die Ablcttung des Regenwasier^ von Vvsen, «ärten. Degen usw. fmb besondere Regeneinläufe anzulegew Alle Lmläuse sind geeignetem Rost, mit oanb bezw. schlämm« und le.Ät he rm^si..nehmendem ed)lamutcimcr, un gcmaniam Gebiet außerdem mit o.en.dv.ridUünen »u versehen, föemau'ne Sdilamm- und Landsange, fowie bewegliche Uloden1 versLtüsse sind verboten. Zm getrennt entrcai erteil Gebiet, wo dr^e Einläufe nach ben Regenfielen führen, ist zu verhindern, böi Schmus-. Lüchen-, Stall- od:r s.nst.ge in den schmubwasscr kanal gebvngc Abwässer nach diesen Anlaufen gelangen. sind also in der 'Ausbildung der Oberslachc um die (rmlauic lr,c h-evu nötigen Vor!.hangen (wie ^r.nnrudcn Pflaster- und Ri'nngesäUe zu treffen; das Linschüttcn von vschmupwaiser ui diese Lingussc ist strengstens verdaten. .

Schmutzwasfere m l ä u \ e.

s 99 Tie touroaficrung von Laschkucuen, Kellern, ^tall- £naai und sonstigen olädxn, wv Sedmubwasscr »um Wbtlub kommt, geschieht durch -besonder^ Ettiläuse, die ebcnsalls,. wie bre Regeneinläufe, mit Ro», ogtu) und ^driamnuang, sowi Schfamn.eimcrn zu versehen smd. Tieje LinlLufe erhallen l.edoch einen Geruchoerschiust, dessen Äasieripiegel in srottsreier La« anzuorvnen ist. Tie Anlage dieser Linläufe ut nur bon gestattet, wo sie leiche zugänglich sind und die dauernde Unter- dallung des l^erud-verschlufses durch Einleitung von Wasser gc- licherr ist. 3m getrennt entwässerten Gebiet dursen Einlause sur SchmnLwasser nur don angelegt werden, wo eine Uebericblvemmung bnxä vocdwasser oder Regen unbedingt ausgeschloi,en HL

Terart ge Elllläuse dürfen im getrennten Gebiet in der Regel «idt austerhalb der Gebäude angelegt werden. Ist bic5 iebod) erfordert & so mutz durch Ueberdachung, durch Überhöhtes Pslastcr oder durch Trennruaen Vorsorge getrossen werden, dav unter kernen U in ständen Regemvasser von einer gL bereu olacye als 5 Lütadrutmerer m sie gelangen kann.

FettsLnge.

8 30 In die Sonderlellung von Raumen, meldK grob». ♦Rengee fettige oder seifige Abgänge luicrn (». B. großeJSäjdx- reren, Metzgereien, Lursttüchen nsw-) 'tt ium Jlbjangcn bet o«t- noüe ein geeigneter Ietttang einzuschaltcn. 4.1c (Vtltfangc müssen ans Ton cber Gußeisen bestehen, entsprechende rfühlslü^en besitzen und mll leicht möglichst vom freien zugänglichen ^rutzössnungen .ind reichlicher Lüftung versehen sein.

Spülaborte.

§ 31 Menschliche Abgangs sind durch Spulaborte aufzu- sllngen und abzuletten. Tie Spülaborte müssen aus eincni

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«He Fallrohren im Innern der Gebäude müssen alS Ent- tflfr n 4 hl ütk-t rach geführt nxi^m. Tit EntlüftungSröhien müssen leukrrchte Beilängerungen der Fallrohren bilben und den vollen rurdmieffer der onllrv^enm indes lens aber i0 Mitti- meter lurdMiieffcr ausiveiseu. auch wenn das Fallrohr selbst '"^Ter^ oberste Teil des SntlüftungSrohrs von 0,5 Meter unter Tad> an auswärts soll, wenn mäghd), im Durchmessei

MiUinwte/grötzer fern, als der untere äeil Tie AuSmundung des"EnttUftungorohrS über Dach, sowie der zur Lüftung bicii.nb.u Regenrehie darf mdx in der Nähe von Zenttern ober sonstigen, unI Dem Innern der Gebäude in Verbindung stehenden Oesl- nungen angelegt werden. Von derartigen Oennungen mutz pus 'bere Rohrende mindestens zwei Meter entlemt sem, fjW tv me^ ^ls 1 Meter über die ööhe des ^cbstgelegenen Fenstersturze- hinausragt. ^aim dieser Vorschrift ba einem Sieflcnial.t.-ta n.dx genügt meinen fo erhält eS nnen schLntz. Entwüsfern mehrere Tadninncn nach einer ^ille ft kann vorgeschneben wenden, dast für die tiefer Agende Dachrinne ein bei anderes I-allrodr mit Oleruawerschluv augelegt urib

Fallrr>dr der oberen Tadxrinn: . 3ur V1Ttn? . gesittet w^rd. Tie AnSmundungen der ^.ufti.ng».rohriU.ftttd nitt ^'len Schutzhauben zu versehen; bewegliche Iaugevorrictttungcn

find hierbei nicht geftattet In besonderen Allere Entlüftungseinridnungcn vorgejibnibcn

0?vr ^rhaebte die zur Lüftung von ch^ans- ober ^vohnraumen ob ,n Betrieb ober md,t dürfen nicht zur Sntlüftung der irntwüiserungsaillagen benutzt

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Bfinungen und Nnnigungüstubcu ntüllnt tinen luftbuvtcn M- hnhrn Tic über ber Erde liegenden ßcitnngen und sonsttge ^>ilc der Anlage dürfen iveber eingemauert noch verkleidet werden.

Prüfung. , <>, ,f

§ 35. Tie gesamte Anlage unterliegt m allen Teilen rrälnenb der .Verstellung und vor der Jnbctriebnaden s iinoeu der hiermit beauftragten Beamten, «-er iSigiiitumcr ob r bev ausführcude llnteinehmcr hat auf besondere Aussorderung PrUng-n b°iiuw°hncn. Tk «u den Pr Mma-n morber- lidjcn «irbcitiMflc, «ernte Licht, Wasser nstv. \ bereit au stellen. Tie Ableitungen uno die vnschtteocnden a,uu der Fallröhren werden in der Regel durch Äa ser mit em m Truck bis Straffenhahc auf ihre Tätigkeit geprüft. Ti Prüfui g der übrigen Anlagen cinfdiliefflid) der (Äeriidwerschlusst erfolgt duick d e 9iaud)» ober Geruchprobe Zur D^rnalttne aller^Prob n Lft ut bic vauplleitung vor Eintritt in ben ila^ischeuSttaffen- . (örver ein Prüfungsslutzen «rechtwinkliger Abzweig- euizusdialt n.

ber Schluffprüfung ist bicier Stutzen ui Gegenwart bcs ÄttcTpW«. Lie .Prujuna ber. Anlage e^ülat (o u t hi« in* diesen Vorschriften entspricht. Unterirdische £cituiigui bunen 80 Millimeter lichter 48eue und mtnoeitetw ou tv*«*"1» *" f,r|b, c.'c" ^ucbm'guug nkbi vcrsnll, tv.rbett. Sie Söeiiufcun«

ÄT * ** .

........4

Ablaufrodr be» Spiilbehällers nicht beschädigt tmrchn kann, d ' ^.^'deii Zustand erhalten, gehörig gereinigt und

Boden unter ben ödnilieln muv au- ^J^bidrtem , glatten I°nung enuv beauftragen Beamten sind befugt, bic 9ln- Malerial hergcstellt oder mit wafterdichtem Belag ^lNiftui g rtU| ^en Zustanb zu prüfen, insbesonbere einer

bcrglcidxn.) vcrsedcn tverbcn. rÄMM,n nllrl. ^u/rbrud- Rauch und Heriichprabc zu unterwerfen; etwaige

..ÄiaÄs.Ä"- ss.ss"«?? & . w*

Se C. Ihbcrflangd-erftimmimo-n.

auf ber Bürgermeisterei vorhanben. § 30 Tie Pläne für bie Entwäi'serung aller bei Inkrafttreten

Spülung. dieser Vcrorbnuna bereits bebauten Grunbstucke tm Oicbiete ber

? 32. Tie Svülunjj jeder Entwässerung mufi entroeber butdt ncinnt Cnlwasi-rungsanlage sind spätestens brer Monate Anschlusj an du- luötudx Waerleilung ober burch eute^etpene. I ufforberuna botjuleflen. Äe Zussorbenmg erfolgt

bauentb unter Truck stehenbe, mit einem mi1>*lty. n(0]lien ,5?'' durch ossentliche delanntmachi ng ober durch -äc"Q1^r('*V8*ln9 freien Behälter renebeue Wanerleituug liMergenellt »«.b" E,cntiimer. .Sechs Monate nach enolgter Äenchmtgung ber

allen Cingüffcn für Sdimubivojicr lind dotnhübiu bei Wasser q!lilni, muj,-en t>ic Entwässerungsanlagen vorschrittsmaljig aus- lettung jur Spülung uno 'Auffüllung de- lrlerudmcrschlusses an-1 :Q.)rt .-Clll

jubnngen. Alle Spülvorrichtungen, sowohl bei «borten, wie bei '£e ( tlftvn tonnen aus Antrag verlängert werden. ®nmeü> bat wegen sdti'acben Gefälls zu ipulenbcn ^ohrslrangen mu uimen zum irüberen Ansckluff einzelner Grundstücke sollen nach io eingerichtet sein, baß f.c die vollkomnicne Abschwemmung^allei L^lid Int berudsiditigt werben.

emgclcuclcn Absallttosfe und die Reinhaltung der Rohren Jt I inneren Einrichtungen in den Dausern sind den in

ivährlcisten. f ff l u i dieser Verordnung enthaltenen technischen Vorschriften nitsprcchend

8 33. Zwischen ieder Einyiilütette (Abort, Pissoir, Küchen umi^nbtrn widcrruslicher Weise kann d^r Bürgermeister

und Wassersteineinguv, Bad ils.v und dem Dnschlutz der »u- ^Eingehender Prüfung gestatten, daff bestehende LnttvasserungS- gehörigen Ableitung in die Rohren muff cm ^udtomdHuL ün^ - ßlin. c,^r teilweise bcibcbaltcn jroerben.

nngn'dxiUrt lucröcn Alle Geruclwcrsck-luuc nnb durch ll-oder I 4(, jyerb<n Oft-bau de auf Q-ruiioftudcn an straffen, bie 3-iuriiug gebogene Rühren, bie einen cinia.Rn kv erDCTbffluh. mit einem Manat versehen sind, neu errichtet ober

gewädrl'i'den, herzuttellen Alle übrigen Vcrschlime. wie bnulg- unbebaut, so müssen bie sämtlichen Einrichtungen Innern ftche Fladen-, Mlappen , stug lvcrs. lasse mw. si.id verboten. 4-ft ^etzäube ben oorstehcnb ausgefühctcn technischen Vorschrnteu öaiiertieic der Oieruchversd-lasse sott m ber Oiegn betragen. Jut ^J

... IMfMrftmte. «aber. I pTjchr Ansammlung bet tzauÄvässer und ber menschlichen

Abgänge finO, vorübergchenb, wasserbichte <senlgruben herzusletten, iebod) in ber Anordnung, baff bet '^lere Anschluv der Ent- !väss7rung an den Ltraffenkanal in keiner Weise «chindert wird. Diele uorübcrgclnnbcn An lägen unterliegen gleichfalls bet Genehmigung burch ben Bürgernieister.

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