Ausgabe 
29.1.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nach einer Meldung aus London kam der deutsche Kronprinz am Samstag morgen dort an. Der Kaiser fuhr ihm auf der königlichen Nacht von Cowes nach Ports­mouth entgegen, um mit ihm nach Osborne zu fahren.

Die Leiche der Königin wird bewacht von der Kompagnie der Grenadier-Garde der Königin und ihren indischen und hochländischen Dienern. Am Samstag hielt der Bischof von Winchester eine kurze Feier ab, an der alle Mitglieder der königlichen Familie teilnahmen. Das Zimmer ist ganz erfüllt von Blumenduft. Die Kränze des Kaisers nehmen einen Ehrenplatz ein. Die Wände sind bedeckt mit Gobelins biblischen Inhalts.

Feldmarschall Roberts und Kriegssekretär Brodrick fuhren nach Cowes, um die militärischen Beisetzungs­arrangements der Genehmigung des Königs und des Herzogs von Cambridge zu unterbreiten.

Engländer und Buren.

Am 23. d. M. ging ein E i s e n b a h n z u g mit Kitchener und einer Anzahl Truppen in der Richtung auf Middel­burg (an der Eisenbahn nach der portugiesischen Grenze) ab. Die dem Zuge vorauffahrende Panzerlokomotive wurde in der Nähe von Balmoral durch Dynamit zum Ent­gleisen gebracht. Als der Zug bald darauf an diesem Orte ankam, erschienen zahlreiche Buren und eröffneten das Feuer. Die englischen Truppen nahmen sofort Stell­ung in der Nachbarschaft und vertrieben die Buren, die Verluste hatten. Die Engländer hatten keine Verluste.

Aus Harburg wird mitgeteilt, dort sei eine chiffe- rierte Depesche angelangt, wonach Lord Kitchener bei Johannesburg von den Buren gefangen genommen wor­den sei. Die Nachricht ist offenbar unrichtig.

Ein Güterzug mit Kriegsvorräten für die nord­wärts stehenden Truppen wurde am 25. d. M. von den Buren weggenommen. Die Buren hatten eine kleine Abteilung Dublin-Füseliere gefangen und dann aus einem Hinterhalt den Zug angegriffen und genommen. Der Führer eines zweiten. Zuges ließ diesen zurücklaufen und kam wohlbehalten hierher zurück. Zur Verfolgung des weg­genommenen Zuges ist alsbald ein gepanzerter Zug mit 200 Mann Infanterie abgelassen worden.

Die Buren sprengten ferner einen Bahnüber­gang in der Nähe von Fourteenstreams (nördlich von Kimberley) in die Luft und nahmen einen Militärzug.

Zwanzig neuangeworbene Polizistenergaben sich am 22. d. M. in Devondale den Buren, ohne den geringsten Widerstand zu leisten.

China.

DerFrkf. Ztg." wird aus Tientsin gemeldet: Der russische Militärattachee Oberst Prinz Engalitscheff verläßt den Stab des Grafen Waldersee, womit darauf hingewiesen wird, daß Rußland seine eigenen Wege geht.

Aus Paris wird telegraphiert: Nach einer Pekinger Privatmeldung äußerte Li-Hung-Tschang, das Datum der Rückkehr des Kaisers hänge lediglich von der An­ordnung Waldersees ab, die Provinz Petschili den chinesischen Autoritäten zu überantworten. Derzeit seien keine kaiserlichen Truppen in dieser Provinz und in den benach­barten Regionen nur einige hundert regulärer Soldaten. Li-Hung-Tschang erfreut sich der besten Gesundheit und rechnet sehr stark daranf, fraß uuicUfuiUfajer uno russischer «influß bic Befreiung Petschilis von dem Gros der Mächte- Iruppen bewirken werden. In Waldersee glaubt Li Hung- Tschang den stärksten Gegner dieses chinesischen Hauptwunsches zu erblicken.

Deutsches Reich.

Berlin, 27. Jan. Die Kaiserin traf am Sams­tag nachmittag zu zweistündigem Aufenthalt auf Schloß

F r i e d r i ch s h o f ein und reiste am Abend von Homburg nach Berlin. In einigen Tagen kehrt die Kaiserin nach Homburg zurück.

Prinz Heinrich von Preußen ist in Kiel zur Uebernahme des Geschwader-Kommandos eingetroffen.

Nach einer Meldung aus Thorn ist der Kom­mandeur der 70. Infanterie-Brigade, Generalmajor Wil­helm Rasmus, im Alter von 54 Jahren nach kurzer Krank­heit g e st o r b e n.

Der langjährige nationalliberale Landtagsabgeord­neter S e y f f a r d t i st im 74. Lebensjahre in Krefeld g e st o r b e n.

Als Kandidaten für die Berliner Bürgermeisterwahl werden Stadtrat Kauffmann und Geh. Regierungsrat von Friedberg genannt.

Die .Trauerfeier für den Oberbürgermeister a. D. Zelle hat int Herrenhause zu Meerberg stattgefunden.

Dem Reichstag ist der Gesetzentwurf, betreffend die Ost afrikanisch en Eisenbahnen, zugegangen.

Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte die Novelle zum Marksteingesetz in dritter Lesung. Alsdann wurde die zweite Beratung des Etats mit dem Spezial- Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung fortgesetzt. Die Einnahmen wurden ohne wesentliche Debatte bewilligt. Bei den Ausgaben Titel Ministergehalt wurde ein Antrag des Grafen Limburg-Stirum (kons.) debattiert. Der­selbe lautet: die Regierung soll aufgefordert werden, mit größter Entschiedenheit darauf hinzuwirken, daß bei der bevorstehenden Neuordnung unserer handelspolitischen Ver­hältnisse der Landwirtschaft ein wesentlich gesteigerter Schutzzoll zu teil werde, und in diesem Sinne dafür Sorge zu tragen, daß baldigst die Vorlegung des in Vor­bereitung befindlichen Zolltarifs an den Reichstag er­folge. Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte in namentlicher Abstimmung mit 238 gegen 41 Stimmen an­genommen. Ein gleichfalls vorliegender Antrag Barth (freis. Ver.) wurde gegen die Stimmen der Freisinnigen abgelehnt. Ministerpräsident Graf Bülow gab fol­gende Erklärung ab: In voller Anerkennung der schwierigen Verhältnisse der Landwirtschaft und von dem Wunsche beseelt, die Lage derselben wirksam zu verbessern, ist die kgl. Staatsregierung entschlossen, auf die Gewährung eines ausreichenden und deshalb entsprechend erhöhten Zollschutzes hinzuwirken. Die Staatsregierung ist ferner bestrebt, die Vorlegung des Zolltarifes möglichst zu beschleunigen.

Kriminalbeamte beschlagnahmten gestern die Nummer 100 des antisemitischenDtsch. General- Anzeigers" vom 18. Dezember v. I. Grund der Be­schlagnahme soll Majestätsbeleidigung sein, ge­funden in dem denNichtempfangbesPräsidenten Krüger behandelnden Leitartikel.

Die Duellinterpellation des Zentrums ist von keinem adligen Zentrumsmitgliede unterzeichnet worden. Diese Thatsache wird jetzt von derKöln. Volks­zeitung" aufgeklärt:

Es bedeutet thatsächlich gar nichts. Von den adeligen Zentrumsabgeordneten hat sich keiner geweigert, die Interpellation zu unterschreiben. Sie waren nur zufällig an dem Tage, an dem die Interpellation ein­gebracht wurde, nicht anwesend; in einem Falle unter­blieb die Unterzeichnung lediglich infolge eines Versehens.

Zufall und Versehen pflegen sich öfters zu rechter Zeit einzustellen.

Bärenführer, der Kommandant Piet Steenkamp und dessen Bruder, Feldcornet Jean Steenkamp, aus Burgersdorp in der Kapkolonie sind in Berlin angekommen. Die Kapländer sollen angeblich vom Afrikander-Ausschuß mit einer geheimen Mission betraut sein, welche sie einige Tage in Berlin festhalten und sodann in die übrigen Hauptstädte Deutschlands führen wird.

Zu Anfang des Jahres 1901 gab es im Deutschen Reiche 151 Handelskammern und kaufmännische Kor­porationen. Davon entfielen auf: Preußen 90, Bayern 8, Königreich Sachsen 5, Württemberg 8, Baden 9, Hessen 7, Elsaß-Lothringen 4, Sachsen-Meinigen 4, Sachsen-Altenburg

und Sachsen-Coburg-Gotha je 2, Mecklenburg, Sachsen-Wei­mar, Oldenburg, Braunschweig, Anhalt, Schwarzburg- Sondershausen, Reuß ä. und Reuß j. L., Schaumburg-Lippe, Lübeck, Bremen, Hamburg je 1.

Ausland.

Saragossa, 27. Jan. Der hervorragende Karlisten- führer Baron Sunes wurde ermordet aufgefunden.

Wien, 27. Jan. Die gesamte Presse kommentiert die vom Reichskanzler Grafen v. Bülow angekündigte Er­höhung der deutschen Getreidezölle un­günstig und betont, daß die Aussichten für eine Er­neuerung der Handelsverträge sich dadurch wesent­lich verschlechtert hätten.

Bukarest, 27. Jan. Der frühere Thronforderer und Deputierte Prinz Gregor Stur dz a ist an der Influenza g e st o r b e n.

P e t e r s b u r g, 26. Jan. Heute morgen 9 Uhr traf der kaiserliche Zug ein. Es waren sämtliche Mitglieder der Kaiserlichen Familie mit der Kaiserin-Mutter am Bahnhof anwesend. Der Z a r, im leichten grauen Mantel, sah frisch und freundlich aus. Er und die Zarin begrüßten alle Anwesenden herzlich, worauf sie die Equipagen bestiegen. Den ganzen Weg entlang bildeten auf beiden Seiten Garde­truppen Spalier mit der Musik, welche die Hymne Bösche Zara chranji intonierte. Während der ganzen Fahrt er­tönten nicht endenwollende Hurras aus der dichtgedrängten Menge. Die Illumination ist glänzend ausgefallen. Bor dem Winter-Palais brachte die dicht gedrängte Volksmenge stürmische Ovationen dar.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 28. Januar 1901.

** Bom Wetter. Am SamStag hatten wir Schnee, am Sonntag Regen und schließlich Hagel, starkes Winter­gewitter, zuckende Blitze und rollender, grollender Donner ein seltenes Naturereignis; in der Nacht einen Sturm, der einen Bärenschlaf hätte stören können. Der heutige Morgen zeigte viele zerbrochene Fensterscheiben. Die Straßen sind -mit Schlamm bedeckt, in dem man mit Heulen und Zähneklappern herumwatet. Durch den fortgesetzten Regen sind die Flüsse und Bäche schnell gestiegen. Teilweise haben sie die umliegenden Felder überschwemmt. Auch unsere fried« liche Wieseck hat sich über ihre bescheidenen Ufer gewegt und die anliegenden Gärten in unwillkommene Teiche verwandelt. Die "Franks. Ztg." meldet aus Lübeck: Bei heftigem Schneetreiben entlud sich am Samstagmittag ein starkes Ge­witter. Der Blitz schlug in den Jakobi-Kirchturm, der in Brand geriet. Auch in Hamburg ist ein Gewitter nieder­gegangen. Aehnliche Nachrichten liegen auch aus der Provinz Hannover und dem Neckarthal vor.

* Eine polizeiliche Maßregel, die wohl hier und da un­angenehm empfunden wurde, aber doch zweifellos Be­rechtigung hatte, ist am SamStag ergriffen worden. ES wurde am Abend in allen Lokalen schon um 11 Uhr Feier­abend geboten. Die Ursache sollen verschiedene studentische Ausschreitungen, Sachbeschädigungen rc. gewesen sein. In »er Sonnenstraße wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Anzahl Fensterscheiben eingeworfen. Aehnliche Zerstörungen sind an den Häusern mehrerer höherer Beamten vorgekommen. Man erinnert sich des von dem Schöffen­gericht am Samstag ergangenen Urteils gegen einen Studenten wegen sehr erheblichen groben Unfug« zu einer u. E. recht milden Strafe. Die neuen studentischen Exzesse sind hiermit wohl in einen gewissen Zusammenhang zu bringen. Um dem fortschreitenden knabenhaften Vandalismus zu steuern, wird sich die Staatsgewalt wohl zu derberen Mitteln entschließen

hat, gekommen, ist charakteristisch genug. Als ihm am Abend der dritten Aufführung seinesNabucco in der Scala" zu Mailand Mevelli den Auftrag gab, eine weitere Oper zu schreiben und seine Bedingungen zu stellen, riet ihm die Sängerin Strepponi, nicht weniger als 8000 Gulden Au fordern, da Bellini für seineNorma" die gleiche Summe erhalten habe. In der That setzte er es auch durch; er hatte Syra Strepponi als Künstlerin stets bewundert; ihre verständige Art gefiel ihm aber nun in so hohem Grade, daß sich jetzt eine innige Freundschaft entwickelte, die bald zum Chebündnis führte.

Der Maestro lebte so regelmäßig, daß er wohl nicht zum mindesten diesen Eigenschaften das hohe Alter dankte. Den größeren Teil des Jahres verbrachte er auf seinem Landsitz Sant Agata, in der Nähe seines Geburtsortes Busseto, unweit von Piacenza. Einst war Sant Agata ein gewöhnliches Bauernhaus, das Verdi später zu einem wunder­baren Herrensitze umgestaltet hat. Hier züchtete er Pferde und freute sich, wie die Rebe gedieh. Seine Pächter hatten es gut, denn wenn ihnen einmal die Ernte mißriet, so erließ er ihnen einen Teil vom Pachtzins. Auf seine Schafe war er stolz; sie werden weit und breit als die besten gerühmt. Sonst liebte Verdi auch Genua sehr, wo er wieder­holt den Winter im Palazzo Doria zugebracht hat. Aber er lebte hier stets sehr zurückgezogen, nur den allerbesten Freunden zugänglich. Alle Welt wußte, daß er sich täglich an dem naheliegenden Eisenbahn-Buffet einen Jmbißjgeben ueß, allein man hütete sich, ihn anzusprechien oder sich nur den Anschein zu geben, als ob man ihn kenne, da er sonst bestimmt niemals wiedergekommen wäre.

Was Verdi als Komponist bedeutet, weiß jedermann. Manche seiner r^pern freilich sind Fehlgriffe, andere wer- den ewig leben.La Traviata", nach Hansblicks Ansicht dte beste Oper des Maestro, fiel bei der ersten Aufführung zu Venedig im Jahre 1853 mit Sang und Klang durch Am meisten gegeben wird wohl seinTroubadour", dessen Melodien den ganzen Erdball umkreist haben. DieAida" brachte ihm 'vom Vizekönig von Egypten allein für die Partitur 100 000 Franks, der Tantiemen nicht xu gedenken, die bald darauf von sämtlichen Opernbühnen für diese Schöpf' ung in die .Tasche des Komponisten flössen. Verdi hat kein Vermögen durch unermüdlichen Fleiß erarbeitet. lieber dies wußte er es verständig anzulegen und zusammenzu­halten.

Vor der Politik empfand er stets geheimes Grauen. Auf Cavours Drängen in die Deputiertenkammer gewählt, erschien er nur in den ersten Sitzungen, blieb aber dann aus und gab nach einigen Jahren seine Demission. Trotz­dem ernannte ihn Viktor Emanuel zum Senator des König­reichs. Verdi erschien auch als getreuer Patriot und leistete den vorgeschriebenen Eid; aber später hat man ihn dann nie wieder an einer Senatssitzung teilnehmen sehen.

Gießener Stadttheater.

Per Wan« im Wonde.

Posse mit Gesang in 5 Akten von Ed. Jacobson.

Der Mann im Monde" von Jacobson ist zwar ein alter Bekannter, doch sieht man ihn ganz gern einmal wieder. Die Posse ist amüsanter als viele neuen Erzeugnisse dieser Art. Der Grundgedanke, die Storchkorrespoudenz mit Tim­buktu, ist sogar ganz originell; auf einige Prozente Wahr­scheinlichkeit mehr oder weniger kommt es ja bei Possen nicht an, und bleibt die Durchführung nicht recht bei der Stange; sie verliert sich in den üblichen Poffen Singsang mit Tanz­vergnügen und arabeSkenhaftem KrimS-Krams, der mehr in den Vordergrund tritt. Da giebt es eine töchterreiche Familie eines KanzleiratS, deren Nesthäckchen Dienstmädchen spielen müssen, echte und unechte Soldaten in der Küche, die beim Holzspalten und Kartoffelschälen helfen, eine Anzahl komischer Verwickelung und viele Scherze. Das wirbelt alles bunt durcheinander und amüsiert ein Sonntagspublikum aufs beste.

Die Poffe hat eine Hauptrolle: Wera, die jüngste Tochter des Kanzleirats, auchTollchen" genannt. Sie stellt eine internationale Verbindung zwischen einem Städtchen in Schlesien und Timbuktu durch Storchenpost her und zitiert sich dadurch eineu Seladou aus der Wüste Sahara nach der Spree, dessen Rittergut sie schließlich als Herrin glücklich zu machen hofft. Von der Darstellung dieser Rolle hängt in erster Linie der Erfolg des Stückes ab und sie war in guten Händen, wie die allgemeine Heiterkeit und der lebhafte Beifall, oft bei offener Szene, des leider nicht gut besuchten Hauses bewiesen. Fräulein Eichenwald

spielte diesTollchen" mit größter Lebendigkeit und Munterkeit, mit einer Drolerie, welche die Komik der einzelnen Szenen zu voller Geltung brachte. Wie gewandt war sie, als sie den Vater vor einemSpitz" zu schützen sucht und sich selbst einenSchwips" antrank, wie energisch wirtschaftete sie in der Küche und kommandierte die bewaffnete Macht, dargestellt von den drei Fränzen. Vortrefflich wurde sie von Herrn Helm unterstützt, dessen Kanzleirat vorzüglich charakterisiert war. Die Resultate seiner Zerstreutheit er­regten oft große Heiterkeit. In den Possen ist das ja üblichst die ältesten, sonst ganz verphilisterten Väter machen auf ein« mal mit ihren Töchtern Bocksprünge um die Wette. Auch sonst war Herr Helm als Vater und als gehorsamer Gatte seiner Marianne, die Frau Emmi Ernst mit Energie dar­stellte, drollig und wirksam. Die begeisterte Berlinerin und Soldatenfreundiu Jette, der alleswonnevoll" ist, wurde von Frl. Mila de la Chapelle flott gespielt; sie war der Typus eines Berliner Dienstboten. Die Damen Korn, v. Lindenau, Kugler und Wohlbrück waren liebens­würdige Heiratskandidatinnen. DerMann im Monde", der Rittergutsbesitzer v. Gostal, der unmögliche Afrikareisende, wurde von Herrn Ramsey er mit genügender Gewandtheit gespielt. Ganz gelungen war der Journalist des Herrn Balthyni, und auch der Dr. Pirner des Herrn Marlitz gefiel. Herr Kirchner gab den Ministerialrat Kraulisch, der sich mit Hilfe von Verlobungen opulente Familiendiners und -Soupers unter Vorspiegelung falscher Thatsacheu ver­schafft, die für einen solchen Parasiten geeignete Maske. Herr Lach mann als Barbier Knispel war ein possierlicher Figaro, Herr Reinhard ein umsichtiger Gastwirt, Frau Kruse vaS Original der Berliner Zimmervermieterin mit wehmüttgen BalletreminiScenzen, Frau Helm eine affektierte Theater­dame und Herr Heuser ein tänzelnder Oberkellner.

Einen Prolog zur Feier des Geburtstages des Kaisers in schwungvollen Versen las Frl. Henny Schölermann mit vollendetem Ausdrnck.

Die Regie ließ nichts zu wünschen übrig. Die viele« Gesänge, KoupletS rc. wurden von der Theaterkapelle unter Direktor Kruse exakt begleitet. Pfl

Sie werden R unb Belegung i

0 Sch» * M

2m-Skud.ngSh°'

totbti- Die Kreisde 50 W. Belohnung ai

4. Harbach, 27. hausen foll em Bäte Ursache so schwer mi darnieder liegt ui zweifelt wird.

fc.Muschenhe dem Neubau eine Münzenbera begönne, bürfniy Rechnung getr baues belaufen sich ai arbeiten 8100 Rack, Eementröhren 910 Ma

-5. Darmstadt, bei Zweiten Kammer, fchüftigt, die wohl aut bat gestern MM M gerichtes in £pp Abg. Molthan in lan richtung ausgesproch heim wurden mied' hiesige Studentei fach von einem dreis auf Grund des leich nisses die Musensöhn unter Bezugnahme a Heimat ic. in auf bi Auch \w Mwesenhei Zimmerwirtin in bas daß er mit dem A wolle. Es hat sich gestellt.

** Darmstadt Mister macht folge Nen des Wens °°n Snglunb ift ans heutigen bis zuni geordnet worden.

Die Damen ersche Md zwar bis zum schwarzem Kopfputz

Die Herren trage Jj" lEn Oberarm, lchlreßlich jchwarze Hc nuar 1901. 3 *

, Dinrstabi, 26. %

»ar, J

Bit btm ÄÄS

Ä"

Oktober kfJSJ no$ des VertÄ^ 'gen. 5 werden. Ntner

Mt, Vj? Seife

1'Wfa*!. ^te. &

»i? «ÄS*

fe A. "

- 0l|