Dachstuhl, so daß nachträglich
allmählich auf den ganzen
Denkmal seiner hier und a".ch in der Umgegend geschätzten
Kunstfertigkeit gesetzt Hot.
Gerichtssaal.
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davon 48 Jahre allein in Bingen.
Universitäts Nachrichten.
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wurde alsbald vom Großherzog empfangen.
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.«oben die m°ßq-b°nd-n kirchlichen vom Straßcnhydranten eine Schlauchlmie hergestellt werden
-.;p sWrttrr für hie ziemlich mußte. Tie Lofcharbeit wurde durch d-e doppelte j>ad)» bte battet für Oie öicnnicr) Bnrastrane.
mentenanstalt des Elisabethenstifts zu Darmstadt, aus der sie bezogen sind, alle Ehre. — Vor nicht langer Zeit wurde die Filialkirche zu Garbenteich gründlich renoviert, jetzt ist auch die Mutterkirche damit nachgefolgt. Es ist zu wünschen, daß beiden Kirchen der schönste sonntägliche Schmuck nimmer fehlen möge: eine zahlreiche, gläubig feiernde und anbetende Gemeinde 1
sandt.
8. Darmstadt, 19. Nov. Ueber das Feuer in der Turnhalle schreibt uns unser 8-Berichterstatter folgende Einzelheiten: Die bei dem heutigen Brande der Turnhalle verunglückten Dienstboten sind die 28 Jahre alte Minna Lang aus Linkenhein bei Karlsruhe, die ca. 35 Jahre alte Katharina Reith aus Uffhausen Reg.-Bez. Cassel und die ca. 21 Jahre alte Katharina Haller von Richen i. O. Anscheinend ist das Feuer durch einen nicht genügend gesicherten Kamin des
bis 20 Minuten " nach Ausbruch des Feuers die Alarmzeichen gegeben wurden. Die Feuerwehr soll sich viele Mühe gegeben haben; doch wird das Fehlen einer ausreichenden Ringleitung vermißt, sodaß die großen Leitern erst spät und die für ein stets bereitgehaltencs Pferdegespann eingerichtete große Leiter durch Zivilpersonen und Feuerwehr gemeinsam an
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Mittelbaues zwischen der alten Halle und dem Neubau ent- 'Fertm ryang gewesen, vor u ^ayren nacy, ^anr^rc stand- Dieser M°nzt di-ekt °n den SchnLb°d-n der Bühne,
das Gebäude nach Westen liegt, verbreitete sich das un I ^erföri)ert. In der laufenden Spielzeit ist Barthel nur östlichen Teil der Halle ausgebrochene Feuer bei dem starken wenige Male aufgetreten. Der frühe Tod des hochbegabten Westwinde über das mit Schiefer und Asphalt gedeckte Dach Darstellers wird in den kunstfreundlichen Kreisen Frank- mit rasender Schnelligkeit. Die in dem östlichen Teil des furts schmerzliche Teilnahme wecken. — Die anmutige H e d - Neubaues gelegenen Wohnräume des Personals und des Re-1 wäg S cha cko , seit vielen Jahren eine Zierde der Fr ank- staurateurs waren alsbald mit dichtem Rauch gefüllt undlfurter Opernbühne, hat dieser Tage einen Kontrakt auf verwehrten den Ausweg über die feuersichere Treppe. Ein Lebenszeit geschlossen; die aufs vorteilhafteste bekannt ge- Kellner unb em H°usburjch° hatten sich auf ba| Dach ge- ^dene S.n^n
f&fW' ?on 5°° t71)16 Dienstmädchen Babette empfing, mit dem Rittmeister a. T>. Roßbach aus Hanau.
Kast nach nahezu halbstündigem Warten an der Dachrinne Hedwig Schacko wird auch ferner dem Stadttheater zu Frankhalberstarrt durch die Feuerwehr gerettet wurden. Der Kellner a to0 sie seit 1890 zu den Lieblingen des Publikums Richard Petzert, der aus dem Giebelfenster ca. 20 Meter tief angehören.
auf das Sprungtuch sprang, hatte sich doppelt überschlagen; *• Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten,
er hat zwar große Schmerzen, befindet sich aber auf dem Schule in Hochweisel mußte geschlossen werden,
Weg der Besserung. 2 weitere Kellner wurden aus demselben da unter den Kindern die Masern sehr stark herrschen. — Fenster durch die Feuerwehr gerettet; die Haller, welche sich In Mainz starb der Vater des vor zwei.Jahren verstor- durch ein Waschseil retten wollte, ist über 24 Meter tief ge- denen Lustspieldichters Carl Laufs, der frühere städtische fallen, da sich daselbst noch ein Schacht befindet. Sehr viel Hafenverwalter Jpseph Laufs im hohen Alter von 79 wird darüber gesprochen, daß nach den beiden erstickten Mäd- Juhren. Ter Verstorbene war mehrere ^ahre Präsident des rauf aufmerksam gemacht wurde, daß sie noch oben leien. ^lter hessischer Schulveteran und wohl mit einer der Leute, welche ihre Rettung vechichten, wurden gewaltsam zu- Dienstältesten Lehrer des Großherzvgtums trat am 15. d. M. rückgehalten. Angeblich fanden sie sich beim Nachsuchen nicht in den wohlverdienten Ruhestand, der Lehrer Georg Sieben mehr m ihren Betten, man hätte aber alle Räume durch- Bingen. 57 Jahre hat er als Jugendbildner gewirkt, suchen müssen. Auch über das Fehlen von Rauchkappen davon 48 Jahre allein in Bingen.
wird gesprochen. Am meisten siel es auf, daß erst 1RI ---- - -------
Verwerfung der eingelegten Berufung. .
Mainz, 19. Nov. Ter Korkstopsfabrikant H. Wolff hier hatte ein anonymes Inserat erlassen tind darin für eine neu zu gründende Korkstopfenfabrir einen Werkmeister und Arbeiter gesucht. Einer, seiner Arbeiter meldete sich, für dem Werkmeisterposlen. Auf
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
Darmstadt, 18. Nov. Ter Hessische Goethebund eröffnete seine Winterkampagne mit einem Vortrag seines ersten Vor- itzenden, Prof. Dr. H a r n a ck: „Ueber Goethes Fällst". Der Bund hat trotz der für ihn hier schmierigen Verhältnisse, wie auf der kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung fesrgestellt wurde, im ab- gelailfenen Vereinsjahr gute Fortschritte gemacht, eine stattliche Reihe stark besuchter Vorträge, sowie eine Böcklin - und eine Raabe- Feier veranstallet. Auch die Wiederaufnahme der Schüler- und Volksvorstellungen auf der Hofbühne, die für dieses Jahr mit einer künstlerisch ersreulichen Ausführung der „Jungfrau von Orleans" ihren Anfang nahmen, ist in erster Linie auf seine Anregung zurück- zllsühren.
geben, als er von einem Schlaganfall betroffen wurde. Er wurde ui die nahe liegende Wohnung eines Lehrers gebracht, wo er nach kurzer Zeit verschied.
Halle, 19. Nov. Die von der Studentenschaft einberufene, von etwa 1500 Personen besuchte Protest? ers amm - l u n g g e g c n C h a m b e r l a i n nahm na ch einer Ansprache des Geh.-Rats Prof. Dr. Lindner folgende von Prof. Lindner vorgeschlagene Resolution imter allseitigem lebhaften Beifall einstimmig an: „Da die von Herrn Chamberlain den Kämpfern für Deutsch- laitds Macht und Einheit vorgeworfene Grausainkeit und Barbarei lediglich in seiner persönlichen Einbildung bestehen, hält die Halle'sche Studentenschaft sein Gerede ihrer weiteren Beachtung nicht für wert." (Ganz unsere Ansicht! Red. des „Gieß. Anz.")
Lo-ubach, 18. Nov. Vor einer zahlreichen Versamm-> lang im „Schützenhof" hielt Pfarrer Volp gestern abend einen Vortrag über die ,^L o s von Rom"-Bewegung. Nachdem Redner zuerst Ursache und Ausbreitung dieser Bewegung in Oesterreich im allgemeinen besprochen, ging er im besonderen auf diejenige in der Provinz Steiermark -ein, wo sie seit Eintreten durch den Dichter Rosegger an Bedeutung und Umfang erheblich gewonnen habe. Trotz aller Anfeindungen durch Staat und Behörden sind in Steiermark innerhalb der letzten zwei Jahre 2000 Katholiken evangelisch geworden, die Zahl der vorzugsweise evangelischen Orte hat fid^ von 18 auf 52, die Zahl der evangelischen Seelsorger von 8 auf 19 vermehrt. Die Landesversammlung des evangelischen Bundes, in Mainz unlängst tagend, hat einen Aufruf zur Unterstützung der evangelischen Bewegung in Oesterreich erlassen, der am Schlüsse des Vortrags, eine Tellerkollekte ergab im Betrag von 9,41 Mk., zur Verteilung kam- Infolge dieses Aufrufs wurden heute morgen dem Vortragenden noch 5 Mk. über-
— Die Zustimmungs-Erklärung der Münchener Professoren zu dem Briefe Theodor Mommsens über die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung hat folgenden Wortlaut: „Hochverehrter Herr Professor! Am Abend eines glorreichen, dem Dienste der Wissenschaft gewidmeten Lebens sind Sie mit der Schärfe, Klarheit und dem Freimut, denen Sie und die Welt die Erfolge Ihres Wirkens verdanken, dafür eingetreten, daß das Vermächtnis großer
Verschalung sehr erschwert, sodaß der Löschzug Burgstraße, der • die Arbeiten ausführte, bis halb drei Uhr mit der Bekämpfung des Feuers zu thun hatte. — Im Saal der
und bürgerlichen Gemeindeorgane umfangreichen Restaurierungsarbeiten bereitwilligst und in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt, so ist die Liebe ________ _v... _____ _
zum Gotteshaus innerhalb der Gemeinde auch in der Weise Effektensozietät in der Neuen Börse ward gestern eine be- zum Ausdruck gekommen, daß auf ergangene Anregung hin, heutsame Kundgebung gegen den Zollta r ifexntwur f zahlreich freiwillige Gaben gespendet wurden für neuen, wür- veranstaltet. Sie ging von Frauen Frankfurts aus, und diaen Altar- und Kanzelschmuck. Die Gaben flössen so reich- die Versammlung war in ihrer überwiegenden Mehrheit lich, daß gleich zwei Altar- und Kanzelbekleidungen, eine von Frauen und Mädchen besucht. Rach den Ausführungen
Stirnseite em wahres Meisterstück ferner, kirchlich stylvollen o Die heute in großer Zahl versammelten Frauen Frank- Kunststickerei aufweist. Beide Lieferungen machen der Para-1 |urtg protestieren energisch gegen die im Zolltarifentwurf geplante Erhöhung der Zölle auf fast alle Lebensmittel, deren Verwirklichung zu einer weitgehenden Verteuerung der Haushaltskosten zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebenshaltung der Familien, wie zu einer schmerzlichen Erschwerung der Kindererziehung führen muß. Mütter und Hausfrauen werden von um so schwererer Sorge erfüllt, als mit den erwähnten bedauerlichen Erscheinungen der allgemeine wirtschaftliche Niedergang und die Verminderung des Einkommens vieler Familienväter unausbleiblich Hand in Hand gehen wird.
Die Resolution wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. — In München wurde in betrunkenem Zustande auf dem Bahnhofsplatz der aus Frankfurt flüchtige Heinrich Oehl festgenommen. Er war hier bei einer Firma in der Gutleutstraße beschäftigt, der er über 3000 Mk. unterschlagen hat. Mit diesem Betrag ist Oehl in Gemeinschaft mit einer Frauensperson flüchtig gegangen, und zwar zunächst nach Leipzig, von wo das Paar sich nach München wandte. Die Begleiterin ist von da allein nach Frankfurt zurückgekehrt. Sie und Oehl sind schon verhaftet, einem Komplizen ist man auf der Spur. Ein großer Teil der veruntreuten Summe konnte der geschädigten Firma bereits zurückerstattet werden.
Frankfurt, 19. Nov. Heute nachmittag dreiviertel 5 Uhr ist Alexander Barthel, der Heldendarsteller des Frankfurter Sch auspielhauses, einem langwierigen Leberleiden er le gen. Man wußte schon seit einiger Zeit, daß der Künstler in Lebensgefahr schwebe, hoffte aber immer noch, seine kräftige Konstitution werde den Sieg davontragen. Nun ist das Traurige dennoch geschehen. Ein bedeutender Künstler von stolzer ritterlicher Erscheinung, ein liebenswürdiger Mensch sinkt mit Alexander Barthel ins Grab. Barthel hat ein Älter von nur 41 Jahren erreicht. Er war ein geborener Braunschweiger und kam, nachdem er an den Theatern in Braunschweig, bei den Meiningern und am Deutschen Theater in Berlin thätig gewesen, vor 9 Jahren nach Frankfurt. Der
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gefahren wurde. Noch 5 Minuten länger hätten sich die! heil und dem Freimut, denen Sie und die Welt die Erfolge Ihres Leute aus dem Dache und an dem Fensterkreuz, vor ihnen Wirkens verdanken, dafür eingetreten, daß das Vermächtnis großer < . . . ne cm 4. .xc. er' r ,. L , ! Vorfahren, das Prinzip, Mit deül die Wissenschaft steht und fallt,
die zirka 25 Meter gähnende ~iefe, hinter ihnen immer naher I un^ welches die deutschen Universitäten zu den ersten der Welt ge- rückendes Feuer und Rauch, nicht halten können. Die Lang macf)t hat, die Voraussetzungslosigkeit der Forschung, ungeschmälert sollte gestern austreten, blieb aber noch über Nacht; die! denen, die aus uns folgen, erhalten bleibe. Im Bewußtsein der Haller'ist gestern erst in den Dienst des Restaurateurs ein- Verantwortlichkeit, die wir tragen, dieses uns überkommene Erbe getreten. - D-t Turngemeinbe hat einen bedeutenden Schaden.
da das Mobiliar erst heute versichert werden sollte. Der Hertlina an Prof. Brentano als AnNvort auf dieUeber- Restaurateur ist versichert. Der Einnahme-Ausfall für das l feudung der Mommsen'schen Erklärung. Hertling betont, er nehme lausende Jahr, bis die Halle wieder aufgebaut sein wird, ist m Mommsens Erklärung insbesondere aii dem Passus voii der ein riemlick arofcer Der Neubau kostete ürfa 200 000 Mk «voraus,etzungslofen Forschung An,top, und begründet dies naher, em ziemucy grotzer. ^er jccudou io,ieie 3111a -uu uuu jju. I ^cvncv bCIont ^eillmg: Tie Umverptatssatzungen mehrerer Um- Es stehen säst nur noch die Umfassungsmauern, sodatz die versitäten bestimmen seit bald 100 Jahren für die einzelnen Pro- Landesbrandkaffe einen zienilich hohen Betrag zu tragen hat. I fessuren der Philosophie und Geschichte: der betreffende Professor Mit der Wiederaufrichtuna soll alsbald begonnen werden. — muß Katholik sein. Es sei kein Grund, die Beslnnmungen jetzt zu Oberstallmeister unb Kammerherr a. R.ebesel zu E.senbach
ist heute früh vom Coburger Hof zuruckgekehrt. ~ A
Sr I Grenzen zu setzen, wo das Ergebnis einem konfessionellen Tognia Der! unbequem werden könnte. Wo es sich um die Feststellung von Oberstallmeister soll heute sämtliches Marstallpersonal zu- Thatsachen-handle, sei auch für ihn^ausschließlichdas Gesetz der Sin ! Wifsenschaft matzgebend. Bei Phstosophen und Historikern handle
fammengerufen haben, um ihm die Dankbarkeit I. K. . der I dagegen nicht nur um die Feststellung von Thatjachen, son- Frau Großherzogin zu versichern. — S. K. H. der dern um die ganze Weltanschauung und Stellung zu denreligiösen Großherzog kehrte heute abend mittelst Sonderzuges von!Fragen. Dan daher auch an Universitäten den katholischen Ander v. Heyl'schen Jagd aus Herrnsheim zurück. schauungen Raum verstattet werde, sei ein gerechtes Verlängern
am r i n Tn w I Lemberg, 19. 91ov. Mehrere hundert rutheni s ch e ^>tu-
t d), 19. ^oö. Ueber ein W ah lku r r 0 s um kenlcn drangen mittags in einen Hörsaal der Unioer, ität, um berüh^ bie „Tagespost": Die Stadtverordnetenwahl zur Versammlung über die Frage der Errichtung einerruthenischcn 1. Klasse hat vertagt werden müssen, weck von den bter uniÜCtfität abzuhalten. Sie hinderten die Professoren gewaltsam Wählern dieser Klasse einer verzogen ist, während die an- am Betreten des Saales. Der Rektor erklärte die Ver,ammlung dern drei verreist sind. I für aufgelöst. Als die Universitätsdiener den Saal ^räumen wollten,
Frankfurt a. M., 19. Nov. Gestern nacht wurden schlug cn öie Studenten auf s i e mit Stöcken ein, die beiden Löschzüge Münzgasse und Burgstraße durch verließen dann aber deu Saal und durchzogen daraus, ruhemsche Großfeuer Meldung nach der Pestalozzischule in der Lieder stngend, die Stadt, nm fid) schließlich m Ruhe zu zerstreuen Löwengasse gerufen Bei Ankunft stand ein Dell hea. Dach- Ter Rektor wird die Demonstranten zur VerantwoAung ziehen. WÄ bas Mr _ -u Fr-.burg u B
nod> seinen grnßerm Umfang angenommen hatte, jo vor. " P^s. Tr. Paul Geppert, langjähriger Oberlehrer am
mit einigen Eimern Wasser sowie mittelst I Grauen Kloster in Berlin, ein Bruder des Gießener Unioersitäts- neiner Liandspvitze den Brand zu löschen, was jedod) 11 icht! Professors Dr. Julius Geppert, ist gestorben. Prof. Dr. Paul gelang. -Ms Aeu^-vAch^rAtele- sichs-infoilPe des, starkenWindes! Geppert betrat den Schulhof, um ^sich in sein Klassenzimmer zu be
ll, Gießen, 19. Nov. (Strafkammer). Ter Kausi mann Emil Koppe von Wolfenbüttel, im Jahre 1879 geboren,_ift beschuldigt, im Oktober zu Frankfurt a. M. in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu versd)asfen, das Vermögen der Gebrüder Knauer von da um den Betrag von 2 Mk. durch Vorspiegelung falscher Thatsachen geschädigt; außerdem am 12. und 14. Oktober zu Friedberg und Frankfurt a. At. durch zwei felbst- tändige Hanolungen Privaturkunden, die zum Beweis von Rechten von Erheblichkeit sind, 2 Wed)sel auf zusammen 312 Mk. 70 Pfg. lautend und eine Anweisuiig fälsck)lich angefertigt, den Santier Heß in Friedberg um diese Betrage zu schädigen versucht und am 14. Oktober 1901 zu Friedberg sich einem zuständigen Beamten gegenüber eines falschen Namens bedient zu haben. Der Angeklagte ist völlig geständig. Da er in auskömmlid;en Verhältnissen lebte, ist seine Handlungsweise um so weniger zu entschuldigen. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den Angeklagten — unter Anschluß mildernder Umstände in Anbetracht der Raffiniertheit der That und der Gemeingefährlichkeit des Verbrechens — auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahre sechs Monaten und einer Woche, owie eine Haftstrafe von vierzehn Tagen zu erkennen unter Belastung mit den Kosten des Verfahrens. Tas Urteil lautet aus
eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr einer Wock)e und eine ^aftstrafe von vierzehn Tagen. Die Kosten der Instanz trägt der Angeklagte. — Die Wäscherin Marie Häusler von Wortmanns- roth war durch Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 22. Oktober des Diebstahls schuldig befunden und in eine Gefängnisstrafe von
3 Tagen verurteill wrrden. Der Eröffnungsbeschlutz legt ihr zur
Last, zu Gießen im September 1901 der Karl Hochstein Ehefrau
von da ein Betttuch rechtswidrig entwendet zu haben. Gegen das verurteilende Erkenntnis verfolgt sie das Rechtsmittel der Scrufung. Die Angeklagte behauptet, das fragl. Tuch von ihrer Mutter er> jalten zu haben, die Bestohlene aber behauptet mit voller Ern- chiedenheit ihr Eigentum. Zum Zweck weiterer Zeugenladung wird darauf die Verhandlung auf den 10. Dezember vormittags 9 Uhr vertagt. — Der früher bei Rechtsanwalt Dr. Spohr hiev beschäftigt gewesene Sck;reibgehülfe Andreas Wagner in Gießen, im Jahre 1886 geboren, ist beschuldigt, im Besitze der zur Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlung erforderlichen Einsicht im Oktober in Gießen 1) fremde bewegliche Sachen, die er in Gewahrsam hatte und die ihm anvertraut waren, Geldbeträge in Höhe von über 14 Mk., die ihm Dr. Spohr zur Einzahlung übergeben, hatte, sowie Briefmarken zur Frankatur von Briefen fid) rechtswidrig angeeignet, 2) eine Privaturkunde, die zum Beweise von Rechten diente, gefälscht zu haben, indem er in einem Postbucke des genannten Rechtsanwalls falsche Einträge bewirkte, 3) fremde Briefe, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt waren, eröffnet zu haben. Der Angeklagte ist geständig, will aber nicht im Besitze der Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlungen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft nimmt bezüglich der dem Angeklagten zur Last gelegten Unterschlagungen ein fortgesetztes Delikt an, das gefälschte Postbuch qualifiziert sie als öffentliche Urkunde. Ihr Antrag lautet auf eine Gesamtgesängnisstrafe von 7 Monaten und 14 Tagen. Der Verteidiger plaibiert auf wellgehende Zubilligung mildernder Umstände. Die Strafkammer erkennt auf eine Gesamtgefängnisstrafe von insgesamt 5 Monaten 1 Woche und die Kosten des Verfahrens. Der sträfliche Leichtsinn, mit dem der Angeklagte handelte, fällt ins Gewicht. In Anbetracht ssiner Jugend wurden ihm mildernde Umstände bewilligt. Die sofortige Verhaftung des Angeklagten wird angeordnet. — Der sieben Mal wegen Betrugs, zwei Mal wegen Diebstahls vorbestrafte Sattleraeselle Georg Anwn Röhrig von Klein-Linden, der einen großen Teil feines Lebens schon im Zuchthaus zubrachte, saß vor den Schranken unter der Anklage, im Sommer zu Gießen das Vermögen des Fabrikanten Friedrich Krogmann von hier um den Betrag von 70 Mk. — den Preis für ein Fahrrad — durch Vorspiegelung falscher Thatsachen beschädigt, einen dem Sattler Friedrich Groß von hier gehörigen Koffer im Wert von 14 Mk. sich rechtswidrig angeeignet, schließlich fremde bewegliche Sachen, die er im Gewahrsam hatte, nämlich einen ihm von dem Sattlergesellen Ernst La n g e von hier zum Ankauf von Koppelschlössern übergebenen Geldbetrag von 2 Mk. für sich verwendet zu haben. Der Angeklagte sucht in gewandter Rede die ihm zur Last gelegten Strafthcllen zu entschuldigen und sie ihres strafrechtlichen Charakters zu entkleiden. Die Beweis- au'nahme läßt jedoch den Thatbestand in anderem Licht erfcheinen. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den Angeklagten wegen Betrugs unb Diebstahls im Rückfall aus eine Gesamtzuchthausstrafe von 3 Jahren sowie eine Geldstrafe von 300 All. zu erkennen, ba- gegen Freisprechung wegen ber ihm zur Last gelegten Unterschlagung. Die Kammer erkennt auf eine Gesamtzuchthausstrafe von 1 Jahr
6 Monaten unb 150 Mk. Geldstrafe unb Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf bic Tauer von 5 Jahren wegen des ihm zur Last gelegten Diebstahls und Betrugs; auf Freisprechuag wegen der Unterschlagung, die die Anklagesck)rift als vorhanden anniinnll. Die Kosten des Veiffahrens fallen dem Angeklagten zur Last. — Die früher in Gießen bedienstet gewesene, im Jahre 1882 geborene Dienstmagb Lina Streck von Kaltenwestheim ist angeklagt, daß sie durck) drei selbständige Handlungen Mitte August, anfangs September unb am 20. Oktober zu 9libba bem Kreistierarzt Ohl von da Geldbeträge in Höhe von insgesamt 19^Mk. entwendet, diesen Diebstahl auch durch Anwendung falscher Schlüssel bewirkt habe. Tie Angeklagte leugnet hartnäckig jede Schuld. Die Beweisaufnahme erbringt jedoch den Beweis des unter Anklage stehenden dellltischen Thatbestandes. DaS Urteil lautet auf eine Gesanllgefängnisstrafe von 9 Monaten gegen die Angeklagte. — Wegen Forstfrevels — weil er 60 vierräderige Wagen Steine über der Grenze angeblich gebrochen hatte — war gegen den Schachtmeister Karl Keller m Weitershain Strafbefehl erlassen worden unb bet Bauunternehmer Busch von Homberg haftpflichtig gemacht worben. Tas Schöffengericht Homberg, an bas bic Sache burch erfolgten Einspruch gelangte, sprach durch Erkenntnis vom 24. September bie_ Angeklagten des ihnen zur Last gelegten Deliktes frei. Gegen bas frelsprechenbe Urteil hat die Staatsanwaltschaft das Redftsmittel der Berufung eingelegt. Nach umfangreicher Beweisaufnahme vor der Strafkammer, als dem Gerichte zweiter Jiistanz, beantragt bte Staatsanwaltschaft selber kostenlose Freisprechung der Angeklagten unter
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