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19.1.1901 Erstes Blatt
 
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rJ^I?,.?1Inb?rfan,cr Farbendichter war Böcklin von un­erschöpflicher Kraft und liefe. Er hatte nicht nur eine wunderbare «chonheit, Tiefe und Leuchtkraft der Farbe sondern darüber hinaus eine ganz eigene AusdrucksfWg- leit. Seine Farben wirken musikalisch, sie singen und Ilingen, und teile,, unmittelbar und unabhängig vom Stoff mit- bit « erstrebt hat. Seine Farben und abMeb^^Orund, daß seine Kunst zuerst erschreckte einkacken ?e,ne ursprüngliche Freude an ungebrochenen

nKttrtto°r ,eif Jahrhunderten in der Kunst neben e^nanbe! unrbrot unb und gelb wagte er kühn ± £ 8hn^MrVlnsb bicfe Farben wirkten als dem er en Wick nen^'i.'Äl ba6 ungeübte Auge, sobald MM'M-MZ brandt und Tlzran Böcklin hat in unermüdlichen Bn- suchen es erreicht, seiner Farbe die Durchsichtigkeit und den Schmelz der alten Meister zu geben D

.. m^I^^lwesen, die Centauren, Pane, Nixen, Seetiere die Bock m schuf sind zunächst mit stumpfem Blick, fremd und verständnislos angesehen worden. Ter Sinn mußte sich erst bilden und verfeinern, der in diesen Erfindungen einer uberquellenden Phantasie doch Gesetzmäßigkeit, strenge Rücksicht auf eine höhere Wahrheit und Natürlichkeit er­kannte. Weil alle diese Gestalten aus der Natur und ihrem Leben selbstg eboren sind, darum sind sic so ganz organisch­

selbst die Griechen haben die menschlich-tierische Zwitter­gestalt des Centauren kaum so glaubhaft gebildet, wie Böcklin. Diese Gestalten sind wahr nicht in dem Sinne eines platten Realismus, wohl aber in dem höheren des seelischen Lebens.

Du liegst am Waldrande. Heißer Mittag ist es und weit vor dir liegt in flimmender Sonne die Ebene. Es webt und gährt, Geheimes bildet sich, wundersam leise Laute durch­zittern die stille Luft, und dir ist, als müsse etwas Eigenes geschehen, dies unablässig kreisende Leben sich äußern.' Und siehe da trottet aus dem Walde ein plumper Centaur hervor. Du hörst ihn nicht, aber du siehst ihn, wie er mißmutig dem Dorfe zuhinkt, beim Meister Schmied hält und ärgerlich, das mißachtete Menschlein in Anspruch nehmen zu müssen, ihm den Huf hinreicht.

Böcklins Phantasie ging der Natur auf ihren heim­lichsten Wegen nach und sah sie sich mit Gestalten beleben, die seit hellenischen Urzeiten ihre echtesten Kinder waren. Die drollige Ungeschlachtheit der wilden Naturkräfte ward zum unbehilflichen, klumpatschigen Centauren, das traum­hafte heilige Schweigen des mittäglichen Waldes zum Traumbilde der schönen Frau, die ganz still auf dem Märchen-Einhorn durch den Wald reitet, die jauchzende Kraft des Meeres zu Najaden, die, moralfremd, nur das volle Leben und die volle Lebensfreude kennen, die ver- chwiegen rieselnde Quelle zur Nymphe. Bon der lieb­licher, Unschuld keuscher Mädchenblumen und frühlingsfroher Kinder bis zu den Schauern bes Raubes und Mordes, vom

Die Bestimmungen über letztere lasten wir nachstehend nochmals folgen:

§ 1

Alles zu den Vstbmärkten in Gi-ßen ausgetriebene Klauen. Vieh (Rindvieh und Schw ine) wnd beim M irkteingang kr<iS veterinärärztlich untersucht, und nur zugelaffcn, wenn es seuchenfrei befunden worben ist.

§ 2.

Die Gastställe und Ställe von Viehhändlern in Gießen, Heuchelheim und Wieseck weiden der veterinäcärztlichen Auf sicht unterstellt.

§ 3.

Dieh, welches an den Markttagen und an den vier vor« hergehenden Tagen in den Bezirk der Gemarkungen Gießen, Wieseck und Heuchelheim eingebracht und daselbst eingeftell' wird, muß an dem erst n Standort mindestens 7 Ta,e la- g verbleiben, und darf ihn innerhalb der nächsten 14 Tage nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne nur verlassen, wenn es nach dem Zeugnis des Großh. KreiSoeterinärarzteS ke ne seuchmverdächtigen Erscheinungen gezeigt hat. Bon diese Quarantänepflichk ist das Vieh nur dann befreit, wenn es auf den Markt gebracht und der tierärztlichen Untersuchung daselbst unterworfen wird. Alle Tiere, die vom vierten Tag^ vor dem Markte bis zum letzten Markttage eingestellt werden, sind sofort vom Eigentümer oder Begleiter der Tiere bei Ortspol'zeibehörde und von dieser dem Großherzogl, Kr is- veterinäramt anzumeld-'n; in gleicher Werse ist der Besitze, des Stalles zur Anmeldung verpflichtet und verantwortlich.

§ 4.

Das Handeln auf Straßen und Plätzen der Stad! Gießen, der Orte Wieseck und Heuchelheim ist verboten.

§ 5.

Dieh aus Gemarkungen, in welchen die Seuche herrscht, darf nicht aufgeirieben werden und wird nicht zugelassen.

§ 6.

Zuwiderhandlungen weiden auf Grund des § 328 des Reichsstrafgesetzbuchs und § 66 Abs. 4 des ReichSmehseuchen gesctzeS bestraft.

Gießen, den 16. Januar 1901.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Die Kiautschou Denkschrift.

Tie Denkschrift, betreffend die Entwickelung des Krautschou-Gebietes in der Zeit vom Oktober 1899 bis Ok- tober 1900, ist dem Reichstage vorgelegt worden, und wird alsbald auch dem Publikum durch den Buchhandel zu­gänglich gemacht werden. Sie enthält außer dem Texte eine große Anzahl Anlagen, die mit Karten und Licht­bildern, insbesondere mit Aufnahmen von Baulichkeiten in der Stadt Tsingtau, reich ausgestattet sind.

Diese alljährlich erscheinende amtliche Veröffentlichung beansprucht tn diesem Jahre ein besonderes Interesse durch die schwebenden politischen Wirren, die im Schutzgebiete Kiautschou wie in ganz, China dem Berichtsjahre sein charak­teristisches Gepräge gegeben haben. Mit Rücksicht hierauf widmet die Denkschrift der äußeren Eutwickelung, den mili­tärisch-politischen Vorgängen diesmal einen besonderen Ab­schnitt (I). Aus demselben ist hervorzuheben, daß die Ruhe rm deutschen Schutzgebiete selbst auch im letzten Jahre nicht gestört worden ist. Hingegen haben im Hinterlande, in der chinesischen Provinz Schantung, Unruhen und Kämpfe stattgefunden, die zu Beginn des Jahres 1900 einen rein Skalen Charakter zu haben schienen, später aber im Sommer 1900 sich in unverkennbarem Zusammenhänge mit der großen Bewegung im nördlichen Klima wieder­holten Von besonderem Interesse ist in diesem Abschnitt die Charakteristik der Persönlichkeit und des Verhaltens des vielgenannten chinesischen Gouverneurs in Schantung, Yuan schih kai. Der Abschnitt schließt mit dem Ausblicke, P nunmehr sowohl im Hinblick auf die derzeitige mi- litarische Lage, als auf die vertraglichen Vereinbarungen Mit dem chinesischen Gouverneur mit großer Wahrschein­lichkeit darauf gerechnet werden darf, daß die Provinz schantung vor einer Periode friedlicher Entwickelung steht, k der einheimisches Bevölkerung und der

deutschen Kulturarbeit zu gute kommen wird.

Ter Abschnitt II ist der inneren Entwickelung der Kolonie im Berichtsjahre gewidmet, und berichtet in neun Kapiteln über die Hauptverwaltungszweige: Grundbesitz - Verkehrswesen, Handel und Gewerbe - Justizwesen und

Ve ltung _ Kirchen- Und Schulwesen - W er c?0 / Arbeiten Gesundheitswesen Bauwesen Aufforstung Vermessung - Steuern und Abgaben. In nüchternen, soweit irgend möglich ziffermäßigen Dar­

legungen lverden die Fortschritte des letzten Jahres auf den einzelnen Gebieten verzeichnet.

Es drohte während eines Teiles des Berichtsjahres ein völliger Stillstand in der Entwickel ung der Kolonie; im gegenwärtigen Stadium der letzteren aber würde ein solcher gleichbedeutend mit einem bedenk­lichen Rückschritte gewesen sein. In der Erkenntnis dieser Sachlage mußte die Verwaltung des Schutzgebietes alles daran setzen, einen solchen Stillstand zu vermeiden. Sie hat es deshalb für. ihre Pflicht gehalten, inmitten aller äußeren Unruhe und der dadurch bedingten mili­tärischen Thätigkeit zugleich mit Anspannung aller Kräfte und verfügbaren Mittel an der Förderung der im Gange befindlichen großen technischen und wirtschaft­lichen Unternehmungen weiterzuarbeiten. Keinen Tag hat der Hafenbau geruht, und mächtig fort­geschritten sind im Berichtsjahre die Steindämme, die in naher Zeit einen umfangreichen, zur Aufnahme der größten Schiffe geeigneten Ankerplatz umschließen werden; der S t r a ß e n - wie der H o ch b a u in der Stadt Tsingtau und ihrer Umgebung sind ununterbrochen gefördert wor­den: die für den Gesundheitszustand der Kolonie wichtigste Anlage, die zentrale Wasserleitung, ist ihrer Vollendung nahe gebracht; der Anschluß Tsingtaus an das unter­seeische Kabelnetz ist ausgeführt worden.

Neben diesen und zahlreichen anderen technischen Ar­beiten des Berichtsjahres sind aber auch die Kulturauf­gaben im engeren Sinne nicht aus dem Auge verloren worden. Die Justiz hat den stark sich steigernden Anfor­derungen, welche in jedem Jahre mehr an sie herantreten, sich völlig gewachsen gezeigt; die deutsche Schule hat einen weiteren Ausbau erfahren; ein Amtsblatt, das alle wich­tigeren Verordnungen und Bekanntmachungen in deutscher und in chinesischer Sprache veröffentlicht und damit einen weiteren Schritt zur Annäherung der chinesischen Bevöl­kerung an die deutsche Verwaltung unternimmt, wurde be­gründet; selbst für wissenschaftliche Bestrebungen in der Kolonie ist das letzte Jahr trotz seiner Unruhe nicht ungenutzt gelassen worden.

Die amtliche Denkschrift hebt besonders hervor, daß die Verwaltung in ihrem Bestreben, mit allen Kräften einen Stillstand der Kolonie hintanzuhalten, verständnisvolle Mit­wirkung bei einem Teile der deutschen Privatunter- n Zähmungen in der Kolonie und vor allem bei der wich­tigsten derselben, der Eisenbahn, gefunden hat. Trotz der chweren Störungen im Hinterlande wurde das Eisenbahn­unternehmen nicht nur nicht unterbrochen, sondern die un- reiwillige Muße auf den ferner gelegenen Strecken wurde ohne Zögern zu einer verdoppelten Thätigkeit auf dem näher der Küste, unter deutschem Schutze befindlichen Teile der Bahnlinie benutzt. Als die Ingenieure und Arbeiter der Bahn jenseits der Stadt Kiautschou vertrieben lvurden, wurden sie sofort dazu verwendet, das Baupersonal der Strecke Tsingtau - Kiautschou zu verstärken. Hier­durch ist ermöglicht worden, die Arbeiten so zu beschleunigen, daß die Betriebseröffnung dieser ersten Strecke schon im Frühjahr 1901 mit Sicherheit erwartet werden darf.

Ohne die wirtschaftliche Bedeutung dieser 74 Kilometer, langen Teilstrecke, die noch nicht bis zu den Bergwerks­distrikten der Provinz führt, übermäßig hoch zu ver­anschlagen, ist der Betriebseröffnung doch ein großer Wert beizumessen, einmal weil dieselbe nicht verfehlen kann, einen erheblichen Eindruck auf die Bevölkerung von Schantung auszuüben, ferner aber, weil sie die beste Schulung des chinesischen Personals für die weitere Ausdehnung des Unternehmens bildet. Für diese weitere Ausdehnung über Kiautschou hinaus sind nunmehr, nach Beendigung der Unruhen in Schantung, alle Vorbereit­ungen schon wieder in vollem Gange.

Angesichts dieser Leistungen der staatlichen Organe wie des privaten Unternehmungsgeistes in schwerer Zeit darf die Denkschrift das Endergebnis des letzten Jahres in die Worte zusammenfassen:Nach alledem darf wohl gesagt werden, daß auch das Betriebsjahr für die Entwickelung der Kolonie kein verlorenes war, daß es vielmehr wichtige und fruchtbare Fortschritte aufweisen kann."

Politische Tagesschau.

Herr Simon Katzensteiu, ein früherer Redakteur der ozialbemokratischenLeipziger Volksztg.", (und nebenbei bemerkt ein geborener Gießener), veröffentlicht im Correspondenten für Deutschlands Buchdrucker" folgende Erklärung:In der Nr. 3 des Corresponderten findet sich im Leitartikel ein Satz, der sich nur auf mich beziehen kann, edoch Unrichtiges enthält. Es heißt dort:Zielbewußt ohrfeigt der Chefredakteur derLeipziger Volks­zeitung" seinen Mitredakteur." Ohne hier in der Streitfrage selbst Stellung zu nehmen, muß ich einer ge- lissentlich verbreiteten Unwahrheit gegenüber erklären, daß

der Sachverhalt umgekehrt lieat. Ich habe Herrn Dr. Schönlank am 16. oder 17 Ok'ober 1896 am Ende einer nach meiner Entlassuna aus dem G ävgms erfolgten Erörterung geohrfeigt. Ich kann das jeder Zeit und an jeder Stelle durch Zeugen nachweisen. Mannheim, 11. Ja­nuar 1901." Hierzu bemerkt die Redaktion desCor­respondenten für D Utschlands Buchdrucker":Die Ohrfeigen haben bei dem Chefreoakteur Dr. Sckönlank weder eine Ver­änderung seiner Renomierichm'ffe noch eine Abänderung s.ines BetragenS gegen seine Mitredakteure hervorgerufen, da nach jenem Selbsthilfe übenden Mitledakkeur bereits eine Anzahl anderer folgender Redakteure auf mehr oder minderfried­liche" Weise ihr Verhältnis zurLeipziger Volksztg." lösten oder zu lösen gezwungen wurden."

Der deutsche Reichstag wird sich demnächst mit einem Anträge d s natwnalliberalen Abgeordneten Baffermann zu beschäftigen haben, durch den die ReichSrec ieruna aufgefv'dert >v rd n soll, einen Gesetzentwurf zur Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte ouSzuarbciten. Aehnliche Aufforderungen richtete der Reichstag bereits im Jahre 1897 nach der Vtradschi dnng oeS neuen Handelsgesetzbuches und im Jahre 1899 durch einen Jnitiativ-Antraq Agster-Baffermann an die Reichs« regierung. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, die gesetz­gebenden Körperschaften zum Voilegen eines derartigen Ge­setzentwurfes zu veranlassen. Welche Bedeutung dieser An­gelegenheit in den beteiligten Kreisen beigemessen wird und welches Interesse besonders von den organisierten Handlungs­gehilfen der Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte entgegen- gebracht wird, geht u. A. daraus hervor, daß jetzt sofort nach Zusammentritt des deutschen Reichstages, sämtlichen Reichstagsabgeordneten von der Ve, waliung des Deutsch­nationalen Handlungsgehilfen V'rbanbes eine Denkschrift mit Abänderungsvorschlägen zum Anträge Baffermann überreicht worden ist. In dieser Denkschrift sind hinsichtlich der Ge­staltung kaufmännischer Schiedsgerichte folgende Leitsätze auf­gestellt:

Diese besonderen Gerichte |ftnb als selbständige Abteilungen den Kewerbegerichten anzuglted'rn; de Gerichte besteben eue etmm Vor- sttz nden und mindestens einem Stellvertreter desselben sowie der er- forderl'chrn Za>ü von Beisitzern; die Zahl d-r letzteren soll mindestens vier betragen; der Vorsitzende sowie dessen Stellvertreter dürfen weder Prinzip«! noch G Hufe sein. Die Beisitzer werden mittels Wahl der Prinzipale und HandlungSgebilfen in getrennter Wah b-ndlung be- Uellt. Die Wahl ist unmhMbar und geheim; zum Beisitzer soll nur berufen werden, wer das 25. Lebensjahr vollendet und in dem Bezirke be8 Gerichts seit mindestens einem Jahre wohnt oder beschüftigt ist. Zur Teilnahme an den Wahlen soll berechtigt sein, wer daS 21. LebenS- jchr vollendet und in dem Beiirk des Gerichts Wohnung ober Be­schäftigung hat; den Gerichten find alle Streitigkeiten auS dem kauf­männischen Dienstvertrag zu überweisen; bie Berufung gegen Urtele dieser Gerichte ist nur zulässig, wenn der Wert des Streitgegenstandes ben Betrag von fünfhundert Mark übersteigt."

Eingaben in demselben Sinne siud außerdem, wie man uns mitteilt, dem Bureau des Reichstages von rund 500 Otsvereinen des Deutschnationalen Handlungsgehilfen Der- bandeS in diesen Tagen zugeganqen.

Aus Stadt und Land.

Gieße«, 17. Januar 1901.

Gedenket der hungernden Vögel!

** Oberhesfischer Obstbauvereiu. Zum Vorsitzenden deS VereinSbezirks Gießen des Oberhessischen ObfibauvereinS wurde in der Hauptversammlung am 13. d. MtS. KreiSamt- manu Heinrichs ^Gießen gewählt.

e. Eisfest. Wie man hört, will man auf der alten Lahn, in der Nähe Kirchbergs, am nächsten Sonntag auch ein Eis- fest feiern. Die Anregung soll von Lollar auSgehen.

* Im Verein. Ein Verein ist dem Menschen, der doch nun einmal cm geselliges Wesen ist, meist unentbehrlich. Wird doch von uns Deutschen scherzhaft gesagt, daß, ws drei von uns zusammen sind, sie gewiß vier Vereine gründen! Unser Deutsches Reich ist ja auch ein Verein von Staate« mit dem Kaiser als Bundesleiter. Jetzt, zur Winterzeit, blüht nun das Dereinsleben am meisten. Im allgemeinen ist die Zahl der Vereine so unendlich wie ihre Zwecke mannigfaltig. ES giebt wissenschaftliche, künstlerische, politische, humanitäre Vereme, Fachvereine aller Art, Sportsgesellschaften und solche Vereinigungen, die nur die Geselligkeit zum Zweck haben. Diese ist schließlich auch bei allen anderen mehr oder weniger )ic Hauptsache. Je ernster nun der Zweck verfolgt wird, dem ein Verein dienen will, desto gediegener wird auch die Geselligkeit sein; wo dagegen das Vergnügen allein die Hauptsache ist, wird ein Verein oft geistlos. Auch im Ber-

ohnmächtigen Ringen der prometheischen Seele bis zum zartesten lyrischen Ausempfinden des wundervollen Klein­schmuckes einer gewaltigen Landschaft ist kaum eine Seite und Stimmung menschlichen Lebens und Empfindens von ihm unbehandelt geblieben.

Böcklin teilte mit den besten unserer modernen Musiker und Dichter, er teilte mit Werken, wie denWebern" und! Hannele" die Eigentümlichkeit, daß er auf die geschwächten und verzärtelten Kunstnerven des Publikums keine Rücksicht nahm. Er gab echte Tragik, die dem Beschauer durch Mark und Bein dringt; er stellte ihn dem Unerhörten, Geheimnis­vollen von Angesicht zu Angesicht ebenso gegenüber wie der hell aufjauchzenden Freude.

Der einst bestgeschmähte Künstler unserer Zeit ward der geliebteste, nicht nur der vergötterte Bildner nahezu unserer gesamten jüngeren Malergeneration, sondern ein Bildner auch unserer jüngeren Poeten, Musiker und Plastiker. Prof. Muther sagt in seinerGeschichte der Malerei im 19. Jahrhundert mit vollem Recht:Er war ein Zeitgenosse der vorigen Generation, er ist unser Zeitgenosse und er wird der des 20. Jahrhunderts sein." Er hat in uns ein Leben geweckt, das nimmermehr schlafen soll. In dem Maße, als wir ihm nach und nahe kommen, bekunden wir unser eigenes künstlerisches Wachstum und unsere künstlerische Reife.

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Und einige Bank 'Der Spielplan enthielt, SiebenerTilkkeiMM Kuvertüre (nicht von M Melapelle" von W. L Ausstellung wegen Ww einet papiernen ausgeze kanten-Kongreh", den st gehaltenen Gverspreö durch Trompetentöne Eine kuriose, vollstän würdiges Sextett um b macht, eine Geschichte Spürnase gehörigbef zeugt, daß sich zu den die in unserer Stadt: Freunde des Humors

** Personal-h des Ministeriums der! nehmung der Tienstw dem Amtsgericht Für Lauterbach, bei dem A Lächler in ßtvinger, ließen der Gerichtsasß Amtsgericht Herbstein Tarmstadt, bei dem Ai asstssor U Hansult Wh der Gerichtsassess nehmung der Tienstvei dm Landgericht der assessor Schneider Uenstverrichtungen e lAmtsanwalt II) der (> m Zwingenberg der G adt, in Meld der : "- Lauterbach der Ger

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