trugen ein Sohn eines leider schon früh verstorbenen Mitgliedes mit seinem Freunde Kompositionen für Zither vor, )te gleichfalls mit dem größten Beifall ausgenommen wurden- Den Schluß des ersten Teils der Feier bildeten drei lebende Bilder: Die Götterkönigin sendet Merkur als ersten Boten jur Erde; Huldigung der fünf Erdteile dem Begründer des Weltpostvereins Staatssekretär v. Stephan; Die Post als Vermittlerin der Kunst, Wissenschaft und Industrie. Die Darstellung übertraf alle Erwartungen. Herr Johanne- Stommel hat sich um die Aufführung der lebenden Bilder ehr verdient gemacht, auch war er der Berfaffer eines von einem Herrn vorgelesenen Prologs. Ein Tanzkränzchen, das ne Festteilnehmer bis zur frühen Morgenstunde zusammenhielt, rildete den Schluß. Zahlreiche Telegramme von Breslau, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Mainz rc. brachten Glückwünsche.
** Schuler-Krankheiten. Nach einem von dem hiesigen Schulärzte Dr. Königer erstatteten Bericht erstreckten sich >ie halbjährigen Untersuchungen der Schulkinder auf deren Größe, Gewicht, Ecnährungs- und ReinlichleitSzuftand, die Haur, die Brust mit Brustumfangsbestimmung, die Wirbel- jäule, die Extremitäten, Mund, Nase und Augen und auf das Bestehen chronischer Krankheiten, ferner auf die Seh' leistung und das Gehör. Bei Verdacht des Vorhandenseins eines Bruches wurde bei Knaben auch der Bruch untersucht. Die Schüler, deren dauernde Ueberwachung in gesundheitlicher Beziehung für notwendig erachtet wurde, wurden bei der Untersuchung notiert. Auch wurde die halbjährliche Unter uchuug benutzt zur Auswahl derjenigen Kinder, denen die Wohlthat eines aus Stiftungen beschafften Frühstücks zu gewandt werden soll. Was nun die Einrichtung des schulärztlichen Dienstes betrifft, so kann fürs erste fefigestelU werden, daß sich der Reinlichkeitszustand der Kinder in Be zug auf das Vorhandensein von Ungeziefer bedeutend ge- lessert hat. Ferner trägt die Schule zur frühzeitigen Erkennung der bei den Kindern sich entwickelnden Krankheiten und Gebrechen bei, wobei die Einmischung in die Behandlun des Schularztes streng vermieden ist. Die Ueberweisuvg der mit Sprachstörungen behafteten und der schwachsinnigen Kinder in die hierfür eingerichteten besonderen Kurse erfolgt unter Zuziehung des Schularztes, wobei auch entschieden wird, ob für das eine oder das andere Kind nicht bester der Rat zur Aufnahme in eine Anstalt zu erteilen ist. Schwäch ichen, kränklichen und mit Gebrechen behafteten Kindern widmet die Schule besondere Sorgfalt, indem diesen Kindern ihre Plätze zuerteilt werden, sodaß z. B. Blutarme und Skrophelöse in der Nähe der Fenster, Kurzsichtige und Schwerhörige in der Nähe der Tafel resp. des Lehrers g etzt werden.
-o- T a u b r i n g e n, 16. April. In dem Steinbruchr des Ludwig Hofmann von hier verunglückte der Arbeiter Heinrich Doll von Alten-Buseck infolge Explosion einer Dy n a m i tp a tron e. D. hatte tagsüber allein in dem Steinbruch gearbeitet und versucht, mit dieser Dynamit- latrone einen Felsen zu sprengen. Auf noch unerklärte Weise entzündete sich das Geschoß und verletzte den Bedauernswerten derart im Gesicht, daß er in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte,
+ Lollar, 16. April. Gestern vormittag verunglückte auf der Main-Weser Hütte beim Rangieren der Wagen ein Arbeiter, indem er unter einen Wagen geriet, besten Rad ihm das Bein bis zum Knie vollständig zerquetschte. Der hiesige Arzt legte sofort einen Notverband an. In einem nach Gießen abgehenden Zuge wurde der Verunglückte in die Klinik gebracht. Der bedauernswerte junge Mann, der auf diese Weise ein Bein verliert, ist aus Weidenhausen und war erst einen Tag hier in Arbeit.
-mi- Lollar, 16. April. Am Sonntag hielt Lehrer Volk von Schadenbach im Vereinslokale des Kriegervereins einen Vortrag, zu dem auch die Kameraden der Nachbarvereine erschienen waren, über die Wiedergebmt unseres Vaterlandes. Der erste Vorsitzende Heibertshausen dankte Herrn Volk für feinen Vortrag und den auswärtigen Kameraden für ihr Erscheinen. Darauf brachte Lehrer Volk ein Hoch aus auf die alten Veteranen; Herr Feller dankte im Namen der Veteranen und sprach den Wunsch aus, daß Herr Volk im nächsten Winter wieder Vorträge halten möge. Ein kurzer Vortrag des Herrn Volk ,.Unsere Zukunft liegt auf dem Master" folgte. Sodann wurden die Kameraden noch darauf aufmerksam gemacht, der Feuerverficherungsgesellschaft „Providentia" beizatreten, da durch diese Versicherung eine große Summe alljährlich der Hassia- und Vereinskasse zufließe. ES wurden im Jahre 1900 von der „Providentia" der Hassia- käste Mk. 18 000 zugeführt. Dieser Betrag bleibt zur Hälfte in der Hafsiakaste, der Rest wird an die Vereins- kaffen, je nachdem dessen Mitglieder versichert sind, ausbezahlt.
-g Sambach, 16. April. Lehrer Dotter wurde von hier an das Realgymnasium zu Offenbach versetzt.
-o- Wetterfeld bei Laubach, 16. April. Seil kurzem ist Die neuerbaute Straße, die unser Dorf mit der 10 Minuten abgelegenen Haltestelle der Bahn Hungen-Laubach verbindet. Dem Verkehr übergeben worden, während man früher einen Feldweg benutzen mußte. Gewiß wird die Herstellung eines guten Fahrwegs viel zur Hebung des Verkehrs beitragen, und in Bälde die Bahnverwaltung veranlasten, statt der kleinen Bretterhalle einen heizbaren AufenihaltSraum für das Publikum zu schaffend
k. Homberg a. d. Oh«, 15. April. Die hiesige Bahnstation an der neuen Ohmthalbahn wird eine Bahnhofswirtschaft erhalten, die am 15. Mai eröffnet wird.
Darmstadt, 16. April. Der Prinz und die Prinzessin Ludwig von Battenberg trafen gestern nach- mittag zum Besuche des Großherzogs im Neuen PalaiS zum Thee hier ein und kehrten später nach Schloß Heiligen- berg zurück.
Mainz, 16. April. In geheimer Sitzung des SreiSauS- schusteS wurde kürzlich eine Klage verhandelt, in der cs sich um die Entziehung einer WirtschastSkonzession handelt, da in der fraglichen Wirtschaft sich in Bezug auf Sittlichkeit i die haarsträubendsten Dinge ereigneten. In der Verhandlung wurde nun auch die Wirtschaftsführung überhaupt, durch eine
Zur prkutzisch'hksßschea Gisrllbahllgkmkmschaft.
Der Abg. ö h l e r - Langsdorf ist zweifellos ein Mann von großem Eifer und von lebhaftester Anteilnahme an den öffentlichen Vorgängen. Erst in unserer am Montag Nachmittag zur Ausgabe gelangten Nummer brachten wir eine kurze Notiz in unserem lokalen Teil über die Anstellung zahlreicher Nichthessen im hessischen Staatsdienste, und gestern nachmittag bereits legte Herr K. auf unseren Redaktionstisch eine Anfrage an die Zweite Kammer der Stände, in der er auf unsere Notiz Bezug nimmt und weiterhin folgendes ausführt:
Diese Noliz bietet ein getreues Abbild der Stimmung, die allgemein im Lande, insonderheit in den die staatlichen Verhältnisse näher kennenden hessischen Beamtenkreisen herrscht über die unmotivierte Herein^iehung der Nichthessen zu hessischen Staatsämtern, sowohl den oberen als den unteren. Ich verwahre mich hierbei ausdrücklich gegen eine etwaig. Unterstellung, als ob ich die betreffenden Personen damit angreifen wollte: im Gegenteil, ich erkenne ausdrücklich an, daß wir eine erkleckliche Anzahl hochbefähigter und hochverdienter Nichthessen in unserem hessischen Staatsdienste haben. Dieses hindert mich jedoch nicht, aus das Verkehrte aufmerk-
kam zu machen, wenn in den unteren Stellen preußische Militäranwärter z. B. als Kanzlisten vor den Hessen den Vorrang erhalten, wenn durch das Herübernehmen von niederdeutschen oder ostelbischen Baumeistern — im Gegensatz zu unseren heimischen hervorragenden Bau- ninftUrn Hofmann, Aallot n. a. — und hierdurch veranlaßte durch Hierher Verpflanzen des im flachen Niederlande be- rechtlgten, in unserem Berg und Hügellande höchst ge- w° en e n ® a d e.i11 c ® a 11 e unser öffent-
^Unwesen per schände lt wird und nun vollends, wenn «Seiteivj der hessischen Negierung — wie seinerzeit geschehen - ein Berliner Preuge nach Berlin geschickt w i rb , u m im Gegensatz zu Preußen «l s Vertreter des hessischen Ministeriums zu Berlin die hessischen Eisenbahn-Interessen zu vertreten. Ich bin mit der nunmehrigen großen Majorität des gegenwärtigen Landtags der Meinung, wie ich mit meinen politisck-on Freunden und der damaligen Grirppe der Oppositionell n es schon im Jahre 1896 war, daß wir mir dem Cisenbahnvertrag zwar
ein zeitlveilig gutes finanzielles Geschäft machen, daß auch durch Beseitigung der verknöcherten hessischen Büreaukratie im Eisenbahnwesen der technische Betrieb ein bedeutend besserer, daß aberHessennunmehr auchgänzlich von Preußen abhängig werden würde. Ich habe dies alles bereits in meinen kurzen Ausführungen unter dem von Seiten der nationalliberalen Partei damals veranstalteten ohrenbetäubenden Lärm in der Nachmittags- Sitzung vom 23. Juli 1896 vorausgesagt. Ich habe darauf besonders aufmerksam gemacht, daß wir Hessen uuu- mchr vollständig der Willkür des preußischen Beamtenapparates ausgeliefert sein würden. Während es jedem preußischen Staatsbürger möglich ist, seinen Wünschen, die Eisenbahnverwaltung betr., mit Hilfe seines heimischen Landtagsabgeordneten in Berlin Geltung zu verschaffen, ist dies Recht jedem Hessen abgeschnitlen, weil Hessen infolge des unglückseligen Vertrags eben in Eisenbahnverwaltungssachen fast nichts mehr darein zu reden hat. — Nachdem dies nun aber der Fall ist, wäre es meines Erachtens doch unumgänglich nötig, daß unabhängige, eingeborene hessische Männer als Vertreter Hessens zur Wahrung hessischer Interessen nach Berlin geschickt würden. Ob es bei dieser Wahrung der hessischen Interessen zu kleineren oder größeren Kollisionen dann käme, wäre belanglos. Ich meine, es sei besser, unbedingteste Wahrung der hessischen Interessen m i t Kollisionen, als eine laue Vertretung ohne sie.
Meine politischen Freunde und wohl auch alle Gegner des Vertrags haben es darum seinerzeit der Großh. Regierung sehr übel vermerkt, daß sie den nunmehr verstorbenen, persönlich sehr achtbaren und amtlich hervorragenden und verdienstvollen Herrn Geh. Oberbaurat v. Wetz nach Berlin delegierte, weil die serselberein Preuße war. Denn wie sonst schvü kein Mensch aus seiner Haut heraus kann, so kann sich noch viel weniger ein geborener Preuße von seinen partikularistischen groß-preußischen Anschauungen freimachen. Ebenso aber auch könnte ein Nicht-Hesse und Mitschuldiger am Vertrag aller Voraussicht nach Ersprießliches in Berlin für Hessens speziellen Vorteil kaum zu Werke bringen.
Ich frage hiernach,
Was gedenkt die Großh. Regierung zur Beruhigung der durch lotbige Zeitungsnotiz wiederholt aufgeregten öffentlichen Meinung zu thun?
Langsdorf, 16. April 1901.
Köhler-Langsdorf.
Soweit die Eingabe des Herrn Köhler an die Kammer. Es ist nicht zu leugnen, Herr Köhler hat bis zu einem gewissen Grade recht, aber wie gewöhnlich geht feine Phantasie mit ihm durch Es fehlt leider dem ungemein rührigen Manne das nötige Maß in vielen Dingen. So schießt er namentlich in der Charakterisierung des Preußentums über das Ziel hinaus. Die Zusammenstellung von Hofmann und Wallot, dem Restaurator unseres alten Rathauses und des Schlößchens am Brand, und dem genialen Reichstagsbaumeister, ist doch wohl nicht angängig. „Tie höchst geschmacklosen Blendbacksteinbauten" passen in diese Eingabe hinein wie etwa ein Hosenknopf auf einen Kirchturm, aber recht hat Herr Köhler'mit seinem abfälligen Urteil über diese Bauten.
Ein eklatantes Beispiel für die Anstellung von Nichthessen im hessischen Staatsdienste bietet, neben der Beschäftigung von nichthessischen Baumeistern in der früheren hessischen Eisenbahnverwaltung, die Besetzung der Direktion der Hess. Landes-Lotterie mit einem Sachsen, dem Geh. Finanzrat Tr. Götz. Es besteht u. E. kein Zweifel dafür, daß sich zu dieser besonders hoch besoldeten Beamtenstelle geeignete Persönlichkeiten auch int hessischen Beamtentum hätten finden lassen, die man vor Errichtung einer Landeslotterie nach Sachsen und Preußen hätte delegieren können zum Studium des gesamten Lotteriewesens. Vor längerer Zeit wurde an einem Darmstädter Gymnasium ein akad. Hehrer aus einer schweizerischen Stadt berufen, der sich später als durchaus untauglich erwiesen haben soll. Dabei herrschte damals wie heute Mangel an geeigneten Lehrkräften für unsere höheren Schulen.
Es ließe sich ein ganzer Strauß winden aus der Blütenmenge des Nichthessentums im Garten der hessischen Beamtenschaft. Wir werden diese Angelegenheit nicht aus dem Auge verlieren.
Begrenzung des Zuckerns der Weine, sowie den Dekla- rationszwang für Verschnitte aus Rot- und Weißwein an.
— Nach, der „Nationall. Korr." nimmt man an, daß die Ausführungsbestimmungen über das Fleisch beschau- gesetz demLundesrat erst im Herbst zugehen werden. Die Bestimmungen bezüglich des ausländischen Fleisches hätten unseres Erachtens sämtlich recht wohl schon erlassen werden und in Kraft treten können.
— Die weitere Ausgabe von Jubiläumsdenkmünzen wird am 1. Mai erfolgen. Es sind nachträglich noch 360 000 Fünfmarkstücke und 1600000 Zweimarkstücke geprägt worden. Die neuen Münzen werden vom 1. Mai ab tu den verschiedenen Staatskassen zur Verteilung gelangen.
Wilhelmshaven, 16. April. Kontreadmiral von Frantzius begrüßte auf dem Torpedo-Exerzierplatz die mit dem Lloyddampfer H. H. Meyer aus China zurück- gekehrten Mannschaften mit einer Ansprache und brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Hieran schloß sich ein Parademarsch der Truppen.
Aus Stadt und Land.
«iefieu, 17. April 1901.
-o- eine folgenschwere Schlägerei. Heute vormittag ge rieten zwei in der Werkstatte des Spenglermeisters A. hier beschäftigte Gesellen, Keip und Lopata, in Streit. Lo rata ergriff einen auf der Werkbank liegenden Holzhammer und versetzte seinem Gegner mehrere Schläge auf der. Kopf, sodaß dieser mit einer großen klaffenden Wunde und mehreren Beulen bewußtlos zu Boden stürzte. Der Thäter ergriff die Flucht, wurde jedoch alsbald fest genommen und verhaftet. Keip hatte gestern abend wegen »ringender Arbeit einige Stunden länger gearbeitet. Das oll heute morgen Anlaß zum Wortwechsel und schließlich zu )en Thätlichkeiten gegeben haben. Lopata soll kaum eine Woche bei A. in Arbeit gestanden haben. Man nimmt an, raß dem eifrigen Verfechter sozialdemokratischer Ideen Keips Arbeiten über Feierabend hinaus in maßlose Wut versetzt hat.
Gp. Stiftungsfest. Am 13. d. M. feierte der Sterbe kassenverein der Postunterbeamten im Cafö Leib fein 15 jähriges Stiftungsfest. Vor Beginn der Feier war der große Saal dicht besetzt. Das reichhaltige Programm, das 16 Nummern enthielt und in dem jeder Unterhaltung Rechnung getragen wurde, wickelte sich zur größten Zufriedenheit aller Anwesenden ab. Nach Einleitung der Feier durch Den Marsch „Ein Hoch der deutschen Reichspoft" begrüßt' der Vorsitzende des Vereins, Postschaffner Otto Rühl, dü Gäste. Zum Schluß brachte et ein Hoch auf Kaiser und Großherzog als die Förderer der wohlthätigen Vereine aus. Zwei Theaterstücke, die von BereinSangehörigen flott gespielt wurden, ernteten lebhaften Beifall. Emen außergewöhnltchen Ohrenschmaus bereiteten Violinist Ehr. Hüttenberget und dessen Braut Fräulein Brehme, die sich in uneigennützig. r Weise bereit erklärt hatten, zur Verherrlichung bei schönen Feier mitzuwirken. Sie trugen je zwei Solostückc vor, die den Beweis lieferten, daß man es mit tüchtigen konfe'.vatorifch ausgebildeten Künstlern zu thun hatte. Ferne-
. KsslanS.
Kopenhagen, 16. April. Der ReichstagSabg. v. Vollmar hielt im hiesigen Deutschen Verein gestern einen Vortrag über die politische Lage Deutschlands und die Fortschritte der Sozialdemokratie.
London, 16. April. Die deutsche Feld dienst-Aus rüflung wurde heute im Kriegsministerium besich tigt. Anwesend waren Lord Roberts, Unterstaatssekretär Brodick, Oberstleutnant Trotter, Oberst Ward, Lord Raglan, verschiedene Verwaltungsbeamte, ferner General-Major von Moltke und Oberleutnant v. Usedom mit dem deutschen Ser geanten, bet die Uniform angelegt hatte.
Brüffel, 16. April. Wie „ße Soir" meldet, wird der Unabhängige Kongostaat, sobald die Kammern den Gesetzentwurf betreffend die Hinausschiebung der Frist für Uebernahme des Kongostaates durch Belgien genehmigt haben, eine Anleihe emittieren.
Antibes, 16. April. Der König der Belgier ist heute früh zum Besuch- des Ministerpräsidenten Waldeck-Nousseau hier eingetroffen und alsbald wieder abgereist. Waldeck-Rousseau wird kommenden Donnerstag nach Genua und Verona abreifen.
Madrid, 16. April. Die Republikaner bereiten neue große antiklerikale Meetings und Kundgebungen vor. In Madrid wird beabsichtigt, eine weitverzweigte an titlet i« kale Liga mit Provinz-Komitees und einem Centralausschuß in Madrid zu gründen. Dagegen vernimmt der Jmparcial, daß Prälaten, Mönche und andere Klerikalen den Beschluß gefaßt haben, ihre Verteidigung zu organisieren. U. a, soll eine Adresse.an die Königin gerichtet werden, deren Schutz für die bedrohten Kongregationen erbeten werden soll.
Wien, 16. April. Der deutsche Kronprinz besuchte das Kunsthistorische Hofmuseum und besichtigte dort die Waffen- und Gemäldesammlung. Er nahm dann an einem Frühstück beim bayerischen Gesandten teil, und machte einen Spaziergang durch die innere Stadt und erschien darauf zu dem Diner im Belvedere beim Erzherzog Franz Ferdinand. Am Abend fand im prachtvoll dekorierten Ceremoniensaal der Hofburg Hofball statt. Der Kronprinz führte die Erzherzogin Maria Josepha. Gegen Mitternacht erreichte das Ballfest sein Ende.
Budapest, 16. April. In einer gestern abgehaltenen Konferenz der Landwirte wurde beschlossen, zurzeit von der Bildung einer besonderer Agrarpartei noch abzufehen, bei den nächsten Wahlen jedoch nur für agrarisch gesinnte Kandigaten einzutreten. An der Konferenz nahmen auffallend viele Mitglieder der liberalen Partei teil.
Belgrad, 16. April. Die Entbindung der Königin wird in Den nächsten vierzehn Tagen erwartet.
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