Ausgabe 
18.5.1901 Zweites Blatt
 
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Gießen, 16, Mai.

m 15. d. M fanden bit inanijad), denen sich n, ihren Abschluß. DaS der KameralwiWschast .Erlenbach und

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m. Heuchelh eim, 16. Mai. In dem an der Lahn gelegenen WiesengrundHeßles haben sich drei Storchenpaare auf Erlen und Weiden wohnlich ein- gerichtet. Ein weiteres Paar soll leider von Jägern er­schossen und in die Lahn geworfen ivorden sein. Wie man hört, sind die Schützen zur Anzeige gekommen.

I. Klein-Linden, 16. Mai. Ter hiesige Turn­verein veranstaltete heute ein kleines Waldfest in dem nahe dem Bergwerk gelegenen Walde. Es w-urdcn hierbei volkstümlicl)e Uebungen geturnt und eine Preisverteilung damit verbunden.

R. Reiskirchen, 15. Mai. Vor einigen Tagen hat in dem hiesigen Walde ein junger Bursche von 18 bis 19 Jahren ein siebenjähriges Mädchen vergewaltigt. Tie Eltern haben die Angelegenheit der Behörde angezeigt. Der Bursche soll Schreiner von Beruf sein.

8 Sichenhausen, 16. Mai. Die in dieser Woche im hiesigen Gemeindewald abgehaltene Brenn- und Nutzholzversteigerung war gut besucht. Das Fichten­stammholz wurde im Durchschnitt mit 17 Mark pro Fest­meter, das Bnrt,enscl>eit mit 4,50 bis 5 Mk., die Buchen­knüppel mit 3,50 bis 4 Mk. pro Raummeter bezahlt.

Z. Geilshausen, 16. Mai. Ter Gesangverein Jugendmut h" feiert am 14. und 15. Juli sein fünf- nndzwanzigjähriges Fahnenjubiläum, zu ton schon zahl­reiche Vereine ihr Erscheinen zugesagt haben.

sc. Laubach, 16. Mai. Tie älteste noch unverheiratete Schwester des Grasen von Solms-Lmibach, (Gräfin Marie, die dritte Tochter des im vorigen Jahre gestor­benen Grafen Friedrich, hat sich auf Schloß Arnsburg mit dem Baron v. Schwertzcll auf Willingshausen, zu Willingshausen im Schwalmgrunde gelegen, verlobt. Graf Otto zu Solms-Laubach begiebt sich morgen mit Fa- nrilie zu mehrwöcl)entlichem Aufenthalt zu seinem Schwager, dem Grafen von Eollalto, nach Oberitalien.

§ Grebenhain, 15. Mai. Ein an dem Bahnbau LauterbachGrebenhain beschäftigter ausländischer Arbeiter wurde heute von einer herabrutschenden Erdmasse beinahe gänzlich verschüttet, er konnte nur mit Mühe heraus­gezogen und gerettet werden. Der Arzt stellte fest, daß dem Arbeiter das Brustbein zerquetscht und diyser noch mehrere schwere Verletzungen erhalten hat. Der Ver­unglückte mußte in das Krankenhaus nach! Lauterbach ge- brackut werden. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.

Mainz, 16. Mai. In der letzten Sitzung derStadt- verordneten-Versammlung berichtete Kommerzienrat M. M. Mayer über die Feststellung der Ausschlagsziffer für die Gemeindesteuer für das RcckMungsjahr 1901/1902. Nach dem Referate sind für dieses Rechnungsjahr 2 412 786 Mk. 40 Pf. Gemeindesteuer aufzubringen. Zur Bestreitung dieser Summe beschließt die Versammlung einen Zuschlag von 91,8 Prozent zur Staatseinkommensteuer zu erheben. Aus Anlaß des heute stattfindenden 60jährigen 61 eschäfts- jubiläums der S. Wolf scheu Schuhfabrik wurde der Inhaber derselben, Herr Lucian Wolf, zum Kommerzienrat ernannt. Provinzialdirektor v. Gagern gratulierte dem In­haber namens der hessischen Regierung und Oberbürger­meister Dr. Gaßner namens der Stadt Mainz.

k Mainz, 16. Mai. In das hiesige Gefängnis wurde gestern eine sehr wohlhabende Besitzerin einer Milchkuranstalt von Worms eingeliefert. Sie wurde auf Requisition der hiesigen Staatsanwaltschaft wegen Ver­leitung zum Meineid verhaftet. In dem hiesigen Tome wird in aller Kürze eine gründlick)e Renovatton der in Ihrem Acußeren wie im Inneren sckchn ziemlich lange stark verfallenen Gotthartskapelle vorgenommen. Tie Gotthartskapelle, die an der Nordwestseite des Domes­angebaut ist, gehört mit zum ältesten und interessantesten Teil des Mainzer Domes. Sie wurde nachweislich in den Jahren 1135 und 1136 durch den Erzbischof Adalbert I., aus dem Hause Saarbrücken, erbaut als Hauskapelle für den Erbauer, weshglb sie aud)i mit dem damaligen bischöf- Itffyen Palast mit einem Gang in Verbindung stand. Als Bauwerk bietet die Kapelle, in der der Erbauer nach seinem Tode begraben wurde, besonderes Interesse. In zwei Stock­werken übereinandergebaut, zeigt sie oben wie unten die gleiche Anordnung. Zwei Reihen, schwerer, viereckiger 'Pfeiler teilen das Gebäude in drei Schiffe, und tragen schwere Meuzgewölbe. An das mittlere Schiff schließt sich ein runder Chor, um den außen in der Höhe ein mit Vogen umwölbter Seitengang führt. Da die Seitenschiffe enger als das Mittelschiff sind, so hat sie der Erbauer mit eliptisch überhöhten Kappen überwölbt, um die Schluß-- Keine in gleiche Höhe bringen zu können.

Schlüchtern, 16. Mai. Der Rendant der hiesigen städtischen Sparkasse, Adam Weitzel, hat sich der Staats­anwaltschaft in Hanau gestellt, mit der Angabe, daß er Sparkassengelder im Betrage von 40000 Mark unterschlagen habe. Der Magistrat arebt bekannt, daß Weitzel seines Amtes enthoben ist, und Die Kasse zur Vor­nahme einer außerordentlichen Revision bis zum 18. d. M. gesclflossen bleibt. In welcher Weise die Unterschlagungen Begangen wurden, ist noch nicht festgestellt, da alle Depots und Wertpapiere der Kasse unter doppeltem Verschluß und völlig intakt sind. Es wird angenommen, daß Gelder, die dem Rendanten in Abwesenheit des Kontroleurs ge-- Fahlt wurden, nicht zur Buchung kamen.

* Meine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbarstaaten. In Alzey starb ein alter Achtundvierziger, der Geometer Johann Antz. Er stand mit an der Spitze aller gemein nützigeu Bestrebungen und war Mitbegründer des Vorschuß- vereiuS. a In der Stadtverordneten-Versammlung zu Frankfurt teilte der Oberbürgermeister mit, daß die Herren Dr. LueinS und V. Meister für die Stadt Frankfurt eine Schenkung von 500 000 Mk. zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke gestiftet haben. Der 57 Jahre alte Schachschrist- Keller Hans v. Minckiewitz in Wiesbaden ist Mittwoch­abend halb 11 Uhr in Biebrich von der elektrischen Straßen­bahn überfahren worden. Beide Arme mußten ihm sofort amputiert werden. M., der gänzlich heruntergekommen und Qllch geistig nicht normal ist, hat offenbar aus Mangel an Mitteln selbst den Tod gesucht.

Vermischter.

* Kassel, 15. Mai. DerHochstapler in der Sommerfrische", früherer Unterosfizierschüler Sauerland <2uS Göttingen, der im vorigen Sommer an verschiedenen -Orten in Hannover, Thüringen, Hcffen und Waldeck Hoch- Aappeleien beging, auch in Gasthäusern einbrach und dabei

größere Geldbeträge stahl, wurde von der hiesigen Straf, kammer zu einer Gesamtstrafe vou 6*/, Jahren Zuchthaus verurteilt.

* Nomen et omen. Schon aus der Zusammen- stellung der Namen der jetzigen preußischen Minister ergiebt sich ein einheitliches Zusammenwirken de» neu ge­bildeten Ministeriums zu Gunsten der Canalvorlage:

SChönstedt

II Ammern lein ThieleN RheinbAben GoseLer PodbiolsKi MölLer

StUdt

Bülow.

Ein Ministerium, das sich selbst alsCanalklub" be­zeichnet, wird gewiß fest zusammenfiehen zur Durchführung seiner wichtigsten Aufgabe.

* Könitz, 15. Mai. Rechtsanwalt Lohwasser in Schlochau ist wegen Untreue und Unterschlagung^ er h aftet worden.

Tarnowitz, 16. Mai. Bei dem gestrigen Brande eines Hauses erstickten zwei Kinder, die sich aus Angst in einen Schrank verkrochen hatten. Eine Frau sprang aus dem zweiten Stockwerk auf die Straße und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie bald daraus starb.

* Straßburg i. E., 15. Mai. Der gestern vor­mittag hier aufgelassene Ballon ist mit seinen Insassen Pro­fessor Dr. Hergesell und Graf Zeppelin nachmittag 2 Uhr glücklich bei Remiremont gelandet.

* London, 15. Mai. Der vor sechs Wochen mit einer Ladung Kohlen von England abgefahrene Dampfer ,Cito" ist mit 14 Mann Besatzung untergegangen.

* Pensa, 15. Mai. In den Dörfern Trubetschino und Lunino im Bezirk Mokschany sind 118 Häuser sowie 49 abgesonderte Baulichkeiten und in Lunino das Post- und Telegraphenamt durch Feuer vernichtet worden.

* Polen z a, 15. Mai. Im Dorfe Acerenza wurden durch einen niederstürzenden Fels zahlreiche Häuser fortgeriffen. Bis jetzt sind 15 Tote aufgefunden. Militär ist zur Hilfeleistung entsandt.

* Algier, 15. Mai. Ein Telegramm aus SoukarraS meldet, räuberische Eingeborene griffen in vergangener Nacht in der Nähe des Bahnhofes Marsotte einen Güterzug, der von Tebessa kam, an. Auf die Maschine wurden zwei Schüffe abgegeben. Der Heizer wurde verletzt.

UnioerMts Nachrichten.

Wien, 16. Mai. Gestern abend sand ein KommerS der deutschoölktschen Studentenschaft statt anläßlich der Gründung e neS Vereins zur Errichtung einer staatlichen Universität in Salzburg, der dem Verein« zur Gründung einer katholischen Universität von Salzburg entgegenwirken soll. Der Wiener UnioersttätS- rektor Schrutka sprach seine Sympathien für diesen UniverfitätSverein auS, der ein österreichische« Heidelberg schaffen möge. (Stürmische H-Ulvfe.) Dem Kommerse wohnten studentische Vertreter von Heidel­berg, Königsberg, Halle, Leipzig und Karlsruhe bei.

Arbeiterbewegung.

Albany, 16. Mat. Die Straßenbahn-Ausständigen griffen aestein abend die nicht uniontsttfchen Angestellten an, als letztere zu t>-n Wagenfchuppen geleitet wurden. Kavallerie ging gegen die Aus­ständigen mit flacher Klinge vor und verletzte mehrere. Viele nicht untontsttsche Arbeiter wurden durch Stetnwürfe verletzt.

Gerichtssaal.

Köln, 15. Mat. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Kauf­mann Dtening, Inhaber deS Schnetder'schen Manufaktur-Mode- warenhauseö, das in zahlreichen großen deutschen Städten Zweig­niederlassungen besitzt, wegen Betrug« zu sechs Monaten Gefängnis. Ueber daS Kölner Geschäft, daS Passiva im Betrage von 1 770 000 Mk. und Aktiva von 190 000 Mk. aufweist, wurde der Konkurs erklärt. Der A Schaafhausen'sche Bankverein allein verliert 100 000 Mk. Der Konkurs ist noch nicht erledigt, mehrere kleinere Häuser sind gleichfalls schwer geschädigt.

Berlin, 14. Mai. In dem Prozeß gegen Mtlp acher und Ge­noßen, in dem eS sich um versuchten Betrug, bezw. versuchte Er­pressung, verübt gegen die Erben deS verstorbenen Prinzen Bern­hard von Sachsen-Weimar und den jetzt regierenden Großherzog von Sachsen-Weimar handelt«, erfolgte Dienstag die Urteils» Verkündigung. ES wurden »erurtellt: 1. die Schauspielerin Alice Mtlpacher zu 8 Monaten, 2. der Ztmmervermteter Eger zu 6 Monaten, 3 derRedakteur" Lndwtg Barth zu 6 Monaten Gefängnis. Gegen Eger wurde auch Ehrverlust auf die Dauer von zwei Jahren aus­gesprochen. Bet allen drei Angeklagten wurde je ein Monat auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet. Der Gerichtshof hielt für erwiesen, daß die Milpacher in Verbindung mit Eger durch Täuschung e-nen DermögenSvorteil habe erlangen wollen, auf den ste keinen Rechtsanspruch halte. Um biefen widerrechtlichen Vermögensvorteil zu erreichen, haben die beiden die Fiktion der Wechfeloerpflichtmig her- gestellt, um dadurch einen Irrtum zu erregen. Bet Eger hat das Gericht nicht Bethllfe, sondern MttthäUrfchaft angenommen, weil er im Bewußtsein und gewolltem Zufammeuwtrken mit der Milpacher vte That alS eigene Straflhat auSgeführt hat. Auch bei Barth ist ,uS gleichen Erwägungen Dritthäterfchaft bet der »ersuchten Erprestung angenommen wordm. Bet der Strafabmefiung hat der Gerichtshof oct den beiden ersten Angeklagten die Vorstrafen, im übrigen aber die große Summe, um die es sich handelte, und die außerordentliche Dreistigkeit, mit der die Angeklagten vorgegangen find, andererseits die Thatsache berücksichtigt, daß der Versuch nicht geglückt ist. Die Mtlpacher erklärte sich unter Verzicht auf ein Rechtsmittel zum Straf' anttitt bereit, Barth behielt sich eine Erklärung vor. Bezüglich des Eger beantragte Rechtsanwalt Dr. Schwindt Haftentlassung, da bei der erkannten Sttafe Fluchtverdacht nicht vorliege. Der Gerichtshof entsprach diesem Anträge. (Mr haben seinerzeit näheres hierüber^mir- gdcilt. D. Red.)

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte.

4- Herchenhain, 16. Mai. Gestern fand hier Vieh markt, der sogenannte .Walpurgi«'-, auch .neue- Markt genannt, statt. Auf- getrieben war wenig Rindvieh. Verkauft wurde darum nicht viel, ob­wohl die Preise sehr günstig waren. Besonders gesucht waren frisch­melkende Kühe, die fast alle daS Stück mit 270 bis 300 Mk. verkauft wurden. Die wenigen Kälber wurden verkauft. An Schweinen waren etwa 400 Stuck angefahren, meistens junge Ferkel. Das Paar, 6 bis 8 Wochen alt, kostete 40 biS 45 Mk., 8 bis 10 Wochen alt und etwas älter 45 bi« 60 Mk. Der Verkauf ging flott von statten. Zucht- fchweine kosteten daS Stück 55 bi« 65 Mk. Fette Schweine wurden verkauft das Pfund Schlachtgewicht zu 48 bis 52 Pfg, hierin wurde auch alles umgesetzt. Der nächste Markt, sogen.Johanni Markt", siidet am 24 , 25. und 26. Juni statt.

Limburg <U >. Lahn, 15. Mai. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreis pro Malter Roter Weizen 14.41 Mk., Weißer Weizen 4.00 Mk., Korn 11.44 Mk., Gerste 8.50 Mk., Hafer, 7.14 Mk., Srbf« 00 00 M?., Katrositln 00.00 Mk.

Krieskasten der Redaktian.

Bergb. H. Setzen Sie sich mit dem Kirchenamt in Verbindung. Unser Manuskript weist den Namen ,Ida" nicht auf.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 19. Mai. Exaudi.

Gottesdienst.

In der Stadikirche.

Vormittags 8 Uhr: FrÜbgottevdienst. Pfarrer Scbloffer. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmterten der MatthäuSgemeind«.

Vormittags 9/i Uhr: Pfarrassiftent KrauS.

Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die MarkuSgcmeinde.

Pfarrer Dr. Grein.

Am 2. Pfingstfeiertaae find-r Beichte und heil. Abendmahl für dl« Matthäus- und MarkuSgemeinde gemeinsam im HauptgotteSdienst statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

In der JshanneSkirche.

Vormittags 8 Uhr: FrÜhgotteSdtenst. Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der JohanneSgemeind«.

Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Euler.

Bormfags 11 Uhr: Ktnderkirche für die LukaSgcmeinde.

Pfarrer Euler.

An diesem Tage wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte für bie kirchliche Versorgung der evangelischen Glaubensgenossen im AuS- lande erhoben.

Am 1. Pfingstfeiertag findet Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS- und JohanneSgemeinde im HauptgotteSdienst statt. An­meldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Katholische Gemeinde.

SamStag den 18. Mai.

'Nachmittags um 4,/i Uhr und abends um 8 Uhr: ^Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 19 Mai. 6. Sonntag nach Ostern*

Vormittags von 6Vi Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Meße;

vor und in derselben Austeilung der hell. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

um 9V« Uhr : Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Andacht mit Segen.

Dienstag und Freitag abends um 61/« Uhr: Matandacht.

Gottes-ienst in der Synagoge, Südanlage.

Israelitische Keligiousgemeinde.

SamStag den 18. Mai 1901.

Vorabend 748 Uhr, morgens 8M Uhr, nachmittags 4 Nhr Schrift- erklärung, Sabbathausgang 9 Uhr.

GottesdieaK der israelitischen Keligionsgesellschast.

Sabbathseier am 18. Mai 1901.

Freitag abends 7« Uhr, SamStag vormittags 8 Uhr, nach­mittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9 Uhr.

Nachmittags 3J Uhr Schrifterklärung.

WochenaotteSdienst: morgens 680 Uhr, abends 9 Uhr.

SchMmkchrichtt*

-norddeutscher Lloyd.

Vertreten in Gießen durch Agent Carl Loos.

Bremen,. 15. Mai. (Per transatlantischen Telegraph. Der Doppelschrauben-Postdampser Köln, Kapt A. Langreuter, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgens wohlbehaltm in Baltimore angekommen.

Der PofidampserNederland" derRed Star Linie," in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 3. April wohlbehalten in Philadelphia angenommen.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Oieheu.

Mai

Barometer :

auf 00 reduziert

Temperatur der Luft

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beb.

bew. Himmel

3« C.

5° C.

io C.

40 C.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 17. Mai.

8Vi % Belohaanleihe . . 98.40

8 Q/o do . . 87.85

87b 9/j Konsole . . . 98 30 8 do ;. . . . 87.60 8Vt% Heesen .... 95.50 5% Italien. Rente . . . 96.20 4O/o Griech. Mcnop.-Anl. 44.00 8 0/0 Portugiesen . . . 25.65

8 0/# Mexikaner , . . . 27.10

4«/e % Chinesen . . . . 81.70 Tendenz

Kreditaktien.....218.75

Diskonto-Kommandit . . 189 50 DarmstMter Bank . . . 182.50 Dresdener Bank .... 148.60 Berliner Handelsgee. . . 152.70 Oceterr. Staatsbahn . . 147.30 Gotthardbahn .... 162.80 LanrahQtte , . . . . 211.00 Bochum......195.00

Harpen er .... . 178 30

schwach.

Neueste Meldungen.

W. Belgrad, 17. Mai. (2.10 Uhr.) Telephonmeldnug des ^Gieß. Anz." Das hiesige diplomatische Korps ist m geeigneter Weise verständigt worden, daß eine Niederkunft der Königin Trag« nicht ftattfioden werde.

Mainz, 17. Mai. (Telegr. deS Gieß. An;.). Zwischen dem Kavallerie-Rittmeister Bogt und dem Infanterie« Oberleutnant Richter fand gestern hier ein Duell im Festuugsgraben statt. Ersterer wurde schwer verletzt. Die Ur­sache des Zweikampfes ist ein Eheskaudal.

Loudon, 16. Mai. Unterhaus. Im Laufe der Be­ratung des Entwurfes über die Heeres-Organisation for­derte der Kriegsminifter Brodrick das HauS bringend auf,