Ausgabe 
5.1.1904 Erstes Blatt
 
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Generaloberst Graf Schliessen, Ches des Generalstabes, kom- inandiert wurde und wohl in Kürze der Nachfolger des Generalstabschefs werben wird, wurde als zweiter Sohn des dänischen Kammerherrn und Landrats Adolf v. Molike, jüngeren Bruders des Generalfeldmarschalls 1848 in Gerftors M.-Sch. geboren. Er wurde während des Feld­zuges am 12. September 1870 Leutnant bei den Liegnitzer Königs-Grenadieren und erwarb sich das Eiserne Kreuz zweiter Klasse.

Kolonialpost.

Berlin, 5. Jan. Heute tritt der Ersatztransport für die südwe st afrikanische Schutztruppe in Stärke »on 2 Offizieren und 230 Unteroffizieren und Mannschaften, die sich auf 3Vs Jahre verpflichtet haben, die Ausreise nach Afrika an.

Rußland und Japan.

Wie demTally Telegraph" aus Tokio gemeldet wird, Zieß Rußland Japan "nunmehr die An t w o r t zu gehen. Tas Matt glaubt zu wissen, daß sie, wie es bisher der Fall war, nicht verbindlichen Charakters sei und nur einen Aufschub bezwecken wolle. Jedenfalls seien die Japaner entschloßen und hätten schon vor mehreren Tagen Maßregeln getrossen, um gewisse japan'sche Interessen auf Korea'sicherzustellen. Man werde Rußland nicht ge­statten, Häfen auf Korea zu besetzen, sedenfalls nicht diejenigen von Mvkpho und Mosampho, wo Maßregeln ergriffen wurden, um die Besitznahme derselben zu ver- chindern. Wegen der Gefahr des Ausbruchs von Unruhen in Soeul wurde das englische KriegsschiffSirius" nach Chemulpo gesandt.

Ter russische stroße KreuzerAwrora" ist am 3. Januar nach dem Hasen Piräus abgegangen. Fünf Tor- pedobootszerstörer befinden sich in Malta im Tock. Der große KreuzerDimitri Donskoi" und das Panzerschiff Osljablja" sollten ursprünglich mit dem großen Kreuzer Awrora" nach dem Hafen Piräus fahren. Lldmiral Wirenius erhielt am 2. Januar Befehl, neue Anweisungen abzuwarten. Man glaubt, daß das g a n z e ru s sis ch e Ge s chw a d e r gegen Ende der Woche nach dem Suezkanal ab- geht.

Tie Rufs. Telegraphen-Agentur ist ermächtigt, mitzu- teilen, daß der Statthalter Alexejew Instruktionen betr. die russische Antwort auf die letzte japanische Note er­halten hat.

Tie zum Militär Leitinstitut in Hannover komman- dierten japanischen Offiziere erhielten Befehl, so­fort nach Japan zurückzukehren und sich zur Ver­fügung des Kriegsministers zu stellen. Auch die übrigen japanischen Offiziere, die sich in Deutschland auf Kom­mandostellen befinden, sind nach Japan zurückberufcn Horden.

An der Kohlenbörse zu Cardiff ist die Nachricht ver­breitet, die Menge der von Japan bestellten Kohlen be­trage 80000 Tons. Sie seien größtenteils mit der Bedingung zu liefern, daß sie im Januar zur Verschiffung gelangen. Man schätzt, daß bisher bereits 3040000 Tons gekauft chiorden sind.

Wie dieNeue Fr. Presse" aus diplomatischen Kreisen erfährt, besteht zwischen Frankreich und Rußland auch bezüglich Ostasien ein Uebereinkommen, nach welchem sich die beiden Staaten militärische Hilfe zu leisten hätten, wenn eine von beiden in Ostasien mit einer euro­päischen Macht in Konflikt geriete. Dieses Uebereinkommen soll, anläßlich des englisch-japanischen Vertrages abge­schlossen worden sein.

AtiS Stüdt und Land.

Gießen, 5. Januar 1904.

Gedenket der hungernden Vögel!

* Akademische Vorträge. Am 13. d. M. wird in der Universitätsaula der zweite gemeinverständliche aka- Idemischc Vortrag stattfinden. Prof. Dr. Bet he wird über !Liebe in antiker Poesie" sprechen.

** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Am heutigen ersten Ziehungstage der 3. Klasse fiel ein Gewinn .von 5000 Mk. auf Nr. 26126 (nach Rudolstadt), ein Ge­winn von 1000 Mk. auf Nr. 60874, zwei Gewinne von je 400 Mk. auf Nr. 47615 und 62450, sieben Gewinne von je 200 Mk. auf Nr. 15923 16952 20698 24789 63063 80624 99190. (Ohne Gewähr.)

" Gascntweichung. Vom städtischen Gas- und Wasserwerk wird uns geschrieben: Jin Hause Nr. 67 in der Walltorstraße machten sich gestern morgen die Folgen einer Gasentweichung so bemerkbar, daß eine Familie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und sich auSquartieren mußte. @er Gasgeruch siel schon abends vorher in dem Hause auf, doch hatte inan es unterlassen, dem Gaswerk sofort Anzeige zu machen. Die nach erhaltener Kenntnisnahme gestern morgen von demselben sofort eingeleitete Untersuchung auch der angrenzenden Hauser ergab in mehreren Kellern gleichfalls Gasansammlungen, sodaß die nötigen Sicherheits- Maßregeln veranlaßt werden mußten. Die schadhafte Zuleitung wurde abgeschlossen, und einige Pfiasteraufbrüche zur Ent­lüftung des tief festgefrorenen Bodens vorgenommen, sodaß des Abends wieder alle Räumlichkeiten gasfrei waren. Es wird hierbei aufs neue darauf hingewiesen, bei auf­tretendem Gasgeruch sofort den Haupthahn zu schließen und dem Gaswerk alsbald sei es tags oder nachts Kenntnis zu geben, und bis sachkundige Hilfe erscheint, die mit Gas durchdrungenen Räume durch Oeffnen von Fenstern und Türen zu ent» lüften und insbesondere Flammen von Gasan­sammlungen fernzuhalten. Durch die unvermeidliche Veränderung der Bodenfestigkeit infolge Ausführung des Sielbaues sind mehr Beschädigungen an den Gas- pnd Wasserleitungen der Straße zu befürchten und es ist deshalb während dieses Baues ganz besondere Vorsicht ge­boten, um Störungen und Gefahren abzuhalten.

* Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, fcer vierre Vortrag findet am Donnerstag abends in der fluia statt. Tr. Hugo Grothe wird überMaecdonien und lllbanien (mit Lichtbildern) sprechen. Am 3. Februar wird Prof. R. Hauthal aus La Plata (Argentina) über Pata­gonien, am 1. März Pros. Dr. E. v. DrygalSki über (ne deutsche Süd polar exp ed ition. 1901 1903 sprechen.

Der katholische Gesellenverein hielt gestern abend im Saale des Lenzschen Felsenkellers seine Weihnachts­feier ab, welche sehr stark besucht war. Bei einem prächtig geschmückten Chrntbaum und einem schwer beladenen Tische, worauf 175 Gegenstände zur Verlosung bereit lagen, hatten sich die frohen Gesellen eingefunden. Dekan Pfarrer Bayer hielt eine Ansprache an die Versammelten, worin er die Ge­sellen zur Dankbarkeit, zur Arbeitsamkeit und Fleiß ermahnte. Dann folgte ein Weihnachtsspiel,Die christliche Nächsten­liebe", welches großen Beifall fand. Hieran schloß sich die Bescherung, bei der jedem Gesellen ein hübsches Geschenk überreicht wurde. Zum Schlüsse fand die Verlosung der unter dem Christbaum aufgestapelten Gegenstände statt, wo­bei es an heiteren Szenen nicht fehlte.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Nochmals sei in letzter Stunde auf die heutige Volksvor­stellungErbförste r" hingewiesen. Am nächsten Freitag gelangt als 11. Vorstellung im Freitagsabonne- mentTer Hochtourist", am Sonntag, den 10. Jan., als 12. SonntagsabonnementsvorstellungZapfen- st rei ch" zur Ausführung.

* Jubiläen. In Wieseck feierte Herr Philipp Junker am Montag abend bei vortrefflicher Rüstigkeit im Kreise seiner Freunde in der Wirtschaft von Ludwig Haas sein 40jähriges Arseitsjubiläum. Die Feier nahm bei Ansprachen, Glückwünschen, Musik und Vorträgen, wo die Musiker Heinrü^ Frank und Maier Grünewald sich be­sonders hervortaten, den schönsten Verlauf. Herr Junker ist seit 40 Jahren ununterbrochen in der Zigarrenfabrik von Arnold Müller in Gießen als Zigarrenmacher tätig und freut sich seitens seines Prinzipals, Mitarbeiter und Freunde all­gemeiner Beliebtheit. Goldene Hochzeit, dieses seltene Fest, feiern am 8. d. M. in Lauter der Müller Johannes Hahn und seine Ehefrau Charlotte, geb. Schwabe, in seltener geistiger und körperlicher Gesundheit.

s. Heuchelheim, 4. Jan. Die wohlgepfiegten Obst­baumpflanzungen an der Staatsstraße Gießen-Rod- Heim wurden schon wiederholt in schändlicher Weise be­schädigt. So hat eine rohe Hand wiederum in der Nacht vom Sonntag auf Montag ihr Zerstörungswerk an den Bäumchen vor der Lindenallee ausgeübt.

Vom Dünsberg, 4. Jan. In den Ortschaften der hiesigen Gegend werden z. Zt. die gewohnten Haus­schlachtungen eifrig betrieben. Die anfangs gehegte Be­fürchtung, daß die fetten Schweine noch weiter im Preise zurückgehen werden, ist nicht eingetreten. Metzger und Pri­vatleute zahlen für Mastschweine 52 bis 54 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht. Am liebsten verkaufen aber unsere Bauern ihre fetten Schweine an Privatleute, zumal in den städtischen Schlachthäusern bedeutende Abzüge gemacht werden.

t. Linden st ruth, 4. Jan. Der Holzarbeiter Launs- bach von hier verunglückte heute im Winneröder Walde, sodaß er sich sofort in ärztliche Behandlung begeben mußte.

)( Grünberg, 3. Jan. Die nicht scharf genug zu verfolgende Unsitte, daß in der Neujahrsnacht von meistens halbwüchsigen Burschen alle möglichen Schieß­waffen in Gebrauch genommen werden, hat auch hier wieder einen Unglücksfall hervorgerufen, indem der 16- jährige K. beim Gebrauch eines alten Gewehrs den Dau- m e u der rechten Hand verlor. Beim Entfernen eines Fledermausnestes hinter dem Lutherbild der hiesigen Kirche fand man auf der Rückseite des Bildnisses die Wiamuug der Spender des Bildes von vor jetzt fünfzig Jahren; cs sind dies die Namen der Vorstandsmitglieder d's hiesigen Gesangvereins, welcher das Bild nach Erbauung der Kirche gestiftet hat.

§ Gedern, 4. Jan. Einen schrecklichen Tod hätte gestern morgen der hiesige Landwirt und Müller Guth bei­nahe gehabt. Er war nämlich in der Scheuer am Heu beschäftigt, als plötzlich der unterhöhlte Heustoß über dem Ahnungslosen zusammenbrach und ihn vergrub. Zufällig kam die Dienstmagd in die Scheuer und hörte noch ein chwaches Stöhnen. Sogleich rief sie um Hilfe, und man konnte den Verunglückten noch lebend herausarbeiten. Wären noch 2 bis 3 Minuten verflossen, so wäre sicher der Tod eingetreten.

W. Alsfeld, 4. Jan. Eine durch die Seltenheit derartiger Darbietungen am hiesigen Orte um so schätzens­werteren Genuß bot den Freunden des Kunstgesanges das Auftreten vonFrl. (Sanft att, Konzertsängerin aus Wiesbaden im hiesigen Kasino. Die Dame verfügt über einen klang­vollen Mezzo-Sopran von Geschmeidigkeit und reiner Into­nation. Was ihre Mittel zur richtigen Geltung bringt, is die künstlerische Intelligenz und musikalische Art ihres Vor­trags. Diese treten in dem geschickt gewählten Programm, das neben allbeliebten heiteren Weisen ernstere Gesänge von Schubert, Schumann und Brahms aufwies, ins hellste Licht. Die Eigenart des Vortrags, der sich von Affektatwn und Manier fernhält, entzückte.

R. B. Darmstadt, 4. Jan. Vom Schloß des Erb- prinzeu Erbach-Schönberg in König im Odenwald wird gemeldet, daß daselbst die Frau Erb Prinzessin heute früh 4 Uhr von einem Prinzen glücklich entbunden wor­den ist. Tie Erbprinzessin ist bekanntlich eine geborene Prinzessin von Waldeck und Pvrmont.

Wiesbaden, 4. Jan. Der im vorigen Monat hier zugereiste Generalagent Louis Schlesinger aus Oschers­leben, der wegen einer unheilbaren Krankheit in ein hiesiges Krankenhaus überführt worden war, beging daselbst gestern Selbstmord. Er hatte sich die Pulsadern geöffne und stürzte sich dann aus dem Fenster des im zweiten Stock belegenen Zimmers auf den Hof hinab. In Kirchen a. d. Wied ertrank beim Schlittschuhlaufen durch Ein brechen ein 8jähriger Knabe. Seine 12 jährige Schwester, die ihn retten wollte und ins Wasser sprang, erlitt einen Schlaganfall. Das Mädchen wurde zwar noch lebend heruusgezogen, verstarb aber am andern Morgen. Der Knabe wurde nur als Leiche geländet.

Ems, 5. Jan. Eine vom Reg.-Prcisidenten Heugsten- berg im Auftrage des preuß. Ministers an den General­direktor C. Linkenbach des hiesigen Blei- und Silberberg- werls gerichtete Antwort auf dessen Eingabe in betreff' Kanalisation der Lahn bis Ems bringt die Kunde, daß eine allmähliche Verbesserung der Schiffbarkeit der Labn durch Maßnahmen geringeren Umfanges in Erwägung gentminen wird. Der Ausführung des von der Firma Harestadk und Cvntap ausgearbeitecen Pro­jekts (das (-^r o ß kan altsat i onspr-oje kt) kann zur­zeit nicht näher getreten werden.

Kleine Mitteilungen aus Hesku und den Nachbarstaaten. In Saasen steht atm Vernehmen nach die Errichtung einer Zigarrenfab/l durch Herrw Roßmann aus Alten-Buseck bevor. J/H euchelheim wurde anläßlich seiner 40jährigen Amtstäneit dem Lehrer Schneider das Verdienstkreuz Philipps /es ^Großmütigen verliehen. Für die durch das Hochwasse/n Schlesien Be- chädigten wurden in Wetzlar 1173 91 gesammelt. Die Schuldenlast der Stadt Mainz blf sich Ende des vorigen Jahres auf 30 370 646 Mk., wätnd ihr Vermögen sich auf 41 683 073 Mk. stellte. Jntillenburg sind einem Wagenmeister beim Rangieren bei/ Beine abgefahren worden. Er wurde ins Krankenhaus gekickst.

Vermischtes/

Berlin, 4. Jan. Wegen /es Brandes im Generalstabsgebäude wurde Soiwg Abend die ganze Feuerwehr und ein Teil der Garniso/alarmiert. In der Druckerei des Generalstabes war ein -dfen Papier in Brand geraten. Die Angestellten nahmen all das Feuer so recht­zeitig wahr, daß es mit einigen Ei/rn Wägern gelöscht werden konnte. I

* München, 4. Jan. Heute /end konstituierte sich )ier die Ortsgruppe München der/n t i d u el llig a und wählte zum ersten Vorsitzenden de» ür st en v. d. Leven, zum zweiten den Reichsrat Prof/or v. Pechmann, zum Kassierer den Reichsrat Frei hem v. Cramer-Klett und zum Schriftführer Reckstsanwal/ttirnpi. An der Debatte beteiligten sich auch der Oberkonsmialpräsident Schneider, Professor Amira und Dr. Hirth. J

* London, 4. Jan. Ein 1 Ihriger junger Deutscher, Thomas Schütz, griff heute vocktag in der City seinen Prinzipal Lane, den Manager der fctric Light and Traction Company of Australia, mit einer fct an, die er eigens zu dein Zwecke heute früh, in braun/Papier gewickelt, in das Bureau gebracht hatte. Er üblab dem Prinzipal zum Scheine einen von ihm selbst adr/erten Brief, der nur leere Bogen enthielt. Während der ilnzipal den Brief öffnete, ührte Schütz von hinten seine Sstäge aus. Dann verließ Schütz in Hemdsärmeln und ohnHnt ganz ruhig das Ge­schäft und ist seitdem verschwtzden. Das Bureau ^zeigt die Spuren des heftigsten Kamuß. Die Art fand man im Zement der Mauer steckend. & Lane hatte zwei bis drei schlimme Wunden im Kopf, bidfber nicht tätlich sind. Für die Tat fehlt jeder Beweggrun/Schütz war beim Prinzipal beliebt und tüchtig. Außerden/st er ein geschickter Zeichner.

* St. Gallen, 4. Jas Oberstleutnant Ferk wurde wegen Unterschlagng von Staatsgeldern in bedeutenden Beträgen verl/et.

Wien, 4. Jan. Eilviord wurde an dem Pächter Engel und seiner Frau in stoviee durch 3 Strolche auS Rache verübt. Sie faßten q Plan in Engels Wirtsstube, weckten um Mitternacht daskhepaar, schlugen den Mann tot und hackten die FrI buchstäblich in Stücke. Zwei von den Mördern sin/ietzt verhaftet. In Pikuliee bei Przemisl wurde ein jisscher Händler in bestialischer Weise ermordet.

Petersburg, 4. Jj. Graf Goleniischew - Kusnsow Offizier der Leibgarde dertziscrin, wurde in der Reitbahn durch den Hufschlag eines »erdes getötet.

* Heber die Tat /nes Wahnsinnigen berichtet derOberschl. Anz.": Ä beim Mälzereibesitzer Rother in Zailchwitz seit 20 Jahreist Stellung befindliche Obermälzer Schänder zeigte seit einigiZeit ein menschenscheues Wesen. Am 23. Dezember versafiel^en sich die Arbeiter wie ge­wöhnlich zum Frühstück. Einer der 9(rbeiter ging hinaus, um nach dem Ofen zu en, von dem aus die Gerste ge­röstet wird. Ein grälcher Anblick bot sich ihm bar. Schauder kroch auf den Vieren in den O^en, wo­bei die Glut ihm den Ki fürchterlich versengte. Sofort riß der Arbeiter den llnglü/chen zurück. Als die übrigen Ar­beiter herbeieilten, maiMaubcr wieder in die Glut gekrochen. Wieder tfn ihn die Arbeiter aus dem Feuer, aber die Brandwundenvaren derart schwer, daß der Be­dauernswerte bereits p nächsten Tage unter gräßlichen Qualen starb.

Heber einen/ach klang zum B ilse - Progeß berietet dieFranks Ziq.": Oberleutnant a. D. Lindner, weiland N Forbacher Train-Bataillom der seinerzeit, wie im ProL konstatiert wurde, seinen Rück­tritt vom aktiven pft nehmen mußte, weil er eine m Bilses Buch und im ssbacher Prozeß so arg kompromittierte Rittmeistersgattin naiutbeefung ihrer Fehltritte aussernem Hause gewiesen hatt/und der in dem Forbacher Prozesse glanzend gerechtfe/gt wurde, hat nach dem Prozeß in einer Jmmediateipabe um Wiedereinreihung in den aktiven Di Ist gebeten. Nun ist sein Gesuch, wie dieFrkf. Ztg." decket, abschlägig beschieden worden. Die Ablehniing stützsich auf die Angabe, mit der er seiner­zeit sein Entlassiingssuch begründete, daß er nämlich eine kranke Hand habe. I . f

* Die Eiseqahn am Montblanc. Der viel­besprochene Eiscnbsstbau von Chamounir nach Viartigny vom Tal der cbeJn Arve nach dem Rhsuctal i)t endlich begonnen worden, Awar von beiden Endeii gleichzeitig. Tie Gesamtlänge trd nur gegen 40 Kilometer betragen einschließlich der /Kilometer langen Strecke im Rhonetal. selbst von Vcrnay/nach Martiguv, da der Beichlny gefaßt ist, die.Verbind^ mit der Hauptlinie des Rhonetale^ au der lestteren p nicht an der ersteren Station zu be­wirken. Von Chapunir bis Chatelard wird die Lmie aus französischem Ge»t bleiben und dann bis Martigny aus schweizerischem, je Strecken sind ziemlich gleich- sodaß jedes der beiden/ünder die Kosten für etwa.20 Mometer des Baues aufz/ringen hat. Ter französische Teil dec Bahn stellt nur pinge Schwierigkeiten, und über den rrn- zuschlagendeu 2$ bestehen keinerlei Zweifel. Xle 2imc geht von der (fition der elektrischen Eisenbahn ui Cha mounix aus if verläuft längs des offenen Tals, wo Stationen für F Chapeau und das Mer de Glace er­richtet werden,kann kreuzt fie die Arve. Gleich ober halb ist eine ßltestelle zur Besteigung der Flögöre vor- acieb'n. Tieser/bschnitt endet bei Argentiöres. Hier bietet der Rücken, die Wasserscheide nach dem Rhonetal hin bildet, einige tl'wierigkeit und wird voraussichtlich den Bau eines Titels erforderlich machen. Nach Ueberwind- ung der Wassscheide führt ein neues Tal nach der GrenLL