Ausgabe 
9.12.1904 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

nun ist mir wie. er wohl!

hv15/.

masserhandlungen zu haben.

8816

lauf' nuni

Vett.:

9lai einem 1 Lunde Grund für dik Gemein Klein sckließl daß a! korb vk dächtig' dessen ' lichem sperren in ein ' handln von K deM

T Bedin einen des 1

verrnischte».

Der Konkurs einer Prinzessin. Wegen großer Uebcrschuldung wurde, wie bereits berichtet, über die im Kanton Thurgau gelegenen Besitzungen der Prinzessin Alexandra von Psenburg und Büdingen der Kon­kurs verhängt. Aus dieseni Anlässe fand dieser Tage unter dem Vorsitze deS Gerichtspräsidenten in Uttweil am Boden­see die erste öffentliche Gläubigerversammlung statt, bei welcher die Prinzessin als Schuldnerin erscheinen mußte und sich auch eingefunden hatte. Die Presse hat sich über diesen Fall schon mehrfach geäußert. Eine solche Mitteilung lautete:Eine Prinzessin in Konkurs. Das Obergericht im Kanton Thurgau hat gegen die Prinzessin A. v. Isenburg, Besitzerin zweier Schloßgütcr in der Schweiz und einiger Badehotels am Bodensee wegen nachgewiesener Betrügereien zum Nachteile ihrer Gläubiger den Konkurs verfügt." In der Gläubiger­versammlung bekam die Prinzessin die Meinung der Gläubiger in drastischer Weise der Schweizer spricht in solchen Fällen gern unumwunden von der Leber weg zu hören. Wenn sie, sichtlich erregt, dagegen sprechen wollte, wurde sie durch abwehrende Bewegung des Präsidenten zurückgehalten. Ein Gläubiger meinte, sie sei mit leerem Köfferchen aus Deutsch­land nach der Schweiz gekommen und habe sich nur ange­kauft, um zu betrügen. Für die Dauer des Konkurses ver­langte die Prinzessin eine tägliche Alimentation von 20 Franks. Dies wurde ihr verweigert, weil man aus einem Briefe ihres Bruders wisse, daß sie jederzeit einen jährlichen UntcrhaltungSbeitrag von 10 000 Franks er­halte, wenn sie das Verlangen danach habe. Auch wurde ihr Verlangen, Kompctenzstückc der Konkursmasse (Möbel und dergleichen) zu ihrer Einrichtung entnehmen zu dürfen, ab- gewiesen, weil ihr bei dem früheren Verkaufe der Häuser in Stuttgart und Frankfurt genügend Möbel zu diesem Ziveckc ziigcwiescn ivorden seien, alles müsse versteigert werden. Zur Konkursmasse gehören das Schloß Waldenburg in Thurgau im Werte von 60000 Franken (Schulden 140 000 Franken), das große Hofgut Mühlberg in Thurgau im Werte von 214000 Franken (Schulden 251 000 Franken), das Bade­hotel du Lac in Uttiveil am Bodensee im Werte von 187 000 Franken (Schulden 280 000 Franken).

* Kleine Tageschronik. Beteiligte Streife versichern, gegen den ehemaligen Chef der Geheimkanzlei der Germania- Werst in Miel, Barkemeyer, der ursprünglich wegen Ver­rats militärischer Geheimnisse verhaftet worden war, werde nur Anklage wegen unlauteren Wettbewerbs erhoben werden. Gräfin LonYay bat eine Villa in der Nähe von G o o d w o o d in Eng­land gemietet und wird dort den größten Teil des kommenden Sommers zubringen. Drei Männer von einem großen Hund begleitet, griffen den Posten aus dem Fort Gäben bei M e tz des "Nachts an. Ter Posten schoß, traf aber nicht. Am Morgen wieder­holte Hd) der Angriff. Ter Posten schlug einem der Angreifer den vorgehaltencn Revolver aus der Hand. Tic gerade ein- treffenbe Ablösung verhaftete die Angreifer. Wie dieM. N. N." aus A y bei Neuulm melden, brach Jener in dem M aga -- zin aus, m welchem für Bauarbeiten, für den Kanal von einer hiesigen Fabrik Benzin und Sprengmaterialien aufbewahrt waren.

Herd! von gksto brau einet teert

Kchu

Ten Husten, die Atcmbeschmerden, den Brechreiz und das miserable Sodbrennnen alles bin ich los und noch dazu nie billiges Geld. Ganze zivei Schachteln Sodener Mineral-Pastillen allerdings die ächten von Fay haben das Wunderwerk getan. Zum Preise von 85 Pfg per Schachtel in allen Apotheken, Drogerien und Mmeral-

ungen neu, daß den Gemeinden in der Besteuerung ihrer Einwohner eine gewisse Freiheit gegeben ist. So kann durch statutarische Einordnungen, die allerdings der Getwh migung des Ministeriums bedürfen, festgesetzt werden, das; Vermögen bis zum' Werte von 3000 Mk., wie es beim Staate' bereits der Fall ist, allgemein von der Steuer be­freit bleiben, desgleichen elternlose Minderjährige, und erwerbsunfähige Personen und Witwen, weint ihr jährliches Einkommen 750 Mk. und ihr Gesamtvermögen den Betrag von 10000 Mk. nicht übersteigen. Einkommen bis zur Summe von 900 Mk. können gleichfalls gänzliche oder teil weife Steuerfreiheit genießen. Auch steht, den Kommunen das Recht zu, Personen, die deut hessischen Staatsverbande nicht angehören und eine im Großherzogtum mit Erwerb verbundene Beschäftigung nicht ausüben, für höchstens drei Jahre von der Einkommensteuer zu befreien und endlich das Verhältnis Mischen Einkommen, und Grund-, Ge, werbe- und Kapital Vermögensausschlag in anderer Weise zu regeln, als es der gegenwärtige Entwurf vorsieht.

Tie verschiedenartige Besteuerung der einzelnen Ver- mögensobsekte und der Einkommen zur Gemeindesteuer klar­zulegen, soll der letzte Punkt dieses Aussatzes sein.

Tie gegenwärtige Lage ist die, daß die Vermögen ohne Unterscheidung ihrer Gattung, ob Grundbesitz, Gewerbe oder Kapitalvermögen, in gleicher Weise, die Einkommen dagegen nur zur Hälfte herangezogen werden. Tiefes letz­tere Verhältnis soll int großen und ganzen auch für die Zukunft einzelne kleinere Verschiebungen sind zulässig verbleiben, nur wird die Art der Berechnung eine andere sein.

Zn dem dem setzt giftigen Gememdesteuergesetz zu Grunde gelegenen Entwürfe hatte die Regierung die Be­steuerung der Kapitalvermögen gänzlich ausgeschaltcl Namentlich aber war es die zweite Kammer, die gegen diese Bestimmung aufgetreten war und um das ganze Gesetz, dessen Zustandekommen damals notwendig war, nicht zu Fall zu bringen, willigte die Regierung schließlich auch in die Besteuerung <btcr Kapitalvermögen ein. Jetzt geht sie zwar auf ihren früheren Standpunkt nicht zurück, fann aber auch infolge ernstester Erwägung den bestehenden Zu stand auf die Tauer nicht gesetzlich festlegen und schlagt darum nur die Heranziehung des halben Kapitalvermögens vor. Ter Modus der Besteuerung wird daher folgender sein:

Ze 100 Mk. Vermögen aus' Grundbesitz und Gewerbe betrieb und je 200 Ml. aus Kapitalvermögen bilden zur Berechnung der Höhe oer Steuer einen Satz. Ta zu kommt die Einkommensteuer, die nach Prozenten zur Staatsein kommensteuer festgesetzt wird. Tas Verhältnis dieser beiden Arten von Steuern, der Real- (Grundbesitz, Gewerbe, Kapitalvermögen; Steuer und der Eintommensteuer soll so fein, daß für je 1 Pfennig Realsteuer 3.5 Prozent bis höchstens 7 Prozent Ausschlag auf die staatliche Eintornmen- steuer gebildet wird.

Ter Laie wirb dieses anscheinend gekünstelte Verhältnis dicht leicht verstehen. Tic tatsächliche Lage soll im folgen den Aust atz an einem klaren Beispiel verständlich gemacht werden.

Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen, Gold-, Silber-, sowie versilberten Waren empfiehlt

Juwelier Brück Kreuzplatz 8

effbf1

ftotoW1 10« * Untptrt'

e<fi°

Das Magazin wurde durch vkc ^blorion der Sprengstoffe in die Lust gesprengt, wobei 15 Arbeiter verletzt wurden, davon sechs schwer.

Kunst und Wissenschaft.

Oberhofmarichall Graf Eulenburg überbrachte am Donners^ tag Adolf v. Menzel in Berlin als Geschenk des Kai­sers zum 89. Geburtstag eine Nachbildung eines neueren Schlachtgemäldes mit der Unterschrift des Kaisers.

Hervorragende Maler über ihre Kunst. Der Dachauer Maler Adolf Hölzel veröffentlicht in dem soeben er­schienenen Tezcmberheft der Bruckinannschcn ZeitschriftDie Kunst" iMünchen, F. Bruckmann) den zweiten Teil eines etwas umständlich überschriebenen Aufsatzes, d en man kurz:Geschichte Der Malerei vom Standpunkte eines Malers wie Hölzel" nennen könnte. Ter Aufsatz ist für Freunde und Feinde gegenwärtig herrschender Malrichtungen in jedem Teile fesselnd, er reizt ge­radezu die Augen zum Sehen und ost genug zu Einsprache und Widerspruch, denn der Künstler, der es recht ernsthaft mit seiner Kunst nimmt, luirb erstens recht viel mehr sehen wie wir er muß aber auch um so einseitiger im Urteil sein, je überzeugter er von seiner Richtung iit. Wertvoll bleibt so ein Aufsatz immer und dieKunst" kommt mit dessen Veröffent­lichung vielen Zweiflern und Lobpreisern gleichmäßig entgegen. Weiß man doch nun, wie und wo man eine ganzeRichtung" so­zusagen anpacken faim und sollte. Eine selw reiche Zahl von meist weniger bekannten Bildern aus vielen Jahrhunderten unter- ftiii't die sehr notwendige malerische Erinnerung. Wir möchten dem Heft, das übrigens sonst so vielerlei Wertvolles aus Kunst und Kunstgewcrbe bringt, viele aufmerksame Leser wünschen.

Tie Meistersinger v o n Wasseralfingen. Tit Mainz. N. Nachr." schreiben: Ter hiesige MusikaUenverlag B. Schotts Söhne empfing folgende interessante Zuschrift:

Im Auftrage des hiesigen GesangvereinsEoncordia" möchte ich Sie ersuchen, mir mitzuteilen, ob Sie nicht im Be­sitze deS TheaterstückesDie Meistersinger von Nürnberg" sind und was solches kostet, vielleicht könnten Sie mir genanntes Büchlein zur Probe senden, um es dem Verein zu zeigen. Werde dann sofort das ganze Werk nach­bestellen. Sollten Sie jedoch nickt in dessen Besitz sein, könnten Sie mir solches vielleicht verschaffen ober hätten Sie vielleicht ein anderes geeignete s Stück in Ihrem Verlag.

Wasseralfingen, 5. Dez. 1904.

K. . . O......

Schriftführer derConcordia".

dort

gefd täte Krct

?ft

&

Oft

H

«ft x> K

O >

c

<Ä r->

g ö) g

g

g

a

s

.. e *

O

<*» (Ti

<J>

"5

w o

&

u cd

Z> Q

-g S « FZ -

3 co

C §5

~ -O Zi

an 05»

. z> Zj o cd e

H & o

rs c e

f'S

I» Z C

o p

«ftO

oder gctei t-uffi strot drei nunc Ersck Adm der I geh gegr den sich schien Ende Meld schon Ne treffe) große, -Je Trutjcx melde nicht bat, i doch \ nllzu 3we Aotß ^linici Ichisic ßebus letzt den n ivosto ÖQtht e versc das als Möo ,6nt| Ice sohle

ich

oenc in ein lohfi HQhl L°r

«ft o

LL . p C CD Z ö'M

CD*-* re

5 a

:___ er.

2.»

«S.5

LZ

L. =

§ p

ScQ p

Zt 5 G 'S " ai> o ?±

ü - - 6 Q

g

c

'S *6" o

.2 L ©g

o

Bf O u

.a c

2 S

+- -O z> 5^^

N CD

~ E co

bl §

»g G7

'S

<W C s

Zj "7^ CT) 2 c»

' o c".

-T °«-o

- A

e c

.ja - c z: v

5 ® TD

<D "Z.

' </>

Zf £ Z3

a - " 2S9

o X O Ä S

2 .S 2 C7 c £ ® s ® A * .2 ai>X -

tf-f C o

e gg g

c =

C5

§ s

r* -jr -

jo e

Z 2- z

£ Z

2 2

o 4>.e co 5 -O < r 'S c ® u § ? te

g ä s c-* K C! c

A'Z-rj

= p © ä. -

« g o 'S CCQ

05 K'

Ä-o o teA.g

. ü oft j_,

E o °

CD V ö t-( ®-»

2* s-»

L-L c - g5 g^ S" ri

'«g r»

u tt :C

Sj Oft .7-

-CT- Q :C w

y c c (9 o a

«X'*1 VD «o« ' O Uw

SO - r = = 75 - q& - P o

-* w '-ft C.' Q ,x o-

j t, -j S : ~L J3>Ol 2 ü ,O u

2 .5

« 5 2 r -

iftS 7<-Z

ZZR-LssZ RZZALLZKK es

r c o CT? ä i? 5

C? Oft

Oft __*

-9 ^t=

Ö " CDg g, «eUg

= <<ft

*2 GQ Jg Oft

S -

g

5 Q

Ö Oft

C 3-m

Z & g 0

Zf o o