Schlagworte ist der „Brotwucher", den wir treiben
Parlamentarisches aus Hessen.
Geisenheim, 25. Febr. Der Kaiser hat den Geburtstag unseres Ehrenbürgers nicht vergessen und an Herrn von Lade folgendes Telegramm gerichtet:
Homburg, Höhe, 24. F-br. 1901 Herrn von Labe, Geisenheim. MonrepoS Ich gratuliere Ihnen herzlichst zu Ihrem 85. Geburtstag und hoffe, daß Sie ihn in voller Frische und Rüstigkeit noch viele
- - . -------------- Wilhelm.
I •* Kleine Mitteilungen aus Hessen uud den Nachbarstaaten. Ein tp weiteren Kreisen bekannter Landwirt und Bierhändler in Weiher ist nach Aufnahme verschiedener Summen in Höhe von etwa 5000 Mk. spurlos verschwunden. — Freitagnachmittag hatten sich auf dem Eise des RheineS bei Sie brich zwei Herren zu weit vorgewagt; dieses gab plötzlich nach. Auf die Hilferufe der in das eisige Wasser rutschenden Herren eilte der Schiffer Keil mit Leitern und Stangen herbei, and es gelang ihm, binnen Kurzem die Verunglückten wieder |an Land zu bringen. — Als praktisch erweist sich, der „Südd. ! Tabakztg." zufolge, der von dem Schreinermeister Karl Kümmel in Wieseck patentamtlich geschützte Preßkasten. Sein Hauprvorteil soll der absolute Ausschluß einer Belchä- digung der zu pressenden Zigarren sein, wodurch bei Berücksichtigung des sehr billig gestellten Preises eine wesentliche Ersparnis in der Fabrikation erzielt wird. Aber auch die durch völlig gleichmäßigen Druck von allen Seiten bewirkte einheitliche Pressung ist hin zu unterschätzender Faktor, da er dem Fabrikat ein ansprechendes Aeußere und orduungs» mäßigen Brand gewährleistet.
I den Mittelstand die Möglichkeit, ein solches Lebe» führen zu I können, wie es dem Kulturzustand des Volkes entspricht. Die ! Produkte eines Landes könnten in ihrem Wert nicht bemessen werden nach dem derselben in einem Land, dessen Kulturzu stand gegen den jenes Landes zurück sei und unter dem Ein fluß einer ganzen Anzahl günstigerer Momente überdies noch billiger produzieren könnte, sondern einzig nach dem Kultur- instand des eigenen Landes. Darum sei für unS der Zoll notwendig. Der Bauernstand, die festeste Stütze des Staates, müsse sonst zu Grund gehen.
Reicher Beifall lohnte den Redner. An der Diskussion beteiligten sich der Arbeiter Friese, Dr. Roesike, Graf Oriola, Fritsch, Dr. von Peter u. a. Schließlich wurde eine Resolution gegen eine Stimme angenommen. Diese besagt, daß der Provinzialverein des Bundes der Landwirte für bie; Provinz Oberhessen für die Erhaltung des Bauernstandes I öic Forderung stelle, daß den landwirtschaftlichen Produkten ein gleichmäßiger hinreichender Zollschutz zu Teil werde.
Herr Lucke-PaterShausen referierte dann über „die Sundesbewegung im Südwesten Deutschlands" und wies ziffernmäßig die stetige Zunahme des Bundes auch aus Kreisen der Landwirte mit kleinem Betrieb nach. Auch er verbreitete sich über die Notwendigkeit des Zusammen schlusseS der Landwirte.
Mit einem Hoch auf den deutschen Bauernstand schloß ^a^Oriola um 5*/, Uhr die Versammlung.
1 ** 3” Amerika verstorbene Hesse«. In East Zorra,
Kan.: Adam Wettläufer aus Hattenrod, 84 Jahre alt; in Elgin, Jll.: Louis Schlierbach aus Rodheim a. d. Horloff, i 46 Jahre alt; in Schodach, N.D.: Jakob Lerch aus Alsfeld, 61 Jahre alt; in Baltimore, Md.: Konrad Ruhl aus
I Crainfeld, 69 Jahre alt.
ko. Friedberg, 24. Febr. D^r Kreuzer „Condor", dessen Kommandant Korvettenkapitän Scheibe!, unser Landsmann, ein geborener Friedberger ist, wird zu Beginn des März in Wilhelmshafen einlaufen. Scheibe! hatte den Auftrag, den Ausschiffungen der englischen Truppen in Afrika anzuwohnen, 10(1 man ln unserer Marine darin noch keine Erfahrungen hatte sammeln können.
ko. Erbach, 24. Febr. Als weiterer Kandidat für die lLandtagSersatzwahl im hiesigen Kreise wurde der hiesige erste Beigeordnete Bäckermeister Wilhelm Fredel in Vorschlag gebracht.
-k- Mainz, 24. Febr. Während man noch gestern glaubte, daß das Treibeis im Rhein sich jeden Augenblick feststellen l würde, sind mit dem in der verflossenen Nacht eingetretenen I Witterungsumschlag die EiSmassen ganz plötzlich auS dem | Strome verschwunden und heute führt der Rhein nur noch Iganz wenig EiS an der linken Uferseite. An der rechten Uferseite führt der Strom indes noch große Ersmaffen, die aus dem Main kommen und darauf hindeuten, daß das Main- eiS, das sich unterhalb Frankfurt festgestellt hatte, auch wieder I losgebrochen ist. Der eingetretene Witterungsumschlag hat sich in hiesiger Gegend in der Art vollzogen, daß daS Thermometer gestern morgen noch eine Kälte von 9 Grad R. zeigte, gegen Mitternacht etwas über den Nullpunkt in die Höhe ging, welche Steigung im Laufe des heutigen Tages die Höhe von 4 Grad R. erreichte. Der Trajektverkehr auf dem Rhein wurde heute morgen wieder aufgenommen.
Mainz, 25. Febr. Von dem Generalkommando deK 118. Armeekorps traf Befehl bei dem 11. Pionierbataillo»* ein, sich zu Eissprengungen bereit zu halten, bie wahrscheinlich in Gegenwart des Kaisers vorgenommen werden. Tag und Stunde der Hierherkunft des Kaisers sei in dem Befehl nicht angegeben. Am Samstag nachmittag nahm daher das 11. Pion.-Bat. an seinem Uebungsplatze am Rhein und an der Petersau, wo starke Eismassen lagern, Probeeissprengungen auf verschiedene« Plätzen vor, die nach verschiedenen Systemen ausgeführst wurden und vorzüglich gelangen. Die Versuche wurde» bis zum Einbruch der Nacht unter Benutzung von Leucht kugeln fortgesetzt. Man glaubt auch, daß mit der Hierherkunft des Kaisers eine Allarmierung der Garnison Mainz-Kastel verbunden ist.
als Kunstkritiker von feiner Empfindung. Auch als Lyriker ist er heroorgetreten.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 26. Februar 1901.
Gedenket der hungernden Vögel!
** Dem Schriftsteller Wilh. Holzamer aus Heppenheim ift, wie uns von geschätzter Seile mitgelcilt wird, die fieituna b” Darmstädter Spiele 1901 der Siin stl-rkolonie bettragen rooTbett. Holzamer, von Berus Reallehrer, ha, sich in weiteren Kreisen längst einen guten Namen gemacht
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* Dr. Wilhelm Horn hielt am Samstag zur Habilitation für das Fach der englischen Philologie die angekündigte Vorlesung über Schriftsprache und Mundart im Englischen. Der Redner gab ein klares Bild von der Entwickelung der englischen Schriftsprache von der Zeit Alfreds des Großen an, unter dem die Sprache West mchsens zur Literatursprache von ganz England wurde, bis zum neuenglischen Zeitraum, wo wir wieder eine gemeinsame
| Schriftsprache haben, die aber auf einem anderen Dialekt als auf dem ehemaligen Westsächsischen fußt. Er besprach | oann bic verschiedenen Theorien über die Entstehung dieser Schriftsprache und wies namentlich die in den sechziger Jahren sich großer Geltung erfreuende Ansicht zurück, nach der Wyclif durch seine Bibelübersetzung die Schriftsprache Eng lands geschaffen haben sollte, wie man es ja auch von Luther für Deutschland behauptet hat. Die englische Schriftsprache ist wesentlich die Sprache Londons, der Hauptstadt, die als mittelländisch sich am besten als gemeinsames Verständigungs- mittel zwischen Süden, Mittelland und Norden eignete. Sie 'L61;6, Spache des Hofes der Behörden, die in Urkunden öll „0U£r uno no9 otu,
un& i^den Werken des bedeutendsten Dichters mittelenglischer Zahre feiern mögen, umblüht von den Obstbäumen, in deren Pst'ge Zett, Chaucer, angewandt wurde. Die geschriebene Sprache®te f° groharttge Erfolge erreichten. Wilhelm,
bildet sich aber stetig weiter und wird unaufhörlich beeinflußt e* - - - • • -
oon der gesprochenen Sprache, namentlich den Mundarten. Deren Rolle und Bedeutung wurde skizziert und auf die mancherlei Schwierigkeiten hingewiesen, welche bei dem zer- rütteten Zustand du englischen Mundarten die Forschung zu überwinden hat. Me herrschende Aussprache ist die Londons, oaS das übrige England mit sich zieht. Doch folgt die Aussprache der Gebildeten nur langsam der Entwickelung der Londoner Aussprache nach. Noch altertümlicher ist die Sprache oer Kanzel und der Bühne, wobei man beobachten kann, daß in feierlicher Rede die alten Vokallängen noch als Monophthonge gesprochen werden, während im leichten Ge- spräche der heute herrschende Diphthong erklingt. Auch für die Zukunft kann man nach dem Redner prophezeien, daß j einige Eigenheiten der Londoner Aussprache, die heute für vulgär gelten, nach und nach von ganz England werden angenommen werden trotz allem Widerstande der Grammatiker und Sprachmeister und der außerhalb Londons Wohnenden.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, dem 28. Februar, nachmittags 4 Uhr: 1. Antrag der Ortskrankenkasse! Gießen auf Ausdehnung des Krankenversicherungszwangs auf Hausgewerbetreibende und Handlungs gehilfen und Lehrlinge. 2. Die Bürgschaftsleistung von Steigerern aus den Preußischen Nachbargemeinden. 3. Errichtung eines Kriegerdenkmals; hier: Herstellung von Deckeln über den Wasserbecken derselben. 4. Instandsetzung der ftüher Güngerich'schen Hoftaite. 5. Vergebung des Straßenunterhaltungsmaterials pro 1901/02 6. Remigung der Straßen; hier: Anschaffung einer Kehrmaschine und eines Schlammwagens. 7. Erbauung eines Elektrizitätswerks; hier: a) Herstellung einer Zufuhrstraße zu demselben, b) Vergebung von Weißbinderarbeiten. 8. Ent- ergnung von Gelände des Architekten I. Stein dahier zur Goethe- und Lessingstraße. 9. Erlaß einer Polizeiverordnung über die Benutzung des Trottoirs. 10. Anlage einer Rollbahn auf dem Hofe des Gaswerkes. 11. Vorlage der Rech nung des Gas- und Wasserwerks pro 1899/1900. 12. Den Voranschlag des Gas- und Wasserwerks pro 1901/02.
** Aus dem Theaterbureau schreibt man uns: Suder- mannS erfolgreichstes Werk, das vieraktige Schauspiel „Die Ehre", wird am Mittmoch dem 27. ds. als volkStüm liche Vorstellung zu kleinen Preisen aufgeführt. — Eme Wiederholung der^Novität „Flachsmann als Erzieher", welche augenblicklich an allen Bühnen mit durchschlagendem Erfolge gegeben wird, findet auf vielfachen Wunsch am Donnerstag dem 28. ds. Mts. statt. Es ist dieses die fünfte und letz te Aufführung der Novität in dieser Saison; dieselbe wird im Abonnement bei gewöhnlichen Eintritts- ! preisen stattfiuden. 1
sollen. Was verstehen wir darunter, und wer treibt ihn? Sin Vertreter des Großkapitals, Dr. v. Siemens, hat uns im Reichstage deutlich geschildert, wie große Lüsten die deutsche Landwirtschaft übernommen habe dadurch, daß sie der Industrie zu dem Auftchwung verhalfen hat, den sie nun eingenommen hat. Er hat uns gesagt, die alles sind ungeheure Opfer, die die Landwirtschaft übernommen hat, und nur können keinen unparteiischeren Zeugen wie Dr. v. Siemens haben. Kann da vielleicht die Industrie sagen, die deutsche Landwirtschaft dürfe in den Produktiv ns- kosten nicht steigen ? Denn es ist doch schließlich auch! gerecht, daß die Landwirtschaft von der Industrie verlangen kann, der Landwirtschaft Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und ihr das zu geben, was ihr gehört. (Sehr richtig.) Wen dürfen wir also darauf Hinweisen, daß er Brotwucher treibt, wem dürfen wir entgegenhalten: Das Brot, das wir essen sollen im Deutschen Reiche, wollt Ihr allein haben und uns tt'vllt Ihr es entziehen?! Gehen wir weiter und sehen! uns den Handel an, nicht in den kleinen Städten, den soliden Handel, sondern den großen internationalen Handel,
ist der Machtfaktor, der bei diesen verschiedenen Um-! ständen wesentlich ist. Wie wesentlich dieser mitspricht, rönnen wir sehen aus dem Umstand: Amerika gegenüber hat sich das Deutsche Reich imme- gescheut, vorzugehen gegenüber den nachteiligen Einrichtungen, die Amerika gegen uns vorgenommen hat, weil man fürchtete, daß Amerika unserer Handelsflotte Tonnengelder auferlegen würde, und das hat uns abgehalten, energisch zu sein. Aber daran sehen wir, welcher Machtfaktor der deutsche internationale Handel ist, wenn er so etwas erreichen kann. Außerdem war er ein Vertreter darin, daß das deutsche Fleischbeschaugesetz abhängig geworden ist von den; Wünschen Amerikas, also auch hier der Machtfaktor des mternationalen Handels. Warum wendet sich dieser gegen uns? Wenn unsere Produkte durch Zölle geschützt sind, dann haben diese Herren weniger an Fleisch, Vieh re., über- haupt an Produkten, die die Landwirtschaft hervorruft, ein- zilsuhren und sie fragen nicht, was dem internationalen Interesse entsprechend ist. Wenn man sie fragt, so sagen fie: Wer anders denkt und thut, der hindert mein Verdienst,!
hindert, der ist schädlich für mich, und wer Eidlich für mich i.st, der muß beiseite geschosst werden. ^)amtt ift die Schlußfolgerung auf die Landwirtschaft ge- F9™- 0,4* derjenige, der sagt, ich will mein bescheidenes Auskommen im Deutschen Reiche haben können, we- nigstenv will ich, daß nicht Einrichtungen mir dies unmöglich ^en der der Berechtigte oder der, welcher sagt. Du sollst das nicht haben, ich will alles für mich haben? Wo ist der Brotwucher? Natürlich auf der Seite dessen dav nicht will. (Bravo.) Der internationale Handel ist abhängig vom Großkapital, denn er wird durch ihn qe- x.tzb Wie .ist, es nun mit dem Großkapital, dessen beste Vertreter wir in den Banken finden? Was haben die für £ daran zu verweigern, daß wir geschützt werden
in der Produktion? Sie machen Emissionen, mit diesen ?^^bn sie das deutsche Geld auf, schaffen damit im Aus-
qÄV^tand^ was wir in langer Zeit mit mühe- Möglich machen, und wenn sie das gekonnt ^ben, so schicken sie uns die Konkurrenzartikel, die landwirtschaftlichen Produkte. Sie selbst machen uns die Konkurrenz, und dann geht auch das deutsche Geld, das sie ausgenommen haben, in die Brüche. Ich erinnere an Argentinien, neuerdings ist es ähnlich in Ostasien. Den Ver-j dienst daran hat das Großkapital gemacht. (Sehr richtig.) Woher ist alfo der Vorwurf gegen uns berechtigt? Tas > boch merkwürdig und zeugt nicht von einem allgemeinen Interesse, das eben ist Interessenvertretung. (Bravo.) Der Arbeiter ist im Deutschen Reiche beeinflußt durch seine Führer. Merkwürdig ist das unter der Sozialdemokratie, die angeblich die Arbeiterinteressen vertritt, was ich in- deisen dahingestellt sein lasse. Die Sozialdemokratie hat in den Reihen ihrer kleineren Führer, - bie Großen sind nicht im stände — auch solche, welche anfangen zu begreifen oder gar schon begriffen haben, daß die C-rhaltung der deuts^n Landwirtschaft auch für den Arbeiter von Interesse rst. Es wareii Vertreter der Sozialdemokratie, die gesagt i»aben aus dem sozialdemokratischen Parteitage, es wäre! ^recht, gegen die Zölle auf Getreide zu sprechen, denn wir mußten unsere Landwirtschaft erhalten, aber die 5oaupt- jubrer sind natürlich dagegen. Es sind dies daher weniger Führer wie Verführer. Die Arbeiter haben erreicht eine «.eÄuc!Ltd,J?iun9 durch die eingeführten Versicherungen, Altersversicherung, Jnvaliditätsversicherung und wie sie alle ^!ßen, alles Gesetze, die den Arbeiter geschützt haben vor den Gefahren des Betriebes und den Nachteilen der Krankheit und des Alters. Wer trägt diese Lasten? Nur zum kleineren Aeile der Arbeiter, zum größeren dagegen der Arbeitgeber und darunter meist der Landwirt. Diese tragen »m wesentlichen dazu bei und sind auch dazu bereit, aber <ft es demgegenüber wohl dankbar, daß, wenn der deutsche Bauer sagt, ich will für meine Produktionskosten so viel baden, daß ich mein Einkommen dafür habe, daß dann dagegen der Arbeiter sagt, wir treiben Brotwucher. (Bravo.) Die Arbeiter haben auch höhere Löhne bekommen. Aber ®ot£n lebt denn der deutsche Bauer? Die Arbeit ist doch ttn Deutschen Reich wohl nicht nur für den industriellen Arbeiter, sondern auch für den landwirtschaftlichen Arbeiter | Jber jeber Arbeiter ist seines Lohnes wert, also auch der deutsche Landwirt, und wenn er für seine Produkte nicht ^bekomm , daß er leben kann, so heißt dies, ihm seinen Lohn entziehen. Wir sind bereit, den Arbeitern den Lohn zu geben, damit sie ein entsprechendes Leben führen können, M„L^b.^ndwirtschaft mutz das auch können, und dieser
bJÄ9t Landwirt mutz leben können, ^ehr richtig,^ des Vaterlandes entspricht,
bei M»hhTnbet bct Redner gegen den Einwurs, daß M«Ä*”kS'n .baa Ausland Repressalien aus brnnd^n b EU'', daß wir uns davor nicht zu fürchten brauchen. Jnbezng aus die Höhe des zu sordernden Äe« ms Weizen me.nt er, daß man aus ber Durch chnittspreis berechnung der letzten 20 Jahre, oon deren die e?ften -ebn Jahre Preise brachten, bei denen die Landwirtschaft bestehen konnte, die letzten dagegen zu niedrige, zu einem QnfT nnn 7 Mk. M Psg. kommen müsse, «ber nicht nur Brod- son der«tauch Futtergetre.de müffe durch Zoll qe ckün, werden. Er verspricht sich von einem erhöhten Zoll nicht »eue Steigerung des Preises im Inland in der Höhe des selben, wohl aber eine Einschränkung der «och in Kultur zu, setzenden anbaufähigen Flächen im Ausland. Er fordert für'
Ter zweiten Kammer sind wieder verschiedene Drucksachen zugegangen. _ Eine Regierungsvorlage betrifft die pensionsfähige Dienstzeit des Rentamtmanns i. P. Regierungsrat Roßmann zu Friedberg. Das Finanzministerium wünscht, daß der Berechnung des Ruhegehalts eine Dienstzeit von 40 Jahren zu Grunde gelegt werde.
Eine Vorstellung des Stadtverstandes Gründer- ! spricht sich für Errichtung der dritten hessjsck)en Irrenanstalt in Grünberg aus, obwohl bereits nach einem den Stünden vorliegenden Entwurf 150000 Mk. zum Geländeerwerb für Errichtung einer dritten Irrenanstalt bei Gießen vorgesehen sind. Grünberg dürfte also mit seinen Wünschen kein Glück haben.
In dem Voranschlag pro 2901/1902 wird eine nicht unbedeutende Summe gefordert zum Ankauf geeigneten Geländes für eine K l i n i k w ü s che r e i in Gießen Herr Bleichbesitzer Hermann T r e p p i n g e r wird hiergegen vorstellig, „da durch dis»' geplante Anlage seine Existenz vernichtet würde, anderseits aber auch ein Bedürfnis hierfür nicht besteht, und der davon erhoffte Nutzen dem Staate nicht erwachsen würde". — Nach einer Regierungsvorlage sotten die Bestimmungen der Artikel 41 bis einschließlich 51 des Gesetzes, die Di s z i pl i n a r v e r ha l t n i s se de» nicht richterlichen Staatsbeamten betreffend, vom 21. April 1880 bei Defekten der Untererheber staatlicher Gefälle und der Orts ein nehmer sinngemäße Anwendung finden. — In längeren Ausführungen wendet sich der Verband Deutscher Privat-Feuerversicherungä-Ge- sellschaften gegen den Gesetzentwurf, die Abäiidernng des Gesetzes vom 25. November 1871, die Versicherung von Mobilien in Feuerversicherungsanstalten, demzufolge von sämtlickien in unserem Großherzogtum zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Mobiliar-Feuerversicherungs-Anstalten eine Steuer im Betrage von jährlich drei Prozent ihre» Brutto-Prämieneinnahme für die von ihnen im Groh- herzogtum übernommenen Versicherungen an die Haupt-
„Mr u „Teikhchen ung Don Au gcnuß. T-or Tabak ist eil kerngesunder 87 Jahren, o Morden, ui sangsam töh krisch und fr Beweis für
C6 bie pHeren Ler Qcituümittel Schlei, inaq dreist behauvi keiner tziuH errungen hat fthnittlich nu w-rd Aus ji Bamberger < i"r gesundhe i kben, an t
Christopl !■ rauchens bei' "Plo ii j ptu hinaus lernte.
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