Schaden zuzufügen, machte er ein Rad aus dem Kohlenwagen heraus und legte efl auf das Bahugeleise.
Darmstadt, 20. März. Hier starb dieser Tage nach
die erst jetzt in Gießen ihre erste Aufführung erlebte! Dafür I iichen Reihe ihrer in Buchform und Zeitschriften veröffent- war nun, da endlich die Zeit für Hebbel gekommen ist, der Nichten Arbeiten nennen wir in erster Linie: „Dafl Eidbuch
wurde hier auf Veranlaffung des Verbandsrevisors Lehr mit neun Genossen eine Spar- und DarlehnSkasse gegründet. Im folgenden Jahre traten 36 weitere Genossen bei und dann im letzten Jahre 1900 so viele, daß heute dic Genossenschaft aus 52 Mitgliedern besteht. Ebenso hat sich der Kasse im geschäftlichen Verkehr unter guter Leitung in diesem kurzen Zeitraum so entwickelt, wie man es bei der Gründung kaum ahnte. Am Sonntag fand die Generalversammlung statt. Der Geschäftsbericht für 1900 wies einen Kaffenumsatz von 71 124 Mk. nach. Der Geschäftsreinertrag gestattet, den Genossen eine angemessene Dividende zu zahlen, Die Generalversammlung, die gut besucht war, erledigte übereinstimmend alle Punkte der Tagesordnung.
Friedberg, 20. März. Das (gestern von uns erwähnte) Attentat auf den MitteruachtS-Schnellzug hat
von Köln", „Im Moor", historische Erzählungen au- dem Mittelaller, „An deutschen Fürstenhöfen", und vor allem das kulturgeschichtlich interessante Gemälde „Der Hexenrichter von Paderborn", das in eines der düstersten Kapitel des menschlichen Aberglaubens hineinleuchtet. Mit dem bekannten Gelehrten Moleschott hat die Verstorbene s. Z. eine sehr rege
Korrespondenz geführt, die vielleicht bald veröffentlicht werden dürfte. Aus den weiblichen Schriftstellerkreisen ist ihr
Marie v. Ebner Eschenbach besonders nahe getreten.
Darmstadt, 20. März. In der Darmstädter Straßen- bahn frage soll der Abschluß eines UebeceinkommenS zwischen der Stadt und der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft binnen
Rate, gewann Kapitalisten und das große Werk wurde eröffnet. Da jedoch der Name „Ahlwardt" vielleicht geschäftlich Hinderniffe bringen könnte, so wurde Ahlwardt mit einer anständigen Abfindungssumme bedacht und schied aus dem Betriebe. Jetzt sei er ein wohlhabender Mann und brauche niemanden mehr; seine Familie sei gedeckt. Auf diesem gesicherten Boden wolle er für den Rest seines Lebens den Kampf gegen das Judentum rücksichtslos aufnehmen. Er schilderte hierauf, wie er früher von seinen sogenannten Freunden verraten worden sei. Frhr. v. Merscheidt-Hüllesscm hätte sich an ihn herangedrängt, man wiffe ja, was in dem Sternberg-Prozeß herausgekommen sei. Fchrn. v. Langen hätte er die Verurteilung in seinem letzten Prozeß zu Derbanten, weil derselbe die ihm (von Ahlwardt) zur Aufbewahrung übergebenen Akten während der Verhandlungen zurückgehalten hätte. Er stelle hiermit Frhrn. v. Langen öffentlich bloß! Im übrigen machte Ahlwardt die Mitteilung, daß er seinen Wohnsitz entweder in ArnSwalde, Waldenberg ober Friedeberg künftig aufschlagen wolle. Bon hier auS soll eine Organisation in der antisemitischen Partei stattfinden, die ihren Einfluß allmählich in- ganze deutsche Reich tragen müßte. Er würde von Ort zu Ort im Kreise wandern und rücksichtslos agitieren. Gr hätte in letzter Zeit eine Verständigung mit den anderen antisemitischen Führern erwirkt, und hoffe, mit deren Unterstützung von jetzt ab zu arbeiten."
• Budapest, 20. März. Auf der Göllnitzthaler Bah« entgleiste bei Ratfalu eine Lokomotive, und riß im Falle einen Tender und zwei Güterwagen mit. Der Kondukteur
t ist tot, von den Reisenden niemand verletzt.
i • Bndap est, 20. März. Heute nachmittag feuerte ein Individuum auf den Oberkommandanten der Gendarmerie,
ein in Nauheim bediensteter Knecht verübt, der von seinem Arbeitgeber, einem Kohlenhändler, plötzlich entlassen wurde. Nachdem er versucht hatte, den Pferden seine- Dienstherrn
Wate - rolstou Ltttvtrlvalttttr, überhaupt ersten öj nun 1901 eingesg verbot des Polizeia die Aufführung io1 Leipziger Behörde, kti", Gaul Mcht spielS im Leipzig« dener Oberv-rwalt E t ü ck ist mithin bimeitensmert an sandte.Vertreter j bi< Äompdtnj unfi tfT M/ri bestritt. * Dichtung ti aber vieder m ?
Erfolg überwältigend. Irene Triesch als Clara bot eine Leistung, wie sie unsere Bretter wohl noch nicht gesehen haben. Im Anfang sichtlich ein wenig befangen durch das ungewohnte Milieu und fast stereotypisch in Ton und Geberde, wurde sie mit jeder Szene persönlicher und freier, wurde sie nicht eine, sondern die Clara Hebbels. Die Ab-
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- Pnuatdoj vnsM Berlin, d ra dir HandelshcH boten, «uf feinen Sießener @«mai m Berlr fmhung .Der Fron, gmoanblen Rechtsq hierauf widmete er dienst und wirtschaft des hurtigen 6lflbta: ÄamjerSchiffergewc, iti ihm die philofop «abffentlichte Dr. ' 19. Jahrhundert" (t Minierte der jun -offenen Dinlerball MverMt Berlin.
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Edmund Schmasow gespielt, der im vorigen Winter als Rommel in „Die Herren Söhne" großen Beifall erntete. Herr Schmasow hat die Rolle des Registrators mit einer großen Zahl wirkungsvoller KouPletS ausgestattet.
♦* Die Verwendung von Postwertzeichen als Zahlungsmittel hat trotz aller Warnungen zugenommen. Insbesondere werden die jetzt existierenden höheren Markenwerte von 2, 3 und 5 Mark mit Vorliebe zur Erledigung kleinerer Zahlungen verwendet. Für größere Geschäfte droht die Sache zur Ca!a> mität zu werden, da sich größere Mengen von Potwertzeichen höherer Werte ansammeln, für welche die Geschäfte keine Verwendung haben. Auch die Post nimmt niemals Wertzeichen in Zahlung oder tauscht dieselben um. Wenn man berücksichtigt, daß bis zum Satze von 5 Mark die Post anweisung nur 10 Pfg. kostet, muß man sich wundern, daß es noch immer Leute giebt, die den unsicheren Weg der Zahlung mit Briefmarken wählen. c
L. Klein-Liuden, 19. März. Am Samstagabend feierte der hiesige Gesangverein „Eintracht" sein 36. Stiftungsfest bei theatralifchen Vorführungen und Konzert im ehemalig Rinn'schen Saale. Die Begrüßungsansprache schloß mit einem Hoch auf den deutschen Volksgesang, auf das deutsche Volkslied und die deutschen Männergesangvereine. Mehrere Theaterstücke, ein Solovortrag und eine Pantomime wurden in schönster Weise vorgeführt und fanden allgemeinen Beifall. Die schönen Musikvorträge der Kapelle Gröninger aus Gießen, sowie die von dem Verein vorgetragenen Lieder und Gesänge ernteten lebhafte Anerkennung, sodaß die Feier in jeder Beziehung wohlgelungen war. Bemerkt sei noch, daß der Ge« sangverein „Eintracht" der älteste hiesige Verein ist; er wurde am 12. März 1865 gegründet.
— Kleiu Linden, 20. März. Die Inspizierung unserer Feuerwehr fand am Montagnachmittag statt. Von hier au- begab sich der Feuerwehr-Inspektor am selben Tage nach Allendorf a. d. Lahn.
-o- Watzenborn-Steinberg, 20. März. Unser Gesangverin „Sängerkranz" wird am 30. Juni sein 25jähriges Bestehen feiern. Es wird ein größeres Sängerfest statt finden, zu dem die Gesangvereine der Nachbarorte eingeladen sind.
□ Ruppertenrod, 20. März. Ein hiesiger Züchter rassenreiner Hühner hatte letzthin einen Stamm auf die Geflügelausstellung nach Köln gesandt. Nach der Zurück sendung verendete der Stamm, ersichtlich an einer Krankheit, die er sich auf der Ausstellung geholt. Ein anderer hiesiger Geflügelzüchter hotte dieselbe Ausstellung mit einem Stamm Raffenhühner beschickt. Er ließ ihn aber direkt von Köln nach Mainz zur Geflügelausstellung gehen. Hier verendeter, auch diese Hühner. Dem erstgenannten Züchter ist inzwischen sein ganzer Hühnerbestand, 15 Stück, eingegangen. Die Krankheit hat sich auch auf den Hühnerhof der Nachbargemarkung übertragen. Hier find bereit- 13 Stück Hühner verendet. Bereits ist tierärztliche Untersuchung des auffallenden Vorkommnisses und Gehöftesperre der verseuchten Hofraiten an- geordnet worden. Wahrscheinlich hat man efl mit der sogen. Hühnercholera oder Hühnerpest zu thun.
-i- Inheiden, 20. März. Am 28. November 1898
rechnung mit Leonhard wirkte befreiend und im tiefsten erschütternd zugleich. Die Szene mit dem Bruder im letzten Akte ergriff in ihrer wundervollen Einfachheit der Herzen Bestes. Da zudem Herr Ramsey er als Meister Anton «Ita6?06 Individualität schuf, konnte man die fundamentalen Schönheiten des gewaltigen Werkes ungetrübt bewundern. ™ rl kJ? unendlich schwer spielt. Im Einzelnen ist über! Kurzem bevorstehen und die Einrichtung nach dem Muster vre Aufführung mancherlei zu sagen, roafl für eine morgige der Mannheimer Verhältniffe erfolgen. Nur wird die Südlängere Betrachtung aufgehoben sei. Heute wollen wir uns I deutsche Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession für den Vorort- darauf oeschranrem die große Gesamtwirkung zu konstatieren. I verkehr nachsuchen. Der Bau und Betrieb der Vorortbahn Der an künstlerischem Werte, w:e an Blumen- und Beifall soll auf gemeinsame Kosten von der Stadt erfolgen, der Lokal- spenden unvergleichbare Abend wird unsere Gedanken noch! verkehr von der Stadt betrieben werden.
lange beschäftigen und aufl unserer Erinnerung nicht weichen.! Darmstadt, 20. März. Gestern beehrten der Groß-
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lange beschäftigen und aus unserer Erinnerung nicht weichen.! Darmstadt, 20. März. Gestern beehrten der Groß- • Theaterverein. Dw letzte (9) Abonnements «Vor Herzog und die Grloßherzo gin die Abendgesellschaft bei fiellung findet diesen Freitag, den 22. ds, statt. In ihr Staatsminister Rothe mit ihrem Besuche. Heute fand im werden dtc LachbedÜrsttgen unter den Zuschauern auf ihre! Neuen Palais Hoftafel zu einigen zwanzig Gedecken statt. Kosten kommen, denn L Arrongefl und Moser- „Registrator! Der Großherzog und die Großherzogin werden sich auf Reisen" ist eine der lustigsten Posten. Die Titelrolleimorgen vormittag zur Besichtigung der nunmehr vollendeten wird von dem ersten Komiker des Kasseler Hoftheaters,, Lungenheilanstalt bei Sandbach i. O. begeben.
P. 2er zweite Pferde markt in unserer Stadt I bedeutete ein Ereignis für ganz Oberhessen. Dank der fachmännischen Leitung und eingehender Vorbereitung war! das Gesamtergebnis von gestern allgemein völlig zufrieden-! stellend. Aus allen, selbst den entferntesten Gegeudeul unseres Großherzogtums, waren Landwirte und Händler erschienen, um ihre Pferde zum Kauf auszustell.en. Aufgetrieben waren 412 Pferde und 26 Fohlen, im Ganzen also 438 Tiere, eine Zunahme von rund 33 ein Drittel Prozent gegen »das Vorjahr. Von morgens früh an herrschte in allen Straßen in der Nähe des Schlachthofes und Os- Waldgartens, wo eine Anzahl Karoussels, Schaubuden, Schaukeln und Krambuden usw. errichtet waren, reges Treiben. Die Prämiierung der ausgestellten Pferde, deren Resultate wir in letzter Nummer bereits veröffentlichten, erfolgte von 10 Uhr bis nach Mittag durch die Prämiierungskom- Mtsston. Der Handel war sehr lebhaft, einheimische sowie auswärtige Landwirte und Händler sind mit dem Verkauf sehr zufrieden. So wird uns z. B. gemeldet, daß der hiesige Pferdehändler S. Michel bis gegen Mittag schon circa 20 Pferde verkauft hatte. Zudem war das Wetter dem Markte nicht direkt unhold; wenn auch ein scharfer Märzwind den längeren Aufenthalt im Freien nicht angenehm gestaltete, so bevölkerten doch unausgesetzt bis gegen 3 Uhr einige Tausend Menschen den Ausstellungsplatz und die Umgebung. Bis auf den bereits gestern mitge- keilten kleinen Unfall des Kreistierarztes Dr. Schmidt, der sich übrigens den Umständen nach ziemlich wohl befindet, ist der Pferdemarkt tadellos verlaufen. Dies wird sicherlich ^ ein Ansporn sein, zu dem nächstjährigen Markt in noch stär-> kerem Maße die Aufmerksamkeit der Landwirte und Händler aus der weiteren Umgebung Oberbessens zu erregen, auf daß sich unser Gießen, das wegen oer günstigen Bahn-Ver- biudungen zu derartigen Veranstaltungen äußerst geeignet ist, zum Mittelpunkte des hessischen Pferdehandels immer mehr gestaltet. Bei der Verlosung fiel der erste Hauptgewinn auf Nr. 491, der zweite auf Nr. 19 446, der dritte auf Nr. 3342, der vierte auf Nr. 18 189, der fünfte auf Nr. 18 768, der sechste auf Nr. 19 433, der siebente aus Nr. 22 270, der achte auf Nr. 8178, der neunte auf Nr. 18192, der zehnte auf Nr. 18 326, der elfte auf Nr. 23 456, - _
und der zwölfte auf Nr. 16 434. Der erste und zweite langem, schwerem Leiden in ihrem 71. Lebensjahre, Minna Gewinn bleibt in Gießen. IFreiinv. Reineck, die viele Jahre hindurch dem Vorstand
P. W. Triesch-Gastspiel. Das letzte, und zugleich das der Aliceschule angehört hat. Als Schriftstellerin hat die größte litterarische Ereignis der zu Ende gehenden Spielzeit I Verstorbene f. Z. eine rege Thätigkeit entfaltet. Sie schrieb war Irene Triesch in Hebbels „Maria Magdalene", meist unter dem Pseudonym „Franz Eugen". Aufl der statt-
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in die Kreiskasse verurteilt. Wie in der Sitzung hervor-! gehoben wurde, ist cs nicht Aufgabe des K> eisausschuss^s, das Bedürfnis zum Auösch^k von Branntwein im Hinblick auf die etwa hierdurch bedingte Kvnkurrenzfähigkktt eines ei:z°lnen Wirtes zu prüfen; er htt vielmehr lediglich zu untersuchen, ob für die Allgemeinheit ein solches Bedürfnis voriiegt.
P. Frühlings-Anfang (21. März.) Endlich nach langer Zeit haben wir wieder einmal einen herrlichen Sonntag gehabt. Wie ein Frühlingsahnen ging es durch Gottes freie Natur. Wir haben nach diesem strengen, seit Jahrzehnten nicht so grimmig aufgetretenen Winter, das Recht, einen schönen, erguickenden Frühling zu beanspruchen, und wenn er es nur halb so gut meint, wie sein Vorgänger, dann dürfen wir uns unter unsere Sonntagsstiefet Toppel- sohlen legen lassen, denn dann werden wir häufig in die Lage kommen, in Wald und Feld hinaus zu wandern, um uns Erholung zu suchen nach den Anstrengungen der Woche. Bis jetzt ist allerdings wenig Aussicht dazu vorhanden. Heute vormittag tanzten draußen lustig winzige Schneeflöckchen umher, und ein äußerst scharfer Märzwind macht sich unangenehm bemerkbar. Aber es wird gewiß recht bald anders werden. Falb prophezeit nach dem gestrigen stärksten kritischen Termin des Jahres für die nächsten Tage Gewitter. Wir wollen hoffen, er behält diesmal der Abwechslung halber Recht, und die Gewitter regulieren die Temperatur. Wie hebt sich die Brust, wie jauchzt das Herz vor Freude nach erfrischenden Frühlingsgewitterstürmen, beim Spaziergang in der aufblühenden Natur! Da modelt der Lenz den ganzen Menschen innerlich und äußerlich um. Wintertoiletten verschwinden in die tiefsten Tiefen der .Kleiderschränke und in leichte, helle Frühjahrskleider hüllen sich die Erdenkinder. Der Küchenzettel, dessen viele schon, seiner Eintönigkeit wegen, überdrüssig waren, nimmt an Reichhaltigkeit und Abwechslung zu/Unmassen von den, der Gesundheit zuträglichen, frischen, saftigen Gemüsen wandern der Reihe nach auf den „Tisch des Hauses". Neues Leben pulsiert in den Adern, Frühlingsluft macht Kranke gesund, färbt die durch langes Stubenhocken im Winter bleich gewordenen Wangen purpurn. Alles regt und reckt sich beim Anblick der sich entwickelnden Natur. Mensch und Tier fühlen, der Lenz ist da, mit seinen Freuden und Genüssen. In die lauen Lüfte steigen Lerchen auf und lassen beglückend ihre Lieder zur Erde niederschallen — der Frühling kommt!
Darmstadt, 20. März. Am Samstag, 23. März, wird >er Großherzog zu gewohnter Stunde im Residenzschloß Audienzen erteilen, sowie Meldungen und Vorträge entgegennehmen. — Der Großherzog empfing am 20. März u. a. den Dekan Hainer aus Hungen, den Kaufmann Schmitz von Alzey, den Pfarrer Goebel von Wolf.
Mainz, 18. März. Demnächst werden in der Neustadt fier zirka 25 Plätze und Straßen ihren Namen er» alten, wozu die bett. Stadtverordnete^kommission jetzt die Vorschläge gemacht hat und zwar solche, nach denen ein großer Teil der Neustadt hier nur nach Musikern, Komponisten und Dichtern benannt werden würde. So ist in Bor- chlag gebracht, eine Mozart-, eine Richard Wagner-, eine Cornelius-, eine Haydn-, eine Beethoven-, eine Uhland-, eine Lessing- und eine Wertherstraße zu errichten. In dem großen Vublikum hier ist man wenig für die Straßenbenennung nach liefen illustren Namen eingenommen und wünscht vielmehr )ie Straßenbenennuvg nach Personen und Männern der Gegenwart, die sich besonders nm Mainz verdient gemacht ;aben. Vor allem wird unter den Vorschlägen eine Dumont- kraße vermißt, die um so mehr angezeigt erscheint, als schon verschiedene Straßen hier mit den Namen ehemaliger Bürgermeister von Mainz bezeichnet sind, welche nicht so Hervor- ragendes für Mainz geleistet haben, als der im Jahre 1885 verstorbene Oberbürgermeister - Dr. Dumont.
Hanau, 10. März. Vom Kreistage wurde der Antrag les Kreisausschusses, die Zahlung einer Beihilfe von 30,000 Mark zu den Grunderwerbskosten der preußischen Eisenbahnteilstvecke Vilbel bis Höchst (über Stockheim hinausgehend) zu übernehmen, abgelehnt. Die beteiligten Gemeinden defl Kreisefl haben für die GrunderwcrbS- kosten 178,000 Mk. aufzubringen, sich aber nur zur Zahlung von 148,000 Mk. verpflichtet.
Meine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten» Die bei Mainz aufgesundenen Leichen sind die eines ge- wiffen Karl Holstein von Erlenbach bei Kaiserslautern und einer Mutter. Die beiden haben gemeinschaftlich den Tod im Rhein gesucht. — Der Antrag, betr. Neueinteilung des Landtagswahlkreises Bad-Nauheim, ist von allen dortigen emeinnützigen Vereinen gestellt worden. Nun hat auch der wrtige Gemeinderat beschlossen, bei der Regierung und der Zweiten Ständekammer dahin vorstellig zu werden, daß Nau- leim allein ober mit seinem Amtsgerichtsbezirk einen eigenen Wahlkreis bilden möge.
||in erfahrungsgemäß beim Quar- talwechsel eintretende Störungen im Bezug zu vermeiden, ersuchen wir unsere verehr!. Abonnenten, schon etzt die Erneuerung ihres Abonnements >ei den betreffenden Postanstalten, Zweigtellen und Zeitungsträgern bewirken zu vollen. Neuhinzutretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung bis 31. März den Anzeiger kostenfrei zügestellt.
Nrrlag des Giehever Aoikigers.
Vermischtes.
• Ahlwardt ist wieder da! Ahlwardt ist wieder n seinem Wahlkreise aufgetaucht und hat seinen Friedeberger Wählern ziemlich phantastische Mitteilungen über seine jetzige materielle Lage und seine politischen Pläne gemacht. Dafl >ortige KceiSblatt berichtet hierüber folgendermaßen: „Ein guter Freund von Ahlwardt, der Oberamtsbibliothekar v. K. in Dortmund, hatte auf Grund feiner bergwiffenfchaftlichen Studien in Böhmen ein noch auSzubeutendeS Bergwerk entdeckt, und legte efl Ahlwardt nahe, zur Gewinnung reicher Beute das Werk in Betrieb zu setzen. Ahlwardt folgte dem


