Ausgabe 
1.3.1904 Erstes Blatt
 
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Dienstag 1, März LV04

GrtteS Blatt

154t Jahrgang

Von Port Arthur.

Aus Petersburg wird berichtet: Wie es heißt, sind bei rinem V o r p o st e n g e s e ch t zwischen Russen unb Japanern ben Japanern 150 Pferde abgenommen worden, dieselben seien von den Russen an die Koreaner verkauft

jährlich Lik. 2.20; durch Abhole- u. Zrveigslellen monatlich 65 Ps.; durch

Lherm stets künstlerischer und beachtenswerter geworden sind; im höheren Dienste der Pietät oder der Erziehung und 23er*

oiePosl Mk.2. viertel* jährt, ausjchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen jür die TageSnununer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS-.tokaUSPf, auswärts 20 Psg.

Verantwortlich tüt den poltL und öligem. Teil: P. Wiltko: jür .Stadt und Land^ und .GerichlSsaal*: August Goetz; für den An­zeigenteil: HanS Beck.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger "

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

liliina nidjit die berittenen Banditen in der Mandschurei im Baum hält. Tie Japaner zerstörten große fllt a iid - und F ouragevorrätein Kintschaa,30Meilen

Nr. 51

täfln* auher tzonntags»

Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vrsfischen Landwirt die (biehcner Zamiliem Hatter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu llnivers..Buch-u.Slein' druckeret. 9L Lange Uiebaftlon, Ernedttion und Druckerei:

Schultzratze 7.

üdresle für Devescheu: Anzeiger Gießen.

Frrniprcchanschliiß Vir. 51,

Aus Stadt und Kaut».

Eießen, den 1. März 1904.

M useum im alten Rat Hause. Zwei überaus wertvolle Seidenstickereien, in Gobelininanier kunstvoll auf Papier ausgeführte Landschaften, Arbeiten aus dem badischen Schlvarzwald, hat Frau Konditor Hettler dem Museum deS oberhessischen GeschichtsvereinS geschenkt. Die Geberin dieses Kunstwerkes hat um so anerkennenswerter gehandelt, als sich um alte Familien-Erbstücke handelt. Ferner ist dieser Tage die Sammlung von Zinngeschirr im Musemn um zwei eite ne alte Stücke bereichert worden, nämlich durch mit kunst­vollen Zeichnungen in hebräischer Schrift versehene Zinn- schusseln, welche früher von einer wohlhabenden israelitischen Faniilie beim Ostermahle benutzt worden sind. Da der Ober- hessische Geschlchtsverein zur Zeit über Mittel zum Ankauf dieser Schüsseln nicht verfügte, wurde von privater Seite durch eine Sammlung unter unseren jüdischen Mitbürgern der nötige Betrag beschafft.

* Französischer Vortrag. Im vierten Vortrag eines französischen Zyklus sprach Lektor Goetschy am letzten Freitag über dieStraße in Paris". Die große Fülle des Darzustellenden teilte er in drei Gruppen: le tra- vaÜ, les amusements, Part de la rne. Wir sind zuerst Zeugen des gewaltigen Treibens, das sich jeden Morgen in und vor den Halles Centrales abspielt, jenen stets belebten Räumlichkeiten, die Zola so treffend als le Ventre de Paris Hildes. Dann folgen 'pir einem marcbatid des quatre saisons auf feiner Fahrt durch die Straßen. Blumenmädchen ordern uns mit einschmeichelnder Stimme auf, uns zu chmücken: Kleurissez vous, mesdames, messieurs! Achetez les helles violettes! Wir schleudern auf unserem Gange über den marchti aux fleurs, der sich in den späteren Stunden des Tages in einen marcbG aux oiseaux verwandeln wird, am quai aux poinmes und den tondeurs de cbiens vorüber, um dann dem Inhalt der Bücherkisten der bouquinistes et­was größere Aufmerksamkeit zu schenken. Am Quai 8L Michel beginnend, freunden wir uns zuerst mit den jungen bouqui­nistes des Quartier latin an, die sich als Freunde aka­demischer Jugend und Lebensfreude entpuppen; wir dringen nur langsam vor, denn nur ungern trennen wir uns von den interessanten Schmökern, die wir trotz ihres niedrigen Preises doch nicht alle laufen können, und landen schließlich bei den ernsten älteren bouquinistes des Quai Voltaire, die, in der Rühe des Institut de France hausend, gar vornehme Be­ziehungen haben und sich allabendlich über ihre geringe Ein- nähme in würdevoller Ergebung mit dem stolzen Gedanken trösten, daß einer derUnsterblichen", eine Größe der Kunst und Wissenschaft, in ihren Kisten gestöbert, in einem ihrer Bücher gelesen, ja mit ihnen zu sprechen geruht hat. DeS LesenS müde, ziehen wir weiter. Aber das Treiben der Straße, das Rufen der marchands coco, der Gesang der marchands ambulants, daS Schreien der Camelots, die mit mark­erschütternder Stimme la Pi esse ober Paris Sport anpreisen und sogar daS Raffeln der Omnibusse überschreien, das Hasten der geschäftigen Menge, in der uns besonders die Typen deS trotteur und des gavroche, dieser Pariser Auflage deS Berliner Schusterjungen, ausfallen, dies alles erschöpft unS derart, daß wir endlich froh sind, fern vom Lärm und Staub der Straße im Jardin du Luxembourg ein lauschiges Plätzchen zu finden, von dem aus wir das friedliche Treiben am großen Bassin mit den vornehmen Kindern, Bonnen, und Segelschiffen beobachten können. Unsere Aufmerksamkeit gilt nun den Freuden und Vergnügungen der Großstadt, und nach kurzer Rast neu gekräftigt, ziehen wir hinaus nach Vincennes, wo ein fröhliches Kermeßtreiben sich um die montagnes russes abspielt. Haben wir das Glück, gerade zur Fajtenzeit m der Weltstadt zu weilen, so fesselt unS besonders das Treiben des Karneval, das an micarßme im Zuge der Wäscherinnen seinen Gipfelpunkt erreicht: wir sehen den Triumphwagen der Reine des reines, die, von den Königinnen der Wäscherinnen als Liebreizendste auserwählt, von Ehren­damen umgeben von hohem Thron unter vergoldetem Baldachin freundlich auf das bewegte und harmlose Wogen der Eonfetti werfenden Stenge heradblickt, sich schon im Voraus des Armbandes freuend, das ihr die Gemahlin des Präsidenten im Palais des Champs-Elyses nach altem Brauche verehren mirb; ober wir sehen ben stolzen Reiterzug deS Mont­martre, der nach alter Sitte die nördlichen Stadtteile durch­zieht. Was wir jedoch unbekümmert um die Jahreszeit stets genießen können, das ist die Kunst der Straße. Im Dienste ges Erwerbslebens stehend, betätigt sie sich als Plakatkunst in den bunten auffallenden Affichcs, die seit Grasset und

Erlaubnis, als freiwilliger Gemeiner in das nach Ostasieu abgehende 1. Infanterie-Regiment einzutreten.

Die russische Ausgabe von TolstoisE v a n g e l t en" wurde wegen der gegen den Krieg gerichteten Tendenz be­schlagnahmt.

Vor der russischen Botschaft in Wien veranstalteten ungefähr 2000 in Wien lebende Slawen, welche in ge­schlossenem Zuge marschierten, eine Kundgebung für Ruß­land, indem sie tschechische und slawische Lieder sangen. Sie entsandten eine Abordnung zum Grafen Kapnist, der erwiderte, daß diese Sympathiebezeugung im jetzige- schweren Augenblick sür Rußland doppelt wertvoll sei.

von den Russen unterminiert, um sie, falls eine japanische Landung erfolgt, in die Luft zu sprengen.

AuS Korea.

Eine aus Liau-jang vom 27. ds. eingegangene Meldung bestätigt, daß die Kav alle rie d er ru s s ischen Avant­garde etwa 200 Werst ins Innere von Korea vor­gedrungen ist und japanische Vortruppen, die von Pjoeujang kamen, in einem Gefecht geworfen hat, ferner, daß General Linewitsch Infanterie zur Verstärk­ung der Kavallerie und der Positionen der Russen in Nord­korea abgesandt hat.

Koreanische Berichte geben die Anzahl der russischen Truppen, die bis zum 21. die koreanische Grenze über» d/iitten haben, auf 3000 an, von denen 1000 bei Wiju, 1000 bei Kasan, der Rest über das Land verstreut stehen.

Tie koreanischen Amtspersonen in den von den Russen durchzogenen Orten flüchteten und benach­richtigten die Japaner von der Ankunft der Russen. Tie K o s a k e n, so meldet die amtliche Russ. Telcgr.-Agentur, hätten in Nordkorea die Telegraphenlinie in Besitz genommen. Ein von General Linewitsch gesandtes Jnfaiueriekorps sei der Kosakenabteilung nachgerückt. Der in Widju aujgegrisfene japanisch^ Major des Generalstabs Togatajueirea nebst fünf japanischen Gendarmen seien nach Liaojang gebracht worden.

Drei Gebirgsbatteriecn und 18 schwere Geschütze trafen zur Befestigung Soeuls in der Stadt ein. Uun-Lunglul würbe zum Kriegsminister ernannt

Ter deutsche Dampfer Thetis traf mit der deutschen Legationswache aus Soeul in Tsingtau ein. Ter deutsche Vertreter in Soeul erklärte, wieTaily Chro- nikle" aus Shanghai meldet, die Japaner handelten In Soeul äußerst korrekt, und er betrachte sich unter ihrem Schutze als vollständig sicher.

Der Kaiser von Korea, der Thronfolger und einige Prinzen spendeten gemeinschaftlich 180 000 2)en für japa­nische Verwundete.

Ter koreanifche Hof stiftete 200 000 Den für ein Rotes- kreuzhofpital. Ter britiscl-e und amerikanische Gesandte in Soeul stehen dem japanisch-koreanischen Vertrage günstig gegenüber.

' Bis zum 20. März sollen in Ostasien in erster Linie 123 uOO Mann Infanterie, 16 000 Kosaken, 5000 Artille­rie 800U Mann Genie, 25 000 Mann lür den Eisenbahn- bicnjt' be.simmte Truppen konzentriert sem.

[ Tie großen Gebäude in Taüenwan smd angeblich

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1) Der Geschäftsführer aenbung der russischen ebe! ruft: Werden Ballestrem: Herr erteit) Es scheint alio zu enitieren. Ja, hier mtoalt Liebknecht an der ibelt I

le absolute Verpflichtung lag nicht vor, da die :Qt hatte. Tas ist eben hängt von der persön« nit meiner Auffassung des sozialdemokraüichen teuen Zkir hervor, i fouiel wie möglich zu tn flu'gaben her inten 1 and) begriffen. $ört mürbe aueb eine gute n ganz Europa Huben. mb bebbalb W ich. \ gnnM worben \\t, her Micher Schritten sie Erso g hat, eine t, bann sage ich mit: jnb warte nicht erst den ist geschehen, das wird 1 rechts.)

Mmtag 1 Uhr vertagt.

veznflSpeetSt monatücb7bPt.,vrettel- jöyrlich Alk. 2.20; durch

Tie Nachricht, daß die Japaner in der Poßzetbucht kuppen gelandet hätten, hat leine Bestätigung aefunden. Am 28. Februar sanden zwischen Russen und Japanern nördlich von Oiaja Zusammenstöße statt. Einzelheiten '^^Tero^TailY Telegraph" meldet aus Shanghai vom 26. o M.: Nach Meldungen aus Peking hat der russische Ge­sandte gedroht, Chinas ^Neutralität zu ignorieren, wenn : .1. l l, a >-i fiSrtrthi fort 4rt hot* ff)? «IM hffflll 1Pl

Kriegskoutrebaude.

Tie Feststellungen Rußlands darüber, was es im Krieg mit Japan alsKriegskoni., bunde" detracksiet, haben den einen Vorzug, daß sie die für den Welthandel erwünschte Klarheit schassen. Tas ist aber auch das einzig Lobenswerte. Die Liste der Gegenstände, deren Lieferung an den Feind aus neutralen Ländern Rußlandverbietet", umfaßt so ziemlich alles, was des Lebens Notdurft fordert. Nur der Luxusartikel tann passieren; ein Pianosorte oder ein Banjo oder eine Flöte dem feinblid)£n Japan zu verlaufen, ge­stattet also auch jetzt noch das Zarenreich dem Ausfuhr­handel. Doch Scherz beiseite. Die Ausdehnung, die Ruß­land dem Begriff Kricgskontrebande gibt, ist ungewöhnlich und steht mehrfach in Widerspruch mit dem Herkommen. An Lieferungen nach Japan hat ja speziell der deutsche Handel kein besonderes Interesse. Aber das Hauptbcdenten liegt darin, daß Japan nun seinerseits im Fernhalten von Kriegslontrebande nicksi hinter Rußland zurückbleiben wird. Was Rußland recht, ist Japan billig. Und solche weite Auffassung der Kriegskonircbande muß, foioeit Ruß- lanb für Lieferungen in Betracht kommt, dem Handel fast aber neutralen Mächte die emp^indlichsd-n Wunden sch.agen. Als der Krieg ausbrach tröstete man sich damit, daß der gesteigerte Bedarf des Mieges den Handel für die zu ge- lvärtigenden Störungen und Belästigungen wen.gstens einigermaßen schadlos halten würde. Diese Hoffnungen sind arg enttäusch. Man muß auf alle Fälle damit rech nen, daß neutrale Schiffe, denen Rußland die Beschlag- nahme androht, wenn sie bvriegstoniredande führen, zahl- reichen Belästigungen ausgesetzt werden. Die neutralen handelführenden Mächte werden schverlich für die Dauer des Krieges, die unter Umständen eine lange sich hin- ziehende sein kann, derartige drückende und schädigende Einschränkungen sich gefallen lassen.

Aus Washington wird vom 29. Febr. von Reuter gemeldet: Bezüglich der russischen Erklärung Über Nahr­ungsmittel als Kriegskontrebande sprach sich das Staats­departement dahin aus, daß die Nahrungsmittel je nach ihrer Bestimmung behandelt werden mußten. Wenn sie für Armeelieferungen bestimmt wären, seien sie Kontre- bande, wenn sie für Privatleute bestimmt wären, ausge­nommen für belagerte Städte, dürsten sie nicht beschtag- nahmt werden.

Ein japanischer Protest an den Schiedsgerichtshof.

In ihrem Protest gegen die Anip.ach>e Muraw iews sagt die japanische Regierung, sie sei überzeugt, daß der Schiedsgerichtshof sich nicht damit zu befassen habe, eine Handlung, Motive oder den guten Ruf einer Macht anzu­greisen, die die Haager Konvention mitunterzeichnete. Sie protestiere, indem sie ihre Ehre und Würde verteidige, damit der Gerichtshof sich nicht mit einer unangebrachten und nicht zulässigen Sache befasse, ernstlich gegen die ver­ächtlichen Bemerkungen Muraw wws. Sie verlange Auf­nahme ihres Protestes in den Protokollen des Schieds­gerichts und Verösientlichung desselben, ebenso wie der Bemerkungen, die den Protest veranlaßt hätten.

Ausgebrachte Schiffe.

Tie vorn russischen Geschwader ji dem Suezkanal aus­gebrachten englischen und norwegiich-N Kohlcnfchsiie wur­den auf Befehl des Kaijers von Rußland freigclanen.

Dies und das.

Der Krieg zwischen Japan und Außland.

Bor Port Arthur.

Ter Kommandant von Port Arthur, Stössel, erließ einen dom 27. Febr. datierten Tagesbefehl, tn dem er die Ver­teidiger der Festung und des befestigten Rayons und die Bevölkerung oaran erinnert, daß die Japaner die Besitz­ergreifung Port Arthurs für eine Frage der nationalen Ehte hielten. Aus den hartnäckigen Angriffen der Japaner und der Beschießung der Festung und der verschiedenen 8ii eßt en folgere er, daß der Feind beabsichtige, auf der Halbinsel zu landen, und den Versuch machen werde, von der Festung Besitz zu ergreifen, und im Falle des Miß­erfolges die Eisenbahn zu zerstören. Der Feind irre sich aber. Unj'ere Truppen, heißt es in dem Tagesbefehl iveiier, wissen und der Bevölkerung tue ich kund, daß wir nicht weichen werden. Wir müssen bis aufs äußerste impfen, da ich der Kommandant, niemals den Be­seht zum Weichen geben werde. Ich richte daraus die Aufmerksamkeit der weniger Mutigen und fordere alle auf, sich durchdringen zu lassen von der Ueberzeugung, daß es notwenoig ist, bis auf den Tod z u [impfen. Wer ohne zu kämpfen fortgeht, wird ich nicht retten. Es gibt keinen Ausweg. Aus uci Seiten ist das Meer, auf der vierten wird der Feind ein. Es bleibt nur übrig, zu kämpfen.

Tie russische Telegraphenagentur meldet aus Liao- |cmg vom 29. Februar: In Niutschwang lebende Ausländer teilen mit, die japanische Flotte erhielt Befehl, am 1. März unbedingt Port Arthur zu stürmen und einzunehmen. Tie Konzentrierung der chinesischen Truppen westlich von Mukden im Rayon Üupongtfe und Hsinmintun erscheine sehr verdächtig. Sie chinesischen Truppen verstärkten ihre Posten und schassten stüinpsvorräte herbei. Tie Haltung der Bevölkerung sei nicht likrall zuverlässig; in manchen Orten verweigere sie den Leikauf von Prooukten. General Mischtschnko mit einer berittenen Kosakenabteilung erreichte heute Kasan und wird in Jschiojan erwartet; Leute und Pferde sind gesund, die Verpflegung istgesichert, die Stimmung mutig.

Ungeachtet deS Sturmes wurden Gerüchten zufolge am Horizont die Lichter der japanischen Aufklärungsschiffe be­merkt.

Seit den Kämpfen vorn 25. und 26. d. M. haben die {Japaner ihren Angriff auf Port Arthur nicht t r n e u e r L

Nach einer Meldung aus Tfchifu haben in Port Arthur bie Magazine dcs Marinekommsisariates, ein Kvhlenrnaga- lin. sowie die Schleusenaulagen im neuen Hasen während tcs Bombardements am letzten Mittwoch schwere Be- Ichädigungen erlitten.

Wie jetzt von rus)ischer Seite amtlich festgestellt ist, töirrbe in der Nacht zum 25. Februar ein japanisches Torpedoboot in die Luft gesprengt und ein linderes versenkt. Ten Rumpf des letzteren spülten tie Fluten ans Ufer. Am G^ech-t des 26. Februar nahmen iapanischerseits sechs Panzerschiffe, sechs gepanzerte Kreuzer, bier Kreuzer, zwei Avisos und außerdem Torpedoboote teil. Sie Schisse hielten sich in gesonderten Abteilungen und griffen die russischen Kreuzer, die Forts und zwei Torpedo­boote fast gleichgertig an. Tie Rufsen hatten zwei Ver­wundete. t m .

TerCourrier de Tientsin" meldet: Trotz der Maß- kiahmen der Javaner, ihre Verluste zu verheim- lichen, sei doch, zuverlässig bekannt, daß das PanzerschiffJashima" und die KreuzerAsa- niü Tokiwa" beschädigt und nach Nagasaki bugsiert Herden mußten. Ferner meldet das Blatt, daß 60 000 Ja­paner in Gensan zusammengezvgen seien, welche beab­sichtigten, in die Man dich ure i ein z u d r in g e n. Ter 1 marsch der chinesischen Truppen zur Grenze fei cmgedlich ms den 5. März verschoben worden.

Weiteres zur Kriegslage.

Tie russische Telegraphenagentur teilt ferner mit. ttafy Mnner Meldungen bedeutete Prinz Tsin dem dortigen icvaiujchen Gesandten, die Haltung der in China lebenoen q al an er, luelclje lügenhafte Gerüchte verbreiteten, könnte itiüjt einen Aufruhr der chinesischen Bevölfer- ilirq gegen die Europäer Hervorrufen. Ter Prmz usuchie daher, entsprechende Maßnahmen zu treffen.

^as russische KanonenbootSiwosch' ist vor Mutsch- öang im Eiie eingeschlossen. Es wird für verloren gegeben, toeü bie Japaner bei eintretendem Tauwetter seiner hab- hift werden müssen. .

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