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26.2.1901 Erstes Blatt
 
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Politische Tagesschau.

Von englischen Werbern an der deutsch-belgischen Grenze erzählt dasEcho der Gegenwart": Ein Geschäfts­mann fuhr mit seinem Sohne am vorigen Mittwoch nach BervierS. Der Sohn, ein 18jähriger junger Mann, traf in Berviers einen Freund, der, ebenfalls ein Deutscher, in Berviers in einem Geschäft thätig ist. Der Vater über­ließ nun seinen Sohn der Führung des Freundes und be­stimmte ein Lokal, wo man sich später treffen sollte. Die jungen Leute zogen eine Zeit umher, besuchten eine Anzahl Wirtshäuser und tranken jedenfalls mehr, als gerade nötig war; dann kehrten sie in sehr animierter Stimmung in eine kleinere Wirtschaft ein, wo ein älterer Herr, der sich als reicher Engländer aufspielte, saß. Der Engländer ließ eg sich nicht nehmen, mit den jungen Leuten eine Flasche Portwein zu bestellen. Was er nun alles erzählt hat, wissen die Herrchens nicht mehr, wohl aber, daß er viel von der englischen Armee, von hohem Sold und späterer Pen- ton sprach, und daß sie eingewilligt hatten, mit nach Ost­ende zu fahren, wo der Fremde ihnen ein großes Seeschiff, ein Eigentum, zeigen wollte. Auf dem Wege zur Bahn be- egnete nun zum größten Glück der Vater des Aacheners »em Kleeblatt, stellte eS und verlangte energisch Erklärung. Diese fiel so verworren aus, daß er sich sofort nach einem Wachmann umsah; allein als dieser endlich ankam, war der Engländer längst verschwunden. Schade genug: aber wäre )er Vater nicht gekommen, so würden die beiden Burschen etzt in England sein, denn in ihrem Zustande wäre eS dem Werber, ein solcher war der freundliche Herr, ganz sicher, nur zu leicht geworden, ihnen das Handgeld aufzuschwatzen.

Politische Wochenschau.

Mit den deutsch-russischen Handelsbezieh­ungen hat sich die Presse in der letzten Woche notgedrungen beschäftigen müssen. Der russische Finanzminister Witte hielt es nämlich für angebracht, in einem offiziösen Ar­tikel alle die Nachteile auszumalen, die für Deutschland das Fehlen eines Handelsvertrages zwischen den beiden Ländern zur Folge hätte. Natürlich ist diese Schilderung etwas einseitig ausgefallen. Gleichwohl verdient sie Be­achtung; denn sie bedeutet immerhin eine Warnung wenn auch nicht an die Adresse der Reichsregierung, so doch an diejenige des Reichstages. Es liegt auf der Hand, daß Rußland mit Rücksicht auf seinen Getreideexport einem Emporschrauben der deutschen Lebensmittelzölle nicht un- thätig zusehen kann, und der russische Mahnruf wird des­halb einen Eindruck keineswegs verfehlen.

Der Reichstag hat in der Berichtswoche nur an drei Tagen Plenarsitzungen abgehalten. Er erledigte den Post- Etat, den Etat der Reichsdruckerei, sowie einige Petitionen. Der Antrag auf Gewährung von Anwesenheitsgeldern an )ie Abgeordneten wurde einstimmig einer Kommission über­wiesen, während sich bei der Abstimmung über den Theater­zensur-Antrag wieder einmal die Beschlußunfähigkeit des Hauses herausstellte. In den Kommissionen wird inzwischen eifrig gearbeitet.

Das österreichische Parlament balgt sich aufs neue über lächerlichen Formsachen herum. Wegen der Be- handlung nichtdeutscher Interpellationen ist es zwischen den Alldeutschen und den czechischen Heißspornen lArermals zu lärmenden Szenen gekommen. Man hat schließlich sogar s Geschäftsordnungshefte dem Präsidenten und

,.c. Ministern an die Köpfe geworfen, und ein gewalt- tyatrger ^ungczeche wollte eben setn Tintenfaß desselbigen

sollen in genauer systematischer Weise Zusammenwirken. Für die Zwecke des neuen Feldzugsplanes ist das ganze Gebiet des Kleinkrieges wie ein militärisches Schachbrett abgeteilt worden. Die einzelnen Vierecke werden mit Bri­gadetruppen bedeckt und jeder Brigade ist ihr besonderes Operationsgebiet angewiesen. Sie bewegt sich in bestimmter Richtung und säubert ihr Gebiet, bis sie einen Punkt in dem Gebiet einer zu einer anderen Gruppe gehörigen Bri­gade erreicht. Wird es ratsam erachtet, so tritt alsdann die Brigade ihren Rückmarsch an und streift abermals ihr besonderes Gebiet ab. Im allgemeinen aber ist die ganze Bewegung eine fortschreitende und nach dem Innern ge­richtete, zugleich von Norden, Süden, Westen und Osten her, sodaß im Notfälle leicht vier Brigadetruppen sehr schnell an einem Punkte gesammelt werden und ein überwältigen­des ^Gewicht zur Geltung bringen könnten. Jede Brigade wirb durch ihre Patrouillen mit den übrigen zur Rechten und zur Linken, in der Front und im Rücken Fühlung haben. Unfehlbar werden sie sehr bald mit dem Feinde in Berührung kommen, und wenn es den Buren gelingt, der einen Gruppe von Brigaden zu entrinnen, so werden sie nun dadurch einer der andern Gruppen mitten in die Hände fallen, während sich hinter ihnen das Netz der übrigen schließt.

Die Vorkehrungen für die Verproviantierung des Heeres sind sehr einfach und vollständig. Niederlagen sind in kurzen Zwischenräumen von einander eingerichtet und mit allen Bedürfnissen für Monate ausgestattet. Thatsächlich wird eine Brigade nicht mehr als zwei Tagemärsche von einer Proviantniederlage entfernt sein und sollte, was ja immerhin möglich ist, hier oder da der Feind einen erfolg­reichen Vorstoß auf eine solche Niederlage machen, so wird den zunächst betroffenen Truppen dadurch höchstens die Not­wendigkeit auferlegt, sich einen oder zwei Tage mit halben Rationen zu begnügen. Da sie immer in verhältnismäßig geringer, Entfernung von einer Niederlage marschieren, dürfen sie sich mit leichtem Gepäck begnügen, und die reitenden Truppen werden außerdem über eine genügende Anzahl Handpferde verfügen, um häufig wechseln zu können. Auch beim Sanitätskorps hat man ebenfalls aus den Er­fahrungen des Krieges seine Lehren gezogen. Der ganze Plan ist verschiedentlich erprobt worden und arbeitet glatt und genau, und sobald alles vollendet ist, wird an die Stelle der scheinbaren englischen Unthätigkeit und Defensive ein lebhafter rühriger Angriffskrieg treten. Es sei diesen Ausführungen des Timesberichterstatters hinzugefügt, daß ie vor den konzentrischen Angriffen im südöstlichen Trans­vaal und vor De Wets Einbruch in die Kapkolonie ge- chrieben sind. Diese beiden Ereignisse sowie zahllose Eisen- bahnangrifse der Buren, zum Teil in unmittelbarer Nähe der Hauptzentren haben die Erwartungen des Bericht­erstatters bis jetzt nicht eben bestätigt.

Kitcheners neue Kriegführung.

lieber die englischen Heeresverhältnisse in Südafrika wahrend der letzten paar Monate giebt ein Berichterstatter derTimes" in Viktoria mancherlei Auskunft, die solchen r:5eEn,o/TLmit Kriegswesen und Krieg nicht aus persön- licher Anschauung vertraut sind, Aufklärung über ver- schiedene, ihnen bisher unklare Thatsachen bietet. Als Lord Kitchener den Oberbefehl übernahm schreibt dieser sach- kundige Gewährsmann sah er und die unter ihm stehen- LV Generäle sich einer Lage gegenüber, die derjenigen ziem­lich ähnlich war, die Lord Roberts ein Jahr vorher vor- gefiinden hatte. Im natürlichen Laufe der Dinge war ein gewisser Zersetzungsprozeß eingetreten. Die Truppen waren ziemlich locker über die beiden ehemaligen Burenstaaten ver- streut, Brigaden, die eigentlich hätten Zusammenwirken sollen, hatten die Fühlung miteinander verloren. Auf den Verbindungslinien gab es Punkte, wo ganze Bündel von Kavallerie, Infanterie und Artillerie zusammengezogen waren, während andere nicht minder wichtige Punkte, un­zureichend besetzt, jeden Augenblick einer Ueberrumpelung ausgesetzt blieben. Es gab Stellungen von unzweifelhafter strategischer Wichtigkeit, aber ganz ohne Besatzung, und ganze Bataillone fanden sich an anderen Stellen vollständig ver­einzelt, und nutz- und zwecklos aufgestellt. Züge und ganze Batterien Artillerie standen an Orten, wo nicht die aller- mindeste Aussicht auf einen Burenbesuch vorlag. Niemand wird Lord Roberts aus diesem Zustande einen Vorwurf machen wollen. Es handelt sich nur um die unvermeidliche Folge emes lange und weit hinausgeschleppten Feldzuges in schwierigem Gelände und auf furchtbar weit ausgedehn- tem Kriegsschauplätze und einer vollständigen Umwandlung im Charakter des Krieges auf feiten der Buren, der sich aus einem Verteidigungsfeldzuge in einen offensiven Kleinkrieg umgestaltet hatte. Das eigentliche Kriegs- drama war vorüber, aber es folgte ein Epilog und für diesen Epilog mußte die ganze Bühne abgeräumt und neu in Ordnung gestellt werden, eine schwierige und viel Keit verschlingende Aufgabe. So wurde denn der Vorhang niedergelassen und das Publikum mußte sich bescheiden, zu harten, bis der Regisseur Kitchener mit seinen Gehilfen die Buhne für die große Schlußszene hergerichtet hatte. Nunmehr Ende Januar ist alles bereit, jeder an seinem Platze, und die handelnden Personen harren an­gelegentlich des Stichwortes.

An diesem Punkte scheint es angemessen, einen Blick aus die Einzelheiten des Reorganisationswerkes zu werfen das die letzten zwei Monate ausgefüllt hat. Als Lord Kit- chener das Kommando übernahm, befand er sich an der Spitze eines Heeres, das auf dem Papier 210 000 Mann swrk war. Darunter befanden sich allerdings 20000 Mann, die mfolge von Krankheiten oder aus anderen Gründen Nsunfahig waren. Weitere 50000 Mann mußten zu obacSit9^^011 Schutze der Verbindungslinien,

140 000^»? ' I?daß für aktive Verwendung höchstens nacboefurhF'mJ!?1 ^rfugung blieben. Verstärkungen waren 6 Tebruar nn mn s"6 Alweise schon unkerwegs, und vom

Dbe^ allgemeine Bewegung beginnt, wird

der Oberbefehlshaber ein Heer von etwa IGO 000 Mann zur Verfügung haben, das zur Hälfte aus Artillerie Kavallerie und berittener Infanterie besteht. Dieses Heer wird bri g-denwelse oper.-ren und jede viruppe von Brigaden stel i für sich unter dem Lbcrbe,eht eines Twisionsgenerals Tie alten Divis,onsverbande sind in der Auslösung Begriff Einzelne Divisionen, wie 5. B. die siebente, haben ganz auf- gehürt zu bestehen. Heute stehen im ganzen 38 Brigaden ?m Felde und darunter sind nicht weniger als 26 deren Kommandeure nur örtlichen und zeitweiligen Kommando­rang besitzen. (Nach unserm Sprachgebrauch Obersten, Oberstleutnants und vereinzelt sogar Majors, die mit der Führung einer Brigade beauftragt sind.» Diese Brigaden

Seit der letzten akuten Erkrankung im vergangenen Jahre hat auch die Schlaflosigkeit infolge der heftigen Schmerzen zugenommen. Die hohe Frau ist sich ihres hoffnungslosen Leidens wohl bewußt, trotzdem man ihr den wahren Zustand verheimlicht.

A!S sie die Nachricht vom Tode ihrer Mutter empfing, sie sehr besaßt, äußerte dann aber zu ihrer Umgebung -Ware ich doch auch erst tobt". - Kürzlich befragt, was sie zu speisen wünsche, soll sie geäußert haben:E* tfi mir alles einerlei, ich mag überhaupt nichts mehr essen". Daß ihr Gemüt unter der Krankheit leidet, ist begreiflich. Wenn sie die Schmerzen peinigen, hat sie für nichts Jntereffe, nicht einmal für ihre nächsten Angehörigen. Haben die Schmerzen nachgelaffen, so zeigt die hohe Frau mehr Teilnahme; sie läßt sich über dies ober jenes berichten, beschäftigt sich mit bemHaushalt, malt ein wenig ober läßt fich von ihrer Hofbame vorlesen. Die Besuche sinb immer nur ganz kurz bemessen, um jebe Aufregung zu Der meiöen. Selbst der Kaiser weilt nur kurze Zeit bei feiner Mutter. Wann bie Katastrophe ein­tritt, läßt sich nicht bestimmt sagen, sie kann plötzlich ein­treten, aber auch erst nach Wochen, ja Monaten. Rettung ist aber, wie gesagt, nicht mehr möglich. Hoffentlich gelingt es ihren beiden Aerzttn, Dr. Spielhagen unb Professor Renvers, bie Schmerzen nach Möglichkeit zu lindern unb das Leben der hohen Dulderin, soweit es in ihren Kräften steht, noch recht lange zu erhalten. B.

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Das nachstehende Bulletin über bas Befinben ber Kaiserin Friebrich ist am 24. b. M. in Schloß Friebrichshof ausgegeben worden. Bei ber Kaiserin Friebrich hatte sich seit ber im Oktober vorigen Jahres überftanbenen akuten Erkrankung sowohl ber Kräftezustand wie bas Allgemein­befinden langsam gehoben. Ihre Majestät sind andauernd fieberfrei, die Nahrungsaufnahme ist hinreichend, nur ber Schlaf ist durch Schmerzen gestört. Die Beschwerden ver> ursachenben chronischen Leiden machten in den letzten Monaten nur geringe Fortschritte. Ihre Majestät sinb täglich mehrere Stunben außer Bett unb verbleiben bei günstiger Witterung kurze Zeit im Freien, gez. Prof. RenverS, gez. Leibarzt Dr. Spielhagen.

Die Kaiserin machte am Sonntag eine halbstünbige Spazierfahrt im Park von Schloß Friebrichshof. Der Kaiser kam um 3% Uhr unb blieb eine Stunbe.

Prinz unb Prinzessin Friebrich Karl von Hessen trafen gleichfalls auf Schloß Friebrichshof ein.

Weges fahren lassen, als ihn ein hünenhafter Rumäne mit einer wuchtigen Arnibewegung zu Boden stieß. Und solchen Kurzweil treiben die Herren, trotzdem eine Anzahl bedeut­samer Gesetzesvorlagen schon seit Jahren der Beratung und Beschlußfassung harrt! Wiederholt hat sie ber Kaiser auf das Eindringlichste zu ernster Arbeit ermahnt. Es hilft aber alles nichts.

Plumer und Knox mühen sich zum soundsovielten Male mit der Jägd auf De Wet ab. Wiederholt glaubten sie, ihn gefaßt zu haben; aber stets blieb ihnen die bittere Erfahrung nicht erspart, daß sie ihren Erfolg zu früh ausposaunt hatten. Der kühne Burenführer scheint sich südlich.vom Oranjefluß in Zickzackbewegungen nach Westen durchzuschlagen, wo noch am ehesten auf eine Auf­rüttelung der Kapholländer zu hoffen ist.

Graf Waldersee hat in Ostasien einen diplomati­schen Erfolg davon getragen. Die Art und Weise, wie die schlitzäugigen Mandarinen die Gesandten an der Nase herum­führten, wurden ihm schließlich zu bunt. Er kündigte eine größere Expedition Hns Innere Chinas an und ließ sofort die dazu nötigen Vorbereitungen treffen. Die amerikanifche und die französische Presse geriet darüber zwar in Harnisch; da aber die Engländer und die Japaner Miene 'machten, den Plan Waldersees zu unterstützen, bemächtigte sich der Herren Tsching und Li-Hung-Tschang zuletzt doch eine sehr deprimierte Stimmung. Die Folge war, daß der Kaiser­liche Hof nachgab und die von den Mächten geforderte Be­strafung der chinesischen Würdenträger anordnete. Der Schreckschuß hatte also seine Wirkung völlig erzielt.

Aus Stadt und Zand.

Gieße», 25. Februar 1901.

Gedenket der hungernden Vögel!

* Die Grüuduug ländlicher Geuoffenschastea hat im letzten Winter einen seit Jahren nicht mehr erreichten Umfang au» genommen. Allein im Januar 1901 wurden 205 landwirt­schaftliche Gcnossenschaften im Deutschen Reiche neu ge­gründet, und zwar 97 Kredit-, 26 Einkaufs-, 62 Molkerei» und 20 sonstige Genossenschaften. Im gleichen Monat wurden 17 landwirtschaftliche Genossenschaften aufgelöst. Mit diesen Veränderungen haben wir im laufenden Monat in Deutsch» land 10,121 ländliche Spar- und Darlehenskassen, 2064 Molkereien und 891 landwirtschaftliche Genossenschaften ver­schiedenster Art, zusammen 14,278 landwirtschaftliche Ge­nossenschaften.

Bad-Nauheim, 24. 'Febr. In ber GemeinberatSfitzung am 21. Februar kam u. a. auch bie Steuereinschätzungsfrage zur Sprache. Der Bürgerverein Bab-Nauheim richtet eine Beschwerbeschaft wegen ber Hanbhabung ber Steuereinschätzung durch Regierungsrat Knell an den Gemeinderat unb bittet, bei zustänbiger Behörde den Antrag auf Errichtung eines eigenen Steuerkommiffariats in Bab-Nauheim zu stellen. ES komme vor allen Dingen darauf an, baß ein Steuerkommissär bie thatsächlichen Verhältnisse am Platze burch eigene Au- chauungen unb Erfahrungen kennen lerne, bie bei unserem eigenartigen Verhältnissen besonbers notwenbig seien. Ts entspann sich über biefen Punkt eine längere Debatte, in ber einige braftische Beispiele angeführt würben, bie barlegten, daß die Handhabung ber Steuereinschätzung hierorts doch eine gar zu schroffe sei. Auch würbe von mehreren Rebnern betont, baß bie Steuerkotnmission boch eigentlich bie maß- gebenbe Körperschaft sei unb ber Steuerkommiffär nur die ausführende Persönlichkeit. Dem vorerwähnten Antrag zu­zustimmen, war ber Gemeinberat nicht geneigt, bagegen wurde Bürgermeister Wörner beauftragt, mit RegiernngSrat Knell über bie beregte Angelegenheit Rücksprache zu nehmen. Viel­leicht läßt sich baburch eine etwas milbere Handhabung er­zielen.

-tz- Stammheim, 23. Febr. In ber Nacht vom 21. auf >en 22. bs. MtS. ist ber Musiker Schwing von hier, ei» junger Mann von 28 Jahren, auf bem Wege von Stabe» nach hier erfroren.

Ulrichstein, 23. Febr. Jagbpächter Otto Mei Ski anb beim Begange ber Futterstellen in seinem Revier ein ermattetes Reh, bas am Eingehen war, Er brachte eS in einen Stall unb verabreichte ihm Schnaps unb Milch. Bis heute zeigt sich baß Reh ganz munter unb nimmt das bar­gereichte Futter an. Bei milberem Wetter will Meiski dem Reh wieder bie Freiheit geben.

Darmstadt, 24. Febr. Im hiesigen Infanterie Regiment (6. unb 7. Kompagnie) ist die Genickstarre aufgetreten unb inb bereits zwei davon Betroffene der Krankheit erlegen. (Frkf. Ztg.)

fo. Darmstadt, 24. Febr. Die Errichtung einer Irren­anstalt in Rheinhessen beschäftigte den Finanzausschuß der Ersten Kammer in seiner letzten Sitzung. Nachdem mit­geteilt war, daß auch die Regierung für die Errichtung sei, wurde diese beschlossen.

Mainz, 24. Febr. Der Ausbau des Lehre rin neu­em in ar s ist nunmehr beschlossene Thatsache. Mit Begin» des kommenden Schuljahres wird Mainz um eine höhere Lehr» und BildungSanstalt reicher sein. In der Stadt­verordneten Versammlung vom 30. Januar v. IS. wurde» )ie zur Gründung eines Seminars für Lehrerinnen des höheren Lehrfaches erforderlichen Mittel anstandslos bewilligt; am 7. Februar erfolgte die Genehmigung des Großherzogl. Ministeriums, sodaß die Existenz der Anstalt gesichert er* cheint. Der Notar Dr. Schmitt, der am 1. Januar 1900 von Gau-AlgeSheim hierher versetzt wurde, ist in der oerfloffenen Nacht plötzlich an einem Hirnschlag im Alter von 43 Jahren gestorben.

Bingen, 24. Febr. Wegen Verdachts des Mordes, begangen an einem zwei Tage alten Kinde ihrer Schwester, einer Witwe, wurde kürzlich eine hiesige Taglöhnerin ver­tastet und in Untersuchung genommen. Die Person, die vor einigen Jahren von auswärts hier zuzog, hatte im vorige« Jahre wegen desselben Verbrechens mehrere Monate Zucht­hausstrafe zu verbüßen.

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