Ausgabe 
11.8.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

srr. 187

ENchetvt »Saktch außer Sonntags.

Dem Gteßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gtehener Familien» hlätter viermal in der Woche beigelegt.

KotatlonS druck u. Ver­lag der Brühl'schen Untvers.-Buch-u. Stein* druckerei. R. Sang«, Redaktion, ErvedMoa und Druckerei.

Schulslratze 7.

Adresse sür Depeschen: «n-eiger Gieße«.

Fernsprcchanschlußd^r 61

EttieS Blatt

154. Jahrgang

Donnerstag 11. August 1904

Sietzener Anzeiger

** General-Anzeiger y ** S

Amtz- und Anzeigeblatt sür den Kreis Gießen

_____ _______________ zeiqenteil: Hans Beck.

Die yeulige Wummer umfaßt 8 Seilen.

5>er Krieg zwischen Japan und Kußland.

Eine große Seeschlacht bei Port Arthur.

Folgenschwere Ereignisse werden heute vom Kriegsschauplatz gemeldet. Wir erhielten heute früh folgende Telegramme:

London, 11. Aug. Das Reuterbureau meldet aus Tschifu vou heute morgen 71/, UKr: Ein heute früh 5V2 Uhr ein- getroffener russischer Torpedobootszerstörer meldet, daß sechs russische Linienschiffe, vier Kreuzer und die Hälfte der Torpedo­boote gestern um 10 Uhr morgens aus Port Arthur ent­kommen seien. Der Zerstörer verließ Port Arthur am 10. August abends; er hatte fünf Paffagiere an Bord. Diese berichten, die japanische Flotte verfolge die russische. Ein Kamps auf offener See sei zu erwarten.

Tokio, 1L Aug. Das Renierbureau meldet: Die russische Flotte kam am Mittwoch aus Port Arthur heraus; es folgte ein schwerer Tageskampf. Die japanischen Zerstörer griffen in der Nacht au; das Resultat ist noch unbekannt. TerRet- visau" und derPobjeda" wurden am Donnerstag morgen außer- halb Port Arthurs gesehen.

Man hat nach diesen Meldungen mit Sicherheit anzu- nehrnen, daß eine große Sees chlacht stattgefunden hat. Schon die Veranlassung der russischen Flotte, plötz­lich ans dem Hafen von Port Arthur einer großen japani schen Uebermacht zur See gegenüber aus-ubrechen, mu für die Lage Port Arthurs und die Russen seh r ern gewesen sein. Wenn auch kürzlich von Eifersüchteleien der japanischen Befehlshaber vor Prot Arthur und dadurch be­wirkten «unerquicklichen Verhältnissen zu berichten war, so hat die japanische Flotte doch nicht ihre Wachsanrkett preis- gegeben, daß die russischen Schiffe ohne weiteres den Hafen hätten verlassen können. Im Gegenteil, dieser Tage wurde noch von amtlicher russischer Seite gerne [bet daß zwar einige Schiffe versucht hätten, japanische Torpedoboots­zerstörer abzufangen, daß sie aber, da die Japaner sofort Verstärkung erhielten, sich wieder zurüctziehen mußten.

Ein Unterschied zwischen den beiden obigen Meldungen ist auch zu verzeichnen, der bezeichnend ist. Die russische Nachricht aus Tschifu lautet, daß die Flotte aus dem Hafen entkommen sei und die japanische Flotte die russische verfolge; die japanische Meldung dagegen weiß zuversicht­lich, daß emschwerer Tageskampf^ stattgefunden habe. Das ist denn auch ohne Weiteres anzunehmen. Das Re- sultat der Schlacht ist fteilich noch nicht bekannt, aber daß bei dieser kühnen Mion der Ruffen für diese nichts heraus­kommt, steht fest.

Um die Lage Pott AtthurS selbst muß es für die Ruffen schlimmer stehen. Vielleicht ist die Feste bereits in den Händen der Japaner. Es ist heute nur eine Meldung über die Kämpfe bei Pott Atthur zu verzeichnen, diese ist im Marine- ministettum aus Tschifu eingetroffen nnd es heißt dann, die Japaner hätten drei weitere Angriffe am 29. Juli, 5. und 7. August auf Pott Atthur unternommen. Sie haben zahl­reiche Positionen eingenommen und ihr Feuer hat sowohl in der Stadt wie auch in den Docks großen Schaden verursacht.

Die Eroberung des Wolfshügels

wird doch wohl am 27. Juli bereits erfolgt sein. Die gestern wiedergegebene Nachttcht Stöffels vom 27. Juli mag falsch datiert sein, und die russische Zeitung in Pott Atthur die Wahrheit bettchtet haben. Trotz der Zernierung der Festung durch die feindliche Belagerungsarmee findet der Kommandant von Pott Atthur, Generalleutnant Stöffel, immer noch Mittel und Wege, um Mitteilungen über den Stand der Dinge in dem seiner Obhut anvettrauten Platze an die Oberleitung der Armee und an den Zaren gelangen zu lassen. Naturgemäß vollzieht sich dieser Verkehr unter großen Schwierigkeiten und auf allerhand zeitraubenden Umwegen; nicht immer gelangen auch die Meldungen in derselben Reihenfolge, wie sie ab­gesandt worden sind an ihr Ziel, mitunter überholt eine spätere Nachricht die früher abgegangene, und je nach der ^>lrt und der Route der Beförderung, erreicht die eine prompt, fcic andere mit großer Verspätung das Hauptquartier. So erklätt c§- sich, daß gleichzeitig von Petersburg aus zwei Berichte Stössels bekannt wurden, die eine vom 27., die an­dere vom 30. Juli datiert. Irrtümer bei der Ausgabe des Datums mögen dabei nicht audgeschloffen sein.

In der Mandschurei

find wieder furchtbare Pla tzreg en aufgetreten. Alle Sttaßen sind in Sümpfe verwandelt.' Die japanischen Streitkräfte lonzeutrieren sich in drei Gruppen, eine bei SimutschÜng- H a i t s ch e n g - I n k a u, die andere bedroht die Richtung Anschatschang-Liaujang. Im Norden, auf der Straße nach Mukden, haben nur resultatlose kleine Feuergefechte stattgefunden.

Nach amtlicher Verfügung werben die japanischen Kriegsgefangenen sämtlich nach der Stadt Pensa dort weiter in- europäische Rußland ver teilt zn werden.

Russische Mobilisierungen.

Vizeadmiral Tschuknin, der Nachfolger Skrydlows, hat b; sofortige N obilisierung der Reserven ein Gleitet Der Besuch des Jarcu in Ode ssa wird für yn 21 d. M. angekündigt. Der Zar iuirb bei dieser Ge legenheit di» zur Fron! abgehenden Truppen inspizieren rnd eine FlottLnschgu abhauen.

Türkische Offiziere hn japanischen Hauptquartier.

Oberst Pertew Bey, der als der befähigste türkische GeneralstabsoffiKier gilt und jahrelang eine Stellung in der deutschen Armee hatte, begibt sich im Aufttage her tür­kischen Regierung in das japanische Hauptquartier. Von einer Entsendung türkischer Offiziere in das russische Hauptquartier mußte abgesehen merben, da sie Rußland nicht genehm schien.

Ein Telegramm Kaiser Wilhelms.

Wie vertäutet, ließ Kaffer Wilhelm nach dem Tode des Ge­nerals Jamaguschi der deutschen Gesandtschaft in Tokio ein Telegramm zugeheu worin er seine Teilnahme an dem Hinscheiden des Generals besonders in Erinnerung an die von dem Verstorbenen wahrend der China-Wirren dem Grafen Waldersee gegenüber bewiesene Kamerad­schaft ansdrückt und anordntt, daß Oberstleutnant v. Förster au der Beerdigung teilzunehmen sowie dem Beileid des Kaisers Ausdruck zu geben habe.

Wakdeck-Aouffeau

Waldeck-Rouffeau, in deffen Befinden eine Verschlimmer­ung eingetreten war und deffen Kräfteznstand bedeutend ab­genommen hatte, unterzog sich gestern, Mittwoch mittag, einer neuen Operation, die zwei Stunden dauerte und den Tod zur Folge hatte. Die Operation wurde ausgeführt von Profeffor Kehr-Halberstadt und Profeffor Armour- London unter Assistenz von zwei französischen Aerzten. Der Tod trat nm 2 Uhr 45 Min. ein.

Ministerpräsident Lombes, der abends nach Pans zu fahren gedachte, hat wegen des Ablebens Waldeck-Rouffeaus seine Reise aufgegeben. Donnerstag wird ein Ministerrat ab­gehalten werden, der über die Begräbnisfeierlichkelten beraten wird. Die Regierung beabsichtigt, das Begräbnis Waldeck-Rouffeaus aufStaatskosten stattfinden zu laffen.

Präsident Loubet und der Ministerpräsident Combes haben sehr warme Beileidstelegramme an Frau Waldeck gerichtet. Tie Beerdigung soll schon auf nächsten Sonntag fest­gesetzt sein. Präsident Loubet wird auS seinem Sommeraufenthalt nach Paris zurückkommen.

Tas Ministettum Waldeck-Rouffeau war dasjenige, das in der 3. Republik .am längsten bestanden Hot: es regierte vom 22. ^zuni 1899 bis 4. Juni 1902 Waldeck R n'ffeau hat manchett 'i Verdienste sich erworben. Er brachtt durch die Begnadigung Treyfus die Affäre zur Ruhe, die Frankreich so lange beunruhigt hatte, und schuf den Franzosen das Vereinsgesetz, das dem Lande große Fortschritte brachte. Tos jetzige Ministettum Combes führt in der ften taten Frage nun das zum Ende, was Waldeck-Rouffeau angebahnt hatte.

Politische Tagesschau.

Die englische Flotte.

Das englische Oberhaus hat sich soeben eingehend mit der Marinepolitik unter besonderer Breücksichttgung Deutsch­lands beschäftigt. Eine Zeit lang sind die Engländer mit ihrer Flotte sehr zufrieden gewesen. Das war nach der großen Reform des Admirals Fischer. Der erste Lord der Admiralität hat ost mit Nelson nur das gemeinsam, daß er seekrank wird, wenn er Seewasser riecht. Die ganze Reform der englischen Admiralität bestand eigentlich darin, die Federfuchser, wo sie allzu lästig in das tägliche Dienst­getriebe eingriffen, mit fester Hand in ihre Schranken zurücktzuweisen. Dahinter ist man allmählich gekommen Die mahnenden Stimmen der Fachleute werden jetzt wieder etwas williger gehört. Man verlangt jetzt allgemein, daß nicht nur gelegentliche Ansätze zu einem bischen Reform hier und einem bischen Reform da stattfinden. Man will eine grundlegende Modernisierung der Flotte d-rchgeführt wissen, die sie auf eine Stufe der Schlagfertigkeit mit der deuffchen Mattne bringen fort. Kiel und Plymouth haben Wunder gewirkt. Die Zwischenfälle im Roten Meer haben ein Crescendo dieser Stimmung IjerDor gerufen. Man ist es müde, Schiffe hinausgehen zu sehen, bei denen die Ka­nonen gut sind, aber nicht schießen Fotrnen, weil die Di- iere nicht passen^ oder bei denen die Disierenrrichtungen gut sind, aber die Geschütze zum Altmetall gehören. Man hegt Besorgnisse, die neuesten Torpedodivisionen, die nur 24 Knoten laufen, könnten eine ernstliche Konkurrenz mit denen fast aller Seemächte, die einen 30 Knotentypus ange­nommen haben, nicht aushalten. Es ffh tüchtigenthüllt worden in letzter Zeit. So hat sich auch herausgestellt, daß die sanitären Vorkehmttgen für Kämpfe zur See ab- olut unzureichend sind. Man weiß jetzt ferner, daß die Erleichterung der Naturalisattotr für ftemde Seeleute, die ich der englischen Freiwilligenreserve einreihen lassen, pekuliert war hauptsächlich auf konttnetttale unsichere Heerespffichtt'ge die gewünschte Wirkung verfehlt hat. Auf Befehl des Königs paradiert jetzt zwar mitten in London derBussard", eine alte, harmlose Fregatte, als Freiwilligenschulschiff auf der Themse, um den Bemüh­ungen der englischen Flottenwerbevereine als Rellame zu dienen. Mer mehr unb mehr sieht man ein, daß das Kinkerlitzchen sind, daß in Wrrllichkeit das jetzige System ratlos vor der Personalstage steht, sotvohl was die Ossi ziere, als was die Mannschaften bettifst. Die Agitation ür die Verbesserung und Vermehrung der Flotte ist eif­riger denn je. Die Imperialisten geberden sich natürlich unverständig hypochondrisch und laut. Mer auch in gar nicht imperialistischen Kreisen, z. B. bei den Iren, die geiviß über den Verdacht des ^iugotum^ erhaben sind, regt sich die Kntik recht lebhaft. Dte Schiffe weichen nun einmal als des Jnselreiches wichtiger Schutz angesehen. Der Iren Ührer O'Eonnor sprach eines seiner zündenden Worte aus, als er kürzlich in leidenschaftlicher Sprache, aber mit nüchternem Material, znnl .Wmpf gegen Zustande austief, die au5 Nelsons uneinnehmbarem hölzernem Bollwerk eine tönerne Flotte" gemacht hätten. Seine Sturmsaat ist aus

fruchtbarem Boden gefallen. Man wird in Deutschlcmd' gut tun, die neueste Phase der britischen Flottenbeweguncl nicht aus den Augen zu lassen.

Deutsches Deich.

Berlin, 10. Aug. Heute abend um 6 Uhr traf bet Kaiser hier ein und begab sich nach dem königlichen ScUoß.

Reichstanzter Graf Bülow ist von Norderney hier ein* getroffen.

TerReichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend den Servistarif und die Klasseneinteilung der Orte vom 6. Juli 1904.

~ 2erVoss. Ztg." zufolge richteten die Oberbürgermeffte^ und Bürgermeister der großen Städte eine Eingabe an dasi Staatsministerium, in welcher sie ersuchen, dem Entwurf »ur Abänderung des Gesetzes über die Ausführung der Schlacht­vieh- und Fleischbeschau vom 28. Ium 1902 die Zu­stimmung zu vettagen.

Tie heutige Nummer der Gesetzsammlung enthält das Gesetz bettefsend die Erweiterung des H a fen s in R u hr o rt, bttreffend die Bildungemer Genossenschaft zur Regelung der Vor flut und der MwafferreiniMMg im Emschergebiete und bettefsend die Abänderung des Gesetzes vom 25. Nov. 1899, betreffend die. ärztlichen Ehrengerichte, .das Umlagerecht und dir Kassen der Aerztekammem.

TerGenosse" Tr. Friedeberg, der, wie wir berichteten in einer großen Berliner Versammlung den General- sttttk befi":rwortete und dafür vomBorwätts"^ in einem schatte« ArtikelWirmis^^ angegriffen wurde, bemerkt nun imVor- watts" in einer kurzen Entgegnung,daß die weitere sachllche Verttetting seiner Anschauungen auf dem Kongreßin Amster­dam und nachher ettolgen werde."

Metz 10. Aug Heute irach-mittag ist hier der Verb an tag deutscher Bahnärzte eröffnet worden, nachdem gestrr» abend eine Empfangsfeierlichkeit uno heute früh eine NnSschuh- sitzung des Verbandes stattgefunden batte. Tie Eröffnungsrede hielt der Bezittsvorsitzeude Geheimer Smiitätsrat Tr. Schttcst hierauf antwortete der kaisettich^ Bezirkspräsident Graf Zeppelln- Aschhausen und, im Aufttage des beurlaubten Bürgermeisters, der Abgeordnete Sanitätsrat Lmtz. Es wurden mehrere Reden ge» halten. Tie anschließende Diskussion beschränkte sich nur auf wenige Minuten.

München, 10. Aug. In der heuttgeu Sitzung der K a m m er der R e i ch s r ä t e teilte Brak Lerchenfeld mitt daß er cms Gesundheitsrücksichten sich veranlaßt gttehen habe, den PttnK- regenten zu bitten, für die nächste Seffion von feiner Person dS ersten Präsidenten der Kammer abzusehen.

Ausland.

Glasgow, 10. Aug. Die englische AdmiralttA forderte von den Schiffswerften am Clyde Offerten ein fßr Zwei Schlachtschiffe, die bezüglich Armierung unb Panzerung alles übertreffen sollen, ivas die SchiffSkon- siruktion bisher erreicht hat. Die Linienschiffe sollen 16 500 Tonnen groß sein und eine große Geschwindigkeit haben. Die Offerten sollen bis zum 20. September eingereicht fein, ein ungewöhnlich kurzer Termin für Schiffbauer, um die Kostenanschläge zu machen.

London, 10. Aug. Auf eine Anfrage tat Unterhaus betreffend die angeregte Zusammenberufung einer kolonialen Konferenzzur Erörterung der fiskalischen Frage drückt Premiev- minister Palfour feine Anerkennung über den Wett tnm zwei Konferenzen aus, die bereits stattgefunden haben, und hofft, daß diese Konfn?enzen noch häufig ftattfinben werden. Er erklätt ober, er beabsichtige nicht, gegenwärtig Schritte hinsichtlich der Anftage des envälmtcn Gegenstandes zu tun.

Tas Unterhaus nahm die zweite Lttmrg der Vortage betteffettd die drahtlose Telegraphie an.

König Eduard ist heute mittag von Pott Bikwrta über Köln nach Mattenbad gereist.

Die Meldung, wonach die Vereinigten Staaten nut Denlsäb' land mtb England in eine gemeinsame Beratung der Frage der Kriegskontrebande eintreten würden, wird als irrt$ bezeichnet.

Gibraltar, 10. Aug. Bei dem gestern abend tat Df ft* zierkasino veranstalteten Gästeabend, an dem sich auch deutsche Konsul beteiligte, wurde ein vom deutschen Kaiser angefettigtes^ BiId, überreicht. Tus Bild ist ein Geschenk des Kaisers an die Offiziere ber Festungsartillette zur Erinnerung cm feinen Besuch im Frühiahr und trägt in engllsck'er Spracbr die Widmung:Wilhelm II. den Offizieren der ettglischen Gm> nisonsattillette 1904."

Rom, 10. Aug. Die Handclsv ertrag ^Ver­handlungen zwischen Italien und Oesterreich sind uttterbrochon worDen. Die österreichischen Delogtarten kehrten nach Wien zurück.

Petersburg, 10. Aug. Gegenüber der Meldmrg aus­wärtiger Blätter,daß in Petersburg die Cholera aufgetreten sei, ist die Russische Telegravhenaqentur in der Luge, auS zuverlässigster Quelle ftstzustellen,'daß dort kein Cho­ke r a f a 1 l vorgekommen fei

Konstantinopel, 10. Aug. Die Pforte lehnte das Ansuchen Meneliks, das bisher vcnr Kopten unb Abeffi nicnr gemeinsam innegehabte Heiligtum Dairc Su! tan in Jerusalem gänzlich den Messym'ern zu überlassen, ab. Die hier eingetroffene außerordentliche Gesandschaft MenelikS vettucht nunmehr den Sultan zrr bewegen, die Entscheitam-p der Pforte rückgängig zu machen.

Washington, 10. Aug. Das Kabinett beschloß in seiner gestrigen Sitzung, den Gesandten in Konst an t r n o p e l a b z u r u f e n und btiburd) die diplomatischen BeziehilNtwn zur Türkei abzubrechen, falls der Sultan dir amerikanischen Fordernugen ablehnt. DaS amerikanische (Nc- fchwaber wird nicht eher von Smvrna zuttickbenlsim wer­den, als bis eine endgiltige Reyelimg der zwischen der Türkei unb den Vereinigten Staaten schwebenden Fragen erreicht ist.

Esopue ,?taat ^d-wyorkl, K). Aug. jn einer An- spraclre au idi< Abordmlugen bco dcnwkrattschen National- konventS, bic Parker seine ^i'ounnation (ür die Prä- (identschaft mitteilte, betonte letzterer die Notwendig keil