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Bahia", „Wittekind" und „Krefeld" stehen die Auflösungs
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auf dem Truppenübungsplatz Lockstedt in Holstein und das über Wien zurückgekehrte Bataillon Förster auf dem Uebungs- platz Lamsdorf in Schlesien aufgelöst werden. Für die Ende Oktober zu erwartenden Transporte auf den Dampfern
sich auch mit der Verehelichung seines Königs mtt einer Bürgerlichen einverstanden erklärt hat, so hätte es sich doch keineswegs damit abgefunden, daß der Bruder derselben zum Thronfolger erhoben werde, zumal dieser Schritt in direktem Widerspruch zur serbischen Verfassung stünde, also einen Verfassungs- bnich bedeuten würde. Im Fall des Aussterbens der königlichen Familie steht nämlich dem Volk das Recht zu, einen neuen König zu wählen, worauf man in Serbien großes Gewicht legt. Daher hätte sicherlich kein Ministerium die Verantwortung für diesen Verfassungsbruch übernommen; dazu kommt noch, daß auch die europäischen Mächte einen derartigen Schritt des serbischen Königs wohl kaum ruhig mit angesehen hätten. Alle diese Erwägungen scheinen jedenfalls gewichtiger gewesen zu sein als die Einflüsterungen der Königin Draga, und den König von seinem kühnen Vorhaben abgebracht zu haben, das ihn unter Umständen nicht mehr und nicht weniger als seine Krone hätte kosten können.
Alesia", „Silvia," „König Albert", „Pisa" und „Tukumann"
orte noch nicht fest. Die Begrüßung der aus Ostasien heimgekehrten Truppen durch deren Angehörige ist jedoch auf den neubestimmten Plätzen ebensowenig zulässig, wie in Bremerhaven und Münster.
Braunschweig, 26.Sept. Der Kongreß defr deutschen Rechtspartei wurde hier unter zahlreicher Teilnahme, be- onders aus Hannover und Hessen, eröffnet. Geh. Legattonsrat a. D. v. Oertzen-Leppin führte den Vorsitz. Als erster Redner sprach Rechtsanwalt Martin-Kassel unter lebhafter Zustimmung der Anwesenden über „Die braunschweigische Frage im Lichte der deutschen Rechtspartei".
Aus Stadt und Land.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 27. September 1901.
•* Zum gestrigen Bericht über die Sicher Geueralversamm- lung des landw. Vereins ist, wie uns von sehr geschätzter Seite geschrieben wird, richtig zu stellen, daß in dem Vortrag über den Wert und die Bedeutung der Lebensversicherung für die Landwirte nicht der „Stuttgarter Versicherungsverein", sondern die „Lebens- und Ersparnisbank zu Stuttgart" enrpfohlen worden ist. Diese Gesellschaft steht in einem Ver-
— Das KrregSmmisterium teilt mit: Da bei dem auf dem Dampfer „Batavia" heimgekehrten Transport ostasiatischer Truppen einzelne TyphuSfälle vorgekommen sind und auch der Transport auf dem Dampfer „Neckar" nicht gänzlich frei von solchen ist, sollen diese Transporte von den später eintreffenden getrennt gehalten werden. Von letzteren werden daher die Transporte auf den Dampfern
Ausland.
Marseille, 26. Sept. Heute vormittag fand hier die Landung der aus China an Bord des Dampfers „Oceanea" heimkehrenden französischen Truppen unter Voyron statt. Ter sozialistische Gemeinderat von Marseille ließ jedem der zurückkehrenden Soldaten einen halben Liter Wein und einige Zigarren überreichen. General Voyron wurde vom Oberst Sylvestre im Namen des Präidenten Loubet begrüßt, der dem General seinen Dank ür die Kommandoführung desselben aussprechen ließ. Sodann hieß Marineminister de Lanessan im Namen der Negierung den General willkommen und beglückwünschte riesen und die Truppen dazu, daß sie mit militärischen Erfolgen zurückkehrten und daß der Frieden wiederhergestellt ei. Tie Armee und die Marine hätten unter traurigen und schwierigen Verhältnissen des demokratischen Frankreich sich im höchsten Grade würdig gezeigt, indem sie ne hohen militärischen Eigenschaften mit den edelsten Ge- ühlen der Menschlichkeit zu vereinigen verstanden. Lanessan gedachte sodann der Gefallenen und Verstorbenen und sprach denjenigen Tank aus, welche die Expedition organisierten und deren Fürsorge es zu danken ist, daß die Sterblichkeit an Krankheiten kaum 2 Proz. betrug, und drückte schließ- 'ich die Erwartung aus, daß die einfache Betonung der erwähnten Thatsachen vor dem ganzen Lande dem General als die würdigste Belohnung seiner ausgezeichneten Dienste erscheinen werde, die er Frankreich und der Republik erwiesen habe. Voyron erwiderte, die ihm ausgesprochene Anerkennung der Regierung gebühre zum größten Teil denjenigen Truppen, die vor ihm in China gewesen. So- >ann gedachte er der thatkräftigen Unterstützung, die ihm der kommandierende Admiral der französischen Seestreitkräfte in den chinesischen Gewässern zu teil werden ließ.
Rom, 26. Sept. Tas Fürstenpaar Nakachidze, das als gefährliche Anarchisten durch Dekrete ausgewiesen war, wurde heute hier verhaftet. Fürst Victor Nakachidze war 1887 in Rußland wegen eines Anschlags gegen das Leben des Kaisers von Rußland zum Tode verurteilt, nachdem er 1886 wegen Fabrikation von Bomben aus Frankreich ausgewiesen war. Die Verhafteten werden an die Grenze gebracht werden.
W i e n, 26. Sept. Die Kapelle des preuß. Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments ist heute früh hier eingetroffen und wurde im Auftrage des Armee-Kommandanten vom Oberleutnant Hirschfeld empfangen. Nach kurzer Begrüßung marschierte das' Musikkorps in die Albrecht- Kaserne.
Triest, 26. Sept. Die Abfahrt des 2. Bataillons des 2. deutschen ostasiatischen Infanterie-Regiments nach Wien ist erfolgt. Ter Korpskommandant Feldzeugmeister Succovaty ritt, nachdem Major v. Förster ihm Meldung erstattet hatte, die Front des Bataillons ab, setzte sich alsdann an die Spitze des Bataillons und führte es von Molo 4 nach dem Bahnhof. Auf dem ganzen Wege bildeten die Truppen des 97. Regiments Spalier. Am Bahnhof angelangt, defilierte das Bataillon vor dem Feldzeugmeister, worauf nach herzlicher Verabschiedung und unter den Klängen des „Heil Dir im Siegerkranz" ine Einschiffung der Truppen nach Wien in zwei Sonderzügen erfolgte.
Konstantinopel, 26. Sept. Tie brieflichen, mehreren Botschaftern angekündigten Konsularrapporte aus den armenischen Provinzen sind ausgeblieben, und man nimmt an, daß die türkischen Behörden dieselben unterschlagen haben. Der Dragoman des französischen Konsulats in Erzerum, der zur Berichterstattung hierher berufen war, ist vom dortigen Valr zweimal an der Abreise verhindert worden. Der Botschaftsrat Bapst richtete eine offene Depesche an den Vali, in der er ihn persönlich dafür verantwortlich macht, wenn er sich noch weiter der Abreise des Dragomans widersetzte.
Belgrad, 26. Sept. Tie österreichisch-ungarische Regierung ließ einer amtlichen Meldung zufolge aus Serbien stammendes Hornvieh, mit Ausnahme des Hornviehes aus dem Belgrader Kreise, zu den allwöchentlich am Samstag in Wien stattfindenden Hornviehmärkten unter der Bedingung zu, daß die gesundheitspolizeilichen Vorschriften streng eingehalten werden müssen, und daß das Vieh innerhalb fünf Tagen zur Abschlachtung gelangt.
Tanger, 26. Sept. In Fez ist em portugiesischer Staatsangehöriger durch einen fanatischen Volkshausen brutal mißhandelt und schwer verletzt worden.
N e w y o r k, 26. Sept. Der Präsidentenmorder C z o l - go s z wird in der Woche, die mit dem 28. Oktober beginnt, welches der früheste gesetzliche Termin ist, mittelst Elektrizi- tät hin gerichtet werden.
mende Eisen (im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen Konstruktionen) vollständig von Cement uin hüllt ist. — Wir haben vor einiger Zeit einen ausführlichen Bericht über die einzelnen Gebäulichkeiten und ihre künftige Verwendung gebracht, auf den wir uns in den folgenden Zeilen beziehen. Tas Gebäude für 120 männliche Pfleglinge ist chon bis zum Eindecken des Taches gediehen. Hier sind chon sämtliche Hennepique-Tecken fertig gelegt. Auch das Gebäude für 120 weibliche Pfleglinge wird in einigen Tagen vollständig mit den neuen Decken versehen sttn. Tas Verwaltungsgebäude ist ebenfalls bereits so weit im Bau vorgeschritten, daß es in der nächsten Woche unter Tach kommen wird. Was nun das Betriebsgebäude betrifft, o ist da der Kochküchenbau bereits bis zur ersten Balkenlage gefördert, während der Waschküchenbau, unter dem sich zu erwähnen. Auch diese sind bereits bis zur Sockelgediehen ist. Bei dem Waschküchenbau waren nicht weniger als 1200 Kilometer Erdaushub zu bewältigen. Zuletzt wären noch die beiden Nebengebäude für je 20 unreine Pfleglinge zu erwähnen. Auch diese sind hier bereits bis zur Sockelhöhe gediehen. Im Rohbau dürften sämtliche Gebäude bis gegen Mitte November fertig dastehen.
♦* Ueber die Kanalisation der Stadt Marburg hatte Regierungsbaumeister und Magistratsrat Sardemann bereits im Februar 1899 in dem hiesigen nationalliberalen Verein einen interessanten Vortrag gehalten, was bei manchen Besuchern dieses Vortrags den Wunsch rege machte, die Anlage in Marburg selbst gelegentlich anzusehen. Zahlreiche Mitglieder des hiesigen Ortsgewerbevereins haben denselben Wunsch geäußert. Infolgedessen wird am nächsten Montag nachmittag ein Ausflug nach Marburg stattfinden, an dem auch Damen teilnehmen können. — Ta dieser Gegenstand gerade gegenwärtig für unsere Stadt, die demnächst ja auch Kanatt- sation bekommen wird, von größtem Interesse ist, so dürfte die Beteiligung an diesem Ausflug eine rege werden, zu dem die Veranstalter freundlichst einladen. (Siehe Inserat des Ortsgewerbevereins.)
*• Der Altertumsverein Herborn begeht am nächsten Samstag und Sonntag, 28. und 29. September, die Feier der 6 5 0. Wiederkehr des Tages, an dem Herborn die Stadtrechte verliehen wurden. Die Feier wird durch einen Kommers eingeleitet, der am Samstagabend V29 'm Saalbau Metzler stattfindet. Pfarrer Almenröder-Obern- biel hält eine Begrüßungsansprache, während Prof. Knodt- Herborn über „Die hohe Schule zu Herborn" sprechen wirb. Eine angenehme Abwechslung werden Vorttäge und Darbietungen der Sängervereinigung und des Turnvereins Herborn bieten. Am Sonntag findet nach einem gemeinschaftlichen Frühschoppen im Saalbau Haselhuhn mittags 12 Uhr die Generalversammlung statt, in der Archivrat Dr.v.D omaru s- Wiesbaden über „Das Zunftwesen in Herborn" sprechen nnw. Im Anschluß hieran wird die Ausstellung eröffnet, Rach- mittags 5 Uhr versammeln sich die Teilnehmer zu emem Festessen im „Hotel zum Ritter".
•• Reserve hat Ruh! Bereits gestern mittag fand vie Enllassung der Mannschaften, die ihre Militärzelt abgedienl haben, durch die Vorgesetzten statt. Und überall konnte man gestern nachmittag und gestern abend die alten Mannschaften durch die Straßen wandern sehen mit aufgerollten Achse! klappen, den Reservestock in der Hand, der schiefgesetzten Mv- mütze und der Reservistenfeldflasche, den alljährlich lieber* kehrenden Zeichen, daß es nun wieder in die Heimat gey. Fröhliche Lieder hört man aus den Lokalen schallen. Jtan gönnt den Mannschaften gern ihre Freude. Liegt doch eme Zeit strengen Dienstes und angestrengter Arbeit hmter ihnen ein Lebensabschnitt, durch den sie eigentlich erst m die Reihen der Männer eingetreten sind und in dem sie nc£c" eigentlichen militärischen Fertigkeiten auch 3eftigFeit und Sicher Dcit lernen sollten für den Kampf ums Dasem And° ° Lebensaufgaben treten nun an sie heran, und |tc werde.
Deutsches Reich.
Berlin, 26. Sept. Der Kaiser erlegte, wie aus Ro- minten gemeldet wird, heute auf der Frühpirsch im Revier < Goldap einen kapitalen Zwanzig end er.
— Die Vermählung des Erbprinzen Wolfgang von < Isenburg und Büdingen mit der Gräfin Adelheid > von Rechteren-Limpur g fand gestern auf Schloß Sommerhausen bei Würzburg statt. Der feierliche Einzug des neuverinählten Paares in die Residenz Büdingen wird < am 2. Oktober erfolgen.
— Prinz Tschun ist mit seinem Gefolge heute früh * in Staßfurt eingetroffen, und besuchte nach einer Einfahrt in ] die preußischen Schächte die Chlorkalcium-Fabrik. — Die „Post" ' ist in der Lage, die Blättermeldung, daß das Reiseprogramm des Prinzen nicht nur auf Wunsch der chinesischen Regierung abgekürzt, sondern auch weil man deutscherseits die Ausdehnung der Reise nicht gern gesehen habe, als eine Entstellung < des Sachverhalts zu bezeichnen, und zwar soweit in dieser Meldung von einer Einflußnahme deutscherseits auf das Reise- programm des Prinzen die Rede ist.
— Dem Rechtsanwalt Stadtrat Bassermann in Mannheim (dem bekannten nationalliberalen Reichstagsabgeordneten. D. R.) ist der Kronenorden dritter Klasse verliehen worden.
— In der am 18. und 19. ds. Ms. abgehaltenen i Börsenkonferenz wurde bekanntlich eine Unterkommission * eingesetzt, welche die Meinungsäußerungen der Versammlung : zusammenfassen, und ein Gesamtbild davon geben soll; dieses j Resumö wird dann offiziell veröffentlicht werden. Die Unter- , kommission ist heute Vormittag im Handelsministerium zu- , sammengetreten, und hat sich der ihr gestellten Aufgabe unter- । zogen. — Handelsminister Möller hat zahlreiche Vertreter : der Industrie zu einer Versammlung am 1. und 2. Oktober ' nach dem Abgeordnetenhause eingeladen. — In den letzten j Tagen wurden die Beratungen einzelner industrieller Gruppen ; im Handelsministerium fortgesetzt, und werden auch heute 1 gepflogen.
— Mit dem 1. Oktober erlangt nicht nur eine Aenderung des Handwerkerorganisationsgesetzes (siehe Leitartikel), sondern auch das Gesetz betreffend den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähnlichen Getränken Geltung. Das bisherige Weingesetz tritt dann außer Kraft. U. a. wird nun auch Schaumwein, der gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten wird, eine Bezeichnung tragen müssen, welche das Land und erforderlichenfalls den Ort erkennbar macht, in welchem er auf Flaschen gefüllt worden ist. Jeder Inhaber von Keller-Gähr- und Kelterräumen oder sonstigen Räumen, in denen Wein oder Schaumwein gewerbsmäßig hergestellt oder behandelt wird, hat vom 1. Oktober dafür zu sorgen, daß in diesen Räumen an einer in die Augen fallenden Stelle ein deutlicher Abdruck der hauptsächlichsten Bessimm- ungen des neuen Weingesetzes aufgehängt ist. Schließlich erlangt auch die Bestimmung des Branntweinsteuergesetzes über die Aufhebung der Brennsteuer mit dem Quartalswechsel Geltung.
— Heber die Exzesse an Bord des Kreuzers .„Gazelle" teilt man weiter mtt: Die „Gazelle", deren Besatzung 211 Mann zählt, gehörte während der Herbstmanöver gleich den Schwesterschiffen „Niobe" und „Nymphe" der zweiten Aufklärungsgruppe an. Die Schiffe dampften am 2. September mit den Linienschiffen und Küstenpanzerschiffen von Kiel nach Danzig und beteiligten sich dort an den Hebungen. Der Kommandant hat angeblich den Mannschaften nur wenig Landurlaub erteilt, wogegen der Dienst an Bord mehr als stramm gewesen sein soll. Unter den Mannschaften entstand ein heftiger Unwille, der sich in betrübender Weise kundgab. Außer den Geschützverschlußstücken warfen die Beteiligten wertvolles Manilatau über Bord. Auf der Danziger Rhede war die Gazelle mit Arrest belegt. Kein Offizier und kein Mann außer der Schiffsordonnanz durfte von Bord gehen; ebenso war niemand das Anbordgehen gestattet. Man fand es nicht für ratsam, das Schiff einzeln 'fahren zu lassen. Während die übrigen kleinen Kreuzer bereits Anfangs voriger Woche einzeln vom Manöver nach Kiel zurückkehrten, mußte die „Gazelle" auf der Rhede von Danzig verbleiben. Sie fuhr in der Begleitung der Linienschiffe erst am Freitag von Danzig ab und traf nut diesen am Samstag im Kieler Kriegshafen ein. Der Fall hat zu den ungeheuerlichsten Gerüchten Veranlassung gegeben.
— Mit dem Aufsichtsratswesen beschäftigt sich in tangeren Ausführungen der „Vorwärts". Er stellt eine Liste rheinisch-westfälischer Aufsichtsräte zusammen und berichte über die Bezüge dieser Aufsichtsräte:
„Und weiche Entlohniing heimseii die Herren Aussichtsrate em! Der eine Bochumer Verein verteilte laut Statut 4 pGt. oes 4586682 Mk. betragenden Reingewinns an die neun Verwaitungs- räte, worunter die Herren Waldhausen, Schulz, Klönne, Muser. Die anderen Werke zahlen häufig noch höhere „Entschädigungen, „Tantiömen", „Gratifikationen". SiönigSbom zahlt vom Reingewinn erst 5 pEt. zum Reservefonds, dann 4 pEt. Dividende und nun erhalten die Aussichtsräte 10pEt. des verbleibenden Betrags; oasselbe leistet der Aplerbeckcr Verein. Concordia-Oberhausen zahlt ?p(5t. voin Reingewinn an den Anssichtsrat; Massen gibt nach Ausschüttung der Dividende 7 pCt. an den Aussichtsrat; Hibernia gibt unter derselben Voraussetzung 8 pEt. (es sind zehn Aussichtsräte vorhanden, denen im Vorjahr 237499 Mk. Tantiömen, also pro Kops über 23000 Mk. ausbezahlt wurden!!), an die 17 Aufsichts- röte der Gelsenkirchener Gesellschaft wurden 157 894 Mk. bezahlt, Nordstern ivars 234220 Mk. an Tantiemen aus, Dahlbusch gab dem Aussichtsrat 81000 Mk. (9 Personen)."
tragsverhältniS zum landw. Provmzialoerein Oberheffen, in welchem den Vereinsmitgliedern bei Versicherungen Vorteile eingeräumt werden. — Der zweite vom Sekretär gehaltene Vortrag betraf ferner nicht die freiwillige Unfallversicherung )ei der staatlichen Versicherungsanstatt, sondern die Selbst- versicherung für Landwirte auf Grund des Jn- validenversicherungsgesetzes. Dieses Referat stützte ich zum Teil auf ein Schriftchen des Pfarrers Römer in Schotten „die freiwillige Versicherung nach dem Juvaliden- versicherungsgesetz für Gewerbetreibende und Landwirte und deren Familienangehörigen" und wollte die Landwitte an- regen, von der Einrichtung den weitesten Gebrauch zu machen.
♦* Personal-Nachrichten. Ter Großherzog hat dem Pfarrer Hermann Fnldat zu Crainfeld die evangelische Pfarrstette zu Eschollbrücken, Tekanat Eberstadt, über» trag; — Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz wurden die Gerichtsassessoren Vetzberger und Scotti in Gießen mit Wahrnehmung der Tienswerrichtungen von Amtsrichtern bei dem Amtsgericht Grünberg, der Gerichts- assessor Schneider in Mainz mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Mainz und der Gerichtsassessor Tr. Brill in Mainz mit Wahrnehmung olcher in Groß-Umstadt beauftragt.
— ein neuer Konsum-Verein ist hier im Entstehen begriffen. Die gerichtliche (Eintragung ist bereits erfolgt. Die Eröffnung der Verkaufsstelle, die Bahnhofstraße 31 im Gelände des „Solmser Hofes" eingerichtet wird, soll Mitte Ok- ober vor sich gehen. Dem neuen Verein sind bis jetzt bereits 130 Mitglieder beigetreten. Jedes Mitglied hat einen Anett von 30 Mk. einzuzahlen. Die Anregung zur Gründung erfolgte aus Gewerkschaftskreisen und zwar infolge eines Vortrags, den ein Vertreter der Groß-Einkaufsgesellschast deut- cher Konsumvereine in Hamburg hielt. So wurde denn eine neue Gewerkschaftsversammlung einberufen, in der eine Kommission von 7 Personen gewählt wurde, die die Angelegen- ))eit in die Wege leitete. Einige Zeit darauf folgte die ton* situierende Generalversammlung, in der Vorstand und Auf» ichtsrctt gewählt wurden.
*♦ Der Neubau des Provinzickl-Sie chen>° jaus es schreitet mächtig vorwärts. Sämtliche öebäube. ind soweit im Bau gefördert, daß sie in der nächsten oder den nächsten Wochen unter Tach kommen werden. Besonders möchten wir eine neue Art von Tecken erwähnen, die unseres Wissens hier zum ersten Male in Anwendung kommt. Es dürste sich für Interessenten und auch für andere verlohnen, sich diese Neuerung einmal anzusrhen. Es handelt si chum eine feuersichere armierte Betondecke, die nach dem Erfinder Hennepique-Tecke genannt vird. Sie zeichnet sich durch völlige Feuerficherheit aus, die dadurch, erreicht wird, daß das zur Verwendung kom-


