Ausgabe 
19.9.1901 Zweites Blatt
 
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Schlingen werden

L ÜIbSrLALcke produziert. Die Staatsanwaltschaft hält

Augelagten.

rettet wurden.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft

Wetter

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September

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am 16.-17. September

Höchste,Temperatur an

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Für die Redaktion verantwortlich i. V.r fR. Dittman n,

8°/o Mexikaner 41/2,/o Chinesen

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84.551 Harpener . . Tendenz: ruhig.

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Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Gotthaiflbahn . . Laurahütte . . . Bochum ....

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rieh" zu Barop stürzte der alte Schacht ein. dessen neue Steigleitern eingebaut werd. ' -

Reicheanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen

18,1° C.

5,4° C. >

' * Berlin, 17. Sept. Aus Tsingtau wird amtlich! gemeldet, daß der Maurermeister Hermann Knappe dort am 13. September am Herzschlag verstorben ist.

* Kiel, 17. September. Heute nachmittag tenterte im Kriegs Hafen ein Seegelboot mit sechs Insassen, von denen der BootfüHrcr Brenster ertrank, während dre übrigen ge-

. 194.00

. 173.70

. 117.00

. 126.50

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. 154.00 . 178.50 . 162.30 . 150.20

Bed. Himmel Regen

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. 100.30

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. 98.10

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42.90

. 25.80

. 26.40

Beisetzung des Professors Dr. Eichbaum. Heute Vor­mittag gegen 11 Uhr traf die Leiche des Heimgegangenen Prof. Dr. Eichbaum aus Bad Rheinau auf dem hiesigen Bahnhofe ein. Unter den Klängen des von einem Musik-! korps gespielten Trauerliedes wurde sie in den Leichenwagen gehoben, der dann mit Kränzen reich geschmückt wurde. Unter dem Vorantntt des Musikkorps setzte sich der Zug nach dem Friedhof in Bewegung. Er nahm seinen Weg durch die Liebig-, Alice- und Ludwigstraße. Hmter dein Leichenwagen schritten die Angehörigen des Ver­blichenen; dann folgten die beiden Universitätspedelle, die Kränze trugen, der Rektor der Universität Prof. Dr. Schmidt und der Dekan der medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Strahl; daran schlossen sich die übrigen Dozenten der Universität so­weit sie in Gießen anwesend sind, die Chargierten einiger studentischen Korporationen in vollem Wichs mit Fahnen und die übrigen Leidtragenden. Es war ein stattlicher Zug. Die Grabrede hielt Pfarrer Dr. Naumann. Er gedachte des innigen Familienlebens des Abgeschiedenen und hob seine trefflichen Charaktereigenschaften hervor. Nach ihm ergriff Professor Dr. Schmidt das Wort. Er erinnerte an die langjährige Wirksamkeit des Heimgegangenen Kollegen an der Lanesuniversität, der et 22 Jahre angehörte. Ayr Schluß seiner Rede legte er mit einer dem Andenken des Verstorbenen geweihten Widmung einen Kranz am Sarge nieder. Hierauf weihte Prof. Dr. Strahl dem.Verstorbenen einige Worte des Gedenkens. Er hob seine wissenschaftliche Thätigkeit, seine Kenntnisse und Erfolge auf dem von ihm eingeschlagenen Gebiet der Wissenschaft hervor. Leider sei es ihm nur kurze Zeit vergönnt gewesen, als Ordinarius an unserer Hochschule zu wirken. Auch er legte mit entsprechender Widmung einen Kranz am Sarge nieder.

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt a. M., 18. September.

17.

17.

18.

Meteorologische Beobachtungen

der MaSiors Gießers.

32/r%

5<y0 Italien. Rente . .

4"-/0 Griech. Monopol-Anl, 35/o Portugiesen . . '

gelang nicht, den Kahnfestzulegen. Bei den Versuchen zur Sicherung rissen sämtliche 5 Anker nacheinander. Tre Anker liegen jetzt im Fahrwasser und bilden eine ernfttrche Gefahr für die durchfahrenden Schiffe. Der Kahn soll sehr starke Beschädigungen erlitten haben.

fc. Frankfurt a. M., 17. Sept. Die Inhaber der Droguerie Glocke u. Tschranke teilen mit, daß in ihren Kellern alles den Vorschriften gemäß war und daß die Explosion darauf zurückzuführen ist, daß der Lehrling Einschütz entgegen seiner Instruktion in dem ganz hellen Keller em Streichholz an­gezündet hat.

Frankfurt L M., 17. Sept. Oberleutnant v. Miquel ging nachstehende Beileidskundgebung der Kai­serin aus Danzig zu: Ihre Majestät die Ihnen und Ihren Geschwestern Ihre herzliche Teilnahme aus Anlaß des Todes Ihres Herrn Vaters aussprechen, dessen große Verdienste um die Förderung vieler von1 Jgjncer Majestät übernommener kirchlicher und Wohlthatigkeits- arbeiten Allerhöchst Ihr in dankbarer Erinnerung bleiben werden. Frhr. v. Mirbachs

Vermischtes.

* K ö ln, 17. Sept. Der WasserstanddesRheinA ist seit gestern weiter gestiegen. Bingen meldet eine Er­höhung des Pegels um 8 Ctm., Caub um 19 Ctm. Hier betrug die Pegelhöhe heute morgen 5.20 Meter, 1.04 Meter mehr als gestern. Nachrichten aus dem Elsaß melden, daß das Hochwasser der Mdsel und der Saar den Land­wirten bedeutenden Schaden zugefügt hat. Tas Wasser hat nicht nur das abgemähte Gras in den Wiesen weggeschwemmt, sondern auch das noch stehende durch Sand und Schmutz verdorben. Auch den Reben, dem Hopfen und den Kartoffeln ist Schaden zugefügt worden. In Metz richtete die stark an geschwollene Mosel auch an .Gebäuden tzep Ktccht Verwüstungen cm. .

Universitäts-Nachrichten.

An der Universität Tübingen haben im Studienjahr 1900/01 insgesamt 89 Promotionen stattaefunden. Davon ent- fallen 19 auf die juristische, 34 die medizinische, 7 die staatswiss en- schaftliche,13die naturwissenschaftliche Fakultät. In der philosophischen haben (von 27 Bewerbern) den Doktorgrad erlangt. Die beiden theologischen Fakullätcn weisen keine Pronwtion auf. An dem pädagogischen Seminar für Landwirtsschaftslehrer an der Universität Leipzig beteiligten sich im vorigen Semester 9 Studierende, von denen sich 4 der Prüfung unterzogen und sie bestanden. Aus Moskau wird berichtet: Alle hiesigen medizinischen Vereine haben beschlossen, zur Feier deS 80. Geburts- taaes von Ztildolf Virchow am 13.Oktober eine gemeinsame Fest­igung abzuhalten, sowie eine Abordnung nach Berlin zu senden. Auch wird geplant, ein Virchow-Stipendium an der Universität zu lsten^ n^pzig wird berichtet: Prof. Dr. Lambrecht, der Historiker unserer Universität, der im vergangenen Sommersemester aus Gesundheitsrücksichten von der Abhaltung von Vorlesungen entbunden war, wird im bevorstehenden Wintersemester ferne Thätigkeit wieder voll aufnehmen. Prof. Koch hat nach der Berliner Börsenzeiwng Berlin verlassen und sich zu Studienzwecken nach Hamburg begeben. Dort wird Koch die samtatspolizeilrchen Einrichtungen im Hafen in Augenschein nehmen und vor allem das tropenhygienische Institut einer eingehenden Besichtigung unterziehen.

Frankfurt, 17. Sept. Die hiesige Ortsgruppe des\ Handelsvertragsvereins hatte auf gestern abend eine Protest Versammlung gegen den Zolltarif ern- berufen. Sie war von Angehörigen aller Parteien und Be-I rufsklassen ungemein stark besucht, auch grauen waren per Einladung gefolgt. Es ward einstimmig folgende Resolution angenommen:

Die heute versammelten, allen Erwerbsständen und Bevolke- rungsschichten, wie den verschiedensten politischen und wirtschaft- I lichen Parteien angehörenden Bewohner der otaot Frankfurt a. Je. und deren weiterer Umgebung müffcn ine töroerften Bedenken gegen den von der Reichsregierung veröffentlichten Entwurf emes Zolltarifgesehes äußern. Entgegen den von den wertesten Kreisen! ausgesprochenen Wünschen enthält derselbe für Getreide ernen Doppeltarif mit Minimalsätzen, die den heutigen General- tarrf erreichen, ja, noch übertreffen, ferner bedeutende Er­höhungen der Viehzölle, der FleischMe »ud zahlreicher anderen Zölle auf notwendige Nahrungsmittel und Bedarfsartikel. Drwch einen derartigen Zolltarif würde das Zustandekommen gedeihlicher Handelsverträge unmöglich gemacht, dre wichstrgsten Lebensrnittel sehr vertheuett und damit das Wohl der gesamten Bevölkerung aufs Schwerste geschädigt werden. ,

Indem die Versammlung namens der gesamten Bevölkerung der Stadt und bereit Umgebung gegen einen derartigen Zolltarif- entwurf, als Grundlage unserer zukünftigen Zollpolitik, aus das energischste protestiert, richtet sie an Bundesrat und Reichstag dre I dringende Bitte, diesem Zolltarif die verfassungsmäßige Zustimmung zu versagen uird unter keinen Umständen eme Erhöhung der Zolle auf Lebensmittel, wie überhaupt einem Tarif zuzustrmmen, welcher den Abschluß künftiger Handelsverträge gefährdet.

Der Vorsitzende erhielt von den Versammelten die Er- mächtigung, die Petition in Sachen des Zolltarifs dem Reichstag und Bundesrat zu überreichen.

]?[ Frankfurt, 18. Sept. Stadtpfarrer Christian Bahl, Geistlicher Rat und Ehrendomher, ist heute früh 4 Uhr ge-1 storben..

" Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. In Griedel wurden bei der Gemeinderatswahl für 3 ausscheidende und 3 als Ersatz zu wählende Mitglieder die Herren: Heinrich Becker, Heinrich Tröster, Heinrich Dreudt L, Konrad Marx, Heinrich, Jakob Strasherm I. und Heinrich Balthasar Kopf gewählt. Die Wahl war sehr leb­haft, von 165 Stimmberechtigten machten 141 von ihrem Rechte Gebrauch - In Hausen wurde bei der Gemeinde- ratswahl Philipp Petri mit 14 Stimmen wredergewahlt. Neugewählt wurden Balth. Seipel mit 13 und Jagdaufseher Weidmann mit 8 Stimmen. In Södel wurden bei der am Samstag stattgehabten Gemeinderatswahl für dre drei ausscheidenden Gemeinderäte gewählt: Phil. Kaspar Klein mit 70, Phil. Seipp mit 58 und Karl Walz mit 45 Stimmen. Wahlberechtigt waren 154, von denen aber nur 76 von ihrem Rechte Gebrauch machten.

Kandwittschast.

Die Anmelvctermiue für die Handclsgewachsc auf der 16. Wanderausstellung der Deutschen Landwrrt chaftö- Gcscllschast. Von Handelsgewächsen kommen auf der IG. Wander­ausstellung der Teutfchen Landwirtschafts-Gesellschaft, welche vom 5. bis lO.yuni 1902 in Mannheim stattsmdet, Hopfen, flachs, Hans und Tabak zum Wettbewerb. Die Ausstellung von frychcnr Hopfen der Ernte von 1901 steht in unmittelbarem Zusammenhangs nut der Gersten- und Hopfenausstelluna, welche zu Berlin vom 0 bis 13. Oktober d. I. stattfindet. Die hier nut Preisen ausgezeichneten Erzeugnisse gelangen 1902 in Mannheim, nachdem sie zu Dauer­waren umgearbeitet worden sind, Sur -lu-.'stellrmg. ^er ^chlup des Anmeldetermins fällt daher mit betn ber ®cutf(f)cn ®erften-i und Hopfen-Ausstellung zusammen, welcher aus ben 2d. September ds. Jahres festgesetzt ist. Für Flachs und Hanf wird der Anmelde- tcrnun erst ant 28. Februar 1902 geschlossen. ,Wav die Tabaks- ansstellung anbetrifft, so ist die Anmeldung für ^arstelluitg von Feldanbauversuchen bereits geschloßen. Für sermentierien .Rohtabak ist der Anmeldeschlliß auf den 30. September 1901 und für Samm­lungen von Tabak auf den 28. Februar 1902 festgesetzt. Anmelde- scheme sind durch die Geschäftsstelle der Deutschen Landwtrtschasts- Gesellschast, Berlin SW., Kochstraße 73, zu beziehen. 4.te zum Preisbewerb angemeldeten Gegenstände sind bis zum lo. Oktober an die Firma I. H. Bachmann, Bremen, Weserbahnhof, frachtfrei einzusenden, damit sie von da aus die beabsichtigte Seereise an- treten. Später eingehende Sendungen können nicht mehr berrick-

Gerichtssaal.

d. Gießen, 17. September. (Strafkammer.) Der Tag­löhner Adam F l c ck c n st e i n in Frankfurt a. M., der eine schier unendliche Vorstrafliste sein eigen nennt, ist beschuldigt, dem Job. R 0 m p f IV. in Langgöns eine Gans in rechtswidriger 2lbsicht entwendet zu haben. Der Angeklagte ist geständig, schützt aber Trunkenheit entschuldigend vor. Die Großh. Staatsanwaltschaft beantragt, auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten unter Zu­billigung milderiider Umstände zu ernennen, die Strafkammer ver­urteilt den Angeklagten in eine solche von 5 Monaten unter Atif-! rechntlng eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. Die Elisabethe Kuba von Gießen war vom hiesigen Schöffengericht von der Anschuldigung des Diebstahls, der ihr zum Nachteile des Fräulein Toni Sander von hier zur Last gelegt wurde, durch 1 Erkenntnis vom 20. August d. I. sreigesprochen worden. Gegen dieses Urteil hatte die Staatsanwaltschaft das Rechtsmittel der Berufung verfolgt. Die Angeklagte leugnet auch in der heutigen Hauptverhandlung. Nach erfolgter Beweisaufnahme zieht der Staatsanwalt die eingelegte Beruftmg wegen der Aussichtslosigkeit ihrer Verfolgung zuruck. Ter Philipp Konrad K l a r r u s von Groß-Karben ist angeklagt, am Abend des 8. August d. I. den Wilhelm Krebs aus Bergen durch Messerstiche körperlich verletzt zu haben. Der Verletzte, der als Zeugen geladen war, ist nicht erschienen. Ter Angeklagte gibt den Thatbestand der Anklage zu, beruft sich aber auf Notwehr. Nach erfolgter Beweisaufnahme setzt das Gericht die Haupwerhandlung bis zur Ermittlung des Zeuaen Krebs aus. Ter gegen den Angeklagten erlaßene Haftbefehl »Ä- -JuAWsW mm 66t*« An. klage gegen den Theodor Theiß und Karl H 0 r st, vewe au Wingershausen, wegen Jagdvergehens. Tie Angeklagten nnd be schuldigt, in den Jahren 1898 bis 1901 tn der Gemarkung Wingers-

Splitt.

24-Ttundcn-Rcnucrr tn Berlin. In dem langen Rennen siegte der Weltmeisterfahrer Rob l, der in den 24 Stuiiden 904,148 Kilometer zurückleate. Joseph Fischer wurde mU 877,305 Kilometerri Zweiter. Dritter wurde Kerfs mit 847,050 Km. Millner mit 734,330 Km. 4. Ryser mit 463,500 Km. 5. Lesna mit 339,500 Km. 6. H u r e t mit 317,510 Km. 7. Jean Fischer mit 233,510 Km. 8. Hartwig mit 153,500 Km. 9. Der Gewinn Robls beträgt einschließlich der Kilometer-Extra- Prämien und der Prämie für den 6 Swnden-Welwekord 6308 All., Joseph Fischer brachte das Rennen an Preisen ca. 3578 Mk. und werft co. 1270 Mk. ein.

' Dortmund, 17. Sept.^f ber^,Fms»M°d- Mm

beffen "neue Steigleitern eingebaut werden müffen, fo nmb"c2° ^ni^qbqeroc^re und Schlißen werden

ein Teil des Betriebes auf drei Wochen gestört fein Die ^ls UebettRrimgritücke produziert. Die Staatsanwaltschaft hält Verwaltung hofft, den Betrieb der Kokerei vollständig den Thatbestand der Anklage für gegeben und beantragt gegen auftechtzuerhalten. , . f I jeden der beiden Angeklagten eine Gefängnisstrafe von sechs Mo-

" or-# 1 naten. Die Verteidigung beantragt Freisprechung von Stnrfe und

Kosten, eveiUuell Zuerkenmmg einer milderen Strafe. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von vier Monoton gegen jeden der

Pforzheim, 17. Sept. Die hiesige Bankfirma Winter, Engler u. Co. befindet sich in momentanen Zahlungsschwie­rigkeiten, doch haben hiesige Banken die Abwickelung der Ge-^ schäfte übernommen, fodaß die Interessenten nicht geschädigt werden. 1 Die Firma wird voraussichtlich weiterbestehen.

Köln, 17. Sept. Der Direktor der Ringofenziegelei Wines u. Co., Brühl, der Automobilgesellschaft Bnihl, Harß- heim, wurde in Briihl wegen Unterfchlagung, Wechsel- und Ur­kundenfälschung verhaftet.

Brüssel, 17. Sept. Der Zuschlag für die Kohlenlieferungen für die Staatsbahn ergab in Lüttich eine leichte Preisermäßigung; in Eharleroi erfolgte der Zuschlag zu denselben Preisen wie das letzte Mal.

Heilbronn, 17. Sept. Bei feinen Nachforschungen stiev der Aufsichtsrat der Heilbronner Gewerbebank heute abend auf Wechselfälschungen der verhafteten Direktoren tn der Höhe von 20,000 Mk. Weitere Feststellungen ergaben, daß auch kommissions­weise überlassene Hypothekenpsaiidbriefe im Betrage von 6000 Mk. bei der Reichsbank verpfändet sind. Tie Reihe der Betrügereien dürfte damit noch nicht geschlossen sein.

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743,1

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sichtigt werden. _ . I

w. Bon der Nidda, 17. Sept. Unsere ganze Zwetschenernte ist durch ben fast vier Tage anhaltenden Regen vernichtet. ~te Früchte sind ohne Ausnahme aufgeplatzt, das Fleisch ist zum gyopen Teil ausgewaschen. Manchmal hängt nur noch die leere schale oder der blanke Stein, durch eine ganz kleine Fruchtmaffe nut dem Stiele verbunden, am Zweig. Die Früchte, tue wahrend des Regens herunterfielen, sind bis ins Innere so beschmutzt, daß sie unbrauch­bar geworden sind. Auch vieles Grummet ist verdorben. Es ist das um so mehr zu bedauern, weil viele kleine Landwirte schon einen großen Teil ihres Heuvorrvts infolge des Kleemangtt!, ver>**<*- <- -

, liark Kunst und Wissenschaft.

3 hem O!hmth°l. 17. Sept, tot ersten Sand

regen seit Ostern haben wir seit Freitag bis gestern nachf-! Ludwig Vin dem gleichnamigen Stück. Der Künstler wurde

mittag gehabt. Der Regen hat, ohne auch! nur sehr gefeiert. .

nute lang auftuhören, angehalten. Unberechenbaren Scha- Mainz, 16. Sept. Die Saison am Stadttheater wurde den hat dieser Landregen angerichtet, in erster ^ime am gestern mitFigaros Hochzeit" eröffnet. Eine Neuemstu- EJAWS «SS Ä SS? ÄÄTMÄ

Früchte sind aufgesprungen und fallen zur ^be. Der 9 (Figaro) mit gutem Gelingen, während von unseren

sonst so kräftige Geschmack der Zirletschen ist aus gewassert. -vüAcn Mitgtiedeni Frl. Matern a (Gräfin) und Herr R ü n g e r I Großen Schoden hat das Regenwetter auch der Grummet-1 /(^rac\ am vorteilhaftesten hervortraten.

ernte gebracht. Erst zur Hälfte hat man fte heremgebracht, die übrige Hälfte sitzt auf den Wiesen. Zum Füttern ist nun viel Grummet untauglich, geworden, arideres wurde von ALULftt WtlvUNgM.

den Wiesen fortgeschwemmt. Im benachbarten Jlsbachthale D ü n kir ch e n, 18. Sept. Präsident Lo u b e t empfing bei Groß-Eichen stand der ganze Wiesengrund unter Wass^:. Unterpräfektur die hier zur Begrüßung eingetroffene

Prüfung von Kartoffelerntemaschinen. DieHessische Königs der Belgier und gab den Mit-

Landw. Ztg." gießt in ihrer Wen Nummer bekannt dap amI i^ebier^ berfei6en ein Diner im kleinen Kieise. Sodann

^SchLpr°b^°'°n Lt°M°rnte- besuchte Loubct ben Ball im Rathaus-unh kehrte später nach maschmen ftattfmbet. Ein voiii Hessischen Landwirtschastsrat er- der Utiterpräfektur zurück. Dre Stadt und der Hafen smd. nanntes Richterkollegium ivird vorher die zur Schanprobe ange-1 festlich beleuchtet. Ter Regen hat nach4gelasten, aber es! meldeten Maschinen nach bestimmten Bedingungen emer eingehenden rveht ein heftiger WiM

Prüfung unterziehen, deren Ergebnis gelegentlich der Schauprobe Paris, 18. Sept. An Stelle des Generals Flo ren- bekannt gegeben wird. Voraussichtlich werden vW Landwirte die frer pie Altersgrenze erreicht hat, wurde der bisherige IGelegenheit wahniehmen, die neuesten und bewährtesten Fabrikate! Kommandant des 16. Armeekorps General Faure-Bi- I uuf diesem Gebiete praktifch vorgesuhrt zu sehen. I g u e t zum Militärgvuverneur von Paris ernannt.

Washington, 18. Sept. Tie Gattin des verstorbenen Präsidenten McKinley ist gestern abend nach Cauton! (Ohio) abgereist. Präsident Roosevelt bat in der Ko­bin ettssitzung, daß die Mitglieder desselben während dep Toner seiner Präsidentschaft ihre Portefeuilles behalten. Man glaubt, daß etwa fünfzig Frauen und Kinder aus' der Menge, welche den Sarg McKinleys in der Rotunde sehen wollten, verwundet wurden; die meisten waren jedoch! im stände, sich in ihre Wohnungen zu begeben.

Washington, 18. Sept. Ter Zug mit der Lerche M c K i n l e y s ist gestern abend 7.20 Uhr nach Canton (Ohio) abgegangen. Derselbe besteht aus drei Wagen, im zweiten befindet sich die Leiche. _

Buffalo, 18. Sept. C^olgosz wergert sich, irgend ein Wort zu sprechen, selbst mit seinem Rechtsbeistand. Ter Pro­zeß findet am 23. September statt.