206
Aitanz am 31. Dezember 1900
Aktiva
a. Bau- und Werkholz
3
Eichenstämme mit 1,33 fm,
7 bis 18 m Länge —
219
mit
Sa. 11580.33
35
cm Durchmesser und
b. Brennholz
Buchen-Scheitholz,
Buchen-Knüppel,
Bemerkt wird, daß 47
Hoflieferant
Hoflieferant
Sr.Kgl. Hob. d.Grossherzogs v. Hessen. Sr.Maj. d. Kaisers v. Russland.
und
1382
fm.
[1400
Birkenftamm mit 0,28 fm, Nadelstämme von 13 bis
434
74
71
291
137
32
32
91
6
86
12
18
18
15
9
*A H 5125.28 386.22 38.74 6030.09
4192.82
971.96
3006.69
5
200
76
4700
25
8
4
260 4
rm Eichm-Knüppel, Wellen Eichen-Reisig, rm Radel-Knüppel, Wellm Nadel-Reistg, rm Nadel-Stock.
rm
n ii
fei, in der Sache aber sei das Vorgehen berechtigt, sucht dann die sonstige Bemängelung im einzelnen widerlegen.
90
1750
3
10
6
1960
Warenvorrat Sassenvorrat Mobilien Debitoren «Konto
Er zu
rm n
77,64 fm, Nadel - Derbstangen 14,87 fm.
Hohversteigerung
Donnerstag den 21. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im hiesigen Gemeindewald, Distr. Beckerswald versteigert werden:
61,2 rm. Buchen-Knüppel
36,5 „ Nadel-
20 EicheN'Stangen mit 2
Passiva.
Waren-Konto Mitglieder-Guthaben Reservefonds-Konto
Wellen Buchen-Reisig, rm BuchewStock,
von seinem Gehalte für das erste Vierteljahr nur noch 20 Mart besaß. Diese schwierige Lage habe ihn auf den Gedanken gebracht, der Partei Sternberg seine Dienste anzubieten; er ' .....
>cht, der Partei Sternberg feine Dienste , hoffte dabei 100 Mark täglich zu verdienen,
seine Schulden zu bezahlen, und sich soviel zu erübrigen, daß er seinen Abschied nehmen, und ein Privatdetettiv bureau gründen könnte. Der Zufall fügte dies bald. Am 13. Februar v. I. vernahm Kriminalkommissar v. Tresckow aus dem Polizeipräsidium die Belastungszeugin Auguste Callies. Thiel hörte den Namen Sternberg, blieb dort und hörte, indem er neben dem Schutzmann Stierstädter saß, die Vernehmung der Callies mit an. Mittags zwischen 2 und 3 Uhr ging er zu Luppa. Tie Callies wußte nicht recht, was sie aus Thiel machen sollte. Sie erkannte ihn als einen Mann wieder, den sie am Vormittag im Zimmer des Herrn v. Tresckow gesehen. Ter Angeklagte merkte, daß er erkannt sei, und bat die Callies, ihn nicht zu verraten, da er drei Kinder habe. Als das Polizeipräsidium erfahren hatte, daß ein Beamter pflichtwidrig mit der Callies zusammengekommen, wurden dieser alle in Betracht kommenden Beamten, darunter auch Thiel, gegen- übergestellt, sie leugnete aber, daß der Thäter darunter sei, später gab sie zu, daß Thiel der Thäter sei.
Als Luppa eines Tages auf dem Polizeipräsidium war, öffnete sich die Thür des Thielschen Amtszimmers, und Luppa sah den Angeklagten vom Flur aus. Dieser gab Luppa mit den Augen einen Wink, ihm zu folgen, und bat
Holzversteigerung.
Freitag den 22. Februar 1901, von vor-! mittags 9Vi Uhr, soll im Oppenröder Gemeindewald nach, verzeichnetes Holz versteigert werden:
Hohversteigerung
Dienstag, den 19. Februar d. I., vormittag- 10 Uhr soll in dem Gemeindewald zu WatzenborN'Steinberg nachverzeichnrtes Holz versteigert werden:
28 Nadelstämme mit 7,77 fm.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, den 16. Februar 1901.
P. Geheime Sitzung der Stadtverordneten. Punkt 17 betraf den Berkaus von städtischen Bauplätzen an der Moltke straße (an der Wieseck). Käufer wurde A. E. Noll hier, der für den Quadratmeter 15,90 Mk. bot. — Betreffs der Waldbrände im Gießener Stadtwald am 13. April 1899 und am 22. Mai 1900 wurde mit der Eisenbahn-Verwaltung ein Vertrag abgeschlossen. — Die Lehrerin Auguste v. Kreß an der hiesigen höheren Mädchenschule wird laut Beschluß vom 1. April ab fest angestellt. — Den bei der Personen- standSaufnahme außerdlerchlich thätig gewesenen Schutzleuten wurde hierfür eine Remuneration von zusammen 300 Mk. bewilligt. — Dem Stadtkassengehilfen Tresser wurde ein zweimonatlicher Urlaub gewährt.
•* Kunstverein. In der Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand sind unter anderem neu ausgestellt: Eine interessante kleine Serie „Original-Radierungen" von Ubbe- lohde-Großfelden, „Castello di Tenno am Gardasee" von H. Loebbecke-Braunschweig, „Motiv aus Torbole am Gardasee", „Zwei Motive aus Burghausen" von C. Agthe Berlin, „Herbsttag im Vogelsberg" von F. Bindewald-Berlin, „Plöner See mit Schloß" von A. Petersen-Lübeck, „Freidelpferde am Niederrhein" von I, v. Astudin Wiesbaden, „Kaiserkronen", „Tulpen", „Lilien" von E. Dauber-Marburg, „Weißer Rosenbusch" von C. Lobedan Berlin usw. Auch bad Kunstgewerbe ist vertreten mit einigen Kunstschmiedearbeiten von C. Wigandt aus Gießen.
** Die in der Stadtverordneten Sitzung am 14. ds. Mts. behandelten Baugesuche von Kröck, Müller u. a. beziehen sich nicht auf die Landmannstraße, sondern auf die Landgrafen st raße.
Darmstadt, 15. Febr. Der Großherzog mit Prinzessin Elisabeth find gestern mittag gegen 1 Uhr in Wirballen wohlbehalten eingetroffen, wo ein kaiserlicher Extrazug für die Fahrt nach Petersburg bereit stand. In Berlin hatte der Großherzog bei Prinz und Prinzessin Heinrich von Pieußen einige Stunden im Schloß zugebracht.
ihn, ihn um Gottes willen nicht zu verraten. Luppa hatte ucn Angeklagten nun völlig in der Hand und machte mit ihm, was er wollte. Er bestellte ihn wiederholt in seine Wohnung, in eine Charlottenburger Konditorei, ja einmal selbst nach Nauen, wo sich Luppa eine Zeit lang bei Verwandten aufhielt. Thiel soll im ganzen bis Mitte November v. I. doch an 8000 Mk. von Luppa erhalten haben. Zunächst mußte er Ermittelungen anstellen über Wohnungen, Vorleben, etwaige Vorsttafen re. von Belastungszeugen, deren Namen Luppa angab. Ferner nahm er die Gelegenheit wahr, auf dem Polizeipräsidium durch Aushorchen von Kollegen und Untergebenen zu erforschen, ob etwa neue Strafanzeigen eingingen. Er erfuhr aber nach dieser Richtung hin nichts. Schließlich hat er sich an den Kriminalschutzmann Stier st ädter herangemacht, um diesen zu bewegen, von seiner Pflicht abzuweichen. Die hierauf bezüglichen Vorgänge werden noch frisch in Erinnerung sein. Stierstädter hat dann dem Kriminalkommissar v. Tresckow von dem Ansinnen Thiels Mitteilung gemacht, dieser fand die ganze Sache aber so ungeheuerlich, daß er zunächst nicht daran glaubte.
Der Angeklagte sieht sehr mitgenommen und vergrämt aus. Er giebt im allgemeinen die Behauptungen der Anklage zu.
Der als Zeuge von der Pflicht zur Amtsverschwiegenheit entbundene Rechtsanwalt Ulrich bekundet, daß Thiel bei der Unterhaltung von einer Verleitung zum Meineide an sich nicht gesprochen habe. Er, Zeuge, habe ihm gesagt: ein wahres Glück, daß die Mädchen noch nicht 16 Jahre alt waren, sonst könnte ja noch eine Anklage wegen Verleitung zum Meineide herauskommen. Tie Antwort des Angeklagten habe gelautet: Tie Mädchen sind ja noch das wenigste, aber ich habe den Stierstädter zu beeinflussen gesucht. Er habe ihm auch angedeutet, daß er als ehemaliger aktiver Offizier doch wissen müßte, daß man noch auf andere Weise einer solchen entsetzlichen Situation ein Ende machen könne.
„ Eichen- „ „ Nudel' ,,
Buchen-W llen (Durchforstungswellen) Eichen-Wellen Nadel- „ rm. Buchen-Stöcke
Der Anfang ist im Distrikt Beckerswald am Pflanzgatten.
Haufen, 15. Februar 1901.
Großh. Bürgermeisterei Haufen.
Müller. 1403
5150 Buchen-, Eichen- u. Nadel- wellen,
69 rm. Stöcke.
Zusammenkunft ist am Trisch. Steinberg, 15. Februar 1901. Gr. Bürgermeisterei Watzenborn - Steinberg.
Heß. 1399
H Rangen „ 4,80 rm. Buchenscheit, „ Eichenscheit, „ Buchenknüppel, „ Eichenknüppel, „ Nadelknüppel,
Haufen Ftchtenstangen, welche sich zu Spalier und Bohnenstangen eignen, zur Versteigerung kommen.
BUUB& SPARSAM toinidiaftet die Hausfrau nach wie vor mit .Maggi zum Würzen" wovon wenige Tropfen genügen, um jeder schwachen Suppe oder Fleischbrühe, Saucen, Ragouts und Gemüsen einen überraschenden, kräftigen Wohlgeschmack zu geben und die Verdauung wohlthuend anzuregen. In Original-Fläschchen von 25 Pfg. au. — Zur augenblicklichen Heifttllunq von Fleischbrühe — ohne weitere Zuthaten als kochendes Waffer — nehme man dagegen MAGGI’* Bouillon-Kapseln ä 12 Pfg. und 16 Pfg. für zwei Portionen, welche, mit allerbestem Fleischextrakl hergestellt, feinste Gelatine, sowie Gemüseauszüge und das nötige Kochsalz bereits enthalten, während man dies alles bei dem Fleisch-Extrakt der Liebig-Company noch hinzufügen muß. — Die
Maqgi-Erzeuanisie sind in allen Kolonialwaren-Gelcdästen käuflich. 1026
zulässig halten (Sehr richtig! bei den Nat.-Lib.) Weiter darf auf keinen Fall gegangen werden. Es ist eine kolossale Rücksichtslosigkeit gegen die Beamten, wenn Leute, die deutsch können, polnisch adressieren
Staatssekretär v. Podbielski bestteitet, daß.hier eine Kapitulation vor derpolnischen Bevölkerung vorliege. Er habe nur gesetzmäßig gehandelt. Bei polnischen Adressen müßten aber die Empfänger die durch die Entzifferung entstehenden Kosten tragen.
Abg. Singer will den Polen das Recht zuerkannt wissen, die Adressen in ihrer Muttersprache zu schreiben, bemängelt die Ucbcrlastung von Postbeamten und die Zuziehung von Soldaten bei Weibnachtsbestellungen und kritisiert die politische Bevormundung und Beeinflussung der Postbeamten. An die Unterbeamten ist auch bezüglich des Biergenusses ein Ukas ergangen, worin das Biertrinken am Vormittag als Unsitte gebrandmarkt wird; das Bier- trinfen am Vormittage bringe Müdigkeit hervor. (Heiterkeit links. Sehr richtig! rechts.) Ich weiß nicht, lvie der Staatssekretär persönlich zu einem Frühschoppen steht. (Heiterkeit.) Wenn ich annehme, daß er ab und zu einen Frühschoppen nicht verschmäht, so haben wir ja heute den Beweis dafür gehabt, wie schätzenswert das ist, denn wenn jemand so lebendig wie er fein Ressort hier vertritt, so kann doch von Ermüdung gar keine Rede sein. .(Heiterkeit.)
Staatssekretär v. Podbielski: Zwischen mir und Singer stehen zwei Weltanschauungen, die sich nimmer versöhnen werden. (Heiterkeit.) Ter Staatssekretär giebt zu, daß in letzterer Frage vielleicht zu bureaukratisch verfahren
Berlin, u den. .aß die??
d der
Aus jede weitere Beweisaufnahme wird allseitig verzichtet — Staatsanwalt Braut hält den AngeNagten nickst nur der passiven Bestechung, sondern auch der Verleitung zum Meineide für schuldig. Ei' beantrage wegen Verleitung zum Meineide drei Jahre Zuchthaus, trogen Bestechung anderthalb Jahre Zuchthaus und eine Gesamtstrafe von vier Jahren Zuchthaus
Rechtsanwalt Leonh. Friedmann dankte dafür, daßi in dieser Verhandlung alles fern gehalten worden sei, was nicht zur Sache gehöre, und plaidierte dafür, den Angeklagten nur der Bestechung, die er zugegeben l)abe, schuldig zu erkennen, ihm dabei mildernde Umstände zu bewilligen, ihn aber von der Anklage wegen Verleitung zum Meineide freizusprechen.
Ter Gerichtshof verurteilte den AngeNagten wegen B e st e ch u n g o h n e Zu b i l l i g u n g m i l d e r n d e r U m - stände, und wegen Verleitung zum Meineide zu einer Gesamt st rafe von drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust.
Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1899 . . 96
Während 1900 gingen zu ... . . 25
Daher Stand der Mtglieder Ende 1900 . . . 121
Dreis a. d. Lda, den 8. Februar 1901. 1394
Landwirtschaftlicher Konsum-Herein.
Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.
Heinrich Klein IL, Direktor. Adam Kehr. Rendant.
Hof-Möbel-Fabrik
Elisabethen- Darmcfodf Zimmer
strasse 84. Udl UlöldUl. strasse 2 u. 4
Buchen-Scheit,
„ Prügel, Eichen- „ Nadel- ,z BucheN'Stock, Eichen« Nadel- „ Buchen-Reiser Eichen- „ Nadel- ,,
Grösstes kunstgewerbliches Etablissement.
Nur eigenes hochfeinstes Fabrikat
in unerreichter Ausführung.
K komplette üwr-EiirifWiopi in allen erdenklichen Stilarten und zu aussergewöhnlich billigen Preisen.
Fortwährend neue Entwürfe
meiner Architekten im eigenen Atelier.
Bei Ausstattungen Vorzugspreise
Der Anfang ist bei der Seiftviese, an der Kreisstraße von Oppenrod nach Albach.
Oppenrod, den 14. Februar 1901.
Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod.
Balser. 1385
690 Stück Ftchten-Stangen mit 22,30 fm. Inhalt, 6230 Fichten-Bohnenstangen.
Zusammenkunft vormittag» 10 Uhr am Jgelrteich auf der Str. Winnerod'Reinhardshain
Winnerod, 15. Februar 1901. Sarne».
Versteigerung.
Montag den 18. d. Mts., naqmittagS 2 Uhr, versteigere ich tm Piandlokal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung: 1 Pferd, ein Pianino, 1 Buffet, 1 Kaffaschrank, 1 Drehbank, mehrere Sofas, Kommode , Kleiderfchränke, 2 neue Koffer, Regulateure u. a. m.
Gießen, den 4. Februar 1901. 1090 Mulch, Pfandmeister.
Holwerlleigerung I
Freitag, den 22. Fe- bruar sollen in den Zimmer- tchen Gutswaldungkn zu Wmne rod, Dtstr. Eichwald u. Neuhof versteigert werden:
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WA" ^ichreiÄs-) Sä I verteil.) S MherL "Oktober einen • Qmn10- August iE Lugensabnk
die Ktteq- lbt»de der von un gewesen, tzr W. die Aru- |Cn die friedliche 'Vie das Land Uch vorgegangen, en tonnen, werde en würden, wenn ut- Nur wenige ^gekommen. Diese cher Bericht sagt, daß die Mannes- als bei irgend die Deutschen i von allen Kon- 'ie ein deutscher in vollem Um* Mtnissen thun, im Zentrum.) ct aus, daß die en ausweise. Dir das Zeichen der hstage vortragen, links) die sich in China lich, die die Lehre Zieren verbreiten, impfet eine Zeile aten der Männer ne alles ausbieten, ;en, um sie besser uf diese Weise zu nitng links.) Ten- ober 1900 hat bet f) zetgliedett. Das jen. Es zeuat nur wofür wiederum buß Briefe mit schrieben wxW Lchuimlerrichtt je. (Zurufe rechte: Z, den bet Kriegs« ien gehabt. (Lärm Anklagen, die tue Blättern erscheinen, tsamalt und läßt ihm deilLriginal' Konnte eingespem n Male nicht? üs liberalen, selbst m Tas ist so einsach, fferWeg jehtnM ist g«ij -ins-M i möchik bn dec hmti-distß-V RegieES-mA T.'1htJ«6rr»i9 .„ bet R-g'-E ba? (ghlnml«
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Abg. v. Jagdzewski:. Eine Verpflichtung für die deutsche Reichspostverwaltung, polnisch sprechende Beamte anzustellen lehne ich unbedingt ab. (Beifall rechts.) Ich bin der Chef der deutschen Reichspostverwaltung. Wir haben nur das Bestreben, die uns übergebenen Sendungen möglichst schnell dem Adressaten auszuhändigen; dieses Bestreben haben die polnischen Herren durchkreuzt. Nehmen Sie an, bei uns fände sich eine Sekte, die nur chinesisch schreibe. Wer soll das Zeug alles entziffern? (Heiterkeit.) Ich kenne nur eine Pflicht, gute deutsche Reichspostbeamte zu erziehen.
Es wird ein Vertagungsantrag angenommen.
Nächste Sitzung: Samstag 1 Uhr. Etat, Petitionen.)
Der Prozeß gegen Aommissar Thiel.
Berlin, 14. Februar.
Vor der siebenten Strafkammer des Landgerichts I begann heute die Verhandlung gegen den Kriminalkommissar Thiel, der der Bestechung und der Verleitung zum Meineide beschuldigt ist. Der Angeklagte ist 1871 als der Sohn eines evangelischen Geistlichen in Ostpreußen geboren, hat das Abiturienten- cxamen gemacht, und mehrere Semester Jura studiert, war Artillerieoffizier in Neisse und später Leutnant der Landwehr. Er hat seinerzeit eine arme Offizierstochter geheiratet und ist Vater dreier Kinder. Seit dem 23. November v. I. sitzt er in Untersuchungshaft. Nach der Darstellung der Anttagebchörde ist der Angeklagte, der von Jugend auf leichtsinnig und geneigt gewesen sei, trübe Stimmungen mit Alkohol zu bekämpfen, aus der Leutnantszeit her mit Schulden behaftet gewesen. Anfang Februar 1900 soll er finanziell so sehr im Niedergange gewesen sein, daß er
Betrieb»rücklage-Konto 272.77
Reingewinn 3136.09
Sa. 11580.33
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