Ausgabe 
20.4.1901 Zweites Blatt
 
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in der Absicht, seinen Hundzu retten, in das brennende Gebäude zurückkehrte und durch einen niederstürzenden Balken erschlagen wurde. Durch die bisherigen Er­hebungen wird der Verdacht der Br a n dsti ftu n g n ich t bestätigt; der Brand ist, wie man jetzt annimmt, durch einen Ofen im Anrichtezimmer neben der Küche des Oberkommandos entstanden. Rühmlich be­teiligte sich an den Rettungsarbeiten der Oberstleutnant Marchand."

Soweit die amtlichen Telegramme. Danach wäre also die Vermutung, das Feuer sei von Chinesen angelegt wor­den, hinfällig. Wir können nur hoffen und wünschen, daß die Untersuchung die obigen Angaben bestätigt. Dadurch würde immerhin eine wesentliche Beruhigung der durch die grause Schreckenskunde aufs äußerste erregten Gemüter eintreten.

Generalmajor v. Groß gen. v. Schwarzhofs hat ein Alter von nicht ganz 5 0 Jahren erreicht und war ein Sohn des 1881 verstorbenen Generals Julius v. Groß gen. v. Schwarzhoff, zuletzt komm. Generals des 3. (brandenburg.) Armeekorps. Er wurde zu denen gerechnet, auf die man als Zukunftsführer die größten Hoffnungen setzte. Zuerst, wurde v. Schwarzhoff in weiteren Kreisen bekannt, als er anfangs der 80 er Jahre als zweiter Militär-Attachee nach Paris versetzt wurde, wo er mehrere Jahre verblieb. Auch unternahm er größere Reisen, so nach dem Orient. Als Generalstabschef der internationalen Armee-Abteilungen in Peking hatte er Gelegenheit zur Entwickelung diplomatischer und militärischer Talente, und wenn hier manche Schwierig­keit überwunden worden ist, so ist das oft zu nicht ge­ringem Teile sein Verdienst gewesen. Man hatte in ihm den richtigen Mann auf den richtigen Platz gestellt, und er wird nicht leicht zu ersetzen sein. Schwarzhoff, der mit den frohesten Hoffnungen nach China ging, war unverheiratet, tfinterläßt aber eine hochhetagte Mutter. Um seines Hundes sollten hat er nun sein Leben gelassen....

Zum Tode des Hauptmanns Bartsch meldet jetzt ein Telegramm Waldersees aus Peking folgendes: Ver­hafteter Chinese ist geständig, Hauptmann Bartsch ausFremdenhaßvonhinten erschoss en zu haben, als dieser allein von Peking zu seiner außerhalb liegenden Kompagnie zurückritt.

DerFrkf. Ztg." wird iw einer ausführlichen Pekinger Meldung folgendes gekabelt: ....An Gegenwehr darf ein Chinese selbstverständlich nicht denken, und da ist es erklärlich, wenn der Beleidigte in Nacht und Dunkel seinem Haß gegen die Fremden, die ihm Lebensstellung und alles, was ihm lieb war, genommen haben, und die ihn nun auch noch insultieren, in einer Weise Luft macht, wie es im Fall Bartsch der Fall war. Wie immer wird auch hier in den meisten Fällen der Unschuldige für das Ver­gehen roher, gemeiner Menschen leiden müssen. Dagegen giebt es, wie gesagt, so lange die Stimmung des Volkes den Fremden gegenüber keine bessere geworden ist, nur ein Mittel Vorsicht. Hundertmal mag das Wag­nis, in der Dunkelheit die Straßen Pekings zu durchqueren, gelingen, und .dieses Wagnis ist sicherlich, wie ich gerne anerkenne, ein Zeichen von persönlichem Mute, aber wenn der Wagende dem CLinesenhasse zum Opfer fällt, so hat er sich dies eben selbst zuzuschreiben, und man kann keinen Menschen dafür verantwortlich machen. Daß im Falle Bartsch nicht Raublust das Motiv der Mordhandlung war, geht aus der Thatsache hervor, daß der Ermordete nicht ausgeplündert war. Daß die Leiche nicht verstümmelt war, deutet weiter darauf hin, daß der Mörder kein gewöhnlicher Chinese war. Ich möchte fast darauf schließen, daß wir den Mörder in der Person eines früheren Mand- ^chu-Offiziers zu suchen haben, oder vielleicht sogar» in der Person eines der fremden Raufbolde, die heute in Peking reichlich vertreten sind, und die vor dem Morde eines Europäers wahrscheinlich ebensowenig zurückschrecken, wie vor dem Morde eines Chinesen."

Tie Walderseeschen Telegramme haben bereits fest- gesteNt, daß diese Vermutungen zum größeren Teile un­richtig sind. Aber die sonstigen Schilderungen von Roh­heiten fremden Gesindels in Peking gegen Chinesen geben doch zu schlimmen Bedenken Anlaß. Mißhandlungen vpn anständigen und gebildeten Chinesen auf offener Straße gehören zu den kaum mehr auffälligen Tageserscheinungen. Wenn übrigens den früheren Versicherungen des Chinas Korrespondenten derFrkst. Ztg." zu trauen wäre, wären unsere Chinatruppen vom Grafen Waldersee an bis herab zum letzten Soldaten gründlich -chinamüde und nur Rußland trüge die Schuld, daß 'immer neue, vom russischen Rubel angestiftete chinesische Unruhen die Heimreise unserer China­truppen verzögerten. Die durch Rußlands Fürsprache geretteten Tuan und Tungfuhsiang seien Kreaturen der russi­schen Trübungspolitik. Danach hätten wir also auch in Liu ein Werkzeug russischer Jntriguen zu sehen. Sollte die Auffassung des Korrespondenten derFranks. Ztg." zu- trefsen, so wäre noch weniger Ursache, sich in immer neue militärische Abenteuer verstricken zu lassen.

Auch eine Meldung desMornina Leader" berichtet von einem Wiederäufflackern derBoxerbe­wegung" in der Nähe von Pavtingfu. Die Boxer hatten eine 35 Kilometer lange Strecke der russischen Eisen­bahn zerstört, weshalb Rußland demnächst bedeutende Truppenverstärkungen nach, dieser Richtung abgehen lassen werde. Es heißt, daß dort auch Kämpfe stattgefunden haben. Deuts cheVer st ärkungen unter General L e s s e l, dem der französische General Bailloud nebst französischen Truppen zugeteilt ist, werden aus Tientsin abgeschickt. Die Chinesen glauben, daß die Verbündeten Befehls­haber eine Expedition gegen Singanfu vom Mden her vorbereiten. Wohlinformierte Chinesen fürchten eine baldige allgemeine Revolution gegen die Mandschu-Tynastie, falls der Kaiser nicht nach Peking zurück­kehrt. Die Lessel'sche Expedition zählt 8000 Mann, lieber die militärischen Vorbercittingen wird das größte Geheim­nis beobachtet und das diplomatische Korps zeigt fich ohne Ausnahme durch das Wied er aufleben der militärischen Aktion überrascht.

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Aus guter Quelle verlautet, die Entschädigungs- Iorderung Japans an China belaufe sich auf fünf is sechs Millionen Pfund Sterling und basiere genau auf »en im Verlaufe des chinesischen Feldzuges entstandenen

Londoner Blätter melden aus Peking vom. April: Instruktionen der Regierung der Unions st aalen an

Rockhill, wie sie den hiesigen Vertretern der Mächte mit­geteilt worden sind, weisen den Vertreter der Unionsstaaten an, in erster Linie darauf hinzuarbeiten, daß die G e s a m t - summe der Entschäoigungsforderungen bis zu vierzig Millionen Pfund Sterling betrage. Tie Regelung der Verteilung unter die einzelnen Mächte solle diesen selbst überlassen bleiben.

Das deutsche ostasiatische Expeditionskorps hat einen ferneren herben Verlust erlitten. Am 15. April erlag in Tientsin Oberstabsarzt Prof. Dr. Ko hl stock dem Unterleibstyphus. Kohlstock hat es auf nur 40 Jahre gebracht. Seit 13 Jahren nahm er den lebhaftesten Anteil an den deutschen kolonialen Unternehmungen. Nachdem er 1887 zum Oberarzt befördert worden war, ging er 1888 nach Deutsch-Ostafrika. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er 1890 zum Stabsarzt befördert und als solcher dem Friedrich-Wilhelms-Jnstttut zugeteilt. 1896 ging er als Assistent Kochs zur Erforschung der Rinderpest nach der Kapkolonie. Später wurde er von der Kolonialverwaltung nach Südwestafrika entsandt, um dort auf Grund der Er­fahrungen am Kap die Bekämpfung der Rinderpest in der deutschen Kolonie zu leiten. Seit 1891 übte er auch als Dozent für Tropenhygiene am Seminar für orientalische Sprachen die Lehrtätigkeit aus. Darauf geht wohl seine Ernennung zum Titularprofessor, die 1898 erfolgte, zurück.

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Telegramme deS Gieherrer Anzeigers.

Hannover, 19. April. Die Gräfin Waldersee ex- hielt vom Kaiser ein Telegramm, worin er seine Freude über die Errettung deS Grafen ausspricht. Gleichzeitig be trauert der Kaiser den Tod deS Generalmajors v. Schwarz- Hoff.

London, 19. April. Hiesige Blätter melden aus P e k i n g: Lihungtschang richtete an den Kaiser und den Gouverneur von Schanzi Telegramme, worin er ersucht, die chinesischen Truppen von der Grenze von Tschili zurückzuziehen.

Engländer und Buren.

Lord Kitchener meldet aus Pretoria von gestern: Bei dem Vormarsch General KitchenerS von Lydenburg sprengte der Feind einenlangen Tom" in die Luft; eS wurden 13 Gefangene gemacht. Die Abteilung unter Oberst Douglas besetzte Doolstroom, dabei wurden 6 Buren getötet. Oberst Plumer besetzte Dathfontein, machte 13 Gefangene und erbeutete Gewehre und Munition, ElliotS Division kaufte im Oranjefteistaat eine große Menge Vieh.

Ein englisches Blaubuch über Südafrika ist veröffentlicht wordeu. ES enthält die Depeschen, welche die niederländische Regierung vor dem Kriege an den Präsidenten Krüger sandte, um in ihn zu dringen, die englischen Vor­schläge nicht abzulehnen; in den Depeschen heißt eS, die deutsche Regierung ebenso wie die holländische seien überzeugt, daß jede Annäherung KrügerS an eine der Groß­mächte in diesem sehr kritischen Zeitpunkte ohne jedes Er­gebnis und sehr gefährlich für die Republik sein würde. DaS Blaubuch enthält ferner eine Depesche MiluerS vom 6. März, in der dieser einen Ueberblick über die derzeitige Lage in Südafrika giebt, und sagt: SS ist nutzlos, zu leugnen, daß da» letzte halbe Jahr eine Zeit des Rückschritts war, sowohl in materieller wie in moralischer Hin­sicht. DaS Land ist glücklicherweise iu der Lage, sich bald zu erholen; eS wird nicht viele Jahre brauchen, um die un­geheuren Verwüstungen des Krieges wieder gut zu machen. Die Loyalen find aufs äußerste müde des Krieges, durch den viele von ihnen zugrunde ge­richtet find, aber fie find bereit, so lange zu kämpfen, dis Südafrika unbestreitbar für immer ein Land unter britischer Flagge ist. Wenn dies erreicht ist, sind fie bereit, allen Rassenhaß zu begraben und dem Feinde alles Entgegenkommen zu beweisen, damit er fich unter den ihm bereits angebotenen Bedingungen ergiebt. In Erwiderung auf ein Gesuch MilnerS bewilligt Chamberlain diesem, bevor er die Ver- waltungSarbeit beginnt, einen die Frist von drei Monaten nicht überschreitenden Urlaub.

MilnerS dreimonatliche Beurlaubung gibt Anlaß zu lebhaften Vermutungen über seinen Vertreter. Eigentlich sollte der rangälteste General, also Lord Kitchener, in die Funktionen als stellvertretender Gouverneur der neuen Ge­biete und Oberkommissar für Südafrika eintreten; doch gilt eS vielen als fraglich, ob nicht KitchenerS militärische Auf- gaben eine besondere Vertretung für die Zivilverwaltung er- -eischten.

Von einem weiteren Umsichgreifen der Pest in Süd­afrika sprechen aus Kapstadt einlaufende Nachrichten. Da­nach sind in Port Elisabeth infizierte Ratten entdeckt worden, )ie aller Wahrscheinlichkeit nach von einem aus Kapstadt ein» getroffenen Schiff eingeschleppt wurden. Der Sachverständige ;at nach der Algoa-Bai ein Warnungsschreiben erlaffen, da- ,in gehend, daß man vor einer Einschleppung der Pest von Kapstadt aus keineswegs sicher sei und entsprechende Vor- ichtsmaßregeln sich als dringend notwendig erwiesen. Die Furcht vor der Pest in Südafrika sei derartig, daß zahlreiche Familien und Einzelpersonen sich nach Europa einschifften.

Deutsches Reich.

Berlin, 18. April. Aus Kiel wird gemeldet: Die Feier des Diensteintrittes des Prinzen Adalbert in die Kriegsmarine begann heute vormittag mit einem Gottesdienst an Bord des LinienschiffesKaiser Wilhelm II." Die Kaiserin war mit dem Prinzen Adalbert und den aus Plön eingetroffenen Prinzen-Söhnen kurz vorher auf dem Kaiserschiff angekommen. Auf dem mit Segeltuch be­spannten und mit Flaggentuch geschmückten Achterdeck des Kaiser Wilhelm II." versammelten sich Ihre Majestäten, die*Prinzen-Söhrre, Prinz und Prinzessin Heinrich, die Mit­glieder der Gefolge, der Generalinspekteur der Marine, der Staatssekretär des Reichsmarineamts, der Chef des Ad­miralstabes, die in Kiel anwesenden Flaggoffiziere, die stommanbanten der Kriegsschiffe, die Kommandeure der in Kiel und Friedrichsort garnifbnierenben Marineteile, der Direktor der Marineschule, der Stab des Linienschiffes Kaiser Wilhelm II." und eine Abordnung von Teckoffi-

zieren und Mannschaften dieses Schiffes, die unmittel­baren Vorgesetzten des Prinzen Ddalbert, der Kommandeur des Plöner Kadettenhauses, die früheren Lehrer deS Prinzen Adalbert Professor Esternaux und Oberlehrer Sachse, der Berliner Garnisonpsarrer Goens und alle See­kadetten derCharlotte". Ten Gottesdienst hielt Stations- Pfarrer Rogge ab unter Assistenz des Schiffspfarrers der Charlotte", Marinepfarrer Philippi. Nach Beendigung beS Gottesdienstes trat Prinz Adalbert bedeckten Hauptes an den mit einer Kriegsflagge bedeckten Altar und leistete den Fahneneid, dessen Formel der Chef des Marinekabiuetts vorsprach. Nach erfolgter Eidesleistung meldete sich Prinz Adalbert bei dem Kaiser und hieraus bei dem General­inspekteur der Marine, dem Kommandanten derCharlotte" und seinen Vorgesetzten. Nach der Eidesleistung begaben sich die Majestäten mit Gefolge, sowie die Mitglieder des Königlichen Hauses auf die in vollem Flaggenschmuck nahe demKaiser Wilhelm II." liegendeCharlotte", die sofort: die Standarte des Kaisers und die Großadmiralsflaggs setzte. Unter den Klängen des holländischen Ehren­marsches betraten die Majestäten das Schiff. Der Kaiser, der große Admiralsuniform trug, schritt die Front der Besatzung ab, die in MusterungsdÄisionen angetreten war. Nachden sich hierauf die Mannschaft auf dem Achterdeck ver­sammelt hatte, stellte Se. Majestät mit einer län­geren Ansprache den Prinzen Adalbert in den Dienst ein. Der Kommandant derCharlotte", Kapitän z. S. Büllers, dankte auf die Ansprache Sr. Majestät und brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Nach kurzem Aufent­halt auf derCharlotte", wo die Majestäten und die Prinzen die Wohnräume des Prinzen Adalbert besichtigten, fuhren die Majestäten auf denKaiser Wilhelm II." zurück, auf dem eine Frühstückstafel stattfand. Ter Kaiser und Prinz Heinrich begaben sich heute nachmittag auf die Kaiser­werft und besichtigten in der Schiffsbauwerkstatt drei neue Schiffsmodelle. Hierauf begaben sie sich an Bord des im Trockendock liegenden LinienschtfffesKaiser Friedrich III.", wo inzwischen die Kaiserin, die kaiserlichen Prinzen owie Prinzessin Heinrich eingetroffen waren. Die kaiser­liche Familie besichtigte eingehend die schweren Schäden des Schiffes. Der Kaiser ließ die Offiziere und Mannschuften >es Schiffes antreten und sprach ihnen seine volle Aner­kennung für ihr mutiges Verhalten bei Eintritt der Havarie aus und verlieh mehreren Offizieren und Mannschaften, Oberheizern und Heizern Auszeichnungen. Später fand im Königlichen Schlosse eine Festtafel statt, zu der 50 Ein- abungen ergangen waren.

TerReichsanzeiger" veröffentlicht folgenden

Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler:

Ich habe von dem Verwaltungsberichte der Reichs­bank für 1900 und von der Mir mit Ihrem Bericht vom 20. März überreichten Denkschrift über die Entwickel­ung der Reichsbank in den ersten 25 Jahren ihres Bestehens mit großem Interesse Kenntnis genommen. Die Geschichte der Bank gewährt zugleich einen willkommenen Ueberblick über die Entwickelung der wirtschaftlichen Ver­hältnisse innerhalb des Reiches in die Berichtsperiode, bestätigte die erfreuliche Thatsache, daß trotz mancher Unterbrechungen durch Zeiten des Stillstandes im ganzen ein stetiger Fortschritt in der Entfaltung und der wirt­schaftlichen Ausnutzung der materiellen Mittel des Landes stattgefunden hat. Daß es die Reichsbank verstände« hat, namentlich in den letzten fünf Jahren eingetretene außerordentliche Entwickelung des Handels und des ge­werblichen Unternehmungvgeistes an ihrem Teil zu fördern und durch mancherlei Maßnahmen zu erleichtern, erkenne ich gern an. Insbesondere habe Ich mit Be­friedigung ersehen, mit welcher Sorgfalt die Bank die Ausbildung des Giro- und Abrechnungsverkehrs gefördert hat, und durch die Pflege des Tispositengeschäfts ihre Bank auch für die kleineren Kapitalisten nutzbar zu machen bestrebt gewesen ist. Indem Ich die Reichsbank zu ihrer gedeihlichen Entwickelung beglückwünsche, die sie in bem ersten Vierteljahrhundert ihres Bestehens genommen hat, beauftrage Ich Sie, den Beamten der Bank Meine Aner­kennung und Kgl. Dank für die ersprießliche Thätigkeit auFzusprechen.

Der Direktor des Zentraldepartements im Kriegs­ministerium, Generalleutnant v. Bülow, ist zum Kom­mandeur der zweiten Garde-Jnfanterie-Dsivision, der Ab­teilungschef des Militärkabinetts Generalmajor von V i l l a u m e . zum Direktor des Zentraldepartements des Kriegsministeriums ernannt, Generalmajor Graf Hülsen- H ä s e l e r, unter Belassung im Kommando zur Dienstleist­ung im Militärkabinett, von der Stellung des Komman- )eurs der zweiten Jnfanterie-Bvigade enthoben, Oberst v. Scheffer ist unter Beförderung zum Generalmajor zum Kommandeur dieser Brigade ernannt worden.

Sehr ungalant gegen dieGenossin" Rosa Luxemburg tritt der sozialistischeVolksfreund" in Karlsruhe auf. Erftere beschuldigt in derNeuen Zeit" die bayerisck>en und badischen Landtagsabgeordneten derPrin­zipienlosigkeit aus Prinzip", weil sie für die Staatshaus­haltsausgaben gestimmt haben; sie hätten dadurch ihre« Charakter als sozialdemokratische Volksvertreter verleugnet; diesem Treiben der süddeutschen Fraktionen, speziell der badischen, müsse der Parteitag einen Riegel vorschieben. TerVolksfreund" meint dazu: Man könne dierevolu­tionären" Schrullen der Dame unbeachtet lassen; es sei aberein unerhörter Vorgang in der Partei, daß Ge­nossen, die schon zu einer Zeit für die Ausbreitung der Sozialdemokratie thätig waren, wo diese polnische Prin­zipienwächterin noch nickst auf der Welt war, in einem offiziellen Organe der Partei in dieser frechen Weise angepöbelt und heruntergerissen werden. Sehr be­dauerlich ist es, daß unsere Wochenzeitschrift nachgerade gut genug ist, dem litterarischen Schutt dieses Fräuleins Luxemburg (in Wirklichkeit ist sie die geschiedene Rosalie Lübeck) als Ablagerungsplatz zu dienen. Es ist hohe Zeit, daß den Stänker eien dieser Dame von oben her­unter entgegengewirkt wird."

Ein Verband deutscher Rotwein-Inter­essenten, der, auf dem Boden der Handelsverttäge stehend, die Förderung der Interessen des deutsche Rot­weinhandels bezweckt, hat sich vor einigen Tagen gebildet Er zählt zu feinen Mitgliedern bereits eine große Reihe bedeutender Weinhäufer in ganz Deutschland. Der Sitz des Verbandes ist N e u st a d t a. d. H.

Stuttgart, 18. April. Die Kammer nahm eine» von verschiedenen Parteien gestellten Antrag auf ßu» laffung der fakultativen Feuerbestattung nn» 45 gegen 25 Stimmen an. Das Zentrum stimmte geschlosien dagegen.

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