Kauf, und HandelSltute und sonstigen Gcivcrbctrcibcndcn ist an Soun- und Festtagen während der für de» Haupt- a o t t c« d i c n st b e st l m in t - n Zeit untersagt. Dieses Desetz tritt mit dem Tage seiner Verkündigung im öicgicrungSbtatt in Kra11.__—
«Landwirte, fleOf sparsam um mit Hurem guten Keu!
Diese Mahnung im „Bahrftchen lan'ow. Wochenblatt cheint unS auch für die hessischen Verhältnisse mchjt unangebracht, sodaß wir sie hier wiedergeben:
Wozu denn die Mahnung, gerade dieses Jahr, wo es o viel und so gutes Futter gibt, besonders sparsam mit demselben umzugehen?
Die Heuernte 1901 ist ja in allen Teilen unseres Vaterlandes erfreulicherweise recht befriedigend, teilweise außerordentlich günstig ausgefallen und zwar nach Menge tote vielen Gegenden hört man, daß das Futter kaum alle/ unter Dach und in den Heustädclii draußen Platz indet, daß man da und dort gezwungen sei, dasselbe ins Freie zu setzen. ES ist eine alte Erfahrung, daß Produkte, die man in lleberfluß hat, nicht immer genügend geschätzt und zusammenaehalten werden; so geht's vielfach nut bcm Obst in obstreichen Fahren, mit Kartoffeln uni Ruben, wenn die Ernte besonders gut ausgefallen; man braucht nicht zu sparen, es gibt ja genug, sagen manche! So geht es auch mit dem Heu. Wir wollen nicht näher eingehen aus das allzuviele Verfüttern frischen Heues, das den Tieren schädlich werden kann; es sei auch nur nebenbei vor dem Verschleudern des Futters durch sorglose Fütterer gewarnt, die nicht alle daran denken, wie wertvoll es ist, das Heu zu sparen; eS kommt vielleicht ein früher Winter, der bie .^euvorräte halber anzngreisen nötig macht als man geglaubt hat, ober das Frühjahr nächstes Jahr läßt länger auf sich warten, als einem lieb ist. Wer weiß, wie im nächsten Jahre die Ernteaussichten sind? Ta ist es eine wichtige wirtschaftliche Maßnahme, an das sparen zu denken zu Feiten des lleberflusses, einen Vorrat für bas nächste Jahr zurückzuhalten; cs ist ja überhaupt eine 'ILotwendig- kit, in allen unseren Betrieben für ben sog. eisernen Bestand rechtzeitig zu sorgen. Wir wollen aber an etwas anderes noa) erinnern. Wie bekannt, sind in vielen Teilen Worb- unb besoiiders Ostdeutschlands die Futtererträge dieses Jahr keineswegs auch nur annähernd so gute gewesen wie bei uns, in einzelnen Gegenden ist direkt von einem Mangel an Futter die Rede. Es wird leicht der Fall eintreten, daß wir von unseren Futtervorräten an bie obengenannten Gegenden Tentschlands, die einen Bedarf, ja Mangel an Futter haben werden, etwas abgeben können. Ist da die Mahnung nicht am Platze, unsere Vorräte zusammenzuhalten, um von einem etwaigen lieber* j Inj je — aber auch nur von dem, und nicht vom für bie eigene Wirtschaft Röttgen — etwas verkaufen zu können?
Aber nicht jetzt um billigen Preis an Aufkäufer Weggehen, bie dem Bauern wenig zahlen unb bann später ben Prosic selber machen! Der ^wsatz an Heu möglichst bireit, joferne sich Gelegenheit bietet, kann unb soll von ben Oeko-
•* Gießener Volks bad. Durch die anhaltende Hitze hat sich daS Bad im Juli einer noch nicht dagewesenen Fre- aueuz ah erfreuen gehabt unb der verstossene Juli ist der stärkste Betriebümonat seit dem Bestehen der Anstalt. ES wurdeii verabreicht 16330 Bäder gegen 13107 ün Juni 1904 unb 12421 im Juli 1903 ober im Durchschnitt pro Tag 527 Bäder gegen 437 im Juni 1904 und 410 im Juli 1903. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad 7921 Männer, darunter 1080 zu 10 Psg., r 2652 Frauen, „ 497 , 10 „
Wannenbäder 1. blasse 344 Rtänner, 153 Frauen,
bw Verleihung der Rechtsfähigkeit an den Sparverein ,Biene" zu ßampertbetm betreffend. — 6. Bekanntmachung, bie Zu- teiltnra der Gemeinde Affhöllerbach mit Kilsbach unb Stier- . bad) zinn Ortsgencht und Standesamt Rieder-Kamöbach betreffend — 7. Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch die $efftf$e Landes-Hypothekenbank betreffend. „ _
- Beim Ingendse st wird der Gießener BezirkSverem gegen Mißbrauch geistiger Getränke im Philosophenwald einen AuSschank alkoholfreier Getränke eröffnen. Der Verein will bannt dem Gastwirtsgewerbe keine Konkurrenz bereiten. Er wird darum — abgesehen von Limetta — kerne schon in ben Wirtschaften gangbaren Getränke verkaufen. Ur erstrebt auch nicht die dauernde Errichtung einer alkoholfreien Wirtschaft am hiesigen Platze. ES ist ihm vielmehr nur darum zu tun, daS Publikum bei dieser Gelegenheit mit einer Reihe solcher Getränke (Fruchtsäfte der Trada-Geselochast, alkoholfreie Weine der Firma Jung in Lorsch und der tfirma Gross u. Eo. in Auerbach), bie er erprobt gefunden hat, bekannt zu machen, um sie dann den Wirten zu empfehlen und darauf hinzuwirken, daß in allen Wirtschaften diese Getränke neben den alkoholhaltigen, und zwar zu mäßigen Preisen, geführt werden. In diesem Sinne wird das Piiblikum ein- geladen, beim Jugendfest einen Versuch machen zu wollen.
•• Einquartierung. Bisher haben sich für btc Einquartierung nur 500 Quartiere gefunden. Man hofft zwar, daß noch Meldungen für einige Hundert entgehen werden, tragt sich aber schon mit dem Gedanken, daß man für ben größeren Teil der Mannschaften Massenquartiere beschützen muß. Wir hören übrigens, daß es bei den 2000 Mann nichi 5^' ird, daß seitens der Militärverwaltung die Abstch: beüti ür einige wenige Tage bc5 August 5 000 9)1 ann nach Gießen zu legen. DaS kleine Wetzlar hatte vor 2 Jahren mehrere Tage lang 8000 Mann m seinen Mauern euiquartiert, imb bie Geschäftsleute dort haben diesen vorübergehenden Zuwachs WetzlarS damals mit Freuden begrüßt. Zn Wetzlar lagen die Truppen sämtlich in Bürgerquartieren. Es ist übrigens seit längeren Jahren daS erstemal, das; fremde Truppen in nennenswerter Zahl bei unö in Quartier kommen, und auch in Gießen werden die Wirte, die Metzger. Bäcker, Kolonialwarenhändler und Zigarrenhändler merken, deß Einquartierung ihnen nur Verdienst bringt
- Der heißeste Tag deS Juli dS. IS., am 15., mit einer Schattentemperatur von 32° C. ist in Gießen schon mehrfach übertroffen worden. So am 21. Juli 1865, am 20. Juli 1881, 3. Juli 1893 und zuletzt am 17. Juli 1897 nut einer Wärme von 34 0 C. im Schatten. Die Durchschnitts- temperatur deß Dlonats mit 19,1 • C. aber steht, soweit die Gießener Aufzeichnungen reichen, unerreicht da.
- Ter III. VerbandStag der Blechner-, Flaschner-, Spengler», filempnermeifter und Installateure Süddeutschlands sindet am 6., 7. und 8. August d. I. in Darmstadt statt
2. „ 927 , 845 „
Dampf* und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 144 Männer und 31 Frauen, Brausebäder 2787 Männer und 526 Frauen. Die Personenwagc wurde von 360 Per- onen benutzt, daS Bad von 10 Personen besichtigt.
•• Brieftauben p o ft. Bei der Gießener Regatta wurden die Resultate der Rennen, bei denen die Frankfurter Ruderer beteiligt waren, mittels Brieftauben nach orank- furt a. M. überbracht. Die Tierchen hatten zu dem Zweck ani linken Fuß eine aus dünnem Aluminium verfertigte !Kapsel, in ivelcher die 3)litleÜung, auf festem, starkem Papier geschneben, zusammengerollt ruhte. Rach hier eingegangener Nachricht find bie Tauben alle wohlbehalten am Bestimmungsort eingegangen unb die Vereine hatten nach burchschnittlich 32 Minuten baS Resultat in Händen.
•• Lungentuberkulose unb VersichcrnngS - an ft alt en. Die Bekämpfung der gefährlichen Volksseuchc Tuberkulose belastet die Träger der reichSgejetzlichen Invaliden- füriorge in erheblichem und ständig steigendem 'Maße. Die Versicherungsanstalten haben auf Grund deS § 18 des Jn- valibenoersicherungSgesetzes im Jahre 1902 = 9 Millionen, im Jahre 1903 ----- lll/Ä Millionen Mark auSgegebcn. Von der Gesamtausgabe für beide Jahre von 20s a Millionen entfallen zwei Drittel, übet 13 Millionen Mark, allein auf die Bekämpfung der Lungentuberkulose. Im Jahre 1899 haben die Versicherungsanstalten für Behandlung und Pstege Tuberkulöser 2 400 000 Mk. verausgabt, die Kosten haben sich im Jahre 1903 auf 7 400 000 Mk., also in 5 Jahren auf mehr alS daS Dreifache, gesteigert. — Die Jnvaliden- Versicherungsanstalt G r o ß h e r z o g t u m H e ff c n, welche in liberaler Ausdehnung deS Heilverfahrens unb Fürsorge für ihre Versicherten unter den 31 deutschen Versicherungsanstalten ben dritten Platz einnimmt, hat im Jahre 1903 für HeilversahtenSzwecke etwa 422 000 Mk., hiervon für Behandlung Tuberkulöser etwa 270 000 SDIL, aufgewendet.
** Sonntagsruhe unb Handelsbetrieb. Tas Großh. Regierungsblatt veröffentlicht nachstehende Verordnung: Der Absatz 1 deS Artikels 227 deS PolizelstrafgesetzeS ^Störung der eonntagSjeicr unb beS Gottesdienstes) in der Fassung deS Gesetzes vom 1. Juli 1892 tRegierungsblatt Seite 153) wird durch nachstehende Vorschrift ersetzt: Dav Aushängen und AuSstellen von Waren durch bic
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