* Der Eisenbahn -Fahrbeamren-Verein Drehen feiert Sonntag, ben 14. ?luqust, da- Fest seiner Fahnenweihe. ®« kommen bazu viele Brudervereine au- werter Ferne, bre sich crn einem Feftzuq beteiligen, der nach bein Neuen Saalbau sich beqiebt, wo da- Fest gefeiert wird. (MeS Nähere im Inseratenteil ersichtlich).
** Das Jahres fest des Gießener Zweig- oeretns der Gustav A d o l f- S t i f t u n g toirrte am geftrrgen Sonntag in R ö dgen gefeiert. Vor einer großen Frsigrmeinde predigte Pfarrer (^orgi-Ermenrod in Volks- tüTitlicber und fesselnder Weise über OtaL 6,10, ein frischer und korrekter Chorgesang der Schulkinder unter Leitung van Lehrer Rabenau verschönte die Feier. Im 2bagnei- schon Saal fand dieNuchpersanimlimq statt, die von einer Eröfftnunrsansprache des Ortsgeistlichen, Pfarrer Oh-ote, und einem Schlußwort des Vorsitzenden, Dekan strack, umrahmt war Rach Erstattung des Jahresberichtes durch den Schriftführer Pfarrer Euler-Gießen sprachen noch in anschaulicher Weise Pfarrer Weber-Langgvns unb Pfarrer Gomtel-Reiskirclvn über das Evangelium in Italien und die evangelische Bewegung in Oesterreich. Die FrflkoNekte wurde der Gemeinde Kostbeirn überwiesen, auch eine Sammlung für Zeltweg^Judenburg in Steiermark fand noch statt. In den Vorstand des Vereins wurden neu gciväblt: Professor Dr. Holtzmann-Gießen und Regienmgsrat Dr. Da gn er-Ciießen.
— Goldene Hochzeit feierten am Samstag die Ehetente Ioh. B ierau in Wieseck. Der Mann, ein 72jähriger Greis, ift noch als Werkführer in der Ziqarrenjabrik von Arnold Mueller-Gießen in voller Rüstigkeit tätig.
*♦ Bon der Jagd. Jetzt, wo der Witta fast überall über die Stoppeln webt, läßt sich so schreibt man uns, auch allmählich überblicken, welche ErivarNmgen man bezüglich ^dcr diesjährigen Hübnersaqd hegen darf. Die Aussichten sind gut; allenthalben sieht man screckeuwcise auch ausgewachsene Sttien von Hühnern, deren Llbscbuß wobl bald zu gestatten sein dürfte. Es steht daher auch zu erwarten, daß in dem größten Teile unseres Großherzogtums, zumal die Fruchtfelder fast überall abgeerntet sind, die Hühnerjagd, wie fast jedes Jahr, wieder zu einem früheren Termin eröffnet wird. Eigentlich endet die Schonzeit für die Feldhühner am 1. September, indessen wird sie meist durch besondere Berordrning abgekürzt. So dürfte, als diesjähriger Termin etwa Sonntag, der 21. August, in Betracht kommen. Sehr gespannt darf nuui darauf sein, ob man dieses Jahr bei der Ausübung der Hühnerjagd mehr Dachteln wie in früheren Jahren antreffen tvird. Man bat seither den Dachtelschlag so auffallend vielfach vernommen, daß man eigentlich auf zahlreiche Wachteln stbließen muß. Offenbar sind die Dachteln dieses Jkbr im Süden weniger dezimiert worden, als es sonst gewöhnlich der Fall war.
*♦ Reichsbank. Am 15. September b. Is. wird in Kamen eine von der ReichSbankstelle in Hamm (Wests.) abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Oirooerfebr eröffnet werden.
w Unerhobene Gewinne. Siehe das heutige Inserat.
L Großen-Bufeck, 8. Aug. Das große Brandunglück in Ilsfeld muß auch in der Vergangenheit unserer Gemeinde längst verhallte Töne wachrufen. Fast 73 Jahre sind es her, daß unser Ort in ähnlicher Weise von einer verheerenden Feuersbrunst heim- gesucht wurde wie Ilsfeld. Wenige Leute wird es noch qebai, die sich an jenes schreckliche Ereignis, dessen sichtbare Spuren die heilende Zeit ausgewischt hat, erinnern können. Am 20. Oktober 1831 war unser Ort in wenigen Stunden zum größten Teile niedergebrannnt: alle Versuche, deS Feuers Herr zu weichen, waren vergeblich gewesen. Der damals entstandene Schaden war so groß, daß die Abgebrannten aus die Mithilfe ihrer Nebenmenschen angewiesen waren. Aelle Vorräte waren in den vollgepfropften Scheunen verloren gegangen. In Gießen bildete sich alsbald ein Komitee, welches eine Sammlung von Gaben vornahm und die ordnungsgemäße Verteilung derselben veranlaßte. Im ganzen wurden 62 Familien Entschädigungen zuteil.
? Arnsburg, 6. Nug. Heute entstand ein Brand tto Stalle teS RettungShauseS. Tie EntstehungSuriache ist bis jetzt noch unbekannt. Der Stall brannte nieder, die Nachbargebäude wurden glücklich gerettet.
X Friedberg, 6. Aug. Gestern zogen mehrere heftige Gewitter über unsere Gegend, oijne jedoch viel Regen zu bringen. Leider schlug der Blitz mehrfach ein; so wurde in Muschenheim die Scheune des H. Reis durch Blitzschlag eingeäschert. Bei Melbach wurden mehrere Komhaufen vom Blitz getroffen und bei Steinfurth eine starke Eiche ^rschmettert.
§ Steinfurth a. d. Detter, 7. Aug. Unser Dorf ist schon seit Jahren durch seine bedeutende Rosenzucht berühmt; diese hat in den letzten Jahren einen solchen Umfang angenommen, daß jetzt etwa 300 Morgen Land mit Rosen bepflanzt sind. Fast jeder l'aitatoirt züchtet Rosen. Die Nachfrage und der Versand sind stets groß. Außer nach Bad-Nauheim werden die Rosen nach Frankfurt, Berlin, ja sogar ins Ausland verschickt. Gegen- wärttg sind die Züchter mit dem Okulieren der Rosen beschäftigt.
§ Götzen bei Schotten, 6. August. Heute wurde der Lehrer i. P. Johannes Müller unter zahlreicher Beteiligung bet Gemeinde, in welcher er bis zu seiner vor zwei Jahren erfolgten Pensionierung segensreich wirkte, von Kollegen und Freunden zu Grabe getragen. Ter Verstorbene war Mit- kämpfet im Kriege 1870/71 und schon längere Zeit leidend, weshalb et in den Ruhestand trat und nach bem benachbarten Schotten übersiedelte.
(10 Alsfeld, 7. Aitg. Unsere Stadt und die urw liegenden Orte werden dieses Jahr sehr viel Einquartierung erhalten; in der hiesigen Gegend ftndet das Brigade- und Drvisionsmanöver statt. Tie 41 Infanterie- briaabe <87 er und 88 er) hält ihr Brigadeererzieren ebenfalls bei unserer Stadt am Gomberg" ab. In den Tagen vom 31. August bis 9. und 11. September erhält Alsfeld <a. 1400 Mann Einquartierung. Die Infanterie Regimenter Kr. 87 und 88 haben vom 1. bis 7. September ihr Scharfschießen südlich von Alsfeld im Gelände zwischen Mten- fhrrg, Liederbach, Rainrod und Renzendorf.
Offenbad), 7. Aug. Die „Offcnb. ßtg.4 berichtet oon einet merkwürdigen Straßenszene, die sich auf ber dortigen Kaiser st raße zutrug. Ein Londoner war l^schätte halber mit seiner Gattin nach Offenbach gekommen. Während er mit einigen Portefeuillefabrikanten verhandelte, gmg feine elegant gekleidete Frau aus der Kaiscrstraße auf und ob. Tas Watten wurde ihr lange und sie setzte sich «s ein# Pxnrt. Im Ru hatte sich eine Kmderschar um sie <yfr****, b* <w frembatNqe (Stfdjetmmg rrwt offenem
Munde anstarrten. Aber nicht genug damit — auch Erwachsene blieben in Scharen stehen, und da inzwischen die Mittagspause ber Fabriken eingetreten war, so hatte sich halb ein großer Menschenauslauf um bie fremde Dame gebildet, die, zumal sie kein Mort deutsch verstand, in völliger Rat- losigkeit nicht anS noch ein wußte. Schließlich nahte, durch bie Ansammlung herbeigelockt, ein Schuhmann, offenbar ein Neuling, ber sich sagte: .Wenn man eine Menschenansammlung zerstreuen will, so muß man bereu Ursache entfernen.* Er forterte daher die Dame zum Gehen auf. Diese verstand natürlich nicht, was er wollte, und schüttelte nur stumm den Kops, was den lieben Umstehenden erneuten Anlaß zu^Heiter- keit unb allerlei abenteuerlichen Mutmaßungen gab. Schließlich begriff bie Dame, stand auf und ... ber ganze Schwarm zog hinterher, so baß bie Geängstigte sich gezwungen sah, in den Garten eines Hotels an ber Ecke der Kaiser- und Frank- sutterstraße zu flüchten. Aber auch bann noch blieb — inan sollte cS nicht für möglich halten — eine ganze Menschenmauer an ber gegenüberliegenden Straßenseite stehen, denn — der Hut der Dame war noch über der Gartenmauer zu sehen. Kurz — der Schutzmann mußte nochmals m Mion treten unb b\e Engländerin durch Vermittelung des englisch sprechenden Hoteliers bitten, sich einen etwas tiefer gelegenen Platz deS HotelgartenS zu wählen. DaS geschah denn auch, unb nun endlich zerstreuten sich die Neugierigen, offenbar tief befriedigt von dem Erlebten. Die schöne Engländerin aber soll geschworen haben: Einmal und nicht wieder nach Offenbach!
(r.) Mainz, 7. Aug. Vvm Zentralvcrein für Hebung ber beutfchen Fluß- Mtnb Kanalschiffahrt wurde bei feinen Mitgliedern Erhebungen übet baS Bedürfnis der Errichtung eines Lehrstuhls für Flußschiffbau angestellt. Die Mainzer .Handelskammer hat sich dafür ausgesprochen, daß das BedürsniS zur Erriclttung eines solchen Lehrstuhls zu bejahen sei und daß die Stctat Bingen mit ihrem Technikum bei der Wahl des Platzes in erster Linie berücksichtigt zu werden bertneiie. Die Mainzer H a n- delSkamnier wurde weiter von dem Ministerium betf Innern in Darmstadt um ein Ghitarfitcn darüber ersucht, ob die Ausprägung von Dreimarkstücken als ein Bedürfnis deS Verkehrs anzusehen fei? Die Kammer hat sich gegen die Ausprägung von Dreimarkstücken ausgesprochen, indem diese im Verkehr alS lästig -n betrachten seien.
Frankfurt, 7. Aug. Gestern abend zwischen 8 und 9 Uhr vernahm auf einem Spaziergang in der Bornheimer Nußallee zwischen Fallthorstraße unb Ratskeller ein Bäckermeister heftiges Stöhnen. Er ging bent Geräusch nach und entdeckte im nahen Feld ein junges Mädchen, da- bewußtlos auf bent Boden lag. Sofort wurde die Rettungswache benachrichtigt; bei deren Eintreffen war aber der Tob des Mäbchenß, das sich eine Kugel in bie Herzgegend geschossen hatte, bereits eingetreten. Die Lebensmüde ist die 23 Jahre alte Lehrerin Adele Leveque. In ihrer Wohnung fand man einen Brief, der an jene Dame gerichtet war, in deren HauS sie erzogen ist, unb ein Testament. Ein Teil deS Vermögen- von i.'hvm» Ml. ist für ihre Geschwister bestimmt, einen Teil hat sie Waisen vermacht, ber Rest soll für ein ErbegräbniS ihrer Fannlie Verwendung sindon. Als Erbin ihrer Zimmereinrichtting hat sie eine Kollegin eingesetzt. Wie eS heißt, soll Liebeskummer die Ursache bet Tat sein. In bem Revolver, der neben der Toten lag, staken noch fünf Kugeln. (F. Z.)
[ ] Marburg, 7. Ang. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Oberbürgermeister und der freiwilligen Feuerwehr dauern fort. Zur Klarstellung sei bemcrfi, daß auf Wunsch deS ersteren die Feuerwehr im vorigen Jahr in vier Löschzüqe eingeteilt wurde, die je nach Bedarf auSrücken sollten. Bezüglich der AnSrüstimg dieser einzelnen Löschzüge mit Gerätschaften setzte sich das Kommando der Feuerwehr in Wiben'pruch mit dem Oberbürgermeister; bie Folge war daS Einstellen der Hebungen, bis kürzlich die städtischen Körperschaften 10 000 Mk. bewilligten unb damit der Feuerwehrstreik sein Ende sand. In der letzten Etadt- verordneteii-Versammlung kam eS nun zwischen dem Oberbürgermeister und einigen Stadtverordneten wegen der Feuerwehr-Angelegenheit wieder zu einem scharfen Zusammenstoß. Der erstere kündigte eine erneute Reorganisation der Feuerwehr nn, waS große Erregung verursachte. Daraufhin hat baS Kommando der freiwilligen Feuerwehr jetzt folgende Bekanntmachung erlaffen: Zur Beruhigung unserer Mitbürger sieht sich daß Kommando veranlaßt, auf die in der letzten Stadtverordneten-Versammlung getanen Aeußenmgen deS Oberbürgermeisters zu erklären, daß für die freiwillige Feuerwehr nur die Beschlüffe der städtischen Körperschaften (Magistrat und Stadtverordnete) maßgebend sind, nicht aber die persönliche Meinung deS Oberbürgermeisters. Die freiwillige Feuerwehr wird deshalb nach wie vor ihren Dienst im Rahmen der erst im vorigen Jahre aus Beschluß der städtischen Körperschaften erfolgten Neuorganisation zum Wohle der Stadt imb ihrer Einwohner verrichten. Nun ist man gespannt, was jetzt kommt.
Dcrmifd^te».
* Tie Feuersbrunst in Ilsfeld. Ein Exttazug mit Kleidungsstücken ging am 6. b. M. von Heilbronn nach Ilsfeld. Tie vermißten Kinder irnrbrn Iri Venvandten nufgetunbeu. Zur Unterbringung der £bbnrf>[nfm werben Zelte unb Buracken für etwa 100 Familien rrricßt^t. Eine Pionierabteilung wurde ti;r Unterstützung berangezogrn. Die Ucberrrüc des in den Flarmnen umgekowmenen Gemeindcrats Gemmrig sind ausgesunben worden.
* Straßburg, 6 Aug. Nachdem die fremden Teilnelnner zur Weihe des Denkmals für die im Feldzüge Gefallenen deS Infanterieregiments v. Wittich (3. kuthefsischeS) Nr. 83 bereits gestern hier eingettoffen waren, brachte sie heute vormittags 8.20 Uhr ein Ertrazug der ReichSeisenbahn nach Wörth, wo der Zug gegen 10 Uhr eintraf. Auf dem TenkmalSplatz erwarteten den Zug Generalmajor Vonberg, Kommandeur ber 31. Feldartilleriebrigade, der Kommandeur des Iß. DragonerregimvttS, borst Rocholl und eine Anzahl Offiziere der Dagenauer Gar^ nifon In der Nähe hatte eine Batterie des Feldartillerieregi- fstel n genommen. Pünktlich um 11 Uhr erschien der regierend? Fürst von Waldeck und Phrmont, Friedrich, in Bogstittlng seines Flügeladjutanten Oberst v. Apcll, sowie deS Majors Grafen Holnffem aus Bayern, bei dem er in Fttffckitaeiler Wvhnnng genommen hatte Ter spürst nahm zunach stMeldiingen entgegen, worauf die ^cr mit den: Ehvral ,,9Glrin Gott in ber
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Irten Worten o,is Tcnhmii dem i u . -betteuttmnt o. 91 Dr. Krüger übrr- nahm. In seiner Ansprache rrn^tnitc Dr. Kuüyer, daß ba0 88*
Regiment bisher daS einzige Regiment der 22 Division auS dem Fctazuqe geiveson sei, daS nod> kein Denkmal für feine Gefallenen besessen habe *)tad)ibem nod) Fürst Friedrich eine Ansprache gclmltcn hatte, siel unter dem Donner d«w (^eschütv der Salutbatterie die Hülle . unb entblößten Hauptes sang die Fest- vevsammluug die Kaiscrhhmne. Hierauf hielt Dwisionspfarror Waltlier-Straßburg die Weiherede. Nach vollzogener Weihe trat Oberst v. .Sommerfeld vor das Denkmal imb hielt die ctacmlicbc Festrede, worauf Kränze niedergelegt wurden.
♦* Irr der Gerichtsverhandlung gegen Köhler und Gen., wegen Beleidigung, hat die Staatsanwaltschaft nicht die Verhaftung ,bc* unentschuldigt ausgebliebenen Angeklagten Köhler beantragt. Ein Antrag in bezug auf baS weiter^ Vorgehen gegen Köhler tourte nicht gestellt, vielmehr hat die Staatsanwaltschaft We Entscheidung darüber bem Ermessen deS Gerichtshofs anheimgegeben. M
Nürnberg, 6. Aug. Tic Strafkammer in Nürnberg bat in der Anllagefache gegen den Baumeister Johann Götz hier ein prinzipiell wichtiges Urteil über die Stellung ter Beamten ter B G. G. gefällt. Der Angellagte hatte, als ein alö Aufsichts- u n d R e chn u n g s b e a m 11 r ter Baugewerkü-B.-G. angestelltcr Ingenieur sich bei ihm ein* gefunten und bie Vorlage der Lohnlisten verlangt hatte, eine durch Götz von Berlichingen bekannte Aeußeriing sowohl in bezug auf .teu Beamten als auf die Genossensä-ast gemacht und dann derartige Trohungen ansgestoßen, daß der Beamte unverrichteter Tinge wieder abzog. Das SchSffengcricht hatte wegen Beleidigung unb Wid.'rstandS geg^n bie Staatsgewalt eine Gefängnisstrafe von drei Monaten ausgesprochen. Tic Strafkammer hob das schöffengerichtliche Urteil ans indem sic die Veamtencigenschast als nicht gegeben cracktet und somit kein Widerstand gegen die Staats- geivalt anzunchmcn sei: dagegen sprach die 2. Instanz wegen Beleidigung und eine Nötigung eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten und acht Tagen aus Zu bemerken ist noch, daß ter Angellagte. tro^bem daS Urteil der 1. Instanz abgeöndert tmirbc, bie Kosten ber beiten Instanzen zn trngen hat.
Arbeilerötwegung.
Gießen, 8. Aua. Am SamStag sand hier im „Wiener Hoff' eine öffentliche Maurerversammlung statt, die von ca. 100 Arbeitern bcsuckit war. Ein Redner sprach über die Aussperrung in Frankfurt und ging dann auf die Gießener Verhältnisse ein. Er führte u. a. an, jetzt sei hier zu einer Lohnbewegung noch nickt die rechte Zeit: sei die Frankfurter Aussperrung teenbet, könne man gegebenenfalls die hier streikenten Maurer m Franffutt besichastigen. Fürs erste müffe man sich noch einige Zeit geteilten, in der Zwischenzeit aber dafür wirken, daß die ca. 100 Arbeiter deS Bezirks Gießen, die noch nicht der Organisation angebötten, dafür gewonnen würden. — Ob eS so kommen und hier eine Aussperrung entstehen wird, dahinter möchte man doch ein große- Fragezeichen setzen.
d. Mainz, 8. Ang. lEigener Tr ahtbcricht.) Dir Metallarbeiter der B e l e u ch t u n a S i n d u st r i e , zirka 200 Mann, sind teilte morgen infolge von Lohndisfer-'"en in bat A u S ü a n d grtrrkn.
Sport.
a. Ludwig-Hafen .7. Aug. Bei tem heutigen 6. Pfälzischen Tauerrennen (6 Km. stromauf und 6 Km. strom- abwäNS) ging ter Wanderpreis Sr. Kgl. Hoheit deS Prinzregenten Luitpold von Bayern, den bisher der Ludwigshafener Ruterverein stet- vetteidigt hatte, auf den Mannheimer Rnter- verein Amicitta über. Tiefer siegte mit 49 Min. 33 vier Fünft l Sekunden. Zweiter wurde der Mannheimer Ruderllub mit 50 Min. 41 vier Fünftel Sek. .Ter Ludwigshafener Ruterverein ftartrte nicht mit
Zpirlpla« btt wrnniqtrn Frankfurter -tadttheater. Opernha«-.
Dienstag den 9. Äuguft, atend« halb 8 Uhr: .Traviaiy/ Mittwoch den 10. August *): Nett emftubiert: »Maurer Schlößer/ Domier-taq ben 11. August, abend- halb 8 c: „Ter Darbier von Sevilla " Freitag den 12. Augustarmen/ Sam-tag den 13. Auyusi: .Fatinitza/ Sonntag ben 14. August: .Ton Juan/ Montag ben 15. August: .Boccaccio/ Dienstag den 16. August, abend- halb 8 Uhr: .Maurer und Schlosser/
•) Anfang, wenn nicht ander- bemerkt, abends um 7 Uhr ■ " 1 -■ 11 rjanUcI und Verkehr. UalksinirlfiljafL
Bcrltner Dörsc von, 6. August 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prioat-Ti-kont 2‘/e Prozent.
Anlang-- u. Schlußknrse.
OeR. Krebit . Deutsche Bank
•
. 200.50
. 219.10
201.25
219.30
Tannftäbter Bank
. 138.25
Bochumer Guy .
■
. 207.00
207.50
Harpener Bergbau
e
. 213.00
213.25
Tendenz: Fest.
Wötfntlitc firbrrlitMiifr ÄibtJfiit iniirrSlnbtf'irßrn.
27. Woche. Vom 26. Juni di- 2. Juli 1904.
(Eimvohnerzahl: angenommen zn 27 500 linkl. 1600 Mann Tlilitar) Sterblichkeitszisfer: 13,23
nach Abzug von 5 Ottsü emden: 3,78
Kinder
E4 starben an: Zusammen: Errvachsene:
im ibensjahr:
vom
2.-15. Jahr
1. Le
Lungenentzünbung
1 (1)
1 (1)
—
—
Nierenentziindung
KD
1 (1)
—
—
Starrkranips
1 (1)
——
—
1(1)
Atrophie
1
—
—
1
Dannkatarrh
1
—
1
—
Krebs
1 (1)
1 (D
——
—
Blutvergiftung
1 (1)
1 (1)
—
—
Suntme 7 (6) 4 (4) 1 2 (1)
Anm.: Trt in SUammeni gesetzten Ziffern geben an, wie viel der JobcMäUe in der betreffenden Krankheit aui von an-wärt- nach Dieben gebrachte Kranke kommen.
Hausfrauen gebrauchet
Kondensierte ASpenmilch
Nestäe
1 Rahmgehalt.__überall käuflich.
Tie bekannte Bielcielder..Plätthiilfe", welche von dem Erfinder und alleinigen Fabrikanten Arnold Holste Wwc., Ltärlesabrik in Bielefeld, in den Handel gebracht wird, hat sich vorzüglich bewährt, da solche das Bügeln bedeutend erleichtert, die Wäsche prachtvoll klar macht und dauenid elastisch erhält. Dieses einzig bewährte Plättmiltel fnim als Zusatz zu jeder Roh- und Kochstärke gebraucht werden, schont ferner die Wäsche und macht sie wie neu ausseheub.
• 4 Kaffee ohne Pfeiffer L Diller'1 Kaffee - Essenz! Allein echte nud lltewt.
Ortglnolmerke ?


