Ausgabe 
18.1.1901 Zweites Blatt
 
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Rivalität und Eifersüchtelei der Mächte wiederspiegelt, beweist ein soeben bekannt gewordenes Rundschreiben des Grafen Waldersee mit Anweisungen an die internationalen Truppen kontingente. Diekameradschaftlichen Liebenswürdigkeiten" einzelner Feldherren werden beleuchtet u. A. durch die- vom Grafen Waldersee hervorgehobene Thatsache, daß in einzelnen Fällen die Flagge einer Nation durch Truppen anderer Nationen nicht geachtet worden ist, ferner, daß mehrere Kontingente ein einseitiges Protektorat über Städte und Ortschaften beansprucht haben. Den Höhepunkt aber muß man darin erblicken, daß kleine Detachements und Postierungen kurzer Hand größeren Detachements die Einquartierung, ja den Durchmarsch durch die von den Ersteren besetzten Orte zu verbieten versuchten! Graf Waldersee drückt sich sihr milde und diplomatisch aus, wenn er bemerkt, ein der­artiges Vorgehen trage dazu bei, im chinesischen Volke die Meinung von Uneinigkeit unter den Mächten zu erwecken. Bestärken" wäre der zutreffendere Ausdruck gewesen. Der Oberftkommandierende wird wohl noch manches Rund schreiben zu erlassen haben, um das Einvernehmen unter den Kontingenten herzu stellen.

Aus Paris wird telegraphiert: Nach einer Pekinger Privatmeldung sollten die Gesandten in den Besitz der beglaubigten Kopieeu der von China angenom­menen Friedenspräliminarien am 16. d. M. ge. langen. Die erste gemeinsame Konferenz der chinesischen Delegierten, als derenInterpret" im höheren Sinne Sir Robert Hart funktionieren will, mit den fremden Vertretern konnte noch nicht anberaumt werden, weil die schriftliche Be kanntgabe aller besonderen Wünsche und der den Ge­sandten notwendig erscheinende Austausch dieser für die Detailverhandlungen wichtigen Dokumente jeder mündlichen Beratung vorausgehen muß. Die chinesischen Delegierten sprachen den Wunsch aus, daß kein Waffenlärm im Ge­samtumfange des Kaiserreichs diese Beratungen störe, daß somit die Mächte zunächst von jeder weiteren Expedition ab­sehen möchten. Eine in New-Dork eingetroffene Depesche aus Peking vom 15. Januar meldet: Prinz Tsching begab sich gestern in Begleitung des Obereunuchen nach der ver­botenen Stadt und drückte den Aktenstücken, die morgen den Gesandten überreicht werden sollen, das kaiserliche Siegel auf.

Aus Peking wird berichtet, der französische Gesandte ließ eine Rekognoszierung um die Stadtmauern von Peking unternehmen, um die Eisenbahn von Singanfu durchzulaffen. Die Eisenbahn von Tientsin wird durch die Tartarenstadt geführt werden.

Eine Depesche des Bureau Laffan aus Peking meldet, daß die verbündeten Kommandeure am 15. ds. eine neue Rechtspflege in Peking eingeführt haben, die von chine­sischen Richtern, welche von den kommandierenden Generalen in jedem Bezirk ernannt werden, gehandhabt werden soll. Todesstrafe sei gemäß dem internationalen Abkommen vorgeschrieben für Personen, die der Beteiligung an der Boxerbewegung überführt sind, für Schädigung des Lebens und Eigentums der Chinesen oder Ausländer während des Aufstandes, für Angriffe auf die fremde Polizei oder deren Vertreter, für Widerstand gegen Verhaftung, für Mord und Mordversuch, Raub, Plünderung, Flaschmünzerei, Einbruch und Notzucht. Die Todesurteile müssen vor der Vollstreckung von dem kommandierenden General des Bezirks, wo sie ge­fällt worden sind, bestätigt werden.

Politische Tagesschau.

Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 16. Januar:

DerNorddeutsche Lloyd" wird, wie bestimmt verlautet, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine höhere Dividende zu verteilen in der Lage sein als im Vorjahre (8% gegen 71/2 Prozent). Der Betriebsüberschuß ist so beträchtlich, daß daraus noch der durch oas Hobokener Brandunglück ent­standene Verlust von 5 Millionen Mark gedeckt werden kann. Das ist ein Abschluß, wie er so günstig selten verzeichnet wurde. Wenn man den Ursachen dieser Entwickelung nach­forscht, so findet man in zwei Begebenheiten des letzten Jahres die Erklärung: in dem durch die Weltausstellung hervorgerufenen starken Passageverkehr über See und durch die mietsweise Ueberlassung einer Anzahl Lloyddampfer an die Marineverwaltung zwecks Transportierung von Truppen und Kriegsmaterial nach China. Das letztere hat zweifellos die Mehreinnahmen hauptsächlich her­beigeführt, die übrigens auch im Geschäftsbericht derHam burger Packetfahrt", deren Dampfer ebenfalls von der Marineverwaltung gechartert waren, zum Ausdruck kommen werden. Es war ein goldenes Jahr für diese Groß rhedereien. Sie sind bisher die Einzigen, die von den China­wirren positiven Vorteil haben, und werden es anscheinend noch für geraume Zeit bleiben. Doch es soll anerkannt werden, daß sie ihren Gewinnst redlich verdient haben. Wenn die deutsche Regierung diese großen Seedampfer nicht sofort und in vollständig gebrauchsfähigem Zustande zur Verfügung gehabt hätte, wäre die prompte Hinaussevdung solcher Streit kräfte einfach unmöglich gewesen. So brauchen wir auch in dieser Beziehung einen Vergleich mit England, dessen Truppen­transporte nach Transvaal glatt bewerkstelligt werden konnten, nicht zu scheuen.

Aus Berlin, 16. Januar wird uns geschrieben: Es ist bekannt, ein wie großes Interesse der Kaiser der Ent­wicklung der Technik widmet. Insbesondere hegt der Monarch den Wunsch, die technischen Errungenschaften mit möglicher Beschleunigung auf den Gebieten des Verkehrs angewandt zu sehen. Die von großen ElcktrizitätSgesell'chasten inS Werk gesetzten Versuche, mit Hilfe der Elektrizität Zug Verbindungen von bisher unerreichter, idealer Geschwindigkeit herzustellen, finden daS lebhafteste Interesse des Kaisers. Der Direktor-der BerlinerAllgemeinen ElektrizitätSge^ell schäft" hat wiederholt über den Gegenstand Vortrag gehalten. Auch auf dem gesterigen Herrenabend beim Staatssekretär deS ReichSpostamts v. PodbielSki wurden diese Pläne er

örtert. Wenn, woran nicht zu zweifeln ist, die bis zum Sommer fertiggestellte elektrische Schnellbahnver bindung zwischen Berlin und Zossen sich bewährt, so sollen ungesäumt Projekte ausgearbeitet werden, um den Großstädten eine derartige Verbindung mit Berlin zu ver schaffen, welche die Fahrtdauer auf die Hälfte und mehr herabsetzt. Auch für die beiden Residenzen Berlin und Pots­dam wird der Plan in naher Zeit in Frage kommen.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 16. Januar: Einen zeitgemäßen und dankenswertenWink", allerdings, wie man zu sagen pflegt, einenWink mit dem Zaunpfahl", hat heute in der Budgetkommission des Reichs tags der Zentrumsführer Dr. Lieber den Abgeordneten vor, Elsaß'Lothriugen gegeben: sie möchten nicht nur bei ihren spezlellen Landesangelegenheiten in der Kommission erscheinen, sondern als Vertreter des gesamten deutschen Volkes sich an den anderen Arbeiten beteiligen. Es ist erfreulich, daß diese Mahnung nicht nur keinen Widerspruch, sondern sogar, seitens des Abg. Riff-Straßburg, Zustimmung fand. That- sächlich haben sich bisher die parlamentarischen Vertreter der Reichslande äußerst wenig, fast garnicht, um di Geschäfte des Reichstags bekümmert. Nur wenn der alljährlich wiede^kehrende Antrag auf Aushebung des Diktatur­iaragraphen auf der Tagesordnung steht, oder beim Etai der Reichseisenbahnen, und allenfalls noch, wenn es sich um ein Weingesetz handelt eine Frage, die ja die Elsaß- Lothringer als Weinproduzenten und Weintrinker nahe an­geht treten diese Reichsboten aus ihremSchmollenwinkel" lervor. Die edlen Polen und selbst die welfiichen Abgeord neten beteiligen sich bei weitem mehr an den außerhalb ihres peziellen JnteressenkreiseS liegenden Debatten. DieElsaß- Lothringer" im Reichstag haben reichlich Zeit gehabt, sich auf ihre Pflicht deS MitratenS zu besinnen. Hoffentlich ha? )ie von Herrn Dr. Lieber ausgesprochene Erinnerung einen dauernden Erfolg.

Am 12. und 13. d. MtS. fand im ReichStagSgebäude eine Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses des Alldeutschen Verbandes statt, an der sich die Hauptleitung vollzählig be­teiligte und die von Mitgliedern deS Ausschusses aus allen Teilen des Reiches stark besucht war. Bei derselben wurden olgende Entschließungen angenommen:

1. Gestützt auf die Zust mmung der überwältigenden Mehrheit deS Alldeutschen Verbandes zu der Rede seines Vorsitzenden im Reichs­tage am 12. Dezember 1900 wird der Alldeutsche Verband die in dieser Rede eingenommene Stellung festhalten. 2. In Uebereinstimmung mit der unabhängigen Haltung, die der Alldeutsche Verband stets etn- g nommen hat, und die lediglich bestimmt war durch die Rücksicht auf das nationale Interesse, lehnt der Verband eine grundsätzliche Ovpo rtion gegen die Pol-ttk der Reichsregierung ab. 3. Der G^schäfis ührende Ausschuß lehnt es ab, stch gegenüber den wiederholt an ihn her angetretenen Anregungen für die Behandlung der Burenfrage an internationalen Organisationen und Verabredungen zu beteiligen. 4. Der geschäftsführende Ausschuß stellt gegenüber verschiedenen Anfragen fest, daß der Alldeutsche Verband eine Umwandelung des Ver bandes in eine politische Partei niemals erwogen hat. 5. Der Ausschuß stellt gegenüber Angriffen und Unterstellungen in der dem Alldeutschen Verbände feindlichen Presse fest: a. daß in keiner der Kundgebungen, für die der Verband verantwortlich ist, also weder in einer Rede seines Vor itzenden oder der Mitglieder der Hauptleitung, noch in einer Entschließung des Gesamtvorflandes oder des geschäftsführenden Ausschusses noch in einem Aitikel derAlldeutschen Blätter" die Forderung nach einer Inter­vention des Deutschen Reiches im südafrikanischen Kriege erhoben werden soll, b. daß das einzige Organ, auf dessen Leitung der Alldeutsche Verband einen maßgebenden Einfluß hat, und für dessen Inhalt allein er verantwortlich ist, dieAlldeutschen Blätter" sind.

AuS dem bei dem Verbände eingegangenen Buren- ammlungSergebniffe im Betrage von mehr als einer Viertel Million Mark wurden auch diesmal wieder Bewilligungen im Gesamtbeträge von 50000 Mk. gemacht'. Davon entfallen 20000 Mk. auf Johannesburg. Nach Mitteilungen, die der Verband von dort erhalten, hat sich die Not dort owohl bei den Deutschen, als bei den Buren geradezu urchtbar gestaltet. Weitere Mittel wurden bewilligt ür die Ausgewiesenen und für Ansiedelung eines Teile >erselben in den deutschen Ansiedelungen Südbrasiliens. Eine ernere wichtige Hülfeleistung für die Opfer des BurenkriegeS, die gleichfalls beschlossen wurde, entzieht sich vorläufig der Veröffentlichung. An die deutsche Volkspartei und die radikal­nationale Partei in Oesterreich wurden aus Anlaß der Erfolge >ei den Wahlen Glückwunschtelegramme abgesandt.

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Jan. Von den zur Feier des Krön­ungsjubiläums erwarteten Fürstlichkeiten trafen heute abend der Großherzog von 5) essen, derH erzog von Cvnnaught und Großfürst Wladimir ein. Der Kaiser mar auf dem Bahnhof erschienen, wo großer Empfang stattfand und eine Ehrenkompagnie die militäri­schen Honneurs erwies.

Bei dem gestrigen Empfange der Abordnung des Vorstandes des preußischen Landeskriegerver­bandes Heim Kaiser, dem der Minister des Innern v. Rheinbaben und der Chef des Zivilkabinetts v. Lucanus beiwohnten, überreichte der Führer der Abordnung, General v. Spitz, dem Kaiser 120 000 M k., die von den Mit­gliedern der preußischen Kriegervereine aus Anlaß der 200 Jahrfeier des Königreichs Preußen gesammelt worden sind zu einer Stiftung, die den NamenPreußische Krieger st iftung Wilhelm II." führen wird und be­zweckt, aus den Zinsen des Kapitals am 18. Januar jeden Jahres würdigen und bedürftigen Kriegsteil­nehmern und deren Hinterbliebenen eine Unter­stützung zu gewähren. Auf die Ansprache des Generals v. Spitz- an den Kaiser, erwiderte dieser:

Ich freue mich über die Ueberraschung, die mir heute namens meiner alten Soldaten bereitet worden ist. Die Idee einer Stiftung zur Erinnerung an den Tag der Begründung des Königreichs Preußen berührte mich sehr sympathisch: denn eine Stiftung, die bestimmt ist, Not zu lindern und Thränen zu trocknen, ist viel besser ge­eignet die Erinnerung an diesen Tag wachzuhalten als jede andere Widmung, welche mir dargebracht worden wäre. Ganz besonders überraschte mich die hohe Summe, welche die Kameraden zusammengebracht haben. Es ist ein hochachtbarer Betrag und beweist mir, in welcher ein­heitlicher, Weise die Kriegervereine zusammengefatzt sind.

Ich freue mich ferner, daß die Absicht besteht, das Grund­kapital fernerhin zu verstärken. Gern konstatiere ich bei dieser Gelegenheit, wie ich bei meinen Reisen überall beobachtet habe, welch' frischer patriotischer Geist unter den Kriegervereinen weht. Ich halte inich gern davon überzeugt, daß dieser Geist unter Ihrer Leitung noch fernerhin erhalten bleibt und beauftrage Sie, meinen Dank den Kameraden zu übermitteln.

Der rumänische Ministerpräsident Carp erhielt nach der gestrigen Audienz vom Kaiser dessen Bildnis in Marineuniform mit eigenhändiger Unterschrift übersandt.

Die königliche Akademie der Wissenschaften beabsichtigt, dem Kaiser am 18. ds. Mts. eine Adresse überreichen zu lassen.

In der 7. Kommission des Reichstages wurde heute die Beratung des Gesetzes über die privaten Ver­sicherungs-Unternehmungen fortgesetzt. Zu dem sehr wichtigen § 7, der die Gründe der Versagung der Konzession enthält, ist eine große Anzahl von Anträgen gestellt, die außer deUvon den Algg. Dr. Müller Meiningen und Zehnter zurückgezogen wurden. Zu einer Abstimmung kam es noch nicht.

Die Bu d get-Kommissio n des Reichstages setzte heute die Beratungen über den Eisenbahn-Etat fort. Es entspann sich eine lange Diskussion auf Anregung des Abg. Dr. Müller- Sagan, der eine H e r a b s e tz u n g der Tarife nicht für kommandierte Soldaten, sondern auch für Soldaten auf Urlaub forderte. Viele Abgeordnete beteiligten sich daran. Der. Vorsitzende Graf Udo Stolberg stellte fest, daß sämtliche Redner sich dafür ausgesprochen hätten. Es wurde mit großer Majorität eine Resolution angenommen, den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, den Gepäcktarif herabzusetzen, ohne die allgemeine Tarifreform abzuwarten.

Die Justiz-Kommission des Reichstages, die sich mit der Aenderring der Strafprozeßordnung beschäftigt, hat auf Antrag der Abg. Munckel und Lenzmann den §55a betreffend Berechtigung der Redakteure zur Zeugnisverweigerung unter folgenden Bestimm­ungen angenommen: Begründet der Inhalt einer periodi­schen Druckschrift den Thatbestand einer strafbaren Hand­lung, für die § 20 Abs. 2 des Preßgesetzes vom Mai 1874 für die verantwortlichen Redakteure maßgebend ist, so sind Verleger, Redakteure und das gesamte Hilfspersonal berechtigt, ihr Zeugnis über die Person des Verfassers und Einsenders zu verweigern.

Das preuß. Abgeordnetenhaus setzte heute die erste Lesung des Etats fort. An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Schmieding (nl.), von Arnim (kons.), Dr. Mizerski (Pole), Dr. Sattler (nl.) und Schmidt-Warburg (Ztr.), die Minister Dr. v. Miquel, Dr. Studt und von Rheinbaben. Die üblichen Teile des Etats wurden der Budget-Kommission überwiesen. Morgen Interpellation Funck über den Offenbach erEisenbahnunfall und Antrag Wiemann auf anderweite Einteilung der Landtags- Wahlkreise.

Die Meldung von der Einführung neuer Uniformen in der Armee wird von unterrichteter Seite bestätigt. Bekleidungsstücke, die sowohl in der Form als auch in der Stofffarbe von den bisher gebräuchlichen wesentlich abweichen, werden seit einigen Wochen von einzelnen Truppenteilen probeweise zur Anwendung ge­bracht. Eine wichtige Neuerung besteht darin, daß die blanken Knöpfe an den Uniformröcken fortan ver- ch Win den sollen; vorn an der Brust sind'die Knöpfe von dunkler Farbe unter dem Tuch angebracht. Der Stoff des Rockes, der die bequeme Form der Litewka erhält, ist nicht mehr von blauer, sondern von graubrauner Farbe. Nach einer authentischen Information derBerl. N. N." handelt es sich bei der vorstehenden Meldung einer Kor­respondenz zunächst ausschließlich um Versuche für die Be­kleidung der 0 st asiatischen-Expeditionstruppen.

Die städtischen Verwaltungskörper von Ebers­walde hatten vor einiger Zeit beschlossen, gegen den Reichs­tags- und Landtagsabgeordneten Gymnasialprofessor Pauli einen Zivilprozeß anzustrengen, damit die prinzipiell wich­tige Frage, wer die Stellvertretungskosten mittel­barer ins Parlament gewählter Staatsbeamten zu tragen habe, rechtlich gelöst werde. Wie jetzt aus Eberswalde ge­meldet wird, hat Professor Pauli dieser Tage an die dortige Stadtkkasse 2000 Mk. bezahlt, da verschiedene Juristen ihm erklärt hatten, daß die Stadt nicht verpflichtet werden könne, für die Stellvertretungskosten aufzukommen.

Hamburg, 16. Jan. In der gestrigen Sitzung der hiesigen Abteilung der Deutschen Kolonialgesell­schaft erklärte sich Adolf Woermann gegen die von der Zenttalleitung der Gesellschaft beim Reichskanzler bean- ttagten Zollvergünstigungen aufProdukte der deutschen Kolonien. Solche Differenzialzölle würden eine bedenkliche Abweichung von der Politik der offene» Thür sein und überdies, wie die Erfahrungen anderer 'Länder zeigen, unseren Kolonien kaum nützen.

Stuttgart, 16. Jan. In der heutigen Landtags- -s i tz u n g wurde Payermit 83 von 86 Stimmen als Prä­sident wiedergewählt.

Ausland.

Rom, 16. Jan. Der Papst überreichte beim Neujahrs- empfange der Kardinäle einem jeden derselben einen ge« schloffenen Brief, der, wie behauptet wird, daS Testament des Papstes enthält.

Bukarest, 16. Jan. Die Regierung lehnte die Verlänge­rung des Handelsprovisoriums mit Bulgarien ab.

Newyork, 16. Jan. Ein Telegramm aus Colon berichtet, in der Nähe der Stadt Panama zwischen Regie­rungstruppen und Revolutionären ein blutiger Kampf stattgefunden hat, wobei letztere mit großen Ver­lusten zurückqeworfen wurden und mehrere hundert Tote und Verwundete verloren. Die Verluste der Regierungstruppen sind unbedeutend.

Aus Stadl und Kand.

Gießen, den 17. Januar 1901.

* Konzert deS Kronbauer'fcheu Quartett-Vereius. Das fit daS WohllhätigkeUS Konzert zufammengestellle Programm zeigt einen reichen Wechsel von Chor- und Solo Vortiägeu. Da wir in der Lage waren, einen Teil desselben bei dem letzten Sriflungsfest deS Vereins kennen zu leinen,-so möge»

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