Ausgabe 
19.9.1901 Zweites Blatt
 
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Gießen, 18. September 1901.

" Auszeichnung. Bei der Internationalen Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen in Berlin 1901 erhielt von hessischen Ausstellern eine bronzene Me­daille, gestiftet durch das Kgl. Württembergische Ministerium des Innern, die Firma Maury & Co. in Offenbacha. M. für Ausrüstung für Feuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr in Hanau erhielt die bronzene Medaille der Magdeburger Feuersocietät".

** Ans dem Manövergeläude der hessischen Division. Nach­dem die 49. Jnf.-Brigade die Jnf.-Regimenter 115, 116 und 168 das Feldart.-Negt. 61 und das Drag.-Regt. 24 ihre Manöver in der Brigade im südlichen Odenwald, die 50. Jnf.-Brigade die Jnf.-Regimenter 117 und 118 das Feldart.-Negt. 25 und das Drag.-Regt. 23 dagegen in der Alzeyer Gegend beendet, begann heute das Divisions­manöver. Die demselben zu Grunde liegende allgemeine Generalidee ist folgende: Die aus einer blauen Armee (49. Jnf.-Brigade) bestehende Truppen werden von einer roten A'nuee (50. Jnf.-Brigade) bis in den Odenwald zurück-

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Politische Tagesschau.

Eine zahlreich besuchte Bauernoersammlung im Wahlkreise des Zentrumsabgeordneten Tr. Spahn hat einstimmig folgende Entschließung angenommen:

Tie Versammlung richtet an die Vertreter des Kreises Rheinbach im Reichstage, den Herrn Reichsgerichitsrat Spahn, dessen bisherige Wirksamkeit die Versammlung mit Tank anerkennt, die Bitte: bei Beratung des Zoll­tarifgesetzentwurfs mit dahin zu wirken, daß der Körner- Lau für die Landwirtschaft sich wieder lohnend gestalte. Rückhaltlos tritt die Versammlung auf den Boden der be­kannten Petition des Rheinischen Bauernvereins an den deutschen Reichstag, worin der Durchschnittspreis der Jahre 1850 1890 für Getreide zur Erhaltung der Landwirtschaft als absolut notwendig bezeichnet iftV' __________

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Königin Wilhelmina der Niederlande eröffnete am Dienstag die Generalstaateu mit einer Thronrede, in der es heißt:

Die Beziehungen zu den übrigen Mächten seien sehr freund­schaftlich. Das gleichzeitig mit den anderen Staaten in China unterzeichnete Friedensprötokoll sichere die Entschädigung für die in Pekin zerstörten Gesandtschastsgebäude. Die allgeineine Lage Hol­lands biete in mehrfacher Hinsicht ein erfreuliches Bild. Es sei jedoch zu bemerken, daß sich neuerdings für die Regierung mehr als bisher die Notwendigkeit herausstellte, beständig darauf zu achten, daß das Christentum die Grundlage des Volkslebens werde. Die Revision des Gesetzes betr. die Sonntagsruhe und ein wirk­samerer gesetzlicher Schutz der Volksmoral seien notwendig ebenso eine wirksamere Bekämplung des öffentlichen Hazardspiels und des Alkoholismus, ohne Beeinträchtigung der individuellen Freiheit, ferner die Aufrechterhaltung der Freiheit des Unterrichts in den verschiedenen Zweigen desselben. Was die materiellen Interessen anbetrifft, so beschäftigte die ftönigm nach wie vor die soziale Frage. Es werde deii Kammern ein Gesetzentwurf über die direkte Vertretung der Landwirte unterbreitet werden, damit die Re­gierung von dieser unterstützt, besser über die Interessen der Land­wirtschaft sich unterrichten könne. Die Fälschung der Nahrungs­mittel rind der unlautere Wettbewerb müßten bekämpft werden. Für die Entwickelung des praktischen Volksschulunterrichtes und Regelung des Lehrlingswesens werde die Beihilfe der Volksvertre­tung verlangt werden. Tie Acciseabgaben und 2lbgaben auf neue Erfindungen würden auf einer neuen Grundlage wiedereingeführt werden. Tas Konsularwesen werde mehr als bisher den Jutereffen der Landwirtschaft, der Industrie und des Handels dienstbar gemacht, die Arbeitsverhältnisse erforderten eine Neuregelung. Die obliga­torische Unfallversicherung werde eingcsührt und auch oie Seefischer und ländlichen Arbeiter umfassen. In Vorbereitung sei ferner die obligatorische Kraiiken-, Alters - und Invali­ditäts-Versicherung. Um die soziale Refornr zu ermög lichen, sei eine Verstärkung der Staatseinkünfte erforderlich. I erster Linie die Revision des Zolltarifs, wobei zugleich der Schutz der nationalen Arbeit zu erhöhen wäre. Falls diese Revision die Bevölkerung mit geringem Einkommen zu stark belaste, werde man bei den Beiträgen dieser Bevölkerungsklassen zur obli­gatorischen Versicherung einen Ausgleich schaffen.

Den Kanunern gehe ferner eine Vorlage über das Vermaltugs­gerichtsverfahren zu. Die Gesetze betreffend die nationale Ver- jeidraung wurden prompt ausgeführt werden. Die Einführung - SchneMeuergeschutze sei dringend. Sie werde beträchtliche Ovker

erfordern. Auf die Marine und das Heer von Niederländisch-1 geschlagen. Auf die Meldung, die blaue Armee habe au3' Indien würde in religiöser und moralischer Hinsicht bessernd ein-Kcr (Hegend von Aschaffenburg bedeutende Verstärkungen er- gewirkt. Die Niederlande seien als christliche Macht ver-pflichtet, , ziehen sich die Truppen der roten Armee wieder über die rechtliche Stellung der chrytüchen Eingeborenen beper zu regeln ö LJ < <

und die christliche Mission zu unterstützen und die ganze Re- den Rhein zurück und hallen am Morgen des 17. ^-ept. dre aierung von der Aufgabe zu überzeugen, die sie in moralischer Hin- Linie SpeyerWormsMainz besetzt. Zu dieser Zeit Über­sicht den Eingeborenen gegenüber zu erfüllen habe. Tie Gründe schreitet die blaue Arinee bei Worms den Rhein. Die Truppen ür die Abnahme des Wohlstandes der Elngeborenen auf Java b t Armee gehen auf der Linie PfeddersheimMörstadt

Ä D in Stellung, tue J raten entwickeln sich im Gelände Herrns-

werde eine Dezentralisierung der Verwaltung beabsichtigt Die bis-1 heimAbenheim, wo es zum Gefecht kam. Im ~aufe des her bezüglich Atjeh befolgte Politik werde aufrecht erhalten in der frühen Nachmittags mußte die blaue Armee auf Worins mit Hoffnung auf die völlige Pazifikation desLandes. Die Entwicklung $ t zurück gehen und das Gefecht kam zum Stillstand, von Surinam und Curacao nehmen fortdauernd das Interesse der ^ororw z » , />6erv,u'tdirektionsberirke

Regierung in Anspruch. Goll, der Allmächtige möge Sie" so Wechfclfte.npclsteuer. Im Oberpostdlrettionvbeztrke chlleßt die Thronrede,leiten, Ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen." ID a rm st a d t wurden im August d. I. 17 926,50 JJcar an

Prinz Heinrich wohnte der Eröffnung bei. Wechselftempelsteuer vereinnahmt, zusammen mit den Vor-

~ tu .«>. a ~ monaten des ab 1. April laufenden Rechnungsjahres 89808,10

Mltjches Lielty. Mark oder 6336,90 Mk. mehr als im entsprechenden Zeittaum

heute den Text des dem Reichskanzler zu erstattenden Gut- brauchspferde. Soweit sich beurteilen laßtz war der Bestand achtens des Ausschusses fest. Das Gutachten beantragt unter guter Beschaffenheit, m welcher Hmsicht sich der heutige anderem Aufhebung des Börsenterminregisters, mindestens aber Markt von den früheren vorteilhaft abhob. ^er Umsatz ließ Rechtsgiltigkeit der Sicherheitsstellung und fristloser Anerkennt- hu Punschen übrig, was wohl durch die für die Pserdebesitzer nisse, ferner Aufhebung des Verbots des Terminhandels in P" SMWftd&cnbe

Getreide, Mühlenfabrikaten, Anteilen der Bergwerks- und ^ett durch den Winter zu bringen,^erklärlich ist. Auf Fabrikunternehmen, mindestens aber die Bestimmung, daß dem Ochs en markt waren_ctma 100

derselbe unbeschadet der Rechtsgiltigkeit der einzelnen Ge- dem Schweine markt 1000-1100 Stuck. Auf letzterem rvjr. ,war der Handel ziemlich lebhaft.

1 17 Seot Das 17 (Blaue) Armeekorps Wallenred, 17. Sept. Den bei dem Brande von

beendete mit der j ihm gehörige» Kavallerie-Division L st-m n>ir bereitz telephvmsch gemeldet haben, ^Stenpeue^ gestern Slbenb den Aufmarsch bei Danzig und trat morgens wehren gelang e^ nach langer > sch ~ f ,

den Vormarsch an. Das erste (Rothe) Armeekorps, der» die Element, das Feuer aus seinen Herd zu beschranten. Infolge Kavallerie-Division A bereits vor einigen Tagen voran-fies hier herrschenden llöagerm rg |!

gegangen ist, überschritt gestern und in der Nacht bei Weißen- bezeichnen, daß das durch das anhaltende Regenwetter r ich. berg und Mewe die Weichsel und rückt gegen Danzig vor. sich gesammelte Master ,n der Nachbarlchast zu den ersten - Die Kaiserin wohnte vormittags den Einweihungen der L°lcharbe,ten verwendet werden konnte Auch das bedroh

unter ihrem Protektorat erbauten Kirchen in Sch,dl,tz und Anweien. be§benadjbarfen Stampff ' S .

O , 4. bedeutend beschädigt worden. Der vom Unglück betroffene

- Der Kaiser wohnte heute dem Manöver bei, be- Stock ist versichert. Die Entstehungsursache des Feuers ist suchte darnach das Biwak des Kavalleriekorps bei Czechlau unbekannt, es iv.rd vern-utet, feuchtes Grummet sei m Brand und kehrte von Spengawsken mit Sonderzug über Dirschau geraten. ,

nQ|? zurück, woselbst er sich an Bord derHohen- ^^-g"läU hier* eine auswärtige Bergwerksgesellschaft, die zollern" begab. Vormittags setzte em starker Regen em, der - Keilthale größere Werke besitzt, Aufschlußarbeiten noch andauert. Bei dem heuttgen Manöver kam die 1 Bogelthale vornehmen. Die ohne große Schwierig-

fanterie nicht zum Gefecht. Beide Kavallerie-Divisionen, A Seiten zu Tage geförderten Erzmassen sind, wie dieButzb. (rot) und B (blau), stießen in der Gegend zwischen Groß- Ztg." erfährt, von hohem Prozentgehalt. Es besteht nach kleschkau und Großtramstken aufeinander. Das Gefecht endete der Ansicht des leitenden Fachmannes begründete Aussicht, mit dem Siege der Division A. Nachmittags telegraphierte daß es sich hier um ein mächtiges Erzlager handelt, der Kaiser an die Manöverleitung etwa folgendes: Die Bivak- Angrenzend an dieses Gebiet besitzt Forstperwaller Sommer­plätze glichen Sümpfen, die von Bächen gespeist würden, von Ziegenberg das Muthungsrecht. E» ist ihm behord- »4 i ä ,5$, aiö'ssrÄS:

durchnäßt. Außerhalb der Chauffecn fei überhaupt mcht zu . Terrain von noch weit größerer Ergiebigkeit und

passieren, mfolgedesien sei morgen Ruhetag. größerer Ausdehnung sein. Tas dort lagernde Erz wäre

sagt habe, daß er die Politik McKinleys fortsetzen werde, fei es nicht gewiß, daß er den etwas unbestimmten Phrasen, in welchen er diese Politik darlegt, dieselbe Auslegung geben werde, wie sein Vorgänger. Wie man sieht, wird zunächst dem neuen Präsidenten nicht recht über den Weg getraut. Er soll auch, nicht zu freundliche Gefühle gegen England hegen. Das ist freilich geeignet, wenn es zutrrfft, ihm im den Augen vieler Deutscher einen sympathischen Zug zu verleihen.

Engländer uud Sreu.

Aus Südafrika sind in den letzten Tagen wenig oder- gar keine Siachrichten gekommen. Wenn Lord Kitchener gar nichts zu melden weiß, so ist das ein Zeichen, daß ihm auchj der kleinste Erfolg, anscheinend sogar die sonst üb­licheGefangennahme" von so und so viel Stück Vieh, versagt geblieben ist. Aus einer Tepeschss aus Kapstadt kann entnommen werden, daß der britische .Höchstkomman­dierende seine Drohung, über Kapstadt den Belagerungs­zustand zu verhängen, noch immer nicht verwirklicht hat. Das kapländische Ministerium, die Bürgerschaft und die Presse setzen der Turch^führung dieser Maßregel den äußersten Widerstand entgegen, weil sie mit Recht befürch­ten, daß der kapländische anbei, der schon jetzt damieder- liegt, dadurch' noch empfindlicher geschädigt werden würde. Ob nun Kitcyener unter dem Eindruck dieses Protestes von seinem Vorhaben Abstand nimmt oder ob bie Wirkung dieser Maßregel auf den Gang des Krieges nicht mehr so hoch veranschlagt, sei dahingestellt. Es dürste jeden­falls feststehen, daß die Buren auch die Eventualität der Verhängung des Belagenlngszustandes bereits in Betracht gezogen uni) entsprechende Vorkehrungen getroffen haben. Tazu kommt, daß jetzt die gute Jahreszeit für die Buren hereinbricht. Das Gras fängt an zu sprießen, die will­kommene Nahrung für die Burenpferde; dadurch wird die Beweglichkeit der Kommandos erhöht, während für die Eng­länder diese Verhältnisse verderblich werden, insofern als die eingeführten Pferbe das afrikanische Gras nicht ver­tragen, sondern daran er fr auf en und unbrauchbar werden. Die englische Heerführung ist um die Sage, die sie sich ge- schäffen hat, wahrlich nicht KU beneiden. Herr Kitchfener wird aber in Zukunft vielleicht den Mund etwas weniger vollnehmen und nicht das Ende des Krieges befehlen, sondeni ab warten, wenn feine Geduld auch noch auf eine sehr harte Probe gestellt werden wird. Oder sollte nicht die natürliche Konsequenz der jetzigen Lage seine Ab­berufung sein?

Aus Johannesburg wird derDaily Mail" vom 12. September gemeldet, daß der Prozeß gegen den früheren dritten Staatsanwalt Broeksma begonnen habe, der der Spionage angeklagt ist. Aus der Zeugenaussage geht hervor, daß der Angeklagte der Vermitteler zwischen Tr. Leyds, Dr. Krause sowie andern Buren, die sichi in Europa auf halten, und den im Felde stehenden Buren war. Die Briefe wurden durch den amerikanischen Konsul in Jo­hannesburg befördert. Unter den im Haufe Broekmas ge- funbenen Schriftstücken befand sich eine Prollamatton, durch welche General Kitchener seine Offiziere und Soldaten für vogelfrei erklärt werden und den Buren befohlen wird, alle bewaffneten Briten, die nach dem 15. September gefangen genommen werden, zu erschießen. Es wurden ferner im Hause Broeksmas zahlreiche Briefe von Krause und Kopien der Antwortschreiben Broeksmas gefunden.

Wie im Haag verlautet, lvollte am Samstag das Schiedsgericht den Antrag der Burenstaaten, auf Zu­sammentreten des Schiedsgerichts der englischen Regierung unterbreiten. Im Falle der Ablehnung sollen mehrere hervorragende Mitglieder des Schiedsgerrchts entschlossen sein, ihr A m t n i e d e r z u l e g e n, um so eine Sprengung des Schiedsgerichtshofes herbeizuführen. (!)

noch leichter zu fördern.

§ Butzbach, 18. Sept. Ter Küfermeister Ehr. L a n g * 9?nm 17 Dm- N av st eniviina bei ausaereickmeter bein hier hat eine Sch,eibe zur Waschmaschine mit San^ G.sundbeit den GfeYretär ^e?B^gEn de^ Pro- W zu deren Bewegung erfunden und das aus Holz

GE-sdfin^ kßh7rt. Es istItts^nnrnVr britt/größ^re

vertreten. Um 9 Uhr wurde der Sarg aus dem Werßen Durch das energische Eingreifen der Feuerwehr

Hause herausgebracht, geleitet von regulären gruppen, Ma- . bi Nebenaebäude aerettet

trofen, Seesoldaten sowie ^uge Man^n ? Wettsaasen, (Kr. Alsfeld), 17. Sevt. Infolge des

ich Roosevelt, der frühere Prajident Cllveland, Bertteter! Niederschlägen so reichen Wetters ist das Obstpflücken aller Zweige der Bundesregierung, eine Anzahl Gouverneure rec^ gefährlich geworden und die Mahnung zur Vorsicht mtt ihren Bediensteten und Vertreter zahlreicher Zch.lll heim Besteigen der Obstbäume geboten. Eine hiesige, in Körperschaften. r5rau McKinley blieb im weißen Hause zuruck. mittleren Lebensjahren stehende Frau fiel beim Apfel- Der Sarg wurde in dem weiten Raume unter der rffiüden vom Baume herab. Sie brach dabei ein Bein und der Rotunde um halb elf Uhr aufgeitlellt. Der Gottesdienst einen Arm und trug auch Verletzungen an der Schjulter begann um 11 Uhr. Wahrend der Ueberführung toewen ^Qtion,

>ie Straßen ungeachtet bes Regens mit kiner dichten Mainz, 17. Sept. Vom Gouvernement wurden Er-

Menschenmenge befetzt. Info ge mangelhafter Polizei- anaestellt über Zahl, Ausstattung und Stärkeder

Eshanbrll

New-York, 17. Sept. Der Korrespondent desNew- sich darum, Unterlagen für bie eventuelle Verwendung deS Yorker Herald" in Washington meldet, es sei nunmehr sicher, Automobils zu Kriegszwecken zu gewinnen.

däßl Staatssekretär Halp seine Entlassung innerhalb Mainz, 17. Sept. Das Großherzogspaar traf 14 Tagen einreichen wird. Dieselbe werde angenommen und gestern nachmittag um 4.40 Uhr von Wolfsgarten kommend Rodt zu seinem Nachfolger ernannt werden. Ebenso sei jetzt h^r ein. Tas hohe Paar besuchte noch am Nachmittag das fast sicher, daß Ga g e im Amte bleibe. Der Attorneigeneral Anttguitätengeschäft von Bro 0 auf der Rheinsttaße, worauf Knox bleibe wahrscheinlich im Amte, wenn nicht eine Ver- Herrschaften zum Schlosse zurückkehrten. Mit den kgl. ändernng in den gegenwärtigen Plänen eintrete. Roosevelt Hoheiten sind noch eingetroffen: Tie Prinzessin Beatrice, sagte gestern zu einem intimen Freunde:Ich war Kan- Schwester der Großherzogin, der Großfürst Ktzrill, didat für die Präsidentschaft im Jahre 1904, man muß jetzt Prinz Arthur v. Connaught. Im Gefolge der hohen Herr- von mir ab seh en; ich bin keinesfalls Kandidat für schäften besinden sich: Schlüsseldame Freiin v. Grancy, Hof- die nächste Wahl." bamc Freiin v. Notsmann, Gesellschaftsdame Frl. Gazert,

Peking, 17. Sept. Heute zogen die chinesischen Trup- Excell. Obersthofmarschall General v. Westerweller, Ober­pen wieder ein. Zugleich fand die lieber gäbe d e r v e r - sEmeister Frhr. v. Riedesel, Ober'st v. Wachter, Flügel­boten en Stadt an die chinesische Behörde durch die adiutant^^Frhr. v. Röder, FlügeladjutantMttmeister Kraemer, Amerikaner und Japaner statt. Oberst Tattcheff und Kapitän Wyndham. Der Großherzog

reiste heute vormittag um 10 Uhr mit einem Extrazug von

Hflttu. Mainz nach Worms und begab sich in das Manövergelände-.,

® Tie Rückkehr nach Mainz erfolgte um 12.45 Uhr.

(DerMdruckberunterbttserRubrikbesinbllchenOrigmal-NachrichtcnI Oftrsen, 16. Sept In der Kiste eines alten Sonber. ist nur untergenauer Quellenangabe.Gieß. Anz. in' bie Siechenanstalt nach

Heidesheim verbracht worben ist und den man als mittellos betrachtete, wurden über 500 Mk. in kursfähigen Münzen, sowie alte hessische, Holländer, Oesterreicher, französische und italienische Münzen, ferner amerikanische Banknoten, jede für sich eingewickelt und versteckt, vorgefunden und von ber Ge­meinde in Verwahrung genommen.

** Aus d c m Arbeitshaus Dieburg sind wäh­rend des verflossenen Monats August 17 Personen, welche daselbst korrektionelle Nachhaft verbüßten, entlassen worden. Tie längste Dauer der Nachhaft betrug bei 2 Personen 307 Tage und die kürzeste bei 8 Personen 180 Tage.

Bingen, 16. Sept. Gestern abend war der Schlepp» dampferDiana" des Schiffers Martin Hcyderüy von Caub mit dem eisernen SchleppkahnVereinigtes Deutsch­land", welcher mit Kohlen beladen war, auf der Fahrt nach dem Oberrhein. In der Nähe vom Binger ^.och nun brach dem Dampfer eine Schieberstange, fvdaß er ins Treiben kam. Es gelang ihm jeboch, unterhalb vom Bingep Loch vor Anker zu gehen. Der Scblepplahn aber trieb, nachdem man das Verbindungsfeil gekappt hatte, etwa eine Stunde weit zurück bis unterhalb Trechtingshausen.