Miai$
$lNfriiüe 58.
. . 6!U i lusfühmng -
. . 5>— W.
6 unb tot,
. . 3 — M.
eint Clhuhe kurst, ist gut ) sput Geld. 5128
S. Zum:
g-fest
onntofl den 12. S®1
Grosse
anzmusik
Astri. [033811
eint. Keller.
haltMg aus dem Festplatze, tii, «so-eri, rau- md 0100
getragen.
i Festkomitee.
st dasselbe zur allgemein«
Der vorstaud.
141 Eine Krau empst^ i8laozbügelumu.ack >ause. Manlageöb^
L am S-nKL
sMvM .
KeBtlE i *»5855*1
,»--««''»-in
01
Nr. 135
154. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen.
5ie Heutige Wummer umfaßt 16 Seiten.
5
&
ro na
<rv
Lv cs
Q LV
.^3
c (D
m O ro = = G
cs 3
S
o
ÖO
kD
0*2,3® O
2.2* § Se
5 (y)
c «S
9s
93-jd
- - LV
= " C
Q
61&&
5" 9
<2 ®
rr S
-pCM L o
6»
5 2
W 3
ö »
3
S
§>A
LV
2.'S*
»
eo
Gl
5 3
s
B iS-S« 5
<U>
%
S
-K o c
«© o 4-
o's
e:3
3®
69 S
S 3 O ro G^ 2 2
Redaktion, Expedition u.Druckerei', Schulstr.-.
Tel Nr. 5L Tetegr^Adr.; Anzeiger Gieße».
3
C
cs
&■ "
-S 5
Erscheint fögltti) mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Stehener Samtllenblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Samstag 11. JunilS04
Rotationsdruck und Verlag der Brühl "scheu Universuätsdruckerei. R. Lange, Gießen.
- LV
>«« 2.
QD 5"
3 CD o ClÄ
522,- ~si§ Zsf s
Z3
3 G 5.
3 «y
3. o
— CD
&'
y S^^ LV
s cs
2.
Or £
s.2.5.
69 2 'S o ö
3 S' § -
O 3 3 <3 r®S< S Es
2. ='- g
L 3. 2 3 ra "3a 3
" a<a* 3 69
Z S1 H o 3 2-
Hine Verschmelzung der Krankenversicherung mit der Invalidenversicherung.
B. B. Darmstadt, 11. Juni.
2n den letzten Tagen des verflossenen Monats hat in Hannover eine Konferenz der deutschen Landesversicherungsanstalten stattgefunden, die sich mit außerordentlich wichtigen Dingen zu beschäftigen hatte. Für diese Konferenz hatte der Vorsitzende der Landesversicherungsanstalt Berlin, Dr. Freund, eine Reihe von Leitsätzen aufgestellt, in denen es sich um nichts Geringeres, als um Sein oder Nichtsein aller bestehenden Krankenversicherungseinrichtungen im Deutschen Reich handelt. Die Leitsätze fordern, kurz gesagt, die Aufsaugung aller Krankenkassen und Gemeinde -Krankenversicherungen durch die Landesoersicherungsan st alten. Die Krankenkassen sollen nicht etwa blos einer wirksamen Aufsicht unterstellt werden, nein, sie sollen als juristische Person zu existieren aufhören, ihre Organisation wird aufgehoben, ihr Vermögen, beiläufig bemerkt 200 Millionen Mk., wird den Versicherungsanstalten überwiesen. Das ist in großen Zügen der Plan einer Vernichtung alles Bestehenden im Gebiete des deutschen Krankenoersicherungswesens, eine Vermögenskonfiskation im größten Stil! Es muß wirklich weit gekommen sein mit unserer Krankenversicherung, daß einer unserer besten Kenner des Versicherungswesens mit aller Aussicht auf Erfolg einen solchen Vorschlag der Vertretung sämtlicher deutscher Landesversicherungsanstalten unterbreiten darf.
Wir haben bis jetzt vergebens darauf gewartet, über den Ausgang dieser Konferenz in Hannover etwas Näheres zu erfahren. Es scheint, daß man in aller Stille diesen grandiosen Gedanken zur Reife bringen und die Welt dann vor ein möglichst ausgetifteltes Fait accompli zu stellen beabsichtigt. Um dem oorzubeugen, wollen wir auf Grund zuverlässigster Informationen von sachkundiger Seite hier folgendes bemerken : Wenn man fragt, ob denn die Verhältnisse wirklich derart sind, daß man nur noch von einem so verzweifelten Radikalmittel Hilfe erwarten darf, so muß gesagt werden,
68 »
5 ä
5 3 3
Zweites Blatt
£_=
• cr> <y
••'S
tnk»
•?3
Q
= -g 3 e
SS 3.0 3k 3 CS 2 3 Wg
Ä 2 *■*
<&> c er
<to l_l o co 3 o k>
& Ö 2 CO «-3
<■0 »S 3 'o ST n — r» «1 C* rs „2.2 " äOrS
öö 2^,2. 3 ö £>'« co a 2 « •
a. £8 5" 5 a
ss^<s>3
8
2. a* *»• Äs** -s
SSÄäf 5 5
2 5- 3 ° W
-- ro 3 CS O
3 5 2. S-" 2. 3 CD
" 5 . 3* ** 2>
o’g'S
daß die Verhältnisse im Krankenversicherungswesen allerdings schlimm, recht schlimm liegen. Die offenen Konflikte zwischen Kassenvorständen und Aerzten in zahlreichen großen städtischen Gemeinwesen enthüllen Zustände, die unbedingt beseitigt werden müßen.
Nur das wie ist die Frage. Es läßt sich nicht bestreiten, daß wir in Deutschland nahezu chaotische Kranfenversicherungseinrichtungen besitzen. Was soll der praktische Amerikaner denken, wenn ihm unsere amtliche, im Auftrag des Reichsversicherungsamtes für die Weltausstellung in St. Louis verfaßte Darstellung der deutschen Arbeiterversicherung als soziale Einrichtung meldet, daß wir im Jayre 1901 genau 22 770 Krankenkassen besaßen, eine Zahl, die in der Zwischenzeit sicher noch gewachsen ist. Nicht minder befremdlich wird dem Ausländer die folgende amtliche Mitteilung erscheinen: Auf dem Gebiet der Kvcmkenversicherung besteht eine reiche Gliederung der Organisation, welche der Vielgestaltigkeit des modernen Erwerbslebens gerecht wird. Die Kassen sind im allgemeinen klein, ihre Zahl ist groß. Sie sind derartig eingerichtet, daß sie im Bedarfsfall von dem Versicherten leicht erreicht werden können. In Deutschland kennt man, der historischen Entwickelung entsprechend, sieben Arten von Krankenkassen: die Orts-, Betriebs- (Fabrik-), Bau-,, Jnnungskrankenkassen, die Knappschaftskassen, die freien Hilfskassen und die subsidiär eintretende Gemeindekrankenversicherung. — Es muß dem Amerikaner etwas schwer fallen, sich in dieses verwickelte System, wenn wir es so nennen dürfen, hineinzudenken. Geht er aber der Sache aus den Grund, so wird seine Verwunderung gewiß nicht zur Bewunderung werden, denn er wird, was er freilich nicht aus den amtlichen Darstellungen ersehen kann, wahrnehmen, daß unser Krankenkassenwesen krank ist an Grund- Übeln, die seiner gedeihlichen Entwickelung in bedauerlicher Weise hinderlich sind.
Zum Beweis dafür möchten wir nur auf die betrübende Tatsache Hinweisen, daß nur verhältnismäßig wenige Krankenkassen ihre Wirksamkeit auf die Familie des Versicherten erstrecken. Das Krankenkassen Versicherungsgesetz steht bald 20 Jahre in Kraft und wie unendlich groß ist die Zahl der Kassen, die nur die Mindestleistungen gewähren! Und doch ist es oder sollte es etwas für eine „soziale Einrichtung" von der Wichtigkeit der Krankenversicherung ganz selbstverständliches sein, daß die Krankenversicherung
(fl ' a. ° cr
u < sä' er re
£ Ä s s 3
s ~'S, O
2 -- s- S p
" H" O o 5. C- % 3 3
5" «- " er 3 2. £
—,3 _ ei —- -<■/ er 3
ZA §-2.'^ 3?» 2
;f Sg. > % Ö2 3
C 3 o "G 3
§ f 3 68
G p 3 q
? 5 0 = S00
CS 5 3
CD «>
6=) 3 3 OF O 5 rr- - w cr-c^ — cs
nicht bloß dem Mann, sondern auch der Frau und den Kindern zugute kommt. Aber Dank der enormen Zersplitterung und der Systemlosigkeit des deutschen Kranken - Versicherungswesens können die wenigsten Kassen die HLy:zu erforderlichen Aufwendungen machen.
Alles dies, was hier leider konstatiert werden mutz, scheint Wasser auf die Mühle des Herrn Dr. Freund zu treiben. Allerdings, der gegenwärtige Zustand ist unhaltbar, darüber ist man ja so ziemlich einig. Aber darum zerstört man doch noch nicht ohne weiteres die ganze gerühmte „reiche Gliederung der Organisation, welche oer Vielgestaltigkeit des modernen Gewerbslebens gerecht wird." Uno was bietet uns das Freundsche Projekt dagegen? Eine Alles, vor allem Stadt und Land, Ost und West nivellierende Schablone! Wir erblicken in diesem Heilmittel ä la Doktor Eisenbart eine sehr ernste Gefahr, um so ernster, als Herr Dr. Freund in einer seiner zahlreichen Veröffentlichungen letzthin (Deutsche Medizinische Wochenschrift 1904 Nr. 7, S. 245 ff.) mit Befriedigung konstatieren durfte, wie sein Plan, für den er ja seit Jahren rastlos wirkt, immer mehr Beachtung in den in Betracht kommenden Kreisen finde.
Der Grund, warum wir uns gegen diesen Plan trotz mancherlei unleugbarer Vorteile wenden müssen, liegt aber bauptjachlich darin, daß er eine sofortige Radikaloperation oa vorschlägt, wo unter Schonung des Bestehenden sehr wohl einfachere Heilmittel eine Gesundung anbahnen könnten. Um uns ohne Bild deutlicher auszudrücken, müssen wir darauf Hinweisen, daß es fast ausschließlich die Zustände in den Stadien sind, die im Lauf der letzten Jahre iu wahren Krankenkassenskandalen geführt haben. Auf dem Lande, wo die Zahl der Aerzte keine so große ist, wird die „freie Aerztewahl" eine viel geringere Rolle spielen. Man wird dort die bescheidenen Leistungen ländlicher Ge- meindekrankenversich^rungen oder freier Hilfskassen, mögen sie nun unter schwarzer oder roter Flagge segeln, gern hinnehmen, wenn nur die Beiträge niedere bleiben und nicht außer Verhältnis &u den gering bemessenen Barlöhnen stehen. Gantz anders in den Städten, zumal in den Großstädten. Hier allerdings, aber auch nur hier allein, ist eine baldige Reform dringend nötig. Man sollte indessen auch hier die bestehenden Krankenkassen keineswegs ohne weiteres aufheben, sondern nur durch eine Abänderung des Krankenversicherungsgesetzes die Möglichkeit bieten, daß da, wo die städtischen Vertretungen
• sti«
SO Sb
g s ~ «* 2 ss
G, c» W 3 00


