Nr. S2V
Erscheint täglich mit Ausnahme deS
Montags.
,Die Siebener Familien' blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit Dem „Hess. Landwirt" und den ^Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schul st raße 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
yernsprechanschluß Nr. 51.
Zweites Blatt.
151. Jahrgang.
Donnerstag IN. September 1801
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger w
Amis- und Anzeigeblatt für den Mir Gießen
Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag esicheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungSstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen UniversitätS - Druckerei (Pietsch Erben).
Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanSBeck.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Del der heutigen Stallschau des Zuchtvereins sür Vogelsberger Rindvieh in Steinberg - Watzenborn wurden folgende Preise verteilt:
I. Viehbesitzer mit 5—9 Stück Rindvieh.
1) Johs. Philipp IH., Steinberg, mit 86 Punkten 1. Preis = 30 Mk.,
2) Valthaser Hirz VI., Watzenborn, mit 82 Punkten
2. Preis = 20 Mk.,
3) Joh. Karl Philipp, Watzenborn, mit 79 Punkten
3. Preis = 10 Mk.,
4) Johs. Philipp XI., Steinberg, mit 79 Punkten, 3. Preis
10 Mk.
II. Viehbesitzer mit 1—4 Stück Vieh.
1) Joh. Eberhard Pitz, Watzenborn, mit 84 Punkten
1. Preis — 30 Mk.,
2) Johs. Rinn II., Watzenborn, mit 82 Punkten 2. Preis
20 Mk.,
3) Jakob Schmandt XIII., Steinberg, mit 82 Punkten 2. Preis = 20 Mk.,
4) Balth. Philipp III., Steinberg, mit 81 Punkten 3. Preis = 10 Mk.,
6) H. Burger in., Watzenborn, mit 81 Punkten 3. Preis = 10 Mk.,
6) Joh. Philipp VIII. Wtw., Watzenborn, mit 68 Punkten
3. Preis = 10 Mk.,
7) Ludwig Häuser, Steinberg, mit 67 Punkten Anerkennung und 5 Mk., ,
8) Christian Sames, Watzenborn, mit 63 Punkten Anerkennung und 5 Mk.
III. Besitzer von Zuchtsauen.
1) Joh. Heinrich Heß, Watzenborn, 2. Preis — 15 Mk.,
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10) Balthaser Philipp III., Steinberg,
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6) Joh. Philipp VIII. Ww.
7) Joh. Georg Hirz III.,
8) Jakob Sommer III..
9) Konrad Ackermann,
Balthaser Hirz VI., Joh. Georg Philipp II., Joh. Eberh. Leicht, Karl Kloos,
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Außerdem erhielten die beiden Gemeindefaselhalter Balth. Philipp III. in Steinberg und Johann Karl Philipp in Watzenborn für sorgfältige Führung des Sprungregisters je 5 Mk. Anerkennung.
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Es kam das für Stallschauen bei Rindvieh vorgeschriebene folgende Punktverfahren zur Anwendung:
1. Beschaffenheit, Raumvcrteilung und Durchlüftung des Stalles .......
2. Fütterungsoorrichtungen ......
3. Düngerbehandlung ........
4. Plan und Zweckmäßigkeit in der Zucht- richtung ...........
5. Ernährungszustand der Tiere . . . .
6. Haut- und Stallpflege der Tiere . . .
7. Pflege und Aufstellung des Jungviehs .
8. Gesamteindruck .........
Punkte
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Summa 100 Gießen, 17. September 1901.
Der Direktor des Kreiszuchtvereins.
__________________B oeckmann.__________________
Kelranntmnchlmg.
Betreffend: Die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins in Lich.
Ich weise zur Vermeidung von Irrtümern nochmals darauf hin, daß die Generalversammlung des land- wirtsch. Bezirksoereins nicht am Mittwoch, 20. d. M., sondertt am Freitag, 25. d. Mts. in Lich stattfinden wird. Es erfolgt nochmalige Bekanntmachung.
Gießen, 17. September 1901.
Der Direktor des landw. Bczirksvereins.
v. Bechtold.
Zaren Toaste.
Aus den Danziger Kaiser tag en sind keine Trinksprüche veröffentlicht worden. Flugs schmeicheln sich die Franzosen damit, daß dies auf Wunsch des Zaren unterblieben sei. Wenn man das als eine Aufmerksamkeit gegen Frankreich betrachtet, so giebt man doch auf der anderen Seite zu, daß der Inhalt des Zarentoastes warme Empfindungen sür den Kaiser und Deutschland ausgedrückt habe; denn die Veröffentlichung eines berechnet kühlen Zarentoasts hätte ja der Republik zur Genugthuung gereicht, die Pariser Presse zum Triumphieren veranlaßt, daß Deutschlands „Bewerbung" zurückgcwicsen sei.
Wie nun der „Bert. Lok.-Anz." aus sicherer Quelle Mitteilen zu können erklärt, sind keinerlei Trinksprüchc politischen Inhalts gewechselt worden. Bei der Tafel an Bord der „Hohenzollern" habe sich Kaiser Wilhelm darauf be- schränkt, sein Glas mit den Worten: „Ich trinke auf das Wohl meines Freundes, S. M. des Kaisers von Rußland" Pt Lsxrex. Dieftrr Toast Habe Zar Nikolaus an Bord des
„Standard" mit fast gleichlautenden Worten erwidert: „Ich leere mein Glas auf das Wohl meines Freundes, S. M. des deutschen Kaisers." Ter herzliche, warme Ton, der das ganze Beisammensein der beiden Monarchen beseelte, habe streng politischen Aeußerungen oder Worten der glatten Höflichkeit im Wege gestanden. Die kurze, männliche Versicherung der Freundschaft allein sollte den Inhalt der öffentlichen Kundgebungen bilden (?). Von anderer Seite wird berichtet, daß der Kaiser den Spruch in deutscher Sprache ausbrachte, der Zar in ftanzösischer Sprach^.
Die Beunruhigung der Franzosen ist also gegenstandslos gewesen. Aus der Kürze des Toastes läßt sich keineswegs ein ungünstiger Schluß ziehen. Bekanntlich hegt Nikolaus II. gegen Ansprachen und vor allem gegen deren Beantwortung eine außerordentlich starke Abneigung. Ist es gar nicht zu umgehen, daß er das Wort bei offiziellen Gelegenheiten ergreift, so thut er dies so kurz als möglich. Bei seinem Besuch in Frankreich wird der Zar reden müssen, weil sonst die von der russischen Politik beabsichtigte Wirkung, den Boden für neue Anleihepläne vorzubereiten, schwerlich erreicht würde. „Welcher Franzose", sagt Bulwer sehr richtig, „ward nicht gewonnen durch eine schöne Phrase!" Dieser Höhepunkt darf den bevorstehenden Festen nicht fehlen — oder die ftanzösische Bevölkerung ist späterhin nicht dazu zu bewegen, aufs neue ihre Ersparnisse auf dem Altar der Freundschaft zu opfern. Russische Orden an die ftcm- zösischen Staatsmänner genügen nicht. Ganz Frankreich brennt darauf, die nie zu oft vernommene Musik zu hören von der unerschütterlichen „Waffenbrüderschaft". Es ist so angenehm, zu Illusionen angeregt zu werden.
Zum Zarenbesuch in Frankreich.
Wie wir telegraphisch meldeten, ist das Zarenpaar am Dienstag früh 5 Uhr an Bord der Kaiseryacht „Standort" nach Dünkirchen abgefahren. Auch Präsident Loubet hat sich an demselben Tage in Begleitung des Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau nach Dünkirchen begeben, wo er vier Uhr nachmittags eintraf. Unterwegs machte Loubet in Arras einen kurzen Aufenthalt. Er empfing auf dem Bahnhof die Spitzen der Behörden der Stadt und andere hervorragende Persönlichkeiten. Auf eine Ansprache des Präsidenten des Generalrates des Departements Pas de Calais erwiderte er, die Zusammenkunft mit dem Kaiser von Rußland werde für die ftanzösische Nation von großem Nutzen fein, und aufs neue den Nachweis liefern, daß die ftanzösische Republik die a u s w ä r t i g e P o l i t i k, die es mit Ausdauer verfolge, in den Dienst des höheren Interesses des Vaterlandes stelle.
Die Empfangsfeierlichkeiten dürften durch das nasse Wetter wesentlich beinträchtigt werden. Trotzdem bereitete die Bevölkerung dem Präsidenten bei seiner Ankunft in Tünkircheu schon am Bahnhof einen sehr herzlichen Empfang. Tie von den Nationalisten ins Werk gesetzten Hetzereien blieben meist unbeachtet. Tie Hochrufe setzten sich bis zum neuen Rathause, wohin sich Loubet begab, fort. Hier führte Loubet auf eine Begrüßungsansprache des Bürgermeisters aus, seine größte Freude und Genugthuung bilde die Hoffnung, daß der Besuch des kaiserlichen Bundesgenossen das Gedeihen unb die Sicherheit der französischer: Republik fördern werde. Tarauf weihte Loubet das Rathaus ein. Tann unternahm er einen Rundgang durch das Rathaus, dessen Bau, holländischer Renaissancestil, seinen lebhaften Beifall fand. Besonders verweilte er vor einer gut getroffenen Darstellung der Rhede Dünkirchens mit der Einschiffung Felix Faures auf dem „Pothuau" zur Abreise nach Rußland im August 1897, die die Unterschrift „Zur Weihe der französisch-russischen Alliance" zeigt.
Für die Anwesenheit des Zaren sind die strengsten Sicherheitsmaßregeln getroffen worden. Bei der Flottenschau in Dünkirchen, bei der 20 große Panzerschiffe ausgestellt sein werden, durchfährt der Kaiser auf einem französischen« Kriegsschiffe in Begleitung des Präsidenten Loubet die in drei Treffen ankernden Schiffe, wobei das Kaiserschiff zu beiden Seiten von 12 Torpedoschiffen umgeben ist, die jede Annäherung anderer Schiffe verhindern. In Dünkirchen selbst hält sich der Zar nur kurze Zeit auf, alle Straßen sind abgesperrt; neben zahlreichen Gendarmen und Schutzleuten ist ein ganzes Infanterieregiment und vier Reiterschwadronen zum Schutze und zum Ehrendienst aufgeboteu. Zur Bewachung der Eisenbahnlinie von Dünkirchen über Amiens nach Compiegne und Reims sind die Truppen eines ganzen, im Innern von Frankreich stehenden Armeekorps bestimmt. Die ganze Eisenbahnlinie wird mit Schildwachen besetzt, alle Brücken, Tunnels, Bahnhöfe, Straßenübergänge sind mit Wachen versehen, starke Reiterpatrouillen gehen die Bahn entlang. Stadt und Schloß Eompiegne werden von zwei Kompagnien republikanischer Garde aus Paris, von vier Infanterie-Bataillonen und von je zwei Schwadronen Kürassiere und Jäger bewacht, überdies von Hunderten von Schutzleuten. Auch in Reims wird die Llbsperrung vollständig sein, nirgends werden Tribünen errichtet, und an dem Tage, an dem der Zar den Dom besucht, werden alle iStraßen durch doppelte Truppenspaliere gesichert. Am merkwürdigsten aber ist es, daß ein dem Zaren in Reims gegebenes Essen nicht im Stadthause stattfindet, sonder:: in den Kasematten des Forts Vitry, dicht bei Reims. In diesem Fort sind durch Pariser Tapeziere 6 Kasematten von je 15 Meter Länge und 6 Meter Tiefe zu Festräumen umgewandelt; das ganze Fort ist vollständig abgesperrt, und so wird es wohl zum ersten Male fein, daß der Herrscher des mächtigsten Reiches mitten im Frieden die Kasematten einer Festung aufsuchen muß« um in Sicherheit seine Mahlzeit zu nehmen
Während die republikanischen Blatter dem Zaren Lob- hymnen singen und auch die übrige Presse den bevorstehenden Besuch beifällig bespricht, besinden sich die Sozialist en in höchster Erbitterung gegen die Regierung. In einem öffentlichen Aufrufe protestieren die Sozialisten von Dünkirchen, wo der Kaiser landen wird, dagegen, oaß der Kaiser die ftanzösische Flotte und das ftanzösische Heer besichtigt, während er in Rußland die Proletarier in das Zuchthaus oder nach Sibirien schickt oder sie hänge:: und niedersch:eßen läßt. In Grenoble erklärten die Sozialisten aus Anlaß der Beratung einer vom Gemeinderat an den Zaren abzusendenden Adresse, „daß die Sozialisten ihren Gruß dem russischen Proletariat senden, den Gruß aber verweigern dem Henker des russischen Volks." Die Pariser Sozialisten haben es schon vor einigen Tagen für eine Schmach erklärt, daß die ftanzösische Regierung sich gegenüber dem größten Despoten der Welt in dieser unterwürfigen Weise benehme, und nun fordert das Generalkomitee der Sozialisten auf, durch allgemeine Versammlungen gegen den Empfang des Zaren Verwahrung einzulegen, denn der Zar habe, indem er vor kurzem in Petersburg und Charkow die Arbeiter, wie auch d:e Studenten habe niederhauen lassen, gleichzeiftg die Arbeit wie die Wissenschaft brutalisiert. Diesen Opfern gegenüber sei der Empfang des Zaren eine schimpfliche Beleidigung, ein Akt niedrigster Schmeichelei von Seiten derer, die gegenwärtig an der Spitze der Republik stehen.
Zur Programmrede Roosevelts.
wird uns noch von geschätzter Seite geschrieben: Tas am meisten Bemerkenswerte an dem von Präsident Roosevelt in Buffalo entwickelten politischen Programm ist der Verzicht Roo evelts auf eigene Ideen. Was er da sagte, entspricht saft Wort für Wort dem, was McKinley in seiner letzten öf entliehen Rede, am Tage vor dem Czolgosz'schen Attentat, ausführte. Indessen, dem Auslande kann es nicht einerlei [ein, ob McKinley oder Roosevelt ein solches Programm aufrollt. McKinleys Persönlichkeit bot eine gewisse Gewähr dafür, daß auf wirtschaftlichem Gebiet, beispielsweise bei den Verhandlungen über de:: Abschluß von Gegenseitigkeitsverträgen, die Haltung Amerikas in Zukunft eine maßvollere sein würde, sodaß die Einleitung eines! Handelsvertragsverhältnisses unter annähernd gleicher Verteilung von Licht unb Schatten möglich geworden wäre. McKinley, der seinerzeit durch den nach ihm benannten hochschutzzöllnerischen Tarif außerhalb Amerikas überhaupt erst bekannt wurde, hatte seine wirtschaftspolitischen Anschauungen allmählich einer Revision unterzogen, und zwar unter dem Drucke der Notwendigkeit, in der Erkenntnis, daß die industrielle Ueberproduktion Amerikas die Gewinnung neuer Auslandsmärkte unumgänglich mache. Kurz, die Einsicht, daß im Exporthandel Amerika jetzt mehr auf das Ausland,. speziell auf Deutschland, angewiesen ist, als dieses auf die Union, gewann unter Mac Kinley in den amerikanischen Regierungskreisen an Boden und stellte einen beide Teile befriedigenden Verlauf der Handelsvertragsoerhandlungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten in Aussicht. Roosevelts politisches Charakterbild dagegen schwankt derart in der Geschichte, daß seiner Versicherung, den Spuren McKinleys zu folgen, zunächst kaum mehr als episodischer Wert wird beigelegt werden dürfen. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, daß Roosevelt unter allen Umständen eine politische Kundgebung habe vom Stapel lassen wollen, unb daß ihm in Anbetracht des ganzen Milieus, der Gemütsstimmung seiner Umgebung eine Wiederholung der letzten McKinleyschen Programmrede am geeignetsten erschienen sei. Roosevelt soll, einer durch die Presse gegangenen Notiz zufolge, vom Handeln viel, vom Reden wenig halten. Es empfiehlt sich deshalb, die Thaten des neuen Präsidenten abzu- warten. In Deutschland nimmt man einstweilen ihm gegenüber den Standpunkt kühler Reform ein. Uebrigens sei erwähnt, daß die Programmrede auf die Berliner Börse einen günstigen Eindruck machte. Vielleicht nur deshalb, weil diese Auffassung zu der allgemeinen zuversichtlicheren Stimmung paßte. Sonst hat gerade die Börse Roosevelt mit einiger Beklemmung kommen sehen wegen seiner deutschfeindlichen Gesinnungen.
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Von den gestrigen Berliner Abendblättern, die sich mit der Ansprache Roosevelts beschäftigen, äußert sich besonders die „National Ztg." ziemlich skeptisch. Das Blatt hebt hervor, es komme darauf an, wie das Programm durch Roosevelt gehandhabt werden würde. McKinley war ein Systematiker; Roosevelt ift ein Temperament. Roosevelts Temperament, das für die Union so vieles Hoffen läßt, schließe Befürchtungen keineswegs aus. Speziell, was bei der Forderung nach neuen Schiffahrtsverbindungen mit Süd-Amerika zwischen den Zeilen zu lesen ist, verdiene die größte Aufmerksamkeit. Den kommerziellen Interessen der Union in Süd-Amerika stehen besonders die Teutsch,- lands gegenüber, dort einen wichtigen und wertvollen Markt gefunden hat. Aehnlich zurückhaltend schreibt die „Voss. Ztg.": „Von der Art der Turchführung dieses Programms hängt es ab, wie sich die internationalen Beziehungen Nord-Amerikas zu den anderen Großmächten gestalten werden." Tas „Berl. Tagebl." bemerkt zu dem Programmpunkte bezüglich Förderung der Schiffahrt nach Süd- und Zentral-Amerika: „Gegen eine ehrliche Konkurrenz Amerikas im Frachtverkehr unb am Jnbuftriemarkt wird niemand etwas einwenden können; gegen unehrliche Praktiken der Union bietet deren neuerdings nicht mehr zu bestreitendes Angewiesensein auf ein gutes handelspolitisches Verhältnis zu seinen Hauptkonkurrenten eine wirksame Handhabe." Bemerkenswert ist auch noch die Aeußerung der Londoner „Times"; Obwohl Roosevelt ge-


