füntugt, dasi die japanische Armee vor Port Arthur Winterquartier bezieht Wanne Wintcrsacheu und neue Berstärk- ungeit kennuen für die Ici g e r ui tgAirmce an. Der Plan der.Japaner ist fetzc. von der Landseite Port Arthur zu bom- bardieren und von der L.. ,'eite strengste Vlokade auSzuüben. Die Japaner fanden, daß sie die Reben Forts, selbst wenn sie erobert sind, lvegen des Lkreuz-feuerS von den anderen Forts nicht halten tonnen.
Wie sehr Rußland entjcllossen ist, den Krieg mit aller Kraft weiter zu führen, zeigt der Erlaß des Zaren, in dem eine A e n o r g a n i s a t i o n der Felda r nt e c an geordnet wird. Eine zweite Mandschurciannee soll gebildet werden, zu deren Befehlshaber General Gr ip e n b e r g ernannt lvorden ist. Dadurch würde Kuropatkins Gütigkeit aber keineswegs eingeschränkt werben. Man erblich: vielmehr russischer)eits in der Ernennung Gripenbergs zum Chef der Armee eine willkommene Entlastung Kuropatkins, dem der Platz <a.m Schwerpunkt der Operation verbleibt, lieber den Zeitpunkt der uebcrnaljme des Kommandos durch Eripenberg ist in dem iaiserlichen Handschreiben freilich nichts enthaltet:. Vorläufig existiert daher die zweite Armee nur auf dem Papier. Rach früheren Erfahrungen aber wird es wahrscheinlich noch Monate dauern, bis sie kainps- bereit aus dem Kriegsschauplatz steht, sodaß Gripenberg, lvenn mau nicht etnxi sofort einen beträchtlichen Teil der jetzigen Feldarmee von Kuropatkins Kommando loslöst, lch^rerlich noch in diesem Jahre in Aktion treten wird.
Ag-tlnschrS.
Wie bekannt, ist glciätzeitig mit dem Eciprivischen Handelsverträge ein veterinärpotizeiliches Abkommen znsi- fd?en dem deutschen Reiche unD Oesterreich geschlossen worden. Bon deutscher agrarischer 2<ite wird aber ein Handelsvertrag mir einem solcl>en Ucbcreinlommcn für unannehmbar erklärt. Umgekehrt erklären die östrei.loschen Landbündler den Abschluß einer ViehseuäZenkonvemion als unbedingte Voraussetzung für einen Handels vertrag. Ueber diese Frage hat sich ein Streit entsponnen zwischen Herrn E d in u n b klapper, dem Herausgeber der „Deutschen Agrarrorrespond.nz" und Herrn Alfred Stmi 11 dx Reichsritter v. HohenbIum, dem Führer der östreichisd>en „Zentralstelle zur Wahrung der land- und forstwirtschaftlichen Imeressen beim Abschluß von Handelsverträgen". Der Streit geht, obioohl in den höfliä-sten Formen unter Brr sicherung gegenseitiger Hochacluung, mit sachlicher Säx'rrfe vor sich. So schreibt Herr v. Hcl-cnblum in 9h:. 63 der „Wiener land- wirtsch. Ztg.":
„Ich wiederhole daher, daß ich es nach reiflichem Studium aller Verhältnisse geradezu für eine Utopie halte, wenn man ine Behauptung auf stellt, daß der dcuvsd-e Bedarf an Rindfleisch durch die inländische Produktion nicht nur in ab* sehbarer Zeit, sondern überhaupt jemals gedcclt werden könnte." Und das, trotzdem infolge der D e p r e s s i o n derGclre idc- preise „unzählige Wirtschaften des deutschen Reiches sich geradezu gewaltsam mit Aufopferung großer finanzieller Mittel auf die ViehzuäÄ geioorfen haben, um dadurch den Fortbestand des Wirtschaftsbetriebes überhaupt zu ermöglichen. Daß es bejfenungeadxct der deutschen Landivirtsd-aft mir gelungen ist, den Rindviehbcstand feil 1892 vis 189/ von 17,5.) aus 18,49 1DItUioncn Stück und b;_- zum Fohre 1900 auf 18,93 Millionen Stück zu erhöhen, i .r ein ttarer Beweiss, daß der deutschen Rindviehzucht Grenzen gezogen sind,
iveldyc olme wirtsdMftlich nidit zulässige Ueberanstrengung ihrer Leistungsfähigkeit nicht überschritten werden können.
Unsere Ünndvieliausfuhr überstieg unsere Einfuhr im Jahre 1903 um das Dreifache, und unsere Viehseuchenkonvention mit Serbien wird bei uns ausschließlich aus veterinären Gründen bekämpft, da es eine notorische Tatsache ist, daß sowoA die Maul- und K l a u e n s e u ch e als die Schweinepest bei uns unzählligemale durch serbisdu'ö Vieh eingeschleppt wurde, ohne daß es gelungen ist, die ?Ü'sperrung unserer Grenze bei unserer Regierung durchzusetzen. Eine nitjcrn Viehstand entwertende PreisdePression durch die Vieheinfuhr aus dem Auslände haben wir aber in solange nicht zu fürchten, als uns der deutsche Markt offensteht.
Den dent-lchm Agrariern ist es bei unserer Nindviehaus- ful)r dahin nicht geglüdt, eine Seucheneinschleppung durch Rindvieh vstreichisch-ungarischer Provenienz mit jener zwingenden Gewalt der beutfcfpen Regierung gegenüber konstatieren zu können, welche im Sinne der Konvention zur Schließung der Grenze geführt hätte, obwohl vorauszusetzen ist, daß unsere deutfeden Berufsgenossen mit denselben an die Tätigkeit der Detektivs erinnernb-eit Maßnahmen, ipeldx1 sie bei unserer Schweineaussuhr zugestandenermaßen so wirkungsvoll angewendet haben, aud- bei unserer Rindviehausftihr nidjt gespart haben dürften."
Wir östreichischen Agrarier fänden, wenn es uns gelingen sollte, unser Ideal, die wirtschaftliche Trennung von Ungarn, verwirklicht zu setzen, niemals den Mut, uns so prohibi- tiv gegen die n n g a r i)' d) c Vieheinfuhr schützen zu wollen, wie es die deutschen Agrarier uns gegenüber beabsichtigen, da wir befürchten müßten, durch eine solche extreme Forderung die agrarische Bewegung in ihren Grundfesten zu er- fd)üttem, indem die gesamte fteischkonsumierende Bevölkerung OesterreichG gegen uns Stellung nehmen würde. Wir rufen daher aus voller Ueberzeugung auch unseren deutschen Berufsgenossen die Warnung zu: Allzu scharf macht schartig!"
Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zwisd-en dem länb* lichen und ftäötifdjcn Mittelstände in der Reichshauptstadt zu wecken, entfaltet der Bund der Landwirte in Berlin eilte u m f a s f e n de A g i t a t i o n. Für den 25. Oktober und 29. November sind große Berliner Versammlungen anberaumt, in denen Dr Diedrich Hal/n^ Direktor des Bundes der Land- mirte, RciclMagsabg. Wols-Stnttgart, Reichstagsabg. Gras zu Reventlon>-Wulfsl>agen und luittergutsbesitzer v. Bvdelsd-wingh- Sd>ivarzenhasel fpred>en werden.^
Ter R e i d>s ka n z l e r I/it einem Vertreter der „Franks. Ztg." in einem Interview verraten, daß die Handels-Verträge „im wesentlichen l a n dw i r t s cha f t s f r e u n d- l i ch" sein würden. „Im ganzen landwirlschaftssreundlich?" fragt mißvergnügt die „Tische. Tagesztg.". „Tabci läßt sich viel denken." Allerdings!
Volitische Tagesschau.
Harcourt ch.
Sir William Harcourt ist am SainStag in London im Alter von 77 Jahren plötzlich gestorben. Mit ihm ist ein bedeutender englischer Rechtßgelehrter und bekannter Parlamentarier au8 dem Leben geschieden, der als unbedingter Anhänger Gladstones in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine wichtige Nolle spielte. Er war 1827 geboren, wurde 1854 Rechtsanwalt in London und 1868 Professor des Völkerrechts m Cambridge. Im gleichen Jahre trat er
in das politische Leben ein, als die Stadt Oxford ihn ins' Unterhaus wählte, wo er sich der liberalen Partei anschloß. 1873 übernahm er m Gladstones Negierung das Amt eines Solicitor-General, das er aber beim Sturze des liberalen Kabinets im Februar 1874 wieder verlor. 1880 wurde er in Gladstones zweitem Ministerium Minister des Innern, unterlag dann zwar der nötig gewordenen Neuwahl zum Parlament in Oxford, wurde aber für Derby wieder gewählt. 1885 trat er mit Gladstone zurück, gehörte aber vom Februar bis Juli 1886 dem dritten Kabinet des Premiers als Schatzkanzler an, da er dessen irische Pläne völlig billigte. Dasselbe Amt bekleidete er auch im vierten Ministerium Gladstones im August 1892. Bis zum Sommer dieses Jahres gehörte er dem Parlamente an, m dem er als hervorragendster und einflußreichster Führer der liberalen Partei großen Einfluß ausübte, den er sich durch seine rednerische Begabung, feine Verstandesschärfe und die Selbständigkeit feiner Ansichten zu erwerben und zu befestigen gewußt hatte. 1898 legte er die Führerschaft der liberalen Partei nieder, weil er ihre imperialistischen Neigungen nicht zu teilen vermochte. Literarisch ist er als eifriger Afttarbeiter der »Saturday Neview^ und als Verfasfer der mit der Unterschrift ^Historicus" in ber „SimeS" erschienenen politischen Briefe hervorgetreten.
Zur Futternot in der Landwirtschaft.
Eine seltsame Veröffentlichung kommt von der Land- wirtschastskammer für den Regierungsbezirk Kassel. Im dlnsang dieser Veröffentlichung wird erklärt, die durch die Ausfuhrverbote einzelner Staaten hervorgerufene Panik derLandwirte wegen Verteuerung berFuttermittel fei nur zum geringsten Teil berechtigt. Die Heuernte fei gut gewesen, und die vorzügliche Beschaffenheit des in trockenem Zustand eingeernteten Strohes sei ein Ersatz für geringere Futtermittel. Des weiteren wird daraus verwiesen, sich selbst durch Verfütterung von Bohnen und Roggen aus der eigenen Wirtschaft zu helfen.
Sehr richtig, wird jeder dazu sagen. Dann heißt es weiter:
„Selbst wenn es durchaus nötig fein sollte, eine B e s d) r ä n - fang in der Viehhaltung eintreten zu lassen, so würde dies immer noch richtiger sein, als der Ankauf der teueren Futtermittel."
Gerade die Viehhaltung verschafft den meisten Bauern bekanntlich die Haupteinnahmen. Und hier gibt eine offizielle landwirtschaftliche Vertretung den Bauern den Rat, ihre Einnahmequellen zum Teil zu verstopfen!
Am Eingang der Veröffentlichung wird von der Landwirtschaftskammer der Panik wegen der Futtermittel die Berechtigung abgesprochen, und dann wird über die teueren Futtermittel wie Baumwollsaatmehl, Raps- und Leinkuchen und namentlich Mais ebenso geklagt, wie über die immer teuerer werdenden Düngemittel. Muß sich die Landwirtschaft das gefallen lassen? fragt die Landwirtschaftskammer, und empfiehlt dann, den Gebrauch der genannten Futtermittel
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