Ausgabe 
30.10.1901 Zweites Blatt
 
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erweiterte Oberlonsistorium hat in seiner Sitzung vom 27. September beschlossen, daß bezüglich der Gehälter der obigen Geistlichen vom 1. April ab solgende Grundsätze zur Anwendung gebracht und daß diese Grundsätze der Landes­ynode bei ihrem nächsten Zusammentritt zur Genehmigung vorgelcgt werden: 1) In den Städten Darmstadt, Offen­bach, Mainz, Worms und Gießen erhalten die Pfarr- verwalter rc. vom Eintritt in den Dienst der Kirche ab einen

anlassung fanden, einzuschreiten.

** Rekrutenvereidiguug. Heute Vormittag fand die Ver­eidigung der Rekruten unseres Regiments statt., Die Feier wurde eingeleitet durch einen Gottesdienst in der Stadtkirche, den Pfarrer Dr. Grein abhielt. In einer kurzen Ansprache legte er den Rekruten die Bedeutung des Fahneneides dar, den sie abzulegen im Begriffe waren. Er wies sie auf die schwere Verantwortung hin, die sie damit auf sich nähmen und mahnte sie zur Treue, Treue gegen Kaiser und Vater­land, aber auch Treue gegen sich selbst. An die kirchliche

ausgegeben am 21. Oktober, enthält u. a- folgende Bekannt­machung vom 12. Oktober 1901, betreffend die Gehalts­

tarif und Handelsvertragspolitik sprach. Während in der Lauterbacher Versammlung kein Widerspruch laut wurde, kam es in Alsfeld zu einer lebhaften Debatte mit den für eine Zollerhöhung eintretenden Herren, dem hessischen Landtagsabgeordneten Brauer von Ober-Ofleiden und Pfarrer Schick von Rieder-Gemünden. In beiden Versammlungen gelangte eine Resolution für Fortführung der Handels- Vertragspolitik zur Abstimmung, welche gegen eine ver­schwindende Minorität, in Alsfeld gegen 4 Stimmen, an­genommen wurde.

Alsfeld, 28. Okt. Auf einen vom Vorsitzenden des hie» sigen Buren-Komitees, L. Martin, an Präsident Krüger abgesandten telegraphischen Glückwunsch zu dessen 76. Ge­burtstag traf aus Casa Cara (Hilversum) ein vom Käbinets- chef des Präsidenten unterzeichnetes Dankschreiben folgenden Inhalts ein:Der Herr Staatspräsident der südafrikanischen Republik hat mich beauftragt, Ihnen seinen herzlichen Dank auszusprechen für die Seinem Hoch Edlen gelegentlich dessen 76. Geaurtstages angebotenen Glückwünsche."

r. Büdingen, 27. Okt. In der gestrigen Sitzung ba.

Vom Burenkriege.

Lord Kitchener telegraphiert aus Pretoria: Am 22. d. M. früh überraschte Oberst Benson das Burenlager bei Tri- chardsfontein und machte 37 Gefangene. Am 25. war er nach einem langen Nachtmarsche in der Nähe von Zervork- fontein in ein Gefecht verwickelt mit den Kommandos unter Grobelaar und Erasmus, welche Bensons Nachhut und Flanken angriffen, aber mit leichter Mühe vertrieben wur­den. Die Abteilung von Oberst Henry vertrieb Nieuwen- houdt von einer starken Stellung in der Nähe von Koffy- fontein am 26. Oktober und verfolgt ihn fetzt mit Oberst Williams.

Von den Einnahmeposten zeigten die Grundsteuer eine Er­höhung um 16pCt., die Oktroiabgaben eine Verminderung um 10pCt. Die Steuer auf die Einnahmen der industrieller^ Gesellschaften ist auf!2pCt., diejenige auf die Aktiendividenden derselben auf 8pCt. festgesetzt. Die Emissionsbanken zahlen von ihren Einnahmen 15pCt. und von den Aktiendividenden 5pCt. Die Pensionen der seit dem Jahre 1900 in den Dienst getretenen Zivilbeamten sollen abgeschafft werden.

Rom, 28. Okt. Infolge teils freiwilliger, teils er­zwungener Arbeitseinstellungen nimmt das Elend in Sizilien zu. In Trapani mußte die Garnison um mehrere Bataillonen und Schwadronen vermehrt werden, um dem Vandalismus seitens der ausständigen Landarbeitere in Ende zu machen.

Budapest, 28. Okt. Die Thronrede, mit der der ungarische Reichsrat eröffnet wurde, stellt die Lösung der wirtschaftlichen Fragen sowie die Regelung des wirtschaftlichen Ausgleichs zwischen Ungarn und Oesterreich in erste Linie und konstatiert, daß das innige Einvernehmen der Dreibund­mächte sowie das freundschaftliche Verhältnis mit den Gesamt­mächten fortbestehe. Die Thronrede wurde allseitig beifällig ausgenommen und sofort von den Parlamentsmitgliedern ein­gehend erörtert. Besonders befriedigte auch der Passus, daß sich die Erhöhung des Rekrutenkontingents innerhalb des Wehrgesetzes halten werde.

Sofia, 28. Okt. Die Sobranje wurde heute Nach­mittag in Anwesenheit der Prinzessin Clementine von Koburg vom Fürsten mit einer Thronrede feierlichst eröffnet. Ta die finanzielle und wirtschaftliche Lage nach wie vor schwierig ist, drückt die Thronrede die Hoffnung aus, daß die Abge­ordneten ohne Unterschied der Partei die Regierung unter­stützen werden, um die wichtigen Maßnahmen zur Beseitigung der Schwierigkeiten zu verwirklichen. Die Thronrede fährt fort: Entsprechend dem allgemeinen Wunsche der Nation, zu allen Mächten gutfreundschaftliche Beziehungen zu erhalten, richtete die Regierung alle Bemühungen darauf, solche Be­ziehungen zu den Großmächten und Nachbarstaaten zu unter­halten und sie mit unserem Befreier, dem russischen Reich noch mehr zu festigen.

New-Nork, 28. Okt. Der Apparat für die Hinrich­tung des Mörders Czolgosz ist probiert. Der Gefängnis­direktor beabsichtigt, keine weitere Nachrichten über Czolgosz auszugeben, bis die Hinrichtung vollzogen ist. Dann werden dessen sämtliche Habseligkeiten verbrannt und sein Leichnam in eine Kallgrube gelegt.

Sonst nichts Neues vom Kriegsschauplätze! Die Arbeiten der Kommission zur Prüfung, der Entschädigungsan­sprüche der aus Südafrika ausgewiesenen Personen sind ganz unerwartet durch eine diplomatische Abmachung zum Abschluß gebracht worden. Der Regierungsvertreter Ar­magh teilte in der Montags-Sitzung mit, daß die gesam­ten Entschädigungssummen, die endgiltig mit den Vertretern der befreundeten Mächte hinsichtlich der An­sprüche ihrer Staatsangehörigen festgesetzt worden sei, 695 5 0 Pfund Sterling betrage. Sie sind folgender­maßen festgesetzt worden: An Deutschland werden 3 0000 Pfund Sterling gezahlt, an Oesterreich 15000, an die Vereinigten Staaten 6000, an Belgien 800, an Däne­mark 250, an Rußland 4100, an Italien 12 000, an Spanien 150, an Schweden und Norwegen 1000 und an die Schweiz 250 Pfund Sterling. Wahrscheinlich werden die ausstehen­den -Entschädigungsansprüche von französischen und nieder­ländischen Staatsangehörigen durch diplomatische Abmachf- ung noch vor dem nächsten Montag, wo die Kommission wieder zusammentritt, festgesetzt werden. Ardagh sprach in der Ätzung von dem freundschaftlichen Uebereinkommen und führte aus, es sei wenig Anlaß zum Zweifel vor­handen, daß eine große Anzahl Derer, die Ansprüche er­heben^ Ungerechtigkeiten und Verluste erlitten hätten, ob­wohl sie nicht im stände seien, gesetzmäßig ihre Forder­ungen zu erhärten. Das lieber einkommen sei von den meisten Mächten angenommen. Ihm sei fast sicher, daß, wo es noch nicht angenommen sei, dies bald geschehen werde. Der Vorsitzende Milwaih sagte, das Vorgehen der Regierung sollte nicht als. Rechtssache, sondern als Gnaden­att betrachtet werden.

Der Antrag der Buren auf Entscheidung der südafrika­nischen Frage durch den Haager Sch iedsgerichtsho 1 wird in der voraussichtlich Mitte November stattfindenden nächsten Versammlung des Verwaltungsrates des Schieds­gerichtshofes zur Besprechung gelangen. Man nimmt an, daß der Verwaltungsrat zunächst prüfen wird, ob er zur Feier schloß sich'nach dem üblichen Ceremoniell der Akt berl Erledigung derartiger Anträge zuständig ist. Soltte er sich ^reibigung auf bem Kasernenhofe am Brandplatz.

für unzuständig erklären, was zu befurchten ist, so wird der Haftpflichtversicherung der Lehrer. Durch die Presse

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kaja Gazetta, sie habe vor einigen Tagen die Nachricht be- Lehrerkreisen, wie auch in den Streifen der Volksschullehrer kommen, England sei mit Vorschlägen zu Frie- war deshalb sogar schon Stimmung vorhanden, eine allge- densunterhandlungen an den Präsidenten heran- meine Haftpflichtversicherung einzugehen. Von zuständiger^ getreten. Krüger habe vorläufig noch keine Ant- Seite wird uns nun mitgeteilt, daß alle derattigen Gerüchte wort geoeben, aber sofort Dr. Leyds und die Gesandten übertrieben sind und daß die Lehrer keinen Grund Fischer, Äolmarans und Worsck zu sich^gerufem Befürchtungen haben. Das wird auch in einer Ver-

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länoern aufgekaufte Pferde nach Südafrika zu transpor- baß em Lehrer nur strafbar wird, wenn er stme ' befugnisie überschreitet oder sich wirklich grobe Fahr-

" ii. lässigkeiten zu schulden kommen läßt. Im übrigen hat

2L1IS NNil 4Tflnil die Verwaltungsgerichtsbehörde die Vorentscheidung zu treffen.

(Der AbdruckderrnUer dieser Rubrik befindlichen Origwal-Nachrichten L .P8:, Don Selten Freisinnigen Volks- ist nur unter genau er Quellenangabe:Gieß.Auz." gestattet.) Partei im Wahlkreise Alsfeld-Lauterbach-Schotten wurden am

Gießen, den 28. Oktober 1901. 26. Oktober zu Lauterbach und am 27. zu Alsfeld Versamm-

** Das Verordnungsblatt für die evan- Lungen veranstaltet, in denen der preußische Landtags- und g eliüsiHs Käxche des Gvoßherzogtums Hessen Br. 13, Relchstagsabgeordnete-Rektor Kop^ch aus Berlin über Zoll-

Gehalt von jährlich 1800 Mt., nach Vollendung von zwei­einhalb Tienstjahren einen solchen von 2000 Mk. Hierfür haben sie sich ihre Wohnung selbst zu stellen. Wird ein besonderes Bedürfnis, insbesondere die Notwendigkeit höherer Wohnungsmiete, nachgelviesen, so kann auch schon vor Vollendung von zweieinhalb Dienstjahren der Gehalt über 1800 Mk. -erhöht werden. Ist Wohnung vorhanden, so erfolgt entsprechende Kürzung des Gehalts. 2) In allen übrigen Gemeinden des Landes beträgt das Anfangsgehalt 1500 Mk., nach Vollendung von zweieinhalb Tienstjahren 1700 Mk. Ist Wohnung nicht vorhanden, so erfolgt ent- .. ........w v _

sprechende Vergütung. 3) Das Vorrücken in die höhere Stadtverordneten wurde der neugewählte Beigeordnete Friedrich Gehaltsstufe erfolgt erst mit dem 1. Januar, 1. April, Fendt verpflichtet. Bekanntlich war der settherige Bei- 1. Juli, 1. Oktober, welcher dem Tag folgt, an welchem ^ordnete Chr. Rullmann mit Rücksicht auf sein Alter seit dem Eintritt in den Dienst der Ärrche zweieinhalb ^ückaetteten. Jin Namen der Stadt dankte Bürgermeister Jahre ab gelaufen waren, und nur rm Fall tadellosen Ver- . f langjährigen treuen Dienste. Zur

S äsx» ä; «U. v- s .".s; iftorium. 4) Zulagen wegen Führung ernes eigenen Haus- ferner wurde Zum Wahlkommiym: bet der demnachlttgar Halts werden nicht gegeben. 5) Bei Vikaren und Assistenten I Gemeinderatswahl Bürgermeister Knaf einjnmmtg gewählt, in den unter 2) aufgeführten Gemeinden wird die ihnen ü. Bersrod, 28. Okt. Hier hat sich ähnlich wie m vielen gewährte freie Station mit einem Betrag von 700 Mk. anderen Orten ein Konsumverein gegründet, der in etwa in das Gehalt eingerechnet. Den Betrag, mit welchem in Tagen fein Verkaufslokal eröffnen wird. Bis jetzt sind der unter 1) aufgeführten Städten die freie Station an^m bcm ^rein bereits 30 Mitglieder beigetreten. Zum Letter rechnen ist, bestimmt das Oberkonsistorium. 6) Den Betrag Steinhauer Christian Schwalb, zum Lagerhalter von 700 Mk. hat auch der Pfarrer, welchem ein Vikar oder _ . > Dürina gewählt

Ä« sL-m st TarmstM, 28. Oft.

Vikar oder Assistenten nicht einmal Wohnung und liegt weben bekannt. Ein lunger sehr bekannter Herr, der i-, der Grund hierfür nicht in einer Unzulänglichkeit der Räume Anlaß einer öffentlichen Veranstaltung m den letzten Monaten des Pfarrhauses, so kann er durch Beschluß des Ober-! viel genannt wurde, und dem es bisher schwer gefallen fern konsistoriums zur Leistung eines Beitrags zu den Kosten soll, sein Einjährig-Freiwilliges Examen zu machen, hat vor der vom Vikar oder Assistenten zu beschaffenden Wohnung einigen Tagen mit der Frau seines intimsten Freundes, eines herangezogen werden. hiesigen Arztes, eine mehrtägige Reise angetreten. Sobald

** Kirchliche P e r so n aln a chr icht e n. Ernannt k ber Dame den Aufenthalt des Pärchens erfuhr,

wurden: Pfarrverwalter Klos zu Schlitz zum Pfarrver- .. $ ~ ib c nad) stellte aber sofort

Walter in Münster, Dekanat Friedberg; Pfarrvikar Walter W1«? « ölc L.

zu Groß-Gerau zum Pfarrverwalter in Crainfeld, Dekanat ben Antrag ans Chesch g. s

Lauterbach; Pfarrassistent Schäfer zu Schotten zumPsarr- neuen Liebe schon überdrüssig geworden sem, denn er stolziett assistenten in Darmstadt; Pfarrvikar Weiß zu Villingen gemütlich wieder m den Straßen unserer Stadt herum. zum Psarrassistenten in Schotten; Pfarrvikar Schmidt zu Gegen den vom Handelsvertragsverern betreffenb die Trais a. d. Lda. zum Vikar der ersten Pfarrstelle zu Grün- Zollerhöhung erlassenen Aufruf haben bekannttich eine Anzahl berg; Pfarrassistent Römheld zu Grünberg zum Vikar hessischer Landwirte protestiett und mtt Boykottierung den der zweiten Pfarrstelle daselbst; Pfarrverwalter Dr. unterschriebenen Ladeninhabern gedroht. Hierdurch beunruhigt, Thumm zu Eschollbrücken zum Pfarrvikar m Pohl-Gons. ber Detaillisten-Verein für heute Abend eine Versamm- Pfarrvikar Herrmann M Äbeshausen zum Pl°rrv°rwal- / emberufen und bie Ortsgruppe des Handelsvertrags. R°°'s zu L?l 8um teSn9berÄkHe zu emer Besprechung eingeladen.

heim-Undenheim, Dekanat Oppenheim; Pfarramtskandidat batte wurde man darüber klar, daß die zu befürchtende Boy- Nies zu Michelstadt zum Pfarrvikar in Ilbeshausen, De- kottierung)t leicht durchführbar und eoent. keinen nennens- kanat Lauterbach; Pfarramtskandidat Obermann zu wetten Erfolg bringen werde. Man einigte sich schließlich Gießen zum Pfarrverwalter in Horchheim, Dekanat dahin, alle offiziellen Schritte zu unterlassen, und die Land- Worms; Pfarramtskandidat Vogel zu Bellersheim §uin rojEte an sich herankommen zu lassen. Weitere Aufrufe sollen Psarrverwalter in Frischborn, Dekanat Lauterbach; Psarr-lohne Namensnennung erfolgen.

amtskandidat Graul in g zu Grünberg zum Pfarrvikar in ** Darmstadt 27 Okt. In unserer Stadt wurde kürz»' Trais a. d. Lda., Pfarramtskandidat Weisel zu Darm- .., f r h Nermäblunasanreiae versendet:

stadt zum Pfarrvikar in O-Ueck, Dekanat Lauterbach; Pfarr- Monsieur et Madame L. Scheerer ont Pbonneur de VOUB faire amtskandidat Freund zu Biebesheim zum Pfarrvikar iNl . dea ille8 de leur LUe Minna avec Monsieur Louis Göbel. Villingen, Dekanat Hungen. Die Schlußprufung im August F Lausanne, Aoüt 1901.

1901 haben u. a. bestanden: Julius Grauling zu Grün- (Jumeiies, 8).

berg, Friedrich Nies aus Gießen zu Michelstadt, Karl O b e r-Monsieur et Madame H. Göbel ont lhonneur de vous fair parb mann aus Reuters, zu Gießen, Hermann Repp zu Vil-1 de fian^ailles de leur fils Louis aveo Mademoiselle Minna Scheerer. [ingen, Otto Vogel aus Ober-Hörgern, zu Bellersheim, Darmstadt, Aoüt 1901.

Ludwig Weiselaus Friedberg, zu Darmstadt. Gestorben (Dieburgerstrasse 68).

ist- der evangelische Pfarrer i. P. Ernst Rh einh eimep Die Sprache fernes Vaterlandes zu verleugnen schem von Dornheim zu Darmstadt am 14. Ott. Zur Wied er- man m gewissen Kreisen Darmstadts auch heute für vornehm besetzung werden ausgeschrieben: die erste evangelische zu halten.

Pfarrstelle zu Nidda, Dekanat Nidda; die evangelische Darmstadt, 28. Okt. Die Prinzessin Ludwig oon, Pfarrstelle zu Dortelweil, Dekanat Rodheim. Battenberg wird mtt ihren Kindern am Dienstag nach-

* Zur Bureusache. Die Burenfteunde aus unserem Leser- mittag via Genua nach Malta abreisen, um daselbst für kreise wird es interessieren, daß die Polizeibehörde von Dnis- längere Zeit Aufenthalt zu nehmen. Prinz Ludwig von bürg den Dr. Gadow aus Paarl, dessen Name gewiß von Battenberg ist zur Zett mit seinem Schiff bei Matta stationiett. seinem Vottrage in Steins Gatten her noch in aller Erinne- Darmstadt, 28. Okt. Am Frettag mittag besuchten rung ist, anscheinend als einen staatsgefährlichen Red- die Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihren n er bettachtete; denn sie hat verschiedenttiche Versuche ge-I Kindern die mechanisch-therapeutische Anstatt des Dr. med. macht, den Vorttag, den er dieser Tage in Duisburg hiell, Lossen in der Steinsttaße.

zu verhindern. Der Polizei-Inspektor hatte angeordnet, daß b. Mainz, 28. Okt- Das hiesige Militärkasrnv.

billigem Fleisch .mit erstttassigen Metzgern, Geslugel- und Fischhändlern hier in der Stadt in Verbindung zu treten. Die Mainzer Metzger-Innung erläßt nunmehr als Antwort darauf folgendes Rundschreiben:Wir emnnern daran, daß Ansinnen dieser Art bereits im Jahre 1892' durch den Beam tenv erein und im Jahre 1899 durch die sozialdemokratischen Ge wer ks ch a f te u an die hiesigen Metzgermeister ergingen. Wenn nun heute fettens des Offizierskasinos das Gleiche beabsichttgt ist, so erachtet der Vorstand der Innung es für nötig, in ähnlicher Werse die Mitglieder zu warnen und zwar auf das Wernachdruck-, lichste. Es dreht sich, wie in früheren Fällen, auch hier nicht! etwa darum, größere Posten auf einmal zu verkaufen, son­dern um den einfachen Detailverkauf mit all seinen Ver­lusten und Nachteilen für den Verkäufer. Die Zugehörige leit zu irgend einer Korporation, mag sie heißen tote fie- will, giebt fein Recht, im Detail billiger einzukaufen. Im' reellen Detailgeschäste kann es überhaupt eine ungleiche Behandlung ber Kundschaft nicht geben, können keine' ! zweierlei Preise erfrieren. Das wäre eine schreiende Un-1 gerechtigkett gegen die übrige Bürgerkundschaft, welche danw schlechter, d. h. teuerer behandelt würde. Mißtrauen unb Verwirrung würde in der ganzen Kundschaft hervorgerusen und die Folge wäre, daß schließlich sämtliche Vereine mtt gleichen Ansprüchen kämen. Daß vielfach heute schon alles, was zum Engros-Bezuge von auswärts sich Eignet, zum^ Schaden der hiesigen steuerzahlenden Burger thatsachlich von auswärts bezogen wird, und daß es sich im vorliegenden Falle hauptsächlich um den kleinen Detailverkauf der frischen Fleisch- und Wurstwaren dreht, sei hier ausdrücklich betont.

I Dieser Detailverkauf ist aber wahrlich zur 3eit juion schlecht genug, als daß er' durch derartige Merselhafte pulationen noch mehr verschlechtert werben tonnte. Hatten wir einmütig an dem Prinzipe des f)ten und für sattle KLnd^en ö.Lei&W und beulen ffiWj

Ausland ........ ....... .................._____________

Madrid, 28. Okt. Das Budget wesst in den Aus- Verhältnisse vernicht befinitio angeftenten gaben eine Erhöhung um 25 Millionen Pesetas auf. u;r.or ^ihn-nr. h.w