Ausgabe 
24.7.1901 Zweites Blatt
 
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Telegramm deS Giehener Anzeiger-.

Washington, 22. Juli. Der amerikanische Gesandte Rockhill tn Peking telegraphiert, der Plan zur chinesischen Entschädigungszahlung wurde nunmehr endgiltig angenommen. Die Tilgung der Bonds, die zur Ausgabe gelangen, beginnt 1902 und nimmt eine völlige Abzahlung von Kapital und Zins bis 1940 in Aussicht. Man erwarte, daß China 23 Millionen jährlich aufbringe. Diese Summe soll dazu dienen, die Zinsen zu zahlen und die Tilgung des Kapitals bis zur letzten Restzahlung zu bewirken.

Zur Steuerveranlagung in Hessen.

Zu den Erklärungen, die in der Sitzung der Stadt­verordneten vorn 18. d. M. Bürgermeister Mecum über die Steuer-Veranlagung gegeben, teilen wir folgendes mit: In letzter Zeit ist hier vielfach die Meinung geäußert wor­den, man müsse in Gi e ß e u erheblich höhere Steuern entrichten, als in preußischen Städten. Das mag richtig sein für Staats- und Gemeindebeamte, die in

Deutsches Reich.

Berlin, 22. Juli. Aus Floroe, wird gemeldet: Der Kaiser nahm am 20. ds. nachmittags die Vorträge der drei Vertreter entgegen; auch gestern hörte Seine Ma­jestät Vorträge. Am Nachmittag lief der DampferAuguste Viktoria" vor Laerdalsoeren ein. Seine Majestät stattete dem Dampfer einen Besuch ab. Später erfolgte die Be­sichtigung derHohenzollern" seitens der Passagiere der Auguste Viktoria". Zur Abendtafel waren geladen die Gattin des Staathalters Grafen Kielmannsegg aus Wien, Muktar Pascha, Legationsrat von König mit Gattin und einige deutsche Offiziere. Heute früh Abfahrt nach Merok. Die Hitze ist sehr groß An Bord alles wohl.

Ueber den Vortrag des preuß Justizministers beim Kaiser in Sachen des jüngsten Elberfelder Mi­litär-Befreiungs-Prozesses wird bestätigt, daß thatsächlich die Stellung des Justizministers erschüttert ge­wesen ist. Der Kaiser ließ sich ausführlich über den Ur­sprung, den Verlauf und das Ende des Prozesses berichten, auch über die Person des Untersuchungsrichters Spieß, über den der Justizminister äußerte, daß er ihn nur aus den Arten kenne. Der Kaiser ordnete alsbald an, daß ihm noch­mals über jene Affaire Vortrag gehalten werde, und zwar erschöpfender, als das erste Mal. Die Positton weiterer höherer Justizbeamten gilt nach wie vor als erschüttert. Der General, der den Düsseldorfer Stabsarzt Schimmel in Untersuchungshaft abführen ließ, hat inzwischen den erbetenen Abschied erhalten.

Tie seitherigen Steigerungen in denEinnahmen der vereinigten preußischen und h essischen Eisen­bahn e n sind im Juni einem starken Rückgänge ge- wichen. Während im Juni v. I. sich die Einnahmen dieser Bahnen noch auf 117 809 000 Mk. beliefen, betrugen sie im abgelaufenen Monat Juni nur 111406 000 Mk. Der Hauptanteil an der Mindereinnahme entfällt auf den Personenverkehr mit 5 346 000 Mk. Die Gesamteinnahmen der Bahnen von Beginn des neuen Betriebsjahres (1. Apr.) bis Ende Juni sind im ganzen nur unwesentlich hinter den vorjährigen Einnahmen zurückgeblieben; sie betrugen 339 793 000 Mk. oder nur 112000 Mk. weniger wie voriges Jahr., Die Einnahmen der bayerischen Staats­bahnen im Jahre 1901 bis 30. Juni betragen 70199106 Mark, also 1364 916 Mark weniger als im Vorjahre.

Ein unglaubliches Beispiel von polnischem Fa­natismus wird aus Dölzig, Kreis Schrimm, berichtet: ,,Das hiesige Postgmt hatte eine polnische Adresse, die an den Dolziger Arzt Dr. Kowalski gerichtet war, der Ueber- setzungsstelle überweisen müssen, wodurch die bekannte Ver- zogerung in der Bestellung eintrat. Nun bekam der Post- vorsteher, ern von einem schweren Lungenleiden heimge­suchter Mann, vor einigen Tagen wieder einen Anfall, so

2ttätes in Anspruch genommen werden mußte. Er schickte zu Dr. Kowalski. Dieser aber antwortete:

^ostvorsteher nicht den praktischen Arzt Dr.

"SSV"1 //CqU^ °anJt. /bunt dieser auch nicht den Posv- wr^ltt bkie Aeußerung zunächst für einen schlechten Scherz. Alv er dann aber merkte, daß sie ernst gemernt war blieb ihm nichts anderes übrig, als 14

. öwn Arzt zu schicken, was ihm unter Umständen hatte verhängnisvoll werden können. Dr. Kowalski ist der einzige Arzt für Dölzig und Umgegend. Hamburg, 22. ^uh. Ueber den Empfang des Grafen Waldersee durch vcn Kaiser ist F^gen^s bMmmt worden^ Der Kaiser wird mit derHosteuzolleru" ton Emden nach Hamburg fahren, und am 10. August mittags

China.

Im englischen Unterhause erklärte in DeanMortu»g verschiedener Anfragen betreffend China Hnttrftcio f Granborne: In Shanghai befinden sich jetzt an fremdländischen Truppen: 1945 Engländer, 750 Franzosen mtt sechs schützen, 850 Deutsche mit vier oder sechs Geschützen und 300 Japaner. Es ist vereinbart worden, daß die Zahlung der Entschädigung in vierprozentigen erfolgt zahlbar seitens Chinas an jede der beteiligten Machte. Em erheb­licher Fortschritt ist kürzlich in den Verhandlungen über bte für den Zinsendienst der Bonds zu verwerteten Einnahme quellen gemacht worden, ich bin aber mchtin der Lage, gegenwärtig eine eingehendere Mitteilung hierüber zu machen. Prinz Tuan befindet sich nach den letzten Nachrichten bei seinem Verwandten, dem mongolischen Fürsten von Alaschan. Tungfuhsiang ist im westlichen Teil von Kausu. Darüber, daß Tuan an der Spitze einer bewaffneten Truppenmacht stände, ist uns nichts bekannt. Schatzkanzler Hicks Beach teilt mit, die Gesamtkosten der chinesischen Expedition, aus­schließlich der Kosten für die Marine betragen 4 350 000 Pfund Sterling.

Kürzlich wurde gemeldet, daß zahlreiche Reservisten, die sich im Vorjahre für China gemeldet hatten, aber damals nur vorgemerkt wurden, jetzt durch eine schlimme Botschaft in Gestalt eines Gestellungsbefehls für die ostasiatische Be- satzungSbrigade überrascht worden seien. Kein Mann hieß es habe Anspruch aus Zurückstellung. Im Anschluß an diese Mitteilung sprach ein Blatt vonzwangsweiser Ver- schickung von Freiwilligen nach China-. Bald darauf wurde diese Behauptung durch einen angeblichen Einzelfall aus dem Landwehrbezirk Diedenhofen bekräftigt, wonach zwei China­freiwillige, die der Einberufung keine Folge leisteten, unter sicherer Bedeckung vor die Behörde gebracht worden seren. Diese Angaben sind unwahr, besonders auch über die zwangs weise Vorführung. Jeder Einzelne konnte seine Meldnng ohne Weiteres zurücknehmen. In dem betreffenden Korps bezirk wurden die Leute, die sich seiner Zeit gemeldet hatten, telegraphisch zur ärztlichen Untersuchung beordert mit dem Zusatz Hfaög noch für China bereit-. Zwei Mann von dem vorbezeichneten Bezirkskommando sind zur Untersuchung nicht erschienen; sie find aber in keiner Weise zur Verantwortung gezogen worden.

Ausland.

Paris, 22. Juli. DerGaulois" berichtete, am 7. Juli habe eine Regimentsmusik zu Luneville in »er Kirche spielen wollen. Der Kriegsminister Andre yave dies drahtlich untersagt mit dem Zusatz:Das Heer muß entchristlicht werden." Nun stellt sich heraus, daß Andre gar nichts um die Sache wußte, der in Luneville befehligende General Farvy, ein Nationalist, me Musik ver­weigert hat. ,,

Paris, 22. Juli. Generalratswahlen. Bis 12 Uhr mittags waren im Ministerium des Innern die Er­gebnisse für 14444 Sitze bekannt; es fehlen nur noch! die Ergebnisse für 10 Sitze. Gewählt sind: 557 Republikanrn:, 477 Radikale und sozialistische Radikale, 33 Sozialisten, 54 Ralliierte, 29 dLationalisten, 209 Konservative. Es sind 80 Stichwahlen erforderlich. Bis jetzt haben die Republikaner 47 Sitze gewonnen. Im Generalrat des Departements Les Charentes haben die Republikaner zum erstenmdle die? Ma- jorität erlangt. Gelegentlich der Generalratswahlen haben ich in Roubaix gestern ernste Zwischenfälle ereignet. Mani­estanten durchzogen die Straßen, haben die Fensterscheiben mehrerer Läden zertrümmert und in einem Kaffeehaus Verwüstungen angerichtet. Mehrere Polizeibeamte wurden verwundet. Fünf Personen wurden verhaftet. In Nrmes überfielen Sozialisten eine Nationalversammlung, in der General Bertrand eine Rede hielt, und gebrauchten Knittel und Steine. Nach dem ersten Schrecken ermannten sich me Versammelten und warfen die Störenfriede auf die Gasse, wo indessen noch weiter gehauen wurde.

Ein guter Normanne, Graf de Saint-Quen de Pierre­court, der vor drei Monaten starb, hatte einen Jahrespreis von 100000 Franken ausgesetzt, der jeweilen einem stattlichen Riesenpaare in Rouen verliehen werden ollte, auf daß es z u r H e b un g d e r n i e d er g e h e n/d en Rasse beitrage. Wie man vernimmt, haben sich bereits 30 Paare oder Heiratslustige angemeldet, die sich die Fähig­keit zutrauen, die Rasse zu verschönern und zu starken. Unter den Kandidaten sollen sich auch Ausländer befinden, Engländer und eine deutsche Offizierswitwe, die sich erkundigt, ob die germanische Rasse mit der rornani- chen konkurrieren dürfe. Die Munizipalität von Rouen scheint übrigens nicht für Riesenvolk zu schwärmen und möchte lieber fünf schönen Paaren, wie man sie unter der normannischen Bevölkerung leicht findet, je 20000 Franken ür ihre Aussteuer geben. Ob die Sache sich aber so em- richten läßt, ist fraglich; jedenfalls müßten die Erben des Grafen de Pierrecourt damit einverstanden sein.

W i en , 22. Juli. Nach einem Bericht derPolit. Korr." aus Ueskueb fand am 11. Juli im Rogozno-Gebirge ein Zusammenstoß statt zwischen einer Patrouille und einer Bande, bei dem von der letzteren ein Mann getötet wurde, während zwei gefangen nach Mitrowitza gebracht wurden. Bei einem von der Gensdarmerie unternommenen Streifzug nach dem Dorfe Kolaschin, im Bezirk Mitrowitza, wurden zwei Pferdeladungen mit 30 Gewehren und Mu­nition mit Beschlag belegt. Zur Fahndung nach weiteren Waffen verlangten aber die Mohamedaner eine sttenge Durchsuchung der christlichen Behausungen, weshalb sich eine über 100 Mann zählende Schaar in Mitrowitza versam­melte. Der türkische Brigadegeneral beschwichtigte die auf­geregte Menge, sodaß diese nach Absendung einer Depesche an den Sultan ihren Plan, den Markt zu sperren, aufgab und in ihre Wohnstätten zurückkehrte.

Budapest, 22. Juli. Fürst Ferdinand von Bul­garien reiste heute von seiner Besitzung Szent-Aetal nach Deutschland ab.

Konstantinopel, 21. Juli. Infolge der Beschlag­nahme amtlicher serbischer, an die serbischen Konsulate in Macedonien gerichteter Postsendungen durch die türkischen Behörden in Zibeftsche an der serbisch-türkischen Grenze unternahm der serbische Gesandte Gruitsch bei der Pforte entsprechende Schritte. Der türkische Minister des Aeußern Tewfik Pascha erklärte, er habe bereits Befehl gegeben, die betreffenden Postsendungen unbehelligt zu lassen, da es sich um ein Mißverständnis handle. Türkische Briganten griffen in diebischer Absicht das griechische Konsulat in Brussa an, flohen aber unter Zurücklassung der gestohlenen Sachen, als die Kawassen des Konsulats Feuer gaben. Der griechische Konsul erhob beim Vali in Brussa Einspruch und verlangte Garantie für die Sicherheit seiner Person und die Bestrafung der Schuldigen. Der griechische Gesandte in Konstantinopel, Fürst Maurocordato, unternimmt ent­sprechende Schritte bei der Pforte.

1 Uhr an der St. Pauli-Landungsbrücke eintreffen. Der Norddeutsche LloyddampferGera", mit dem Grafen Wal- berfee an Bord, wird bei Brunshausen vor Anker gehen; dort wird der Kaiser den Feldmarschall begrüßen. Graf Waldersee begiebt sich dann auf dieHohenzollern" und fährt mit dcm Kaiser nach Hamburg, wo an der St. Pauli- Landungsbrücke die Landung erfolgt. Bis zum 11. August öll dieHohenzollern" an der St. Pauli-Landungsbrücke liegen bleiben. _

Straßburg, 22. Juli. Tie plötzliche Entlassung P u 11 k a m e r s bildet ein völliges Rätsel. Es sei schwer, zu erklären, daß, kaum nachdem die Blätter mit ihrer lobenden Schilderung der 30 jährigen Thättgkeit des Herrn v. Puttkamer im Reichslande und ihrem lebhaften Wunsche, daß es ihm im Interesse des Landes noch recht lange vergönnt sein möge, sein Wirken fortzuführen, zur Kennt­nis der maßgebenden Stellen gedrungen war, der Ent- 'chluß gefaßt wurde, auf die Dienste des so allseitig an­erkannten Staatsmannes zu verzichten. Es könne sich nur o verhalten, daß es irgend einer sehr mächtigen Stimme gelungen ist, maßgebenden Orts den Eindruck zu erzeugen, daß die Kundgebungen der öffentlichen Meinung zum 70. Geburtstag des Staatssekretärs falsch, bewußt oder un­bewußt unrichtig gewesen seien, und der zum Ausdruck gebrachte Wunsch, S?err v. Puttkamer möge noch lange an ber Spitze des Ministeriums verbleiben, nicht erfüttt wer­den dürfe. Es wird bestätigt, daß der Rücktritt des Staats­ekretärs von Puttkamer den Statthalter Fürsten Hohenlohe- Langenburg völlig überrascht hätte. Eine Statthalter­krisis erscheint als Folge des Sturzes v. Puttkamer's keineswegs ausgeschlossen.

Preußen bekanntlich die Begünstigung genießeiy däß sie zur Gemeindesteuer hinsichtlich ihres Gehalts nur mit dem halben Betrage desselben veranlagt werden. Diese Begünstigung wird aber auch in Preußen meist als ungerecht empfunden. Die preußische Regierung ist sck>on häufig um Aufhebung derselben angegangen worden, jedoch bisher ohne Erfolg. Bei einem Vergleich der Steuern in Gießen und in preußischen Städten ist zumeist zu berücksichtigen, daß in Preußen die Kommunalsteuer­zuschläge von nur 100 Prozent selten sind, daß die Zu­schläge meist 150 Prozent und. mehr betragen, und in einzelnen Orten den Satz von 400 Prozent übersteigen.

Stellt man zunächst die Steuern für solche Einkommen gegenüber, die lediglich aus nutzbringender Beschäftigung (Arbeitsverdienst) entspringen, so sind die Staatssteuern für Einkommen bis zu 1649 Mark in Hessen höher als in Preußen, für Einkommen von 1650 Mk. bis 3299 Mk. bald höher, bald niedriger, weil die Steuerstufen in beiden Staaten nicht mit denselben Beträgen des Einkommens pringen, durchschnittlich aber annähernd gleich, für Ein­kommen von 3300 Mk. bis 5999 Mk. in Hessen überockl niedriger sind als in Preußen, von 6000 Mk. bis 7499 Mk. in beiden Staaten genau gleich, von 7500 Mk. bis 9999 Mk. in Hessen überall geringer als in Preußen, von 10 000 Mk. bis 13 499 Mk. bald höher, bald niedriger, von 13 500 Mk. bis 13 999 Mk. in beiden Staaten gleich, und von 14 000 Mk. an in Hessen durchweg höher. Einkommen von 14 000 Mk. allein aus Arbeitsverdienst kommen äußerst selten vor. Bei den hohen Einkommen wird in der Regel solches aus Grundbesitz und Kapitalvermögen mit beteiligt sein. Die hessische Vermögenssteuer ist durchweg um. ein Geringes höher als die preußische Ergänzungssteuer. Ein Vergleich der Grundsteuern wird nur mit solchen preußischen Städten möglich sein, die Grund- und Gebäude- teuer nach dem gemeinen Wert umlegen. Dieses erst eit 1893 zulässige Verfahren hat wegen der gerechteren Ver­teilung der Lasten in letzter Zeit vielfach Eingang gefunden, und die weitere Annahme desselben wird von der preu­ßischen Regierung energisch gefördert. Der Steuerbetrug beträgt bei 100 Prozent Steuerzuschlag etwa 2 Prozent, bei 150 Prozent Steuerzuschlag etwa 3 Prozent vom ge­meinen Wert. Ein genauer Vergleich der Gewerbe- und Betriebs steuer wird kaum möglich sein, weil die Art der Veranlagung zu sehr verschieden ist, und in öietw preußischen Städten der durchschnittliche Steuerzuschlag auf )ie verschiedenartigen Gewerbebetriebe je nach deren An­orderungen an die Gemeindelasten (Armenpflege, Sttaßen- unterhaltung usw.) sehr verschieden verteilt wird.

Nachstehend lassen wir einen Vergleich der Steuern zwischen Gießen und preußischen Städten bei letzteren einmal Wit 100 Prozent Zuschlag und 2 Prozent Grundsteuer, das andere Mal mit 150 Prozent Zuschlag und 3 Prozent Grundsteuer folgen:

Einkommen, allein ans Arbeitsverdienst.

Einkommen

Art der Steuer

Gießen

Preußische Stadt mit einem Zuschlag von

100%

150%

1200 Mk.

Staatssteusr

14 50 Mk.

12. Mk.

12 Mk.

Gemeindesteuer

14.50

12. ,

18.

zusammen

29. Mk.

24. Mk.

30. Mk.

1800 Mk.

Staatssteuer

28.- Mk.

31. Mk.

81 Mk.

Gemeindesteuer

28.

31.-

4650

zusammen

56. Mk.

62 Mk.

77.50 Mk.

2400 Mk.

Staatssteuer

39. Mk.

44. Mk.

44 Mk.

Gemeindesteuer

39.-

44.- ,

66

zusammen

78. Mk.

88. Mk.

110 Mk.

3000 Mk.

Staatssteuer

57. Mk.

60. Mk.

60.-- Mk.

Gemeindesteuer

57.-

60 ,

90

zusammen

114. Mk.

120. Mk.

150 Mk.

5000 Mk.

Staatssteuer

126. Mk.

132. Mk.

132 Mk.

Gemeindesteuer

126.-

132.

198

zusammen

252. Mk.

264. Mk.

330 Mk.

8000 Mk.

Staatssteuer

230. Mk.

232 Mk.

232 Mk.

Gemeindesteuer

230.

232

348 ,

zusammen

460. Mk.

464. Mk.

580 Mk.

Einkommen aus Arbeitsverdienst, Kapitalvermögen nnd Grundbesitz.

(Die Unterlagen für die Besteuerung des Grundbesitzes in Gießen find der letzten Veranlagung entnommen.)

Grundbesitz: Wert 36 620 Mk., Ertrug 1700 Mk., Steuerkapital 262 Mk.,

Arbeitsverdienst: 4000 »

Einkommen 5700 Mk.

Steuern in Gießen:

Staatssteuer: Vermögenssteuer 19.80 Mk.

Einkommensteuer 144. 163.80 Mk.

Gemeindesteuer: Grundsteuer 78.60 Mk.

Einkommensteuer 144. 222.60 Mk.

zusammen 386.40 Mk.

Preußische Stadt mit 2%o Grundsteuer 3%o Grundsteuer und 100% Zuschlag und 150% Zuschlag

Staatssteuer: Ergänzungssteuer 19. Mk.

Einkommensteuer 146.

165. Mk.

Gemeindesteuer: Grundsteuer 78.24 Mk. 109.86 Mk.

Einkommensteuer 146 219.

219.24 Mk. 328.86 Ml.

Dazu Staatvsteuer 165. , 165 zusammen 384.24 Mk. 498.86 Mk.

Grundbesitz: Wett 45 000 Mk., Ertrag 1200 Mk., Steuerkapital 170 Mk. Kapitalvermög. 12 000 , 500 , 40 ,

Arbeitsverdienst 4000_________________________

Vermögen 57 000 Mk., Einkom. 5700 Mk.

Steuer in Gießen:

Staatssteuer: Vermögenssteuer 30.80 Mk.

Einkommensteuer 144. 174.80 Mk.

Gemeindesteuer: Grundsteuer 51. Mk.

. Kapitalrentensteuer 12.

zusammen 881.80 Mk.

Preußische Stadt mit 2%, Grundsteuer 3e/oo Grundsteuer und 100% Zuschlag und 150% Zuschlag

Staatssteuer: Ergänzungssteuer 29.40 Mk.

Einkommensteuer 146.

175.40 Mk.

Gemeindesteuer: Grundsteuer 90 Mk. 135. Mk.

Einkommensteuer 146 , 219. _

286. Mk. 354. Mk.

Dazu Staatssteuer 175.40 175.40

zusammen 411.49 Rk. 529.40 Mk.

Grundbesitz Wert 170 000 Mk. Ertrag 6400 Mk., Steuerkap. 982 Mk. Kapttalverm. w 30000 , 1200 . , 96 ,

Arbeitsverdienst 5000 ,

Vermögen 200 000 Mk., Sink. 12 600 Mk.