Ausgabe 
30.8.1901 Zweites Blatt
 
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Engländer und Buren

1 *****,

Wie uns das W. T. B- heute aus Insterburg meldet, ist dem Verteidiger Horn telegraphisch die Meldung zu­gegangen, daß der kommandierende General Graf Finck v. Finckenstein bezüglich Hickels die Revision ange­meldet hat. SergSdnt Hickel stand bekanntlich unter derj Anklage der Beihilfe bei der Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk. Für Hickel wird diese Anfechtung des Frei­spruchs schmerzlich sein; im Interesse des zum Tode ver­urteilten Unteroffiziers Marten und im Interesse der weiteren Klärung des Falles ist die Revisionseinlegung willkommen zu heißen. Tenn wenn die Revision Martens verworfen werden sollte, diejenige gegen Hickel aber Erfolg hat, muß der ganze Prozeß bis in die Einzelheiten von neuem verhandelt werden. Hierbei tonnten sich dann Um­stände ergeben, welche die Möglichkeit einer veränderten! Beurteilung auch des Unteroffiziers Marten böten und! die Handhabe für ein Wiederaufnahmeverfahren zu feinen, Gunsten gewähren. Man wird sich erinnern, daß im Laufe, des Prozesses der Staatsanwalt ausdrücklich zu Pro-,

-L ne9men ließ,, ihm sei durch die Verweigerung des, Gerichtshofs, bestimmte Fragen zu wiederholten Malen, Zeugen zu richten, die Möglichkeit der Ueberführung, Hickels abgeschnitten worden. Ter Staatsanwalt wies darauf, hm, 'daß dieser Gerichtsbeschluß eventuell einen Revisions-, Zrund bilden werde.

eine Haussuchung. Sämtliche Familienmitglieder des Prä­sidenten Krüger wurden ersucht, sofort Südafrika zu ver­lassen. Ter Schwiegersohn Krügers, Eloff, ist als Kriegs­gefangener nach Indien transportiert worden.

Eine 'Brüsseler Tepesche derMorning Post" besagt, Krüger bestätige den Bericht Kitcheners, daß die Anzahl der im Felde stehenden Buren nicht 14 000 übersteige, aber! er behaupte, daß sie durch 10000 Afrikander, die sich den verschiedenen Kommandos anschlossen, verstärkt worden seien.

Zuerst werden wohl die Herren Briten dieschuldigen" Burenkommandanten haben müssen, um sie hängen zu können. Was die Versicherung, voneidlichen Aussagen" wert ist, weiß man nachgerade zur Genüge. Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, man muß sie hören alle beede. Nach, allem dem, tvas bisher über die Vlakfonteiner Angelegen-! heit bekannt geworden ist, wird man an die Erschießung von Gefangenen durch Buren nicht zu glauben nötig haben.

Die kritische Lage in der Kapkolonie wird grell beleuchtet in einer vom 6. August datierten Kap­stadter Korrespondenz derRhein. Westf. Ztg." Tie T-e- moralisation in der Kolonie schreitet danach unaufhaltsam fort. Tie Bevölkerung verläßt scharenweise das Land, die Felder bleiben unbestellt. Die Zensur vernichtet alle aus­ländischen periodischen Blätter und hält selbst die eng- lischen Blätter von der Zirkulation fern. Tie Eisenbahnen dürfen nur gegen ausdrückliche Militärerlaubnis Personen befördern. Ein Aufstand der Basutos ist zu allem anderen Unheil für die Engländer noch hinzugekommen. Die 'AgenturParis Nouvelles" veröffentlicht folgende Meld­ungen ihres Korrespondenten in Südafrika: Tie Revolte der Basutos ist sehr ernst. Dieselben drangen bis auf 28 Meilen von Bloemfontein vor und töteten alleEng- länder, die sie auf ihrem Wege antrafen. Die Eng­länder bieten 13 Schilling Tagessold allen denen, die bereit sind, gegen dje Basutos zu marschieren.

Es ist interessant zu sehen, wie sich ein englischer Berichterstatter es ist der derTimes" in Middelburg - mit der Thatsache abfindet, daß Frenchs Opera­tionen in der Kapkolonie bisher einen so mäßigen Erfolg gehabt haben. Vor zehn Tagen, sagt er, waren die Operationen des Generals French darauf gerichtet, die!

Mn Telegramm desDaily Expreß" aus Kapstadt mel­det, daß ein Teil des Kommandos Scheepers bis in die Nähe der Mosselbai vorgedrungen ist. Die dortiqe Stadtwache wurde in Erwartung eines Angriffs mohilisien Es sei z u m e r st e n m a l e se it Be g i n n d e s K r i e g es daß die Buren sich der Küste genähert hätten. Tie Meldung verursachte große Erregung auf der Kaphalbinsel £ie dort ansässigen Buren wurden aufgefordert, sich bei Strafe der Verhaftung zu melden.

Lord Kitchener sprach in dem am vorigen Dienstag veröffentlichten Bericht darüber, daß man ihm Leute (Yeornanry) nach Südafrika geschickt habe, die weder schießen noch reitenkonnten und erst völlig von Anfang an ausgebildet werden mußten. Wie die Daily Mail" nun mitteilt, hat Lord Kitchener aber noch

Große Gefühlsrohheil aber haben die Eng­länder in Pretoria am Tage der Beisetzung der Gattin des Präsidenten Krüger gezeigt, indem sie im Parke ein Konzert veranstalten ließen. Die gesamte Be- " völkernng war über dieses Vorkommnis äußerst erregt. Ser, 1 (von England eingesetzte) Bürgermeister von Pretoria wohnte!

Deutsches Reich.

Berlin, 28. Ang. Der Kaiser wohnte heute hier der Feier der Fahnenweihe im Lichthof des Zeughauses bei und nahm sodann im Königlichen Schloß militärische Melduogev entgegen. Zur Frühstückstafel war Reichskanzler Gras von Bülow geladen. Am Nachmittage besuchte der Kaiser mehrere Ateliers und kehrte sodann nach dem Neuen Palais zurück.

Die Herbfiparad e am 2. September fällt, wie von amtlicher Seite berichtet wird, aus

I und wie Graf Lambsdorff später dem britischen Botschafter !in Petersburg erklärte, habe sich die Autorität des Grafen Waldersee nur auf die Operationen in der Provinz Tschili bezogen, also nicht einmal auf die kleine russische Besatzung, die in dieser Provinz belassen worden sei, da dieselbe an keinerlei Operationen teilgenommen hätte. Tie japanische

I Anerkennung des Oberstkommandierenden hat einen rein formellen Charakter gehabt. Nur die britische Abteilung! hat loyal den Oberstkommandierenden unterstützt. Tann führt der Berichterstatter ans, wie der britisch-russische .... Streit wegen der Eisenbahn die deutsche Regierung in Ver-!zu legenheit gesetzt habe: Einerseits hätte es Graf Waldersee'' nicht mit den Engländern verderben dürfen, da diese die einzigen gewesen seien, die ihn noch anerkannt hätten, und anderseits habe die deutsche Diplomatie natürlich immer nach Petersburg gesehen. Man habe bei dieser Gelegenheit

I wohl erkannt, in welche schwierige Lage man leicht kommen könne, und es sei vielleicht kein Zufall gewesen, daß gleich nach Beilegung dieses Streites das Hauptquartier in Ost- asien plötzlich zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß es doch vielleicht nicht ratsam sei, die Besetzung der Provinz! bis in die heißen Sommermonate aüszudehnen. Graf Waldersee habe darauf die führenden Offiziere, und zwar auch diejenigen, die ihn nicht anerkannt hätten, zu einer Besprechung eingeladen, um die Frage der Räumung des Landes zu beraten. Der Berichterstatter sagt, er wolle bei dieser Gelegenheit nicht näher auf diese Frage eingehen, weil das zu weit führen würde. Ter Zweck des Briefes sei erfüllt, wenn es ihm gelungen sei, zu beweisen, daß es für England vollkommen hoffnungslos sei, zu glauben, daß man Deutschland durch Zugeständnisse und dergleichen ver- in Ostasien oder sonst irgendwo in der! nun mmuu, ijul ^ulu- wnujcutt aoei noai

Aelt mrt den Engländern zusammenzuwirken, sobald die ernstere Beschwerden über Albions letztes Aufgebot vorn«! Gefahr vorliege, daß dies in Petersburg unangenehm be-'"-'-------" - *" - - - **

rühren könnte. England habe kein Recht, solche Hoffnungen zu hegen.Ter Grundton der deutschen Politik", schließt der Brief,ist immer derselbe, auf den Bismarck immer so viel Gewicht legte, nämlich mit Rußland auf gutem Fuß zu bleiben. Da, wo nun unsere Interessen denen Rußlands zuwiderlaufen, müssen wir unbedingt uns auf unsere eigenen Kräfte verlassen. So wie wir das thun, spielen wir den ehrlichen Maklern in die Hände, denen natürlich! immer daran liegen wird, ihre Waren auf den besten Markt zu bringen, und solange die gegenwärtigen Ver­hältnisse in Europa dieselben bleiben, wird Petersburg für Deutschland immer ein besserer Markt sein, als London."

Eine Tepesche Kitcheners aus Pretoria vom 25. August berichtet: General Hildyard übermittelte mir ei d l i ch e A u s- fagen, die bestätigen, daß am 3. Juni bei Graspan bei! Reitz einLeutnantundzweiSoldatenerschossen! wurden, nachdem sie sich ergeben hatten. Er habe Ab­schriften dieser Aussagen an Steijn und Botha geschickt. Ferner telegraphierte der englische Kriegsminister Brodrick an Kitchener Folgendes: Wir vernehmen, daß Sie hin­sichtlich des an unseren Verwundeten bei Vlakfontein begangenen Totschlages keinerlei befriedigende Zusicher-I ung erhalten. In Anbetracht der in Ihrer Tepesche auf­geführten Thatsachen sind wir der Ansicht, daß Sie durch eine Proklamation bekannt geben müssen, daß Mitglieder eines Kommandos, das derartige Gewaltthätigkeit be­gangen hat, für schuldig angesehen werden, wenn bewiesen ist, daß sie bei der Ausführung der That anwesend waren, ob sie nun wirklich daran teilgenommen haben oder nicht',! und daß der Chef des betreffenden Kommandos mit dem Tode und die übrigen Mitglieder des Kommandos, je nach dem Grade der Mitschuld mit dem Tode oder mit einer leichteren Strafe bestraft werden.

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China.

Ein Mitarbeiter derTimes", der schon wiederholt über die Angelegenheiten im fernen Osten unter dem Namen Far East geschrieben hat, veröffentlicht einen mehrere Spalten langen Brief an die genannte Zeitung, indem er an der Hand des jüngst veröffentlichten Blaubuchs aus­einander zu setzen versucht, daßDeutschland Eng­land nicht mit der Rücksicht behandelt" habe, Jte es erwarten konnte, nachdem es den Oberstkommandieren­den fo aufrichtig unterstützt habe. Er kommt zu dem Schluß, dap, wenn die englischen Interessen jemals mit den russi­schen, zusammen stoßen sollten, England jedenfalls niemals aus eine ^Unterstützung der ehrlichen Makler in Berlin rechnen in ihrem Leitartikel hinzu, daß ^?n^^s^^^kolgerung sei, die jeder vernünftige Eng- ^U8st hatte ziehen können. Tie jüngsten Er- E l5hma bestätigen nur eine alte Erfahrung,

io wichtigsten^SchlußTolgerungen des Briefes lauten fol­gendermaßen : Sie deutsche Regierung und Graf Walder-! befanden ftch in einer sehr unangenehmen! Sage; die Kommandanten der Truppen Frankreichs und Ler Vereinigten Staaten hatten ihn nie als Oberstkorn-^

Ein Füllhorn von Freundlichkeiten schüttet das Petersburger BlattWjedomoski" in feinem dieAuskands- reife desZaren Paares behandelnden Leitartikel über Deutschland aus. Es ist u. a. die Rede von dem! Zusammengehen Rußlands und Teutschlands in Ostasien, von den ihrem Wesen nach natürlichen, nicht ausrott- Laren Beziehungen gegenseitigen Ver­trauens und Wohlwollens, von der unver­meidlichen Solidarität vieler politischer und wirtschaftlicher Interessen. Man sieht also, daß die Russen an der Möglichkeit des Abschlusses eines neuen Handelsvertrages mit Deutschland keineswegs ver­zweifeln, im Gegenteil gesonnen sind, auch ihrerseits! dre einigenden Gesichtspunkte in den Vordergrund zu stellen. Das wird zur Klärung der Situation wesentlich beitragen. Und es jfh weiterhin geeignet, in Deutschland Genugtuung hervorzurufen, wenn am Sck)luß desWjedomosft"-Artikels einer französisch-deutschen Annäherung warm! das Wort geredet wird, unter Hinweis darauf, daß in Frankreich vieles aus der Ver gan gen heil schon vergessen wird. In der That, solche Worte von Osten per hat man lange nicht gehört; sie bilden eine verheißungs-! volleOuvertüre" zur Zarenreise.

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bei: Sage die Eisenbahnlinie zu überschreiten, weil sw dw Blockhäuser daran hinderten. Außerdem müssen sie ein­gesehen haben, daß sie unbedingt gefangen genommen worden waren, wenn sie nährend eines Nachtmarsches in bem sehr schwierigen Gelände plötzlich zwischen zwei britifar Abteilungen gekommen wären. Diese beiden Kommando? I befinden sich zwischen der Linie Gradock und Graaff Rcinpf und beide werden scharf verfolgt. Man kann wohl nimf diplomatischer ausdrückeu, daß das Gegenteil von bern eingetroffen ist, was beabsichtigt war, daß nämlich Botha- und Lotter, statt nach Norden über den Oranje getrieben Zu werden, ungehindert nach Süden marschiert sind. Thervv befindet sich zwischen Aberdeen und Beaufort West (also, noch weiter südlich als die beiden anderen). Ser Bericht­erstatter will bei den Buren die Tendenz bemerkt habni wieder in den Weiten der Kolonie einzudringen. Nach ihm.befindet sich Hertzog schon wieder im Koloniebezirk Philipstown. 8 c

manche zurückgekehrt. So kam vergangene Woche.ein Schiff mit 9)comanrty an, von der über 90 Prozent nad) weniger als dreimonatiger Dienstzeit als Ganzinvaliden entlassen | worden waren. Diese Angelegenheit wird den GegenstaÄ» einer Untersuchung bilden, der wohl verschiedene Sünden-, böcke zum Opfer fallen werden. Es wird behauptet, datz eine Anzahl Rekruten überhaupt nicht ärztlich un­ter s u ch t worden sind, fonbern von den Yeomanry-Rekru- tierungs-Behörden, so wie sie sich meldeten, nach Afrika verschickt wurden, nur um die erforderliche Präsenzstärke aufweisen zu können. Lord Roberts beschäftigt sich mit der Angelegenheit, von der zweifellos noch mehr verlauten wird. Die gleiche Nachlässigkeit scheint die Rekrutierung der ersten Kontingente für die unter General Baden-Po Wells Kom­mando stehende südafrikanifche Polizeitruppe charakterifiert zu haben, die doch eine Art Elitetruppe bilden sollte. Mit dieser letzteren Angelegenheit beschäftigt sich das Kolonial­

amt, wie es heißt, in sehr rigoroser Weise.

Ein Brief aus Pretoria, der mit der letzten Post eintraf, wirft ein recht düsteres Licht auf die Gefchäfts- verhältnisse in der früheren Buren k- Hauptstadt. Ter Schreiber sagt u. a.:Seitdem die Stadt bestehe, Hal,en Kaufleute nie Grund gehabt, sich über derartigen Mangel an Umsätzen zu beklagen, wie augenblicklich. Bis Mai war die Lage noch erträglich, weil die großen, hier liegen­den Truppenkörper das Geschäft belebten, aber jetzt geben die Mittel aller kleineren Firmen zu Ende und dies lähmt die Thätigkeit in erschreckender Weise. Sie Mehrzahl der Einwohner ist ohne jeglichen regelmäßigen Ver­dienst und viele bisher verhältnismäßig Wohlhabende leiden Not. Je länger der Krieg andauert, desto trau­riger muß die Sage werden. Leute, die früher eigene Ge­schäfte besaßen, sind froh, ganz untergeordnete Stellungen zu bekleiden, um sich und ihre Angehörigen von den I ärmsten Entbehrungen zu bewahren. S-er Stadt rat l>at bereits öffentliche Arbeiten angeordnet, um den niedrigeren Klassen Beschäftigung zu geben, aber die Entlohnung ist recht gering. Niemand sollte daran denken, nach Johannis- burg oder Pretoria zurückzukehren, so lange das Stand recht besteht. Von Lord Kitchener bis zum letzten Soldaten sind alle der fortwährenden Geplänkel überdrüssig, die mit den Buren-Kommandos statt find en.

In der jüngsten Sitzung der Entschädigung s- kpmmission in London wurden 128 Entschädigung^ ansprüche von T e u t s cb e n vorgelegt, darunter diejenige des Dr. P. Christianßen, der 3/ 750 Pfund für ideelle Schä­digung fordert. Ferner verlangte Schmitt, der Beßker eines Hotels in Pretoria, 11900 Pfund, darunter 10000 Pfund für teilweisen Verlust des Augenlichtes. Der Schani wirt Theinert in Johannisburg verlangt 10 000 Pfund für ideelle Schädigung. Der Gesamtbetrag dieser Forderungen beläuft sich auf 177 000 Pfund. Außerdem wurden noch 71 Entschädigungsansprüche von früheren Eisenbahn-Ang^ stellten deutscher Abstammung in der Höhe von <91-> Pfund vorgelegt.

I bringen gehabt. Cs sollen ihm nämlich sogar Hunderte von solchen Rekruten geschickt worden sein, die an körper- lichen Leiden aller Art litten, die eine nur ober­flächliche ärztliche Untersuchung sofort hätte entdecken müssen. Er habe eine sehr lange Liste von Leuten heimgesandt, welche die Lazarette in Südafrika füllen und mit allen nur denkbaren Gebresten, vom .Herzleiden bis zur partiellen Lähmung behaftet sind. Taube, Stumme, Halb- blinde und einige Krüppel befinden sich unter dieser Heldenschar. Lord Kitchener spricht sein Bedauern darüber aus, 'daß eine so mangelhafte ärztliche Untersuchung statt- gefunden hat, und er weist darauf hin, welche Kosten und Mühen es bereite, nur völlig taugliche Leute auszubilden. Er hält es für thöricht, ihm derartiges Material zu senden, daß nicht ausbildungsfähig sei, und für das die Kosten für Transport nach Südafrika, und zurück, für Sold usw. umsonst bestritten worden seien. Tie Leute würden sogar die Kriegsmedaille erhalten müssen. Lord Kitchener hat angeordnet, daß alle derartigen Leute als dienstuntauglich zu entlassen, und sofort als Invaliden in die Heimat zurückzusenden seien. Bereits sind von diesen Leuten!

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r®n 1 ®u u r E am |> f scheint im Anzuge zu sein! . . . Es handelt sich um keine neuen Maigesetze, son- l>ern es droht uns eine neue Agitation nach Art der Los von Rom-Bewegung." So sprach, wie wir gestern berich- teten, der Abg. Trimborn auf dem deutschen Katho­likentag in der ersten öffentlichen Versammlung. Tie Vor­aussage des neuen Kulturkampfs scheint auf die Anwesen­den höchst überraschend gewirkt zu haben, denn es folgte, nach einem uns heute vorliegenden ausführlicheren und zweifellos zuverlässigen Bericht, keine Aeußerung der Zustimmung, sondernlautlose Stille". Wären von anderer Soite, auß^r vom Abg. Trimborn, ebenfalls die dunklen Wolken am Horizont" bereits erblickt worden, dann hätte es wohl kaum an bekräfttgendenSehr richtig!" ge­fehlt. In der That muß man fragen: wo sind denn im! deutschen Reiche Bestrebungen in größerem Umfange bemerk bar, darauf gerichtet,die antikätholischen Instinkte zu, wecken, bei Katholiken Mißtrauen und Widerwillen gegen, die Kirche zu erregen"? Der Abg. Trimborn hätte Bei­spiele solcher Verhetzungen mitteilen, den Schauplatz der Friedensstörungen deutlich benennen sollen. Aber das Ge­spenst desneuen Kulturkampfs" scheint hauptsächlich zu dem Zweck heraufbeschworen zu fein, das Band der Einig- keit um die Zentrumswähler feftjer zu schlingen. Tiefe Einigkeit wird das weiß niemand besser als das kluge Zentrum auf eine besonders starke Probe gestellt bei den komm en den Zoll tarifv er Handlungen. Die land-, £lC'<?1'unk städtischen katholischen Wähler befinden sich, bezüglich der landwirtschaftlichen Zollerhöhungen in ent-, schieden em Gegensatz. Die unter katholischer Protektion >

^r1aÄr®bat| J U Pretoria wohnte

anders denken naturgemäß die städtischen Zentmmsan-1 Beisetzung nicht bet, erschien aber mtt seiner gesamten Hänger überwirksame" Getreidezölle, d. h^ solche DEsib Su dem Konzert. Gleich nach der Beisetzung drangen 7 bis 7.50 Mark.Am gefährlichst ist es,^^wenn^unsere! Engländer^ in die Wohnung Krugers und veranstalteten Einigkeit schwankt. Und sie ist gefährdet durch die Jnter- efsen-Gegensätze und Mmpfe", rief Abg. Trimborn aus. Ebenso legte Abg Dr. Lieber in feiner Ansprache das Hauptgewicht auf die Erhaltung der Einigkeit. Es bleibt nun abzuwarten, ob dieneue Kulturkampf-Prophezeiung, Wirkung thut. Daß sich die Prophezeiung erfülle, wird gewiß niemand wünschen. Ser Kampf der Interessen be­herrscht die Gegenwart und die Zukunft. Schwerlich wird daneben noch ein Streit der Heberjeugungen und Glaubens­meinungen ausgefochten werden.

Fallen von Zerstoßen gegen die Berufspflichten, ferner dann, mandterenden anerkannt. Sie waren der Ansicht, daß diel Buren durch parallel marickierend^

Jucnn zwar kein Verstpß gegen eine Berufspflicht aber em Notwendigkeit, einen gemeinsamen Führer zu haben, lange über den Oranjefluß. J treiben nordwärts

bte Standesehre verletzendes Benehmen vorliegt. Daß auch aufgehört hatte, bevor noch Gras Waldersee in Ostasien an- Operationen ist daß Kruitzinaer Malan f?xe,ei

Sei Den Barristers die Suspension oorlommt, habe ich nicht gekommen war. Tie Russen hatten sich in der Weise über ungesähr d"ei- bisvierhuüdert Ma^n tick nun mi

können, ^e Disziplinargewalt über den Barrister dre Schwierigkeit hinwcggesetzt, daß sie eigentlich ihre ge- fr^staate befinden g Botha ünb Sott« Barett

bet Innung zu welcher er angehort, dre Strasmittcl >amte Druppenmacht in chc Mandschurei geworfen hatten, der Lage, die Eisenbahnlinie ,u ü6erMrPif^ m" r

fmd Verweis oder Entfernung aus der Innung. Die letztere ..... uLtLimrpTrtm MP1

Art der Bestrafung kommt nur äußerst selten vor.