dem Oberförster der Oberförsterei Heldenbergen, Au ast, dem Oberförster der Oberförsterei Storndorf, Bär, dem Oberförster der Oberförsterei Worms, Schaub, dem Oberförster der Obersörsterei Babenhausen, Eid mann, dem Oberförster der Oberförsterei Grebenau, Bus; den Charakter als „Finanzamtmann" dem Finanzassessor Spam er in Darmstadt; den Charakter als „Rechnungsrat" dem Revisionsgeometer Neuschäffer in Darmstadt, dem Minifte- rialregistrator Schönberger, dem Hauptsteueramtsrendant bei dem Hauptsteueramt Offenbach Bi-schoff, dem Ministerialrevisor Hey der, dem Sekretär Sreger, dem Hilfskassier G ö t t m a n n; den Charakter als „Rendant" dem Bezirtstassier der Bezirkstasse Oppenheim Kratz, dem Bezirkskassier der Bezirkskasse Darmstadt II Basiert; den Charakter als„Förster" dem Forstwärt der Forstwartei Groß- Steinheimer Fasanerie Müller, dem Forstwärt der Forstwartei Bessungen v. d. Au, dem Forstwärt der Forstwartei Kiliansherberge Bing, dem Forstwärt der Forstwartei Bernsfeld Schaaf, dem Forstwärt der Forstwartei Winterstein Frank.
Der Großherzog empfing am 25. November zur Entgegennahme der Geburtstags-Gratulationen: den Königlich Preußischen Gesandten und bevollmächtigten Minister Prinzen zu Hohenlohe-Oehringen, den König!. Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Johnstone, den Kaiserlich russischen Ministerresidenten Prinzen Koudacheff.
Der Großherzog hat dem Grafen Gustav zu Psen- burg und Büdingen in Meerholz und dem Erbgrafen Alexander zu Erbach-Schönberg das Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Obersten v. Wachter, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte Allerhöchstseines Generaladjutanten, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, dem evangelischen Pfarrer und Dekan Hermann Fuchs zu Rimbach und dem evangelischen Pfarrer und Dekan Christian Grosch zu Kastel den Charakter als „Kirchenrat" erteilt und dem Hofjägermeister Freiherr van der Hoop das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phllipps des Großmütigen verliehen.
Aus Stadt und Aaud.
Rachrichteu von angemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 26. November 1901.
** Ernennungen. Der Großherzog hat den Maschinen- mgenieur Karl Schweickert aus Alzey zum Assistenten bei der Gewerbeinspektwn Offenbach ernannt. — Ernannt wurden der Heizer bei der Main-Neckar-Bahn Hemrich Brück zum Lokomotivführer bei dieser Bahn, der Heizer bei den Hessischen Staatseffenbahnen Georg Feigk zum Lokomotivführer bei diesen Bahnen, und der Heizer bei der Main-Neckar-Eisen- bahn Georg Schmidt zum Heizer bei den Hessischen Staatseisenbahnen.
** Erhöhung der Verkaufspreise der Schweinefleischwaren. Wir werden um Veröffentlichung folgender Potiz gebeten, die man mit sehr gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehmen wird: Infolge der seit nahezu sechs Monaten abnorm hohen Einkaufspreise der Mastschweine, und da and)! keine Aussicht auf deren Verbilligung vorhanden ist, so lange nicht Deutschland seine Grenzen gegen die Zufuhr lebender Schweine aus dem Ausland öffnet, sieht sich das hiesige Metzgergewerbe genötigt, eine Erhöhung der Verkaufspreise für einzelne Waren eintreten zu lassen und den Verkauf allgemein zu regeln. Es sei auf die Bekanntmachung im Annoncenteil verwiesen.
i. Ruppertsburg, 24. Nov. Nachdem am letzten Sonntag in Laubach im gut besetzten Saale des Schützenhofes Pfarrer V o l p über die evangelische Bewegung in Steiermark gesprochen hatte, hielt derselbe am Donnerstag im Beckerschen Saale hier einen Vortrag über dasselbe Thema. Der Gemeindeabend verlief sehr anregend ; geistliche und weltliche Volkslieder wurden gefunden, der Ortspfarrer sprach zwei Mal; der Redner des Abends hielt noch eine Schlußansprache, worin er zur Achtung und Duldung gegen Andersgläubige mahnte, die oft noch große Treue des katholischen Volkes gegen seine Kirche prres und zeigte, wie die Evangelischen durch das Leben beweisen müssen, ob sie die Wahrheit haben. Sowohl in Laubach als hier finden diese evangelischen Gemeindeabende immer mehr Anklang.
Butzbach, 23. Nov. Die am nördlichen Ende unserer Stadt gelegene große Stadtkirche, die dem Evangelisten
St. MarcuS geweiht ist, wurde in den Jahren 1837—39 einer allgemeinen Renovierung unterworfen. Durch den Sprung eines Gewölbes im nordöstlichen Teile der Kirche ist eine abermalige Reparatur der Kirche zur dringenden Notwendigkeit geworden, die nun stilgemäß ausgeführt werden soll, was einen Kostenaufwand von mindestens 30000 Mark verursacht. Da die Kirche über fein Vermögen verfügt, die Stadt in der letzten Zeit für andere notwendige Zwecke große Opfer gebracht hat, so wurde der „Darmsl. Ztg." zufolge vom Kirchenvorstand beschlossen, an die wohlhabenden Bewohner Butzbachs und alle diejenigen, welche außerhalb Butzbachs weilen, die freundlichste und inständigste Bitte zu richten, bei der Reparatur dieser altehrwürdigen Stadtkirche mit Gaben zu helfen. Die Namen der Geber sollen auf der vorhandenen Tafel in der Kirche für immer verewigt werden. Auf besondere Wünsche der Geber bezüglich der Verwendung der Gaben soll entsprechende Rücksicht genommen werden. — Die Gründung und der Ausbau der St. Markuskirche reicht zurück bis zum Ende des 14. oder den Anfang des 15. Jahrhunderts. Sie zeigt gotische Formen, obwohl der ursprüngliche Bail im romanischen oder Rundbogenftil aufgeführt ge-j wesen zu sein scheint. In der Kirche befindet sich eine Solms- Braimfelsische Gruft und eine solche des Hessischen Fürstenhauses, welche nach Allerhöchster Verfügung demnächst zugänglich gemacht werden soll. In letzterer ruhen die Gebeine des Landgrafen Philipp III. von Butzbach, des Enkels Philipps des Großmütigen, sowie diejenigen seiner beiden Gemahlinnen. Auch Prinz Heinrich, der heldenmütige Sohn des Landgrafen Ludwig VI, der Wohlthäter der Butzbacher Armen, hat in dieser Gruft seine letzte Ruhestätte gefunden. — Die älteste Glocke der Kirche trägt die Jahreszahl 1372.
Frankfurt a. M., 25. Nov. Der Bund deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und Händler hielt heute hier seine General-Versammlung ab. Nach einem Referat von Dr. Kayser-Nürnberg über die Nachteile des neuen Weingesetzes wurde eine Resolution angenommen, dahingehend, an den Bundesrat das Ersuchen zu richten, die sehr erheblichen Unsicherheiten dieses Gesetzes und die Schädigungen des Weinbaues und Weinhandels zu beseitigen. Bei Besprechung des Fleischbeschau-Gesetzes wurden nach einem Referat des Obermeisters Friedrich zwei Resolutionen angenommen: 1) Der Bund möge beim Bundesrat beantragen, daß bei den Ausführungsbestimmungen zu Paragraph 9 des Fleischbeschaugesetzes die in diesem Artikel bereits vorgesehene Berufungsinstanz gegen die Entscheidung des Fleischbeschauers so gestaltet wird, daß die Rechte des Besitzers gegen Irrtümer des ersten Beschauers genügend gesichert werden. 2) Der Bund spricht sich für Zulassung unschädlicher Farbstoffe und Verwendung von Borsäure bei Fleischdauerware, sowie von Verwendung schwefelsäuriger Salze bei Bereitung von frischem Hack- und Schabefleisch unter Vorschrift einer nicht zu überschreitenden Grenze aus und unterstützt die dahingehenden Bestrebungen des Fleischergewerbes. Die ursprünglich geplante Stellungnahme zum Zolltarif erfolgte nicht.
Hanau, 25. Nov. Bei der Landtags-Ersatzwahl für den Wahlkreis Hünfeld-Hersfeld wurde der Zentrums-Abg. Kaute wiedergewählt.
Vermischtes.
* London, 25. Nov. Hier wurde heute ein Faustkämpfer Namens Bürge unter dem Verdachte der Mitschuld an dem an der Bank von Liv erpo ol verübten Betrüge verhaftet. Die Polizei entdeckte Spuren der vermißten Checks, deren Betrag sich auf 100 000 Pfund beläuft. Die Bank von Liverpool traf die gesetzlichen Maßnahmen, um die Realisierung dieser Checks zu verhindern.
"Paris 25. Nov. Der Pfarrer von St. Agatha und seine Haushälterin wurden gestern im Psarrhause ermordet aufgefunden. Die Leichen waren furchtbar verstümmelt. Den Mördern fielen 100 Franks in die Hände. Die Gerichtsbehörde von Mont Brison ist an Ort und Stelle und führt die Untersuchung. Im ganzen Departement herrscht große Aufregung.
" Die Pest. Da nach Bekanntmachung der russischen Kommission zu Verhütung und Bekämpfung der Pestepidemie in ben letzten 14 Tagen in Odessa kein Pestfall vorgekommen ist, sind die sanitären Vorsichtsmaßregeln bezügl. der aus- laufenden Schiffe und Eisenbahnzüge aufgehoben worden mit
Ausnahme derjenigen, welche die innere Schifffahrt betreffen. — In der Stadt Saturn (afiat. Türkei) aber ist ein Pestfall Dorgefommen, doch befindet sich die erkrankte Person auf dem Wege der Befferung.
Universitäts-Nachrichten.
— Tie Münchener Blätter veröffentlichen zwei Zu- st i in m u n g S a d r e s s e n an Prof. Mommsen, eine ist unterzeichnet von 31 Professoren der Universität Erlangen, die andere von 33 Professoren der Universität Würzburg. — Wie aus Kiel berichtet wird, unlerzeichneten fast sämtliche Professoren der dortigen Universttät eine Zuslimmungsadresje zu der Mommsen'schen Erklärung. — Auch die Mehrer der Technischen Hochschule in Karlsruhe haben eine Erklärung an Mommsen unterzeichnet.
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Elbing, 25. Nov. Die Schichauwerke in Elbmg-Danzig sind heute laut Vertrag in den alleinigen Besitz des Geh. Hom-> rnerzienrats Ziese, dessen Ehefrau, der Tochter des Begründers der Werke, übergegangen. Tie bisherigen Besitzer waren Geheimrat Ziese, dessen Frau, Ritlergutbefitzer von Schichau auf Adlich Pohren, der Sohn des Verstorbenen, Oberst Meyer, Schwiegersohn des alten Schichau.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Ztadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch, 27. Nov., abends 7,8 Ubr. „Cavalleria ruetioana*. Hierauf „Phantasien im Bremer Ratskeller". Donnerstag, 28. 9lo- vember.*) „Alessandro Stradella". Hierauf: „Die Hand." Freitag, 29. Nov.: Geschlossen. Samstag, 30. Nov. „Mignon". Sonntag, 1. Tez., nachmittags 37a Uhr. „Der Zigeunerbaron". Abends 7 Uhr. „Die Hugenotten." Montag, 2. Dezember. Geschlossen. Dienstag, 3. Dez. „Die Maienkönigin". Hierauf: „Feuersnot".
Schauspielhaus.
Mittwoch, 27. Nov.') „Heimat". Donnerstag, 28. Nov. „Sie rote Robe." Freitag. 29. Nov. „Die Hoffnung". Samstaa, 30. Nov. „Im weißen Rößl". Sonntag, 1. Tez., 37, Uhr. „Flachs-- mann als Erzieher." 7 Uhr. ,^>ofgunst". Montag, 2. Dez. flacht und Morgen."
') Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Stativ« Gießen.
November
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Sonnenschein sternh.Himmel beb. Himmel
Höchste Temperatur am 24. bis 25. Nov. + 3,7° C.
Niedrigste „ „ 24. „ 25. „ — 2,5° C.
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Großen-Buseck, 23. Nov. 1901.
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Lich, den 23. Novbr. 1801. Heller, Bürgermeister.
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