Ausgabe 
27.1.1901 Zweites Blatt
 
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Telegramm deS Gießener Anzeiger-.

Deutsches Reich

Vermischtes

** Seltene Feier. Dem Vernehmen nach findet nächste

unserem gestrigen Stadtverordnetenberichte gaben wir in kurzen Worten die Erklärung wieder, die Bürgermeister

bäude folgten diesem Beispiele. Am Sonntag findet das erste öffentliche Aufgebot statt.

Ehe miteinander einzugehen. Unmittelbar darauf wurde am, Rathause die Fahne aufgezogen, die Kirchen und andere Ge-15 er quetschte.

Woche die Feier des hundertjährigen Geburtstages des Kaspar Huhn amLügentisch" statt.

d. Großen Linden, 26. Jan. Seit heute ist die t el e-

Gießen näheres berichten. Die Namen der genanuten

* Laub an, 25. Jan. Vor einigen Tagen hat sich in seinem Zimmer der Leutnant Frommhagen von der 6. Kompagnie des hiesigen Bataillons erschossen. Ein schweres inneres Leiden hat den jungen Ojfizier in den Tod getrieben.

* Kopenhagen, 25 Jan. Der Dampfer Holgor Danske, von Danzig nach Jütland unterwegs, ist mit seiner Besatzung untergegangen.

* Graz, 25. Jan. Bei einem Dienstgange auf dem Plößnitz Steig stürzte der Förster Kneszarek ab und blieb tot.

Tokio, 26. Jan. Sir Macdonald, der frühere englische Herren bürgen für die günst'ge Aufnahme des Projektes. Gesandte in Peking, hat dem Mikado sein Beglaubigungs- ** Projektionsvorträge. Pros. Sauer wird seinen Vor­schreiben eingehändigt. Der Mikado dankte dem Gesandten iragszykluS Montag, 28. Januar 4 Uhr, bez. Dienstag, für die Hilfe, welche er den Japanern während der Be- 29. Januar 6J/4 Uhr mit einer Besprechung von Leonardo's lagcrung der Gesandtschaft in Peking hat zuteil werden lassen. Abendmahl beschließen.

.. ** Eine Erklärung unseres Bürgermeisters. Bereits in

Gerichtssaal.

D Gießen, 25. Jan. (Strafkammer.) Der Beginn der heutigen Sitzung nimmt auf der Anklagebank Platz der 35jährige Karl Heck, Bäckermeister zu Fauer­bach bei Friedberg, dem die Anklageschrift das Delikt de* Urkundenfälschung gemäß §§ 267, 268, pof. 1 St. G. zur Last setzt. Der Angeklagte hatte im August v. I. an di Großh. Staatsanwaltschaft Gießen einen Brief, Unterzeichner Heinrich Rupp", Taglöhner", gerichtet, in dem ein gewiste Hacker von Fauerbach des Notzuchtsversuchs an der Frau

Berlin, 25. Jan. Auf Befehl des Kaisers werden Mecum in Sachen der neuen Landesirrenanstalt abgab. Wir die zur Feier von Kaisers Geburtstag am 27. Januar sind heute in der Lage, sie wörtlich wiederzugebcn. Der Herr üblichen Diners des Reichskanzlers, der Staatsminister und! Bürgermeister führte aus:

Staatssekretäre erst nach der Beisetzung der Königin Viktoria L . As'H in der Stadtverordneten-Versammlung am d Mts eine h»» hi» ! Rentabilitätsberechnung für unser Elektrizitätswerk vortrug, habe ich nur

staltfinden. Das gleiche gilt von den Festessen, die von den I öje Anschlüffe und die Energieabgabe in Betracht gezogen, auf die nach deutschen Vertretern IM Ausland zu Kaisers Geburtstag ge- I Maßgabe ver vorliegenden Anmeldungen nyt Sicherheit zu rechnen ist. geben zu werden pflegen. Die deutschen Vertreter im Aus Herr Kollege Wolff wies im Laufe der Verhandlung mit vollem Recht land können aber an patriotischen Veranstaltungen zum d°-°u! hin daß mit Rücksicht auf den weiter ,u-ewart-nd-n Anschluß

27. Januar teilnehmen, sofern diese ohne Musik abgehalten *5 »ggta *£

werden. I dabei u. a. die nach dem Staatsbudget für 1901/2 bei Gießen zu

Der Kaiser trifft nach den Trauerfeierlichkeiten in errichtende dritte Landesirrenanstalt. In einem Eingesandt unter dem

England aus Schloß Homburg ein. Wie lang- der R-daw°nsstrich° in 5ht.11, 2. stattibes1 stnj. »om is. 3«nuat

° | behauptet ein Herr M, man habe über die P l a tz f r a g e noch

Aufenthalt wahrt, steht noch nicht fest. I nichts gelesen, und ersucht um Mitteilung, aus welchen Vorkornrn-

DasArmeeverordnungsblatt" veröffentlicht folgenden Kiffen Herr Beigeordneter Wolff die Vermutung herleite, daß die dritte Armeebefehl des Kaisers: !Landesirrenanstalt bei Gießen errichtet werden solle. Herr M. fand die

Osborne, 23 Jan. Des Hinscheiben Meiner gelebten, hoch Antwort im redaktionellen Teile der Nr. 13, 1. Blatt desGieß. Anz." verehrten und unvergeßlichen Großmutter, der Königin Viktoris von vorn 16. Januar, in dem unter Quellenangabe diebetreffenden Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien, hat Mich und Erläuterungen aus dem Staatsbudget 1901/02 (Kapitel 127 Titel 16)

Mttn Haus in die ltefsle Trauer versetzt. Ich weiß, daß Meine «örtlich abgedruckt sind. Man hätte nun erwarten dürfen, daß Herr M.

Armee an dem schmerzlichen Verluste, den Ich erlitten habe, innigen durch Vergleich dieses Artikels mit dem gedruckten Staatsbudget oder Anteil nimmt, und bestimme daher hierdurch: Sämtliche Offiziere durch Anfrage bei der städtischen Verwaltung sich von der Richtigkeit der

Meiner Armee legen 14 Tage Trauer an. Bet dem eisten G-rde- gemachten Angaben überzeugt hätte. Das scheint der Herr aber nicht für

Dragoner-Regiment .Königin von Großbritannien und Irland" währt nötig gehalten zu haben, denn in Nr. 17, 2. Blatt des Gieß. Anz." vom diese Trauer drei Wocven. Während der ersten drei Tage der Trauer 20. Januar findet sich eine Anzeige mit der UeberschriftEingesandt" und flaggen sämtliche militärischen Dtenstgebäude halbmast. Außer bei der UnterschriftM." die den Stadtvorstand und die Bürgerschaft Gießens Fuerlärm und beim Generamarsch darf kein Spiel gerührt werden." in unqualifizierbarer Weise kritisiert. Mit Rücksicht auf den Ton dieser

DasMarine-Verordnungsblatt" enthält folgenden Anzeige der auch mit den geringsten Anforderungen an gesellschaftlichen sm a *«« Pi o f r. r. I Anstand nicht vereinbar ist, empfehle ich Ihnen, sich mit der Person des

4,1 Ö - Vzi c, , ,, n «.. . . m . I Herrn M., der jedenfalls in der Bürgerschaft Gießens nicht zu suchen

« , Ihre Majestät die hochselige Komgm von Großbritannien und nicht weiter zu beschäftigen. Zur Sache bemerke ich, daß Herr Kollege Irland, Kmsenn von Indien, Mich durch Ernennung zum Admiral der Wolff diese Irrenanstalt erst erwähnt hat, nachdem durch den Vortrag Flotte m nähere Beziehung zur englischen Marine brachte, hat Meine des Herrn Ministerialpräsidenten Gnauth in der 2. Kammer am 13. De- Mar.ne mit mir die Ehrung freudig empfunden. Heute trauert Meine zember v. I. und das gedruckt vorliegende Budget die Absicht der Regierung, Marine nut Mir und der englischen Schwestermarme, der sie m oft be- die dritte Landesirrenanstalt bei Gießen zu errichten, öffentlich bekannt ge­wahrter Kameradschaft verbunden ist, um die dahrngegangene edle Fürstin, morden war. Aus den,dem Budetbeigegebenen und imGieß.Anz.vorn l6.Jan Meine geliebte Großmutter. Zum äußeren Zeichen dieser schmerzlichen abgedruckten Erläuterungen ersehen Sie, daß die Regierung hinsichtlich Trauer bestimme ich hierdurch: Die Offiziere und Beamten Meiner Marine der Platzfrage sich nur von rein sachlichen Gründen und dem allein maß- haben vom Tage des Eingangs dieser Ordre ab vierzehn Tage hindurch gebenden Gutachten der sachverständigen Aerzte hat bestimmen lassen, den Trauerflor um den linken Unterarm anzulegen. Meine Schiffe haben Die Unterstellungen in der AnzeigeEingesandt" entbehren demnach jeder bis zum Beisetzungstage die Flagge Halbstocks zu führen und am Bei- thatsächlichen Grundlage, und die Verwaltung hat keine Veranlassung, auf setzungstage selbst nach dem Trauerzeremoniell der englischen Marine zu den Inhalt der Anzeige näher einzugehen.

verfahren. I ** Verpachtung von Lagerplätzen. Die der Stadt Gießen

Osborne, den 24. Jan. 1901. Wilhelm. .gehörigeMargarethenhütte" (Buderus'sche Eisenwerke)^

Der Kronprinz ist heute vormittag in Begleitung soll ganz oder geteilt zu Lagerplätzen rc. verpachtet werden, des Obersten v. Pritzelwitz von Potsdam über Viissingen ES find Gebäude mit großen Räumen vorhanden, die sich nach England abgereist. Kaiser Wilhelm wird erst zur Lagerung von Materialien oder zu Fabrikbetrieben be nach den Tr cruerfeierlichkeiten nach Deutschland sonders eignen. Das Grundstück hat Eisenbahnanschluß, zurückkehren Waggonwage und FuhrwerkSwage, die von den

Am heutigen Todestage der Mutter der Pächtern benutzt werden können. Der zurzeit noch in schlechtem Kaiserin, Herzogin Friedrich zu Schleswig-Holstein, ließen Zustande befindliche Weg längs derMargarcthenhütte^ soll der Kaiser und die Kaiserin prachtvolle Blumenspenven I chauffiert werden, wofür 4c>00 Mk. in der letzten Stadi­um Sarge der Verstorbenen in der Fürstengruft zu Prinkenau l verordneten-Sitzung bewilligt wurden.

niederlegen. P. Straßenbau. In der letzten geheimen Sitzung

- Wie dieVoss. Ztg." vernimmt, steht die Einführung der Stadtverordneten wurde u. a. auch ein Betrag von des 28 (Zentimeter Schnellfeuer-Geschützes bei der120,000 Mk. zum Ausbau der Roonstraße bewilligt.

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geeignet M haben- x Len Diebstahl m « verurteilt- Der Erfolg Erkenntnis eingelegt et durch Urteil der Stt schäft Berufung mg, längnis erhalt. De qcllagten, bap, da Ar dem Forstmeister Marti antrag nicht geftellt h tz 247 St. G. Bs. ernzut beipflichten, da es in nur Wle eines einher die Gesamtsumme der Wert von 20 Ml., also stellt. - Der Bierbra' wedel, ein Angeklagter sttaftiste, war von de, schlagung in eine Ee urteilt worden, weil e, Zustande auf der Sw Pflicht gewesen wäre, sondern versucht hatte Aäuser zu bringen, wird verworfen, die e fuchungshast, die er e Der von dem Frie gegen ein Urteil Gro Berufung wird, nicht, Les Angeklagten übe tretener Verjährung, hat wegen der sich m ä Aussagen ein eigenart Den Vorsitz führte 2a\ kreier der Anklage Äiwmetmann.

2ch. Datmstad g er i ch t stand heute lung wie er sonst zu einigen Jahren gearü von ca. 100 der L M Jahre 1900 gelt. « holen 8S «n ktogetbeantr '«derer Seil me W«n9 ichch, fein bürt '««tibroölterung be5 ' Äat nnf ^"vimenbruch i L'-K

stellungsverfahren.

Frankfurt a. M., 25. Jan. (Tel. des Gieß. Anz.) Der Seniorchef des Bankhauses M. A. v. Rothschild u. Söhne, Baron Wilhelm v. Rothschild, ist heute nachmittag 4 Uhr im Alter von 73 Jahren g e st o r b e n. Baron Wtlly wie der Verstorbene genannt wurde von R. war der Großneffe des. Begründers des berühmten Bankhauses Mayer Anselni R., dessen ältester Sohn A. M. von R. im Jahre 1812 Chef der Firma geworden war; letzterer starb 1855 kinderlos, worauf die Leitung der Geschäfte an seine Neffen, die Brüder Karl und Wilhelm Karl überging. Nach dem Tode des älteren Bruders (1886) wurde Baron Wilhelm Karl Seniorchef des Bankhauses; er war eine wegen seiner Wohlthätigkeit und seiner Bereitwilligkeit zur Förderung künstlerischer Interessen hochgeschätzte Persönlich­keit; u. a. seiner Stiftungen sei die bekannte Rothschilo- ; Bibliothek erwähnt, um die Frankfurt von mancher anderen Stadt beneidet wird. Baron Willy bekleidete die Würde eines österr. Generalkonsuls und war von Souveränen vielfach ausgezeichnet worden. Mit ihm verliert das Haus Roth­schild den letzten Chef des hiesigen Zweiges der Familie Rothschild. Nach derFranks. Ztg." darf angenommen werden, daß die Häuser Rothschild in London, Paris und Wien Wert darauf legen werden, das altehrwürdige Fran^ Hurter Stammhaus aufrecht zu erhalten.

ko. Kirchhain, 25. Jan. Auf der Ohmthalbahn, direkt am Uebergang der Niederkleiner Straße, wurde gestern am 0 o-. hellen Mittag, um die Entgleisung des um diese Zeit von

Marine-Artillerie bevor. Das neue Geschütz soll zum l ** Theater-Verein. Die auf Mittwoch den 30. Januar Kirchhain nach Schweinsberg fahrenden Zuges herbeizuführen, erstenmale an Bord Der in diesem Jahre auf ©tapel zu festgesetzte Vorstellung muß infolge Verhinderung deS Gastes, ein dicker Basaltstem auf die Schienen gerollt. Glücklicher­legenden Linienschiffe der verbesserten Wittelsbachklasse auf- Herrn Löhr, verschoben werden. Den Tag der Bor- weise wurde derselbe noch rechtzeitig bemerkt- und' konnte de gestellt werden. stellung teilen wir noch mit. feitigt werden. Die Marburger Staatsanwaltschaft hat

Die Regierung von Mecklenburg-Schwerin hat ** Aus dem Theaterbureau. Zur Feier des Geburts- 200 Mark Belohnung auf die Ermittelung der Thüter dem Landtag folgenden Plan zur Verbesserung der Lehrer- tage« des Kaisers wird Die Sonntags-Vorstellung mit einem ausgesetzt.

gehälter vorgelegt: Eme erhöhte Besoldung erhalten dieFeftprolog", gesprochen von Fräulein Henny Schöler-* Pletae ^itteUnngen <m8 Reffen Lehrer an Klaffen mit großer Kinderzahl. Im Domanium mann, eröffnet. Hierauf folgt die fUnfaltige Posse mit Die Notiz in Nr. 22 betreffs ist die Höchstbesoldung von 1300 Mk. bei 50-60 Schülern GesangDer Mann im Monde" von Jakobson, Musik ist insofern zu benchtigen, als das geschlachtete Scha^nicht auf 1320 Mk., bei 6170 Schülern auf 1340 Mk. zu er- von Michaelis.Im weißen Rößl" wird am DienS- hei einem Schmied '"Grebenhain, sondern m Crainsel höhen. In der Ritterschaft und Landschaft ist das Schul- lag dem 29. d. Mts. als volkstümliche Vorstellungsbei Schmiedemeister M. vorgefunden wurde. gelb, welches über 170 Mk. hinaus gezahlt wirb, nicht aus zu kleinen Preisen wieberhalt.

bas Ansanqsgehalt unb bie Altert Zulagen in Anrechnung zu ** Va r I et e. Am Sonntag Nnden im LokaleZu bringen. Di- ritter- unb lanbschas-lichen Lehrer erhalten für ben Bier Weiten' >

hna q ernt .'xkrTtA iim 9H im Qinhr«» tnsl I einmaliges Auftreten der Liedersängerili ^rl. Dalguot vom l

das Schulkind 3 Mk. jährlich. Um 20 Mk. im >iahre soll Conventgarden" in London. Nach Urteilen einiger Zett- also ben Lehrern tm Domanium bei 50-60 Schülern it>r Ingen fofi bie Sängerin über eine gntgeschnlte, klangvolle kärgliches Höchstgehalt aufgebessert werden, d. h. in der > S^mme verfügen. Da außerdem eine Anzahl Humoristen Woche 40 Pfg. (Würde die großherzogliche Regierung und Soubretten mitwirken, wird das Programm recht reich- wohl wagen, irgend einem Handarbeiter eine so lächerlich I haltig sein und dem Publikum des Lokales einige vergnügte kleine Lohnerhöhung anzubieten? Aber für geistige ArbeitiSwnden bereiten.

ja, das ist ganz etwas anderes. D. Red ) * Alldeutscher Verband. In der am 24. d. M. abge-

Ibaltenen Versammlung des Alldeutschen Verbandes wurde «x . s folgender Vor st and gewählt: Gymnasialoberlehrer Alten

AUSmNv. Iborf, 1. Vorsitzender; Fabrikannt Adolf Noll, 2. Vor-

Haag, 25. Jan. Heute vormittag 11 Uhr ^entr r; r o f d), .1. ; ^rer

der Vertreter des Justizministeriums d^m Standesbeamten ^3' Kling, 2 Schriftführer, sowle^Fabrlkant A. Bin e- im Rathause die von der Könn.in W^' helmina und dem wald, Geometer 1- Klaffe Liudenstrnth zum Beisitzer.

Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin unterzeichnete . ** i,cm. ä9e®e^rmk'hpr linken

Urkunde, worin dieselben erklären, daß sie gewillt fino/ bie 9eneJ ei?. ^lähnger Junge mit der linken

- ' ' Hand in die Ma chine, die ihm mehrere Finger vollständig

bis 16

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phonische Verbindung unseres Ortes mit Gießen fertiggestellt. Die Leitung geht die Frankfurterstraße entlang durch das Dorf Klein-Linden. Der Anschluß dieses Ortes an die Leitung dürfte bis zum Frühjahre erfolgen.

Sch. Darmstadt, 25. Jan. In allen Bürgerkreiserr haben starke Angriffe in derWormser Volksztg.^ gegen den langjährigen BeigeordnetenRiedlinger, dem man Parteilichkeit und Beeinflussung in allen Zweigen der Verwaltung vorwirft, große Sensation hervorgerufen und führten in der gestrigen Stadtverordneten-Sitzung zu einer durch den Oberbürgermeister veranlaßten Vertrauens-- kundgebung. In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten stimmten diese dem von der Bürger­meisterei gemachten Vorschlag auf Umtausch von ca. 61 Morgen städtischem Gelände an der Pallaswiese im Werb von ca. 180000 Mk. gegen einen kleinen Teil der Mercksche» Fabrikanlage in der Stadt im Werte von 210 000 Mk. zu, sodaß die Stadt noch 30 000 Mk. herauszahlen muh.

§ Se'igeustadt a. M, 26. Jan. Eine noch ältere Kirche als die in Nr. 4 desGieß. Anz." besprochene Pfarrkirche zu Großenlinden, besitzt unsere Stadt in der sogen. Ein- hardsbasilika. Dieses historisch berühmte Kunstdenkmal wurde um das Jahr 830 als Abteikirche von dem Bau­kundigen Einhard, dem Biographen Karls des Großen gegründet und nach dessen Plan im Kreuzstil ausgeführt. Durch landesherrliches Dekret vom 15. April 1812 wurde die infolge mehrfacher Renovationen unb Ausstattungen zu einem imposanten Gottestempel gestaltete EinhardSkirche der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche überwiesen. Ihr immenser Wert wird erhöht durch die im Chorbau befind­lichen, aus Marmor errichteten fünf Altäre, den im linken Querschiff in der Begräbniskapelle deS Stifters aufgestellten Marmor-Sarkophag mit den Gebeinen Einhards und seiner Angehörigen, sowie durch die auf dem mächtigen Engelsturm befindlichen alten Glocken; auch viele historisch und künstlerisch bedeutende Bildwerke, ferner die aus Marmor gefertigte Kanzel im Langhaus der Kirche unb die in 1879 gebaute Orgel zählen zu den beachtenswerten Ausstattungen des Gotteshauses, das schon durch sein äußeres die Aufmerksam­keit bet Fremden erregt.

Mainz, 25. Jan. Die Handelskammer hatte in einer Eingabe an das Reichs-Postamt vor einiger Zett die Ein­führung vonnicht eingeschriebenen Briefen mit Empfangsschein" gefordert. Staatssekretär v. Pod- bielski hat jedoch das Gesuch abschlägig beschieden. In der Verfügung heißt es, es könne ein Bedürfnis zur Einführung jener neuen Art der Briefbestellung nicht anerkannt werben, und zwar lediglich mit Rücksicht darauf, daß die Ober-Posv- verwaltung schon jetzt dem Publikum eine doppelte Ge­legenheit biete, gegen minimale Gebühren die Aushändigung von Briefen amtlich feststellen zu lassen. Diese^ beiden Wege sind bekanntlich das Einschreibe- und das postamtliche Zu-

ttie China seine vertragsmäßig übernommenen Pflichten AlM Sttibt Hilft

erfüllt. Die Mächte verlangten sofortige Hinrichtung! ® e^***v* """

der im Machtbereiche des Kaisers stehenden Boxerchefs I Gießen, den 26. Januar 1901.

Tschun g und Yu gsien, unb daß der eines natürlichen| e* Vereinigung für hessische Kirchengeschichte. Zum Zweck Todes gestorbene Kaugy i in esfizie hlngerichtet werde, Grünoung einer Vereinigung für hesstiche Kirchengeschichte, und fordern bie kaiserliche Regierung auf, fein Mittel un- . ß , . ßtrnfi

versucht zu lassen, des Generals Tungfusiang habhaft zu sich in der Folge dem Historischen Verein für das G ß werden, damit die Todesstrafe an ihm vollzogen werde. Herzogtum Hessen als besondere Abteilung angliedern foll, Vom Prinzen Tn an ist in dem Reseript der wozu der Vorstand dieses Vereins bereitwilligst die Hand Mächte nicht die Rede. geboten hat, haben Professor D. Krüger zu Gießen und

Tas diplomatische Korps beschloß einstimmig, an Pfarrer Schrimpf zu Butzbach eine Einladung nach Fried- den Prinzen Tsching und Li-Hung-Tschang ein en 6erg zum 30. d. M. erlassen. Neber Vorbesprechungen, an Brief zu richten, worin es heißt, die Entscheidungen ^nen Pfarrer Lic. Dr. Dreh! von Hirschhorn, Pfr. Fritsch

Mächte bett, die militärischen Maßnahmen wurden von I Ruppertsburg, Repetent H errmann von Gießen, dcr Raschheit abhangen, taomit bie chinesische Regierung dae Nbbl van Langen unb bi- bereits oben Genannten in ihrigen Verbindlichkeiten vollziehen werde., anb Darmstadt teilgenommen, sowie übet da- Pro- gramm soll in Friedberg Privatdozent Lic. D. Köhler von