Ausgabe 
5.10.1904 Erstes Blatt
 
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bei Grüningen.

von Liaujang und 9 Meilen

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am 2. Oktober 60 russische Reiter an, welche Pasch srngtun 13 Meilen im Norden \ ' *' "

nb eine in Finnland. General Oökar Ferdinand Jahre 1838 geboren und begann 1854~ seine

Großherzog nach Grüningen zurück, um dort zur Rückfahrt nach Lich sein Automobil zu besteigen. Am Platze hatte sich em zahlreiches Publikum eingesunden, um den verehrten Landesherrn vor seiner Abreise noch einmal zu begrüßen. Der Großherzog sah mit freundlichem Lächeln nach den um* sehenden Leuten und erkannte darunter einen alten Bekannten aus seiner früheren Soldatenzeit. Mit dem herzlichen Gruße: Da ist ja auch ein alter Kamerad aus meiner Kompanie" I reichte der Großherzog dein biederen Grüninger Bau'ersmanne1 die Hand und ließ sich mit ihm in ein Getzrräch ein.

* Personalien. Tas Ehrenzeichen für Mitglieder 'reiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der reiwilligen Feuerwehr zu Budenheim Phil. Schnaitt V. Der Dammwärter Peter Hofmann zu Kostheim wurde auf ein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt.

** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende Gewinne gezogen: 100 000 Mk. aus Nr. 40712 (nach Mainz), 10 000 Mk. aus Nr. 16052, 5000 Mk. auf Nr. 17826, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 10939 39125 53179 56225 59805 65378 66535 85243 86397. (Ohne Gewähr.)

** Besitzwechsel. Der frühere Oekonom und jetzige Rentner Wilh. Kitz verkaufte sein zwischen Credner» und Frankfurterstraße gelegenes Gelände für 90 000 Mk. an die Großunternehmer Fröhlich u. Ruckstuhl.

** DasOffenbacher Abendblatt", das sattsam bekannte sozialdemokratische Organ des Abg. Ullrich, beschäf­tigte sich kürzlich in seiner Art mit den hessischen Amts­blättern. Bei dieser Gelegenheit kramte es eine Anekdote von anno Tobak, nämlich dem Jahre 1896 aus, die sich hier in

Gießen zwischen demAnzeiger" und der hiesigen sozial­demokratischen Partei abgespielt haben soll. Der damalige Leiter der Druckerei und Redaktion desGieß. Anz." ist in­zwischen längst verstorben, so daß uns Heutigen die Nach­prüfung der Richtigkeit jener Anekdote unmöglich ist, unb das Hervorzerren unkontrollierbareroller Kamellen" absiird er­scheint. Bekanntlich sind seit Mitte 1898 Driickerei und Verlag desGieß. Anz." in anderen Händen, und die Redaktion aus gänzlich neuer Basis auf- unb ausgebaut.

** Bundestag der deutschen Bodenreformer. Auf der bevorstehenden Tagung des Bundes der deutschen Bodenresoruier in Darmstabt sind für Sanlstag, den 15. Oktober, folgende Gcgenftänbe vorgesehen: 1.Gesetz­geberische Versuche zur Einfähruiig der Zuwachssteuer", Re­ferenten: Oberbauiat Prof. Baumeister-Karlsruhe, Reichstags- abgeordiieter Tr. Jäger-Speyer. 2.Die Schwindsucht und die Wohnungsfrage", Referenten: Professor Tr. 9)L Gruber- München, Tr. nicd. Ebeling-Berlin. Die Zuwachssteuer tritt bei dein stets wachsenden Steilerbedarf der Geineinden inuncv

süube r u ngösckisfe außerhalb Port Arthurs seit dem Juli | vicderholt schwere Unfälle erlitten haben, sodaß fast alle diese Schiffe untergcgangcn seien oder sckMcrc Be- chädigungen davongetragen hätten.

Die neue japanische Anleihe.

London, 4. Okt. TerStandard" meldet aus Tokio vom 3 Oktober: Der Gouverneur der Bank von Japan und andere leitende Bankiers hätten sich bereit erklärt, eine dritte Ausgabe der inländischen japanischen ^-iegsanleilve m der Hohe von 80 Mi llionen P e n zn den srüheren Bringungen zu übernehmen. Ter Ausaabekurs sei 92 Prozent; verzinst werde die.Anleihe mtt 5 Prozent, rückzahlbar sei sie in sieben Jahren. Tie öffentliche Bekanntmachung wird in einigen Tagen erwartet.

General v. Grippenberg

ist in Petersburg eingetroffcn. T-er neue Kommandierende der zweiten russisclx-n Armee im fernen Osten, i|t Finnländer und lammt aus einem alten selMedischen Geschlecht. 'L-em >Vtamm- vater wurde 1640 geboren, 1678 geadelt. Eine Linie der Familie blüht in'weden und eine in ----T

mehr in den Bereich der öffentlichen Diskussion. Für die Angehörigen des Großherzogtums Hessen durste diese Frage angesichts der bevorstehenden Reform der Gemeindesteuern noch ganz besonders wichtig sein. Daß die Schwindsucht mit der Wohnungsfrage und diese wiederum mit der Bodenfrage in engstem Zusammenhang steht, darüber gibts wohl nirgends einen Zweifel. Die Behandlung dieses Themas durch so be­deutende Männer wie Prof. Gruber und Dr. Ebeling dürfte darum bei der allgemein anerkannten Notwendigkeit der Be­kämpfung der Schwindsucht geeignet sein, das Jnteresie weiterer Kreise zil erregen.

** Die VI. Berbandsversammlung der öffen 1 l. A r b e i t s v e r m i t t e l u n g s st e l l e n der Rhein- und Maingegend findet am 22. Oktober vormittags 11 Uhr im Sitzungssaale der Stadtverordneten ün hiesigen Bürge rrneistcreigebüudc statt. Nach Schluß der > Sitzung |iiibet ein Gang durch die Stadt und eine Besichjtig- tiiig des Dolksbades statt.

G. Büdingen, 4. Okt. Mit dem voni Vorstand des Matbildenhospitals beschlossenen Bau eines Kr anken h aus es soll Anfang 1905 begonnen werden. Es kommt in den süd­lichen Teil der Stadt, in freier Lage, zu liegen.

sb. Birstein, 5. Okt. (Drahtbericht.) Se. K. H. der

leistung aus der Haft entlassen worden.

Straßburg (Els.), 4. Okt. In Gerninen wurde der Sch u tzmann Freurant von einem gewissen Viktor Bruchelles erschossen, als er ihn verhaften wollte, weil er ohne Auf- enthaltsbescheinigung m Elsaß-Lothrmgen weilte. (Frkf. Z.)

* Mannheim, 4. Okt. Ein hiesiger Kaufmann überfuhr gestern abend mit seinem Automobil in fahr­lässiger Weise einen Taglöhner samt Frau und Kind. Alle drei trugen erhebliche Verletzungen davon und mußten ärzt­liche Hilfe in Anspruch nehmen.

"London, 4. Okt. Zwischen den Stationen Llanelly und Longhor entgleiste der Walliser Expreßzug, wobei etwa 50 Personen verletzt und fünf Personen getötet wurden.

* Genf, 4. Okt. Die Ingenieure, welche die Arbeften am Sinipl ontunnel leiten, sind sehr beunruhigt über die Auffindung neuer heißer Quellen im Tunnel. Man glaubt, daß noch große Arbeit und be­deutende Kosten erforderlich sein werden, um den Tunnel fertig zu stellen, obwohl die noch zu bauende Strecke ziemlich kurz ist.

* Wien, 4. Okt. Heute mittag überreichte der Kurator der Prinzessin'Luise von Ko bürg, Dr. Jeistmantel, ein Gesuch an das Oberhofmarschallamt, in dem die neuerliche Ueberprüsung des Geisteszustandes der Prinzessin­gefordert, die Durchführung der Untersuchung aber dem Ober- ! hosmarschallaint überlasten wird. Gleichzeitig überreichte namens der Prinzessin Luise Dr. Stinimer eine Eingabe um Aufhebung der Kuratel, jedoch mit der Erklärung, daß nur jene Psychiater gewählt werden, welche die Prinzessin namhaft macht. Die Entscheidung über die Gesuche wird in Kürze erfolgen. (Frkf. Z.)

* Ein Revolver-Duell wurde in Nantes am hell­lichten Tage auf offener Straße ausgefochten. Duches- ncl, ein ehemaliger Kaufmann, glaubte dem Friedensrichter Lheuds seinen geschäftlichen Ruin zu verdanken und verfolgte ihn seit einiger Zett, um blutige Rache zu nehmen. Als Lheudö das Handelsgericht verließ, feuerte Duchesnel auf ihn. Der Handelsrichter war darauf vorbereitet, zog seinerseits ebenfalls den Revolver und schoß auf den Angreifer. Auf dem belebten Platz brach eine ungeheuere Panik aus. Alles flüchtete in die Häuser, versteckte sich hinter Straßenbahnen usiv. Als die Schießerei ausgehört hatte, trennte man die beiden Gegner, die schwer, aber nicht lebensgefährlich verwundet sind.

* Ein Attentat auf den Siniplontunnel. Dem Daily Expreß" wird aus Genf mitgeteilt, daß die Streikenden von Mailand de»'. Versilch machten, den Simplontunnel zu sprengen, während darin gearbeitet wurde. Es waren ver- | schiebens Sprengladungen so angelegt worden, daß sic alle

Aus Stadt und Land.

Gießen, 5. Oktober. > ....

Der Großherzog und sein ehemaliger

Kompanie-Kamerad. Am letzten Manövertage weilte * Berlin, 4. Okt. In der Strafsache gegen die ehe- ber Großherzog von Hessen mit seinem Gefolge an der Warte malige Kammerfrau ber Herzogin Amalie von SchleSwig- Nach Beendigung des Gefechtes kehrte der Holstein, Fräulein Milowski, ist letztere auf Antrag des " " Verteidigers durch Beschluß der Strafkammer ohne Kautions-

Gripenbera ist ini Jahre 1838 gebaren und begann 1854~ seine imlitdrifdv Laufbahn bei dem Finnländischen Grenadier->Lcharf- chüheukorps. Er hat seinerzeit sehr cnergild) gegen mmllands Russifizierung protestiert und nmrbe deshalb, tröst ferner hohen Stellung, seiner Tapferkeit und glänzenden militari,chen Eigen­schaften' außer Dienst gestellt und eich wieder kürzlich reaktiviert.

Neue JntervenlionSgeruchte.

Rom, 4. Dkt. Tas zum Vatikan Beziehungen unterhaltende . . . . ,

BlattVera Roma" stellt eine V c r m i t t 1 u ng de s P a pst e s G ro ß h erz o g wird morgen hier emtreffen zu einem zwei- im rmssiscl>-japanischen Krieae in Aussiclst. tägigen Besuch der Gräflich Isenburg'schen Familie.

Paris, 4. Okt. T-er frühere lapanische Gesandte ' reift er voraussichtlich auf 810 Tage nach

in Petersbura ist mit einet geheimen Misnon beauftragt, ty11 , . Y . o cn \

hier einaetrossen. Es handelt sich, wie verlautet, um eine Inter- Kiel zum Besuche des Prinzenpaares Heinrich, mtt üention ber Mächte, seriell Frankre ichs ,in dem russisch- dem er alsdann nach Darmstadt sich begeben wird. Das

westlich hjer Straße von Mukden besetzt hielten, und zer­st rernte sie. Die Japaner setzten ihre Rekognoszierung in der Umgegend fort, wurden aber vsn 230 russischen Reitern angegriffen. Nach kurzem Kampfe zogen sich die Japaner ohne Verlust zurück, die Russen ver­loren 30 Mann. In der Front des japanischien Heeres sind keine .Veränderungen eingetreten.

To kio, 4. Okt. (Amtlich.- 2lm 30. September wurden etwa 50 russis che Kavalleristen beobachtet, wie sie chinesische Tschunken auf dem Hunho ver­brannten. Sie wurden durch^ das Feuer von auf beiden stehenden japanischen Truppen vertrieben. Die russische Meldung von der Verbrennung von 17 mit japa- -Munition beladenen Tschnntzen ist vollständig falsch. Es wird geglaubt, diese Meldlmg solle das Verhalten oer Russen entschuldigen, welche chinesische Dschunken in Masse zerstören, um zu verhindern, daß die Japaner sie gebrauchen.

Paris, 4. Olt. In Kurv patt ins Hauptquartier ist man davon unterrichtet, dag Siaosyr und Ssiandschan, Punkte, dre den T a l i n p a n beherrschen, gegenwärtig von 12 000 Ja­panern bei etzt sind Tas Gros der Truppen Kurokis lagern, noch- der Baniapuia. N o dz u s Armee steht östlich von ^entai, das ItarE befestigt ilt: sie ist von dort aus bereit für den Fall eines von Kuroki voraussichtlich zwischen Fulin und Fu'chun auszusuhrenden Umgehungsmanövers in der Front cin- zugreifen. Okus Aiwiee lagert noch immer westlich der Bahn­linie. Kuropatkin ließ für den nwglichen Fall, oaß er sich mit der Hauptmasse seiner Armee nach Tieling zurüctziehen müßte die Uebergänge des ^ochamaling -Gebirges befestigen' 5 e in das Tesilec von Tieling hinabführen. An einzelnenPunften lind die russischen und lavamschen Vorposten taum zwei Kilo­meter von einander entfernt.

Genf, 4. Okt. Tie japanische Regierung hat be­deutende Lebensmittelankäufe für ihre Armee in der ManLschurn gemacht. U. a. eine Bestellung auf 200 000 Kilo- iöeld>cr in 14 Tagen in einem mittelländischen ist. Bon hier aus wird der Zwieback unter

ngen Tage amtlich gemeldet, daß die russischen Minen

nach dem Trient abgehen.

Port Arthur.

L Okt. TerTimes" wird aus Tokio vom

anwesend, die das neue Testament in japanischer Kleine Mitteilungen aus Hessen und den SpraGe den Flüchtlingen überreichen wollten. Aber nie- Nachbarstaaten. Dem Kriegerverein zu Münster wurde riänttbc..bVeie ÄS tiierbaCI)nl)0fb unb ft künutt°°nN die vom Kaiser gestiftet- Fahnenschteise durch Kretsamtmmtn

die Verantwortung überncljanen, daß irgend jemand die Geleisc Dr. Kranzbuhler-Gießen überreicht. Die ^tabt Hanau

betrete. Als die FlüüLlinge vom Zug ihre Landsleute bemerkten, beabsichtigt zur Errichtung von Arbeiterwohnhausern ein neues

riesen sie lebhaft: ®aniai! 3m Glanzen trafen 70« Darlehen auszunehmen. Zu dem gestern gemeldeten

Personen ein, und zwar o84 Manner, 299 Frauen und 24 Kinder. Marbura ist nut'uteilen baR nun bie Täter

T-er Aufenthalt auf dem Bahnhof dauerte nur wenige Minuten. alt vci 2-tarvurg tfl nmouteuen, öaß nun ote 4-aier Unter lebhaftem Winken mit den Händen und wiederholten Bansai ermittelt worben |tnb. Es sinb bie drei Bruber r>neberts- Rufen siihr der Zug weiter. Häuser am Rothenberg, bie aus purer Rauflust bie Tat be-

gangen haben. Der Zustand des verletzten Studenten ist nicht lebensgefährlich.

Ausland.

Paris 4 Okt. Ter frühere Kaiser von Ann am, , nxlch'r von Finnknich abgelebt worden war, 1888 in Gefangeir frfxift <writ't und seitdem in Algier lebt, wird, nne iKtpi, bie Tocluer des Präsidenten des Apl>eUgvricl>tshofes m Mgrer Luloe bei raten. Ter König ist 33 Jahre alt. Tie Negrerung von Jndoe'-ina bat ihm eine Pension von 33 000 Franes mH rum ; un-Mv'ieLU gehabt, die jetzt aus 80 000 erhöht worden ist.

' TemTemps' wird auS Madrid bendxtct: Mi dem bevorstehenden fra n z ö si f eh-span i s che n Ue bere in ko m nte n Ixniöelt es siä> darum, das Zugeständnis betrepeno Du Bergröüerung der spanischen Einflußsphäre mit dem von 6-raitt- reim angfnvbtcn ftiedlithen Vordringen in Marokko zu vereuu- aen. Zu diesem Bebufe wurde die Verabredung getroffen, Dau bie Wirkung des Ucbereinfonuncn», dessen Wortlaut gebet in g c- halten wird, erst in 15 Jahren zur Geltung gelangen soll. Spanien batte sich lange geweigert, diese Klanfel anzunehmen. Tagegen wurde die Einflußsphäre Spaniens vergrößert, wenn auch nickt in dem Maße, wie der spanische RtiNister de^. lleußern ursprünglich verlangt hatte. Insbesondere sollen dre Städte Te- tuan und Tanger in die neue spanisch Einfliißspyäre fallen. In Madrid l>abe dieses Ergebnis Befriedigunghervorgerufen, wenn man auch »u der Ansicht neige, daß bie lo jährige Frift den Wert der Zugeständnisse vermindere. _ _

Von anderer v^eite wird gemeldet, daß Spanien nun­mehr die französische Intervention in Marokko durch Zustimmung zu dem englisch - fr a n s ifcken .1 b - kommen anerkennen werde. Tie s)ieutvahucrung der ma- roffaniidKii Küste zwisclieii Melitta und den Anhohen am rechten S^buufer wird bestättgt, und die Neuttalisierung von Ceuta und dem Gibraltar gegenüberliegenden Terrain nnvb durch besondere B-Ammuitgen gefidxrt. Tcn wtrZchastlichen Jntercitm «panicns wird bin» Wllpvlittfchc und fistalitchc 'SiaBnalymen Rechnung getragen werden. o ,

Rom, 4. Okt. In polttiichen Kreien erregt es Auf­sehen, daß dbsäion Giolitti erst gestern zurückgekehrt ift, kein Ministerrat stattgefunden hat. Mehr Verwunderung erregt Die Reiselust des italienischen Botschafters in Berlin, Grafen Lanza, der in den letzten Tagen zwijcheu Bei­lin, Raccvnigi und Rom ljin und her reiste. Gesteni konferierte er längere Zeit mit dem Tiinifter des Äuswärttgen, ber gestern noch zum Ksmge reiste. T« er fünf Tage von Rom abwesend ist, vermutet man, daß er nickt nur in Raeeonigi fern werde, son­dern daß er auch ins Ausland reise, vielleicht nach Teutlchland. Viel bemerkt wird das Geheimnis, das alle diese Reisen umgibt.

Brünn, 4. Okt. Nach sozialistischen Straßendemonitrattonen lehnte ber Landtag die Einführung des allgemeinen Wahl- rechtes mit 40 gegen 31 Stirnmen ab.

Ier Krieg zwischen Japan nnv Zlußland.

AuS der Mandschurei.

Petersburg, 4. Okt. Ein Telegramm des Generals Ssacharow vom 3. Oktober an den Oteneralftab besagt: Am 2. OLvber bei Sonnenaufgang versuchte eine japa­nische Schjtvadron zweimal die Linie der Kosakenfeld­wachen Mischen Chuanchuandjan unb Fyndjapu zu durch­brechen. Beide Versuche waren er so lg lo s. zwei Sotnien zur HÜfe kamen, wurde die japarrische Sch-vadron .zerstreut. Mittags griff eine feindliche Bo rhut ab t eil- ung in Stärke von ungefähr einem Bataillon, zwei oder drei Schwadronen, die ganze Front der Vorposten eines Kosakenregiments wieder an. Tas Scharmützel wahrte bis zum Abend. General Mischffcheiiko sandte den Kosaken Hilst. Gegen abend war der Feind auf der ganzen Linie zurückgeschlagen und zog sich! auf dem Wege nach Sjaliuchetse, von unserer Kavallerie verfolgt, zurück. Eine Kosakenstreistvache unter Führung eines Leutnants legte der feindlichen Streifwache einen Hinterhalt, wobei ein japanischer Offizier getötet wurde. In den von den, Japanern verlassenen Orten fanden unsere Kosaken viele Patronen, Ausrüftungsgegenstände und zum Sanitätsdienst gehörige Sachen. Unsererseits wurden zwei Offiziere und Mei Kosaken verwundet. Am 2. Oktober unternahm der Gegner in Stärk von ungefähr iy8 Bataillonen und einer Schwadron in drei Gruppen einen Vormarsch- gegen unsere Vorpostenlinie zwischen dem Hunho unb der Eisenbahnlinie. Gegen abend wurde der Vormarsch mit Hilfe einer zur Unterstzützung herangekommenen Kompagnie zum Stehen ge bracht. Ern Kosak wurde verwundet und einer getötet. In der Umgegend von Tschantan auf dem rechten Ustr des Hunho zerstreute am 2. Oktober eine unserer Patrouillen zwei Strerfwachen des Gegners, wobei drei japanische Dragoner gefangen genommen wurden. Eine am 2. Oktober in Liaotschen nach Osten ausgeschickte Pa­trouille fand den Tawangoulinpaß von einer 200 Mann starken Ehunchusenbande, die von japanischen Offi­zier geführt war, besetzt. Bei dem Scharmützel wurde ein Kosak getötet

Tokio, 4. Okt. (Reuter.) Ein Telegramm des Generat- stab'es der Mandschureiarmee meldet: Eine Abteilung des jazpanischen Vortrabs, bestehend aus einer Kom­pagnie Infanterie und einer Schwadron Kavallerie griff

japanischen Konflikt. Prinzenpaar wirb sich bort bann wohl längere Zeit auf-

Die Dauer des Krieges. halten.

Paris, ,4. Okt. TerPctit Paiificn" verösientlicht eine Binaen, 4. Okt. Die amerikanische Regierung UntcrrcbuiiQ leincd Petersburger Kvirefpondenten mit beut Mi-1 4

litürattachee bei der dortigen ftanzösiscken Botschaft, General hat einen Entwurf zusammengestellt, besten Inhalt unb Moillins, der unter anderem über Die wahrscheinliche Tauer Einzel-Bestimmungen der Einführung deutscher des Krieges gesagt haben soll: Wenn der Krieg seinen normalen h ru ngs- unb Genußmittel große Hinb ernisse ÄÄÄ» We "u ÄX ÄÄu 'n de.. Weg legen, u a würben auch bcsnnbe« der Wem- Einhall tun können, denn die Russen seien nicht b a n a ch handel unb ber Weinbau babiirch erheblich geschabigt werben, angetan, sich irgend eine I n t e r v e n t i o n gefallen zu lassen. Hm dagegen Stellung zu nehmen, hatten sich gestern hier

Neue japanische Truppen. eine Anzahl Vertreter der Weinhänblerverbänbe

London, 4. Okt. Rack dem neuen japanischen Militärgesev versammelt. Es mürbe einstimmig beschlossen, eine Aborb­bas mit Dem %aat seiner Verkündigung in Kraft tritt, werden s)?Pirhfifnn.rPr lins hen ^nnbel§ininiiter zu ent-

wettere 331 816 M ann zum .Hneffübicnit einberufen. Ttc|e Bk. nung an den A^chslanztcr und ven yanüe.Sinim|tcr zu ent red>nung gründet sich auf Grbebnnnen, die vor dem 'Diilitär- fenben, nut ber Sitte, bahm wirken zu wollen, baß ber Ent- Programm von 1896 zur Ausdehnung des £>cerwcfen8 angr. ,uurf ^ine Gesetzeskraft erlange.

stellt wurden. Ties Programm wirb mit feiner jevt vkstAoffenen fc Biebrich, 5. Oft. (Drahtbericht.) Gestern nach- erstisa ffÄtÄÄk.;* ** * * »*.*««*-... lion erl>öl)t nnrb. mobil, warfen bie Equipage um unb bie barm sitzenbe

Flüchtige Japaner in Berlin. Dame würbe schwer verletzt.

Berlin, 4. Okt. Tie aus Rußland ausgeiviesenen Japaner, fc. Frankfurt a. M., 4. Olt. Heute morgen wurde die mn btx Heimreise begriffen find, trafen heute nachmittag -n O^uerstraße 5 wohnende Bauunternehmer Anton

und Vertreter des iapanisck>en Roten Kreuzes, sowie Missionare kleinen Kindern, verhaftet.