Ausgabe 
18.1.1901 Zweites Blatt
 
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5 n/o Italien. Rente

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3 % Mexikaner ,

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97.30 I 87 10 97 15

87.00

93.20 ;

95.40 : 00 00 24.30

25.70 | 93 70

Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Dannstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum . . . -

hier für Interessenten einige orientierende Hinweise Raum finden. Als Solisten sind gewonnen; Fri. Elisabeth 1 Schmidt (Sopran) aus Frankfurt a. M., die kürzlich unter ' sehr günstigen Bedingungen nach Lübeck, an das dortige Theater engagiert worden ist und Herr Julius Hahn (Klavier), ein Gießener, der nach absolvierten »Studien in Frankfurt a. M. sich hier als Musiklehrer niedergelassen hat. Eingeleitct wird das Konzert durch einen großen Chor mit Klavierbegleitung und Solostimmen:Prinzessin Ilse", eine Märchendichtung, die in der Verherrlichung der deutschen Treue gipfelt. Die Charakteristik ist vom Komponisten stimmungsvoll erfaßt und in einer edlen Melodik und interessanter Harmonik zu einem hübschen Tongemälde ausgestaltet. Die Schluß Nummer istSchön Ellen", Bruch's wunderschönes Chorwerk, das dem musikalischen Publikum aus verschiedenen Konzerten genügend bekannt ist. Hier wird eS zum ersten Mal in einer Bearbeitung für Männerchor gebracht. Man wird erstaunt sein, wie diese Fassung dem Original nicht nur ebenbürtig zur Seite steht, sondern durch das dem Männerchor eigentümliche Klang­kolorit seine Sprache zu einer Eindringlichkeit steigert, die wie man zu sagen pflegt packt. Unter den Chören ist zunächst das Volkslied mit drei Nummern aus alter und neuer Zeit vertreten, darunter das berühmteAch Lieb', ich muß dich lassen" mit seiner herrlichen Melodie, für die, wie man erzählt, Seb. Bach gern sein bestes Werk hin­gegeben hätte, wenn eS ihm vergönnt gewesen, sie zu erfinden. Das Kunstlied bringt als Novität die Vertonung des Scheffel schen GedichtesDer Hut im Meer", die von dem Kölner Männergesangverein wiederholt mit großem Beifall ge. jungen wurde.

Stadttheater. Am Mittwoch Abend wurde zum dritten MaleMuttersegen" gegeben und zwar als 10. Volks Vorstellung. Der Saal war sehr gut gefüllt. Der größte Teil des Publikums bestand aus jungen Damen, denen das Stück sehr zu gefallen schien. Häufig wurden kleine weiße Tüchelchen an die schönen Augen geführt, die vor Rührung in Thränen glänzten. Die Besetzung der Rollen war dieselbe wie bei der Aufführung vor 14 Tagen. Wir meinen aber doch, daß zu Volksvorstellungen nur Dichtungen von echtem künstlerischen Wert gewählt werden sollten und nicht solche erbärmlichen Rührstücke, die nur zur weiteren Verbildung gewisser Gesellschaftsschichten führen und falsche Vorstellungen in weiten Kreisen erwecken von der Kunst überhaupt und der dramatischen im besonderen. Für das Volk ist das Beste gerade gut genug! Man giebt einem Kinde keinen geschmack­losen Oeldruck aus irgend einem Kalender in die Hand und sagt ihm, das sei ein Kunstwerk; man zeigt ihm vielmehr ein Blatt von Dürer oder von Holbein. Dem Volk aber gebe man im Theater Goethe oder Schiller oder Lessing.

♦♦ Eisverein. Der Vorstand des Eisvereins teilt uns mit, daß das für Freitag in Aussicht genommene Eiskonzert der am gleichen Tage stattfindenden militärischen Feier wegen ausfällt und voraussichtlich am kommenden Sonntag nach mittag stattfindet.

* Generalagent Fröhlich hier wurde zum Kollekteur der Hess. Landeslotterie ernannt.

Verletzung. Seit einiger Zeit werden am Brand - platz die der Ausschachtung hinderlichen Kellergewölbe gesprengt. Am Dienstag sollte durch Sprengpulver der bekannteMordkeller" zertrümmert werden. Nach ord­nungsmäßiger Entladung des Schusses kamen die Arbeiter zur Besichtigung des Erfolges herbei, im selben Augenblick erfolgte ein Knall, Steinmassen flogen umher und verletzten einen Arbeiter im Gesicht. Er mußte der Klinik überführt werden. Gefahr für sein Augenlicht soll nicht vorhanden sein. Vermutlich ist die Entzündung durch zurückgebliebenes Pulver entstanden.

** Glück im Unglück hatte am Mittwoch Nachmittag au der Bahnhofstraße ein sechsjähriger Knabe, der sich nach Kinderart hinten an einen Wagen hängte. Plötzlich fiel der Knirps und kam in die Nähe der Räder. Der Kutscher hörte den Angstruf, hielt seinen Wagen und zog den Knaben hervor. Einige Hautabschürfungen lehren den Wagehals, in Zukunft dergleichenSpielerei" zu unterlassen.

Der kommende 1. April wird auch in Gießen unter dem Zeichen des Möbelwagens stehen. Zahlreiche Familien sind zur Jahreswende nicht nur mit denherz­lichsten Glückwünschen zum neuen Jahre", sondern auch mit Mietssteigerungen bedacht worden, als deren Ursache die Hausbesitzer die Steigerung der Hypothekzinsen, die Preise der Baumaterialien und Bauarbeiten u. s. w. bezeichnen. Die Antwort der Mieter war gewöhnlich die Kündigung.

Börsennachrichten-

Berlin, 16. Januar.

Vermischtes.

Berlin, 16. Jan. Em Dachstuhlbrand, der heute morgen das alte pathologische Institut der Charitee heimsuchte, hat insofern großen Schaden ange- richtet, als ein Teil des prasselnden Gebälkes in eine in der oberen Etage untergebrachte Schädelsammlung hineinfiel. Eine große Anzahl Exemplare wurde hierdurch zerstört. Professor Virchow, der die Sammlung dem Staate ge chenkt hat, wurde sofort benachrichtigt und erschien an der Brandstätte.

* Gleiwitz, 16. Jan. Oberschlefische Blätter melden aus Lipine: Auf der Schlackenhalde der Mathilde-Grube wurden drei Männer tobt aufgefunden.. Die Leichen waren so verkohlt, daß man die Identität der Personen nicht mehr feststellen konnte. Aehnliche Unfälle ereigneten sich vor Kurzem auf den Schlackenhalden der Ferdinand- und der Hohenlohe-Grube.

* Tarnopol, 16. Jan. Der achtjährige Kaufmanns ohn Koppel befindet sich seit 15 Tagen im tiefsten Schlaf. Seine Herzthätigkeit ist dabei normal, die Ernährung erfolgt künstlich.

* Chemnitz, 16. Jan. Heute früh hat der Volks schullehrer Apel seinen einzigen 9 Jahre alten Sohn durch einen Schuß in den Kopf und darauf sich selbst getötet. Apel führte die That in einem Anfall von Geistesstörung aus.

* Genua, 16. Jan. Der alsFürst Lahoracz" reisende Hochstapler, frühere rumänische Offizier Georg Massolesco, der jahrelang in den ersten Gesellschaftskreisen aller Hauptstädte des Kontinents mit beispiellosem Prunk auf getreten und an allen Renn- und Spielplätzen der Welt eine wohlbekannte Figur war, ist hier auf Requisition der Berliner Kriminalpolizei verhaftet worden. Er hatte in Beilin cm russische Dame um eine Perlenkette im Wert von 40000 Frs bestohlen und in Karlsruhe weitere Schwindeleien verübt.

gegeben. Diese Vorstellung beginnt bereits um 7 Uhr, da das darstellende Personal den letzten Abendzug nach Gießen zur Heimreise benutzen mutz.

r. Steinheinr, bei Hungen, 16. Jan. Ein hie- iger 28 jähriger Bursche, an dem man bereits Spuren des Irrsinns bemerkte, hatte sich im Oktober ver­gangenen Jahres heimlich von hier entfernt unter Mit­nahme der Barschaft seines Vaters (etwa 300 Mark), sowie eines Taufscheins, den er sich beim Pfarramt hatte aus- ertigen lassen. In diesen Tagen kam nun hierher die Nachricht, daß sich der junge Mann in der Schweiz be- indet, von wo er hierhergebracht wird. Ter Bedauernswerte leidet an Verfolgungswahn und seine Angehörigen wollen ihn nunmehr in. eine Anstalt unterbringen.

-k- Mainz, 16. Jan. In einem hiesigen Hotel hat heute vormittag ein gestern abend angekommener Fremder durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Die Identität der Leiche konnte noch nicht festgestellt werden, doch hat man ermittelt, daß der etwa 55 jährige Fremde aus Anspach in Bayern stammt und man vermutet, daß der «Älbstmörder entweder der Direktor Schneider oder der Aufsichtsrat Dorn des dortigen Landwirtschaft­lichen Kreditvereins ist, die beide wegen großer Unter­schlagungen flüchtig sind. Morgen feiert in voller Rüstigkeit der Landtagsabg. und Stadtr. Prof. Dr. Schlenger einen 70. Geburtstag.

"* Kleine MitteUnugeu au8 Hessen und den Nachbarstaaten Für die im September in Mainz stattfindende allgemeine Gartenbauausstellung hat der Gartenbauverein 6000 Mk. bewilligt. Die Ausstellung wird in einem eigens dazu errichteten znkusähnlichen Holchau stattfinden.

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Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 17. Januar.

______ Hurpener

und am Schlüsse schwächer.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Notiz Ihres werten Blattes in Nr. 12, 1. Blatt, betr. Gründung eines Bezirks-Lehrer-Turnvereins Gießen, bedarf der Ergänzung. Die Lehrer Gießens, sowie der umliegenden Dörfer waren eingeladen; es waren jedoch nur 8 Landlehrer und 15 weitere Lehrer anwesend infolge des Zufalls, daß der Konferenzbezirk Gießen-Land seine erste

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nführung neuer md von unterrichteter ie sowohl in der Form t ö/Her gebräuchlichen einigen ^odjen bon zur Anwendung 'teht darin, dch dir möäen fortan ver M find'die SW angebracht. Der Stoff der Litewka erhält, ist graubrauner Fmbe.- M derBert. O u Meldung einer Kov in Versuche für die.-öe- 'editionstruppeu iskörper von Eber. iHcn qegen ben 9t*

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Gerichtssaal.

-i-I Gieße«, 16. Jan. Strafkammer. Der Viehschweizer Ernst Paul B och mann aus Dresden ist geständig, seinem damaligen Dienstherrn, GutspLchter Andrea zu Rockenberg, 4 Flaschen Schnaps weg­genommen zu haben. Er erhält 5 Monat Gefängnis abzüglich eines Monate der" erlittenen Untersuchungshaft. Der Fuhrknecht PH. Kimpel aus Assenheim erhält wegen groben Unfugs und Widerstands gegen die S'aats. qewalt eine Gesamtgefängniestrafe von 3 Tagen. Der Mitangeklagte Wilh. Gutermuth, ebenfalls aus Affenheim, wird von der Beschuldigung der Gefangnenbefreiung freigesprochen. Der vorbestrafte Kesselschmied Louis Haupt aus Hannover und der gleichfalls, insbesondere wegen Diesstahls, mehrfach vorbestrafte Schlaffer Nikolaus Kutzinski aus Straßburg sind des Diebstahls beschuldigt. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten bezw. 1 Jahr abzüglich zweier Monate der erlittenen Untersuchungshaft. Wegen Uebertretung des Spielkartenstempelgesetzes sind 17 Personen aus Butzbach und Umgegend angeklagt Der Kaufmann Karl Andreas Berg hatte am 16. Febr. v. I. u. a zum Nachlaß seines Vaters gehörenden Gegenständen 60 Spiele Karten versteigern lassen, die noch mit dem alten Großh. Hessischen Stempel versehen waren. Die Käufer, insbesondere die Mitangeklagten PH. Fr. Wilh. Müller, Gg. Wilh. Schneider zu Butzbach undOttoRoth zu Muschenheim, hatten die Karten billig erworben, nicht aber, wie gesetzlich vorgeschrieben, der Steuerbehörde überliefert. Diese erhielt Kenntnis und stellte Strafantrag. Das Urteil lautete auf 30 Mk. Geldstrafe pro Spiel, das macht für den Haupt angeklagten für 60 Spiele 1800 Mk., für die Mitangeklagten für 4 bezw. 3 und 2 Spiele 120 bezw. 90 und 60 Mk. Die übrigen Angeklagten wurden sreigesprochen.

fo. Marburg, 15 Jan. Die Strafkammer verurteilte heute den Dienstknecht Ludwig Hof aus Roßdorf zu 1 Jahr 10 Monaten Gefängnis, well er im Oktober vor. Js. den Juden in Roßdorf die Fenster etngeschlagen und den Handelsmann Evrlich mit einer Mist gabel schwer mißhandelt hatte, Hof hat das Gymnasium in Fulda absolviert, die Universität besucht und als Einjährig-Frei­williger gedient. AlS Einjähriger wurde er fahnenflüchtig, erhielt ein halbes Jahr Gefängnis und wurde gemeiner Soldat. Schließ! ck ^rächte es der einst hoffnungsvolle, aber später leider dem Tiur.ke er­gebene junge Mann bis zum Dtenstknecht in feinem Heimalsorte.

Frankfurt, 16. Jan. Das Schwurgericht verurietlte den Ge fängnts-Jnfpeklor Habermann, d,r vor Jahresfrist mit der Ge- iängntskosfe geflüchtet war und später in Berlin ergriffen wurde, wegen Unterfchleife in Höhe von 3000 Mk. zu drei Jahren Ge- fän anis________________________ ______________

H. Bochum, 17. Jan. (Tel. Meld. d.Gieß. Anz.") Wie dieHerner Ztg." meldet, fand auf der ZecheKönig Ludwig" eine Explosion schlagender Wetter statt. 10 Bergleute wurden getötet. DemBochumer Anz." zufolge ereignete sich das Unglück auf der ersten Bausohle. Die Leichen sind sämtlich geborgen. Der Betrieb ist mcht gestört. ________

Mainz, 17. Jan. Der Selbstmörder, der sich in einem hiesigen Hotel erhängt hat, ist als der Direktor Georg Schneider von dem landwirtschaftlichen Kreditverem für Mittelfranken in Ansbach ermittelt worden.

Berlin, 17. Jan. Gestern abend fand im großen Saale der Brauerei Friedrichshain ein Thron-Jubiläums- Kommers der Berliner Studenten statt. Prof. Dr. Lenz hielt die Festrede, in der er den Zusammenhang der Krönung in Königsberg mit der Kaiser-Krönung in Versailles heroorhob.

Kopenhagen, 17. Jan. Der norwegische Dampfer Fegerhetm ist mit btr 20 Mann zählenden Besatzung an der englischen Küste untergegangen.

London, 17. Jan.Daily Expreß" meldet aus Lissabon, daß die diplomatischen Schwierigkeiten zwischen Por­tugal und Holland behoben find. Die Vertreter beider Mächte werden demnächst auf ihre Posten zurückkehren.

Paris, 17. Jan. Der Schriftsteller Urbain Go hier wurde in einem Degenduell von dem Redakteur Latapie lebensgefährlich verletzt.

Paris, 17. Jan. In der Nähe des Kap Laheve am Ausgange des Hafens von Havre stieß in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch der SchleppdampferBougain­ville" aus Fecamp so heftig an das den Hafen verlassende Dampf bootSadj Carnot", daß dieses nach wenigen Minuten sank. Drei Matrosen fanden ihren Tod.

Zürich, 17. Jan. Laut Brief eines Zürichers aus Mysore in Englisch Indien wütet in der Provinz Mysore die Pest in furchtbarer Weise. In einer Reihe von Städte» sind fast alle Häuser geschlossen. In den Straßen sieht mott nur halb verhungerte Bettler. Die andere Bevölkerung ist auf das Land geflüchtet und kampiert im Freien.

Wien, 17. Jan. Die Abfall - Bewegung von der römisch-katholischen Kirche beginnt auch im nörd­lichen Mähren ihre Kreise zu ziehen. Der Mittelpunkt dieser Bewegung ist Mährisch Schönberg, wo im vorigen Jahre 1014 Uebertritte vom alt-kckbolckchen Glauben erfolaten.

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des Reichstages, die ießordnung beschäftigt, ^emmann den §55a nedakteure zur folgenden Wmm- vMhalt einer periodi- ner strafbaren Hand- Ws vom Mai 1874 maßgebend ist, so gesamte hilsspersonat >n des Verfassers und !Haus setzte heute die er Debatte beteiligten n Arnim (kons.), Tr. und Schmidt-Warburg , 2r. Studt und von !s Etats wurden der tagen Interpellation enbahnunsallund iteilung der Landtags-

"Handwerkskammer. Die am 22. Januar, nach­mittags 2 Uhr im Rathause zu Darmstadt stattsindende 3. Vollversammlung der Handwerkskammer weist in der Tagesordnung folgende Punkte auf: 1. Mitteilungen; 2. Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes; 3. Beschluß­fassung über die Geschäftsordnung der Kammer; 4. Vor­arbeiten zur Regelung des Aehrlingswesens; 5. Tie Unterrichtszeit in den gewerblichen Schulen; 6. Ergänzung der Kammer durch Zuwahl; 7. Bildung von Ausschüssen ; a) Ausschuß für das Lehrlingswesen, b) Ausschuß für das Genossenschaftswesen und c) Berufungsausschutz; 8. Be­schlußfassung über vorliegende Anträge; 9. Verschiedenes. Auf die Aufforderung zur Anmeldung der Lehrlinge bei dem Sekretariate in Darmstadt sei hier nochmals auf­merksam gemacht. Tie etwa noch Rückständigen werden in ihrem Interesse handeln, wenn sie die Anmeldungen sofort bewerkstelligen, da sie sich sonst der Gefahr aus­fetzen, in Strafe genommen zu werden. Anmeldungs­pflichtig sind alle Lehrlinge im Handwerk tote auch in Fabrikbetrieben, wenn sie dort eine Aus­bildung in einem Handwerksztoeige erhalten. Von feiten der Innungen haben diese Anmeldungen durck^ die Jnnungsvorstände zu geschehen. v

:!: Lieh, 16. Jan. Am nächsten Sonntag giebt das Personal des Gieße nerStadtt Heaters im Saale des Herrn I. Heiland hier wieder eine Theatervorstellung. Für Nachmittag ist eine Kindervorstellung vorgesehen. Dieselbe beginnt um 4 Uhr und bringt das MärchenW la h r- heitsmündchen und L ü g e n m ä u l ch e n". Am Abend rvird das dreiaktige Kostüm-LustspielD i e g 0 l d e n e E v a"

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diesjährige Versammlung in demselben Lokal abhielt. Die Lehrer Gießens hatten den Ruf gänzlich unbeachtet gelassen und nicht einer war erschienen. Dies hatte wohl einen Grund darin, daß die Gießener Lehrer^ Erfahrungen gesammelt haben. Bestand doch in Gießen vor Jahren auch ein solcher, der jedoch ein kümmerliches Dasein führte und chließlich einschlief. Die Diskussion zeigte, daß die Ver­sammlung der Sache kühl gegenüberstand. Die sich breit machende V e r e i n s w u t wurde getadelt. Durch solche Vereinsgründereien würde dem Interesse des Landeslehrer- Vereins geschadet. Ferner wurde der Wunsch ausgesprochen, maiy möge auf dem Seminar praktischen Turnunterricht lehren, und der Landesturninspektor möge einen Leitfaden herausgeben, dann seien weder ein Lehrer-Turnverein, noch jährliche Turnkurse nötig, die nebenbei bemerkt viel Geld kosten (rund 5000 Mk.) Z.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Limburg CU d. Lahn, 16. Januar. Fruchtmark!. Durch­schnittspreis pro Malter Roter Weizen 13.15 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk-, Korn 10.60 Mk, Geiste 8.60 Mk., Hafer, 6.12 Mk., Erbsen on 00 Mk., Kartoffeln 00.00 Mk.

OberhMcht kikbesgadea für die Frauen Ttausoaals.

Weiter gingen ein: Frl. L. Mk. 1.50, Frau Prof. W. Mk. 4. C. und I. R. Mk. 5 H. D. in P'ozheim Mk. 4, Weitere Gaben auS Leihgestern Mk. 5 50. A. W Mk. 2, F'«u A. H. Mk. 20, Frau S. Mk. 1, Frl. M 50 Ma Zusammen Mk. 662 72.

Die Expedition -eS Gießener Anzeigers.

Wir bitten dringend, Geldspenden persönlich abzugeben und nicht in unseren Briefka^en zu wecken.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage.

Israelitische Hlekigionsgemeiude.

Freitag den 18. Januar 1901. »

Morgens SV, Uhrr AestgotteSdienst anläßlich 200jährigen Bestehens d'S Königreichs Preußen.

SamStag den 19. Januar 1901. -

Vorabend 4« Uhr, morgens 9 Uhr, nachmrttagS 3 Uhr Echrift« erklärung, Sabbathausgang 5*o Ubr.

Gottesdienst der israelitischen Religionsgeseüschaft. Sabbathfeier am 19 Januar 1901.

Freitag abend 4so Uhr, SamStag vormittag 8»° Uhr Predigt nachmittags S Uhr, Sabbathausgang Uhr.

Wockengottesdienst: morgens 7>° Uhr, abends 4*o Uhr.

Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2

49.00 M.

do. 8. 5/8 unk. b. 1904

49 00

, do. 8. 7/8, unk. b. 1906

47.50

). Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk, 1908

97 30

do. unk. 1905

89.50

Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12

80 80 e

do. 8. 15-18 unk. b. 1900

80 80 M.

do 8. 19-20, unk. b. 1905

00.00

, do. 8. 13, 14

76.50

, do. 8. 21, 22, unk. b. 1905

95.50