Straßen herangezogcn. Für die Feststraßen sind die strengsten Äbsperrmaßregeln getroffen. Der ganze Fuhrwerks- und Pferdebahnverkehr ruht. Die an der Universität vorbeisührenden Straßen sind bis zum Ab- jchlutz der Immatrikulationsfeier, über drei Stunden, selbst für Fußgänger, gesperrt. Die Strenge geht so weit, daß nicht einmal die Anwohner jener Straßen hindurchgelassen werden. Tie Bewohner dürfen die Häuser nicht verlassen. Diese Maßregeln rufen in der Bürgerschaft bedenkliches Aufsehen hervor. — Ta eine Rede des K a i s e r s bei I m - matrikulierung des Kronprinzen erwartet wird und man Mißverständnisse bei der Berichterstattung verhindern zu wollen scheint, sollen die Vertreter der Presse, die zu der Feier Eintritt haben, verpflichtet sein, den Text der Rede, die sie aufnehmen, vor der Veröffentlichung dem Universitätsrektor vorzuwege n. '
Stuttgart, 23. April. Im Landtage erklärte der Minister des Innern Pischek, die württembergische Regierung werde wie 1894 eine etwaige Reichsweinsteuer ablehnen.
Ausland.
Loadou, 23. April. Bei der Beratung des Etats der Zivilverwaltung bringt Roche im Unterhause einen Antrag ein, in welchem die Errichtung einer römisch» katholischen Universität in Irland gefordert wird. Der Antrag wurde abgelehnt.
— Einer der Londoner Missionsgesellschaft in Sidney zugegangenen Meldung zufolge find außer den zwei englischen Missionaren auch zwölf farbige Mission- zöglinge von den Eingeborenen in Neu-Guinea er» mordet worden. Einer der ermordeten Missionare hatte versucht, Frieden zwischen den im Kampfe liegenden feindlichen Stämmen zu stiften.
Luxemburg, 23. April. Die Feier zur goldenen Hochzeit des Großherzogs begann gestern mit Zapfen« streich, Fackelzug »nb Konzert auf dem Paradeplatz. Heute Vormittag erfolgte ein feierliches Tedeum in der Kathedrale. Dann auf Einladung des StaatSminifterS Eyschen ein Dejeuner für die Regierung, das Diplomatenkorps und die Kammer. Eyschen toastete auf die Gesundheit deS Jubelpaares. Eine von der Kammer votierte Summe von 20,000 Mk. für die Festfeier soll auf Wunsch der Jubilare zu einer mildthätigen Stiftung verwandt werden. Die Jubi- iare haben ihrerseits eine Stiftung gleichen Betrages für alleinstehende dürftige Greise eingesetzt.
Paris, 23. April. Hier verlautet, daß eine Verlobung des Fürsten Ferdinand von Bulgarien mit der Prinzessin Clementine von Belgien bevorstehe. Prinzessin Clementine, die am 30. Juli ihr 29. Lebensjahr vollenden wird, ist die jüngste Tochter des Königs der Belgier. Falls sich das Gerücht bewahrheiten sollte, so würde der Fürst die Tochter seine« Cousins heiraten. Fürst Ferdinand ist seit 1899 WUwer.
Bari, 23. April. Nach einer Rede des Deputierten Luigi Luzzatti, der von 1871 bis 1898 der Hauptvertreter Italiens bei den HandelSvertragSverhaudluvgen mit den verschiedenen ausländischen Staaten war, nahm eine Versammlung von Weiuproduzenten eine Tagesordnung an, in der gesagt wird: Im Hinblick auf die Notwendigkeit der Erhaltung der grundlegenden Gesichtspunkte der gegenwärtigen Handelsverträge, die Italien und den kontrahierenden Staaten in gleichem Maße vorteilhaft wäre» und die Stabilität des Handels sicherten, wünschen die Mitglieder der Handelskammer von Apulien, daß die Italien verbündeten und befreundeten Regierungen den fchutzzöllnerischen Be- strebuvgen widerstehen, die den wirtschaftlichen Frieden zwischen den Völkern schädigen würden, der der größte Schutz des Politischen Friedens sei. Schließlich wird in der Tages ordnung die Hoffnung ausgesprochen, daß bei den neuen Handelsvertragsverhandlungen die der Weinindustrie durch die bestehenden Handelsverträge gesicherten Vorteile, namentlich die, die sich aus der Klausel des Vertrages mit Oesterreich Ungarn herleiten, gewahrt bleiben.
Wien, 23. April. (Abgeordnetenhaus.) Die Sitzung wird anfangs durch Anfragen an den Präsidenten und heftige Szenen zwischen den Christlichsozialen und dem deutschvolklichen Abg. Völkel ausgefüllt. Völkel greift die Christlichsozialen anläßlich der Interpellation des christlichsozialen Wohlmeyer betr. den Kriegsgerichtspräsidenten von St. Pölten an. Zwischen Völkel und Wohlmeyer kommt es zu heftigen Auftritten. Wohlmeyer ruft Völkel Lügner zu. Völkel erwidert: „Perfider, gemeiner Kerl. Sie find eine Schmach für Ihre Partei.- Die Ausführungen Wohlmeyers bleiben in dem Lärm unverständlich. Man hört nur die Rufe: Lüge, gemeiner Lügner und Pfuirufe. — Der Abg. Abt Treuinfels protestiert namens aller Katholiken gegen die Aufnahme der religionsfeindlichen antikatholischen Interpellationen in das stenographische Protokoll. Die Katholiken werden dieses wenig ehrenhafte Treiben sich nie gefallen lasten. (Vielfache stürmische Zwischenrufe und Unterbrechungen seitens der Alldeutschen, andauernder Lärm.) Der alldeutsche Abg. Stein sagt: Der zukünftige Träger der Krone wurde durch eine feudal-klerikale Clique und schwarze Hintermänner bewegt, das Protektorat des klerikal- politischen Kampfvereins zu übernehmen, und habe sich heute schon mit den bestehenden Staatsgesetzen in Widerspruch gesetzt. (Händeklatschen bei den Alldeutschen, Widerspruch. Der Redner wird zur Ordnung gerufen.) Millionen von Katholiken wollen von dem Mumpitz, der vom Papste und den Pfaffen gelehrt werde, nichts wissen. Eine kolostale Gefahr bestehe darin, daß eine Invasion der potugiesischen Jesuiten über unsere Reichs- grenzen kommt. Der Vizepräsident entzieht ihm das Wort. (Andauernder Lärm.) Der Alldeutsche Hofer verlangt, daß dir Hetzapostel Pater Abel und Kolb darüber belehrt werden, daß die Pfaffen nicht immun find. (Beifall bei den Alldeutschen, lebhafter Widerspruch.) Der Alldeutsche Stein, der wieder da« Wort erhält, führt unter Lärm aus: Ti otzdem ich kein Patriot bin und stolz darauf bin, kein
olcher zu sein (Rufe: Hört!), weil wir unser deutsches Zaterland über Alles lieben, will ich doch, daß vom deutschen Vaterlande die Gefahr der Jesuiteninvasion abgewendet werde;
olossales Unglück haben die Pfaffen über die Fam'lie der Habsburger gebracht. (Händeklatschen >er Alldeutschen.) Der Redner fragt, wie das Präsidium die unverschämte Mogelei mit den Interpellationen verantworte» könne.
— In einer christlich-sozialen Massenversammlung sprach Bürgermeister Lueger über die Angriffe, denen er von den Deutsch-Nationalen und Sozialdemokraten ausgesetzt ist, und ägte: Ich teile dieses Schicksal mit anderen, die hoch über mir stehen, wie der Erzherzog Franz Ferdmand. (Hochrufe.) Die Alldeutschen beschimpfen den Erzherzog womöglich noch gemeiner als mich. (Stürmische Entrüstung.) Wie eS aber mir nicht schadet, wird eS dem Erzherzog auch nicht schaden. Jemehr der Erzherzog von diesen Leuten beschimpft wird, esto mehr ist er uns ans Herz gewachsen. (Brausender Beifallssturm.) Ich möchte ihm sagen: Bleibe hart, Erz- -erzog Franz Ferdinand, bleibe hart und unbarmherzig und chütze uns, die wir hier in Oesterreich leben, daß es uns endlich vergönnt sei, in Oesterreich Oesterreicher sein zu dürfen und auch zu bleiben.- Dr. Lueger wurde, als er auf die Straße trat, von Alldeutsche» angegriffen. Der Wagen, mit welchem er fortfahren wollte, wurde umgeworfen.
Petersburg, 22. April. Die Warschauer „Gazeta PolSka" >at eine Enquete veranstaltet und die Fabrikanten, Kauf- eute und Landwirte in Russisch Polen aufgesordert, sich über )en künftigen russisch-deutschen Handelsvertrag zu äußern. Die Zeit veröffentlicht jetzt die eingelaufenen Antworten. Die Fabrikanten sprechen für Herabsetzung deS etzigen russischen Einfuhrzolls auf Baumwolle, Wolle, Kupfer- >raht und einige andere Materialien aus, die in ihren Fabriken verwendet werden. Die Landwirte wünschen die Einführung eines Ausfuhrzolles auf Kleie, Oeltrester, Gemüsesamen, die )ie Gutsbesitzer in Russisch-Polen nicht entbehren könnten und )ie jetzt in großer Menge nach Deutschland ausgeführt würden, daher in Polen im Preis gestiegen seien. Die Gutsbesitzer wünschen ferner, daß eS den russischen Landarbeitern möglichst erschwert werde, sich nach Preußen zu begeben, um sich dort als Feldarbeiter zu verdingen.
— Der französische Minister des Auswärtigen, Del- cass6, stattete dem Minister des Auswärtigen, Grafen Lams- dorff, einen Besuch ab, den dieser später erwiderte. Gestern abend fand in der französischen Botschaft zu Ehren Delcassä's ein Diner statt.
Der neue Werfrlder MitarbefrelimgS'Proreß.
X.
Elberfeld, 23. April.
Bei Beginn der heutigen Verhandlung machte der Vor- itzende die Mitteilung, daß der -für heute als Zeuge geladene Tr. Lindemann nicht erschienen ist.
Zeuge Handlungsgehilfe Friedrich Karl F u ch s i u s hatte das einjährigfreiwillige Zeugnis, wollte aber nicht Soldat werden. Auf Veranlassung seiner Mutter habe er sich an Baumann gewandt. Wie viel er an Baumann gezahlt habe, wisse er nicht mehr. Er habe sein Jahr abdienen müssen. <5r äf.: Was dachten Sie sich, auf welche Art Baumann Ihre Freimachung bewirken könnte? — Zeuge: Ich glaubte, er stehe mit dem untersuchenden Arzt in Verbindung. — Baumann erklärt auf Befragen des Präsidenten, daß er den Zeugen überhaupt nicht kenne. -- Zeuge Fabrikant K. I. Sieper hat sich auf Veranlassung seines Vaters an Baumann gewandt. Er sei zum Landsturm mit Waffe geschrieben worden. Was sein Vater an Baumann gezahlt habe, wisse er nicht. — Präs.: Run, Baumann, was sagen Sie dazu? — Baumann: Ich kenne die Siepersche Famtne nveryaupr' nicht. (Heiterkeit im Zuhörerraum.)
Zeuge Kaufmann Keßler: Als er sein Jahr abdienen ollte, sei er auf Veranlassung seines Vaters zu Baumann gegangen. Zur Generalmusterung habe er sich auf Anraten Baumanns in Remscheid gestellt und sei auch dort ür dienstuntauglich erklärt worden. Was sein Vater an Baumann gezahlt habe, wisse er nicht.
Kaufmann Keßler sen. (Vater des Vorzeugen) bekundet, er habe sich an den inzwischen gestorbenen hiesigen praktischen Arzt Tr. Hammel gewandt. Dieser habe ihm gesagt, er werde die Freimachung seines Sohnes bewirken, es koste aber 3000 Mark. Ta er seinen Zweck erreichen wollte, habe er sich zur Zahlung dieser Summe verpflichtet. Er habe diese in Raten bezahlt. Als er dem Tr. Hammel einmal 1500 Mark brachte, habe dieser heftig geschimpft und dabei den Namen Baumann erwähnt. Er habe zunächst geglaubt, Baumann sei ein Diener detz Dr. Hammel. Später habe er Baumann persönlich kennen gelernt. Er habe Baumann auch einmal besucht, da er einen Verwandten reimachen lassen wollte. Baumann habe damals weder eine zusagende, noch eine ablehnende Antwort gegeben. Präs.: Nun, Baumann, kennen Sie diesen Zeugen? — Baumann: Ich kenne wohl Herrn Keßler, ich habe aber niemals über Militärangelegenheiten mit ihm gesprock>en. Den jungen Herrn Keßler kenne ich gar nicht.
Handlungsgehilfe Otto Putsch (Remscheid) bekundet, er habe sich auf Veranlassung seines Vaters an Baumann gewandt. Dieser habe ihm Pillen gegeben, und ihm geraten, sich in Münster bei den Kürassieren zu melden, vor der Gestellung Pillen einzunehmen und anzugeben, daß er ein Herzleiden habe. — Präs.: Was hat Ihr Vater an Baumann gezahlt? Zeuge: 2400 Mk. Der Vater des Vorzeugen bestätigt im wesentlichen die Bekundungen seines Sohnes.
Sanitätsrat Dr. Holzschneider (Cronenberg), der danach als Zeuge erscheint, bekundet, er habe Putsch jr. seinerzeit an Gelbsucht behandelt, und diesem auf sein Ersuchen ein Attest ausgestellt, da er angab, daß er sich als Einjährigfrei,oilliger bei den Kürassieren in Münster melden wolle.
Baumann bemerkt auf Befragen des Präsidenten, er kenne die Familie Putsch nicht. (Heiterkeit im Zuhörer- raum )
Nach einer kurzen Pause bemerkt der Erste Staatsanwalt Dr. Ionen. Ich fühle mich veranlaßt, zu erklären, daß gegen Herrn Sanitätsrat Dr. Holzschneider nicht der geringste Verdacht vorliegt. Herr Sanitätsrat Tr. Holzschneider hat vollständig korrekt gehandelt, er ist lediglich
getäuscht worden. Bei dieser Gelegenheit will ich erkläre«: ein Verdacht, mit Baumann in Verbindung gestanden zu haben, besteht bloß gegen den Oberstaatsarzt Dr. Schimmel und Generalarzt a. D. Dr. Lindemann. Alle anderen Aerzte, die hier genannt worden sind, ober noch genannt werden sollten, sind in keiner Weise verdächtig, sondern lediglich.getäuscht worden. Tie Verhand- ung hat den Zweck, festzustellen, ob der Verdacht gegen
Dr. Schimmel und Dr. Lindemann b e g r ü n d e t ist, oder ob diese auch getäuscht roorben sind.
Es erscheint sodann als Zeuge Kaufmann Karl Menz (Remscheid). Auf Veranlassung seines Vaters habe er sich zwecks Freimachung an einen Mann in Elberfeld gewandt. Soweit er sich erinnere, habe dieser Baumann geheißen. Präs.: Nun, Baumann, was sagen Sie dazu? — Baumann: Ich kenne den Mann nicht, ich weiß nicht, wie der Zeuge auf meinen Namen kommt. — Präs.: Merkwürdig ! — Ba u m a n n: Mir ist das nicht merkwürdig, Herr Präsident. (Zum Zeugen):) Wie kommen Sie dazu, mich derartig zu beschuldigen? — Zeuge: Sie haben ja gehört, daß ich gesagt habe: Sie können es gewesen sein.
Es wird hierauf wieder zur Verhandlung gegen die zur Anklage stehenden Fälle geschritten. Kaufmann Karl Wilhelm Tesche jr. bemerkt auf Befragen des Präsidenten, auf Veranlassung seines Onkels habe er sich zwecks Freimachung an Baumann gewandt. , Sein Vater habe an Baumann 2500 Mk. gezahlt. — Kaufmann Tesche sen. betätigt diese Angaben seines Sohnes. — Präs.: Nun, Baumann, bestreiten Sie auch diesen Fall? — Baumann: Ich kenne auch die Tesches nicht, ich habe mit diesen Leuten niemals etwas zu thun gehabt. — Präs.: Es ist-wirklich eine große Geduld notwendig, um Ihr Leugnen gegenüber o vielen bestimmten Angaben ruhig hinzunehmen.
Kreisarzt Dr. Wolf, der den Angeklagten Tesche jr. untersucht, hat gefunden, daß dieser wegen Herzfehlers mit Recht für dienstuntauglich erklärt worden sei.
Die Verhandlung wird hierauf auf Mittwoch, vormittags 9 Uhr, vertagt.
Aus Stadt und Aanö.
Gießen, den 24. April 1901.
J. Mil dem kaiserlichen Sonderzuge von Dresden kommend rassierte der deutsche Kaiser nebst Gefolge und Diener- chaft heute früh 6 Uhr 6 Minuten die hiesige Station. Während des kurzen Aufenthaltes wurde das vorher telegraphisch bestellte Frühstück in den Zug hineingereicht.
** Falsches Gerücht. Heute morgen verbreitete sich ba» Gerücht, daß gestern nachmittag ein 3jährigeS Mädchen aufi >er Lahnstraße ertrunken sei. Glücklicherweise hat sich riese Befürchtung als unbegründet erwiesen. Ein Schutzmann and in der Steinstraße das Kind und konnte eS den aufgeregten Eltern gesund und munter wieder zufÜhreu.
Ei» neues vollständiges Verzeichnis der Ferufprechstelle» Gießens und der mit Gießen angeschloffenen Ortschaften ist soeben im Berlage der Firma Ernst Balser hier, erschienen. Infolge der durchgreifenden Umnummerierung der Anschlüffe ist dieses neue Verzeichnis für jeden Teilnehmer unentbehrlich. Auch sind die bereits angemeldeten, aber noch nicht an den Fernsprechverkehr angeschlossenen Firmen im Verzeichnis zu finden. Ferner enthält eS die Namen der mit Gieße» verbundenen Fernorte nebst Gesprächsgebühr in alphabetischer Reihenfolge.
Deutscher Flotteuverein. Wie wir schon mehrfach berichteten, findet am Sonntag nachmittag in Steins Garten eine große Festlichkeit statt, zu der alle im Großherzogtum Hessen wohnenden Mitglieder deS Flottenvereins eingeladen find. Zum erftenmale wird eine solche Feier außerhalb Darmstadts abgehalten, und unserer Stadt ist der besondere Vorzug zu teil geworden, als Versammlungsort gewählt z» werden. AuS dem reichhaltigen Programm, das ausführlich im Inseratenteil veröffentlicht ist, heben wir besonders de» Vortrag des Geh. Hofrates Profeffor Dr. W. Oncke nüber Deutschlands Eintritt in die Weltpolitik und die Darstellung dreier lebender Bilder hervor.
•* Der Vorsitzende des deutsch-natioualen Handlungsgehilfen- Verbandes, Herr Edw. Meckler teilt unS mit, daß Herr Hofmann in der Generalversammlung deS kaufmännischen Vereins die Erklärung abgegeben habe, wonach der deutsch- nationale Handlungsgehilfen Verband freiwillig auf jede Tagung im kaufmännischen Bereiushause verzichtet.
Wieseck, 23. April. Ein zum ostasiatischen Geschwader gehörender Unteroffizier, der mit dem letzten Transport abgelöster Mannschaften zurückgekehrt war, hatte einen vierzehn- tägigen Urlaub erhalten, um seinen in Wicseck wohnende» Vater zu besuchen. Als der junge Krieger in der Nacht von Freitag zum Samstag in feine Heimat zurückkehrte, gewahrte er noch Licht in der Schlafstube seines Vaters, er öffnete die Thür und stand im nächsten Augenblicke vor einem Toten. Der Vater war am Nachmittag vorher gestorben, ohne daß der Sohn, von deffen Heimkehr seine Angehörige» keine Ahnung hatten, davon benachrichtigt werden konnte. Man kann fich den Schrecken des Letzteren vorstellen.
§§ Butzbach, 23. April. Kürzlich erwarb die Stadt Butzbach von Bernhard Seulburger deffen Gartengelände hinter der Kirche mit 512 Quadratmeter zu dem Terrain her neuen Realschule für den Kaufpreis von 4096 Mk.; hiernach kostet 1 Quadratmeter 8 Mk.
Bad-Nauheim, 23. April. Gestern nachmittag weilten hier die Herren Gnauth, Präsident des Finanzministeriums, Ministerialrat Milbrand und Geh. Oberbergrat LepsiuS, um die Vorbereitungen für den Beginn der Saison zu besichtigen. Die Herren sprachen sich anerkennend für schöne Herstellung der alten Badehäuser aus und waren befriedigt von dem Fortschreiten der Arbeiten. Die Herren bewunderten die gerade im Gang befindliche äußerst schwierige Neufaffung deS oberen Teils deS Ernst LudwigsprudelS, welche ohne Unfall dem Tiefbauamt gestern gelang und ermöglicht, ben neuen Sprudel in schönerer Form demnächst springen zu (affen. Bis zur Vollendung des BadehauS VII wird Sprudel XIV im BadehauS I Sprudelbäder liefern. Allgemein be- friedigte die schöne Neuherstellung des Lese« und Spielsaals, des Vestibüls im Kurhaus, deffen Wirtschastsbetrieb begonnen hat. Vom Mittwoch an wird Badehauses VI und I ganz i»
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