Ausgabe 
1.8.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

schloffen wenn bet piipftluiic Stuhl ohne Wissen Frank- THcbx^ die voryenonnnenen Akte anfredyt er'baltv, die Be- Aieljungen abznbrecden, da sie nord deut Willen des PÜpsklicherr Stuhles <testenstanbslos feien. Dcleassö füllt bi 1132t: Wir betrachten die Mission des apostolischen V u n t i u S als beendet.

Der 9lnntin § Lorenz ellr ist cnn 30. d. M. abends Ktys Uhr von seinem Sekrtear begleitet von Rom ab- gereist.

Der bisherige diplomatisckw Vertreter Frankreichs beim Satillut, Decoureel, wird vorläufig Nom nicht verlassen. Die Audienz welche Bischof Leiwrdes beim Pästste hatte, dauerte sebr lange. Der Bischof war sehr erschüttert und weinte. Pius ermahnte ihn, auf 'die Gerechtigkeit des <5cnft llfficio zu hoffen.

Der Britch zwischen Frankreich und dem heiligen Stuhl verursachte rm Vatikan, wie gemeldet wird, nur geringe Er­regung, denn man hatte ibn seit Langem vorauSgesehen und erwartet. Der Papst wird nächster Tage eine an die Katho­liken gerichtete Encyklika veröffentlichen, in der er seine Haltung gegenüber Frankreich darlegen und rechtfertigen wird. Em elsässischer Prälat namens Nuy Guthlin, der seit zwanzig Jahren als Geistlicher an der französischen Botschaft tätig ist, wird m Rom bleiben und die Jntereffen der französischen Katholiken beim Vatikan vertreten. ES verlautet, der Vatikan werde an die Mächte eine Zirkularnote senden, in der er Frankreich fernes Protektorates über die Mission im Orient für verlustig erklärt.

Neber die Lage deS Bischofs Lenordez wird aus PariS halbamtlich mitgeteilt, daß der Mnisierrat beschloßen lrabe, die Gehaltssperre über den Bischof zu ver- hängen und ihn seines Bischofssitzes für verlustig zu er­klären. Ministerpräsident CombeS soll geäußert haben, daß diese Maßregel gegen alle Geistlichen bis zu den Nächsten Würdenträgern verfugt werden würde, welche durch Wort und Handlung das Verhalten der Regierung einer Kritik unterwerfen sollten.

Deutsches Reich.

Molde, 30. Juli. Der Kaiser sah gestern zur Abrnb- tnfel die 3bmirälc und Kommandanten des ersten Geschwaders und erschien heute zur FrühstückStaftl bei Admiral v. Köster. Die Abfahrt von Molde erfolgt Montag früh: an Bord ist alles tnoäL

Der Kaiser Verlieb dem Präsidenten Harper von der Chicagoer Universität den Roten Adlervrden 2. Klasse.

Berlin. 31. Juli. DerVorwärts" will wissen, daß die Verwaltung der kaiserlichen Werft in Kiel beziehungsweise daS Reichs-Marineamt tu den letzten Tagen acht 15 Zenti- metev-Gescbüpe an die Schichan-Werft verkauft habe. In den Kreisen der Angestellten der kaiserlichen Werft, soweit sie von diesem Handel wissen, herrsche darüber Befremden, aber auch lein Zweifel, daß die Schichau-Dersl bloß eine Durch- gangs-Statiou für die Geschütze sei, welche für die russische Regierung, mit der die Schicbau-Derft in geschäftlichen Bezieh­ungen steht, bestimmt seien. Man wird darüber ja wohl eine amtliche Aenßerung zu erwarten haben.

Wittich, 3L Juli. Ju Anwesenheit des Prinzen Eitel Friedrich als Vertreter der Kaiserin, der Protektorin der Kriegerwaßenhäuser. sand heute die feierliche Einweihung des vierten (zweiten katbolffchen) Waisenhauses des deutschen KriegerbundeS statt. Teil nahmen die Zivil- und Militärbehörden der Provinz, zahlreiche Ehrengäste, mehrere Fahnen und Mitglieder von Kriegervereinen. Die kirchliche Ein­segnung des Dauses nahm der Bischof Kvrum von Trier vor.

Hannover, 31. Juli. Der 8 Uhr-Ladenschlnß ist nach demH S" hauptsächlich der Leitung der Verhandlungen seitens des Regierungspräsidenten zu verdanken, welcher zur genauen Abwägung aller in Frage kommenden Interessen die am letzten Donnerstag .abgehaltene Sitzung veranlaßt hat, und dessen Initiative eS auch wesentlich zuzuscbreiben ist, daß sich eine Uebereinstimmung darüber erzielen ließ, die Verfügung für Amtliche Branchen einheitlich zu treffen. Hoffentlich meint das Blatt, wird es bald gelingen, nun auch für Linden, welches mit Hannover in den engsten wirtschaftlichen Bezieh ungcn steht, die gleichen 'Segnungen herbeizuführen. Die Re gierung steht diesem neuen Projekte mit demselben Wohlwollen gegenüber.

München, 3L Juli. Der Finanzausschuß der Kammer der Reichs^räte lehnte den Beschluß her Abgeordnetenkammer auf Besteuerung pes unverdienten Vodeuwert- -u wachs es ab.

Keer und Ilotte.

Stettin, 30. Juli. Wie den Stettiner Neuesten Nach- richten geschrieben wird, steht eine äußerst wichtige Neuerung in der Torpedo-Armierung unserer Linienschiffe bevor. Die festen Unter-Lanzierrohre sollen durch drehbare ersetzt werden. Nach jahrelangen Versuchen ist es gelungen, eine brauchbare Waffe dieser Art herzustellen.

Ausland.

Wien, 31. 3u(i. Der Reichs kriegsminifter erließ abermals einen schanen Erlaß gegen Soldatenmißhandlungen. , - , ay'Heute findet die Ernennung der Dal^te derGeneralräte statt, außer im Seine-Departement. 81 Senatoren und 151 Deputierte sind wieder zu wählen.

sämtlichen Arsenalen herrscht eine fieberhafte ^.atiakert, namentlich arbeitet man an der Herstellung von Unter- feebooten. Präsident Loubet hat hierfür eine besondere rkommifsion eingesetzt.

Madrid, 30. Jusi. Hier heißt eS, daß em Attentats- versuch gegen Konrg Alfons während dessen Besuchs m Santiago verübt wurde. In der dortigen Kathedrale wurde eme B0mbe aufgetunden mit einer halbverbrann- Zündschnur.^ Wäre diese ausgebrannt, so hätte eine ^xploswn während der Zeremonien, denen der Lönia bei­wohnte, großes Unheil angerichtet.

hat sich derart oer- scyleMtert, daß das diplomatische Korps zur Beratung der Lage zmammengetreten ist Man befürchtet einen Angriff der Aufständischen auf die Hauptstadt. Alle Ausländer wurden angennqen, sich in die innere Stadt zu begeben.

. Mistis, 3^Juli. Der Verweser des russischen Konsulates m Rescht meldet, daß dort zwei Cholerafälle vorae- kommen sind.

Aus Stadt und Land.

ließen, den 1. August 1904.

- Personalien. Ce. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Feldbauauffeher Georg Grünig in Gießen aus sein Nachsuchen seine ErrlcHung zu erteilen.

* * Von der LandeSuniversitLt. Am 28. Juki bestand Fraulein Ottilie Jakowkina aus Odessa die Doktorprüfung in Chemie, Physik und Philosophie mit der Note sehr gut (magna cum lande).

* * Zum unbesoldeten Beigeordneten wurde bekanntlich Kommerzienrat Georgi wiedergewählt. Heute

früh wurde unS aus Dannstadt gedrahtet, daß seine Wieder- »vahl vom Großherzog bestätigt worden sei.

Die Vorführung von Feuerwehrleitern er­folgte am SamStag nachmittag im Beisein von Jntereffenten in der Moltkestraße. Die neuen Schmahlschen Drehlettern haben dabei den Beifall der Anwesenden gefunden. Die Letter ist mit Kugellager-Rädern gleicher Höhe versehen. Die Kugel­lager darin sind bequem herauSztmehmen, nachzusehen und evcnt. zu ersetzen. Selbstredend kann aus Wunsch der Bau der Vorderräder auch niederer gewählt werden, was die "Wagenlängc wegen des DurchlenkcnS um etwas verkürzt. Ferner ist sie mit einem Rücklauffperrwerk versehen, welches bei ettvaigem Reißen deS TauS wahrend des EinlaffenS der Lettern in Tätigkeit tritt rmd wie die selbsttätigen Fallhaken beim AnSzug so auch beim Einlaffen eine gleiche Sicherheit bietet.

Der KreiSamtSbureaugehilfen-Verband für Hessen hielt gestern im Hotel Schütz hier seine erste Hauptversammlung ab. Vorsitzender deS Verbandes ist Bureanvorstcher Schneider-Heppenheiin. Die Versammltmg ivar von 45 Bureau beamten besucht und nahm einen sehr guten Verlaus. Provinzial-Direktor Dr. Breidert hat die Versammlung mit seinem Besuche beehrt und durch seine inter- effanten AliSfühnmgen sehr zur Belebung derselben bei­getragen. Am Schluffe fand ein gemeinsames Gffen mit 40 Teilnehmern statt. 91m Abend vorher war Kommers im Last Ebel.

Die Tätigkeit der Großh. Bauinspektoren. DaS Großh. Ministerium hat an die Großh. Bauinspektoren ein bemerkenswertes Ausschreiben erlassen. Um die Bau­abteilung deS Großh. Ministeriums zur Erlangung eines Urteils über den Umfang und die Tätigkeit der Bauinspektoren, insbesondere über die Ausarbeitung von Bauentwürfen, in Stand zu setzen, wurden die Bauinspektoren angewiesen, von jedem Antrag, der ihnen von zuständiger Seite zur Bear- beittmg eines Entwurfes für einen Neubau zugeht, der vor­genannten Ministerialabteilung Anzeige zu erstatten. Diese wird dann in ihr geeignet scheinenden Fällen Pläne und Voranschläge, bezw. die Gutachten über die Bauentwürfe zur Einsicht einfordern. Durch diese Prüfungen soll jedoch weder eine Schematisierung der Entwürfe herbeigeführt, noch die schöpfensche Tattgkeit deS Einzelnen eingeengt werden.

k. Klein- Linden, 31. Juli. Sein bOjährigeS Jubiläum stierte heute der Posaunenchor und evan­gelische Missionsverein. Das Fest fand im park- artigen Eichivaldchen an der Lützellinderstraße statt. Die Be­teiligung am Feste war überaus groß; man schätzte die Zahl der Festgäste auf 1500 bis 2000, die aus der gesamten Um­gegend herbeigekommen waren. Zehn Bruderoereine mit ins­gesamt 131 Blasern nahmen an der Feier teil; eS waren die Posaunenchöre auS Großen-Linden, Groß-Rechtenbach, der JünglingSverein Gießen, Holzheim, Lützellinden, Dutenhofen, Beuern, Ehringshausen, Ebsdorf und Rodheim a. d. Bieber. Im Festgottesdienst, der um 2 Uhr begann, predigte Pfarrer Kappeffer-Pfiffligheim, der Vorstand der südhcssischen Posaunen­chöre. Vor 2 Jahren zählte Oberftessen bereits über 20 Posaunen­chöre, während Rheinhessen und Starkenburg nur deren 8 aufwieS. Feierlich durchschallte mächtig der Gesang der großen Fest­versammlung die Stille deS WaldeS, begleitet von den 11 Posaunenchören mit 150 Bläsern unter der geschickten Leitung deS Dirigenten, Werkmeister L. Weigel-Dutenhofen. Nach einer Pause sammelten sich um 4 V, Uhr die Vereine und Festgaste am schön geschmückten Vereinslokale. Von hier be- ivegte sich ein Festzug unter den Klängen der Posaunen durch daS Dorf nach dem Festplatz, roo eine Nach - ei er stattfand. Wiederum hatte sich eine hundert- köpfige andächtige Versammlung eingesunden. Pfarrer Weber- Lich laß den 150. Psalm und hielt dann eine Ansprache. Zurückgreifend auf die Geschichte deS Vereins, gedachte er der Zeit der Verweltlichung, der aber bald die Zett deS WiedererwachenS deS christlichen GlaubenSlebenS gefolgt sei. Unter den vielen Männern, die diese Bewegung unterstützt und gefördert hätten, führte er besonders zwei Männer an: Pfarrer Haupt-Gießen und Pfarrer Johannes Münch- Jlauheim. Der zuerst Genannte habe von seiner Gemeinde Gronau im Odenwald auS daS sogenannte »Schwarze Büch­lein^ versaßt, das gerne gesungen wurde. Die Melodien habe Pfarrer Münch komponiert. Beide haben dem hessischen Volk wieder die alten GlaubenSlieder gegeben. Auch der hiesige Verein hat seinen Anfang in jener Zeit genommen und ist au§ der .Gemeinschaftsbewegung" hervorgegangen. Dann hielt Pfarrer Kapvesser eine Ansprache, worin er auf i)ie große Macht der Mufik näher einging. Er verliest einen Gruß des PH. G. Weiker^sroß-Rohrheim. Pfarrer Koch-Lützellinden entbot in einer Anrede dem festgebenden Verein den Brudergruß der Gemeinde Lützellinden. Der Letter der lutherrschen Missionsverettte in Oberhessen, Pfarrer Nies-Melbach überbrachte die Grüße und Glück­wünsche der benannten Vereine. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistltche, Pfarrer Hepding-Großett-Littden über Philipper 4 Vers 4, 5, 20 und 21. Er warf einen Rückblick auf den schönen^ Verlauf des Festes und dankte den Red­nern und Festgastcn, besonders begrüßte er auch den Prä­identen der hessischen Landessynode Prof. D. Stamm- Gießen, Dekan Strack-Leihgestern und Dekan Wagner-Grün- berg. Zum Schluffe verlas er die Grüße mehrerer Freunde des Vereins, darunter Superintendent Petersen-Darmstadt, General-Superintendent Werner-Kaff^, Prof. Dr. Zöttler- Greifswald, Pros. Dr Wurster-Friedberg, Direktor vom Predigersetmnar, Pfarrer D. Schlosser-Gießerr. Damit war die Feier beendet. Erwähnt sei noch, daß ein ungenannter Gönner dem Verein ein Geschenk von 55 Mk. gemacht hat. Der Ertrag einer Kollekte ergab) die beträchtliche Summe von 127.40 Mk^, die für die hiesige Kleinkinder schule und die Mission bestimmt sind.

d. Mainz, 1. Aug. In der Nacht von SamStag mtf Sonntag wurde durch Schutzleute ein Mann mit einer Schuß­wunde in der rechten Seite deS Kopfes in das HoSpital ver­bracht. Der Schwerverletzte gab an, dec 40jährige Heizer Heinrich Keller zu fein. Er fei erst kürzlich aus Amertta zurückgekehrt und halte sich bei seiner Schwester in Marburg zu Besuch aus. Vor zwei Tagen sei er hierher- gefcchren, um sich Main^ cmrusehen. Am SamStag sei er mit der Pferdebahn nach dem benachbarten Weisenau gefahren, wo er in einer dortigen Wirtschaft mehrere Burschen frei» gehalten habe. Die letzte nach Mainz abgehende Pferdebahn habe er versäumt und die Burschen hätten sich erboten, ihn nach Mainz zu begleiten. Auf dem Wege hierher sei er plötz­

lich in der Nähe der ^Anlage' von Tomen Begleitern u ver­sa ll cn und mißhandelt worden. Als er sich zur >sehre gesetzt habe, habe er den Schuß in den Kopf erhalten, worauf ec dewußloS zusammenstürzte. Als er toieber zu sich ge­kommen fei, habe er die Wahrnehmung gemacht, daß er voll­ständig cmögeraubt worben war; eS fehlte fein Portemonnaie mit 300 Mk. Die Polizei ist eifrig bemüht, in bie Sache Klarheit zu bringen.

Kleine Mitteilungen aus .Hessen und den Nachbar st aaten. In einem Teiche bei R 0 mr 0 b wurde gestern die Leiche eines jungen ManneS von Groß-Felba, namens Eißfeller, aufgesunben. Er war, erst 16 Jahre alt, in bem Bankgeschäft von Bücking unb LangSborf tätig ge­wesen. Momentane Geistesstörung hat ben BemitleibenSwerten in ben Tob getrieben. ,

12. Kießencr Audtr-Megatta.

Gießen, 1. August.

Die gestrige Regatta auf dem Gießener Wasser lieferte wieder einmal einen glänzenden Beweis, daß das Interesse für den Rudersport in unserer Lahnstadt heute noch 'so lebendig ist wie früher. Die Gießener Rudergesellschast hatte gestern wieder gezeigt, daß sie es versteht, ihren Bootsplatz zu einem würdigen Festplatz umzuwaudeln^ welcher biS auf das letzte Plätzchen von Menschen gefüllt war, die mit Interesse den Wettkämpfen folgten. Die Pausen würben ausgefüllt von dem Konzert der Kapelle des Leib-Dragoner-Regts. Nr. 24 aus Darmstadt. Auch die Vorrennen am Bormittage waren, obschon sie ein beson­deres Interesse nicht boten, recht gut besucht.

Die Hauptrennen, welche pünttlich um Vr4 Uhr nach- niittags begannen, hatten folgendes Resultat: 1. Junior- Einer: Ludwigshafener Ruderver^in 8,3 Hegen Nuder- ciegc des Tum- und FcchtklubS (welche sich versteuert hatte) 8,7. 2. (Großer Vier ep: (Stadtpreis): Frawk- furtcr RudergesellschaftSachsenhausen" 7,46 vier Fünftel (gtna allein über die Bahn). 3. Vierer (Preis von der Lahn) Wetzlarer Rudettklub (Seniomrannschast) 7,11 drei Fünftel gegen Limburger Ruderverein (Juniormcnmschaft) 7,23. Gießen hatte seine Meldung wegen Erkrankung einer seiner Leute zu dem Rennen zurückgezogen. 4. Einer, Lahupokal: Hamburger Ruderverein 7,24 gegen Ludwigs­hafener Ruderverein, welcher total versteuerte. 5. Zweiter Vierer: Würzburger Ruderverein 7,12 gegen Frankfurter RudergesellschaftSachsenhausen" 7,18 zwei Fünftel. S<rch- senhausen imterlag, weil es etwa 800 Meter vor dem Ziel etwas versteuert hatte, wodurch der Gegner Vorsprnno er­hielt, der nicht mehr^uholen war. 6. Junior- Achte r: Frankfurter RudergesellscbaftGermania" 6,19 gegen FraUfiurter RudcrgesellschastSachsenhaufen", welche in der Mitte der Bahn schon weit überholt, abstoppte. 7. Doppel-Zweier ohne Steuernrann: Mannheimer Rudervercin Amieitia 7,15 zwei Fünftel gegen Ruderriege des Essener Tum- unb Fechtklubs, welcher wett vor dem Ziel abstoppte. 8. Junior-Vierer: Ruderklub Naffovia"-Höchst 7,17 drei Fünftel gegen Gießener Ruder- gesellschaft 1877 7,24 (war anfänglich bis etwa zur Hälfte der Bahn im Vorsprung, fiel dann aber merklich 'ab). 9. Akademischer Vierer: Mannheimer Ruder- veremAmietticr" ging allein über die Bahn, da die beiden Heidelberger, welche gemeldet hatten, auSgeblieben waren. 10. GroßerAchter (Gr 0 ß h e r zo g S p r e iS): Frank- furter RudepgesellschaftSachsenhausen" ging in 6,22 allein über die Dahn, da Konkurrenz sich nicht gemeldet hatte. 11. Ermunterungs-Vierer: Frankfurter Ruder- gesellschastSachsenhausen 6,57 gegen Offenbacher Ruber­gesellschaftUnbinc" 6,58. Diefes Rennen war bas heißeste und interessanteste des Tages. Sachsenhausen wurde mit Energie von dem Gegner bekämpft. Noch 600 Meter vor dem Ziel setzten beide Kämpen schon zum Sport ein, sodaß die Sieger nur mit einem knappen Meter Erfolg hatten.

Nach der Regatta folgte die Preisverteilung^ bei welcher Gelegenheit Stadtv. Kirch als Mitglied deS Deutschen Ruder-Verbandes dem Hamburger SLffahrer Okorge Zimmer, welcher den Lahnpokal errungen hatte, eine Freude darüber aussprach, daß es Hamburg sei, welches daS erste Mal hierher gefontinen sei unb ben vom Deutschen Ruder-Verbaud gestifteten Preis errangen habe, Hamburg, in dem einst die Wiege dieser Bereinigung gestanden habe. Ein kräftiges Hipp-Hipt>-Hurra beglettete die Uebcrgabc des Lahnpokals cm Hamburg.

Der Kesstsche Hchuhverein für entlassene Sträffinge

genügen, obwohl man mit einer Ä

rechne, wovon

hielt seine diesjährige Mttglikder-Versammlung unter dem Vorsitz des Generalftaatsanwalts Dr. PreetoriuS am Samstag hier in Gießen int Sitzungssaale des Regierungsgebäudcs ab. Die Versammlung .war von Mitgliedern aller Landesteile gut be­ucht. Der Vorsitzende begrüßte die Versammlung mit lierzliäien Worten, dabei auf .die eminente Bedeutung des Vereins hin­weisend ,ber seinen jetzigen Titel mit gutem Rechte führe. Die Werbuna neuer Mitglieder habe einen großen Erfolg getobt, da bereit Zahl von 3800 im Vorjahre auf 5600 gestiegen fei. Allen Mithelfern, insbesondere den KreiSömtem, gebühre hierftlr besonderer Dank: die Verinchrung der Mitgliederzahl sei int übrigen auch notwendig gewesen; da sich die Zahl der Pfleglinge -tzr stark vermehrt habe und von 152 in 1901, auf 218 in 1902, 275 in 1903 gestiegen sei, während man in der Hälfte deS Jahres schon 1S3 Pfleglinge, also mehr mir im ganzen Jahre 1901 Men Ansprüchen könne man freilich noch' nicht

hl man mit einer Ausgabe von ca. 10 000 Mk

. .. 1000 Mk. Staatsrnschuß seien. Leider fehle eS

tm grossen Publikum noch an dem nöligen Verständnis von dem Wert des Vereins, Inder habe man sogar noch in manchen gebildeten Kreisen mit großem Vorurteil »n kämpfen das hoffrnt- flch bald beseitigt werte. Ms der vergleichenden Zusammen. ^Unng ergibi flch, dast Starkenburg mit einer Ausgabe von ca. W Mk. an der Sp.he steht, Mährmed für Rheinhessen nnr 2800 Mb llnd für Oterhelsen 1500 Mk. aufgrwentet werde«: tegegcn hat Main, mit 9b die meiste« Pfleglinge. Darmstadt 75, Buhbach 86 auch bezieht der Kreis Main, die grotzte Unterstütz. F*19 1^00 Mark., Der wichtigste Teil ter Pflege liege in

b°n douteu dcr Be,staube und eS fei absolut notwendig, baft der Pfleglinge mit diesen b bt? Tatsachen bewiese«, «ach

deren Entlassimg .meist zu spat sei. Denn es sei ohnedies ^°"^§teNen unterzukwmgen. Im . nn gedrucktes MitglicderverzeichniS er- maller gibt lnerauf den SRedxn- cito11 .'beiict.it pco 12'1)3 befemnt; bcinacb ilt eine ^teiorruuo 5er sich die Neuorganisation gut bewährt hat. Nr dm ^usdem Ausschuß ausgeschiedeuen Major vn- D. Rohde nnaetreten fSJ® fötgeuben Herren: Gcneral- ObettanbeSarrtchtäral Hrs^Darm- Elemnft-Bulütoch, Gefängnisdirektor Bor- manw Rockenberg, Provtnztaldtrettor Frhr. v. Gagern-Mainz Geheim rat Goldmann Erz.-Darmstadt, Provinzialdirrktor Jrbr' ^^^"Darmsta^, Oberbürgermeister Köhler-Worms, Supcr- tnteudeitt ^ctenen-Darmstadt, Pfarrer Schlosser Gießra, Toin kap^^uwr^r^Selbst)-^^^nz. Für den durch übcrlhiufte Tätia- teü lutsgeschtedcnen Schriftführer Mmisterialsekretär D Sternum