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9.11.1904 Zweites Blatt
 
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Nr. 264

Vr?Oetut tLgltch außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit den. hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, -lütter viermal in der

Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­tag der BrÜhl'ichen Unweri.-Buch-u. Stein- drucke«!. R. Langem Redaktion. Urptbitton und Druckerei:

Schnlstratze 7.

Erstes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 8. November 1»»4

Bez«g4Pret-r mona tlid)75 Pf^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 6o Vf.; durch diePost M.2.«ierLel- jährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür dre TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pl* auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich füi den poltt und öugem. Teil: P. Wittko: für Stadt und Land^ und GerichtLsaal*: August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

A*t A<& A> MS -* * AO (DWnvllvl ZUIJCI General-Anzeiger

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10. Sitzung der Grotzh. Handelskammer Gießen, für die Kreise Gießen, Alsfeld nnd Lauterbach.

Proto ko ll-Aus zug.

Gießen, den 4. November 1904.

Anweselid die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Hoos, Jhring, Katz, Moll, Nowack, Röhr, Zurbuch, sowie der Syndikus Tr. Knippen

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteiten: a) Tie Cisenbahndirektioir St. Johann-Saarbrücken hatte der Handelskammer mitgeteilt, daß die Verbesserung der Schnellzugs-Verbindung Berlin Kassel Gießen Koblenz Metz nur durch Einlegung zwei neuer Schnellzüge BerlinFrankfurt a. M. mit An­schlüssen in Gießen nach und von Koblenz zu erreichen sei. Ter neue Schnellzug Berlin Frankfurt a. M. sollte 9.35 Uhr abends von Berlin abfahren, in Gießen 5.46 Uhr mor­gens eintreffen und direkten Anschluß an einen Schnellzug nach Metz haben. Ter Gegenschnellzug sollte Frankfurt am Main um 10.24 Uhr abends verlassen, 11.37 Uhr in Gießen, 7.50 Uhr morgens in Berlin em treffen und in Gießen einen allerdings wenig günstigen Anschluß von Koblenz her erhalten. Tie Handelskammer hat hierzu bei der Eisenbahndirektion beantragt, den geplanten neuen Schnellzug schon 4.30 Uhr nachmittags von Berlin abfahren zu lassen, da um diese Zeit eine passende Verbindung von Berlin nach Gießen fehlt, ihm ferner bei etwaiger Leitung über Gießen die Anschlüsse der Züge von Halle an der Saale zu sichern und in Gießen einen passenden Anschluß nach Koblenz nnd Trier zur Erreichung des Schnellzuges nach Luxemburg (Trier ab 11.41 Uhr) und Paris (an 6.28 Uhr abends) herzustellen. Ten Gegen­schnellzug empfehle die Kammer etwas später als vor­geschlagen zu legen, und in Gießen einer: besseren Anschluß vor: Koblenz her zu vermitteln.

b) Im Interesse des Arbeiterverkehrs hat die Kammer befür­wortet, den F r ü h z u g 1320 Niederwalgern Gießen auch während der Wintermonate beizubehalten, um den Arbeitern der Lollarer Eisenwerke aus Niederwal­gern, Fronhausen und Umgegend die Möglichkeit zu geben, rechtzeitig mit den: Schichtenwechsel in Lollar einzutreffen. Tie Eifenbahndirektion wird den Zug von Niederwalgern bis Lollar versuchsweise bis auf weiteres auch ioährend der Winterfahrplanperiode verkehren lasse::.

c) In Uebereinftimmung mit der Handelskainmer zu Wetzlar hat die Kammer bei dem preußischen Minister der öffent­liche:: Arbeiten beantragt, die von dem Bezirkseisenbahnrat zu Köln, bezw. von seinem Ausschüsse eingeleitete Unter­suchung über die Lage des Eisenerz-Bergbäues und der Eisenindustrie des Siegerlandes, deren Ergebnis ev. die Gewährung ermäßigter Tarife für Kohlen und Koks rechtfertigen soll, auch auf die Gebiete der Till und Lahn auszudehnen, da alle diese Gebiete als ein ein- hsilliches Wirtschaftsgebiet zu gelten haben und auch bisher stets angesehen worden sind und da die betreffende:: Werke cm der Till und Lahn sich in derselben ungünstigen Lage befinden, wie jene an der Sieg. Gleichzeitig hat die Kam­mer das Großh. Finanzministerium gebeten, darauf hinzu­wirken, daß die Verbilligung der Brennmaterialfrachten nicht auf d-as Siegerland beschränkt, sondern auf Ober- Hessen ausgedehnt wird.

d) Für den S o m m e r f a h r p l a n 1905 sind der Handels­kammer mehrere Anträge aus den Kreisen der Interessenten zugegangen, die deurnächst der Eisenbahndireklion über­mittelt werden sollen. Es ist dringend erforder­lich, daß etwaige w e i t e r e A n t r ä g e d e r Han­de l s k a n: m e r m ö g l i ch st bald mit geteilt wer - den,da sie beiderBearbeitungdesSommer- s a h r p l a n s s o n st nicht mehr berücksichtigt werden könne::.

e) Anläßlich des Ablebens des Hern: Geb. Kommerzienrats Otto Hubbe in Magdeburg, des ersten Vorstehers der dor­tigen Handelskammer, hat die Kammer der .Handelskammer zu Magdeburg ihr Beileid ausgesprochen.

2. Ha n d e l s k a n: m e r w a h l e n. Gegen den Inhalt der Wählerliften, die zehn Tage lang offen gelegen haben, ist inner­halb der gesetzlichen Frist kein Einwand erhoben worden. Zur Vornahme der Handelskammerwahlen werden folgende Walltermine beschlossen:

a) für Gießen-Stadt, Touuerstag den 10. November d. Js., nachmittags von 26 Uhr in: Bureau der Handelskammer, b) für Gießen-Land, Tonnerstag den 10. November, vormittag»- von 1112 Uhr im Burean der Handelskammer,

c) für Grimberg, Freitag den 11. November, von 23 Uhr nachmittags in: Bureau der Großh. Bürgermeisterei Grün­berg,

b) für Alsfeld, Freitag den 11. November, von 1012 Uhr vormittags in: Bureau der Großh. Bürgermeisterei Alsfeld, e) für Lauterbach, Montag den 14. November, von 10 bis

verdammte.

... . Man hätte sicher erwarten dürfen, daß ein Mann, dessen rechtliche Triebe so stark waren, daß er kaum Worte finden konnte, un: sie kräftig genug zum Ausdruck zu bringen, in Positionen offizieller Macht nie daran denken würde, jene gemeinen uno gefährlichen Geschöpfe zu begünstigen und daß er ferne ganze Macht aufbieten würde, ihre:: schädlicher: Einfluß zu bermMen, daß er wls Gouverneur von Newyork kein rechtmäßiges -Vcttrei unversucht lassen würde, dem Voß Quan von PennsNlvcnnen, der ein Slnubol war für alles, was verderblich, demoralisierend nno tyrannisch in der Politik war, seine Mißbilligung zu 5e:gn:, d<.N er danach beeghren würde, seinen Ekel an emer solchen Me wie Addlcks auszndrücken, der offen in einen Staat e.mgesauen war, um sich mit einem Korruptionsfonds einen Sitz m: zu kaufen, daß er weniaftens ans fernem Kabinett Leute von zweifelbasieu: politischen Eharalter serngehalten haben würd^ Mw so weiter. Als Gouverneur des Staates Newyork hat Herr Rooft- velt in der Tat ein gutes Zivildiettstgesetz befördert und vme gute Ernennungen gemacht, allein er hat den Boß Platt m ö\\ e: lieben .Angelegenheiten mit einer DiegclmumoFcit zu Rate gezogen,

12 Uhr vormittags im Burean der Großh. Bürgermeisterei *vUUlilUU uj

3. Haftung der Telegraphen Verwaltung für rAelegramme m:t Berglerchun g". Tie Handels- und Gewerbekammer zu Sonneberg hat angeregt, die Haftung der Te- legraphenverwaltung auf Telegramme mit Vergleichung und ver­loren gegangener Telegramme auszudehnen. Tie Kammer war n:cht m der Sage, diese Anregung zu unterstützen, da bei den ietz:gen genüge:: ^elegrammgebühren die Telegraphenverwaltung auch be: den genannten Telegranmrei: unmöglich eine Haftung übernehmen kann und sie voraussichtlich auch nicht übernehmen w:rd Eine dem Risiko der Haftung entsprechende Erhöhung der Tele^rammgebühren liegt aber nicht in: allgemeinen Interesse.

4. Beitragspflicht zur Lagerei-Berufsgenos- senscyaft. Tie Lagereiberufsgenossenschaft, Sektion 2 zu Mamz, hat.die Handelskammer ersucht, sie bei der Ermittelung der noch nicht zur Berufsgenossenschaft angemeldeten beitrags­pflichtigen Handelsgeschäfte zu unterstützen. Tie Kammer beschloß, der Berufsgcnossenschaft die entsprechenden Angabe:: für ihren Bezirk zu liefern.

5. Entwurf eines Nahrungsmittelbuches. In der zweiten Hälfte des laufenden Monats finden auf Veranlassung des Bundes Deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und -Händler in Frankfurt a. M. Verhandlungen über die Schaffung eines Nahrungsmittelbuches statt. Ta gegen die von dem Bund her­ausgegebene Sanunlung von Begriffsbestimmungen und Handels­gebräuche:: im Gebiete des Nahrungs- und Genußmittelgewerbes von den Likör- und Essigfabrikanteu des Kammerbezirks Einwände erhoben worden sind, so beschloß die Kammer zu den Verhand- lunge:: einen Telegiertei: zu entsenden, um die Wünsche der hiesi­gen Interessenten zu unterstützen.

6. Eingänge:

a) Protokoll der Jahreshauptversammlung des Teutschen Ta­bak-Vereins ;

b) Eingabe des Teutschen Tabakvereins an das Reichsschatz­amt zu dem aufzustellenden Entwurf neuer Tara-Bestimm­ungen für Tabak;

c) Protokoll der 27. Hauptversammlung des Vereins zur Wahr­ung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands;

d) Produktionsstatistik der in: Verein deutscher Schiffswerften vereinigten Firmen in den Jahren 18991903;

c) Tenkschrift des deutschen Versicherten-Verbandes zu dem Entwurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag;

f) Eingabe der Vereinigung von Handelskammer:: des nieder- rheiuisch-westfälischen Jndustriebezirks an den preußischen Landtag zur Verstaatlichung des Bergbaues;

g) von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteil­ung?:: zugegangen über die Anwendung des Telegraphen­schlüssels bei Lieferung von Maschinen und Pumpen ins Ausland, über den amerikanischen Tabaktrust, die in: Herbst vor. Jahres in Rio de Janeiro abgehaltene Internationale Ausstellung von Spiritusapparaten, fermer über eine zwei­felhafte Firma in Jaffy.

Tie Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit in: Bureau der Handelskammer eingesehen werden.

Führers Gorman von Maryland gegen vergeblich, ^oer Vertrag mit dem neuen irde ratifiziert.

yt", das in Amerika bereits sprichwört- at am 8. d. M. wiederum geleuchtet; ,llen, zum Besten aller Deutschen !n »esten aller deutsch-amerikanischen politi-

Nov. Roosevelt gewann 'den Staat New- int seine Wahl gesichert. Der Republikaner Gouverneur des Staates Newhork ge- 3024 Wahlbezirke des Staates Newyork Newyork errangen die Republikaner einen Parker erhielt in den Landbezirken des rhältnismäßig weniger Stimmen als 1900.

Nov. Zu dem Wahlergebnis schreibt die .Newyorker Staatsztg.", die persönliche Po- Habe den größten Anteil an seinem Siege, das Vertrauen des Volkes, welches sie durch cherzte, nicht wiedergewonnen. Tie größte rnmehr darin, daß die" radikalen Ele- ratie jetzt wieder Oberwasser gewinnen

Nov. In Eripvlecreek (Colorado) verlies )ig. In Goldfields wurden zwei demo- ibmänn er durch den republikanischen aus dem Wahlraume wiesen, erschoffen.

o) wurde em demokratischer Hilfs-She- mblikanischen tödlich verwundet.

Nov. Ter Umsatz der letzttägigen Wahl- ?sigen Hotels abgeschlossen wurden, beträgt ll a r s. .

Deutsches Reich.

'ov. Zu der gestrigen Frühstückstafel fcd er Kaiserin im Neuen Palais waren ge- nn Georg von Sachsen mit Gefolge, der Äraf Hohenthal und Staatssekretär Frhr^ . der Tafel wechselten der Kaiser und -eorg kurze Trinksprüche.

rigen Präsidenten der Eisenbahndirektion Rat Kran old, wurde beim Ausscheiden ift der erbliche Adel verliehen.

ission des Abgeordnetenhauses zur Be- .hrungsgesctzes zum Rei.chsseuchen^ n § 25 insofern ab, als die Kosten aller Inkheiten vom Staate allein zu über- :7 wurde derartig abgeändert, daß bte isidiären Leistung an der Stelle leistungs- en völlig ausgeschlossen wurden. Fernep üon angenomme::, daß der Staat in den n Betrag bis 50 000 Mk. einzustellen

Schiedsgericht für Arbeiterversicherung.

Gießen, 5. Nov.

Die Elisabethe K a l b f t e i s ch zu W e n g e s hakte sich am 4. Oktober 1903 eine Verletzung des linken Ringfingers AUgezogen. Als Entschädigung hierfür hatte die land- und forstwirtschaftliche Bernfsgenossenschaft zu Darmstadt eine Rente von 25 Proz. der Vollrente gewährt. Gegen die Herabsetzung dieser Rente auf 15 Proz. wandte sich Fran Kalbfleisch an das Schiedsgericht, das jedoch ans Grund des Ergebnisses der Inaugenscheinnahme des verletzte:« Fingers die Reduzierung der Rente für ungerechtfenigt nicht erachten konnte.

Auf Grund des § 94 land- und forstw. Unfallvers.-Ges. hatte genannte Bernfsgenossenschaft beim Schiedsgerichte Antrag auf Herabsetzung dec den: Johannes Eis fetter zu Ermenrod aus Antaß eines ihm am 21. JUni 1896 zu­gestoßenen Unfalles gewährte Rente von 25 Proz. auf 15 Proz. gestellt. Der Antrag mußte als unbegründet ver­worfen werden, da das Gericht nicht zu der Ueberzengnng kommen konnte, daß sich die Erwerbsfähigkeit des Eissellec wesentlich erhöht hat.

Mit Bescheid vom 24. Mai 1901 hatte die landw. Be­rufsgenossenschaft die dem Johann H er g et zu Kaul st gewährt gewesene Rente von 40 Proz. auf 25 Proz. herab­gesetzt. Die hiergegen verfolgte Berufung wurde vom

ngen ober Ergänzungen der deutschen g werden von verschiedenen großen Ver- : Verbände deutscher Uhrengrossisten, dem c die Gold- und Silberwaren-Jndustrie * der deutschen Textil-Industriellen an- Leipz. Uhrmachec-Ztg.^ mitteilt, bewegen mentlich dahin, daß auch außergerichtliche etzlichen Schutz gestellt werden, analog den mmungen der belgischen und schweizerischen ter sollen bei Insolvenzen die Verbands-^ eien oder Zwanqsvergleiche zustimmen, der rozent unter Sicherstellung bietet. Aus- r unter Zustimmung einer besonderen on aus den Haupt-Waren-Gläubigern zu-

Pol. Nachr.^ zufolge sei es mehr qI5; < auch im Neichshaushaltsetats- 905, der in naher Zeit dem Reichstage' vird, sich eine Zuschußanleihe von Betrage befinden wird.

chsjustizkommission zur Vorprüfung, bändernng des StrafprogeffeS ift u einer vier- bis fünftägigen Beratung im

Schiedsgericht verworsen.

Dieselbe Bernfsgenossenschaft hatte mit Schriftsatz vom 8. Juli 1904 gemäß § 94 n. a. O. beim Schiedsgerncht An­trag a:T( Einstellung der dem Jakob Ei ß n e r-O c t eu- berg zugebilligten Rente von 20 Proz. gestellt. Der Antrag

leugbar eine glückliche Hand. Es war das ersteinal, daß ein Präsident in einen Arbeitcrstrcrk eingriff, als Roosevelt damals den unheilvollen, gewaltigen Kogleugraberausstaud durch sein tatkräftiges Einschreiten beilegte. Er warmer erste republikanische Präsident, der kühn die allmächtigen Trusts augrifs und besiegte. Er dämpfte den lodernden Aufstand auf den Philippinen, indem er den richtigen Mann, der nun sein Kriegsminister ist, als Gouverneur hmschuckte. Auch im Benezuelastreik bewies er Vorsicht und Entschieden­heit gegen die kriegswütigen Jingos. Der größte und tvichtigste Abschnitt in seiner bisherigen Negierung bedeutet aber die Panama-Affäre. Mm: hat allerdings wohl nicht mit Unrecht davon gemunkelt, daß Roosevelt selber seine Hand bei der Revolution im Spiele gehabt hat. Daß er die Erhebung kommen sah und sich darauf vorbereitete, den Nutzen daraus zn ziehen, könnte Man ihm indes nicht ver­übeln Im LSashingtonec Senat aber war die Opposition

amnnngetreten.

Ausland.

0. (Kammer.) Telafosse wünfcht den ?lb» nnbe3 Frankreich, England,Ruß- s beste Mittel wäre, den Weltfrieden zu anzösischen Kolonien im fernen Osten dem Leroy berichtet im Namen der heute er- : über den Antrag des Staatsanwalts auf Immunität Syvetons. Tie Minder- Habe eine juristische Debatte über die Auö- wo ^ltu|Uvfcücß herb ei geführt. Tie Mehrheit fex ber Meinung gewesen, daß diese Auslegung zur Kompetenz der Ge­richte, nicht aber des Parlaments gehöre. Die Kommiffton be­fürwortet mit neun gegen zwei Stimmen die Aushebung der Immunität und verlangt die Dringlichkeit. tz'aMhier erwähnt, daß der Sozialist Cadenat jüngst den Radikalen Chapuis tätlich insultiert hätte, oh::e daß der Zivischeufall eure ?volgc hatte; Cadenat antivortet, indem er unter Anspielung auf die große robuste Gestalt Chapuis' bemerkt, dieser fei felbit Manns genug, sich zu verteidigen. Gxuthier will dann b:c Sozialisten reisen, mbem er sie daran erinnert, daß sie die Gewalttat Nicht immer mißbilligen und aus einen Artikel bei- von Laurös heraus- gebenen Hnmanitä über die Ermordung des russischen ..nnisters Plehwe benueift. Janrös ruft: ,'Tas war berechtigte Not­wehr". Tie Rechte lärmt. Brisson ruft IauroS. zur O r d - nung nnd fani er könne keinerlei.Verherrlichung emes Mordes zulasseu "<ic M.unmei beschließt die Dringlichkeit. Um 9 Uhr wird (iibUcb bii ' geschlossen und der Präsident stellt beit Antrag auf Autorisation deö Strafverfahrens gegen! Syvcton zur Abstimmung. Die Kammer beschließt mit