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Nr. 2«
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Montag 1. Februar 19V4
Prschet«! täglich aii ßet Ko । mragS.
Der» Gretzener Änzerger werden im Wechsel mit bem Kesfischen Landwirt btt Mehener KamUten. blätiet mexTiial In der
Wsche bestiegt RotiUtottSdnid k. 8er* lag bei Brühl 'scheu Ünwers.-Bllch-n. Stern- teudtiet sPretsch Lrd«ch Redattto^. LppeSUwu «mb Traideteü
Gchnlstratze 7.
Abreise tüt Depeschenr lNnjetger ©tefeett.
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M General-Anzeiger *'
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen
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SeKamrtmachMg.
^etr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche, sonne der Schweinepest.
Mit Rücksicht auf erneutes Auftreten der Schweine pest in benachbarten Kreisen wird das Verbot des Hausierhandels mit Schweinen für den Kreis Gießen Zunächst bis znm L April L I. verlängert.
«Ließen, den 30. Januar 1904.
GrnßherHogliches Kreis amt Gießen.
I.-8.: Dr. Kranzbühler.
Gießen, den 30. Januar 1904.
Bete.: Wie vben.
Das Groffherzogliche Kreisamt Gießen
an sämtliche vrts'polrzeibehörden des Kreises.
Wir beauftragen Sie, die vorstehende Bekanntmachung tn Ihrer Gemeinde alsbald in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen.
I. B.: Dr. Kranzbühler.
MniLtr Iiugrr f-
Gießen, 1. Februar 1904.
Wie wir bereits in unserem heutigen Morgenblatte meldeten, ist am SamStag nachmittag in Darmstadt der ehemalige hessische StaatSminrster Jakob Finger im Alter von 79 Jahren gestorben.
Diese Nachricht wird im ganze« Lande mit aufrichtiger Trauer ausgenommen werden, denn außerordentlich groß und unvergeßlich find die Verdienste deS Verstorbenen um den hessischen Staat, die sein Leben ausfüllten.
Seit langer Zeit schon lag der Verstorbene an einer schweren, mit den Gebrechen deS Alters in Verbindung stehenden Krcnckheit darnieder, und ein dem Tode bereits Verfallener war es, der von seinem gütigen Landesherrn, Sr. KgL Hoheit unserem Großherzog, zum lebenslänglichen Mit- gÜede der Erste« Kammer ermannt wurde.
Am 13. Januar 1825 in Monsheim im Kreise Worms als Sohn mennonitischer Eltern geboren, studierte er 1841—46 m Gießen, Heidelberg rmd Berlin die Rechte, Geschichte imd Philosophie. Im Februar 1345 bestand er mit Auszeichnung die juristische Fakultatsprüfung, im Frühjahre 1848, ebenfalls mit Auszeichnung, sein juristisches Staatsexamen. 1851 wurde ec Referendar beim Großh. Kreisgericht Alzey, 1854 Ergänzungsrichter am Großh. Friedensgericht in Oppenheim, im November 1855 Advokatanwalt beim Bezirksgericht Alzey, im Herbst 1872 Ministerialrat im Ministerium deS Innern und der Justiz, am 1. April 1879 Geh. Staatsrat. Am 28. Mai 1884 erfolgte seine Berufung zum Präsidenten deS MinifterumS deS Innern und der Justiz und am 30. Juli desselben Jahres, nach dem Rücktritt Starcks, zum Staatsminister.
Bon 1862—65 war er nationalliberaler Abgeordneter 5er Zweiten Kammer und von diesem Zeitpunkte datiert auch bereits seine Betelligung am öffentlichen politischen Leben. AuS seiner politffchen Täügkeit ist hervorzuheben seine Mitwirkung 1887—88 cm der Kirchengesetzgebung. Er führte die Bejtimmung ein, die bezweckte, die hessischen Gesetze mit denen Preußens in Uebereinstimmung zu bringen, u. a. schuf er die Anzeigepflicht und daS Bestätigungsrecht für die Geistlichen. Bei seinem 70. Geburtstage im Jahre 1895 wurde er auch von Kaiser Wilhelm II. und dem Fürsten Bismarck in schmeichelhaftester Weise ausgezeichneL Vom
Großherzog wurde ihm der höchste hessische Orden, das Großkreuz des LudeTvigSordens, verliehen.
Sechszehn Jahre lang hat Ringer das Ruder deS heffischen Staatsschiffes in Händen gehabt und ganz Heffen verehrte und achtete ihn als den gerechten rmd humanen, stets zu allen vernünftigen Fortschritten geneigten Leiter deS Staatswesens. Stets hat er sich in allen seinen verantwortungsvollen Aemtern durch weise staatsmännische Maß- haltung und ehrenhafteste Gesinnung ausgezeichnet.
Finger war im wahrsten Sinne eine der populärsten Persönlichkeiten Hessens und er stand dem Herzen unseres Fürsten wie deS ganzen Volkes gleich nahe. Und nicht nur in Heffen, sondern auch in der Politik unseres großen Nachbarstaates Preußen spürte man s. Z. Jahre lang den heffischen Finger. Unser Landesherr konnte mit Recht von seinem vertrauten Staatsmann« sagen, daß er das Land ,mit seinem kleinen Finger regiere*. Bekanntlich hatte F. die auffallende Statur eines Windhorst und Menzel.
Alle die, denen es ernst fft mit der Entwickelung des hessischen Volkes und seines Staatswesens, die den Zweck ihres Lebens erblicken in der rastlosen Tätigkeit zum Wohle des hessischen Landes, die im Sinne eines vertieften staatsgeschichtlichen VerftändniffeS zu wirken gesonnen sind, werden stets auf den von Finger eingeschlageneu Bahnen wandeln und das Andenken dieses hessischen Staatsmannes immer in Ehren halten.__
Deutsches Keich.
Berlirr, 31. Jan. Ter Kaiser bat als Dan? für die ihm zum Geburtstag ausgesprochenen Glückwünsche folgenden am Samstag im „Reichsanz." veröffentlichten Dankerlaß an den Reichskanzer gerichtet:
„Zahlreicher, denn je, sind die Glück- und Segenswünsche gewesen, die mir aus Anlaß der Vollendung meines 45. Lebensjahres aus allen Gauen des Deutschen Reichs in tiefempfundenen Wvrten auf telegraphischem und schriftlichem Wege zngegangen sind. Behörden, Anstalten und Vereine aller Art, Alt und Jung, Hoch und Niedrig haben mit einander gewetteifert, m'r an Meinem Gebntrtstaae ihre Freud: übe. ateiitc durch Bottes Gnade erfolgte glückliche Genesung und herzliche Wünsche für mein und der Meinen fernerweites Wohlergehen zum Ausdruck zu bringen. Auch im Auslande ist der Tag vielfach in festlicher Weise begangen worden, und es haben sich zu den freudigen Kundgebungen der in der Ferne weilenden Deutschen auch solche von Angehörigen fremder Länder unb Zungen gesellt. Ich bin durch alle diese Aeußerungen treuer Teilnahme und liebevoller Anhänglichkeit hoch beglückt worden. Dieselben haben we- wesentlich zu meiner Festesfreude beigetragen. Bei der Unmöglichkeit, eine Beantwortung der mir zuteil gewordenen Glückwünsche im einzelnen ins Auge zu fassen, will ich Allen, welche meiner an meinem Geburtstage so freundlich gedacht haben, hieichurch meinen wärmsten Dank aussprechen. Solange Gott der Herr mir Leben und Gesundheit schenkt, werde ich irichct aufhören, meine Kräfte in den Dienst des Vaterlandes zu stellen und auf das Wohlergehen des deutschen Volkes in allen feinen Schichten und Berufen von Herzen bedacht ru sein."
— Landrat v. Wedel in Eisleben, der Bruder deS Hausministers, hat bei der dortigen Kaisergebnrtstagsfeier über die Krankheit des Kaisers folgende Mitteilungen gemacht: In Sachsen war es, wo sich die ersten Anzeichen der Krankheit bemerkbar machten. Ganz heimlich — noch nicht einmal die Kaiserin durfte etwas davon wissen — unterzog sich der Kaiser einer eingehenden Untersuchung durch seinen Leibarzt. Dieser öerorbnete die sofortige Hinzuziehung eines Spezia listen. Derselbe Tag, der die Entscheidung bringen sollte, ob der Keim einer heim
tückischen Krankheit sich bei unserem Kaiser bemerkbar machte, sah ihn noch in Erfüllung der Herrscherpflichten an der Spitze des 4, Armeekorps auf dem Manöverfeld. Erst am Abend erfolgte in Merseburg die Untersuchung. Der Spezialist erklärte die sofortige Vornahme der Operation für unbedingt erforderlich; es sei keine Zeit zu verlieren. Doch der Kaiser ertotberte, auch er habe keine Zeit zu verlieren, denn seiner harrten ernfte Pflichten. In diese Zeit fiel damals die Zusammenkunft unseres Kaisers mit dem Kaiser von Rußland. Erst danach konnte die Operation vor sich gehen.
— Kaiser Wilhelm sandte an den Magistrat von Aalesund folgendes Telegramm^
Tief gerührt durch die frnmdlichssn Segenswünsche, welche die Stadtverwaltung von Aalesund bei chrem ersten Zusammensein nach dem schrecklichen Unglück mir zum Geburtstage dargebracht hat, danke ich herzlich Möge der im Vertrauen auf Gott und Hilfe der Nächsten begonnene Wiederaufbau rüstig vorwärts schreiten und die Hoffnung auf die Zukunft Behörden und Einwohner Aalesunds zu tatkräftiger Arbeit anspornen.
— Wie „Echo de Paris" erfährt, sei bei dem Berliner Besuch des Königs Leopold der FamUienMst betreffend die Prinzessin Luise von Koburg geregelt worden. Die Prinzessin werde infolgedessen die H e i I * a n stalt „Weißer Hirsch" bei Dresden demnächst verlassen.
— Am Presseball nahmen der Reichskanzler Graf Bülow, die Minister Fahr. v. Rheinbaben, fftchr. von Hammerstein, Budde, v. Einem und Staatssekretär Kr ätke teil.
— Mr. Th. Lewald, German Commission er General, 4936 Lindell Boulevard, St. Louis, Mo. So lautet eine Adresse, die vom deutschen „Reichsanzeiger^' veröffentlicht wurde. Hub zwar handelt es sich um den deutschen Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis. Warum von offizieller deutscher Seite dieses englische Pseudonym für einen deutschen Beamten gewählt ist, ist unverständlich Ob wohl der russische oder der französische Kommissar sich auch so einen englischen Titel beigelegt haben?
Keer mib Alotte.
London, 31. Jan. Laut amtlicher Bekannlgave beabsichtigt die Regierung, einen Rat des Kriegsamts und des Ausschusses cuuszuführen und nach dem Vorbilde der Admiralität einen militärischen Rat zu bilden. Der Oberbefehlshaberposten wird abgeschafft und die dem Kriegsamt nnterstehende Stelle eines Generalinspekteurs geschaffen, welcher Über die Leistungsfähigkeit der Truppen zu berichten hat.
Auslands
Paris, 30. Jan. Wie „Petite Republiqu^ berichtet, habe der deutsche Reichstagsabg. Bebel seine Ansprüche auf die 80 000 Mark-Erbschaft nur deshalb geltend gemacht, da er beabsichtige, die ganze Summe der sozial- 'demokratischen Propagandakasse zu überweisen.
R o m, 30. Jan. Rach einer hier eingetroffenen Meldung würde Kaiser Mlhelm sich an Bord der „Hohenzollerw' in Kiel einschiffen und am 12. März in Palermo ein treffen.
Petersburg, 31. Jan. Tie Zarin wird dem auf morgen verlegten Hofball beiwohnen. (Durch diese Meldung wird die Nachricht des Pariser „Memorial Diplo- matigue" Lügen gestraft, daß der Gesundheitszustand der Driserin von Rußland die Aerzte beunruhige. Es solle die Absicht bestehen, einen Berliner Spezialisten zu Rate zu ziehem Man glaube, daß die Zarin an einem Abszeß leide und daß ein chirurgischer Eingriff nötig sei. Mau suche diesen jedoch zu vermeiden, da man auf das Allgemeinbefinden einen Rückschlag befürchte.)
Kronöauer'scher Huarlettverein in Hießen.
Gießen, 1. Februar.
Das gestrige Wohltätigkeits-Konzert des Vereins im Gesellschaftshaufe erfreute sich eines ausgezeichneten Besuches. Nicht nur die anerkannten, beliebten Darbietungen des hiesigen Vereins, sondern auch die Mitwirkung bewährter, gern gesehener auswärtiger Gäste hatte diesmal eine große Anziehungskraft ausgeübt. Das Programm war sorgfältig und stilvoll zusammengestellt. Man war bemüht, neben bekannteren Vortrags stücken eine Reche von interessanten mib selteneren Kompositionen zu Gehör zu bringen. *
Wir standen unter dem Emdruck Bruchscher Musik. Mit Bruch wurde das Konzert eingeleitet und mit einem größeren Tonwerke dieses Künstlers in wirkungsvoller Weise beschlossen. Daneben hatten wir die Freude, einige Lieder von fmgo Wolf, Hegar und andern zu hören. .
Als Solisten waren die Kammersängerin Fräulern Johanna Dietz (Sopran), eine Schülerin Stockhausens tn Frankfurt, und Herr A d o l f M ü l l e r (Bariton) aus Frankfurt, den wir schon oft zu hören Gelegenheit hatten,, gewonnen worden. Am Flügel begleitete Herr Änlrus bahn aus Gießen.
Unter der verständnisvollen Leitung des Dimgenten, perrn Leopold Geller, nahm das Konzes einen seyr schönen Verlauf, auch der dankbare Befiall der Zu- .)ore^fcka^^zeugte^iden Werke von Max Bruch scheint ans recht glücklich gewesen zu sein; denn mit der Geibel- chen Ballade „Schön Ellen" und vor allem mit dem Hauptwerke des Abends, „Frithjof" (Dichtung von
Esaias Tegner) lernten wir Bruch von seiner besten Seite, nämlich der Bearbeitung epischer Stoffe, vorzugsweise alter Sagen, kennen.
Dank dem harmonischen Zusammenwirken der Chöre und Soli mit der verständnisinnigen Begleitung kam die brettangelegte dramatische Steigerung in „Schön Ellew^ zu guter Wirkung. Das choralartige Finale der Ballade, in dem die Sopranstimme neben dem Männerchor zu schönster Geltung kam, gab einen effektvollen Abschluß. Besondere Anerkennung aber verdient die Darbietung des „Frith- joft. Der „Frithjof" des Herrn Muller war eine ausgezeichnete, abgerundete Leistung; die feine Abtönung in den lyrischen Partien war besonders schön gelungen. Die prachtvolle Stimme des geschätzten Sängers verfehlte wiederum ihren tiefen Eindruck nicht, vor allem in der Abschiedsszene. Ebenso gab Fräulein Dietz als „Fngeborg" eine vorzügliche Leistung. Im piano ist die Stimme der Sängerin von zartestem Schmelz, was in ,^ngeborgs ^age" in der 5. Szene zu vollendetem Ausdrucke kam. Don Höhepunkt des Werkes bildet nach unserer Ansicht die wunderbare Szene: „Frithjoss Abschied von Nordlan^, wenn auch rein musikalisch andere Partien dieser gleichwertig sind. ,^>ochhehrer Nord? Fahr wohl! Fahr wohl!" Dieses Abschiedssinale des 2. Aktes (man wird das Ganze in drei Akte teilen können) ist von großartiger, eindrucksvollster Wirkung.
Der Chor gab sein Bestes und die polyphone Wirkung der Stimmen kam stellenweise zu prächtiger Geltung. Dem Dirigenten, der aus der Partitur der Frithjof-Dichtung alles Schöne herauszuholen verstand, gebührt besonderer Tank dafür, daß er uns dieses interessante Werk vorgeführt hat.
Ter Chor, der noch eine Reihe von Liedern vortrug, von denen besonders „Der Morgen im Walde" von Hegar und das humorvolle, neckische Volkslied „Wo a kleins H üttle steht, ist a kleins Gütle" von schön abgestimmter feiner Wirkung waren, zeigte sich den vielfach schwierigen Anforderungen gewachsen. Ter wackereit Sängerschar gebührt daher alle Anerkennung für ihre schönen und sorgfältigen Leistungen.
Herr Müller gab drei Lieder, von denen uns neben dem bekannten Rubin st einschen Paradestück und der kleinen, stimmungsvollen Ballade „Der grüne Teich das Liedchen „Ganz leise" von Sommer bemerkenswert erscheint. Der Sänger ließ uns als Zugabe ein reizendes Frühlingslied „Der Lenz ist da" hören.
Fräulein Dietz erfreute durch Wiedergabe dreier Kompositionen von Hugo Wolf, wofür man ihr sehr verbunden sein kann. In dem ersten Liede „Der Genesene an die Hoffnung", einer stimmungsvollen Dichtung Ed. Moerikes, lag die tiefste Empfindung. Die glückselige Stimmung eines .Andes, vermischt mit einer trüben Melancholie, ist musikalisch wunderbar wiedergegeben. Ebenso eindrucksvoll war das „Wiegenlied", eine ganz reizende Komposition.
Die Klavierbegleitung schmiegte sich allen ge» sanglichen Darbietungen auf das Feinsinnigste an, was ve- sonoers hervorgehoben zu werden verdient.
Im ganzen bot das Konzert eine Fülle von Genuß und Anregung, und der Verein kann mit vollster Befriedigung auf diesen Abend zurückblicken. H. W.


