Ausgabe 
17.2.1901 Erstes Blatt
 
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Stuteuköruug des LaudeS-Pferdezucht BereiuS im Groffhrzogtum Hesse» und Prämiierung von auS gekörten Gluten gefallenen Fohlen im Jahre 1901 betreffend.

Die Röttermine finden in nachstehender Reihenfolge statt: Starkenburg:

In Bickenbach Donnerstag den 21. Februar, vormittags 9ya Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Boxheimer, Fischer, Goebel, Hechler, v. Marx.

In Klein Rohrheim Donnerstag den 21. Februar, nach­mittags 2 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Boxheimer, Fischer, Goebel, Hechler, v. Marx.

In Lampertheim Freitag den 22. Februar, vormittags 8 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Boxheimer, Fischer, Friederich, Goebel.

In Groß-Bieberau Samstag den 23. Februar, vor­mittags 10 Uhr. Zu kören: 18. Kommission: Kaffenberger, Ramge, Rapp. Schönberger.

In Dornheim Montag den 25. Februar, vormittags 9 Uhr. Zu kören: 18. Kommissionen: Dörr, Fendt, HeddäuS, Schrimpf.

In Trebur Montag den 25. Februar, nachmittags 2 Uhr. Zu kören: 16. Kommission: Dörr, Fendt, HeddäuS, Schrimpf.

In Babenhausen Dienstag den 26. Februar, vormittags 8 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Geißler, Grünewald, Michel, Morgenstern.

In König Dienstag den 26. Februar, nachmittags 2 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Büchner, Krämer, Olt, Schwöbel.

In Lörzenbach Mittwoch den 27. Februar, vormittags 9Vs Uhr. Zu kören: 20. Kommission: Emich, Lulay, Schwöbel, Trautmann.

Rheinhessen.

In Alsheim Donnerstag den 28. Februar, vormittags 10 Uhr. Zu kören: 18. Kommission: H. Dettweiler, Orb, Stauffer, Zöll.

In Sauer-Schwabenheim Freitag den 1. März, vor mittags 10 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Geromont, Lichtenstein, Frhr. v. Erlanger, Zimmermann.

In Hechtsheim Samstag den 2, März, vormittags 9 Uhr. Zu kören: 10. Kommission: K. Dettweiler, Kerz, Schmitt, Zöll.

In Alzey SamStag den 2. März, nachmittags 2Va Uhr. Zu kören: 16. Kommission: Klenk, Linck, Moller, Römer.

Oberhessen.

In Nieder-Wöllstadt Montag den 4. März, vormittags 9 Uhr. Zu kören: 15. Kommission: Bausch, G. Müller, K. Müller, Reis.

In Berstadt Montag den 4. März, nachmittags 2 Uhr. Zu kören: 15. Kommission: Brückmann, Hoffmann, Ä. Müller, Reif.

In Butzbach Dienstag den 5. März, vormittags 9 Uhr. Zu kören: 18. Kommission: Dichter, Hoffmann, G. Müller, K. Müller.

In Grünberg Dienstag den 5. März, nachmittags 2 Uhr. Zu kören: 15. Kommission: Brauer, Junker, K. Müller, Zimmer.

In Ober-Ofleiden Mittwoch den 6. März, vormittags 10 Uhr. Zu kören: 12. Kommission: Brauer, Erb, Junker, Zimmer.

In Romrod Mittwoch den 6. März, nachmittags 21-/8 Uhr. Zu kören: 25. Kommission: Gemmer, Gundrum, Haberkorn, Hesse, Pfannstiel, F. Riedesel, Frhr. zu Eisenbach.

In Engelrod Donnerstag den 7. März, nachmittags 2Vr Uhr. Zu kören: 10. Kommission: Backhaus, Henkel, Kiepe, H. Riedesel, Frhr. zu Eisenbach, F. Riedefel, Frhr. zu Eisenbach.

In Schlitz Freitag den 8. März, vormittags 9 Uhr. Zu kören: 12. Kommission: Hoffmann, Kalbfleisch, F. Riedesel, Frhr. zu Eisenbach, H. Riedesel, Frhr. zu Eisenbach.

In Hirzenhain SamStag den 9. März, vormittags 9l/? Uhr. Zu kören 12. Kommission: Güngerich, K. Hahn, Knickei, Rullmann.

In Düdelsheim Samstag den 9. März, nachmittags 3 Uhr. Zu kören: 15. Kommission: Güngerich, K. Hahn, Rullmann, Steinert.

Gesamtzahl (incl. 10 Reserve) 335 Stück.

Bestimmungen für die Stutenkörung-

1. In jedem der 23 Körbezirke wird alljährlich im Früh­jahre, bald nach Eintreffen der Beschäler auf den Land gestütSstationen, ein Körtermin abgehalten, bei welchem im Körbezirk stehende Stuten, die dem Züchtungsziel des Arbeits- oder des Wagenschlages entsprechen und möglichst rein gezogen find, gekört werden.

Die Zuchtziele für die einzelnen Körbezirke find folgende: a. Ein freigängiges, mittelstarkes Arbeitspferd mit gutem Schritt und genügender Trabaktiou für die Körbezirke: Engelrod, Grünberg, Ober Ofleiden, Romrod, Schlitz, Hirzenhain, König, Lörzenbach, Babenhausen.

b. Breite, starke Arbeitspferde mit gutem, regelmäßigem Schritt für die Körbezirke: Alsheim, Hechtsheim, Alzey, Sauer-Schwabenheim, Lampertheim, Groß Bieberau und Teile der Wetterau mit starkem Zucker­rübenbau.

Ein großes, schweres Wagenpferd für dieKörbezirke: Berstadt, Nieder-Wöllstadt, Butzbach, Düdelsheim, Teile des Rieds und RheinheffenS.

d. Ein mittelstarkes Wagenpferd mit gutem Schritt und vornehmlich guter und praktischer Trabaktiou für die Körbezirke: Bickenbach, Klein-Rohrheim, Dornheim und Trebur.

(Die Remontezucht kann hier die genügende und richtige Berücksichtigung durch Aufstellung eines edlen Hengstes finden, immerhin muß aber das edlere Wagenpferd das Zuchtziel bleiben.)

2. Das Kötgeschäft besorgen zurzeit 23 Körkommisfionen. Jede derselben besteht auS dem Landstallmeister, als Borfitzendem, dem im Körbezirk beamteten Sreisveterinär arzt, aus 4 Landwirten und den nötigen Stellvertretern.

3. Die Körung einer Stute ist an Einstimmigkeit der Kom­mission gebunden.

4. Jede Stute muß Jahr für Jahr neu gekört werden; die im Dorjahre gekörte und gedeckte Stute hat die Borhand vor der noch nicht gekörten oder nicht gedeckten Stute. Im übrigen entscheidet die Qualität.

5. Für jede gekörte Stute wird dem Besitzer von der Kör- kommisfion ein Deckhengst vorgeschlagen.

6. Der Besitzer erhält für jedes aus feiner gekörten Stute von dem bestimmten Hengst gefallene lebende Fohlen vom Verein nach Vorlage der beglaubigten Abschrift des Geburtsscheines 20 Mk. als sogenanntes Fohlengeld auSbezahlt.

Je nach den vom Staate bewilligten Mitteln können 320 oder mehr Stuten gekört werden.

7. Mit der Körung wird eine Prämiierung der Hengst- und Stutenfohlen verbunden, die in den Jahren 1898 und 1899 aus gekörten Stuten gefallen find. Die Prämiierung dieser dreijährigen und zweijährigen Hengst- und Stutfohlen findet gleichzeitig mit der Körung bei den einzelnen Körterminen statt.

Die Besitzer solcher Fohlen werden hiermit zu ihrer Vorführung aufgefordert und besonders darauf auf­merksam gemacht, daß die Besichtigung, bezw. Prä miierung nur erfolgt, wenn der Körkommisfion Kör- und Deckschein vorgezeigt worden ist.

Nur fehlerfreie Tiere können prämiiert werden.

Der Käufer eines aus einer gekörten Stute gefallenen Fohlens kann bei diesen Prämiierungen nur dann auf eine Prämie Anspruch machen, wenn er mindestens ein halbes Jahr im Besitz des Fohlens und ebensolange Mitglied des Landes-Pferdezucht-Vereins ist.

Die Preise für die Prämiierung richten sich nach den vom Staate hierzu bewilligten Mitteln.

An Preisen für 1901 find vorgesehen:

1. Für Dreijährige:

10 Preise L 100 ----- 1000 Mk.,

10 ä 60 = 600

10 A 40 = 400

30 Preise . . = 2000 Mk.

2. Für Dreijährige:

16 Preise ä 50 = 800 Mk.,

20 ä 40 = 800

20 .. ä 30 = 600

56 Preise . . ----- 2200 Mk.

im ganzen 86 Preise im Betrage von 4200 Mk. Darmstadt, 15. Januar 1901.

Für den Vorstand:

v. Westerweller.

Naegel«.

Deutscher Reichstag.

Berlin, 15. Februar.

Der China -Nachtragsetat wird in dritter Lesung beraten. Bei der Generaldiskussion fragt

Abg. Bebel (Soz.), wie es denn mit den Aussichten auf Friedensschluß stehe. Bei den Friedensverhand­lungen mache es einen peinlichen Eindruck, daß bis jetzt nur über die Frage verhandelt sei, wie viel chinesische Würdenträger geköpft werden sollen. Die großen Worte bei Einleitung der Aktion hätten sich als leere Worte er­wiesen. Die europäischen Truppen haben fast gar keinen ernsthaften Gegner gehabt. Es handelt sich mehr um eine militärische Treibjagd. Seit 200 Jahren hat Deutschland i einen beschämenderen Krieg gehabt als den in China. (Präsident Graf Ballestrem rügt diesen Ausdruck.) Es waren gewöhnliche Strafexpeditionen, die jeder Feldwebel ebensogut führen konnte, verbunden mit den schlimmsten Ausschreitungen. Die dort vorgekommenen Schandthaten werfen ein schlechtes Licht auf die Kultur im eigenen Lande und sie haben schon viele schwere Bestrafungen notwendig gemacht. Man hätte es nur gar nicht erst zu den Aus- chreitungen kommen lassen sollen. Der Krieg hat Deutsch­land weit über seine Interessen hinaus engagiert und die Gefahr neuerDifferenzenj geschaffen. Das Endergebnis eien steigende Kosten, wachsende Rivalität, während unsere Stellung in Kiautschou sehr exponiert ist. Jedenfalls steht est, daß wir alle Ursache haben, die Augen aufzubehalten, und daß der Platz an der Sonne uns auch in Zukunft teuer zu stehen kommen wird. (Beifall bei den Sozialdem.)

Kriegsminister v. Goßler: Bebel hat den Krieg, wie er die Borgänge in China nennt, und in militärischem Sinn ist es ja auch ein Krieg, traurig, beschämend unb so rühmlos wie man nur irgend denken könnte, bezeichnet. Ja, wenn der Herr Bebel das sagt, dann muß er für die Ehre Deutschlands allerdings auch nicht eine Spur von Empfindung haben. (Sehr richtig! rechts, Heiterkeit links.) Ich halte es seitens eines großen Volkes für undenkbar, nach der auf so grausame Weise erfolgten Ermordung des deutschen Gesandten die Thäter nicht zur Rechenschaft zu ziehen. Eine gerechtere Forderung giebt es nicht. (Sehr richtig! rechts.) Bebel hat dann in Bezug auf Waldersee die Bemerkung gemacht, daß ein preußischer Feldwebel an dieser Stelle besser zu verwenden gewesen wäre. (Heiterk.) Tas ist eine Unkenntnis der Verhältnisse, wie ich sie ihm nicht zugetraut hätte. (Oh je! rechts Heiterkeit.) Man kann de mFeldmarschall Waldersee nur dankbar dafür sein, daß er mit Pflichttreue und hoher Intelligenz die schwierige Stellung ausfüllt, die er gehorsam den Befehlen des Kaisers übernommen hat. (Bravo! rechts.) Tie Wirkungen seiner Befehlsführung liegen jedem Vorurteilsfreien übri­gens schon jetzt klar vor Augen; denn mit dem Eintreffen des Grafen Waldersee in Cyina und der Uebernahme des Kommandos durch ihn ist eine gewisse Ruhe und Ord­nung zurückgekehrt. (Heiterkeit links.) Wenn Sie das be­streiten, dann müssen Sie die Zeitungen nicht lesen, aus deren Berichten Sie ersehen können, daß in einem erheb­lichen Teil von China die volle Ordnung inzwischen wieder hergestellt worden, und dies nur den planvollen Dis­positionen des Oberbefehlshabers zu verdanken ist. (Bravo! rechts.) Dann ist Bebel wieder auf die H u n n e n b r ie f e gekommen, und hat uns bestialische Gemeinheit vorgeworfen. Bebel glaubt an die Briefe, er glaubt, daß Verbrechen vorliegen, und er versagt der Regierung die Möglichkeit, dre Verbrechen zu bestrafen; er macht sich damit zum Mit­

schuldigen an diesen Verbrechen. (Bravo! rechts, (Flüchter bei den Soz.) Er hat auch einen Brief vom 11. Oktober"1900 vorgelesen, den derVorwärts" als besonders glaubwürdi­ges Dokument veröffentlicht hat. Ter Briefschreiber erzählt, daß er am 29. September in Shanghai auf Posten gestanden hat; vom Posten aus hat er einen Raubzug unternommen (Heiterkeit rechts), fünf Chinesen hat er direkt totgeschossen (Heiterkeit rechts), zwei Chinesen hat er mit den Köpfen zusammengeschlagen. (Heiterkeit rechts.) Dann hat er noch Ochsen, Esel, Pferde und andere Lebensmittel erbeutet. (Heiterkeit rechts.) Vorher will er noch einige Chinesen erstochen haben. (Heiterkeit rechts.) Von seinem moralischen Leben erzählt er, daß er die Häuser abgesucht, und in jedem Hause 5 bis 6 ^Mädchen gefunden hätte. (Heiterkeit rechts.) Älle diese Angaben sind ersonnen. Der Briefschreiber sagt, es habe ihm nichts gefehlt, da ihm Mina ihr Bild geschenkt hätte. Tas ist an sich schon ein Widerspruch zu dem Uebrigen. Nach diesen Vorgängen hat er angeblich den Posten eines Gendarmen abgelehnt. (Heiterkeit.) Ter Minister versteht nicht, wie man auf diesen Brief herein- ällen könne. Der Mann unternimmt im Oktober einen Zug nach Peking. Peking ist aber schon am 15. August genommen worden. In China muß es eine Lügenfabrik geben, die wir nicht kennen. Waldersee erklärte, die Krieg- ührung wäre namentlich unter dem Eindrücke der von den Chinesen verübten Greuelthaten grausam gewesen. Er habe aber seit seinem Eintreffen sich bemüht, die Grau- amfeiten hintanzuhalten, namentlich gegen die friedliche Bevölkerung. Gegen die gefangenen Boxer, die das Land ausraubten, und plünderten, werde gerichtlich vorgegangen. Wenn ihnen Verbrecher nachgewiesen werden können, werbe die Todesstrafe verhängt. Reguläre Truppen würden, wenn ie sich ergeben, entwaffnet und zerstreut. Nur wenige grobe Vergehen seien bei den Truppen vorgekommen. Diese wurden ausnahmslos bestraft. Ein engliscyer Bericht sagt, es werde in China allgemein anerkannt, daß die Mannes­zucht des deutschen Heeres weit strenger sei, als bei irgend einem anderen. Französische Berichte sagen, die Deutschen eien die korrektesten und zuvorkommendsten von allen Kon­tingenten. Ich kann schwer begreifen, wie ein deutscher Abgeordneter, deutsche Truppen, welche in vollem Um- ange ihre Pflicht unter schwierigen Verhältnissen thun, verunglimpfen kann. (Beifall rechts und im Zentrum.)

Abg. Stöcker (christlich-sozial) führt aus, daß die Geschichte Chinas fortlaufende Greuelthaten aufweise. Tie von Bebel eingebrachten Briefe trügen das Zeichen der Erfindung an der Stirn, sie im Reichstage vortragen, zeuge von politischer Unreife. (Unruhe links.)

Abg. Bebel: Für die Verrohung, die sich in China zeigt, macht Stöcker diejenigen verantwortlich, die die Lehre !)er Abstammung des Menschen von den Tieren verbreiten. Ob wohl ein einziger der jetzigen Chinakümpfer eine Zeile voil Darwin gelesen? Nein, die Greuelthaten der Männer kommen auf Ihr (nach rechts) Konto, die Sie alles aufbieten, die Leute in der Unwissenheit zu erhalten, um sie besser am Gängelbande zu führen, und sie auf diese Weise zu olchen Rohheiten vorbereiten! (Zustimmung links.) Ten Brief aus demVorwärts" vom 11. Oktober 1900 hat der Kriegsminister logisch und grammatikalisch zergliedert. Das können Sie mit allen diesen Briefen machen. Es zeugt nur ür das dürftige Maß von Schulbildung, wofür wiederum Sie verantlvortlich sind (Unruhe rechts), daß Briefe mit einer so schauderhaften Orthographie geschrieben werden können. Das ist das wegen seines guten Schulunterrichts berühmte Deutschland! heißt es im Aus lau de. (Zurufe rechts: Wir glauben das ja gar nicht!) Den Brief, den der 5kriegs- minifter zergliederte, habe ich in Händen gehabt. (Lärm rechts.) Wenn solche schwerwiegenden Anklagen, die die Armee aufs höchste herabsetzen, sonst in Blättern erscheinen, geht der Kriegsminister an den Staatsanwalt und läßt die Blätter ^verklagen. Ter Redakteur muß ihm den Original­brief vorlegen, sonst kann er einige Monate eingesperrt werden. Warum geht das jetzt mit einem Male nicht? Es tehen ja solche Briefe auch in nationalliberalen, selbst in ükreisblättern. Warum geht er nicht vor? Das ist so einfach, daß es höchst merkwürdig ist, daß ihm dieser Weg jetzt nicht gangbar erscheint. Aber die Aufklärung ist. ganz einfach: weil der Kriegsminister genau weiß, es möchte bei der Untersuchung mehr herauskommen, als ihm lieb ist. (Große Unruhe rechts.) Daß die Rechte für die Regierung eintritt, ist selbstverständlich ; Sie müssen ja immer Ihrsehr richtig!" undsehr wahr!" bei den Ausführungen der Regierungs­vertreter rufen, denn wozu sind Sie sonst da? (Stürmische Heiterkeit.) Daß Graf Waldersee die Ruhe wiederhergestellt haben soll, die andern Nationen nicht, ist eine Behauptung, die im Auslande verschnupfen kann; aber nicht ich, sondern der Kriegsminister hat das gesagt. (Heiterkeit links.) Was unter Ehre Deutschlands und ihrer Wahrung verstanden werden kann, darin sind Ihre und unsere Ansichten gründ-' verschieden, aber über das, was wir der Ehre Deutschlands schuldig sind und was wir dafür zu thun haben, nehme ich von keinem, auch nicht vom Kriegsminister, Lehren an. (Lebhafter Beifall links.)

Kriegsminister v. Goßler erwidert, daß er bei solchen Angaben in den Zeitungen immer erst die Berichte von den beschuldigten Stellen einfordere, und auf Grund dieser erst die Zeitungen verklage. So werde er auch wieder ver­fahren. Charakteristisch sei, daß Bebel, der sonst immer lediglich die Offiziere angreife, diesmal die Mannschaften in unerhörter Weise angegriffen habe.

Abg. Bebel erklärt, daß er Ungehörigkeiten von Mann­schaften genau so zur Sprache bringe, wie von Offizieren und darin keinen unterschied mache.

Darauf wird ohne Spezialdiskussion der Nachtrags­etat in seinen einzelnen Titeln und im Ganzen ange­nommen und die Etatsberatung mit der Beratung des Etats der P 0 st - und Telegraphenverwaltung fortgesetzt.

Abg. Tr. Müller-Sagau (frf. Vp.) bemängelt die schlechte Postbestellung, namentlich in Berlin, und die un­zureichende Neueinstellung von Beamten.

Staatssekretär v. Podbielski erwidert, daß die Post' Verwaltung ihr Personal schon sehr stark vermehrt habe, daß auch die Postbestellung möglichst zahlreich sei und sich an die ankommenden Züge anschließe, sagt aber wohl­wollende Prüfung der Anregung zu.

Abg. Graf Stolberg (kons.) bringt nochmals die polnischen Adressen zur Sprache, deren Beförderung die Post nicht übernehmen dürfe.

Abg. Basser mann (natl.)Mit der Maßregel, zwei Uebersetzungsstellen für polnische Adressen einzurichten, ist die äußerste Grenze der Konzessionen erreicht, die wir M

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