Ausgabe 
9.11.1904 Zweites Blatt
 
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Riulolf WÄWÄt.

üm stilles Beileid bit

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Aus der Landrichter Dr. Darmstadt sind durch die unterzeichn stützungSlcgate von jährlich 500 Mk. lose Studierende der Rechtswxssenschc Starkenburg und Oberhessen zu verge diese Legate sind binnen vier Woche Behörde einzureichen.

Darmstadt, den 27. Oktober 19 Großherzogl. Ministerium

Abteilrmg für Fmanzivittschast i Ewald.

Die

Giessen, den 8. N<r

Statt jeder besonderen Anzeige.

Am 26» Oktober verschied infolge Nervenfiebers in Cleveland, Amerika, unser innig geliebter Sohn und Bruder

Joseph

Bankgescl

Neuenbäue 23 GieSSCI

Aniverfitäts-Yachrichten.

Tie durch beit Tod Kortüms und die Serufung SefrterS nach Aachen erledigten außerordentlichen Proicssurcn für matik an der Bonner Universität sind wieder besetzt worden Als Nachfolger Kortüms ist der a. o. Professor on derGrc iss walder Universität 2r. KowalcwsN an Stelle Heitere,, der Breslauer Privatdozcnt Pros-s>or M. rtranz L°nd°n mtter Ernennung aum a. o. Proleßor bernseii wordcm London studierte in Biarburg, Gießen Leipzig, Zurich und Breslau.

Eröffnung von laufende:

Vorschüsse an! Wertpapiere > günstigen Beding.

Einlösung von Zins- und Divid verlosten Stück

Annahme von Geldeinlagen berechnong.

Verwaltung von offenen und ge>

An« und Verkauf von Wertpapie ausländischen

Ausstellung von Kreditbriefen auf des In- und Ausln

Eröffnung von provisionsfreicn Sehet

Giessener Konzert-Verein.

Sonntag den 13. November 1904, abends 51/, Uhr mit einer Hauptprobe vormittags 11 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins

Zweites Konzert

Erster Orchester-Abend

Klassiker-Abend (Haydn, Mozart, Beethoven)

THritrAnt; GroRRWzorl. Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann

~ Krleskaflen der Redaktinn.

(Anonhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

I. C. Wenn Sie alle fd)on vorhandenen und noch kolnnxen- den Drittel der Welt anwenden würden, so könnten diese ml ein Ihr Leiden nicht heilen. Tie Medikamente werden wohl vorubex» gehend Ihre Beschwerden lindern, aber einen nachhaltigen Ex otg können ^ie nur erzielen, wenn Die Ihre Zlost nach den 1-oxschxiUen richten, welche Ihnen die Aerzte gegeben haben. Sie durseil a io nicht ausschließlich Fleisch essen, nmflen fette.und sube^pexsen meiden, die Weine mit Mineralwasser (Iachmgex, ApoUmaxi., Selterser verdünnen und durch stark gemischte Kost und geschmor tes Obst die Anregung des Magens und Darms zu fordern sxi eh en. Tann aber möchten wir Ihnen, um die uvers ch u s g e Dt a a e n s ä u r c a it entfernen, noch folgendes anxate . Nehmen Sie MorgeriS nüchtern V,Theeloffel ki'mstlxches ^arlsba er Salz aus Weinglas heißes Waffcr, m,sehen es gut, ehen dann dasselbe Qüantmn kühles Selterswasser zu, lassen es abbrausen und trinken dieses ganz angenehm schmeckendes Gennsch langsam au. Zwischen diesem Getränk und dem ex-sten Frühstück muß enWbe stunde vergehen. Tie Dtenge des Salzes nxuß so gendwe den daß eine ein- bis zweimalige brcnge Stuhlentleerunq.A erfolgt. Dieses Wasser wollen Sie eure Woche, vielleicht auch zwei, jeden Morgen nehmen, dann 8-14 Tage jeden zweiten Tag uno schließlich nur zwei oder auch nur einmal die Wxwhe, dann! \\a.) der Magen nicht daran gewöhnt oder ein Relzzustand des -8er dauungskanals eintritt. Bergesien Sie aber mcht, daß stets eine richtig gewählte Diät die Hauptsache bleibt.

berget, 51 Z^reuzungen und 3 Schwyzer. Bon 411 Ziegenböcken gehören 264 dem Saanenschlage an, 65 sind Kreuzungen und 82 Landrasse. Von 320 Ebern sind 231 Yorkshire- (Edelschwein- cber), 81 veredelte Landschweine und 8 Tiere gehören verschie­denen Rassen an. Bei allen drei Viehgattungen ist also in der Verfolgung eines klaren Znchtzicles in der Provinz Oberhessen ein erfreulicher Fortschritt nicht au verkennen. In der Rindvieh- zucht tritt in den Kreisen Alsfeld, Lauterbach, Friedberg und Büdingen die Simmenthaler Zucht immer mehr ausschließlich auf, während in den Kreisen Gießen und Schotten die Vogels­berger Zucht noch einen gewissen Platz hat und auch Wohl behalten wird. In der Ziegenzucht scheint sich die Saaner Ziege immer weiter auszudehnen und wird wohl schließlich die Landziege ganz verdrängen. Aehnlich verhält es sich bei der Schweinezucht, bet welcher das Yorkshireschwein das Blut des Landsd)weines immer mehr auf die Seite schieben wird. ______

Die Viehzuchtbe st re düngen in der Provinz Oberhessen. Nachdem im Laufe des September und Oktober die Kreiskörkommissionen die Besichtigungen der Faseltiere in den einzelnen Streifen beendet haben, dürfte es nicht ohne Interesse ein, die Ergebnisse für die ganze Provinz zusammenzustellen, um ein Bild über die Zuchtziele bei den einzelnen Tiergattungen zu bekommen. Tas Ergebnis ist folgendes: Bon 876 Bullen sind 678 Oriainal- oder reinblütige Simmenthaler Tiere, 101 Vogels­berger, 91 Kreuzuw

mußte jedoch iio4) Anhörung des Kreisarztes Dr. Köntger 1 als unbegründet zurückgewiesen werden.

Ter Elisabethe Friedel Wtlve. zu Stockhausen Ivar aus Anlaß des ihr im August 1900 zugestoßenen Unfalles durch Schiedsgerichtsentscheidung vour 28. April 1903 für die Zeit vom 8. November 1900 bis 8. Mai 1901 die Bollreute, von: 9. Mai 1901 bis 9. Mai 1902 eine Rente von 60 Proz. und vom 10. Mai 1902 ab bis auf weiteres eine solche von 30 Proz. zugesprochen worden. Später stellte die Frau Friedel bei der Berussgenossenschast Antrag auf Erhöhung der Rente, da in ihrem Zustande eine wesentliche Ber- schlimmerung eingetreten sei. Dieser Antrag wurde von der Berussgenossenschast abgelehnt. Der hiergegen verfolgten Berufung an das Schiedsgericht mußte der Erfolg versagt werden, da nach den ärztlichen Gutachten der chirurg. Uni- Iwrsitntsklinik zu Gießen, Großh. ^eisgesuudheitsamts Lauterbach und der medizinischen Klinik zu Gießen die et­waige Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit der Frau nicht auf die Folgen des Unfalles, sondern auf andere mit dein Unfall in keinem Zusammenhang stehende Leidenn znrück- zusühren ist.

Die Rente der Magdalene Eißner gu Ortenberg hatte die Berussgenossenschast von 35 Proz. auf 25 Proz. herabgesetzt. Das Schiedsgericht erachtete auf Berufung der Verletzten und nach Anhörung des Med.-Rats Dr. Haberkorn die Verkürzung der Rente nicht für gerechtfertigt und ver­urteilte die Beklagte zur Weiterzahlung der Rente von 35 Proz.

Ter Landwirt Jost Hantel zu Zell bezog als Ent­schädigung für die Folgen eines am 5. November 1897 er­littenen landwirtschaftlichen Betriebsunfalles zuletzt eine Rente von 20 Proz., deren Herabsetzung von der Bentssgenossen- schast beim Schiedsgerieht beantragt wurde. Nach Anhörung Großh. Kreisgesundheitsamts Alsfeld entsprach da§ Gericht dem Antrag mit Wirkung vom 1. Oktober 1904.

Die Berufung des Philipp Holl VII. zu Rodheim v. b. H. gegen den seinem Mündel Wilhelm Bär die Rente von 80 Proz. auf 33 7, Proz. herabsetzenden Bescheid der Berussgenossenschast tnußte nach Anhörung deS Medizinalrats Dr. Haberkorn zu Gießen als unbegründet zurückgewiesen werden. Ebenso erging es der Berusung des Lorenz Rohd zu AlSfeld, besten Anspruch auf Rente die Berussgenosten- schaft abgelehnt hatte. _

Landwirtschaft.

Badische Getreidelaaerhäuser. Tas Getreide- mgerhaus Buchen hat im ersten Geschäftsjahr bis 31. Mai 1904 einen Kasscnumsatz von 376 000 Mk., Gctrexdeumsatz von 17 400 Ztr. und einen Futter- und Tüngemittelumsatz von 7000 Zentner. Ter Ueberschuß beträgt ca. 1000 Mk. Genossenschafts­mitglieder waren 401. Tas Lagerhaus besteht bezüglich des Kassen­umsatzes an erster, bezüglich des Getreide-, Futter- und Tünge- mittelumsatzes, des Reingewinns und der Mitgliederzahl an zweiter Stelle unter den acht Getreidelagerhäusern Badens. Tas Lager­haus Borberg zählt 442 Mitglieder.

Tie-Deutsche Gersten- und Hopfenausstellung in Berlin 190 4. Tiefe Ausstellung war in diesem Jahre außerordentlich reich beschickt. Während z. B. im letzten Jahre nur 192 Braugersten proben zum Wettbewerb angemeldet waren, betrug die Zahl der Braugerstenproben in diesein Jahre 322. Auf diese 322 Proben wurden 126 Auszeichnungen vergeben, hierbei entfielen auf das Großherzogtum Hessen: 2 erste, 2 zweite, 5 dritte Preise und 1 Anerkennung, sowie der zweite Siegerpreis für eine von I. Storck IV.-Lengfeld ausgestellte Goldenkorngerste. Erste Preise erhielten Jak. Storck IV.-Lengfeld (Starkenburg, und H. Fleischhauer-Melbach (Oberhessen); zweite Preise: Georg Hensel II.-Schwalheim (Oberhessen) und Bürgermeister Schüler- Trais (Rheinhessen); dritte Preise: I. Walter XVI.-Lengfeld (Starkenburg), Karl Breidenbach-Torheim (Oberhessen), Friedrich Stein-Beieny-eim (Oberhessen), Oekonomierat Lichtenstein Wind- häuserhof (Rheinhessen) und Erwin Roemer-Erbesbüdesheim (Rhcin- hessen). Eine Anerkennung wurde der von Frhr. v. Wangenheim-Hof Hayna bei Tarmstadt ausgestellten Gerstenprobe zuerkannt.

lieber die Fleischproduktion der einheimi­schen Viehzucht veranstaltet der Teutsche Landwirtschastsrat zurzeit eine Erhebung. Für das Grobherzogtum Hessen werden diese Erhebungen vom Hessischen Landwirtschaftsrat in Gemein­schaft mit den drei landwirtschaftlichen Provinzialvereinen vor­genommen. Tas durch diese Erhebungen gesammelte Material wird wertvolle Anhaltspunkte dafür geben, inwieweit die heimische Landwirtschaft im stände ist, die Fleischproduktion, die in den letzten Jahren schon erheblich gesteigert wurde, noch weiter zu erhöhen.

ZUSM em itn Stenirsemißniipna brr Sisbt Sießku.

Aufgebote.

Am 28. Okt. Heinrich Weil, Vizefeldwebel dahier, mit Ger­trud iS Katharine Braun in Nieder-Mörlen. August Wilhelm Gissel, Lokomotivheizer dahier, mit Emma WirtS in Lützingen. 2. Nov. ftnxl Philipp Seipp, Schlosser dahier, mit Marie Christine Schüler in Rosenthal. Christian Achexibach, Müller in Heuchel­heim, mit Liiia Elila Wagner dahier. 4. Wilhelm Becker, Lackierer in Alten-Bnseck, mit Katharine Lang dahier.

Eheschließungen.

29. Okt. Karl Fan, Küfer dahier, mit Elisabethe Wagner hiexselbst. Berthold Richard Walther, Schreiner dahier, mit Dorothea Werner Hierselbst. Ludwig Pfeiffer, Taglöhner dahier, mit Margarete Tort hiexlelbst. Franz Wilhelm Meyer, Monteur in Wiesbaden, mit Karolme Wittich dahier.

Geborene.

25. Okt. Dem Kaufmann 9higitft Wallenfels zwei Töchter. 27. Dem Schneider Roelof Meindert Winterwerp em Sohn. Dein Bilchdruckereibesiher Richard Laixge eine Tochter Herta Pnnline (Snm Therese. 28. Dein Jnstitutsdiener Adolf Muller em Sohn. l.Rov. Tenx Buchhändler Andreas Brami ern Sohn. 2. Tem Wirt Louis Karl Schnxitt eilte Tochter.

Gestorbene.

31. Okt. Ottilie Berta Luise Liersch, 1 Jahr alt, pochier des Feilenhauers Fritz Otto Lllsred Lrnrfch dahier. - 2. Nov. Julie Lindenborn, geb. Medicus, 63 Jähre alt, Ehesrau des Ptarrexs a. D. ^idolf Lindenborn dabier.

Verdingu

Nachstehende für die Feldbereiu erforderlichen Drainagearbeiteit sollen a Angebots vergeben werden und zwar:

1. Arxfahren der Röhren veransch

8. Herstelluiig von Draingräben Verlegung.......

5. Maurerarbeit

Die Verdingungsunterlagen liege, meisteret Daudringen offen, wosel entsprechender Austchrift versehen, vers Freitag den H. ds. Mts., vormit sind. Die Eröffnung der Angebote sind in Gegenwart der erschienenen Bieter st m Prozenten beS Voranschlags zu erfüll

Gießen, den k November 1904.

Großherzogl. Kulturiuspe __________________Wx ßmann. Freiwillige Ber

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Die Versteigerung sinder bestinrml Bad-Nauheim, den ö. November 8lenz, Gr. Gerichts»

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ZmeiPereiii 00m Rote« Kreiz.

Die Mitglieder der Sanitätstolonne, welche am Sonn- /iag am Erscheinen verhindert waren, benachrichtigen wir, daß 'der Ausbildungskursus

Mittwoch den 9. l. M., abends 9 Uhr beginnt. Das Uebungslokal ist wieder die Turnhalle der Stadtmädchenschule, Westanlage. Wir bitten um pünktliches 'und vollzähltcheS Ecscheineti.

Neuanmeldungen zur SanitätSkotonne werden auch noch / bei der ersten Uebungsstunde in der Turnhalle entgegen­genommen. v8/u

Ter Vorstand des ZweigvercinS Gießen vom Roten Krcnz.

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