Donnerstag 11* Februar 1804
154. Jahrgang
Erstes Blatt.
E
Tie Abendblätter bringen ein
nach dem zwei Transport-
Gchulstratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Fcrnsprechanschluß Nr. 51.
Aus Marinekreisen wird uns aus Kiel geschrieben :
Man nennt Japan das ostasiatffch England und will damit wohl nicht nur auf die Oleichförmigkert der insularen Lage, sondern' amt) darauf hiudeuten, daß das Schwergewicht der Wehrkraft beider Länder auf die Motte entfällt. Seit dem chinesischjapanischn Kriege ist die Entwicklung der Marine Japans mit Riesenschritten vorwärts gegangen. Die meisten neuen Kriegsschiffe wurden ans dem Auslande bezogen, in den letzten Jahren vorwiegend aus England. Deutschland lieferte speziell
Nr. 85
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die «Siegener Zamilien- dtätler viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen
In Besprechung des amerikanischen Vorschlags bell, die Neutralisierung Chinas führt die „Köln. Ztg." aus«: Die yllullalisierung Chinas liegt so sehr im allgemeinen Interesse, daß eine sehr wohlwollende Beurteilung durch die Mächte durchaus wahrschmlich ist. Deutschland dürste Sich jedem Plane anschließen, der darauf hrnaus- läuft, ein weiteres Umsichgrersen des Krieges zu verhindern. In das deutsche Programm, nach dem Deutschland keinen Sondervorteil anstrebt und vor vor allem auf keinen Landerwerb ausgeht, würde die Neutralisierung Chinas durchaus hinempassen. Ter amerikanische Plan kann daher bei Deutschland eurer sehr wohlwollenden Prüfung sicher fern. Em diesbezügliches Abkommen wäre nur zwischen den neutralen Mächten ab» zuschließen. Es wäre aber auch nützlich und nötig, srch vorher mit den kriegführenden Staaten in Verbindung zu setzen. Es scheint dies umso eher angängig, als der ante* rikauische Vorschlag die Spitze w^er gegen M- land noch gegen Japan richtet, sondern lediglich frredlrchen kulturellen Zwecken dienen will.
Ter französische Minister des Aeußern Delcasso sott erklärt haben, daß der Bündnisvertrag zwischen Rußland und Frankreich anfänglich nur die Eventualität eines Krieges seitens der Dreibundstaaten vorgesehen habe. Später sei jedoch das Vertragsbundnts mll Ostasien ergänzt worden. Es handle srch aber nur um eine moralische Unterstützung. — Die französische Regierung beabsichtigt, nock zwei wettere Kreuzer und wer Torpedojäger nach Ostasien zu entsenden. Wu-aus Brest berichtet wird, soll der neue Panzerkreuzer Marseillaise demnächst nach Ostasien abgehen.
Frankreichs Haltung.
Daß eine Folge der Ereignisse in Ostasien die Lockerung des russisch-französischen Bündnisses sein tarnt, diese Moglrchkell tst serther wenig beachtet worden. Man munkelt davon, daß die Stimmung in Petersburg sich mehr und mehr gegen Franlretch wendet. Tie Annäherung Frankreichs an Englatw, die mit Billigung Rußlands geschah, sei in ungefchtckter Werse über den Rahmen des Erforderlichen hinausgegangen. Delcasso ui
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger ö
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Tokio, 10. Febr. Eine kaiserliche Verordnung vom 9. Februar über die Wegnahmerussischer Handelsschiffe befreit davon diejenigen, die bis zum 16. Februar Japan verlassen, sowie solche, , die bis zum 16. Februar aus nichtjapanischen Häfen in direkter Fahrt nach Japan auslausen, Japan nach Ladungslöschung verlassen und die ihnen angewiesene Rückfahrt einhallen. Vormrs- setzuna ist, daß die Schiffe nicht verbotene Einfuhrgüter oder Kriegskontrebande führen.
Dir Haltung der Machte.
pen der Statthalterschaft, des Küsten- und des Kwantung- gebietes und der Insel Sachalin erlassen habe. Die erste Mobilisierung erfolgte am 10. Februar. Alexejew telegraphierte am 8. Februar dem Kriegsminister aus Port Arthur, daß er in Ausführung des kaiserlichen Befehls über die Festungen Port Arthur und Wladiwostok und das längs der ostchinesischen Bahn enteignete Land vom 10. Februar an den Kriegszustand erllärt und bei vier Regimentern und 20 Bataillonen Transbaikaltrup- pen Versuck)smobilisierung angeordnet habe.
Blagoweschtschensk, 10. Febr. Die gestern etn- getroffene Mobilisierungsordre wurde sofort bekanntgegeben und gleichzeitig der Ausschank von Branntwein verboten. Die Lebensmittelpreise steigen rapid. Die Mehrzahl der anwesenden Japaner ist in der Stadt geblieben. Der Militärgouverneur forderte durch eine Bekanntmachung auf, jede Unordnung zu vermeiden, falschen Gerüchten entgegenzutreten und gegen Japaner, Chinesen und Koreaner keine Gewalttätigkeiten zuzulasscn. In der Stadt herrscht ruhige Stimmung und Zuversicht auf Erfolg der russischen Massen.
Eine Rede deS Zaren.
Mittwoch nachm. besuchte der Kais er in Admiralitäts- urriform das Marinekadettenkorps Er wandte sich an die Kadetten mit folgender Rede: „Es ist Euch bekannt, daß uns vorgestern der Krieg erklärt wurde und baß ein tückischer Feind in dunkler Nacht unsere Feste und unsere Flotte ohne jegliche Herausforderung nnferersells überfiel. Jetzt braucht Rußland sowohl seine Flotte als auch seine Armee. Ich bm heute gekommen, um Euch zu sehen und zu sagen, daß ich Dich! zu Offizieren befördere. Indem ich Euch 3pr Monate vor dem Termin befördere, bin ich überzeugt, daß Ihr alles daran setzen werdet, Euer Wissen zu bereichern und daß Ihr dienen werdet, wie Eure Urgroßväter und Großväter gedient, die Admirale Tschitschagow, Lasarew, Nachimow, Kormilow und Istomin gedient haben zum Nutzen und Ruhm des teuren Vaterlandes. Ich bin überzeugt, daß Ihr alle Kräfte unserer Flotte widmet, über der die Flagge mit dem Andreaskreuz weht. Hurra!"
Weitere Kalamitäten.
Zer Krieg zwischen Japan und Außland.
Die Seeschlacht bei Port Arth«.
Paris, 10. Febr. Bei dem Angriff, welchen die Ja- .paner in der NacÜ vom 8. zum 9. d. M. und am folgenden Tage auf das russische Geschwader bei Port Arthur unternahmen, wurde das russische Schlachtschiff „Zäsur e Wit sch" von einem Torpedo im Heck getroffen. Die am Steuer liegenden Schotten wurden leck. Die Steuervorrichtungen konnten nicht mehr benutzt werden. Indessen konnte der „Lasarewitsch' seinen Kurs nach dem Hasen nehmen und entlaufen. Das Schlachtschiff „Retwisau" erhielt einen Torpedo- schuß in das Vorderschiff und begab sich in den Hafen. Ein Kessel des Kreuzers „Pal la da" flog rn die Luft, well der Torpedo im Feuerraume explodierte. Auch dieses Schiff konnte trotz der Beschädigungen den Hafen aus suche u. Man hofft, daß es in kurzer Zell wird in See gehen können. Bei Morgengrauen des 9. Februar versuchte die japanische Flotte die Stadt Port Arthur, den inneren Hafen und die Forts zu beschießen. Die russische Flotte blieb im Schutze der Forts, welche mit den Japanern einen Artilleriekampf begannen, der eine Stunde dauerte. Die Geschütze des „Zäsarewitsch" und des „Retwisau" betelligten sich au dem Kampf. Der Materialschaden des russischen Gesch-oaders und der Forts wird nicht als schwer angesehen.
Tschifu, 10. Febr. Die Beschießung von Port Arthur dauerte eine Stunde. Die Japaner zielten gut, die Russen zu kurz. Da die Gefechtswelle nur drei Meilen betrug, wurden die Russen durch Raummangel in ihrer Bewegungsfreiheit gehindert. Sie versuchen die gesunkenen Schrffe auszupumpen. e
Newyork, 10. Febr. lieber San Frcmnseo kommt die Meldung, daß der russische Kreuzer „Marjas von den Japanern nach Sasobo gebracht worden sei und daß die Japaner bei Port Arthur außer den schon gemeldeten Beschädigungen an Schiffen den Russen "och sieben Schiffe wegnahmen. (Eine Bestätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten, umsomehr, als fte wieder über Amerlla kommt, von wo schon durch die „Associated Preß in Newyork eine unwahre Nachricht über das Seegefecht bet Port Arthur verbreitet worden ist.)
Port Arthur, 10. Febr. Einem Telegramm ans Wladiwostok zufolge wurde dort eine Rinne ivsEis geschnitten, um dem aus den Kreuzern „Rurik",„Grorn- boi", „Rossija Bogatyir" und dem Transportschiff ^Lena" besteyenoen v°>efchwader eine Vereinigung mit dem in Port Arthur liegenden Geschwader zu ermöglichen. Die Schiffe nehmen ausreichenden Proviant mit, um einen Umweg einschlagen zu können.
Dir Stimmung in Rußland.
Petersburg, 10. Febr. 0Die durch die umlaufenden Gerüchte über die Vorgänge im fernen Osten erregte Stimmung erhielt durch die heute veröffentlichten Depeschen des Admirals Alexejew und ourch das Manifest des Kaisers eine andere Richtung. Seit früher Morgenstimde drangt sich die Bevölkerung vor den an allen Straßenecken ange- schlagLnen Sonderausgaben des „Regierungsboten" mll den Depeschen Alexejews. Ueberall werden die Sonderausgaben beT Manifestes von Gruppen gelesen. Das große Publikum scheint allmählich den Ernst der Lage zu erkennen. Auch m vchllischen Kreisen herrscht eine ernste Stimmung. Die Blätter sind bemüht, den Patriotismus anzusacheu und das Vertrauen auf Gott und die eigene Kraft zu ftärten. ®ie Rowoje Wremja" weist darauf hin, daß der Kampf zu Lande entschieden werden wird. Mll ihrem numerischen Uebergewicht in Korea würden die Japaner wohl in der ersten Zell die Russen zwingen, ftch auf den Verteidigungskrieg zu beschränken, sobald aber die russischen Streitkräfte in Korea und im Süden der Mandschurei zusammengezogen seien, beginne erst die Lösung schwer zu werden, die die Japaner für ihren verräterischen Uebersall, der völlig dem asiatischen Charakter entspräche, büßen müssen. Die Blätter zweifeln nicht, daß der russtsche Patriotismus nunmehr hell aufflcnnmen werde. Tatsächltch gelangt bereits in der Provinz der patriotische Aus- schwung zu voller Geltung. In Moskau hat der Adel der Landschaft, die städttsche und Kommunalverwaltung ihre Gefühle und Opferfreudigkeit zum Ausdruck gebracht. Aus allen russischen Ländern kommen Meldungen über patriotische Bewegung, die geeignet scheint, den radikalen Elementen, wenn sie etwa Miene mack)en sollten, dte Sllna- tion für ihre Zwecke auszunutzen, Enttäuschungen zu bereiten. Der wechselnde Gang der bevorstehenden Kriegsereignisse wird zweifellos die Petersburger ösfenlliche Meinung hier herrschen lassen. In der Provinz, wo Moskau voransteht, ist dagegen ein anhaltender Aufschwung zu erwarten.
Die Bewohner von Moskau sandten ein Telegramm an den Zaren mll dem Ausdruck ihrer tiefsten .Ergebenheit. Sie boten sofort eine Million Rubel für Kriegszwecke an Die Sttmmung in der Restdenz ist die denkbar gehobenste. Der Zar wurde bei seinem Erscheinen in den Straßen der Stadt mit der größten Be- geist^ruug^begriffll erteilt dem Statthalter Alexejew das Recht, im Gebiete seiner Statthalterschaft dre dort lebenden Offiziere und llutermllllärs der Rest rve des Heeres und der Flotte,zum aktiven Drenst ein zuberufen und den Ankauf der zur Kompletterung der Truppen der Statthalterschaft nötigen Pferde von der Bevölkerung auzuordnen. Nähere Weisungen h-^en der Kriegsrninister und der Verweser des Marmemrncst^uums erhallen. Ein Telegramm Alexeiews an den Knegs- minister vom 9. Februar meldet, daß erGrund dieses Ukases eine Kundgebung über die Mobilisierung der Trup-
Man schreibt uns aus Berlin, 10. Febnr
Aus einer Unterredung mit einer maßgebenden Kreisen angehorenden Persönlichkell seren folgende Stellen wieder- gegeben. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß es sich zwar um beachtenswerte Aeußerungen handelt, denen wll ledoch nicht in allen Puntten beipflichten möchten. ^Zch habe", so sagte unser Gewährsmann, „mit einigem Staunen die Haltung beobachtet, die speziell in der Berliner Presse gegenüber dem ostasiatischen Konflikt eingenommen wird. Unverhohlen kommt in einer Anzahl von Zeitungen, nicht in allen, Sympathie für Japan zum Ausdruck und >er mehr oder minder pointiert ausgedrückte Wunsch einer gründlichen Niederlage Rußlands. Man pricht von der nun einmal dem Deutschen an Blute kielenden „Sympathie für den Schwächeren". Ist aber Japan )er ^wächere? Gerade auf Dem wichtigsten Gebiet, auf dem voraussichtlich die hauptsächlichsten Entscheidungen allen, steht die Ueberlegenheit Japans fest. Zur See hat Japan, was es selbst am besten weiß, den Vorsprung. Tüchtigkell, Kriegsglück und andere Umstände können anderersells Rußland zu Hilfe kommen. Aber es ist naiv, das Mllgefühl mit der Schwäche Japans zu begründen. Alles in allem sind die Chancen der Gegner die gleichen, wenn man bedenkt, wieviel näher Japan dem Schauplatz der Ereignisse ist, und — wieviel weniger es Ueberraschungen und Störungen von dritter Selle ausgesetzt ist, wie dies bei Rußland der Fall ist. Man braucht dabei noch garnicht einmal das Balkan- Problem ins Auge zu fassen. Verwicklunaen, SanfUfte können, mit dem gewollten Erfolg der Ablenkung Rußlands, der Zersplitterung seiner Strellkraft, aus ganz unscheinbaren Anlässen hervorgehen. Nichts auf der Welt ist leichter, als ©treit anzufangen. Doch das ftnd spätere Sorgen. Für jetzt ist die vernünftige Politik Deutschlands, nach beiden Seiten hin volle Neutralität zu wahren, und dazu gchört audk daß wll Kundgebungen und Handlungen unterlassen, die notwendig in Rußland, gleichmäßig von der Regierung wie von der Bevölkerung, als verletzend empfunden werden müssen; ja, ich gehe soweit, zu sagen, die die ganze mühsame arbeit von Jahren vernichten können, mit dem Resultat der Herstellung wirklich fteundschaftticher Beziehungen zwischen Teutschland und Rußland. Ob Rußland oder Japan Unrecht haben, das ist für unser wohlverstandenes Interesse absolut gleichgrlt^g. Wir sind ja doch nicht xm Spiele! Es ist verwunderlich, daß Blatter, die sonst ihre starke Abneigung gegen England nicht verhehlen, plötzlich für den Verbündeten Englands ihr Herz entdeckt haben". . . .
Tie „Natllnalztg." führt an leitender Stelle aus: Es wäre außerordenttich bedauerlich, wenn auch bei dieser Gelegenhell wieder die Sympathien des Volkes und die Stimme der öffentlichen Meinung nach anderen Richtungen hindrängten, als den Interessen unserer auswättigen Po- litll und unserer Wellstellung entspricht. — Nach der „Voss. Ztg." wird von wohlinformierter fachmännischer Selle sttzt eine Blockade Port Arthurs und Wladiwostoks durchJapan für möglich gehalten. — Aus der japanischen Gesandtschift in Berlin, die beiläufig bereitwillig den Vertretern der Presse Rede steht, hÄt die zuversichtluhe Stimmung an. Man hofft dort auf das baldige Eintreffen weiterer für Japan günstiger Meldungen. Die fchanischc Gesandtschaft nimmt das Verdienst für Japan rn Anspruch, Chinas yieutralität herbeigeführt zu haben, obwohl die Hilfeleistung Chinas erreichbar gewesen Ware.
seiner Englandliebe habe sich festlegen taffen, anstatt daß er im Interesse Rußlands die brllisch Diplomatte em wenig ins Garn zog. Ms ebenso ungeschickt, ja beleidigend wird in Petersburg die Eile bettachtet, mit der die französische Regierung öffentlich ihre Nichteinmischung erklärte. Statt solcher Hast des Abrückens habe man von dem Verbündeten gerade in diesen schweren Tagen Freundschaftsbeweise, Sympathiebeweise erwartet. Indessen es herrsch offenkundig das Bestteben vor, es um keinen Prms mit England zu verderben, auf die Gefahr hin, Rußland zujbrüskieren. — Nach den heutigen Pariser Privatdepeschn finden dll Enttäuschung und der Groll Rußlands bereits schroffen Ausdruck in denfenigen Pariser Zeitungen, wie im „Figaro", die von der russischen Botschaft inspiriert werden. Taffächttch weise die französisch Bevölkerung den Gedanken einer militärischen Unterstützung Rußlands weit von sich ab. Rußland hat die Revanchhoffnungen im Keime erstickt, Rußland hat in der Faschda-Afsare, woran der ehemalige Minister de Lanessan erinnert, keinen Finger gerührt; also, Warum für Rußland Opfer bringen? Wütend sind jedenfalls auch die vielen französischen Kleinkapita- 1 ist en, die in wenigen Tagen bei dem Kurssturz der russischen Werte Geld verloren haben. Deutsch land kann bei dieser Zuspitzung des russisch-ftanzoftschn Verhältnisses der erfreute Dritte sein. Rußland hat erfahrungsgemäß für solch Kränkungen feines Selbstgefühls ein gutes Gedächnis. Die deutsche Freund- chaft wird dadurch doppelt im Werte steigen.
London, 10. Febr.
Telegramm aus Tokio, n—*'«*• o ----- ------ 7 T. -* *
schiffe der russsichn freiwilligen Flotte mit 2000 Soldatenvondeu Japanern genommen wurden.
Paris, 10. Febr. Nach einer Meldung aus Petersburg herrscht dort gegen die Kommandantur des englischen Hafens Weihaiwei der Verdacht erner praktischen Parteinahme für Japan, doch fehlen noch Beweise dafür. _ , ,
Shanghai, 10. Febr. Russisch Truppen passierten den Aalufluß. Tie Kaiserin-Witwe von China soll sich zur Flucht anschicken. — In Söul wurde der kaLser- lich P a 1 a st b e f e st i g t.
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Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko- für ,Stadt und Land* ynb .Gerichtssaal-: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.


