Ausgabe 
27.11.1901 Erstes Blatt
 
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iche Haus!*

Auf dem am Samstag zu Ehren des Großherzogs ver-

Versammelten in der animiertesten Stimmung zusammen. Der Gesang patriotischer Lieder, sowie humoristische Vorträge boten eine angenehme Abwechselung.

DreDarmst. Ztg." veröffentlicht einen längeren Ge- burtstagsartikel, dessen erster und letzter Satz also lauten: Heute begeht das hessische Volk das Allerhöchste Geburtsfest Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin. Gott segne und schütze Seine Königliche Hoheit den Großherzog und das ganze Großherzog-

Eme Folge des Jnsterburger Duells.

DieKönigsb. Allgem. Ztg." meldet: Dem Oberst Frhrn. v. Reißwitz und Kadersin, Kommandeur des In­fanterie-Regiments Nr. 147, welchem der im Duell ge­fallene Leutnant Blaskowitz angehörte, ist durch Aller­höchste Kabinetsordre vom 25. ds. Mts. der Abschied be­willigt worden.

Die Erteilung des Abschieds wird allgemein als eine Mißbilligung des Verhaltens des Kommandeurs bei der trau­rigen Angelegenheit aufgefaßt. Ob der Oberst, wie man be­hauptet,der Einzige" war, der das Duell hätte verhindern können, mag dahingestellt sein. Rach den Bekundungen des Duellgegners Oberleutnant Hildebrandt erklärte der Ehrenrat, euren Ausgleich nicht vorschlagen zu können. Ist also die Verabschiedung des Oberst wegen Nichtoerhinderunz des Duells erfolgt, so wird durch den Akt zugleich zum Ausdruck ge­bracht, daß die Herbeiführung eines Ausgleichs durch sämt­liche hier zur Mitwirkung berufenen Personen dringend wünschenswert gewesen wäre. Ob Blaskowitz zurechnungs­fähig war oder nicht das Kriegsgericht hat bekanntlich im ersteren Sinne entschieden für diesen eigenartigen Fall, bei Hem Schuld und Nichtschuld kaum zu trennen war, konnte und mußte ein Ausweg gefunden werden, der auch dem Be­leidigten zur Genugtuung gereichte. Die Verabschiedung des Oberst dürste auf die Initiative des Kaisers zurückzuführen fein, ein erneuter Beweis, wie ernst es dem Herrscher ist tnit seinen Bestrebungen, dem Zweckampfe im Heere vor­zubeugen.

anstalteten Kommers der Darmstädter Studentenschaft wurden folgende Telegramme unter allgemeiner Zustimmung ab­gesandt :

An Seine Majestät Kaiser Wilhelm II., Berlin. Anläßlich der Feier des Geburtstages Ihrer König!. Hoheiten des Großher­zogs und der Großherzogin von Hessen erneuern die Studierenden der Technischen Hochschule zu Darmstadt den Schwur der Treue gegen Kaiser und Reich und rufen in hoher Begeisterung: Ein Hoch der deutschen Einheit!" und ferner:

An Seine Königl. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig, Darmstadt. Die zum festlichen Kommers vereinigten Korporationen und Fachabteilungen der Technischen Hochschule zu Darmstadt ge° tatten sich unterthäniast. Eurer Königl. Hoheit zu Höchstihrem Ge­burtstage Glück zu wünschen und die Versicherung der Treue und Verehrung zu erneuern."

In der Aula der Technischen Hochschule inDarm- tadt fand gestern vormittag die übliche akademische Feier zu Ehren des Geburtstages des Großherzogs und der Groß herzogin statt. Als Vertreter der Regierung war Finanzminister Gnauth anwesend. Nach einem einleitenden Gesang des akademischen Männerchors ergriff Prof. Wege le das Wort zu seinem Vortag überDie Sicherheit im Eisen­bahnwesen". Die Ausführungen des Redners gipfelten in einem begeistert von den Versammelten aufgenommenen Hoch auf den Großherzog und die Großherzogin. Mit dem Schluß- ChorSalvum fac regem schloß die schlichte und wür­dige Feier.

eh. Schlitz, 25. Nov. Dem Lehrer Gremm wurde am Geburtstage unseres Großherzpgs von dem Kreisrat Dr. Wallau in Anwesenheit des Kreisschulinspektors Andres, des Schulvorstandes und sämtlicher Lehrer in Anerkennung seiner reuen und ersprießlichen Dienste Gremm hat eine 47jähr. Amtsthätigkeit hinter sich das Verdienstkreuz Philipps des Großmütigen überreicht. Gleichzeitig überbrachte ihm Dr. Lallau die Glückwünsche des Ministeriums für Schulabteilung und der Kreisschulkommission. Am 1. Dezember tritt Gremm in den verdienten Ruhestand.

Ter Großherzog hat zum 25. November nachfolgende Auszeichnungen verliehen: Dem Major a. D. Beck, Sekre­tär der Gvoßh. General-Adjutantur, das Ritterkreuz 2. Kl. des Ludewigs-Ordens, dem Major Frhrn. v. Normann, Distrikts-Kommandeur im Großh. Gendarmerie-Korps, den Charakter als Oberstleutnant, dem Gcrrde - Unteroffizier Grab die Krone zum Silbernen Kreuz und dem Garde- Unteroffizier Schnellbacher das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; im Großh. Gen­darmerie-Korps den Wachtmeistern Wohlfahrt und Schmidt, sowie den Fußgendarmen Gebhardt und Schäfer das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; in der KriegskameradschaftHassia": dem Mitglied des Präsidiums Franz S-c y l e r , dtotariats- beamten in Bingen, dem Bezirks-Vorsteher Earl Ranft, Fabrikant in Grünberg, und dem Bezirks-Vorsteher Wilhelm Krämer, Küfermeister in Mainz, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; den Schloß- beschließer Heinrich Günther zum Schloßverwalter zu Jagdschloß Wolfsgarten und den Koch Heinrich Pieper zum Hofkoch ernannt; Wilhelm Schüler aus König i. O. wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1902 zum Hauswärter ernannt.

Tas Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Gvoßm.: dem Ministerialrat im Ministerium des Innern Geheimerat Emmerling; das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens: den Ministerialräten im Ministerium des Innern Dr. Breidert, Ernst Braun und Dr. Eisen- Huth, sowie dem Ministerialrat im Ministerium der Fi­nanzen Ewald, den Charakter als Geh. Kabinettsrat: dem Vorstand des Kabinetts Kabinettsrat Römhel d; das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens: dem Postdirektor H e n r i c y in Offenbach a. M. und dem Telegraphendirektor von der Mülbe in Darmstadt; den Charakter als Geh.

schließen. Denn es wird, sofern man von der Einführung parlamentarischerNachtschichten" absieht, kaum angehen, daß Mitglieder der Budgetkommission gleichzeitig der Zoll­tarifkommission angehören. Eine Umbildung der ersten in der Richtung, daß dieWirtschaftspolitiker" zur Zolltarif­kommission übertreten, erscheint also unumgänglich. Das Schwergewicht liegt nun einmal auf der Seite des Zoll­tarifs; die parlamentarische Garde, die auserwählte Schar der Fraktronsführer und ^Autoritäten", wird srch in der Zolltarifkommission zusammenfinden. Dem Vernehmen nach ist beabsichttgt, für diese Kommission auch einen stellver­tretenden Vorsitzenden zu wählen.

meister Willich gen. v. Pöllnitz zu Darmstadt, dem ordentlichen Professor v. Willmann zu Darmstadt; das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens dem Mitglied deS Ortsgewerbevereins und Armenpfleger Allen do r s sen. zu Mainz, dem Oberlehrer Espenschied zu Mainz, dem Lehrer an der Viktoriaschule Form es zu Darmstadt, dem Lehrer an der Viktoriaschule Hartmann zu Darmstadt, )cm Oberlehrer Henrich zu Offenbach, dem Kreisfchul-- inspektor Karg zu Bensheim, dem Kommandant der frei­willigen Feuerwehr Fabrikant Link zu Wimpfen a. B., dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule T ö n g e s zu Offenbach, dem Kreisveterinärarzt des Kreisveterinär­amts Bingen Dr. Weidner zu Gau-Algesheim; die Sil­berne Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft dem Gutsbesitzer Ludwig zu Ober- Ingelheim, dem Gutsbesitzer Moller II. zu Wöllstein.

Die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großm. dem Sekretär der Sparkasse Ober­lehrer a. D- Roos zu Heppenheim a. d. B., das Silb. Kreuz mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großm. dem Kreisamtsbureauvorsteher Bensel zu Mainz; dem Polizeirommissär Praetor ins zu Mainz: dem Kassierer der städtischen Sparkasse Mach zu Mainz; dem Stadt- ekretär Schmidt zu Offenbach!; die Silb. Medaille des Ludewigs-Ordens der Gemeindeyebamme Roos zu Viern­heim; das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großm.. dem Bürgermeister Best zu Assenheim; dem Kreisstraßenmeister Bopp zu Dieburg; dem Oberlehrer Büchler zu Nieder-Olm'; dem Oberlehrer Breiden­bach zu Groß-Zimmern; dem Lehrer Debus zu Bretzen­heim; dem städtischen Marttmeister und Straßenreinigungs- inspektor Dick zu Darmstadt; dem Lehrer Heeß zu Dex­heim; dem Revierkommissär Heydt zu Offenbach; dem städtischen Oktroi-Oberaufseher i. P. Hölzel zu Darm­stadt; dem Lehrer Keßler zu Mainz; dem Bürgermeister Klei finger zu Gau-Algesheim; dem Oberlehrer Lau­te n s ch l ä g e r zu Groß-Bieberau; dem Oberbrandmeister der freiwilligen Feuerwehr Manger zu Ober-Ingelheim; den: Polizeisekretär Orth zu Worms; dem Kreisstraßen­meister Oswald zu Darmstadt; dem Lehrer Schäfer zu Worms-Hochheim; dem Oberlehrer S ch m i d t zu Heppen­heim a. d- B.; dem Oberlehrer Schmunck zu König; dem Lehrer Sommer zu Gau-Odernheim; dem Lehrer Wenzel zu Darmstadt; das Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens dem Stadtrechner W e n ze l zu Erbach i. O.

Verliehen hat der Großherzog den Charakter alsMe­dizinalrat" dem Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Bens­heim Dr. Groos; dem Kreisarzt in Oppenheim Dr. Herm. Stigell; den Charakter alsProfessor" dem Architetten Metzendors zu Bensheim; dem Leiter des internatio­nalen Krankenhauses in Neapel Dr. Scotti; dem Vor­stand der chemischen Prüfungs- und Auskunftsstation für die Gewerbe Dr. Sonne zu Darmstadt; den Charakter als.Kommerzienrat" dem Beigeordneten der Provinzial­hauptstadt Mainz, Kaufmann und Weingutsbesitzer Haff­ner daselbst; dem Fabrikanten Kraft zu Offenbach; dem Kaufmann Reitmayer zu Brüssel; dem Fabrikanten Trumpler zu Worms; den Charakter alsSanitätsrat": Dr. Blümers zu Pfeddersheim, Dr. Lipp zu Darm­stadt; Dr. Reuß zu Seligenstadt; Dr. Rolly zu Oft* Hofen; Dr. Schmitt zu Mainz; Dr. Vierheller zu Groß-Zimmern; den Charakter alsOekonomierat" dem Gutspächter Heil II. zu Habitzheim; dem Domänerrpächter^ Schudt zu Rheinfelder Hof; den Charatter alsMusik-- direktor" dem 1. Musiklehrer Schmidt zu Friedberg; den

Charakter alsRechnungsrat" dem Revisor bei der Aich- ungsinspektion Rumps zu Darmstadt; den Charakter als Kanzleirat" dem Kreisamtsbureauvorsteher Geisler zu Äeburg.; den Charakter alsRentmeister" dem Gemc.nde- einnehmer D u s e b e r g zu Bürstadt.

Der Großherzog hat dem Pfarrer und Dekan Fuchs zu Steinbach und dem evangelischen Pfarrer und Dekan Grösch zu Kassel den Charakter alsKirchenrat" erteilt.

Ter Großherzog hat solgende Orden verliehen: das Kvmturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens dem General- staatsanwalr und Ministerialrat Geheimerat Schlippe; das Ehrenkreuz desselben Ordens dem Oberlandesgerichts­rat Forch; das Ritterkreuz 1. Klasse dieses Ordens den Oberlandesgerichtsräten Becker, Dr. Berchelmann, Lai ft und Dr. W er le; dem Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Obenauer; den Amtsgerichtsräten Dr. Hohfeld und Dr. Kepplinger in Mainz- den Oberamtsriclstern Metzler in Worms und R h u m b l e r in Alzey und dem Landgerichtsrat Zimmer­mann in Mainz; das Silberne Kreuz dieses Ordens dem KanMrat Krast in Darmstadt; das Allg. Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" dem Ortsgerichtsvorsteher Wehr heim IV. in Rodheim und den Ortsgerichtsmännern Gontrum IV. in Münster, Hansel in Ober-Moos, Heizenröder II. in Geinsheim und Müller V. in Birklar; den Charakter einesWirk­lichen Geheimerats" mit dem PrädikatExzellenz" dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Conradi; den Cha­rakter als ,^Zustizrat" den Rechtsanwälten Görz, Dr. Mayer und Dr. Ppilipp Mayer in Mainz; das Komtur­kreuz 2. Klasse des Verdienstordens dem Präsidenten der Königlich Preußischen Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M- Thome; das Ehrenkreuz des Verdienstordens dem Geh. Oberfinanzrat Weigel; das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens demOberfinanzrat Bornscheuer, dem, Oberfinanzrat Dr. Fuchs, dem Oberbaurat Klingel- Höffer, dem Oberfinanzrat Dr. Rohde, dem Gräflich Görtzischen Kammerdirektor, Forstmeister Stockhausen zu Schlitz, dem Oberförster der Oberförsterei Mainz, Forst­meister Neuschäser, dem Oberförster der Oberförsterei Heppenheim, Forstmeister Hoffmann, dem Kassier, Nechnungsrat Kraus, dem Vorstand der Eiscmbahnbe- triebsinspektion Mainz, Eisenbahndirektor Weiß, dem Vorstand der Eisenbahnbetriebsinspektion Bingen, Eisen­bahndirektor Frey, dem Vorstand der Maschineninspettwn Darmstadt, Cisenbahndirektor Q u e r n e r, dem Eisenbahn- Bau- und Betriebsinspektor Zschirnt in Frankfurt a. M; das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens dem Bezirks­kassier der Bezirkskasse Langen, Rendant Breitwieser, dem Bezirkskassier der Bezirkskasse Worms, Rendant Kröll, dem Eisenbahnfekretär S ch a r m a n n in Darmstadt; den Charakter als Geh. Oberfo^sttat dem Oberforsttat Krauß, den Charakter alsGeh. Baurat" dem Bauinspek- tor des Hochbauamts Darmstadt, Baurat Grimm; den Charakter alsRegierungsrat" dem Steuerkonrmissär des! Steuerkommissariats Mainz I. Stroh, dem Hauptstaats­kassier Krebs in Darmstadt; den Charakter alsForst­meister" dem Oberförster der Oberförsterei Groß-Umstadt Stork, dem Oberförster der DE>erforderet Bensheim, (Sief cm eher, dem Oberförster der Oberförsterei Dörn­berg, Ruths, dem Oberförster der Oberförsteret Homberg/ L>, dem Oberförster der Oberförsterei Viernheim, Hein,.

ilicher Treue.

Im Auftrag:

Der Rektor der Landesuniversität: Hansen.

Die Stimmung der Teilnehmer au dem Festmahl, zu 15em unsere Regimentskapelle ihre Westen erschallen ließ, wurde bald recht lebhaft. Auch nach Beendigung des Mahles blieb noch längere Zeit eine große Anzahl derFestgäste in zwang- -lofer Unterhaltung beisammen.

Am Abend feierte unser Regiment kompagnienweise 'm den verschiedenen Lokalen den Geburtstag des Großherzogs­paares. Theateraufführungen, komische Vorträge und ein sich anschließendes Tänzchen boten unseren braven Mannschaften >ine angenehme Abwechselung.

Auch die Kriegerkameradschaft Gießen beging Hestern abend bei Kamerad O. Luft imLöwen" die Ge­burtstagsfeier des Großherzogs und der Großherzogin in fest- 'licher Weise. Der Vorsitzende brachte den Trinkspruch auf amser Fürftenpaar aus, worauf die Herren Kasten, Gemhard imb Junker durch Musikvorträge die Anwesenden angenehm unterhielten. Ein Hoch auf den Deutschen Kaiser schloß sich au.' Am Nachmittag war an den Großherzog ein Glück- ;wunschtelegramm abgesandt worden, auf das abends folgende Antwort eintraf:Herzüchen Dank für freundliche Glück­wünsche. Ernst Ludwig." Das Telegramm wurde verlesen und mit großer Begeisterung aufgenommen. Die mit großer ^Fertigkeit gespielten schönen Zithervorträge wie auch wie übrigen vorgettagenen Musikstücke fanden vielen Beifall Bis lange nach Mttternacht blieben die Kameraden und deren Familienangehörige zusammen.

Der Krieger verein in Dau bringen oeranftaUete jgestern in dem Lokal des Gastwirts Albäch eine Geburts­tagsfeier. Der Vorsitzende eröffnete die Feier mit einer zün­denden Ansprache, die in ein dreimaliges Hurrah auf den ,Großherzog auZklang. Bis zum späten AÜnd blieben die

Tie Jeier des 25. November.

Gießen, 26. November 1901. n.

Der Geburtstag des Großherzogspaares wurde gestern Nachmittag von den Behörden und der Bürgerschaft Gießens im Gesellschaftshause festlich begangen. Der Rektor der Landesuniversität Professor Dr. Hansen brachte den Toast auf den Großherzog nnb die Großherzogin aus. Der Trink- fpruch hatte folgenden Wortlaut:

Der Geburtstag Sr. Königlicl)en Hoheü des Großherzogs und Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin, ein Festtag für das ganze Heffenlcmd, hat auch uns, wie alljährlich zu gemeinsamer Feier verfanrmelt. Wir feiern unfern erhabenen Landesherrn als Freund feines Volkes, als Förderer der Wohlfahrt, als Schirmherrn non Kunst und Wissenschaft. Wir danken ihm, daß es uns ver­gönnt ist, unter seiner Regierung einer freien Entwickelung nach- zuaehen. Aber wenn mir uns hier versammelt haben, um unserm lerttmchten Herrscher unsere Huldigung darzubringen, so geben wir diesem festlichen Lage zugleich noch eine andere Deutung. Wohl hoffen wir voll Zuversicht, im Bewußtsein unserer Kraft und red- llicheu Willens aud) gegenüber anderen Nationen, daß unser deut­sches Vaterland mrd init ihm unser Großherzogtum frei bleiben mögen von schweren Kämpfen und Verwickelungen. Dennoch fönneit tvir in einem politisch und sozial ungeklärten Zettatter wie dem unsrigen nicht sorglos sein. Daher dürfen wir gerade an einem ITage wie dem heutigen bekräftigen: So wie wir hier zusammen­gekommen sind zu 'froher Festesfeier, ebenso wird Se. Königliche Hoheit uns auch in ernster Stunde jederzeit bereit finden, in Treue zu ihm zu halten, wenn er uns rufen follte. M. H. ich fordere Sie aus, dieser Gesinnrng, die, mögen auch die Worte alte sein, doch in jedem Jahre neu und frischleoendig ist, Ausdruck zu geben und mit einem Hoch auf Se. Königliche Hoheit den Großherzog ein Hoch auf das Großherzogliche Haus zu vereinigen. Se. König- üche Hoheit Großherzog Ernst Ludwig und das Großherzogliche Haus hoch! hoch! hoch!

Begeistert stimmten die Anwesenden in das Hoch ein. ,Darauf verlas Prof. Dr. Hansen folgendes Glückwunsch­telegramm, das unter allgemeiner Zusümmung an den Großherzog ab gesandt wurde:

Sr. Königlichen Hohett dem Großherzog, Darmstadt.

Die zur Feier des Geburtstags Sr. Königlichen Hoheit im 'Gesellschaftshaufe zu Gießen vereinigten Festteilnehmer übersenden mit ehrerbietigsten Glückwünschen die Versicherung unverbrüch-

Oberrechnungsrat dem Oberrechnungsrat Dr. Otto Fischer; den Charakter als Rechnungsrat: dem Ministerialregisttador Spam er, sowie den OberrLchnungsrevisoren Feick, Graubert und Schmitt; das Rittertteuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großm.: dem Oberrechnungs­revisor Rechnungsrat Spiegel; das Komturkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großm. dem Provinzial­direktor der Provinz Starkenburg Frhrn. v.Senarclens- Grancy zu Darmstadt; das Ehrenkreuz des Verdiensd- ordens Philipps des Großm. dem Kreisrat Geh. Regier- ungärat Gros zu Bensheim; dem ordentlichen Professor Gey. Baurat Lincke zu Darmstadt; dem Kreisrat i. P. Geh. Regierungsrat Frhrn. Löw von und zu Stein­furth zu Darmstadt; dem Geh. Ober-Medizinalrat Dr. Neidhart zu Darmstadt: dem Domdekan Dr. Raich zu Mainz; dem Kreisrat Geh. Regierungsrat Spam er zu Bingen; das Rittertteuz 1. Klasse des Verdienstordens Phi­lipps des Großm. dem Oberregierungsrat B e ft zu Darm­stadt; dem evang. Pfarrer Dekan Bergmann zu Baben­hausen, dem Verlagsbuchhändler Credner zu Leipzig, dem Kreisarzt Medizinalrat Dr. Dannenberger zu Dieburg, dem Regierungsrat Dr. Dietz zu Darmstadt; dem katho- lischeit Pfarrer Dekan Faßbender zu Bieber, dem Di- rettor des Neuen Gymnasiums Dr. For bach zu Darm­stadt; dem ordentlichen Professor Gutermuth zu Darm­stadt, dem Kommerzienrat Henkell zu Mainz, dem Di­rektor des Gymnasiums und der Realschule Dr. Hensell zu Offenbach, dem Kreisrat v. Hombergk zu Vach zu Offenbach» dem Bankdirektor Hügel zu Darmstadt; dem Kommerzienrat Kupferberg zu Mainz, dem Oberlehrer Professor Maul zu Offenbach, dem Kommerzienrat Mettenheimer zu Mainz, dem Oberlehrer Profefior Dr. Munier zu Mainz, dem Oberkonsiftorialrat Nebel zu Darmstadt, dem Regierungsrat Nvack zu Darmstadt, dem Oberlehrer Professor Tr. Nover zu Mainz, dem Bau­rat Georg Pöhlmann zu Darmstadt, dem Direktor des Schullchrerseminars Tr. Scheuermann zu Alzey, dem Rektor Professor Tr. Schweis gut zu Darmstadt, dem latholischen Pfarrer Seebacher zu Neustadt i. O., dem altkatholischen Pfarrer Stein wachs zu Offenbacl), dem Oberregierungsrat Web.^r zu, Darmstadt, dem Landstall»