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Bor allem wird hier Steijn ein alter Mann genannt, zählt noch nicht 44 Jahre und ist von bester Rüstigkeit.
Des Unaufgeklärten und Zweifelhaften ist noch viel, und es bleibt nur zu wünschen, daß die weitere Verhandlung das Dunkel lichtet, das über dem Meuchelmorde ruht.
schaftSkammerv und die offiziellen landwirtschaftlichen tretungeu der süddeutschen Bundesstaaten und Sachsens, die Borfitzendeu des Bundes der Landwirte und größeren Bauern« vereine, sowie die landwirtschaftlichen Mitglieder des wirtschaftlichen AuSschufieS.
— Wie die halbamtliche »Deutsche VerkehrS-Ztg." mit- teilt, weist der Ueberschuß der Reichs-Po st- und Telegrapheuverwaltuug für das Rechnungsjahr 1900 gegen den Etatsansatz einen Minderbetrag von 25 434 000 Mk. auf. Dieser Minderbetrag ist hauptsächlich verursacht durch die erst nach der Feststellung deS Etats beschlossenen Umformungen des Betriebes und durch die Verbilligung der Gebührensätze. Während trotz erheblich stärkeren Verkehrs die Einnahmen nur wenig höher waren als der Voranschlags gingen die NuSgaben weit über den Voranschlag hinaus. An besonderen Mehraufwendungen find zu nennen: Ent« schädigungen an die Inhaber und Bediensteten der früheren Privatbeförderungsanstalten, sowie für größeren Personal« bedarf infolge Eingehen- dieser Anstalten, ferner für Herstellung neuer und Vermehrung bestehender Fernsprech Einrichtungen, für Mehrbeschaffung von Apparaten, Batterien und für größere Bauthätigkeit im Fernsprechwesen, endlich für Wiederherstellung der durch Schneefall (namentlich im Rheinland und Westfalen) in großem Umfange beschädigten Telegraphen- und Fernsprechleitungen.
— Eine große Versammlung der Duellgegner Deutschlands ist für den Herbst geplant, in der nament- lich eine Ausgestaltung der Ehrengerichte zum wirksamen Schutz der Ehre erörtert werden soll. Man möchte den ordentlichen Gerichten die Aufgabe zuweisen, gegebenen Falles auch als Ehrengerichte zu wirken.
— Ueber die inneren Verhältnisse und die Aussichten des Antisemitismus hat sich neuerdings der Schriftsteller Wilberq in einem Flugblatt in nachstehender Weise geäußert:
„Seit 16 Jahren stehe ich in der Berliner antisemitischen Bewegung und bin als Redner unserer Sache in Berlin wohl der einzige, der die Zeit von Henrici bis heute nicht nur mit geseben, sondern auch mit durchgelevt hat. Von Henrici bis heute! Jeden ehrUchm Antisemiten packt ein ingrimmiger Zorn, wenn er an diese Zett zurück- denkt, und wer nur gar 18 Jahre hindurch seine Lunge, seine Grsunt^ heil, seine Existenz und einen nicht unbeträchtlichen Teil seines GrldeS geopfert hat, der möchte verzweifeln, wenn er steht, wie bisher «llei umsonst war und wie wenig wir in so langer Zett erreicht haben. ... Hätten wir nur stets eine Sache im Auge gehabt, so wären wir heute wohl die mächtigste und einflußreichste Partei im ganzen Lande. Aber leider haben wtr gar zu oft die Personenfrage statt der Sache in den Vordergrund gestellt. Und gerade darum mußten wrr immer und immer wieder scheitern. Keine einzige Partei hat so viele Gaukler und Schaumschläger in ihren Reihen gezählt, wie die unserige, und keine Partei hat sich von P h r a s e n- hselden und elenden Spekulanten nasführen lasten, wie die antisemitische." .
Emden, 16. Aug. Heute nachmittag fand nach einer Ansprache des Oberbürgermeisters die Enthüllung der Standbilder des Großen Kurfürsten und Friedrichs des Großen statt.
Straßburg, 16. Aug. Weihbischof Dr. Marbach wurde vom Papste ersucht, sein Rücktrittsgesuch einzureichen.
Aus Stadt und Land.
Kachrichter» von allgemeinem Jntereffe find uns stets willkommen und werden angemeffen honoriert.
** Konzert. Morgen Sonntag findet das übliche Konzert nicht auf der Promenade, sondern am Kriegerdenkmal statt. Das Programm ist folgendes: 1. „Kriegerische Fest- Ouverture" von Lindpaintner. — 2. „Dankgebet" Altnieder- ländischcs Volkslied. — 3. „Melodie celöbre" von Rubinstem. — 4. Große Fantasie a. d. Götterdämmerung von Wagner.
*• Verhaftung. Der Arbeiter, der vor einigen Tagen in einem Hause der Neustadt ein Dienstmädchen belästigte und sogar mit offenem Meffer bedrohte, wurde gestern ver-
Entsprungen. Zwei im hiefigen Provinzialarresthaus internierte Strafgefangene benutzten gestern mittag zwischen 12 und 1 Uhr als sie einen Aschenkasten heraustrugen, Die Gelegenheit, in der Richtung nach dem Rodberg zu entspringen. Es gelang, den einen wieder festzunehmen, während oer
Telegram» de- Gieheuer Anzeigers.
Loudon, 17. Aug. Eine Depesche KitchenerS aus Pre toria vom 16. d. M. meldet: Oberst Gorringe griff am 13. d. M. das unter Kruitzinger stehende Kommando nördlich von SteynSburg an und trieb es in Unordnung bis in die Nähe von BenterSdorp. Die Kommandanten Cachet und EraSmuS wurden gefangen genommen, ersterer tötlich verwundet. Andere Abteilungen unter General French drängen den Feind schrittweise nach Norden. Aufklärungsmannschaften von French wurden in den Bergen bei Bethesda oon einer überlegenen Burenmacht unter Theron umzingelt und waren gezwungen, sich zu ergeben. Ein Mann fiel, drei wurden verwundet, darunter der Führer, Kapitän Bettelheim. Die Gefangenen wurden von den Buren wieder freigelaffen.
meifter erfahren hat. Tas Benehmen Martens nach Bekanntwerden der Ermordung des Rittmeisters ist, das muß man objetkiv zugeben, ein nicht unverdächtiges gewesen. Besonders mußte der Umstand gegen ihn sprechen, daß er bei der sofort eingeleiteten Ermittelung auf Aufforderung des Oberleutnants v. Hoffmann sich zu der Gruppe der diensthabenden Unteroffiziere gesellte, obgleich er keinen Dienst gehabt hatte. Marten will den Befehl nicht gehört haben: er sei zu schmerzlich in den Anblick der Leiche des Rittmeisters vertieft gewesen. Zeugen bekunden aber, dar der Befehl so laut erteilt war, daß jeder ihn habe hören müssen. Immerhin läßt sich vom psychologischen L>tandpnntte aus denken, daß die Ermordung eines Menschen, den Marten als seinen Feind betrachtete, ihn, den Angeklagten, erschüttert haben, ihn momentan geistesabwesend gemacht haben kann. Auch das läßt sich verstehen, daß Martens auffälliges Benehrnen nach der Ermordung von Krosigks durch die Furcht beeinflußt wurde, ihm selbst werde vielleicht die That als ein Racheakt zugeschrieben werden. Aber Verdachtgründe, wie stark sie auch sein mögen, und xs fallen noch mehrere andere Momente ins Gewicht, ersetzen nicht die Gewißheit. Gerade, weil Marten die Person ist, von der man sich, nach den voraufgegangenen Auftritteri mit dem Ermordeten, der That versehen kann", wird jedes Verdachtsinoment doppelt kritisch zu prüfen sein. Man hat darauf vorbereitet, daß neue, schwerwiegende Umstände zur Kenntnis der Militärbehörden gekommen seien, die insbesondere die Wiederverhaftung des Hickel rechtfertigen würden. Bisher sind solche neuen und erheblichen Momente in der Verhandlung nicht zur Sprache gekommen. Wohl aber hat der Staatsanwalt die Erklärung abgegeben, daß eventuell statt Mordes ein im Affekt begangener Totschlag angenommen werden würde bezüglich Marten's', und Beihilfe bezüglich Hickel's. Darnach würde also eine Verurteilung zum Tode vom Gerichte nicht ausgesprochen werden können. Hickel wird auch in diesem Prozeß einstweilen wenig belastet. Ein irgendwie verdächtiges Benehmen hat Hickel, nach dem Urteil der ersten Verhandlung, weder vor noch nach dem Morde an den Tag gelegt. Eigentümlich ist, daß nach einem Bericht die Unteroffiziere der 4. Schwadron als Zeugen „nur mit der größten Mühe zum Sprechen zu bewegen sind". Ter Präsident sagte von dem Wachtmeister Buppersch: „Man muß alles aus ihm herausholen". Diese Zurückhaltung kann allerdings auf der Besorgnis beruhen, sich nicht etwa in Widersprüche zu verwickeln und 4n Untersuchung gezogen zu werden, sie kann auch andere Gründe haben. Zweifellos wird die Behörde den Ursachen nachforschen. Noch eins: es wird in dem Prozeß viel Gewicht auf die Bekundung gelegt, daß der Attentäter eine „steife Mütze" getragen habe. Ist es ausgeschlossen.
Deutsches Keich.
Berlin, 16. Ang. Im Gegensatz zn anderen Meldungen verlautet von unterrichteter Seite, daß eine Begegnung des Kaisers mit dem Zar während der Manöverzeit doch ftattfinbet
— Verschiedene Blätter knüpfen an die Nachricht der Reise des Kronprinzen nach Schottland die sensationelle Meldung, als handle es sich hierbei um eine Verlobung des Kronprinzen mit einer englischen Prinzessin. Diese Mutmaßung ist durchaus unberechtigt und falsch. Der Kronprinz tritt lediglich eine Ferien-Erholungsreise ohne jeg« liche politische Absichten an, um die Zeit der UniversitälS fetten zu benutzen, einen weiteren Ausflug iuS Ausland zu unternehmen. Er reist in strengstem Jncognito — — als einfacher Bonner Student.
— Unter Vorsitz des ReichStagS-Abg. Grafen Schwerin« Löwitz trat heute der ständige Ausschuß des Land- wirtfchaftSrateS zu einer Besprechung des Entwurfes des Zolltarife- zusammen. Zu der Konferenz waren auch eingeladen die Vorsitzenden der preußischen Landwirt-
geriet gelegentlich eines Erkundigungsmarsches am 10. d. in der Nähe von Nen-Bethseda in einen Hinterhalt. Einzelheiten fehlen. Es wird jedoch befürchtet, daß sie schwereVerluste erlitten hat. Dasselbe Bureau meldet aus Middelburg vom 14. d. M.: Kommandant Era sm u s wurde im letzten Gefecht gefangen genommen (also nicht Ivie gestern berichtet wurde, tödlich verwundet).
Alle diese Nachrichten, besonders aber das gestrige Telegramm, dem zufolge Botha 4000 Mann um sich hat, beweisen unwiderleglich, daß die freche Behauptung Eham- berlains, die Buren bildeten zurzeit keine Trupps mehr, sondern schlichen zu zweien und dreien wie Bauditenn durch die englischen Posten, um zu plündern und zu morden, eine neue Lüge ist.
Die sogenannten Reitz-Briefe, die die englische Regierung am 18. Juli veröffentlichte, wurden bereits da- mals von manchen Seiten angezweifelt. Heute kann es kaum mehr einem Zweifel unterliegen, daß die Briefe von Reitz sowohl, als die von Steijn eine p l u m p e Fä ls ch - ung sind, und daß die englische Regierung, als sie sie veröffentlichte, selbst nicht an die Echtheit glaubte.
„Daily Telegraph" giebt folgende Einzelhecken über die Gefangennahme von Präsident Steijn's Kabinett am 12. 'Juli: Eine Patrouille von höchstens sechs Mann von den siebenten Garde-Tragonern unter dem Befehl des Leutnants Shaw ritt auf die Stadt zu. Sie sah zunächst ein Zelt in einem Garten mit einem Feuer, das in der Nähe brannte und an dem Kaffee gekocht wurde. Als die Engländer herankamen, sprangen plötzlich ungefähr ein halbes Dutzend Buren auf den Hof, die offenbar gerade aus den Betten kamen. Tie Patrouille rief sofort „Hände hoch", ein Befehl, dem die meisten Buren sofort folgten. Einer von ihnen, der später als General odeh Kommandant Cronje erkannt wurde, versuchte in ein Zelt zu gelangen, um ein Gewehr zu holen, der Säbelhieb eines der Dragoner hinderte ihn aber daran, diese Absicht auszuführen; einem andern Buren, der zu fliehen versuchte, wurde eine Kugel nack>gejagt, die ihn veranlaßte, sofort seine Absicht wieder aufzugeben. Die ganze Sache war in einer Minute geschehen, während General Broad- woods Hauptabteilung noch weit entfernt war. Die Patrouillen sowohl als auch alle die anderen Führer wußten gar nicht, wen man in Reitz vermutete, und hatten keine Ahnung davon, daß Steijn überhaupt in der Nähe sei. Man hätte geglaubt, daß der Rückmarsch nur deswegen angeordnet worden sei, weil man einige Burenpatrouillen hatte entkommen lassen, die nachträglich noch gefangen werden sollten, aber selbst, als die elf gefangenen Buren halb bekleidet auf dem Hofe standen, hatte kein Mensch ein Ahnung davon, daß dies die Mitglieder von Steijns Kabinett oder Kriegsrat seien. Leutnant Shaw glaubte, daß er elf gewöhnliche Buren gefangen hätte, und dachte nicht daran, daß es sich um Steijns jüngeren Bruder und die ersten Beamten des Staates handelte. Während dessen war der Präsident selbst, im Nachtgewand und die Beine nur mit Socken bekleidet, auf einem Pony um die Ecke des Hauses herum entkommen, und da er selten zu reiten pflegt, sondern immer im Wagen fährt, muß ihm der Ritt besonders, unbequem gewesen sein. So galoppierte er die Hauptstraße entlang aw einem englischen Posten vorbei, der ihn anrief und ihm Halt gebot. Ter Sergeant, unter dem dieser Posten stand, und der zufällig der beste Schütze des Regiments war, erzählte, daß es ihm den Eindruck gemacht habe, Steijn habe halten wollen, das Pferd sei aber durchgegangen; er rief deshalb noch einmal, und als auch das nicht half, griff er zur Büchse. Beide Schüsse aber versagten, und zwar, weil den Leuten so schlechtes Oel zum Reinigen der Gewehre gegeben worden war, daß es unmöglich war, ein Gewehr in gutem Stand zu halten. Leutnant Shaw feuerte noch seinen Revolver ab, aber traf nicht, inan ließ dann lachend den alten Mann davonreiten, natürlich ohne eine Ahnung davon, wer es war. Später wurden Patrouillen hinter ihm her- geschickt, der Präsident hatte aber offenbar bald Hilfe gefunden, und war von Buren auf geheimen Wegen in die Berge geführt worden. Die gefangenen Kabinettsmitglieder wurden dann nach Heilbron gebracht, und von da nach Pretoria, wo sie in ein Gefängnis eingeliefert wurden. Staatspapiere sowie Korrespondenzen- und die Kleider des Präsidenten wurden erbeutet, ebenso einige hundert Pfund in Gold und etwa 12 000 Pfund in Papiergeld.
Anstand.
Kopenhagen, 16. Aug. Ter Landwirffchafts-Mi- nifter erließ eine sofort in Kraft tretende Verfügung, wonach das am 16. März erlassene Einfuhrverbot von lebendem Geflügel aus Deutschland nach Dänemark a u f g e h o b e n ist.
London, 16. Aug. Der deutsche Kronprinz ist heute früh auf Viktoriastation eingetroffen. Er stattete im Laufe des Tages mehrere Besuche rein privaten Eharakters ab und besichtigte den Tower und die Westminsterabtei.
Paris, 16. Aug. Der (bereits kurz von uns erwähnte) Volksschullehrer-Kongreß, der letzte Woche in Bordeaux tagte, beschloß eine Reihe von Resolutionen, die im Fall der Durchführung den Volksunterricht zu einem Vor unterricht für den Sozialismus gestalten würden: 1. Ter Moralunterricht soll auf der Idee der Gerechtigkeit und Brüderlichkeit und der gegenseitigen Achtung der Meinungen beruhen. 2. Der Geschichtsunterricht soll vor allem die Kämpfe des Volkes um Freiheit und Recht betonen. 3. Der Geographie-Unterricht soll auch dazu dienen, das Verdienst der einzelnen Nationen nach ihrem moralischen Wert, ihrem Einfluß auf die Entwickelung der menschlichen Arbeit zu würdigen. Ferner verlangte der Kongreß die Beseitigung der „Pflichten gegen Gott" aus dem Moralunterricht, das vollständige Verbot des klerikalen Schulunterrichts. Tas vom Kongreß ausgearbeitete Schulreformprogramm wird auf Beschluß des Kongresses in den Mammerwahlen von 1902 den antiklerikalen republikanischen Kandidaten zur Annahme vorgelegt werden, und zwar vom sozialistischen Abg. Carnaud. Tie Verwirklichung der Kongreßbeschlüsse steht freilich in weitem Felde.
Wien, 16. Aug. Ter ständige Ausschuß der österreichischen Zentralstelle zur Wahrung der land- und forstwirtschaftlichen Interessen beim Abschluß von Handelsverträgen nahm einstimmig eine Resolution an, in der im Hinblick auf den neuen deutschen Zolltarif, der, unverändert angenommen, den österreichischen land- und forstwirtschaftlichen Export nach Deutschland in einzelnen Zeugnissen wesentlich erschweren, teilweise sogar unmöglich machen würde, die Regierung ersucht wird, dieser Gefahr dadurch vorzubeugen, daß seiner Zeit bei den Vertrags- Verhandlungen die erhöhten Zollsätze Oesterreich gegenüber ermäßigt, beziehungsweise einer differenzierenden Behandlung zu gunsten Oesterreichs unterzogen werden.
Engländer und Buren«
Ans Bloemfontein meldet Reuter: Der zum Jacobsdal-Korps gehörende Feldkornet Costhuizen ist gefallen. — Tie südafrikanischen Buschmänner hatten bei einer Farm ein Gefecht mit 50 Buren. 5 Buren fielen, 17 wurden verwundet, wovon jedoch 8 entkamen. Am 11. d. M. verwickelte die Kappolizei nördlich vom Modder- -flusse 40 Buren in ein Gefecht. Die Buren hatten drei Tote und verschiedene Verwundete. Sechs wurden gefangen genommen. D-ie Engländer hatten zwei Tote und sieben Verwundete. — Ferner meldet Reuter aus Middelburg vom 12. d. M.: Eine Kompagnie von General F r e n ch s Truppen
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NN- ' sich am 22. li ftabt zum Rex Schießübungen dort aus ins t unsere Gemein finden. Nach tonnen 468 @ der Dienstzeit Banunleroehmei man», welche . verstorbenen Gen Gasmann, und sreimillig au8y MfWxtUoi iklsatzmünner j: «Mach b'S zum 15. 4 Tage 226,823 n . § «« bei Seit sind die P w die Höhe gegenwärtig mi gewicht mit 60 f» gchch, bQj Herkommen un' rftrkeln, von b f matt 4 Seit höchst,,, gekostet.
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anerkennenswerter, gegenüber der ersten Verhandlung, liegt darin, daß diesmal nicht der Ausschluß der Oeffentlich- keit angeordnet worden ist bei den Punkten der Beweiserhebung, die das Verhalten des Ermordeten als Vorgesetzter betreffen. Für den Ausschluß der Oeffeutlichkeit wurden seinerzeit Gründe der Disziplin geltend gemacht. -Es ist aber inzwischen auch in weiteren Mreifen bekannt geworden, daß Herr v. Krosigk keineswegs das Muster eines Vorgesetzten war; das im ersten Prozeß ergangene Urteil stellt die „außergewöhnliche und kränkende Behandlung" fest, die sepeziell der Unteroffizier Marten durch den Ritt-
daß jemand, der kein Unteroffizier ist, sich eine solche Unteroffizier-Mütze verschafft hatte, um möglichst unauffällig und unangefochten sich dem Ort der That nähern zu können? Auch die Beobachtung, daß der Thäter einen „schwarzen Schnurrbart" trug, kann durch die Beleuchtung beeinflußt worden fein. Marten hatte übrigens nur einen Anflug von Bart.
Auch diese hübsch erzählte Geschichte hat ihren Haken.
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China.
Aus Peking wird gemeldet: Die Gesandten unter, zeichneten den vorläufigen Entwurf des Friedensproto kolls, um ihre Regierungen dadurch zu veranlaffen, abermalige Abänderungen zu vermeiden. Die Gesandten meinen, am nächsten Dienstag gemeinsam mit den chinesischen Bevollmächtigten das FriedenSProtokoll unterzeichnen zu können.
Diese Nachricht klingt höchst naiv, abgesehen davon, daß die Gesandten ihre Aufgabe schlecht verstehen würden, falls sie der Entscheidung ihrer eigenen Regierungen in einer so wichtigen Angelegenheit vorgreifen wollten. DaS Reutersche Bureau hat mehrfach in beruhigendem Sinne berichtet. So waren die Meldungen der jüngsten Tage über englische Verzögerungen so gehalten, als ob dadurch die Unterzeichnung des Schlußprotokolls überhaupt länger hinausgeschoben oder gar verhindert werden sollte. In Wirklichkeit handelte es sich, nach Informationen der „National-Zeitung", um untergeordnete Fragen, wie die Festsetzung des bei den verschiedenen Zahlungen in Betracht kommenden Kurswertes des Taels, da dieser Wert vielen Schwankungen unterworfen ist. Auch über die Einsetzung einer Kommission, die diese und ähnliche Fragen entscheiden sollte, bestanden noch einige Meinungsverschiedenheiten. An der nahe bevorstehenden und nunmehr auch erfolgten Unterzeichnung des Schlußprotokolls durch die Gesandten konnte jedoch nicht mehr gezweifelt werden, während das Reutersche Bureau in dieser Beziehung noch pessimistisch gefärbte Telegramme verbreitete.
Das „0. Lassan" meldet aus Peking: Zwei Mitglieder der Schaufi-Mission find in Begleitung eines englischen Offiziers der Nachrichten-Abteilung von Tai-Auen-Fa nach Sin- gansu abgegangen, um Unterstützungen hinzubringen. Die Hungersnot soll dort furchtbar sein; Menschenfleisch soll zu drei Cent Pro Pfund verkauft werden. Auch im südlichen Schanfi ist die Hungersnot groß. Die Hungersnot herrscht meist in den schwer zugänglichen Gebirgsdörfern.


