Ausgabe 
26.7.1901 Zweites Blatt
 
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genommen.

und elsaß-lothringischen Bahnen gewähren für sämtliche Ans stellungSgegenstände freien Rücktransport; eine gleiche Zusage steht seitens der süddeutschen Bahnen in Aussicht. Der KreiSauSschuß hat in seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung eine Polizeiverordnung gegen die Spargel-Schädlinge an

gedenkt der Hundstage als der unerträglich heißen Zeit, die besonders viele Gallenkrankheiten erzeugt. Die Richtigkeit dieser Beobachtung beweist übrigens auch dieselbe Erscheinung bei Nordländern, welche in heiße Gegenden übersiedeln!

Preisen.'^ bis 50 W baren dietz rechten heutigen bi Nsungsnl, Abbruch.

lebt. Gemäß Anordnung des Gerichts wurden bei einem Weinproduzenten in Alzey sämtliche Fässer unter Siegel gelegt. Anlaß dazu gab eine bei der Polizei eingrlaufene Anzeige, daß bei dem Produzenten ein Wein verabreicht würde, deffen Bestandteile nicht denjenigen entspreche, welche das Weingesetz vorschreibe. Eine von dem chemischen Unter» suchungSamt vorgenommene Kellerprobe bestätigte die Anzeige^ indem man nur einen langgestreckten Tresterwein sand.

Gerichtssaal.

-h- Gießen, 24. Juli. (Gewerbegericht.) Den > Vorsitz führt Stadtverordneter Keller. Der Knecht Joh. Bali von hier verlangt von Fuhrunternehmer Philipp Sch w a n von hier 3 Mk. Restlohn. Schwan bestreitet die Höhe der Forderung und erklärt sich zur Zahlung von 1.94 Mk. bereit. Der Kläger erklärt sich damit zufrieden und zieht seine Klage zurück. Die Taglöhner Gotthilf Höh und Karl Bögler von hier klagen gegen den Unternehmer Konrad Rübsamen von hier auf Zahlung rückstäntügen Lohnes. Der Beklagte macht Schadenersatz geltend, weil die Kläger ohne Grund und Kündigung die Arbeit verlassen hätten. Die Kläger wenden ein, daß der Vorarbeiter Greb ihnen ausdrücklich gesagt habe, er habe im Auftrage des Beklagten die Erklärung abzugeben, daß die gegenseitige Kündigungsfrist aufgehoben sei, und daß jeder Arbeiter abends mit der Arbeit aufhören könne und sein Geld be-- kommen werde. Sie hätten die Kündigmigsaufhebung an­genommen. Der Beklagte bestreitet dies. Das Gericht er­läßt Beweisbeschluß, um den Vorarbeiter Greb als Zeugen zu vernehmen. Der Schreinermeister Emil Heinrich Müller von hier verlangt von dem Schreinergesellen Earl Wenzel Wiederaufnahme der Arbeit, widrigenfalls letz­terer eine nach dem Ermessen des Gewerbegerichts festzu­setzende Entschädigung zu zahlen habe, weil er die Arbeit ohne Grund und Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist verlassen habe. Der Kläger ist zum heutigen Termin nicht erschienen. Da Beklagter einen Antrag nicht stellte, ließ das Gericht die Sache fallen.

D. Gießen, 23. Juli. (Strafkammer.) Die Straf­sache gegen den Ludwig Debus zu Reiskirchen wurde zum Zwecke weiterer Beweisaufnahme vertagt. Desgleichen wird ausgesetzt die Strafsache gegen Steinmetz Paul Fromme von Stolp, der beschuldigt ist, im Anihjahr 1901 zu Vilbel den Gendarmeriewachtnwister Roth da­selbst mit der Begehung eines Verbrechens bedroht zu haben, und der deshalb vom Schöffengericht Vilbel, gegen dessen Erkenntnis er Berufung verfolgt, in eine Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden war. Der Schneider­meister Lotz steht unter der Anschuldigung, am 30. No­vember 1900 bei dem Amtsanwalt eine Anzeige erstattet zu haben, durch die er den Pfandmeister M u l ch in Gießen wider besseres Wissen der Begehung einer strafbaren Hand- lung und der Verletzung seiner Amtspflicht, nämlich des Hausfriedensbruchs, der Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung, während er im Dienste war, beschuldigte und deshalb gegen ihn Strafantrag stellte. Durch Urteil des Gerichts wird nach erfolgter Beweisaufnahme, die feine Schuld ergiebt, gegen ihn deswegen eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen, erkannt. Vertagt wurde ferner die Straf­sache gegen den Friedrich Weidling zu Büdingen wegen Unterschlagung, da der Angeklagte aus die Vernehmung eines ausgebliebenen Zeugen nicht verzichten zu können erklärt. Ausgesetzt wurde endlich die Privatflage des Landwirts Karl Weiselll. von Muschenheim gegen die Elisabethe Wer- n e r in Bernsfeld wegen Beleidigung. Zum Schluß staud die Privatklage des Grafen Friedrich und der Gräfin Mar­garethe von Alt-Leiningen-Westerburg gegen den Redakteur Fritz Mathern in Frankfurt zur Verhandlung. Der Angeklagte ist beschuldigt, ine Privatkläger öffentlich durch einen Artikel, der sichern scharfer Weise mit ihren Personen beschäftigt, beleidigt zu haben. Das Schöffen­gericht zu Friedberg verurteilte deshalb den Angeklagten wegen Beleidigung durch die Presse und erkannte wegen Be-- eidigung des Grafen auf eine Geldstrafe von 200 Mk., dev Gräfin von 300 Mk. Gegen dieses Erkenntnis hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. In der heutigen Sitzung kommt zwischen den beiden Parteien ein Vergleich des Inhalts zu stände, daß die Privatkläger ihre Privatklage zurücknehmen, der Privatbeklagte die Kosten des Verfahrens trägt und erklärt, daß der Privatkläger nicht wegen Ehe­bruchs mit der Privatklägerin bestraft worden sei, sowie daß er keine Prozesse geführt habe, die als anrüchig be­zeichnet werden mußten, und daß er bedauert, auf Grund älscher Informationen den fragt. Artikel ausgenommen zu haben.

Gumbinnen, 24. Juli. Wir hören, daß die Nach­richt, gegen den Gendarmeriewachtmeister Metzer-Gum­binnen und den Dragoner-Vizewachtmeifter Schneider sei eine Untersuchung wegen versuchter Beeinflussung des Dragoners Skopek eingeleitet, durchaus unzutreffend ist.

B. Bieber, 24. Juli. Am Sonntag feierte der hiesige GesangvereinLiederhain- bei Gastwirt L. Schlierbach

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Bergmann'schen Verkohlungsverfahren. Die Gläubiger der ö Leipziger Bank werden hoffentlich diesem Wink erfahrener ge f Fachleute näher treten.

i Mainz, 24. Jnli. Jüngst meinte ein Wirt, der ver­drießlich über schlechten Besuch seiner Lokalitäten war:Dem Hannes sein Namenstag müßt jeden Summer gefeiert wer'n, wie vor'ges Joahr.-Wem sein Namenstag?- fragte ber einzige Gast, der den RestanrationSsaal füllte.Na, demLichtspender-, demGutenberg- feiner- . . . Dieselbe Klage, in anderer Form, wurde im Laufe diese- Sommers schon gar häufig laut. Gasthosbefitzer und Geschäftsleute haben diese- Jahr nicht- zu loben. Für Gutenbergsest, Pariser Weltausstellung, die im vergangenen Jahre den Ber- kehr belebten, hat sich jetzt kein Ersatz gesunden. Ameri

~ - kaner, Engländer, Franzosen und Russen find dünn gesät

Shtht imh ITmth n ^aLn.ä'.24- Juli. DerMainz. Anz." berichtigt feine

j I gestrige Mitteilung, daß Vie feit dem letzten Samstag hier

(*«?** Untersuchungshaft sich befindliche Frau Oberleut-

««r unter genauer Quellenangabe:Gieß. Am.-" gestattet.) nant R. angeblich einen Vergiftungsversuch an ihrem e* Personalnachrichten. Der Großherzog hat deml^aune begangen haben sollte, dahin, daß die Verhaftung Bürgermeister Ernst Lucius zu Jugenheim in Rheinhessen Men Di ebstahlsverdacht erfolgt ist. Dasselbe da- Ritterkreuz 2. Klaffe de- Verdienstordens Philipps des erfahrt zu der durch die Blätter gegangenen Nachi- Großmütigen verliehen. - Der Großherzog bat ben fne.r ^6Wtgteu JO? onar cf) en 5 u f a m nt e

Un@C,r X i« " U .Leb

ft/nl bei ber Zentral, bei der Bürgermeisterei bis heute irgend etwas von der

stelle für bie LandeSstattsttk unter Berlechung des Charakters beabsichtigten Hierherkunft bekannt sei. Me hiesige Militär- alS RegiemngSrat an Stelle des Charakters als Profeffor behörde gelangte in den Besitz eines Dampfapparates, der mit Wirkung vom 1. Oktober 1901 an ernannt. Der zur Vertilgung des Ungeziefers in den Mannfchaftsstuben Großherzog hat ferner den BezirkSkasfier der Bezirkskaffe bient. In wenigen Minuten soll mit dem Apparate eine Nieder-Olrn RegierungSaffeffor Robert Bangel zum Kon- Temperatur von über 1OO Grad Reaumur erzeugt und da- troDbeamten der Lokalkaffestellen für den Bezirk Darmftabt II Kur^'..ewe radikale Vertilgung des Ungeziefers erzielt wer-

^ B-rirk-kasi- Dieburg Philipp

mfeiftetra^n;it!ennun9 treu Polizei betriebenen Recherchen haben gestern zur Verhaft- geleisteten Dienste biS zur Wiederherstellung feiner Gesundheit ung mehrerer Personen geführt. Diese wurden durch Kri- m den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß den minalbeamte teils hier, teils in Hechts heim verhaftet Charakter alsRendant" verliehen. und geschlossen in das Arresthaus eingeliefert. Der schon

** Fleifchaufschlag. Die hiesigen Schweinemetzger haben brej Juhre schwebende Prozeß um die Oktroifreiheit beschloffen, infolge der seit zwei Monaten eingetretenen hohen I givischen der Stadt und den Militärbehörden ist heute in Einkaufspreise für Schweine mit dem heutigen Tage eine ^r vom Landgericht zu Ungunsten des Militärs

ä »"" - «-»ääs»i?äs

«W* Der vergangene Dienstag war für be^V^ toetoe^te^ kommen

da- hiesige Regiment Der vierte und letzte Tag, an dem es in Wegfall, da die Militärbehörde selbst die Verträge ge- gemeinschaftlich mit den beiden hessischen Dragoner-Regi- kündigt hatte. Zur Wahrung ihrer gemeinsamen Jn- mentern, den Hanauer Ulanen, den Bockenheimer Husaren teressen haben gestern nachmittag im großen Saale des und den IGSern Borpostendienst übte. Zwischen 7 und I BrauhausesZur Stadt Mainz" etwa 80 anwesende Vieh- 8 Uhr morgens rückte das Regiment aus, die einzelnen Händler von hier und aus der weiteren Umgegend definitiv Kompagnien in Kriegsstärke, was durch Flaggen markiert^gründet, dem^der NamfVerein hessi- wurde. DaS 3. Bataillon marschierte über Sckiffenbero Händler" beigelegt wurde. Das Eintritts-

^aufen Garbenteick b s hl Sn PeIb wurde aus 1 MaA und der Jahresbeitrag auf 5 Mark

XW.11",,ft? Hof- ftstgescht. Wegen der Statuten wurde es fern VorMnd

at baS l.und 2. Bataillon über Steinbach überlassen, einen Entwurf auszuarbeiten und der nächsten am Albacher Hof vorbei biS in die Nähe von Lich, wo sie Mitgliederversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen, das Vorpostengros bildeten. Die Landwehr dieser beiden fc. Wiesbaden, 24. Juli. Der wegen des Königsteiner Bataillone war zur Sicherung des Gros bis unmittelbar Raubmordes verdächtigte Taglöhner Wetteroth wurde aus vor Lich vorgeschoben. DaS Gros des Feindes befand sich der Irrenanstalt Eichberg wieder hierher in Untersuchung- in der Richtung auf Friedberg zu. Gegen 1 Uhr waren haft gebracht. Sein Geisteszustand ist normal.

die Hebungen beendet, und unser Regiment marschierte nach Wiesbaden, 24. Juli. Der Kaiser verlieh dem Füsilier- Gießen zurück, wo es gegen 4 Uhr wieder eintraf. Diese Regiment von Gersdorff, Hessisches Nr. 80, von dem hier viertägige Uebung war hauptsächlich darauf berechnet, fest- zwei und in Homburg v. d. H. ein Bataillon liegen, die

, ^v'e es mit dem Aufklärungsdienst bei der Kavallerie Gar de litz en. Chef des Regiments ist die Kaiserin Friedrich, bestellt ,st. An den Hebungen beteiligte sich auch die kürzlich - Kleine Mittellmtgen aus Hessen und den Nachbarstaaten, m Mainz zusammengetretene Radfahrerkompagnie, besonders Auf der Bahnlinie DarmstadtAschaffenburg zwischen den nm Montag, wo sie unserem Truppenkörper den Vormarsch Stationen Messel und Dieburg ereignete sich am Morgen von Großen-Linden bis Lang-GönS erschwerte. Der hiesige des 23. Juli ein entsetzlicher Unfall. Eine etwa 30 Jahre Regimentskommandeur Oberst v. Dewitz ist vom 24. Juli alte Dame sprang aus dem in voller Fahrgeschwindigkeit zum 4. August beurlaubt; Oberstleutnant Herrlein dahinrasenden, um 7 Uhr 21 Min. in Darmstadt abgehenden übernimmt in dieser Zeit seine Funktionen. I Schnellzug MainzDarmstadtAschaffenburg, ohne sich

« ? Die Sternschnuppen im Zuli und August. Die Meteore indeß ernstlich zu schaden, denn Paffagiere sahen dieselbe

find im ersten Teil des Jahres im allgemeinen selten, und rasch aufspringen und dem Walde (Meffeler Park) zueilen,

im Mai und Juni ist das Dämmerlicht so stark, daß es alle Die Lebensmüde hoffte wohl durch den verwegenen Sprung schwächeren Sternschnuppen überdeckt und nur die besonders schon ihrem Leben ein Ende zu machen. Da dies Vorhaben

n$tenbJ:n "»den lagt, aber schon mißglückte, wartete sie einen bald daraus in entgegengesetzter

!®erb"- obgleich der Nachthimmel auch noch recht Richtung von Dieburg kommenden Güterzug ab und wars r?ie e Limmelserscheiuungen häufiger und glänzender, sich vor diesem rasch auf die Schienen. Sie wnrde voll, besonder» in der letzten Woche diese» Monat». In den ständig zermalmt bald daraus ausgefunden Bei der Uu- 84tnnaro9bnr&fL^HV\,4f7 B°°b. glückliche« wurde ein größerer Geldbetrag von 1870 Mart

achtungeu durchschnittlich dreimal so viel Sternschnuppen am vorgefunden, sowie eine Anzahl Briese Diese weifen die

Achten de» Frühjahr» und adreffe @ra6rnü[i.ffieilbarbe m nberfl n\ - der Beobachtung von Stern- Schiffsjunge Frankenberger au» Bretzenheim, der vor schnuppe» widmet, findet im Juli und august die lohnendste einigen Tagen in Mainz in den Rhein fiel und ertrank, ist

DI- ____ _ ,.r .23-311 °d,-nd» gelandet worden. Ein vor längerer

bia 93 «n^Ease umschließen die Zett vom 23. Jnli Zeit aus Kastel desertierter Pionier ist an demselben Tage Hundsstern^'i ®er im^üb^nLnfrM vorn in Mainz festgenommen und der Militärbehörde abgeliefen

od hellstrahlende Sirius, der worden. Der Inhaber des seit 1. Avril in «uerback ^uli erscheint, so daß man eröffneten Lang'schen KonsumgeschäfteS ist seit letzter Woche Aufgang fällt übrigens au^mU^bem1 (£intti?tCnh Hlnterlaffung bedeutender Schulden,

da- Zeichen des Löwen,^des Uerisch7n Kerr!l^^k°^^ I EuSnahme find alle Lieferanten und Handwerker.

Zone, zusammen, weshalb auch untere Landl-,?»-* fotodt fie "tt Lang nur m irgend einer Weise in Verbindung ©enn die Sonne in den Löwen gehet, die große empfindlich gefchäbigt worden.

Jahr anfährt.. Schon HippokrateS im «Hen® ®^e|eVlal" | ®^teÄ S W Ä» T

ckuberkulöser Rinder nicht auf Menschen über­tragen werden könne, keineswegs anschließe. Brou- nrdel fordert, strenge Beaufsichtigung der iNvl- lereierzeugnisse, wie sie in Schweden und Norwegen eingeführt sei. Auch dieser Gelehrte erklärte für zweifellos, daß die Tuberkulose heilbar sei. Auch er forderte zum Ä^n^6ebriei6ÄaÄte Ltterun? in I s-m Stiftung-fest. Dai Fest, da- sich zahlreichen Zuspruch» jeder Gemeinde jeder Provinz und jebem Staate verbreitet erfreute, verlief bei Konzert und Tanz in schönster Weise.

werden, auf daß sich alle zusammenthun, um diese Geißel b. Reinhardsham, 23. Juli. Bei der heute hier statt- der Menschheit auszurotten. gehabten Bürgermeisterwahl ging es sehr lebhaft her.

* * 66 von 71 Wahlberechtigten waren zur Wahl erschienen.

Trotz der von beachtenswerter Seite geäußerten Bedenken Als Sieger ging Landwirt Graulich ans dem Kampfe her- gcgenüber den ungemein wichtigen Koch schen Ausführungen vor, hatte 36 Stimmen. Sein Gegner, Inspektor erregen diese doch begreiflicherweise uberal nicht nur in ö ch e l, erhielt nur 30 Stimmen.

der wißen,chastlichen Welt, ba» größte Auffehen. Hatte 24 ^uli STür die hier vom 14 Fii« 25 K<-v

doch bisher die Wissenschaft eine nicht zu unterschätzende . , ' xuu*ur Oie gier oom 14 vis. Sep

Gefahr in der Verbreitung der Tuberkulose durch rohe lember stattfindende Gartenbau-Ausstellung find be Milch und Butter erblickt, und Vorsichtsmaßregeln dagegen "ttS hundert Ehrenpreise gestiftet, darunter je einer vom empfohlen, speziell das 2lbkochen der Milch. Ebenso wurde Deutschen Kaiser und von den Großherzögen von Heffen und noch vor kurzem im Hinblick auf die Gefahr der Rindvieh- Baden, außerdem von vielen Kommunen und Privaten. Die Tuberkulose für die Volksgesundheit seitens der Preu- Anmeldungen find so zahlreich, daß der Ausstellung-Platz ver- ßischon technischen Deputation für das Veterinärwesen bie größer! werden muß. Die Direktionen ber preußisch hessischen Anzeigepflicht zur Einführung empfohlen. Jetzt sollen aUe1 ............. - - " -

jene wissenschaftlichen Erfahrungen und Fesfftellungen als Irrtum erkannt sein? Es wäre ja gewiß ein mit Stolz erfüllender Triumph deutscher Forschung, wenn es sich so verhielte, wenn die Entdeckung Kochs jeder Probe Ge­nüge leistet. Aber, daß auch ein verdienstvoller, hoch- bedeutender Gelehrter zu Ergebnissen gelangen kann, die von der Praxis dementiert werden, das ist leider eine bekannte Thatsache. Das Tuberkulin Kochs, das, als Heil­mittel angewendet, auf manchen Kranken ungünstig ge- Nnrkt haben soll, hat jetzt allerdings, wie wir oben sehen, einen Lobredner gefunden. Aber was man damals in wissen­schaftlichen Kreisen sagte: Koch sei mit seiner Entdeckung! zu ftüh hervorgetreten, das wiederholt sich heute. Wir sehen, daß hervorragende Gelehrte durchaus anderer An­sicht sind, als Koch. Es ist daher davor zu warnen, sich der Sicherheit zu überlassen. Stellt sich die Theorie Kochs als unzutreffend heraus, so kann namenloses Unglück an­gerichtet werden.

Handel und Uerkchr. Volkswirtschaft.

-k- Stockheim, 23. Juli. Die hiesige Zucker- abrik hat soeben ihren Verwaltungsbericht herausgr- geben. Danach kamen im verflossenen 17. Geschäftsjahre 488 100 Zentner Rüben zum Kaufpreise von 417 737.93 M^ zur Verarbeitung. Der Durchschnitt^uckergehalt der Rüben war 13.47 Prozent. Fertiggestellt wurden: 3100 Zentner Krystallzucker im Preise von 14.35 Mk., 20 742 Zentner Roh­zucker im Preise von 9.51 Mk. und 14 181 Zentner Melasse int Preise von 3.04 Mk. pro Zentner. Tas finanzielle Er­gebnis des Jahres stellt sich wie folgt: Nach Vornahme der Abschreibungen und Deckungen der vorjährigen Unterbilanz, owie nach Zahlung, weiterer 10 Pfg. pro 100 Kgr. für ifflichtrüben der Aktionäre verbleibt ein Reingewinn von 12 429.30 Mk. Die Nachzahlung für Pflichkrüben sind den Lieferanten gut geschrieben. Für die kommende Kampagne inb 3100 Morgen Rüben ausgesät. Die Generalversamm­lung findet Freitag den 16. August, nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirt Hartmann zu Stockheim statt.

Kassel, 24. Juli. Das Mitglied des Auffichtsrats der Trebergesellschaft Ernst Otto aus Dortmund wurde heute nachmittag im hiesigen Verwaltungsgebäude der Trebergesellschaft auf Anordnung der Staatsanwaltschaft verhaftet. Otto war eine Stunde vorher von Dortmund eingetroffen.

Aktiengesellschaft für Trebertrocknung in Kassel. Eine Anzahl angesehener Firmen und Gesell- chaften der chemischen Industrie warnt in einem uns soeben .ugehenden Rundschreiben davor, Hoffnungen auf dieLar- en'sche drehbare ^Retorte" zu jetzen. Experimente mit der- elben werden als ebenso aussichtslos bezeichnet wie mit dem