— Tie Kanalkommission bewilligte einstimmig unter Vorbehalt der Ablehnung des Mittellandkanals nach der Vorlage 4 067 000 Mk. für verschiedene Ergänzungsbauten am Tortmund-EmsLanal von T-ortmund bis Bevergern und vertagte sich darauf bis nach Ostern.
— Wegen der Rekrutierung des Heeres 1901 sind vom Kaiser jetzt die näheren Bestimmungen ergangen. Der späteste Entlassungstag der Reservisten ist der 30. September 1901. Bei denjenigen Truppenteilen, die an den Herbstübungen teilnehmen, findet die Entlassung der zur Reserve zu beurlaubenden Mannschaften, unter Berücksrch- sichtigung des oben erwähnten Termins, in der Regel am zweiten, ausnahmsweise am ersten oder dritten Tage nach deren Beendigung oder nach dem Eintreffen in den Standorten statt. Zum Dienst mit der Waffe sind einzustellen: bei den Infanterie-Bataillonen, bei den Jäger- Bataillonen und dem Garde-Schützen-Bataillon, bei den fahrenden Batterien, bei den Fußartillerie-Vataillonen, bei den Pionier-Bataillonen, bei den Bataillonen der Eisenbahn-Regimenter, bei den Telegraphen-Batailtonen, bei der uLftschiffer-Abteilung, bei den Train-Bataillonen zu zweijähriger aktiver Dienstzeit die Hälfte der etatsmäßigen Zahl an Obergefreiten, Gefreiten, Gemeinen und Sanitäts-! gefreiten — jedoch nach Abzug der für Rechnung von Gefreiten-, Gemeinen- und Sanitätsgefreitenstellen verpflegten Kapitulanten usWälterer Jahresklassen (vom dritten Dienstjahre ab) — und außerdem bei den Train-Bataillonen abzüglich der in Friedensbesoldungsetats als „Etatserhöhung für besondere Zwecke" bezeichneten Stellen.
Hamburg, 23. März. Hier ist der Großrheder Karl Laeisz gestorben. Der Kaiser telegraphierte an Frau Laeisz:
Berlin. Schloß, 22. März.
Beim Hinscheiden Ihres Gatten, dessen erfolgreiche Thätigkeit als einer der größten und strebsamsten Rheder Deutschlands ihm stets einen bleibenden Namen in der Geschichte der Hamburger Segelschiffahrt bewahren wird, spreche Ich Ihnen Meine aufrichtigste und wärmste Teilnahme aus. Wilhelm I. R.
S t u t t g a r t, 23. März. Mit größter Bestimmtheit tritt hier das Gerücht auf, daß sich der beurlaubte Ministerpräsident Kriegsminister Schott v. Schotten st ein heute in Ulm erschossen habe.
Ausland.
Kopenhagen, 23. März. König Eduard VII. von England wird in nächster Woche hier erwartet. Die Rückreise des englischen Herrscherpaares ist, dem Vernehmen hiesiger Blätter zufolge, über Schloß Friedrichshof und Darmstadt geplant.
Brüssel, 24. März. Dem „Petit Bleu" zufolge werde die Frage bezüglich der Wiederübernahme des Kongo st aates seitens Belgiens folgende Lösung finden: Die Regierung werde Vorschlägen, den Kongostaat sofort wieder zu übernehmen und zwar als belgische Kronkolonie, die vom König ohne direktes Eingreifen des Parlamentes verwaltet wird.
Madrid, 23. März. Einer Meldung aus Lissabon zufolge hat in Thomas am 19. März abends die Menge eine Puppe verbrennen wollen, die einen Jesuiten, d a r st e l l t e. Als diese Puppe dann von einem Jungen, fortgeschleppt worden war, veranstaltete die Menge eine lärmende Kundgebung. Die Polizei mußte eingreifen, wurde aber von der Menge verhöhnt, worauf Kavallerie hinzukam und mit blanker Waffe auf die Manifestanten einhieb, welche die Truppen mit Steinen bewarfen. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.
Madrid, 23. März. Ein furchtbarer Skandal wird aus dem Escorial, wo sich ein Kloster der Augustiner mit Lehranstalt befindet, berichtet. Die dort Studierenden pflegten am Sankt-Josephstag dem Rektor ein Geschenk zu machen. Tie Mönche wollten sie nun zwingen, ein Klavier zu kaufen. Die Studierenden, die längst unzufrieden sind mit der Kost, weigerten sich, und als die Mönche darauf bestanden, e mp ö r ten sie s ich, s ch lu g en die Fen ster ein und prügelten die Mönche unter Pereat-Rufen auf sie. Einige Studenten sollen auch Messer und Revolver gebraucht haben. Die Gendarmerie mußte einschreiten; mehrere Studenten wurden aus der Anstalt sofort ausgeschlossen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 35. März 1901.
Sch. Personal-Nachrichten. Der Großherzog erteilte dem Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen Dr. Julius Stahl, dem Oberlehrer an der Augustinerschule, Gymnasium und Realschule zu Friedberg Dr. August Stroman und dem Oberlehrer am Gymnasium Friedericanum zu Laubach Friedrich Becker den Charakter als Professor, und ernannte den RevisionS gehilfen Emil Schlitt aus Leusel zum Oberrechnungsrevisor bei der zweiten Justifikatur der Oberrechnungskammer.
•• Zn Sachen der Errichtung einer neuen Irrenanstalt in Oberheffen hören wir, daß die Erlangung der Anstalt für Gießen von Seiten der hiesigen psychiatrischen Klinik bereits seit ca. 4 Wochen betrieben wird. Neuerdings ist darüber wieder der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege im Großh. Ministerium berichtet worden. Wir können nur hoffen, daß auch von Seiten der Proyinzialdirektion alles aufgeboten wird, daß die Anstalt nach Gießen gelegt wird.
Ch. Konzert des Sängerkranzes. Alljährlich, wenn die Saison zu Ende geht, erfreut uns der Sängerkranz durch eine musikalische Darbietung. In früheren Jahren in bescheidenen Grenzen sich bewegend, haben diese Aufführungen sich durch den rastlosen Fleiß des Dirigenten £eun Franz Bauer zu bedeutsamen Konzerten entwickelt, die unseren großen Körperschaften durchaus nicht nachstehen. Ein stattlicher Chor, die wichtigen Soli in den Händen auswärtiger Künstler, das Programm mit erlesenen Werken versehen; wollen wir einen Unterschied und zwar einen bedauerlichen herauSgreifen, so wäre es die bedingte Oeffentlichkeit. DaS Hauptwerk des Abends und damit zugleich das in- tereffanteste, war Mendelssohn'- Musik zu Athalia. Frau Balser Landmann, welche mit dem Sopran-Solo
betraut war und Fräulein Martha Stapelfeldt, als Vertreterin des Alt Solo, boten geradezu Vorzügliches, beide Künstlerinnen genießen hier bereits einen vortrefflichen Raf. Ihnen schloß sich als Ausführendc der Mezzo-Sopran-Parthie Frau Wiegand, eine Dame des Vereins an, die ebenfalls Anerkennenswertes leistete. Frau Sch öl er mann, Mitglied unseres Stadttheaters, sprach den verbindenden Text mit klangvollem Organ und künstlerischem Verständnis. Chor und Orchester hielten sich brav und hatten vollen Anteil am Gelingen des Ganzen. Auch die Liedergaben und Duette gelangten zur schönsten Wiedergabe; Herr Hahn, welcher die Begleitung am Klavier übernommen hatte, entledigte sich diskret und mit Geschmack seiner Aufgabe. Der Männer- chor zeigte bei seiner Spezialaufgabe durchaus Bemerkens? wertes. Bruch'S Normannenzug, in welchem Herr Th. Haubach, der schon vovher bet der Wiedergabe der Duette erfolgreich mitgewirkt hatte, das Baryton-Solo mit noblem Vortrage ausführte, kam treffiich zu Gehör. Auch wurde das reizende Volkslied Aenvchen lieb von Sitt vom Frauenchor wirkungsvoll ausgeführt. Ganz besonders lobend müffen wir noch des Dirigenten Herrn Franz Bauer gedenken, der alles mit sicherer Hand und feinem musikalischen Verständnis temperamentvoll leitete. Da war kein zu Viel, aber auch kein zu Wenig, Herr Bauer ist un bedingt ein besonders glücklich deanlagter Musikdirigent. Eine Wiederholung des wohlgelungenen Konzerts möchten wir dann schließlich dem geschätzten Verein nahe legen, selbstredend eine öffentliche; eS giebt so manchen schönen Zweck, dem die Zuweisung eines Scherfleins sehr willkommen ist.
P. Stadttheater. Wir machen noch einmal auf die erste Aufführung von O. E. Hartlebens „Rosenmontag" am Dienstag aufmerksam. Die Hauptrolle liegt in den bewährten Händen des Herrn Willy Löhr, als Gast. Allen hiesigen Theaterbesuchern ist ja die ausdrucksvolle Darstellungsweise, namentlich in Offiziersrollen, des Gastes zur Genüge bekannt. Das Stück selbst ging in allen größeren Städten mit großem Erfolg über die Bretter, und unser Gießen wird freudig die Gelegenheit ergreifen, diesen viel gerühmten „Rosenmontag" zu sehen.
*• Der Wohlth'ätigkeitsverem „Conteutia" feierte am SamStag abend im großen Saale des Cafe Leib fein viertes Stiftungsfest. Der Verein zählt jetzt 110 Mitglieder. Im vergangenen Jahre zahlte er 100 Mk. zur Gewährung eines warmen Frühstücks an arme Kinder, sowie 60 Mk an die nach China gegangenen Soldaten des hiefigen 116. Re gimentS. Die Darbietungen des Vereins am Samstag fanden von den zahlreich Erschienenen lebhaften Beifall. Bis zum frühen Morgen saßen die Anwesenden in fröhlicher Stimmung beisammen.
M. K. Vortrag. Gestern vormittag hielt Herr Gewerbe-Inspektor Engeln einen 23ortrag über „Die Gewerbeaufsicht in Deutschland" auf Lonys Bierkeller. Eine staatliche Gewerbeaufsicht — so etwa führte der Referent aus — besteht in Deutschland nicht erst seit neuerer Zeit, sondern es liegen ihre Anfänge weiter zurück, als allgemein angenommen wird. Schon im Jahre 1650 mußte zum Schutze der Solinger Messerschleifer ein Verbot gegen den Mißbrauch der Warenzahlungen als ArbeitsentlohnunF erlassen werden. Und im Jahre 1687 machte sich eine Erneuerung dieses Verbots notwendig. Diese Verbote richteten ich scheinbar nicht ausschließlich gegen Arbeitgeber, sondern auch gegen das Handelsgewerbe. Die ersten Anfänge des Trucksystems scheinen hier entstanden zu sein. Deutlicher geht dies aus einer Verordnung des Jahres 1789 hervor, da der Warenaustausch im 17. und 18. Jahrhundert that- achlich nicht nur im Handelsgewerbe, sondern auch in der Entlohnung der Arbeiter eine bedeutende Rolle spielte. Denn die Kaufleute wurden aufgefordert, chre Arbeiter nicht mit Waren, sondern mit barem, gangbarem Gelde zu entlohnen. Jedoch erst im Jahre 1849 schaffte eine preußische Verordnung (gegen diesen Mißbrauch gründliche Abhilfe. Zur Durch- ührung dieser Verordnung Aumi Schutze der Arbeiter mußten geeignete Aufsichtsbeamte vorhanden sein, die als die Vorgänger der heutigen Gewerbeinspektoren angesehen werden i onnen, obwohl sie vermutlich nicht als besondere Behörde organisiert waren. Am 16. Mai 1853 wurde durch ein in Preußen erlassenes Gesetz die Vorschrift für die Fabriken verschärft; darnach durften Kinder unter 12 Jahren in diesen nicht beschäftigt werden, und solche von 12 bis 14 Jahren nur 6 Stunden täglich thätig sein. Auch waren in in diesem Gesetze Bestimmungen über Arbeitsbücher getroffen und sind zum ersten Male „Fabrikinspektoren" erwähnt. Drei derselben wurden angestellt und zwar in Aachen, Düsseldorf und Arnsberg. Den damaligen Inspektoren wurde ein großes Arbeitsfeld überwiesen, indem ihnen auch noch die Fürsorge für das geistige Fortkommen der jugendlichen Arbeiter, die Aufsicht über die Fabrikschulen, die Förderung eines Nachhilfeunterrichts, die Kontrolle der Unterweisung der weiblichen Fabrikjugend in Führung des Haushalts und der weiblichen Beschäftigung übertragen war. In Sachsen existiert das Fabrikinspektorat seit 1872, und im Jahre 1874 wurde in Berlin und Schlesien noch je ein Fabrikinspektor angestellt. Darauf folgten in Sachsen und Preußen weitere Ernennungen. Durch Erweiterung der Gewerbeordnung im Jahre 1878 ging man in der Durchführung der Fabrikgesetzgebung weiter und machte die Anstellung der Inspektoren für Deutschland obligatorisch mit Ausnahme industriell unentwickelter Landesteile. In Hessen wurde durch eine Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern vom Jahre 1875 den Kreisämtem empfohlen, die Ortspolizeibehörden zu veranlassen, die Verwendung jugend- licher Arbeiter zu überwachen. Durch die dtovelle zur Reichsgewerbeordnung im Jahre 1878 wurde dann auch für unser Hessen die Anstellung eines besonderen Fabrikinspektors zur Pflicht; 1889 wurde ein zweiter ernannt, denen 1894 je ein Assistent zugesellt wurde. Seit 1. Juli 1898 bestehen im Großherzogtum vier Gewerbeinspektionen mit dem Sitze in Darmstadt, Offenbach, Gießen und Mainz. Auch sollen die Inspektionen in Offenbach und Gießen noch je 1 Assistenten erhalten und in Friedberg und Worms neue Gewerbe-Inspektionen errichtet werden. — Von den 21
statten, in denen durch elementare Kraft bewegte Triebwerke nicht nur vorübergehend zur Anwendung kommen. 3. Alle Werkstätten, auf die die Bestimmungen des § 154 Abs. 4 der G.-O. durch Kaiserliche Verordnung betr. jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen ausgedehnt worden sind (wie Werkstätten der Kleider- und Wäschekonfektion, die die Bearbeitung im großen betreiben). 4. Alle Werkstätten, für die der Bundesrat gemäß §§ 120 c und 139 a der G.-O). besondere Vorschriften erlassen hat; wie Bäckereien, Buchdruckereien, Anlagen, in denen Zigarren gemacht werden usw. Ist auch das Feld der Thätigkeit der Gewerbeinspektoren eine begrenzte, so kann er doch ein sehr segensvolles. Wirken entfalten und erfordert vor allem selbstlose Hingabo und eine rein ideale Lebensauffassung. — Aus dem Eingangs Erwähnten ist ersichtlich, daß zuerst die Mißstände in der Metallindustrie eine staatliche Aufsicht benötigten und daß allmählich die gesamte Großindustrie und neuerdings auch einzelne Zweige der Kleinindustrie in dieselbe einbezogen wurden; insbesondere diejenigen, die durch lange Arbeitszeit, mangelhafte Betriebs- und Unterkunftsräume oder Gesundheitssästidigungen verschiedener Art die Arbeitnehmer in erheblicher Weise beeinträchtigen können. — Des Weiteren äußerte sich der Referent über die Gewerbefreiheit und die Betriebsbeschränkungen; die Gewerbeaufsicht sei nur geschaffen worden zur Beaufsichtigung gewisser Betriebsbeschränkungen und der damit verbundenen gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der beschäftigten Arbeiter; erwähnte die Dienstanweisung der Gewerbeaufsichtsbeamten und deren Thätigkeit im Speziellen. Zum Schlüsse bemängelt er noch, daß die Fabriken den Geschäften die Maschinen ohne die erforderlichen Schutzvorrichtungen liefern, und daß er häufig gezwungen fei, Geschäftsinhaber auf das Fehlen solcher aufmerksam zu machen, von denen sie gar keine Kenntnis hätten. Reicher Beifall der Erschienenen lohnte den Referenten am Schluß seiner vortrefflichen Ausführungen, und fanden noch einige von Zuhörern gestellte Fragen bereit- willigft Auskunft.
Großen Buseck, 25. März. Heute wurde der neugewählte Bürgermeister, frühere Polizeidiener Heinr. Schwalb, in sein Amt feierlichst eingeführt. Herr Schwalb hat sich das Vertrauen der Bürgerschaft während seiner 16jährigen Thätigkeit im Gemeindedienst erworben, hoffentlich gelingt cfl ihm auch zum Wohle der Gemeinde seines neuen Amtes zu walten.
Lollar, 26. März. Einige Lollarer Herren unternahmen eine Fußtour nach Marburg. Von der Gesellschaft waren die Herren I. Hattes und O. Lange eine Wette eingegangen, die dahin lautete, in 3 Stunden von der Villa Buderus, die bekanntlich etwas außerhalb Lollars liegt, nach dem Süd-Bahnhofe in Marburg zu marschieren. Die Strecke beträgt etwa 22 Kilometer. Pünktlich 2 Uhr wurde der Marsch angetreten, und die Genannten, die von einigen Radfahrern begleitet wurden, gelangten bereits nach Verlauf von 2»/, Stunden am Ziele an. Demnach haben die beiden Herren unter Berücksichtigung einiger kleiner Wegverkürz, ungen durchschnittlich 8,6 Kilometer pro Stunde marschiert, was als eine vorzügliche Leistung anerkannt werden muß.
a. Lollar, 24. März. Die Billa des Herrn Buderus oll Herr Hoffmann für 75 000 Mk. käuflich erworben ;aben.
Grimberg, 24. März. Wie allenthalben in Handwerkerreisen immer mehr die Ansicht sich Bahn bricht, war auch im hiefigen Metzgergewerbe der Gedanke zur Gründung einer Innung aufgetaucht. Um hierüber genaueren Aufschluß zu geben, auch die beabsichtigte JnnungSgründung in die geeigneten Wege einzuleiten, wurde dem Obermeister der Innung Gießen der Wunsch unterbreitet, in einer Versammlung einen Vortrag über diese wichtige Angelegenheit zu halten. Herr Pirr folgte der an ihn ergangenen Einladung gerne, besprach in der einen Versammlung daS Jnnungswesen, seine Thätigkeit und Bestrebungen, erwähnte die sozialpolitische Ge- etzgebung, deren Anforderung an den Handwerkerstand, ging dann zur Lehrlingsausbildung und Gesellenprüfung über. Auch die Thätigkeit der Bezirksvereine und des Deutschen Fleischer-Verbandes wurde besprochen, und der Redner richtete am Schluffe die Bitte an die anwesenden Kollegen, der Gründung einer Innung näher zu treten.
fc. Darmstadt, 24. März. Gestern vormittag ist Dekan Hermes, der heute vor 8 Tagen unter reger Anteilnahme von Nah und Fern sein goldenes Priester-Jubiläum feiern konnte, an einer Herzlähmung plötzlich ge- ftorben.
fc. Mainz, 24. März. Liebeskummer hat den MuS- fetier Kramm von der 7. Komp. 117. Regiments in den Tod getrieben. Gestern Nacht hat er sich auf dem Hofe der Flachsmarktkaserne mit seinem Dienstgewehr erschossen.
X Wehlar, 23. März. Die Auflassung des von der Gewerkschaft CaroluS II von der Gemeinde Niedergirmes beim Bahnhof Wetzlar zum Zwecke einer Hochofenanlage mit Röhrengießerei gekauften Geländes, ist heute erfolgt. DaS Gelände, das an das der BuderuS'schen Eisenwerke anschließt, umfaßt eine Fläche von über 20 Hektar. Mit der Inangriffnahme der Anlage wird bald begonnen werden; sie soll ein Muster der Errungenschaften auf diesem Gebiete werden, und somit ist ihr der beste Erfolg gesichert.
Vermischtes.
♦ Berlin, 23. März. Amtlich wird gemeldet: Gestern abend gegen 83/t Uhr ist von dem Schnellzuge v. 38 auf dem Ucberrocge bei Bude W. 1 in der Nähe des Bahnhofes Großbeeren ein Einspänner-Kutschfuhrwerk überfahren worden. Der Kutscher, der durch die geschlossene Schranke gefahren war und diese zerbrochen hat, ist verletzt, daS Pferd getötet worden. Die übrigen Insassen deS Wagens blieben unverletzt. Zug D. 38 erlitt infolge Anforderung einer Ersatzlokomotive eine Verspätung von 80 Minuten.
• Valence d'Agen (Dep. Tarne et Garonne), 23. März. Hier erkrankten über 100 Personen infolge GenuffeS oon vergiftetem Kuchen. Ern Mädchen ist bereits ge« ftorben. Der Zustand mehrerer anderer Personen ist hoff« mgSlos. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.
Gruppen des Gewerbeverzeichnisses sind nur 14 derselben der Gewerbeaufsicht unterstellt. Im besonderen sind den Gewerbeinspektoren unterstellt: 1. Alle Fabriken, Hüttenwerke, Zimmerplätze und andere Bauhöfe (Steinhauereien), Werften und solche Ziegeleien, die nicht blos vorübergehend oder in geringem Umfang betrieben werden. 2. Alle Werk-
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