eine Stimmenzahl von 74 für, 73 gegen Ueberwcifung an eine Kommission; das Haus ist somit beschlußunfähig. Nächste Sitzung um halb 5 Uhr. Tagesordnung: Diäten- Antrag. Schluß der Sitzung gegen 4 Uhr. — Um halb 5 Uhr wird die nächste Sitzung eröffnet.
Abg. Gröber (Zentr.) begründet den Antrag auf Gewährung von Diäten an die Mitglieder des Reichstages; der Antrag sei so alt wie der Reichstag selbst. Entscheidend für die Partei des Redners sei die Rücksicht auf die Wähler, deren Interesse eine größere Auswahl unter den zur .staii- didatur geeigneten Personen verlange. Viele vortreffliche Männer seien nicht in der Lage, zu kandidieren, weil sie nicht auf eigene Kosten längere ;3eit in Berlin verweilen können; so seien auch die Klagen über die geringe Präsenz des Hauses seit den 70er Jahren wiedergekehrt. Redner betont schließlich, daß sämtliche deutsche Bundesstaaten ihren Landtagsabgeordneten Diäten gewähren.
Abg. Bass ermann (natl.) erklärt, seine Partei stimme dem Anträge zu, behalte sich aber Einzelheiten in der Formulierung vor. Bei den heutigen Zuständen sei eine Auswahl unter den Kandidaten nur sehr enge, deshalb steige auch die Zahl von Inhabern von Toppelmandaten, was nicht wünschenswert sei. Der Redner schlägt die lieber Weisung des Antrags an eine I4gliedrige Kommission vor.
Abg. v. Tiedemann (Reichsp.) stimmt dem Antrag Bassermann zu.
Abg. Dr. P a ch n i ck e (frei). 53er.) sieht in der Ueberweisung des Antrags an eine Kommission, daß der Reichstag diesesmal energischer vorgehen wolle.
Abg. Rettich (kons.) führt aus, ein Teil feiner politischen Freunde verhalte sich dem Anträge gegenüber ablehnend, ein anderer Teil sei bereit, der Frage näher zu treten und sie in der Kommission zu beraten.
Abg. Bebel (Soz.): Der Reichstag hätte längst Diäten, trenn eS keine Sozialdemokraten im Reichstage gäbe. Wir haben gegen die Einführung von Diäten nichts einzuwenden.
Abg. Gräfe (Reformpartei) betont, die Diätenlosigkeit leiste der Sozialdemokratie Vorschub.
Abg. Dr. Müller-Sagan (freis. Volksp.) erklärt, seine Partei halte Kommissionsberatung eigentlich nicht mehr für nötig, habe aber nichts dagegen.
Abgg. Haußmann (d. Volksp.) und Röll in g er (Zentr.) sprechen sich für den Antrag ans, her einer vierzehn- gliedrigen Kommission überwiesen wird.
Morgen: Post-Etat.
Schluß dreiviertel 6 Uhr.
Politische Tagesschau.
Das offiziöse Wölfische Telegraphcnbureau verbreitele gestern einen längeren Artikel der russischen „Handels- und Industriezlg." Über die Gestaltung unserer Handelsverträge, den wir wegen Raummangels nicht veröffentlichen konnleu. Es hieß darin u. a., daß die russische Regierung sich auch bereits mit der Erneuerung der Handelsverträge mit Deutsch, land beschäftige. Dann setzt das Blatt auseinander, daß die russische Regierung sich nicht mit den Parteien ins Cinvec- nehmen zu setzen brauche. Weiter wurde gesagt:
^,Jeder unabhängige Staat hat das Recht, beliebige Bedingungen für feinen auswärtigen Handel aufzustrllen, und wenn z. B. Deutsch» land, das leit langer Zeit in Beziehungen mit Rußland steht, zugeben i'ann, daß es bei dem enormen Anwachsen der Industrie und dem aufs Aeußerste getriebenen Wettbewerb der Produkte vorteilhaft ist, dem Ar» beiter viel teueres Getreide als von seinem Gegner konsumiert wird, zu bieten, und wenn der Reichskanzler kein anderes Mittel zur Wahrung der produktiven Kräfte seines Landes kennt, als weitere Der teuerung des Getreides, so darf hieraus nicht geschlossen werden, daß der Reichskanzler, dem die gegenwärtige ökonomische Lage der Staaten zur Genüge bekannt ist, bei seiner Mitteilung die Absicht verfolge, jemand glauben zu machen, daß Rußland auf einen solchen Vertrag, bei dem seine landwirtschaftlichen Produkte noch höher verzollt werden, eingehen wird.
Die „Jndustriezeitung- meint dann, Rußland könne sein Getreide Überall absetzen; Rußland werde gegebenenfalls gleiche Maßregeln treffen. Auch wird in Aussicht gestellt, daß Rußland den bei ihm Handel treibenden rc. Deutschen ungünstigere Bedingungen stellen würde, und darauf auf merksam gemocht, daß nur wenige Russen im Auslande einer derartigen Thätigkeit sich hingeben.
Es ist nun interessant zu sehen, wie sich die agrarische „Dtsche. TageSztg." zu diesem Artikel stellt. Sie schreibt:
„Es war vorauszusehen, daß vom Auslande Versuche gemacht werden würden, auf die Gestaltung unserer Handelsverträge Einfluß zu gewinnen. Ebenso wundern wir uns nicht darüber, daß das Wölfische T-legrophenbureau sich zum Sprachrohr derartiger Beeinfluffungs-, saaen wir lieber Einschüchterungsversuche machen würde. ES dient in diesem Falle den Interessen der Börse und kann nicht als offiziös angesprochen werden.....Wir haben diese Auslassung andeutungsweise wieder-
gegeben, nicht, weil wir ihr irgend welche Bedeutung beilegen, sondern w il anzunehmen ist, daß die freibändlerische Presse sich mit Gier auf diesen allerdings recht mageren L.ff-n stürzen wird. Die völlige Verständnislosigkeit, mit der die „Hand.lS- und Jndustriezeitung" der deutschen Agrarfrage gegenüber fleht, läßt fast die Vermutung aufkommen, daß unsere Börsenkretse das Material zu jenem Aufsatz geliefert haben, der einer Stilübung im „Berliner Tageblatt" oder einem ähnlichen Blatte wie ein Ei dem andern gleicht."
Was für einen Blödsinn einzelne englische Blätter ihren Lesern über den Deutschen Kaiser erzählen, ist manchmal geradezu haarsträubend. Neueroings Hot die Zeitschrift „The Sketch" ein Geschichtchen verbreitet, dessen Absurdität auf der Hand liegt, das aber von vielen deutschen Zeitungen der Wiedergabe für würdig erachtet wird, zum Teil vielleicht aus Gründen, die nicht gerade a's schön und lobenswert zu betrachten sind. Danach soll der Kaiser „auSgerufen" haben: „Hätte dieser Krüger gewagt, nach Berlin zu kommen, so würde er dort von einer Abteilung meiner Infanterie mit geladenen Gewehren em pfangen worden fein."
Es ist keine Frage, daß der Kaiser diese Worte nicht geäußert hat und nicht geäußert haben kann. Dieser Ansicht ist selbst der Transvaalgesandte Dr. Leyds, der in Brüssel dem Mitarbeiter eines Frankfurter Blattes erklärte, man brauche über die von einem englischen Blatte dem deutschen Kaiser zugeschriebenen starken Worte in Bezug auf Krüger „fein Wort zu verlieren."
Es scheint also nunmehr sicher zu sein, daß der Nachfolger des verstorbenen Gouverneurs von Kian- t s ch o u Kapitäns zur See Jaeschke, der Kapitän z. ©J
Truppet werden wird. Er kennt Ostasien ganz genau, als Kommandant des kleinen Kreuzers Prinzeß Wilhelm war ihm in hervorragender Weise Gelegenheit geboten, die chine- ischen Verhältnisse genügend zu studieren.' Fregattenkapitän Rollmann hat nur provisorisch die Geschäfte des Gouverneurs versehen. Truppel ist 1874 Leutnant zur See, 1888 Oberleutnant zur See geworden und 1896 zum Kapitän leutnant emporgerückt. Als Oberleutnant befand er sich auf der damaligen in den außerheimischen Gewässern befindlichen Kreuzerfregatte „Prinz Adalbert", dann kam Oskar Truppel auf das Artillerie-Schulschiff „Mars". Als Kapitänleutnant war er zur zweiten Matrosen-Division kommandiert, dann wurde er Führer der ersten Kompagnie der zweiten Torpedo-Abteilung, später erhielt er beh großen Vertrauensposten als erster Offizier auf der „Hohenzollern", weiter ist er auf kurze Zeit deren Kommandant gewesen (Winter 1890). Hierauf wurde Truppel zum Reichsmarineamt versetzt (militärische Abt. unter Kapitän zur See Büchsel). Nachdem er am 19. Mai 1893 tum Korvettenkapitän befördert worden war, kam er als erster Offizier auf den Panzer
„Baden", wieder ging er dann nach Berlin zum Oberkommando der Marine (Chef des Stabes Kap. z. S. Tirpitz). 1897 wurde er Fregattenkapitän und 1899 Kapitän zur See. Unter dem Vizeadmiral v. Diederichs, also zur Zeit der Erwerbung des Kiautschou-Gebietes, kommandierte er den damaligen Kreuzer zweiter Klasse „Prinzeß Wilhelm". Wieder nach Berlin zurückgekehrt, wurde er längere Zeit mit Wahrnehmung der Geschäfte des Vorstandes der militärischen Abteilung des Reichsmarineamts beauftragt. Kapitän zur See Truppet ist, so sagt man, einer der befähigsten Marineoffiziere, frei von engherzigem Büreaukratismus. kein Schablonenmeusch, ein Mann der Tirpitzschen Schule und . durchaus geeignet für den schwierigen und verantwortungsvollen Posten eines Gouverneurs ' in Maut schon.
Aus Stadl und Fand.
Gießen, 21. Februar 1901.
Gedenket der hungernden Vögel!
** Die Zweite Kammer der Land stände hält ihre 38. Sitzung am 27. Februar, vormittags 10 Uhr, ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Ersatzwahl für den Wahlkreis Haupt- und Residenzstadt betreffend. (Berichterstatter: Abg. Backes.) Zur vorläufigen Beratung im Plenum in Gemäßheit des Artikel 33 und 35 der Geschäftsordnung: 2. Antrag der Abg. Noack und Genossen, das Gesetz die Besoldungen der Staatsbeamten vom 9. Juni 1898 betr. 3. Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf, die Stellung der Großherzoglichen Regierung im Bundesrat bezüglich der Getreidezölle betr. 4. Antrag des Abg. Ulrich, die Zollerhöhungen auf Lebensmittel betr. 5. Antrag der Abg. Leuw und Genossen, die Ergänzung des Artikel 47 des Gesetzes vom 28. September 1890, die Brandversicherungsanstalt für Gebäude betr. 6. Antrag des Abg. Schmitt und Genossen, die pensionierten Volksschullehrer betr. 7. Vorstellung der Lehrer an der Größh. Taubsttimmenanstalt zu Bensheim, Neuregelung ihrer Gehalts- und Rechtsverhältnisse betr. 8. Vorstellung des Hauptlehrers i. P. Görig in Darmstadt, Erhöhung seiner Pension betr. 9. Vorstellung der angestellten Kreisamtsgehilfen, ihre Gehalts und Anstellungsverhältnisse betr. 10. Vorstellung des Mainzer Angelklubs, den Angelsport im Rhein im Gebiet des Großherzogtums Hessen betr. 11. Antrag des Abg. Leun, die Ausführung des Gesetzes über den Urkundenstempel betr. 12. Antrag des' Abg. Leun, die Abänderungen: a) Nummer 32 des Tarifs zum Urkundenstempelgesetz vom 12. August 1899; b) § I7 der Verordnung, die Gerichtskosten vom 23. Dezember 1899 betr. 13. Vorstellung des Großh. Bezirkskassiers Rink zu» Mainz, die Regelung seiner Gehaltsverhältnisse betr. 14. Vorstellung des Bezirkskassiers Haas in Mainz, Dienst- wohnung'o! ezw. Gewährung einer Mietentschädigung betr. 15. a) Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf über die Gemeinde-Umlagen betr. b) die hierzu eingegangenen Vorstellungen: 1) der Bewohner der Grube Messel, 2) der Handelskammer Mainz, 3) der Handelskammer Bingen, 4) des Farbwerks Mühlheim (vormals A. Leonhard u. Cie.) in Mühlheim. (Berichterstatter: Llbg. Dr. Gutfleisch.)
-e- Nidda, 20. Febr. Das gestern im Gambruius gefeierte 25 jährige Jubiläum des Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Nidda, Vetzberg er (eines geborenen Gießeners), verlief in schönster Weise. Der Jubilar stehtz 34 Jahre im Dienste der Wehr und wurde vor 25 Jahren Kommandant der Wehr zu Hungen, dann zu Ortenberg, dann zu Nidda. Er wurde in Begleitung der Feuerwehr- kapelle von einem Fackelzug nach dem Gambrinus abgehott, wo ihm Namens der Wehren von Hungen und "Nidda ein künstlerisch ausgeführtes Ehrendiploui mit geschmackvoll emj Rahmen überreicht wurde. Das Diplom ist von Kunstmaler Fritz in Gießen, der Rahmen von der Möbelfabrik C. Ringshausen hier ausgeführt. Herr Vetzberger verband mit feinem Dank einen Rückblick auf die Entwickelung des Wehrwesens bis jetzt und toastete auf den Protektor) der Wehr, den Großherzog. Herr Feller von Lollar, Präsident des Wehrverbands Oberhessen, trank auf den Jubilar und hob dessen Verdienst um das Zustandekommen des Löschgesetzes hervor. Oberamtsrichter R ö m h e l d gedachte der Wehr von Nidda, Wehrmann Kessel mahnte zum einmütigen Zusammenhalten; Pfarrer Werner gedachte der Feuerwehrkapelle. Der Gattin des Jubilars wurde em
Stück gezeichnet haben. Ich kanns kaum glauben, daß ein so überflüssiger Mensch wie der Techniker Scholz je dem Poeten Fulda nahe gestanden hat.
Das Stückchen enthält ein paar famose und dankbare Rollen, die gut besetzt nicht wenig für den El folg des Ganzen ausmachen. Unser Ensemble zeigte am Mittwoch, daß es, wenn eS will, für die Darstellung derartiger Schwonkleistungen nahezu volle Begabung besitzt. Wenn die Regie für das nötige rasche Tempo im Zusammenspiel noch ein wenig mehr Sorge getragen hätte, dann wäre die gestrige Vorstellung eine der besten der ganzen Spielzeit gewoiden.
Den „Fulda" des vierblätterigen Freundeskleeblattes spielte als Gast Herr Hubert Dietzfch vom Stadttheater in Nürnberg, früher bekanntlich ein beliebtes Mitglied unseres Theaters. Herr D. ist zurzeit Einjährig-Freiwilliger in einem b ryerischen Feldartillerieregiment, und die bayerische M'litär- Berwaltung hat ihm, wie man sich erzählt, zu seinem auf drei Tage berechneten Gießener Gastspiel bereitwilligst Urlaub erteilt. Wahrlich, man hat allen Grund, diese bayerische Weitherzigkeit vor preußischer Engherzigkeit laut zu preisen. Herr D. hat diese Rolle, wie ich höre, bereits vor zwei Jahren hier in einer ThealervereinS Vorstellung dargestellt und zwar mit schönstem Erfolge. Ich muß gestehen, für einen Dr. MartcnS scheint mir Herr D. doch noch zu jung, nicht weltmännisch gereift genug. Die Sprödigkeit dieses Junggesellen von Profession ist eine Folge seiner Blasiertheit, Herr D. aber ist ganz und gar nicht blasiert. Er war mir zu sentimental und zeigte nicht den überlegenen Humor eines durch Höhen, Tiefen und Untiefen mit gefesteter Sicher heil ge djrittenen Lebemannes. Ich glaube, es mangelt ihm dazu auch an Lebenserfahrung, die em reiferes Alter gerade vornehmlich dem Künstler zu bringen pflegt. Auch vermißte ich fast allenthalben die Ungezwungenheit in Worten
und Bewegungen; da war noch zuviel auswendig Gelerntes, zu wenig Intuitives, dem Augenblick unmittelbar herzlich Entquollenes. Wenn z. B. ein Schriftsteller zu stenographischer Niederschrift diktiert, dann fließen ihm nicht wie aus einem Buche die Worte heraus, sondern sie gestalten sich erst, eelisch vom Moment belebt, bald langsam, bald in lebhaftester Ueberhast, zu einem Buche. Ein solches Diktat hat nichts Mechanisches an sich, sondern ist Geist von des Diktierenden Geist, eS wirkt nur, wenn es als solches sich äußert, auf )en Niederschreibenden. Auch der Verkehr mit den Freunden hatte nicht die ungebundene Natürlichkeit. In anberm Szenen wieder zeigte er, namentlich den Damen gegenüber, ritterliche Gewandtheit und vornehme Diskretion, auch wohl hier und da einen hübschen, leichten Anflug von Ironie. — Sein Derblay mag den Wünschen der Allgemeinheit voll kommen entsprechen. Auf seinen „Fuhrmann Henschel" bin ich gespannt.
Unsere Damen und Herren waren im ganzen sehr vergnügt und machten ihre Sache recht nett. Der Musiker- Winckler kann freilich mehr Tiefe des Empfindens und Liebenswürdigkeit des Herzens zeigen, als Herr di Balthyni da von sehen ließ, er war aber so munter, von so burschikoser Fidelität, wie ich ihn noch nicht gesehen habe, und erregte mehrfach herzliche Heiterkeit. Auch Herr Marlitz zeigte die ihm vom Autor vorgeschriebene zappelige Burschikosität und drollige Verliebtheit; nur muß sich der jugendliche Darsteller, der übrigens gute Fortschritte macht, das zeitweise zu leise Sprechen abgewöhnen. Herr Helm spielte den phlegmatischen Maler Hagedorn mit befanntec Drastik und bekanntem behäbigem Humor ohne Ucbertreibungen. Der Maske nach schien er freilich eher der Vater alß der Mann der feschen Toni. Ueberhaupt herrschte ein ausfallender Kontrast im Freundschastsquartett: den
Herren Helm und Dietzsch gegenüber erschienen die Herren Balthyni und Marlitz gar zu jagendlich, ober umgekehrt bie ersteren, namentlich Herr Helm, gar zu ältlich.
Von den Damen war namentlich Frl. Eichenwald als die Toni mit dem kamillentheegewaschenen Haar ganz prächtig, ein so liebes als beredtes Wiener Schnäuzchen von kraftvollstem Temperament. Das „Weanerisch" floß ihr so flott und frisch und echt von den Lippen, daß man feine herzl!che Freude hatte. Frl. Schoelerrnann pflegt den rechten, warmen HerzenSton stets zu treffen. Vielleicht hätte ihr „Herr" Dora Lenz im ersten Akt noch ein wenig reservierter sein können und herber dabei. Frl. Wohlbrück war en niedliches, eifersüchtiges, thörichteS kleines Frauchen, ein Lank» pommeränzchen comme eile faut. Frl. 0 e la Ch apelle hatte keine ihr entsprechende Aufgabe erhalten; an ihre Stelle hätte m. E. Frl. Korn besser gepaßt.
DaS Haus war richt gut besucht und nahm Fulda m't großer Herzlichkeit auf.
Humoristisches.
— Merkwürdig. Serenissimus ließ sich von einer medizinischen Größe das «erfahren mit den Römgenstrahlen erklären. Als der Professor glauben konnte, daß der erhabene Fürst die Sache einigermaßen be. griffen habe, schloß er seinen Vortrag. Serenissimus wandte sich köpf» schüttelnd an seinen Adjutanten. .Merkwürdig", sagte er, „waS hinter unserem Rücken alles erfunden wird".
— Rach der Ballsaison Mutter: »Unsere Tochter hat sich die Schwindsucht an den Hals getanzt — aber, Gott sei Dank, sie ist verlobt!" Simpl.
— „Das hat kein Goethe geschrieben." In einem hessischen Blatt stand unlängst: „Für bie, nach der, durch das, von dem Kwster Loccum erbaute Hospiz m weiteren Kreisen bekannt gewordene Insel Langeoog kommenden Badereisenden hat sich für die kommende Saison eine weientliche Verbesserung hinsichtlich der Seereise vollzogen."
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