tragen
. 400 000
307 832
463 962
gleich Summe
. 631538
im Wege einer Ver-
Vizepräsident v. F r e g e ruft den Redner zur Ordnung. (Beifall rechts.)
Abg. Singer (fortfahrend): Wir befinden uns in einer beschämenden Situation. Das Reichsamt des Innern erhält Subsidien vom Zentralverbande der Industriellen und das Volk soll Millionen zahlen für Weltpolitik an einige Privilegierte. (Lärm. Heiterkeit rechts.)
Abg. Dr. Arendt (Rp.): Die Getreidezölke werden Inland und Ausland je nach der Konjunktur tragen. Wir protestieren gegen die Verquickung von Getreidepolitik und
Dagegen ist die Gattung der Pantomime mit Rechch ausgenommen worden. Sie liegt bei uns eigentlich gan^i, brach. Hier läßt sich ein Unrecht wieder gut machen. Mit weniger Glück versuchte man eine Ballade von Liliencron „König Raguar Lodbrog" als Schattenspiel darzustellen. Etz fehlte ihr die nötige Ausgelassenheit. Richt gut beraten war man ferner, als man einen Einakter von Schnitzlet aufführte. Rach Sekt serviert man eben nicht mehr leichten Mosel.
Aus alledem erhellt, daß das Ueberbrettl noch keineswegs am Ziel seiner und unserer Wünsche angelangt ist. Roch liegt die Bahn nicht glatt und eben wie eine Eisfläch« vor ihm. Es hat beherzt den ersten Schritt in die Oeffent- lichkeit gethan. Dafür kann man seinem Leiter, dem ausgezeichneten, in allen Sätteln gerechten Herrn v. Wolzogen, nicht dankbar genug sein. Aber nun treten auch Pflichten hervor, wie 'sie ,in diesem Lande noch nie zuvor gesehen an das Unternehmen heran. Jetzt gilt es, sorgsam auszuprobieren, jenes auszuscheiben, dieses hinzuzugewinnen, das eine zu vervollkommnen, das andere von der stolzen Höhe für die Allgemeinheit herabzuziehen. Jetzt gilt es namentlich, ein geeignetes Lokal zu finden; denn solche Darbietungen bedürfen lauschiger, intimer Räume, aber, nicht eines nüchternen Kastens, wie es die Berliner Sezessionsbühne ist. Das will nicht viel besagen im Vergleich zu dem, was bereits erreicht ist. Wolzogen hat sich einen- Stab vorzüglicher Mitarbeiter gesichert. Er hat ein über jeden Zweifel erhabenes Personal zusammengestellt, dem so treffliche Kräfte wie die bekannte Frau Olga Wohlbrück, Robert Koppel, Olga Destree und Bozena Bradsky angehören. Wenn er dann demnächst die geplante Reise „durch die Mittelpunkte deutscher Intelligenz und Kunstbestrebung" antritt, möge er überall ein so begeisterungsfähiges unfr -freudiges Publikum finden wie in Berlin. Dann werden wir die Genugthuung haben, das Ueberbrettl nicht a. <$>., sondern als stündige Institution zu besitzen. Dr. M. M.
Summe 771 794
Hiervon bilden die Grundzahlen 15 Prozent gleich
115 769 Mk. Diese sind nach dem Grundsatz von 2:1 doppelt zu nehmen .... 231538
und zugezählt zur staatlichen Einkommensteuer
Die Summe der fixierten Reinerträge vom Gewerbebetrieb (gleich den früheren Ge- Mk. Werbesteuerkapitalien) beträgt
Die Summe der fixierten Reinerträge vom Grundbesitz (gleich den früheren Grundsteuerkapitalien) beträgt
Aus ft®
Politische Tagesschau.
Ein Skandal auf der Lyoner Präfektnr erregt in ganz Frankreich gewaltiges Aufsehen. Dort waltete ein ehemaliger Unteroffizier bei den Jägern, Charles Meyer, als unbeschränkter Chef der Polizei-Brigade von *000 Mann. Er führte in allen Dingen, die den Polizei- )ienst angingen, das große Wort und besaß das Vertrauen >es Präfekten. Vor einigen Wochen wurde er krank, und so mußte der Generalsekretär Marty ihn vertreten. Da dieser einiger amtlicher Schriftstücke bedurfte, ließ er Meyer um die Schlüssel zu dem Aktenschrank bitten, und als diese nicht auS- geliefert wurden, schickte der Präsekt Boten zu demselben Zweck aus. Achtmal kamen diese unverrichteter Dinge zurück, und endlich ließ der Präfekt Meyer sagen, er werde sie selbst bei ihm abholen. Am gleichen Abend fuhr der Polizei Chef auf >er Präfektur vor und schleppte sich in sein Kabinett, alldem er sich mit zwei umfangreichen Schriftbündeln wieder entfernte. Als der Präfekt davon hörte, ließ er durch einen Schlosser die Thür des Kabinetts erbrechen und Meyer ein» aden, tags darauf dem Oeffnen der Schränke und Schub- oben -beizuwohnen. Meyer kam, brachte seine Schlüssel, leckte sie in die Schlösser und bat dann auf Grund seine- Befindens um die Erlaubnis, sich zu entfernen. War man nun fand, überstieg alle Erwartung: Briefe und Entwürfe von Zeitungs-Artikeln, aus denen hervor- ging, daß der Chef der Staatspolizei in der zweiten Stadt Frankreichs mit den Führern der reaktiv-
Deutscher Reichstag.
Berlin, 28. Jan.
Der Kaiser hat auf die Glückwünsche des Reichstags zu seinem Geburtstage folgendes Telegramm an den Reichstagspräsidenten gelangen lassen: „lieber diese Glückwünsche hocherfreut dem Reichstage herzlichen Dank!"
Die zweite Lesung desEtatsdesReichsamtsdes Innern wird beim Titel „Staatssekretär" fortgesetzt.
Abg. Fischbeck (freis. Vp.): Solange es freisinnige Parteien giebt, hat es in denselben auch Landwirte gegeben, die von der Lage der Landwirtschaft durchaus unterrichtet sind und sehr gut wissen, wo es der Landwirtschaft fehlt. Diese haben stets eine Reform der Landgemeindeordnung verlangt, um den Bauern gegenüber dem Großgrundbesitz bei der Verteilung der Lasten zu Hilfe zn kommen, aber da waren die Herren von der Kouleur des Fürsten Herbert Bismarck für die Bauern nicht zu Hause. Die
ihr Conto bei der Bank; daheim bei Muttern gab's nur Käs' und Rettich. Heute soupiert sie jede Nacht mit einem andern feschen Herrn; poch sie hat auch wahre Liebe kennen gelernt: bei einem Poeten im Dachstüblein. Der Gedanke an diese „heimlich süße Seligkeit" treibt ihr die Thränen ins Auge. Sie hat ihn betrogen, mit einem Assessor; er hat sie zur Treppe hinunterbefördert und verschwand aus der Stadt. Weg mit den sentimentalen Erinnerungen! Sie ist längst kein dummes Mädel mehr, Madame Adele, grande Cocotte! — Das ist ein Lebensausschnitt, von einem Dichter gegeben. Die süße Fadheit, die überströmende Weichlichkeit oder der heitere Blödsinn unserer Tingeltangel-Lieder hat mit diesem Kunstwerk nichts gemein. Auch hier hat der Komponist James Rothstein seine Aufgabe überaus geschickt bewältigt. Für die deutschen Musiker ist es kein Kleines, diesem neuartigen Stil gerecht zu werden. Ja, einer von ihnen, Oskar Strauß (nicht zu verwechseln mit dem Walzerkönig oder dem großen Richard) hat der Dichter entschieden überflügelt. Bierbaum schrieb eine nette Nichtigkeit „Der lustige Ehemann"; Oskar Strauß hat daraus eine Perle gemacht. Das entzückende Tanzduett wird bald volkstümlich werden; o könnte es doch alle die entsetzlichen Gassenhauer vom lieben Schaffner, von der Gigerlkönigin, von der Hulda, für die kein Stuhl da ist, bis zu der am Baume hängenden Pflaume vertilgen.
Dieser Teil des Programms, bestehend aus Couplets und Chansons, wird nirgends seine Wirkung verfehlen. Sie sind die Fortpflanzung ober — um einen Ausdruck von Nietzsche zu gebrauchen — die Hinaufpflanzung der vorhandenen Varietekunst. Anderes wird jedoch nur "einem intimeren Kreis zugänglich werden. So bot man am ersten Abend eine Parodie auf den italienischen Dichter Gabriele d'Annunzio. Wer Parodien genießen will, muß das Original kennen. Da könnte es doch eines Tages geschehen, daß em ungebildetes Publikum, dem d'Annunzio fremd q u ?.arobie sür ein ernsthaftes Werk hält, und sie aus ^ibeskraften auzreht. Es wäre nicht das erste Mal, daß bie Rechnung ohne die Unbildung der üermutGA Hnb anderwärts dürfte es kaum besser,
vermutlich noch zchlechter, bestellt sein.
* Durchschaut. Mutter (ihre verheiratete Tochter besuchend): ,2ßo ist Dein Mann?"
Tochter: „Der ist verreist!"
Mutter?. „Der Feigling!"
-greffion, wie sie die staatliche Steuerreform gebracht hat, zu gute.
Für die Feststellung der Gemeindesteuern würde sich also für die Zukunft folgendes Verfahren herausbilden. Die Grundzahlen der Grund- und Gewerbesteuer werden zu 15 Prozent der fixierten Reinerträge festgesetzt. Aus dieser Summe und der Summe der staatlichen Änkommensteuer ist für jede Gemeinde unter Zugrundelegung ihres Bedarfs an direkten Steuern und unter Beobachtung des Verhältnisses von 2:1 zu berechnen, wieviel Prozent Zuschlag zu den Grundzahlen der Grund- und Gewerbesteuer und wieviel zur Einkommensteuer zur Erhebung kommen sollen.
Nehmen wir zum genaueren Verständnis ein praktisches Beispiel an unserer Stadt Gießen. Es soll hier die staatliche Einkommensteuer be- Mk.
Bauern sind nur gut genug, für sie zu bezahlen. (Unruhe rechts.) Fürst Bismarck hat sich in seiner Rede auf drei Professoren auf einmal berufen. Will er blos der praktische Landwirt sein, der von der Landwirtschaft etwas versteht, wie kann er dann den Dr. Hahn im Lande herumreisen lassen, um den Bauern klar zu machen, wo es ihnen fehle, und treibt Dr. Oertel, der sich ebenfalls über die Landwirtschaft ausläßt, dieselbe vielleicht praktisch? (Zuruf.) Ja, dann werden es wohl die Blumentöpfe sein, die an seinen Fenstern stehen. (Heiterkeit.) Ist die Lage der Landwirtschaft in der That so unbefriedigend? Man wies früher auf die große Zahl der Subhastationen hin, seit 1888 ist es davon ganz still geworden, und mit Recht, denn die Zahl ist um 46 Prozent gesunken. (Hört, hört! links.) Die Bewegung der Brotpreise ist keineswegs gleichlaufend mit der der Getreidepreise, hat Dr. Oertel ausgeführt. Tas stimmt nicht, die Preisbewegungskurven, wie sie nach den amtlichen statistischen Ziffern entworfen sind, zeigen fast durchweg einen parallelen Verlauf. (Widerspruch rechts.) Wehren Sie die Getreidezollerhöhung ab und Sie werden die Unzufriedenheit beseitigen.
Abg. St ein hau er (freis. Vg.) geht auf die Verhältnisse der Landwirtschaft in den mittleren und kleinen Betrieben näher ein. Mit den kleinen Betrieben ist es nicht entfernt soweit rückwärts gegangen, wie Fürst Bismarck behauptet. Einem Großbauern mit 200 bis 300 Morgen wird durch höhere Getreidezölle ein relativer Vorteil gewährt, der kleine Landmann hat nichts davon. Fürst Bismarck erklärt sich als das Mundstück der kleinen Bauern, seiner Wähler (Sehr richtig!), in deren Interesse, also in nationalem Interesse, trte er für höhere Getreidezölle ein. So etwas sollen wir uns nicht aufbinben lassen.
Abg. Hilbck (ntl.) polemisiert gegen bie Ausführungen des Abg. Sachse über bie Verhältnisse im Bergbau und weist auf bie Berichte ber Gewerbeinspektoren hin. Ein gut Teil ber Unfälle werbe von ben Bergleuten selbst ver- chuldet. Der Rebner betont, baß besonbers in ben letzten Jahren die Lohn- und Wohnungsverhältnisse im Bergbau sich erheblich gebessert haben.
Abg. Frhr. Heyl zu Hem sheim (ntl.) bemerkt, die Frage der Reinhaltung der Ströme, die in mehreren Bundesstaaten gemeinsam sei, erfordere die Regelung durch einen Gesetzentwurf. Die Prüfung durch eine Abteilung des Reichsgesundheitsamtes, das keine Exekutive habe, genüge nicht.
Kanalvorlage. Ich werd egegen den Kanal stimmen, auch wenn wir noch so hohe Getreidepreise bekommen. Wen« Siemens uns sage, wir treiben Weltpolitik a la Pusemuckek, » so halte ich das für besser als eine Weltpolitik nach be» Burgstraße (Börse).
Staatssekretär Graf Posadowsky : Daß mein Ressort so umfangreich ist, habe ich erst in diesen Tagen erfahren. Graf Bülow gdb die Erklärung im Abgeordnetenhause als! preußischer Ministerpräsident ab und hat nur das bestätigt, was Staatssekretär v. Thielmann als Ansicht der verbündeten Regierungen ausgesprochen hat. Ich kann nicht zugeben, daß die Erklärung des preußischen Ministerpräsidenten irgendwie den verfassungsmäßigen Standpunkt verletzt hat. Dem Bundesrat liegt ein Antrag vor, der bie Kompetenz bes Reichsgesunbheitsamtes bezüglich der Beaufsichtigung der Flußläufe erweitert. Ich glaube aber nicht, daß die verbündeten Regierungen irgend ein Gesetz oder eine Verwaltungsmaßregel annehmen, wo- Kanalvorlage. Ich werde gegen den Kanal stimmen, auch petenz der Einzelstaaten in dieser Beziehung eingreifen könnte. Eine Anzahl Mißstände wird künftig jedenfalls vermieden werden. Die Gewerbeinspektoren sind Landesbeamte, auf die ich direkt keinen Einfluß habe. DeL Minister Brefeld hat nur erklärt, daß die Unterredung, nrie sie der Bueckbrief schildert, stattgefunden habe, daß er aber nach so langen Jahren sich nicht mehr entsinnen kann, oB seine Worte richtig wiedergegeben sind. Er habe damals als preußischer Minister gesprochen und werde sich über dis Angelegenheit erklären, falls er daraufhin im preußische« Abgeordnetenhause angesprochen werde. In der Nummer des „Vorwärts" vom 1. August 1898 seien die Verdienst^ Kaiser Wilhelms I. und seines großen Staatsmannes um dis Sozialpolitik ziemlich unparteiisch anerkannt. Die Ver--. quickung der Bestrebungen zu gunsten der Latze der Arbeiter mit dem Streben nach Errichtung der Republik fei ein taktischer Fehler, man könne aber über solche Bestrebungen beruhigt sein. Seit Jahrtausenden sei der schönste Zug des deutschen Volkes die Treue und so lange es seine« Charakter nicht ändere, würden die deutschen Monarchen« eftstehen auf einem roch er de bronce. (Bravo! rechts un3 im Zentrum.)
Abg. Gamp (Rp.) wendet sich gegen den Abg. von Siemens, der nicht den Befähigungsnachweis erbracht hätte, ein Fideikommiß erfolgreich zu bewirtschaften.
Nach einer kurzen Erwiderung des preußischen Geheimrats Wendelstein wird die Weiterberatung auf morgen vertagt.
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" AerheW Mr» schrieb oberhesfischen Geso Lerein zwei St Studenten ans den hnckilS, ferner den von 1821, sowie Lange ans Darmfi lehrrr Dr. Bernbk Dr. Lange beM gestellten fchähensw
« Todesfall li in bat hiesige Seid im hiesigen Arrest! als Jndenmissie hast saß. Der $ nnS nach seiner Fef e« als solcher verst habe ihn gesandt, t normalen Geschwifi Summe von 6000 er sich entfernte. . er in Sich verhaft zirka 50 Fahren , wesen ftin.
* Bezüglich de onfichnnMMten Gesetzentwurf zugrg. vom 25. November Steuer der im Gr lafsenen Mobiliar-f 1901 ab statt wie der Brutto Prämie mud darauf hivgew ficherungSanstaiten £ M« scher
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feine moralische, sondern ästhetische Anstalt sein will. Es soll schön und heiter auf ihm zugehen, vielleicht — nein: gewiß auch übermütig, aber alles blos Rohe und Wüste, alles was des Maßes der Schönheit entbehrt, soll keinen Platz auf ihm haben". In den Pariser Cabarets auf dem Montmartre hatte diese Kunst schon lange eine Heimstätte. Langsam und mühsam war sie hier erwachsen. Junge Künstler, denen die rauhe Wirklichkeit keine Rosen auf den Weg gestreut hatte, traten in den Kneipen auf und trugen ihre eigenen Gedichte vor. Die tragische Note herrschte darin vor. Das ließ sich ganz heiter an, und endete plötzlich mit einem schrillen Mißklang. Aber von diesen Bohemien-Gedichten gingen stärkste, erschütternde Wirkungen aus. In einem Dutzend Zeilen stieg menschliches Weh, mit Dprnenkrone geschmückt, herauf. Daneben gedieh hauptsächlich die politische Satire, der in unserem geliebten Deutschland noch immer Der Maulkorb umgeschnallt ist. Diese Pariser Kleinkunst soll also nun auch bei uns ge- Pilcgt werden. Und Wolzogen hat damit den Anfang ge- macht. Wenn seinem Ueberbrettl anfänglich noch die eigene Physiognomie fehlt, so ist das ein Uebelstand, der |icl) mit jeoen Tag verringern kann.
hnn M^,^bntümliche der Gattung sei an zwei Gedichten öen nT„ rs.CftcllL -'bnä Lausmädel", das
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Frühling wird's — dann kommt der Tod"
Wo haben wir in Deutschland bis jetzt diese Mifchuna von Himmelhochjauchzen und Zutodebetrübtsein gehabt? Und nun tritt die Musik hinzu und vertieft noch die Wirkung. Dem Komponisten Bogumil Zepler ist es in diesem Falle glänzend gelungen, die Kontraste herauszuarbeiten. — Oder „Madame Adele" von Wolzogen. Sie ist eine Brettlkönigin, jung, blond, schön, sündhaft. >?eute hat sie
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Abg. Singer (Soz.) erklärt, seine Partei bleibe bei der Behauptung, daß die Religion Privatsache sei, für Stöcker und andere sei sie allerdings Geschäftssache. Man letrachte die Sozialdemokraten als außerhalb der Ver- assung siebend. Es könnte gelingen, ' assungsänderung Deutschland zu einer Republik zu machen. (Heiterkeit.) Die Rechte habe doch auch wiederholt Verfassungsänderungen vorgeschlagen. Giebt es etwas Brutaleres, als wenn die Konservativen täglich für den Brot- und Kornwucher eintreten? (Große Unruhe rechts.) Tie Rechte habe fromme Wünsche für die Arbeiter; die Partei )es Redners wünsche, daß es den Arbeitern auf Erden gut gehe, und wenn es ihnen dann noch im Himmel gut gehe, hätten die Sozialdemokraten nichts dagegen. Was diese Vorschlägen, sei zum Besten der Gesamtheit; womit die Rechte komme, sei zum Besten der privilegierten Klassen! (Heiterkeit rechts.) Hundsgemeineres und ekelhafteres als die Behauptungen des Abg. Stöcker bezüglich des „Vor- wärls"-Artikel vom 18. Januar habe ich noch nicht gehört. Für die Rechte sei die Kanalvorlage nur ein Kompensntions- objekt für hohe Getreidezölle. (Widerspruch rechts.) Tazu wurde die Erklärung des Reichskanzlers abgegeben in einem Hause, das nur als Karrikatur der Volksvertretung bezeichnet werden kann.
wodurch wir die Grundzahl zur Gesamtsteuer erhallen. Bedarf nun die Stadt Gießen an direkten Steuern 600000 Mark, so wären an Gemeindeeinkommensteuer zu zahlen 95,006 Prozent der Slaatseinkommenfteuer gleich 380025 Mark und an Gemeinderealsteuern 190,012 Prozent der Grundzahlen gleich 219 975 Mk.
Die Heranziehung zur Einkommensteuer erfolgt grundsätzlich am Wohnsitz des Steuerpflichtigen; für Personen, die außerhalb Hessens wohnen, aber an dem Orte des Grundbesitzes ober Gewerbebetriebs. Jedoch sind diese in dem Falle von der Steuer entbunden, wenn der Staat ihres Wohnsitzes in gleichem Falle Angehörige Hessens zur Gemeindesteuer nicht heranzieht. Gewerbsgehilfen und Dienstboten, die von ihren Herren bei einem Einkommen von weniger als 500 Mark Kost und Wohnung erhallen, sind (feuerfrei, während andere Gemeindeglieder bei weniger als 500 Mark Einkommen zur Steuer herangezogen werden und zwar bei 300 Mark mit 0.60 Mark, bei 400 Mark mit 1.50 Mark und bei 500 Mark mit 3 Mark. Die Eisenbahnen sind gleichfalls mit ihrem Einkommen an den Orlen steuerpflichtig, an denen sie Personen- oder Güterabfertigungsstellen besitzen, und zwar mit dem Betrage des Ueberschusses der Einnahme über die Ausgabe nach Abzug einer dreieinhalb prozentigen Verzinsung. Personen mit mehrfachem Wohnsitz werden mit entsprechenden Bruchteilen zu den einzelnen Gemeinden herangezogen, ähnlich wie die Gewerbebetriebe, die sich auf mehrere Gemarkungen erstrecken.
Mit Rücksicht darauf, daß die staatliche Steuerreform in ihrer Wirkung noch nicht zu überblicken ist, soll der vorliegende Gesetzentwurf nur einen interimistischen Charakter tragen, bis später diese Materie definitiv geregelt werden kann. -j-


