Mittwoch 27. Februar 1901
Nr. 49 Erstes Blatt
1582
Amtlicher Ml
Politische Tagesschau
Redaktion, Lspedition und
•wudrrti • Lchulstrahe 7.
151. Jahrgang
(fr. Dp.), Grafen von DSnhoff - Frtedrichsteta (konf.) und
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lieber die W»hl deS Abg. G'ahmaun (ntl.) werden dem An
trag der Kommission entsprechend weitere Erhebungen beschlossen.
Nächste Sitzung morgen 1 Uor.
Zajrflorbi'unq: Etat beß RetchSheeres.
Schluß 2 •/< Ubr.
Erscheint täglich mit Ausnahme beß Montags.
Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter Nk Hess Volkskunde" vier» mal wöchentlich beigelegt.
Iiaalmt oon H nielgen Cbtr nachmlktag« für den [gtnben lag erlchelnenden
Remnvct bi» oorm. 10 Ubr ■ Heftellungen Ipäufien» abend» vorher.
Adresse für Depeschen;
Anzeiger Stehen.
FernsprechanschlußNr.bl.
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1584 Intritt frei -
inaktiven Mitglieder he auf den Empor- am Altäre reserviert mn bei dem zu er- grossen Zudrang da in Begleitung ihre
attet werden.
20 Pfg. an den Kireh- ,ben.
nmg der bedeutend« rden freiwillige (htei isen erbeten.
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Thema: Mchmßch- der willkommen.
Friedrich N- joal ist flut «kbeiit^, ; zu kaufen M 'M!venll.-öelc'lW n Bettiebe mä>l M Offerten milPrellM 19 an biejrt^j£
Bekanntmachung.
ES ist wiederholt vorgekommen, daß die bestehenden ReichS-Telegraphenanlagen wegen Mangel an der nötigen Vorsicht bei der Fällung von Bäumen, bei der AuSästung von Baumpflanzungen, durch unvorsichtiges Anfahren, sowie infolge Zertrümmerung der in den Telegraphenlinien befind lichen Porzellan-Isolatoren durch Steinwürfe rc. derart bfr schädigt worden sind, daß Störungen und Unterbrechungen des Telegraphenbetriebes eintreten.
Da die Beschädigung, bezw. Gefährdung der zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlagen gemäß der §§ 317 und 318 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich strafbar ist, werden im Nachstehenden die bezeichneten §§ zur Nachachtung und Warnung hiermit in Erinnerung gebracht.
§ 317.
Wer vorsätzlich und rechtswidrig den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage dadurch ver- hindert oder gefährdet, daß er Teile oder Zubehörungen derselben beschädigt oder Veränderungen daran vornimmt, wird mit Gefängnis von einem Monat bis zu drei Jahren bestraft.
§ 318.
Wer fahrlässigerweise durch eine der vorbezeichneten Handlungen den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage verhindert oder gefährdet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre ober mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft.
Gleiche Strafe trifft die zur Beaufsichtigung und Be- oienong der Telegraphenanlagen und Zubehörungen ange stellten Personen, wenn sie durch Vernachlässigung der ihnen obliegenden Pflichten den Betrieb verhindern oder gefährden.
§ 318a.
Die Vorschriften in den §§ 317 und 318 finden gleich« mäßig Anwendung auf die Verhinderung des Betriebs der zu öffentlichen Zwecken dienenden Rohrpostanlagen.
Unter Telegraphenanlagen im Sinne der §§ 317 und 318 sind Fernsprechanlagen mitbegriffeu.
Gießen, den 23. Februar 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Auf Grund der pos. I. 3 a der Bestimmungen des ÄuudeSratS über den Betrieb von Bäckereien uud Kon ditoreien haben wir auf Antrag der Gießener Bäckerinnung für die hiesige Stadt und das laufende Jahr die Ueberarbeit a» folgenden Tagen gestattet:
9. und 23. März, 6. und 27. April, 11. und 25. Mai, 8. und 22. Juni, 6., 15. uud 27. Juli, 10. August, 21. September, 5. und 19. Oktober, 9. und 23. November, 24., 30. und 31. Dezember. ES ist jedoch an diesen Tagen eine ununterbrochene Ruhe oow 10 Stunden im ersten Lehrjahre uud mindestens 9 Stunden im zweiten Lehrjahre zu gewähren.
Gießen, am 25 Februar 1901.
Großherzogliches Kreis amt Gießen,
v. Bechtold.
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Zum Provinzialvorsitzenden wurde Graf Oriola- Büdesheim, zu dessen Stellvertreter Landtagsabgeordneter Korell-Leisel gewählt; Aum Wahlkreisvorsitzenden Oberamtmann Flemming-Büdingen, zu dessen Stellvertreter W. Seybold - Nieder - Eschbach; zu Bezirks - Vorsitzenden für Büdingen: Gutspächter Müller-Marienborn und August Groß-Reichelsheim; zu Bezirks-Vorsitzenden für Friedberg: Bürgermeister Moscheroth- Burg - Gräfenrode und Bürgermeister U l l m a n n - Rieder- Erlenbach.
Die Versammlung wurde eröffnet von dem Landesvorsitzenden Fritsch-Dielshofen, der die in großer Anzahl Erschienenen folgendermaßen begrüßte: Durch Ihr zahlreiches Erscheinen geben Sie zu erkennen, daß auch Sie von dem Bewußtsein durchdrungen sind, daß die heutige Lage der Landwirtschaft i^hr druckend ist, daß Zusammenschluß notwendig und daß dadurch der Stand eine bessere Wahrung bei Abschluß der Handels-- Verträge findet. Wenn auch in Hessen, so namentlich hier in Oberhessen, weniger von einem landwirtschaftlichen Notstände die Rede ist, so ist doch zuzugeben, daß der Ertrag der Wirtschaft so gering ist, daß kaum davon die Rede sein kann, eine Rente zu erzielen, die den Mühen und Arbeiten entspricht. Was nutzt aller Fleiß, wenn die Einnahmen hinter den Produktionskosten zurückstehen? Vielleicht kommt auch im Großherzogtum Hessen noch die Zeit, wo ein braver Bauer als besitzloser
Proletarier von seinem Besitze weggeht, da schon jetzt sich so mancher kaum über Wasser zu halten vermag. Wenn sich vor 8 Jahren der damalige Kanzler rühmte, daß er weder Halm noch Ar besitze, so ist die Rede; unseres heutigen Kanzlers v. Bülow eine andere, und wir wollen hoffen, daß darauf auch Thaten folgen, die geeignet sind, einen kräftigen Bauernstand zu bilden und zu erhalten. (Bravo!) Es ist auch besser, daß das deutsche Vaterland auf der Bauernschaft beruht, als auf der c n g - lisch en Kameraden -Vetter nschaft. (Bravo!) Das wird geschehen und dann wird das Vertrauen zu Kaffer und Reich zurückkehren, wie es unter Bismarck der Fall gewesen ist. (Bravo!) Einen gesunden, krafttgen Bauernland betrachten wir als die Grundlage der heutigen Monarchie. In diesem Sinne fordere ich die Versammlung auf, ich zu erheben und mit einzustimmen in den Ruf:: S. M. >er Kaiser und S. Kl. H. der Großherzog von Hessen, sie leben hoch! (Anhaltender Beifall.)
Graf Oriola als Provinzialvorsitzender übernahm nun den Vorsitz mit Dankesworten und führte dann folgendes aus: Es sind große und gewaltige Fragen, welche demnächst im deutschen Reiche zu erledigen fein werden, Fragen, an denen das Wohl und Wehe unserer Landwirt- schäft hängt, Fragen, an denen gewissermaßen die Zukunft unseres Vaterlandes hangt. Ich mochte der Hoffnung Ausdruck geben, daß diese großen und gewaltig gen Fragen gelöst werden in einer Wecke, über die auch die deutsche Landwirtschaft volle Befriedigung empfinden kann. (Bravo!) Wir werden heute das Thema zu behandeln haben: der neue Zolltarif und die sich arff Grund desselben anschließenden Handelsverträge will zur Zeit nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß auch diese Verhandlung dazu beitragen möge, denrenigen gerechten Empfindungen des deutschen Bauernstandes Aus- druck zu geben, die über ganz Deutschland verteilt smd. Ich hoffe, daß den berechtigten Bedürfnissen der -.and- wirtschaft dann, wenn die Landwirtschaft klar und deutlich zum Ausdruck bringt, was den Bauern not thut, auch hie nötige Folge nicht fehlen wird.
Reichstagsabg. Dr. R o e s i ck e: Ueberall kommt man zusammen und fragt sich, wie wird sich in Zuttlnft die Handelspolitik Deutschlands gestalten? Daß das so ist, tonnen wir nicht nur aus uns lierauslesen, sondern vor allem aus dem ersehen, was unsere Gegner tlun, die wm Kampf blasen, Freisinn und Sozialdemokratie", die sich fragen: Soll der deutsche Bauernstand weiter bestehen, oder wird er vernichtet werden? (Sehr richtig!) Dazu müssen wir Stellung nehmen und deshalb müssen wir uns zuerst klar machen, woher kommt es daß die Gegner so heftig gegen uns vorgehen Zunächst ,ft es ein Grund, der den äußeren Antrieb dazu giebt, day die Herren sehr böse sind, daß sie nicht mehr allem zu bestimmen haben, daß eben der deutsche Bauernstand mündig geworden ist, daß er deshalb selbst mitfhmmen will. Sie waren gewohnt, über die Kopfe der -bauern hinweg zu treten, und auch tüchtig darauf zu treten. Die Bauern aber haben gesagt, solche Tritte thun uns weh und ; deshalb wollen wir das nicht mehr leiden. Weck dem so ist, ist dies den Gegnern nicht angenehm. Die Gegner haben aber auch immer daraus besonderes Gewicht gelegt, den Bauernstand zu entzweien. Tivide et la^teb^
ihr Kampfmittel, erst teile die Massen, dann kannst du sie im Einzelnen beherrschen; wen man auseinander gebracht hat, den kann man immer viel besser beherrschen. Dann sagen die Gegner: „Ihr seid l« Jnteressenvertrete , keine idealen Leute, Ihr wollt nicht das Ganze, das Al gemeine, nur Euere Interessen habt Ihr rm Auge. War es denn sonst im deutschen Reiche anders, daß die Gegner keine ^nteressenpolitik getrieben haben, daß sie frei oav Interesse der Londwirtschast cretreten Oielletdjt^crc Prüfer ober Herr Singer, Richter oder Rickert-' ^ie,e Herren hab n nur aus die Bauern geschimrit, wenn drese S fie, w°'- ihre Men «nbewjx
Ubsei"d'er'Stan"zü'nnd°s^°d!-n^Land^rt gäbe'es keftien Über Hur * sin^'"daf^dic's" nich/'das Ziel “ einer «Rechten kckläat so gi-bt es auch dasur verschiedene Grunde: Ern- mal der Giund, daß uns nicht sehr grün rst das große Kapital denn dieses hat andere Wege, andere Interessen Pift vertreten von Herren, die nicht selbst agitieren und ihre Meinung sagen wollen, weil sie zu vornehm dazu find.
Und diese Vornehmheit war früher bildlich, die Vornehmheit des ostelbischen Junkers. Und so ein vstelbffcher Junker war ja auch als Schreckgespenst bekannt, weck er Sekt trank, aber dieses Prädikat des Sekttrinkens ist mdit mehr passend, denn die Sozialdemokratie hat selbst daraus hingewiesen, daß der Sekt das Getränk des armen Mannes sei, und ist also jetzt das Sekttrinken das Zeichen der Armut. -(Heiterkeit.) Und gerade diese Armen sind jetzt bereit, mit der deutschen Landwirtschaft zusammen au gehen, dageger die Herren des Großkapitalismus sind dazu^zu vorney Sie haben einen Handels Vertrags verein : ß* schlossen, und nun hat die Sozialdenwkatie d Ag^ für fie ausgenommen, und letzt 'luten Landwirt- Sozialdemokraten über von Zugriffen «ege gebrauchten schäft. Eines der wichtigsten der gegen uns b
Deutscher Reichstag.
Berlin, 25. Februar.
DaS Haus berät den Gesetzentwurf betreffend, dte Abänderung bet StrandeSordnung. . , _ ,
Abg. Rettich (konf.) beantragt die Ueberweisung der Vorlage an die Kommission für die Seemannsordnung. Bedenklich sei der neu ein- gefügte Rechtsgrundsatz, wonach die Ladung eines Wrackes haftet zur Deckung der Kosten für die Beseitigung des Wracks.
Abg. Kirsch (Zentr.) empfiehlt gleichfalls die Ueberweisung an die genannte Kommission.
Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, die Vorlage solle ver. hindern, daß die Schiffer die kostbare Ladung eines Wrackes retten, das Wrack zu beseitigen, aber den Behörden überlasten. Ueber die Aus- führungsbestimmungen dürfte man sich in bet Kommission leicht emig
Abg. Semmler (nat.-ltb.) wünscht, wenn möglich, den Unterschieb festzulegen zwischen GroßschiffahrtsHmberniffen und kleinen Hmderntffen. Er stimme der Ueberweisung an die Kommission zu.
Hierauf geht die Vorlage an die Kommission für die Seemannsordnung.
98 folgen Berichte der WahlprüsungSkommission.
Bei der Wahl d-s Abg. Firzlaff (kons.) wird von ber Kommission Giltigkeitserklärung beantragt m ,, .
gbg. Schrader (fr. Ver.) beantragt erneute Prüfung, während die Abgg. Spahn (Zentr.) und v. Brockhausen (kons.) dem wwer- sprechm. abg. Schrader bleibt bei seiner Behauptung, daß Wahl- beelnfluffungcn stattgefunden hätten.
Nach dem Schlußwort des Referenten, der betont, daß geravr diese Wahl in der Kommission sehr gründlich geprüft worben fei, wird die Wahl für gtlttg erklärt, ebenso die der Abgg. Baron v. Schmidt (wlld), Hening (kons.) und Schulze-Steinen (ntl.)
auf Antrag der Kommission wird beschloßen, über die Wahl de« abg. Hänel (fr. Ber^) weitere Beweiserhebungen anzust-llm.
Ferner werben auf Antrag der Kommission für gütig erklärt die Wahlen der abgg. Götz von Olenhusen (Hosp, de« Zentr.), Zwick
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auvwäNS K Psg.
Provinzialversammlung des Bundes der Landwirte.
NN. Friedberg, 25. Februar.
Die Friedensbestrebungen der Engländer, ; owie die allgemeine Lage in Kapstadt beleuchtet ein inter- : essanter Brief eines Berliners vom 30. v. M. In demselben heißt es u. a.: „Herr Botha, welcher der Sekretär des großen Friedensvermittlers ist und seine Landsleute bekehren soll, ist von seinem Landsmann Frost vor ca. anderthalb Jahren aus dem Partnergeschäft geworfen Worben und genießt daher hier wenig Achtung, ebenso der rühere Prediger Hofmeyer, der seines Amtes entsetzt wurde, weil er mit verschiedenen Frauen in Hotels verkehrte. Mit solchen Friedens-Kommissaren werden die Engländer natürlich keine Geschäfte machen. Dazu kommt die tiefe und gerechte Erbitterung der Buren: ihre Frauen und Kinder hat man von den Farmen getrieben und letztere verbrannt, nun sollen die Heimatlosen mit ihren Peinigern Frieden schließen! Kürzlich brüstete ich hier ein englischer Kapitän bei einem Festessen damit, daß er mit einem Gefangenen-Transport in GraSpan die Angehörigen der Gefangenen zu Dutzenden in das Lager hinein-, aber nicht wieder hinausgelassen habe. So wurden die unschuldigen Leute von ihren Familien gerissen und mit nach St. Helena geschleppt! Der gute Roberts hat hier wie ein Barbar gehaust, Lord Kitchener versucht jetzt andere Seiten aufzuziehen — aber zu spät. Man traut dem „Frieden" nicht und Kitcheners Berichte glauben selbst seine Anhänger nicht. Sobald wird's also mit dem Frieden nichts werden. Die Verluste, die der Krieg verursacht, werden schon jetzt auf 20 Milliarden Mark geschätzt, und ich glaube das, da, wenn man nachrechnet, schon die auf den Minen arbeitenden Kafsern (Johannesburg alleffi beschäftigte deren über 100 000) einen Arbeitsverlusts von 180 Millionen Mark bedeuten. (Der Kaffer kostet pro Monat 100 Mark mit Verpflegung.) Nach den hier eingegangenen Berichten sollen die Engländer in letzter Zeit ganz enormeVerluste erlitten haben; es mangelt an Führern, da verschiedene Generäle kampfunfähig sind. Ein Däne, der gestern hier eintraf, erzählte, daß Clement mit ca. 800 Mann gefallen sei; von seinem (des Erzählers) Regiment seien kaum 200 Mann am Leben. Ein Brief aus Transvaal besagt, daß dort eine ganze Division Engländer aufgerieben worden sei. Die Buren bedrohten Johannesburg und Prätoria, sie sollen ganz Transvaal und die Freistaaten, mit Ausnahme weniger Gegenden, in Schach halten. Hier in Kapstadt werden alle Geschäfte, Bureaus rc. heraugezvgen, damit ihre Angestellten zur Bürgerwehr gehen. Am Abend gleicht die Stadt einem Feldlager: auf allen Plätzen wird exerziert. Die öffentlichen und Geschäftsgebäude werden nachts von Angestellten bewacht, so groß ist die Angst vor Burenüberfällen. Wer an der Ausbildung der Bürgerwehr aktiv nicht teilnimmt, wird, gleichviel ob er Beamter oder Geschäftsangestellter ist, einfach Knall und Fall entlassen, — das nennt man englische „Freiheit!" Ein im Geschäft des früheren Russen, jetzigen Engländers Garlick angestellter Deutscher ist aus diesem Grunde entlassen worden, wiewohl sein Kontrakt noch drei Jahre läuft. Auf den Ausgang des von ihm angestrengten Prozesses ist man allgemein gespannt. Der Too der Königin von England hat hier niemanden , sonderlich aufgeregt, nur daß die Stoffhändler und Dekorateure mal ein ganz leidliches Geschäft gemacht haben."
GichenerAnzeiger
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Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
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