die Entschädigungsfrage erörtert und über die Frage der Gerichtsbarkeit der Gesandten verhandelt.
In der letzten Sitzung der Vertreter der Mächte wurden zwei kürzlich eingegangene Erlasse des Kaisers von China zurückgewiesen. Sie betreffen die Artikel 2 (Bestrafung der Schuldigen) und 10 (fremdenfeindliche Gesellschaften) der Friedensbedingungen. Es wurde die sofortige Bekanntgabe strengerer Erlasse gefordert.
Bezugnehmend auf die der Ostasiatischen Abteilung des Kriegsministeriums aus Privatkreisen vielfach zugehenden Anträge auf Uebermittelung von Postsendungen und Feldtelegrammen an Dienststellen oder Angehörige des Ostasiatischen Expeditionskorps oder auf Auskunft um den Verbleib derartiger Sendungen weist der „Reichsanzeiger" im Interesse der Antragsteller darauf hin, daß alle zulässigen Sendungen nach Ostasien von den Orts-Post- bezw. Tele graphen Anstalten angenommen und gegebenenfalls von diesen Anstalten Nachforschungen nach dem Verbleib der Sendungen eingeleitet werden. Das Kriegsministerium hat mit dem technischen Betriebe des Feld-Post- und Telegraphendienstes nichts zu thun. Die Inanspruchnahme seiner Vermittelung ist demnach zwecklos und führt lediglich zu Verzögerungen.
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Telegram» des Sietzeuer Anzeiger-.
London, 19. Febr. Unterhaus. Cranborne ist befriedigt, daß die russische Regierung ihnen zeitweilig die Natur einer Besetzung zugesichert habe, und andererseits behalte sich England seine Rechte mit Bezug auf die Okkupation dejr Mandschurei vor. Die russische Regierung versichert uns, fährt Cranborne fort, daß irgendwelches zwischen Rußland und China bezüglich der Mandschurei bestehendes Abkommen die Natur eines modus vivendi zur Verhütung von Unruhen an den Grenzen trage, daß es sich bezüglich der Besetzung der Bahn lediglich um eine zeitweilige handle. — Obgleich er für Rußland eine Bürgschaft dafür erwarte, daß nach Rußlands Zurückziehung diese Unruhen nicht wieder ausbrächen, werde er diese Bürgschaft nicht in der Form einer Gebietserwerbung oder eines Protektorats in der Mandschurei annehmen. Was Niutschwang betrifft, glaube ich, daß, obgleich es nominell unter den russischen Militärgesetzen steht, die privaten Rechte der fremden Gemeinschaften nicht in irgend welche Ausdehnung beeinträchtigt zu sein scheinen. Tie Politik der britischen Regierung sei weder eine ergreifende noch eine großthuerische. — Harcourt fragt an, ob die Expedition ins Jn-^ nere Chinas von Waldersee angeordnet worden sei, wenn ja, wie würden die britischen Truppen hiervon betroffen werden? Am Ende einer solchen Operation dürste man sich in einen zweiten Guerillakrieg verwickelt sehen. Cranborne erwidert: Soweit die Regierung Kenntnis habe, gäbe es keine auswärtige Regierung, die eine Ex p e d i t i o n i n s I n n e r e Chinas auszuführen wünsche. Wenn solche geplant wäre, würden sicherlich die englischen Befehlshaber die Anweisungen ihrer Regierung einholen, ehe sie einem solchen Vorgehen zustimmen. Der wirkliche Sachverhalt sei, daß die Regierung keinerlei Informationen über diesen Punkt der russischen Regierung hinsichtlich der Tientsin-Schanhaik- wan-Bahn, daß sie sie räumen werde, sondern sie habe sie bereits geräumt, und der deutsche Befehlshaber sei im Begriff, sie an England zu übergeben.
— Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, ließen die in der zweiten Hälfte der vorigen Woche unter Leitung des Reichseisenbahnamts abgehaltenen Beratungen von Vertretern der meiftbeteiligten Bundesregierungen eine erfreuliche Uebereinstimmung in den Anschauungen über die zu weiterer Erhöhung der Betriebssicherheit der deutschen Eisenbahnen geeigneten Maßnahmen erkennen. Vermutlich werden die Verhandlungen über den Etat des Reichs eisenbahnamts in der Budget-Kommission des Reichstages den RepierungSvertretern zu näheren Mitteilungen Gelegenheit geben.
— Der Verein zur Abwehr des Antisemitismus veröffentlicht folgende Erklärung:
„Nach dem übereinstimmenden Bericht einer großm Anzahl Berliner Zeitungen haben in dem Prozeß Levy in Könitz die Zeugen Wtenecke und Schiller von ihren Beziehungen zu einem Verband oder Verein zur Abwehr des Antisemitismus gesprochen. Wir erklären hiermit, daß der Verein zur Abwehr deS Antisemitismus, Deffauerstraße 25, mit keiner der beiden genannten Persönlichkeiten in irgendwelche Beziehungen getreten ist. Einer der beiden Wtenecke hat seinerseits den Versuch gemacht, dem Verein seine Dienste anzubieten, ist aber von dem Vorstände keiner Antwort gewürdigt worden. Eben- sowenig hat er von dem Verein oder beffen Bureau irgend einen Auftrag erhalten."
— Wie die „Freis. Ztg." schreibt, schweben in parlamentarischen Kreisen Erwägungen zwischen den Parteien, eine sofortige Aufhebung des Druckpapier-Zolls zu beantragen, und dafür nicht erst den Abschluß neuer Handelsverträge abzuwarten. Bekanntlich verbieten die Handelsverträge nur Zollerhöhungen, nicht aber Zollermäßig ungen oder Zollaufhebungen.
— Der dem Zentrum zugehörige „Beobachter am Main" ist konfisziert worden. Die Konfiskation erfolgte, wie das Blatt schreibt, wegen einer kurzen kritischen Bemerkung, die dem Lord Roberts als dem jüngsten Ritter deS Schwarzen Adlerordens gewidmet war und in geschmackloser Weise die Verleihung des Ordens an — Kneißl in Aussicht stellte. Die Staatsanwaltschaft erblickt hierin eine Majestät s- deleidigung und hat deswegen die Untersuchung gegen Redakteur Kloh eröffnet. Dieser bestreitet entschieden, daß er die Absicht gehabt habe, den Kaiser zu beleidigen.
Greifswald, 18. Febr. Der Reichstagsabgeordnete Graf Bismarck-Bohlen ist heute vormittag in Carlsburg am Herzschlage gestorben.
Weimar, 18. Febr. In der Kapelle deS Großh. Schlosses fand gestern ein feierlicher Gottesdienst statt, dem der Groß- Herzog, Prinz Hermann, Prinz Wilhelm, der gesamte Hofstaat und die geladenen Gäste beiwohnten. Nach demselben begaben sich der Großherzog, die Prinzen und die übrigen Personen, die dem Gottesdienste beigewohnt hatten, in den Thronsaal, in dem der Großherzog eine Ansprache an die versammelten Landtagsabgeordneten verlas. Hierauf folgte die Eidesleistung der Abgeordneten. Sodann hielt der Landtagspräsident Frhr. v. Rotenhan in Erwiderung auf die Ansprache des Großherzogs eine Rede, in der er dem Schmerz um den Heimgang des Großherzogs Karl Alexander Ausdruck gesegnet. Staatsminister Rothe erklärte nunmehr den außerordentlichen Landtag für eröffnet.
Deutsches Deich.
Berlin, 18. Febr. Aus Homburg v. d. H. wird ge meldet: Der Kaiser und die Kaiserin wohnten gestern vormittag dem Gottesdienste in der Schloßkirche bei. Darauf empfing der Kaiser den Ciseleur Kohleff und hatte eine Be sprechung mit dem Geh. Baurat Spitta und dem Baurat Jacobi. Zur Frühstückstafel waren geladen der kommandierende General v. Linde q ui st und Generalleutnant v. Deines nebst Gemahlin. Am Nachmittag unternahmen beide Majestäten einen Spaziergang int Kurpark. Heute vormittag nahm der Kaiser Den Vortrag des Chefs des Zivil kabine;s, Wirk!. Geh. Rats Dr. v. Lucanus, entgegen, und machte darauf den gewohnten Morgenspaziergang.
— Aus Cron berg wird gemeldet: Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute nachmittag hier ein, verweilten eine Stunde bei der Kaiserin Friedrich und kehrten dann nach Homburg zurück. — In dem Befinden der Kaiserin Friedrich ist irgend eine Aenderung nicht eingetreten. Die Kronprinzessin von Griechenland kehrte am Nachmittag hierher zurück.
— Nach dem Vernehmen der „N. N." wird der Kapi tän zur See, Truppel, zurzeit Vorstand der Zentralabteilung des Reichsmarineamts, zum Gouverneur von Ki aut schon ernannt werden.
— Der Student und Lehrer der italienischen Sprache, Julius Jordan, ein Italiener, ist von der Polizei, nachdem bei ihm Haussuchung stattgefunden hat, als Anarchist aus gewiesen worden.
— Der Bun des rat gab in seiner heutigen Sitzung seine Zustimmung zu dem Enlwurfe eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines dritten Nachtrages zum Reichshaus Halts Etats für das Rechnungsjahr 1901, in der vom Reichs tage beschloffenen Faffung.
.. ~ 3m Preußischen Abgeordnetenhause forderten dte Abgg. Dr. Arend (freikons.) und Goldschmidt (frs. B.) bessere Bezahlung für die Kriminalbeamten. Minister Frhr.
'^rt: Ich habe mich bemüht, für die mir unterstellten Beamten zu thun, was nur möglich war. ®'e S Erhalten jetzt eine jährliche Zulage
0D" Mk. Es tst der Erlaß sehr bemängelt worden, wo nach die Krtmtnal.Kommtffare ehrlich antworten sollen, ob sie Schulden haben und woher diese stammen. Die Beamt n sollen sich ihren Vorgesetzten offenbaren. Durch die Vorgänge im Sternberg-Prozeß war die ganze Institution der Kriminal-Kommiffare auf das allerschwerste geschädigt und angegriffen worden. Ich war cd den Behörden schuldig und war eS den tüchtigen und treuen, zuverlässigen Beamten schuldig, auf die die Vorgänge zurückwirkten, in gewiss m Maße Genugthuung zu verschaffen.
Ausland.
London, 18. Febr. Das Unterhaus fetzt die Udreßdebatte fort. William Redmond fragt an, ob die Regierung Schritte thun wolle, um aus dem von dem König rm Unterhause geschworenen Eide jenen Teil zu entfernen, welchen die römisch-katholische Religion als abgöttisch und abergläubisch bezeichne. Der erste Lord der Admiralität Balfour erwidert, er bewundere keineswegs die Fassung der Worte, er hoffe jedoch daß die Frage auf viele Jahre hinaus erledigt sei. Redmond bemerkt, daß er wegen des Wortlautes des Eides gegen die Bewilligungen für den König stimmen werde. Dillon fragt an, ob die Gesandten in Peking darauf dringen, daß vier hohe chinesische Beamte Befehl erhalten, Selbstmord zu begehen. Cranborne erwidert: Nein; das Vorgehen der Mächte beschränkt sich darauf, von der chinesischen Regierung die Verhänguntz der Todesstrafe über bestimmte für die Ausschreitungen hauptsächlich verantwortliche Beamte zu verlangen. Dillon stellt hierauf die Zusatzfrage, ob die Gesandten nicht eingewilligt hätten, den Selbstmord als Ersatz für die Todesstrafe anzunehmen. Cranborne verweigert die. Antwort. Dillon beantragt zum Protest hiegegen Vertagung des Hauses. Balfour betont, die Sache liege beim Unterstaatssekretär des Aeußern anders als bei den übrigen Ministern: es sei von Bedeutung, daß er keine Antwort auf ohne gehörige Ankündigung gestellte Fragen erteile, da eine nicht vorbedachte Antwort zu ernsten Verwickelungen führen könnte. Tillous Vertagungsantrag wird mit 249 gegen 204 Stimmen abgelehnt.
Die „Polit. Korresp." entnimmt aus einer Meldung aus Sofia und Konstantinopel, daß in der jüngsten diplomatischen Aktion zur Sicherung der Ruhe in Mace- donien alle Mächte mitwirkten, und zwar seien sowohl in Konstantinopel als auch in Sofia Schritte unternommen worden, speziell in Sofia durch die Vertreter Rußlands, Frankreichs und Deutschlands, wobei das Sosiater Kabinett aufgefordert wurde, seinen ganzen Einfluß zur Eindämmung der Agitation des mazedonischen Komites aufzubieten. Ministerpräsident Petrow sagte zu, dieser Forderung nach Kräften Rechnung zu tragen. Die maßgebend Wiener Stellen hatten schon anläßlich des Fürsten von Bulgarien in Wien diesem das Erfordernis der Er Haltung der Ruhe auf dem Balkan dargelegt, wie dies nun seitens der anderen Kabinette geschehen ist.
Belgrad, 18. Febr. Die Rekonstruktion des K a b i ue11s ist vollzogen: Der Ministerpräses behält das Präsidium und übernimmt das Ministerium der Justiz. Er giebt das Ministerium des Aeußern an den ehemaligen Finanzminister, derzeitigen Gesandten in Paris, Michael Wu j i tsch, ab. Zum Minister des Innern ist der bis- berige Präsident des Obersten Rechnungshofes, Nicola 5?/? s a p oft,i t s ch ernannt. Ter Parteiangehörigkeit nach M zjuntfcb gemäßigt radikal, Stefanowitsch ehemaliger §orychrtttler Tas Handelsministerium über nimmt ad in
terium der Finanzminister Mika Popovitsch. Tie übrigen Minister bleiben im Amte.
So fia, 18. Febr. Bei der gestrigen Stichwahl in Gelitsch griffen die Bauern mit Flintensalven die Gendarmerie an. Ein Gendarm wurde verwundet. Die Gendarmen erwiderten das Feuer. Drei Bauern wurden ge» tötet, fünf verwundet.
New-York, 18. Febr. Einer Meldung des „New- York Herold" aus Washington zufolge erklärte der russische Botschafter Graf Cassini, Rußland wolle keinen Zollkrieg. Die Anwendung des Maximal-Zollsatzes auf amerikanische Eisen- und Stahlfabrikate seitens Rußlands geschehe nicht, weil Rußland wegen des Kompensationszolles auf russischen Zucker Repressalien ausüben wolle, sondern weil seine kommerziellen Interessen geschützt werden müssen. Graf Cassini glaubt, daß, sobald der Kompensationszoll auf russischen Zucker wieder aufgehoben werde, für die Vereinigten Staaten wieder der Minimaltarif zur Anwendung gelangen werde, wie dies in den letzten neun Jahren der Fall gewesen sei.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 19. Februar 1901.
Gedenket der hungernden Vögel!
—o. Fastnacht. Damit hat der fröhliche Karneval, der nicht wenigen den letzten Heller aus den Taschen lockt, seinen Höhepunkt erreicht. Leider ist nicht jeder in der angenehmen Lage, selbst in diesem Monat von liebenswürdigster Kürze, wenn die Hälfte des Monats überschritten ist, den Rat des alten ehrlichen Jago, weiland herzogl. veue- tianischen Fähnrichs, umstandslos zu befolgen, der da lautet: „Thu Geld in Deinen Beutel!" Aber es gehört einmal zu den rheinmenschlichen Pflichten, zu denen wir uns hier ja auch noch halb und halb rechnen, spätestens am „R o s e n"- Montag einen Ball mitzumachen, ob nun mit oder ohne Maske. Der zivilisierte Mensch trägt ja im Grunde genommen immer eine Maske und nicht nur in der Karnevalszeit. Wer sich geben wollte, wie er wirklich ist, der würde schön ankommen. „Sehr erfreut, Sie zu sehen", muß man zu einem lästigen Besucher sagen, den man am liebsten dahin wünschte,'wo der Pfeffer wächst; „Ich weiß, daß ich auf Sie zählen kann", von einem Burschen, dem man nicht über den Weg traut. „Langen Sie zu, meine Herrschaften'. Sie beleidigen mich, wenn Sie nicht mehr nehmen", flötet die sparsame Hausfrau beim Souper und verfolgt mit Argusaugen, ob vom Braten auch nod) genug für den andern Mittag übrig bleibt. Und so weiter, und so weiter! Seinen Charakter, seine Gedanken, seine Fähigkeiten, seine Vermögensverhältnisse birgt jeder sorglich unter einer möglichst günstigen Maske. Wenn es anders wäre,.manches Dienstverhältnis würde aufgelöst, manche Freundschaft Prähme ein jähes Ende, manche Ehe käme nie zu stände. Sehr wcchr singt ein deutscher Dichter:
Mancher Freier hofft, daß Gold Mit der Frau ins Haus ihm rollt. Daß „Sie" schwer gewickelt. Nach der Hochzeit aber wird Bald ihm klar, daß er geirrt:
DMe jMAte M ssKMK «W ‘.nuriubivi unter tne Menschen, der noch Europens übertünchte Höflichkeit nicht kennt; der giebt sich wie er ist. Dafür wird er aber aitdj als ungebildeter, formloser Mensch von allen Maskierten über die Achsel angesehen und ihres näheren Umganges nicht gewürdigt. Recht geschieht ihm! Unrecht aber wär's auch, in der Karnevalszeit dem Maskentrubel gänzlich fern ou bleiben. Und dieses Unrecht begehen hier ja auch nur wenige. Morgen, am Aschermittwoch, hat ja schon der Trubel ein Ende, sind Spiel und Tanz vorbei; so will es der unerforschliche Ratschluß unserer Väter, den wir pietätvoll befolgen. Alljährlich pflegt die vergnügungssüchtige Jugend sich hierüber aufzuregen. Aber selbst ein Blinder sollte es mit dem Stock fühlen können, daß unsere Väter weise waren, als sie den Aschermittwoch zum letzten Karne- valstage machten. Sie handelten dabei auch in unserem wohlverstandenen Interesse. Wenn nicht dem Karneval und Mummenschanz ein Ende gesetzt wäre, stünde nicht zu befürchten, daß die Narretei gar kein Ende nehmen würde? Passiert doch so schon genug Närrisches in der Welt: vergleiche China und die „verbündeten" Mächte, die deutschen Postkuriosa, die Thaten der preußischen Zensurbehörde, den Antrag Köhler im Hess. Landtage rc.
P. Apfelsinenregen, Schneefall und zerbrochene Fensterscheiben, wie reimt sich das zusammen? Heute mittag zwischen 12 und 1 Uhr war der Kirchenplatz mit Menschen angefüllt, die trotz des Schneefalles des üblichen Fastnachtsumzuges der S. C. Studenten harrte. Eigentlich sollte man dieses Treiben Fastnachtsunfirg nennen. Unter fürchterlichem Lärm auf allen möglichen und unmöglichen Instrumenten zogen die Studenten auf. Nach dem Salamander wurden die Gläser auf den Boden zertrümmert. Tie Fenster der Nachbarhäuser waren von Zuschauern besetzt, den jungen Damen wurden Apfelsinen zugeworfen, doch „mancher Wurf er ging daneben". Zum größten Gaudium des Publikums sausten die „süßen Wurfgeschosse" durch die Fensterscheiben. Die Glaser lver- ben sich freuen. Tie große Kirchen la terne wurde ebenfalls ein Opfer des Apfelsinenregens. Nachdem fast nichts mehr ganz, und die Früchte alle waren, zogen die Studenten ihren Kneipen zu, die mit Luftschlangen und Confetti rc. behangen sind. Auf den Straßen herrscht ein reges Treiben. Unter Geheul der Straßenjugend stolzieren trotz des Unwetters Masken umher.
** Pfarrer Grein. Wie wir aus sicherster Quelle hören, wird Pfarrer Dr. Grein, mit dem Verhandlungen wegen Uebernahme einer erledigten Darmstädter Pfarrstelle schwebten, seiner Gemeinde erhalten bleiben. Die zahlreiche» Freunde, die Pfarrer Grein in den weitesten Kreisen unsrer Stadt hat, sowie seine Gemeinde werden dies mit Freuden begrüßen.
** Ans dem Theaterbnrea«. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß Herr Hubert Dietzsch vom Nürnberger Stadttheater am Mittwoch sein Gastspiel hier mit „Dr. Mariens" in Fulda's beliebtem Lustspiele „Jugendfreunde" beginnt.
** Zolltarif und Handelsverträge. Der sozialdemokratische Abg. Ulrich stellt in der Zweiten Kammer den Antrag, die Regierung zu ersuchen, im Bundesrat dahin zu wirken,
Stbtn.—W gewerbe' Vorträge hielt Recht, uhlreich W Ortschaften s. s.-s.
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