bis zu dem jüngsten Tag
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Nach einem Beschluß deS de- Fremdenverkehrs wird Verkehrsvereine vom
und Julius zur Lippe Biesterfeld, Prinz und Prinzessin Heinrich von Waldeck-Pyrmont aus Landau, Staatsminister Gevekot aus Detmold.
Summen warten und auch wohl warten können.
Frankfurt o. M., 16. Aug. hiesigen Vereins zur Förderung der Verbandstag deutscher
gestern eingetroffene Briefe bei dem Mann große Aufregung hervorgerufen haben. In der sehr elegant und vvllständ,g neu eingerichteten Wohnung sah eS heute früh sehr wüst quo. Im Eßzimmer war noch der Tisch gedeckt und etliche leere und halb volle Wein- und Champagnerflaschen ließen auf ein gemeinsames Mahl schließen, daS die Ehegatten noch gestern abend, bevor sie ihre Absicht aussührten, eingenommen. Die Thal wird auch mit dem Leipziger Bankkrach in Ver- binbung gebracht, doch läßt sich darüber vorläufig noch nichts
Definitives sagen.
Rotenburg bei Fulda, 16. Aug. Heute fand die Hoch- eiisfeier oer Prinzessin Bertha von Hessen-Phi- ippSthal- Oertfeld mit dem Erbgrafen Leopold von Lippe-Biesterfeld hier statt. Als Hochzeitsgäste waren erschienen der Fürst und die Fürstin von Bentheim-Steinfurt, Fürstin Wittwe von Waldeck Pyrmont, Prinz Christian von Hessen, Graf-Regent und Gräfin zur Lippe-Biesterfeld, Gräfinnen Carola und Mathilde, sowie die Grafen Bernhard
Verfahren wird, wie bei jedem Ehrenhandel zwischen Ossi- , zieren, erst dann eiugeleitet, wenn daS kriegsgerichtliche l Urteil, wonach eine Verurteilung der Duellanten zu 4 bezw. 6 Monaten Festung erfolgt ist, die kaiserliche Bestätigung erhalten hat. Die Ehe, die S. gestört haben soll, schein, keine glückliche gewesen zu sein, — Frau A. hat sich schon, , ehe fir S. kennen lernte, mehrfach von ihrem Manne getrennt und lebte auch getrennt von ihm, als der Ehemann anonym einen Brief erhielt, der auS den Papieren der Ehefrau entwendet sein muß, und der die Beranlaffung zu seiner thät lichen Beleidigung des S. war Wenn die früheren Mitteilungen unseres 8.-Korrespondenlen hiernach nicht überall zutreffend waren, so ist daS leicht erklärlich bei der Geheim niSthuerci, mit der Duellangelegenheiten behandelt zu werden Pflegen.
Darmstadt, 16. Aug. Bei dem gestern gemeldeten Jagdausflug warben von dem Großherzog im Lorschrr Wald 1 Äapitalhirsch und 5 starke Rehböcke erlegt. — Die vereinigten Milchproduzenten und Milchlieferanten lassen von nächster Woche ab einen Preisaufschlag eintreten, indem von da ab die Vollmilch pro Liter 20 Pfennig kosten soll.
8. Darmstadt, 16. Aug. Die Vorstände des Handels Vereins, der Handelskammer, des Gewerbevereins, der Handwerkskammer, der Innungen rc. sind heute abend zu einer vorläusigen Beratung beir. Stellungnahme zu dem neuen „Zolltarif--Eutwurf hier zusammengetreten. — In der Leitung der Sterbekasse des Bundes deutscher Gastwirte, die ihren Sitz in Darmstadt hat, ist eine Aenderung eingetreten, indem der seitherige Rendant plötzlich ausgeschiedeu ist.
-k- Mainz, 15. Aug. Der in Verbindung mit dem großen Bank- und Börsenschwindel in der letzten Zeit viel- genannte Name Terlinden ruft die Erinnerung an einen Herrn Terlinden wach, der Anfang dieses Jahres in htefiger Gegend auftauchte und wegen seiner großen Freigebigkeit einiges Aufsehen erregte. Besagter Terlinden erschien Mitte Februar auf der Bildfläche, logierte sich in Hochheim in einem Gasthause ein, aß und trank gut und gab sich als Rekonvaleszent aus, der auf einer großen Reise krank geworden und sich jetzt bis zu seiner vollständigen Genesung in dem stillen Städtchen aufhalte. Ob dieser Terlinden identisch mit dem flüchtigen Börsenschwindler ist oder ob er in irgend welchem verwandtschaftlichen Verhältnis zu dem letzteren steht, entzieht sich unserer Kenntnis, wie überhaupt in Hochheim niemand erfahren konnte, woher der Mann gekommen, noch wohin er von Hochheim gewandert ist. Ein hiesiger Journalist lernte dort Terlinden flüchtig kennen und erfuhr, daß er sich kürzlich mit drei anderen Herren mehrere Wochen ver kleidet in Mekka aufgehalten habe. Ueber seine Reise im Orient beabsichtige er ein größeres Werk zu schreiben. Er erzählte auch, daß er in Holland und am Niederrhein große Reichtümer besitze und von einer hochbetagten, schwer trän! darniederliegendeu Tante jeden Tag noch zirka 100 Millionen zu erwarten habe. Trotz dieser großen Reichtümer suchte Terlinden den Journalisten eines Tages hier in Mainz auf. An der Tafel eines bekannte» hiesigen Hotels, an der außer Terlinden und dem Journalisten noch zwei Offiziere und ein Bankier teilnahmen, zeigte sich der erstere sehr aufgeräumt, erzählte wiederum von seinen Reisen und Reichtümern und platzte schließlich mit der überraschenden Bemerkung heraus, daß er seinen Ttschgenosseu eine Freude bereiten wolle, indem er dem Journalisten 300,000 Mk. und jedem der beiden mit- speisenden Offiziere je 200,000 Mk. schenke, welche Beträge zur Auszahlung kommen sollten, wenn die in den letzten Zügen liegende alte Tante das Zeitliche gesegnet habe. Ter linden war bereit, diese Schenkung schriftlich festzustclleu, was indeß von den Beschenkten abgelehnt wurde. In gleicher Weise machte Terlinden in Hochheim größere Geschenke und dampfte etwa acht Tage später von Hochheim ab. Wohin er seine Schritte lenkte, hat bis jetzt noch kein Mensch er. fahren, ebensowenig, wie etwas darüber bekannt geworden ist, ob die „Erbtante- gestorben oder am Leben ist. Nur soviel steht fest, daß die mit so reichen Geschenken bedachten Personen bis jetzt vergeblich auf das Eintreffen der hohen
10. bis 13. Oktober hier abgehalten. — An der im Oktobe hier stattsindenden Unfallschutz-Ausstellung wird auci die hi sige Eisenbahn-Direktion mit verschiedenen interessanten Objekten teilnehmen. Freie Rückfahrt der ausgestellten und nicht verkauften Ausstellungsobjekte ist auf sämtlichen Bahnen Deutschlands bewilligt worden.
Homburg, 16. Aug. Der Großherzog von Hessen traf heute mittag 3 Uhr zum Besuch des Königs Eduard hier ein. Um 5 Uhr brachte der König seinen Gast per Automobil nach Frankfurt und kehrte dann wieder nach Hom bürg zurück.
Wiesbaden, 16. Aug. Ein schreckliches Familiendrama hat sich in vergangener Nacht in einem Hause an der Nerobergstraße abgespielt. Seit etwa acht Tagen wohnt dort im Erdgeschoß eine Familie — Mann, Frau und ein etwa 7. bis 8jährigeS Mädchen — namens Maier aus Bremen. Heute früh fand nun die dort bedienstete Stundenfrau die drei Personen in ihrem Blute ans dem Bett liegen. Die Frau war tot, während der Manu und das Kind, beide mit Schußwunden in der Herzgegend, noch Lebenszeichen von fich gaben. Die Stundenfrau benachrichtigte sofort die Polizet, auf deren Beranlaffung eine gerichtliche Aufnahme des That- bestände« stattfand. Das schwer verletzte Kind wurde zum Krankenhause gebracht. Nach den Andeutungen des Mannes — eine imposante kräftige Erscheinung — hat seine Frau die unselige That auSgeführt und zuerst auf ihn, den Mann, und dann auf ihr Kind geschaffen, worauf sie die Waffe gegen sich selbst richtete. AuS den Andeutungen scheint jedoch hervorzugehen, daß er mit der That einverstanden war. Die Beweggründe find noch unklar. Die Frau — eine Schwedin — wohnte mit dem Kinde schon seit einiger Zeit im HvSPiz „zum hl. Geist- und fiel durch ihr verschloffenes Wesen auf. Vor etwa 8 Tagen kam der Mann hierher, wie verlautet von Amerika, worauf die Familie die Wohnung auf der Nerobergstraße mietete. Gestern abend kam die Frau noc, von Einkäufen auS der Stadt zu Wagen zurück nno fiel den Nachbarn durch ihr unruhiges Benehmen auf. Auch sollen
andere entkam. Ec war mit grauleinener Anstaltshose, 5 braunen Segeltuchschuhen bekleidet, hatte keine Jacke an und i ist von untersetzter, kräftiger Statur. Er ist etwa 26 bis 28 Jahre alt. 1
** Gravelotte Feier. Im Restaurant Ludwtg Spuck in Kleinlinden findet morgen, Sonntag, eine GravelotteFeier statt. Zur Unterhaltung der Gäste ist Konzert und Abends bengalische Beleuchtung vorgesehen. Der Eintritt f ** Gesellschaft für soziale Reform. Nachdem es gelungen war, eine „Internationale Bereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz" zu gründen, traten am 6. Januar 1901 in Berlin eine Anzahl hervorragender Sozialpolitrker zusammen, um eine deutsche Sektion, eine Gesellschaft für soziale Reform, ins Leben zu rufen. Die Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gestellt 1. im Zusammenwirken mit den Vertretern anderer Staaten die Hindernisse zu beseitigen, die der Förderung des Arbeiterschutzes mit Rücksicht auf die Konkurrenzfähigkeit der Industrie auf dem Weltmärkte entgegengestellt werden, 2. als nationale Vereinigung die verschiedenen Bestrebungen, die in Deutschland für die soziale Reform auf dem Gebiete der Arbeiterfrage thätig sind, zu stärken durch Aufklärung in Wort und Schrift Verständnis für die soziale Reform zu wecken und zu thätiger Mitarbeit anzuregen. Als nächste Aufgabe dieser Reform betrachtet die Gesellschaft hauptsächlich den Ausbau des Arbeiterschutzes und der Gewerbeaufsicht, die Förderung deS Arbeitsnachweises, die Fortbildung der Einrichtungen zur Verhütung und Beilegung von Streitig- leiten aus dem Arbeitsverhältuis, den Ausbau der Arbeiterversicherung und die Förderung der Bestrebungen der Arbeiter, in Berufsvereinen und Genossenschaften ihre Lage zu verbessern. Die Gesellschaft will diese Ziele erreichen durch Veranstaltung von Vorträgen und Kursen belehrenden In Halts, Verteilung von Broschüren, Petitionen an die Regierungen, gesetzgebenden Körperschaften, Behörden 2C., Kongreffe u. a. Die Gründung von Zweigvereinen, die bereits in verschiedenen Teilen Deutschlands bestehen, ist auch für Hessen geplant, wofür besondere Versammlungen in Aussicht genommen sind. Beitrittserklärungen nimmt der Sekretär des Schiedsgerichts für Arbeiterversicherungen zu Gießen, Scherf entgegen, der auch weitere Auskunft erteilt. Aus Gießen gehören der Gesellschaft u. a. bereits an: Dr. Bo etlicher, Arzt, Privatdozent an der chirurgischen Universitätsklinik, Pfarrer Dr. Grein und Lackierer Ritzert.
*♦ Eröffnung der Hühnerjagd. Laut Bekanntmachung d«s Ministeriums des Innern ist das Ende der Hegezeit auf Feldhühner und Wachteln im ganzen Großherzogtum (mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten) oaf den 19. August festgesetzt.
B. Lang Göns, 14. Ang. Der hiesige Turnverein errang bei der Gauturnfahrt in Schlitz durch sein Mitglied Ludwig Laub er den 13. Preis mit 29</a Punkten. Es ist dies brr erste Erfolg des noch jungen Vereins.
4- Grebenhain, 16. Aug. Dr. med. Bruchhäuser siedelt demnächst nach Ulrichstein über, um sich dort eine Praxis zu gründen. Sein bisheriger Vertreter wird iha vorläusig weiter vertreten. Dem Vernehmen nach soll die erledigte Arztstelle öffentlich ausgeschrieben werden.
§ Butzbach, 17. Aug. In dem nahen Pohl-GönS wird gegenwärtig ein zeitgemäßer Rathausbau aufgesührt, dessen unterer Stock zur Aufbewahrung der Fenerlöjchgeräte dienen soll.
Butzbach, 16. Aug. Das hiesige Bataillon begibt sich am 22. August auf den Truppenübungsplatz bei Darm ftabt zum Regiments- und Brigade-Exerzieren und zu den Schießübungen. Am 11. September rückt das Bataillon von dort aus ins Manöver.— Die Gemeinderatswahl für unsere Gemeinde wird voraussichtlich im September statt- fiaden. Nach der aufgestellten Liste der Stimmberechtigten können 468 Stimmen abgegeben werden. Infolge Ablauf dir Dienstzeit scheiden aus die Herren: A. Oehlschlägel, Bauunternehmer, I. Theis, Rentier, Louis Wießler, Kauf, ncann, welche wieder wählbar sind. Ferner sind für die verstorbenen Geweinderatsmitglieder Herren Franz Schneider, Kaufmann, und Hermann Küchel, Fabrikant, sowie für die freiwillig ausgetretenen Mitglieder Herren Hermann Jäger, Realschuldirektor, und Friedrich Grauer, Wagenfabrikant, Ersatzmänner zu wählen
Bad-Nauheim, 15. Aug. Die Zahl der Kurgäste betrug bis zum 15. August 16,786. Bäder wurden bis zu diesem Tage 226,823 verabreicht.
§ Aus dem höheren Vogelsberg, 16. Aug. Seit einiger Zeit find die Preise für fette Schweine ganz bedeutend in die Höhe gegangen. Das Pfund Lebendgewicht wird gegenwärtig mit 47 bis 50 Pfg. bezahlt, das Pfund Schlachtgewicht mit 60 bis 62 Pfg. Dabei sind die fetten Schweine so gesucht, daß Metzger und Händler 4 bis 5 Stunden weit Herkommen und alles aufkaufen. Ebenso ist es mit den Ferkeln, von denen das Paar, 6 bis 7 Wochen alt, 40 bis 42 Mark kostet. Sonst hat das Paar Ferkel in der jetzigen 3eit höchstens 15 bis 20 Mk., in Ausnahmefällen bis 25 Mk. gekostet.
-o- Darmstadt, 16. Aug. Ueber die Duellaffaire de« KreisamtmannS a. D. S crib a mit dem Fabrikanten A. in Bensheim find wir auf Grund der öffentlichen Haupt« Verhandlung vor dem Militärgericht und anderweiter Informationen von kompetenter Seite in der Lage, folgendes authentisch zu berichten: Am 8. Juli erschien Fabrikant A. auf dem Bureau des S. und schlug mit den Worten „@e meiner Schuft- mit einem Spazierstock nach S., der ihm lafort in den Arm fiel; nur ein leichter Schlag traf S. an der Hüfte. A. ist deshalb auch nicht wegen Körperverletzung verfolgt worden, wie dies wohl geschehen wäre, wenn die Darstellung, wonach er S. eine derbe Lektion mit einer Hundepeitsche gegeben hätte, zutreffend gewesen wäre. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu danken, daß beim Austrag der ron S. gestellten schweren Forderung (dreimaliger Kugel- wechsel bei zehn Schritt Abstand, gezogene Pistolen, mit Zielen) eine Verletzung nicht herauskam. Seitens der Zivilbehörde wurde gegen S. ein förmliches Disziplinarverfahren nicht durchgeführt, er wurde vielmehr unter Belastung seines Titels seiner Stellung enthoben, was dem hessischen Beamlen- gLsetz bei nicht fünf Jahre angestellten nicht richterlichen Beamten ohne Weiteres möglich ist. Ihre Ofsiziersstellung hoben beide Herren bisher behalten — em ehrengerichtliches
Vermischtes.
* Lichten fels, 16. Aug. Der gestern abend 10 Uhr 10 Miu. hier auS Groß Probstzella fällige Perfoneuzug traf in KüpS mit einem brennenden Postwagen ein. Dieser war kurz vorher infolge Expl osion einer Petroleumlampe in Brand geraten. DaS Feuer sand reichliche Nahrung, so daß der ganze Wagen bis auf daS eiserne Gerippe aus- brannte. Der in dem Wagen befindliche Postschaffner versuchte anfangs daS Feuer zu löschen, erl lt aber schwere Brandwunden. Nur der Aufmerksamkeit des Zugführers, der den Brand bemerkte und den Zug zum Stehen brachte, ist eS zu danken, daß der Postschaffner aus seiner verzweifelten Lage gerettet wurde und mit dem Leben davonkam. Es sind mehrere hundert Stück Vostpackete verbrannt.
» Paderborn, 15. Aug. In der Stadt Kleinberg im Kreise Büren wurden durch eine Feuersbrunst 22 Häuser eingeäschert.
• Altenburg, 15. Aug. Die „Altenb. Ztg." bringt folgende Aufsehen erregende Meldung, deren Verantwortung oem Blatte überlasten werden muß. „Herrn Bürgermeister Germann von hier ist bei einer Reise nach der Insel Rügen, wo et feinen Urlaub zuzubringen gedachte, in der Nacht zum Montag in Stettin bedauerlicherweise ein unangenehmes Vorkommnis passiert. Scheinbar wegen Differenzen mit einem dortigen Polizisten wurde Herr Bürgermeister Germann von der Schutzmannschaft zu Stettin mittels festgeschraubter Handfessel geschloffen in Polizei- gewahrsam genommen, auch wurde er durch Faustschläge mißhandelt. Herr Bürgermeister Germann konnte sich bet Schutzmannschaft gegenüber genügend legitimieren, trotzdem hat ihn dieselbe bis Montag mittag 12 Uhr in Polizeigewahrsam behalten. Gegen den betreffenden Schutzmann, der fich einer unglaublichen JnstruktionSverletzung schuldig gemacht hat, ist bereits das Strafverfahren eingeleitet roorben.-
♦ Leipzig, 16. Aug. In der Nähe von Leutzsch hat heute zwischen bem Dr. jur. James Breit, Rechtsanwalt hier und dem stuck, jur. Richard Oettinger aus Stuttgart ein Pistolenduell stattgefunden, wobei Oettinger eine schwere Verletzung erhielt, der er im Krankenhause kurz nach seiner Einlieferung erlegen ist. Breit hat fich der Polizei gestellt.
• New-OrleanS, 16. Aug. Während eines Sturmes wurde gestern auf der Ouarantäneftation von Port Eads ein Haus fortgeriffen. Die 15 Bewohnet desselben, unter welchen sich 9 Kinder befanden, sind ertrunken. Die Stadt Mobile ist seit gestern Abend vom Verkehr ab- geschnitten.
^lnivrrMts Nachrichten.
Der bisherige außerordentliche Proiessor Dr. Albert T h u m b zu Freiburg i. B. ist zum außerordentlichen Proftssor in der philosophischen Fakultät der Untverfität zu Marburg ernannt wordrn.
AllSjig ws dm Stmdrsomlsregistkrs irr Statt Sirßm.
Aufgebote.
August. 10. Georg Wilhelm August (Stiel, köngl. ArntSgerichts- s-kretär in Friedewald, mit Lioa Marte Ly: cf er dahier. 10. G-org Robert Ludwig Wilhelm Jost, Großh. Regierungsbaumeister dahier, mit Eltsab-tha Fleckcnstein in Darmstadt. 13. August Theodor Bureauoocsteher dahier, mit Margarethe Arnold hterselbst. 13. Josef Anton Wiegand, Eisentormer dahier, mit Anna Marie Messer in Hofheim 13. Jakob Dany, Fltseur dahier, mit Ottilie Wilhelmirs Friederike Katharine Lindenstruth hterselbst. 14. Philipp Otto Psarrasststent in Wackernheim, mit Anna Marie o. Düring dahier. 14. JustuS Wilhelm Horn, Kaufmann dahier, mit Mathilde H.rbert hterselbst. 14. Wilhelm Karl Gustav Paul Wstlko, Redakteur vahNr, mit Maria Henriette Wilhelmine Herzberg in Frankfurt a. M. 15. Adolph Johann Peter Dinges, Kaufmann dahier, mit Ernsttne Christiane Kratling hterselbst.
Eheschließungen.
August. 10. Hernrich Storck, Schlosser dahier, mit Ellfabcthe W rßner hi.rselbst. 10 Johannes Ludwig Georg Ernst Martin Tac- löhner dahier, mit Elts.oethe Gröl,, geborene Lachmann, hier selbst. 10. Peter Friedrich Heinrich Castein, CommiS dahier, mit Mathilde Johanna Auguste Garn hterselbst. 12 Heinrich Philipp Karl Wilhelm G-bhardt, Großh. RcgierungSassessor in D«rmstadt, mit Käthe Luise AgneS Blumenhagen dahier. 12. Dr. Karl Rudolf ®“^fl«nti, proft. Arzt in Königswalde, mit ©erhübe Maria Margarethe Cursch- mann dahier.
Qtbtttien.
August. 3. Dem Kaufmann J.kob AlthauS eine Tochter Ma ie Auguste Sophie. 6. Dem Arbeiter Peter Stoll eine Tochter. 8 Dem Straßenkehrer Wilhelm Müller IX. ein Sohn. 10. D-m Eisendreher August Hermann Friedrich Guntrum «in Sohn. 11. Dem Maser Heinrich Baum ein Sohn, Heinrich Andreas Ludwig. 12. Dem Heizer Joharn P^ B-rthen ein" Tochter, Ann. Marie. 13 Dem Bild- bauer Leonhard Ludäscher eine Tochter, Martha.
Gestorbene.
August. 11. Margarethe Metzger, geb Bender, 70 Jahre alt, Hospitalitin dahier. 11. Elise Katharine Johanna Rosine Ncun, 6 Monate alt, Tochter deS Arbeiters Gilbert Neun dahier. 12 Kerl Heinrich Strack, 17 Jahre alt, ohne Beruf, dahier. 12. Hrrwarn Kraft, 53 Jahre alt, Mechaniker dahier. 12. Heinrich Michel, 73 Jahre alt, Wollipinner dahier. 13 Johann Heinrich Schundt, 9 Monate alt, Sohn d'8 TaglöhnerS Heinrich Schmidt XL dahier. 13. Elonore Seitz, geb. Lich, 54 Jahre alt, Pr'vatin dahier. 14. Mathilde Schlatter, geb. Dietz, 46 Jahre alt, Ehefrau deS Kaufmanns Leopold Schlatter dahier. 15 Peter König, 42 Jahre alt, Gastwirt dah er. 15. Katharine Slühler, 4 Monate alt, Tochter de- Weißbinders Heinrich Stühler H. dahier. 15. Margarethe Christine Luise Lony, geb. Dörr, 77 Jahre alt, Privatin dahter. 15. Elisabeth; Deichert, geb. Tag, 44 Jahre alt, Fabrikarbeiterin dahier. e


