Ausgabe 
29.11.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Arw Stadt und Land.

l" ic (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten 300 000. ist nur unter genauer Quellenangabe: ,,Gre«. Anz. gefiattet.)

Gießen, den 26. November 1901.

Ministerialdirektor Althoff.

fuhrbedmgungen zu erlangen.

Arbeitslosigkeit und Zolltarif.

Tie ministerielleBerl. Korresp." schreibt, veranlaßt Lurch den verschiedentlich erfolgten Hinweis darauf, daß die herrschende Arbeitslosigkeit zum Terl eine Ursache des! Zolltarifentwurfs ist: I

Ueber die Gründe der Krrsrs, welche zur Zett das deutsche Wirtschaftsleben Heimsucht, läßt sich mit positiver Bestimmtheit ebenso wenig ein Urteil abgeben wie über diel Tauer und Tragweite derselben. Man wird mit der An-1 nähme wohl nicht fehlgreifen, daß die Krisis, inmitten welcher wir gegenwärtig stehen, durch das Zusammengehen i einer Reihe verschiedenartiger Momente hervorgerufen ist, ohne daß sich wird klarlegen lassen, welcher Anteil an der wirtschaftlichen Stockung den einzelnen bettenden Kräften beizumessen ist. Nachdem glanzenden Aufschwung, den die deutsche Industrie in der jüngsten Vergangen­heit durchlebt hat, muß der Hereinbruch emer vorüber­gehenden rückschrittlichen Periode als nahezu unabwendbar ; gelten. Angesichts der gesunden Unterlagen, auf denen unsere wirtsckMliche Entwickelung emporgegangen, darf man aber zuversichtlich hoffen, daß in absehbarer Zeit die aufgetauchten Schwierigkeiten und Reibungswidersande überwunden und neue Erfolge unserer nationalen Arbeit

verliehen. I

** Ernennungen. Der Großherzog hat den Rechtsanwalt Karl Selz er in Offenbach zum Notar mit dem Amtssitz m Offenbach, als Nachfolger des Notars Geheimen Justizrats Dr. Hermann Weber daselbst ernannt. Ernannt wurde am 20. Nov. der prov. Gefangenaufseher am Gefängnis in Darm­stadt Adam Höfle zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt mit Wirkung vom 7. Dezember 1901 an. Ferner der Vizewachtmeister im Dragoner-Regiment Nr. 23 Johann Konrad B e ft zum Amtsgerichtsdiener in Ortenberg mit | Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an.

** Tabak Tie Großh. Handelskammer Gießen ! schreibt uns: Im 4. Blatt der Nr. 277 Ihrer geschätzten Heilung bringen Sie einige Ziffern über die Ertragnis des Tabaloerbrauchs für die Staatskassen einer Reche von Ländern. Hierbei sind die Erträgnisse für unsere Reichs­lasse auf die im Vergleich mit Frankreich, England, den Vereinigten Staaten, Ungarn und Italien geringfügige Summe von 31,6 Millionen Mark angegeben. ^'iese Ziffer ist vollständig unrichtig. Nach den Mitteilungen des Kaiser!. Statistischen Amts beträgt vielmehr der Nettoertrag der in I Form von Zoll und Steuer erhobenen Tabak-Abgaben (nach «Abzug der Ausfuhrvergütungen) z. B. pro 1898/99 runo 66 Mill. Mark, pro 1897/98 rund 65 Mill. Mark, pro 1896/9 ( rund 63 Millionen Mark. Hierbei sind die Erträgnisse aus dem Zoll für eingeführte Tabakfabrikate noch nicht em- I gerechnet, die sich ebenfalls noch auf einige Millionen.Mark belaufen. (Wir haben dieser Zuschrift hinzuzufügen, daß unsere Angaben ausLudwig Schpnbergers Handelsbericht' stammen. D. Red.) . ..

** Aus der 5 0. Sitzung des B e zir ks eisen-, b a h n r a t s F r a ü k f u r t a. M. ist nachstehendes als von Interesse für unsere Leser zu berichten: Betreffs der von I Seiten der Mitglieder W ü ste f e l d - Münden, v. Schenck-

-k- Knnstlerkouzert von Hermann Boldt. Am Dienstag Abend fand im großen Saale des Hotel Einhorn zu Gießen der von dem Konzert- und Opernsänger Hermann Boldt an- aekündigte Liederabend statt. Die sinnreiche Auswahl ferner Vortragsstücke, die zum großen Teil bekanntere Namen trugen, ließen den Besucher einen genußreichen Abend erhoffen. Trotz­dem war im Allgemeinen die Beteiligung recht gering, um fo größer war aber die Aufmerksamkeit, die man dem ge­schätzten Künstler entgegenbrachte. Herr Boldt, der fein Jung- lmg mehr ist, verfügt immer noch über eine klangvolle, dehn­bare Stimme, die eine zumal im piano seltene Schatüerungs- fähigkeit besitzt, was namentlich sehr schön m Schuberts Wanderer" zum Ausdruck kani. Sehr gut gelang ihm auch die Arie a. d. Op.Lotte" ein melodiöses und sehr an­sprechendes Stück, und ganz besonders sei hervorgehoben , Die Uhr" von Löwe. Hier konnte der Sänger seine ganze dramatische Darstellungsweise voll entwickeln, und wir können sagen, es gelang ihm meisterhaft, wie ja überhauch getragene, ernste Stücke vornehmlich anzusprechen schienen. Leine iamt- lichen Darbietungen ernteten wohlverdienten Applaus, der auch Herrn Julius Hahn aus Gießen für feine verständige künstlerische Begleitung zuteil werden muß.

** Die Alkoholfrage in der deutschen Ma­rine. Nach einer feit dem Jahre 1894 bestehenden be- I sonderen Statistik lag in der deutschen Marine Trunkfallig- I feit au Grunde: bei ordnungswidrigem Betragen in 24,2 I Prozent, bei Aufwiegelung in 33,3 Prozent, bei Ungehorsam m 35,3 Prozent, bei thätkichern Angriff in o,4 Prozent, I bei Militäraufruhr in 88,2 Prozent aller vor^komnienen I Fälle. Diese Zahlen sprechen eine zwar deutsche, aber bei I weitem noch nicht erschöpfende Sprache über den Fluch des I Alkohols. Denn sie lassen Eigentumsvergehen, Littlichkeits- verbrechen, Körperverletzung und Totschlag, sowie die ge­ringeren Disziplinarbestrafungen außer Betracht. Wenn schon in der Kriegsmarine mit ihrer strengen Zucht der I Alkohol eine so verhängnisvolle Rolle spielt, wie vielmehr I in der Handelsmarine. Was nur geschehen kann, um dem Alkoholmißbrauch in der Marine zu wehren, sollte ge- ' i di eben. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind Seemanns- heime in allen größeren Häfen eine Notwendigkeit, und die beutfdie evangelische Seemannsmistion hat durch, ihre Er­richtung schon viel Segen gestiftet und Unheil verhütet.

" Hessische Landeslotterie. Schon wieder soll derWorms. Zta." zufolge für die Landeslotterie ein neuer Spielplan Angeführt werden. Nach demselben sollen die Lose von 45 000 auf 55 000 erhöht werden. Auf diese 55 000 Num­mern sollen in sechs Klassen 22 000 Gewinne kommen, sodaß , demnach auf 5 Nummern zwei Gewinne kamen. Seitdem entfiel auf 3 Nummern nur ein Gewinn. Besonders aber sollen in der Folge auch schon in den fünf Vorklassen Prä­mien von 25 000, 35 000, 40 000, 50 000 und 60 000 Mk. zur Auszahlung kommen, während die beiden Prämien von 300 000 und 200 000 Mk. in der 6. Klaffe verbleiben. Da aber von den Kollekteuren bereits darüber geklagt wird, daß infolge der schlechten Zeitoerhältnisse das Spielen sehr ab- nehme, so ist schwer begreiflich wie und wo die Lottene- Direktion diese 55 000 ganze Lose, also 440 000 Achtel

Plenarverfammlung einstimmig, an die Direktionen Frank- , furt a. M., Mainz und Eassel das Ersuchen zu ridjten, bie|e Pachtsätze, sofern sie nicht durch öffentliches Ausgebot regn-1. liert werden, nach billigen Gesichtspunkten in mäfciaer Höhe festzufetzen. Ter Bezirkseisenbahnrat ist ferner der Ansicht, daß der Unterbiet) in den Pachtchtzen für Lager-I plätze,' die unbebaut bleiben sollen und solchen, die Pachter auf eigene Kosten bebauen dürfen, mit 50 Proz. Zuschlag für letztere zu hoch bemessen ist. Der Bezirkseisenbahnrat erachtet sodann den § 12 der All g. Bedingungen für die Verpacht um g von Lagerplätzen nach zwei! Richtungen für als abänderungsbedurftig, und zwar ist: a die Kündigungsfrist erheblich zu verlängern für Platze,! deren Bebauung gestattet ist, unbeschadet der Bestimmungen des 6 13; b. die Kündigungsfrist auf einen Monat zu ver­kürzen, wenn es sich um andere Plätze handelt und diese kurze Kündigungsfrist vom Pächter gewünscht wird. ^ e Versammlung hält es außerdem für zweckmäßig, daß in Rücksicht auf den häufigen Fall einer nur vorübergehend! nötigen Inanspruchnahme eines Lagerplatzes die Verwa.lt- 1 ung nicht das ganze Lagerterrain vermiete, sondern einige Lagerplätze für solchen vorübergehend .ich emstellenden Be­darf bereit halte. - Schröder-Köln hatte einen Antrag gestellt auf Einlegung eines neuen Schn el l zu g paar es Köln-Gießen, vormittags ab Köln und abends Gegen- zua ab Gießen. Der Antrag wurde von Macco-Siegen I und Koch-Gießen unterstützt, kann indessen wegen der so! sehr verminderten Betriebsergebniss-e vorerst nicht von der Direktion Frankfurt a. M. befürwortet werden. Tiefe wird zufolge einer gegebenen Anregung nach Moglich- I feit für den Sommerfahrplan be, , er e A n - schlüsse für die Verbindung Homberg-Gießen via Nieder- gemünd herbeiführen.

Ortskrankenkasse Gießen. Zn der auf gestern abend vom Vorstände einberufenen statutenmäßigen General- Iversammlung waren von Seiten der Kassenmitglieder 145 Vertreter und von Seiten der Arbeitgeber 8 Vertreter erschienen. Die seitherigen Vorstandsmitglieder Judt,^ Wieqandt, Lenz und Wolff wurden wiedergewählt und Krack und Becker neugewählt. Mit der Prüfung der Jahres­rechnung für 1901 wurden W. Sickert, Gustav Ho ltber g «und Schlossermeister Wiegand t betraut und zum Ersatz­mann Wilhelm Schmidt gewählt. Das Ersuchen der ver- I einigten Ortskrankenkaffe Darmstadt, sämtliche größeren Orts­krankenkassen möchten beim Mnisterium um eine Audienz ' I nachsuchen, um gegen die Getreidezölle zu protestieren, hieß >!die Generalversammlung einstimmig gut und schloß sichjprähistorisch er ihm an. Damit war die Tagesordnung erschöpft.

.tvvuiu^. ** Der Detaillisten-Verein hielt gestern abend deswillen! im Cafe Ebel seine ordentliche Gener alvers ammlun g

qrößerter und verbesserter Form in Frankfurt erscheinen zu lassen. Der Vorstand hat beschlossen, für dieses ^ahr 100 Mk. zur Unterstützung des Blattes beizusteuern (gegen 138 Mk. im abgelaufeneii Jahr). Die Fälle unlauteren Wett­bewerbs haben im vergangenen Jahre abgenommen. Es kamen nur einzelne leichte Fälle vor, die ui Gute geregelt wurden. Dagegen ist das ileberhanvnehmen der ckusver- käufe und Wanderlager auch in diesem >zahr zu benagen. ce,hCr läßt sich, wenn nicht besondere Umstande vorliegen, c.nc g-selüiche Abhilfe da nichl schaffen. Man beschloß bei der Zahl der Ausnahmetage des Vorjahres zu lassen, und dieselben Tage.wie im Vorjahr 511, wählen. Was die Krankenversicherung der im kaufmännischen Gewerbe An- - aefieilten betrifft, fo wurde der Verein von oer GemeinDe- I bciiörbe aufgefordert, der Ortskrankenkasse beiziitveten. Der Verein beschloß, mit dem kaufmännischen Verein über diese Frage f ich ins Benehmen zu setzen und vorläufig bei Den Interessenten Umfrage zu halten, ob die Zotige Anzahl von Vers'cherniigspflichtigen zusammenkomme. Da dies Der Fall war, beantragte man Die Errichtung einer eigenen

l Ortskrankenlasse der im kaufmännischen Gewerbe V«Schvs- tiaten. Der Antrag ist bereits an die zuständige Ltelle abgegangen. Nachdem Herr Balser dem Redner gedankt hatte, erstattete Kaufmann Noll den Rechnungsbericht, gu Beginn des Jahres war ein Kauenbestand von o33,66 Mark vorhanden, dazu kamen 522 Mk. Mitgliederbeitrage und 23 11 Mk. Zinsen der Gewerbebank, so daß sich^ins­gesamt 1108,77 Mk. ergeben. Die Ausgaben betrugen 3/4,79 Mark, so daß ein Kassenbestand von /33,98 Mk. verbleibt- Die Rechnung wurde für richtig befunden nno Entlastung erteilt. Bei Der folgenden Neuwahl von o Vorstandsmit- aüederii wurden die ausfck)eidenden Mitglieder Röhr, Franz Schmidt und Nassauer wiedergewählt, ebenso sur die yan- i delskammerwahlen wieder die ausscheidenden Herren Kom­merzienrat Koch, Schirmer und Nowack als Kandidaten auf-

Wittelsbach",Zähringen" 2 700 000, bei der 3. Rate für Mecklenburg",Schwaben" 1500 000. Neugefordert werden als 1. Raten zur Armierung der Linienschiffet . ' V 1200 000, für einen großen KreuzerErsatz Kaiser 1 300 uuu. Die Torpedoarmierungen bringen insgesamt MehrforDer- ungen von 1960000, Denen 1420000 Mindersoroerungen qeqenüberstehen, sodaß der Gesamtüberschuß der Forder­ungen unterSchiffsbauten und Armierungen" über die vorigen Etats 4 816 000 beträgt. Bei den sonstigen ein­maligen Ausgaben für Die Bedürfnisse der Oerftverwaltuiig Und den Werften zu Wilhelmshaven, Kiel und ^.anzig werden mehr gefordert im ganzen 2 720 000. Die Summe der int ordentlichen Etat für Schiffsbauten, Armierungen und sonstige einmalige Ausgaben^ für 1902 verlangten ein­maligen Ausgaben beträgt 112 768550 gegen 10b83< /oO des laufenden Rechnungsjahres. Die Summe der im am.er- ordentlichen Etat verlangten einmaligen Ausgaben betragt 51746 000 gegenüber 55 223 000 Mk. int Vorjahre, xieje Summe wird aus der Anleihe gedeckt.

DieBerl. Pol. Nachr." glauben, schützend ihre ofst­richen Hände über den preußischen Miitisterialdirektor Alt­hoff ausbreiten zu müssen. In ihrer jüngsten Ausgabe! schreiben sie: . <_. . .. , I

Gegenüber den Angriffen auf di e preuß 1, cheI Unterrichtsverwaltung in Sachen der Un tv er-I 'itäten wird daran zu erinnern sein, daß den preußi­schen Hochschulen gerade in der jüngsten Zeit eine besonders intensive Pflege seitens des Staates zu Teil geworden ist. Die dauernden Ausgaben des Staates für Univer.itats- ,zwecke haben sich von 7,7 Millionen im ^a^re 1890/91 auf 9,7 Millionen im Jahre 1899, also um erheblich über 251 v. H. vermehrt. Infolge dieser erhöhten Zuwendungen haben die Aufwendungen für das Tiensteinkommen Der Professoren und Lehrer von 3,95 auf 4,60 Millionen, diejenigen für die Institute und Sammlungen von 4,8 aus 6 5, also um mehr als ein Drittel, gesteigert werden und die -Rabl Der Lehrstühle eine entsprechenDe Vermehrung erfahren können. Der Etat von 1901 weist eine weitere Verstärkung Der staatlichen FonDs für Universitätszwecke, und zwar auf 10,7 Millionen, also um eine volle weitere Million, auf. Aus einmaligen Ausgaben für die Univer­sitäten sind an Staatsmitteln in Dem Zeiträume von 1889 bis 1899 nicht weniger als 25,3 Millionen Mark flüssig gemacht; seitDem sind weitere 10 Millionen be­willigt. Man wird daher anerkennen müssen, daß es Der Unterrichtsverwaltung gerade in jüngster Zeit, unD zwar auch in PerioDen knapper Finanzen, gelungen ist, , sehr beträchtliche Staatsmittel für Unterrichtszwecke flü'iig zu machen und so Der Entwickelung Der preußischen Universi­täten Vorschub zu leisten. Das Hauptv er Dienst für die kräftige Förderung der preußischen Hoch­schulen gebührt, wie bei allen einigermaßen Unter­richteten außer Zweifel steht, dem jetzt so scharf ange- wu uvv ... .... grifjenen Ministerialdirektor Dr. Altho ff. ^"er mA unb Koch-Gießen aufs neue zur Erörterung ge­bet größten Sachkunde verbundenen Energie und ftellten Beschwerden über DieHöhederLagermieten,

feit verdanken die preußischen Universitäten vornehmlich ' für Lagerung von Massenprodukten, beschloß die

die reiche Zuführung der Staatsmittel, welche ihnen ihre ----«

jetzige Leistungsfähigkeit und Blüte ermöglicht hat. Diese Seite Der Sache wird bei Der Beurteilung Der Angriffe nicht übersehen werden dürfen, welche jetzt gerade aus Universitätskreisen sich gegen Dr. Althoff richten-

Tie^e Seite der Sache" steht auf einem andern Blatte. Tie Angriffe des Professors Michaelis gipfeln zunächst in Dem Satze:Ueberall treten einem Beispiele in Fülle entgegen von Den Dabei beliebten Mitteln: Grobheiten, Einschüch­terungen, Trohungen, Reverse, die die Freihett des Be­rufenen einschränken oder seine Interessen schädigen, Straf­professuren usw." DieKöln. Ztg.", die von Der Kund­gebung des Straßburger Gelehrten keineswegs erfreut ist, meint:Immerhin ist eine Aufklärung über Die angebliche Reverswirtschaft erforderlich; es darf kein Zweifel Darüber bestehen, Daß nicht ein System berrscht, das die edelsten Güter der Nation entwerten würde."

LU. Zu Fakultätsvertrctern Des StuDentenaiisschuffes I wurden gewählt: stuck, theol. Wilh. Reusch, stud. jur. Ludw. Lehr, stud med. vct. Friedr. Maa ß, Sluck. pbiloJ. dass. Wilh. Schmidt.

»» Die Vorträge Des PrivatDozenten Dr. Eollm uver Den Deutschen Roman beginnen, worauf wir Die Hörerinnen aufmerksam zu machen gebeten werden, regelmäßig pünktlich um 6 Uhr nachmittags.' Sie finden an jedem Freitag statt.

** Auszeichnungen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder > freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern ter freiwilligen Feuerwehr zu Hungen Heinrich

Friedrich Bach. Der Großherzog hat dem Ortsgerichts- diencr Peter M ü n ch in Seligenstadt das Allgemeine Ehren­zeichen nut der Inschrift:Für langjährige treue Dienste"

unterzubringen gedenkt.

** Wieseck, 27. Nov- Am 2. Dezember feiert der lang- iäbriae Werkführer der Firma Arnold Mueller, Joh. Brerau an der Seite seiner gleichalterigen Gemahlin den 75 Geburtstag- Der Veteran geht in voller körperlicher unb geistiger Frische noch täglich seiner Berufspflicht nach.

Mosbach, 27. Nov. Anfang der verflossenen Woche | wurde hier auf dem Besitztum des Backsteinfabrikanten Konrad Kaiser im sog. Hüttenfeld von Arbeitern em interessanter Fund gemacht. Beim Abgraben von I Lehm stießen sie in einer Trese von etwa einem Meter unter der Bodenoberflächc auf ein schmuckloses Einzelgrab nut einem menschlichen Skelett in hockender S ellung. Daneben lag ein kleines Steinbeil aus dunklem Gestein. Mit diesem Fund wird das Alter der Besiedlung unserer Gegend bis in die jüngere Steinzeit hinausgeructt. Skelett und Beil sind etwa 2500 Jahre alt. ,

-z Hambach, 27. Nov. Auf dem Anstande befanden sich jüngst Frankfutter Jagdpächter, die einen Teil der Gemeinde­jagd von Ruppcttenrod gepachtet haben, die hart an unfere Gemarkungsgrenze stößt. Ein Fußpfad fuhrt vor1 hier^nach Ruppettenrod durch Waldungen und genannten Jagdbezirk. Diesen Fußpfad benutzte eine hiesige Frau nut einem dreizehn­jährigen Jungen zum Heimwege, den sie in Der Abend- I Dämmerung angetreten. Plötzlich kracht em Schuß, und die Frau erhebt getroffen einen Schmerzensschrei. Der unglückliche - ' " 1 sehr vorsichtiger Jager, hatte in der

beschieden sein werden. , .

Merkwürdigerweise haben sich neuerdings auch stim­men gefunden, die den Arbeiten zur Umgestaltung Des! Zolltarifs eine Mitschuld an den Bedrängnissen von sandel und Wandel und Demzufolge nuttelbar juicl} an Der Arbeitslosigkeit aufbürDen möchten. Tie ^arisvor- lage soll zu einer Steigerung Der Unsicherheit auf Dem Arbeitsmartt beigetragen haben. Wenn hierbei auf Dw voraussichtliche Erhöhung einer Anzahl Zollpo,ittonen Bezug genommen wirb, so ist Die Folgerung jedenfalls unrichtig, daß die industrielle Produktion um deswillen,^., «.up «vu 'n.ttnrfift hpnt bisberiaen

SU «etriebsewicfcräufungen, Mb-U-r-ntl°ss^us« ab. Jtaufmann Herbst d^kte^unachst dem veranlaßt sehen konnte. Gewiß können beträchtliche ®tei-| gerungen der Einfuhrzölle anderer Staaten der deutschen Ausfuhr schwere Hindernisse in den Weg legen, vor­läufig ist aber noch keineswegs erkennbar, daß solche Zollerhöhungen in den nächsten Jahren, von denen zur Zeit doch allein eine Rückwirkung sich erwarten ließe, in einem breiteren Umfange erfolgen werden als etwa in der Zeitperiode, Die mit ihren außergewöhnlich günstigen Ergebnissen hinter uns liegt. Jrn übrigen ist allgemein bekannt. Daß sich die Sätze unseres autonomen Tarifs bei vielen Positionen nicht mit den Sätzen eines zukünf­tigen Konventionaltarifs decken werden, und Daß es eine der Hauptaufgaben gerade eines autonomen Tarifs ist, von anderen Ländern mit übermäßigem Zollschutz besser- Ein-

1.' VorsitzenDen Balser, Der im Laufe Des Geschäfts­jahres sein Amt niederlegen mußte, worauf Herbert seine Obliegenheiten weiter führte, namens des Vereins für seine Mühewaltung und gab sodann Den G e schäft s b e r 1 ch t. ^cr Verein zählt gegenwärtig 90 Mitglieder, 2 sind im Lauf des Jahres ausgetreten. Er veranstaltete im letzten Jahre 8 Vorstandssitzungen, 1 Generalversammlung, eine öffentliche Versammlung zur Regelung dev Ladenschlusses. Seitens des Verbandes wurde 1 Konferenz und 3 Sitz­ungen des Preßausschusses abgebalten. In den Sitzungen l war regelmäßig 1 Regierter Des Gießener Vereins zu- negen. Auf Der Konferenz am 13. Oktober in Frankfurt am Main wurDe als Vorort für die nächste Konferenz, die ivätestens im Frühjahr ftattfinDeu soll, 2arm|taDt gemailt.. ~ . r n c;n «

F-au für ein N-h 9c